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Brandgans

Tadorna tadorna

Eine “Halbgans” ist sie – weder Ente noch Gans also. Oft wird sie deswegen mit Nilgans und Rostgans gemeinsam genannt. Dass sie keine echte Gans sein kann, erkennt der Vogelkundler schnell daran, dass die Geschlechter leicht zu unterscheiden sind und die nestflüchtenden Küken ein buntes Muster tragen, während die von echten Gänsen einfarbig sind.

Spannend wird es, wenn man sich die Brutbiologie der Brandgans anschaut, denn mitunter hat sie für eine Gans merkwürdige Nachbarn. Brandgänse brüten in Höhlen. Unter Gebäuden und in Baumhöhlen auf den Nordseeinseln zum Beispiel in Kaninchenbauten oder auch größeren Bauten. Verbürgt sind Bruten in befahrenen Fuchsbauten. Kaum zu glauben, aber es ist bekannt, dass Füchse in und an ihrem Bau eine Beißhemmung haben und so eher unfreiwillige Beschützer als Feinde der Brandgänse sind. An der Küste ist die Brandgans häufig zu sehen, nach Süden zu wird sie immer seltener. Eine Besonderheit spielt sich im deutschen Wattenmeer im August ab. Dann versammeln sich zehntausende manchmal bis zu einhundertausned Brandgänse zur gemeinsamen Schwingenmauser. Sie kommen aus Nord- und Mitteleuropa, aber auch aus Großbritannien und sogar aus Südfrankreich. Ihr Ziel sind die SanDunkler Wasserläuferatten des Großen Knechtsandes zwischen Weser- und Elbmündung und die Insel Trischen.