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Der Spessart im Frühling

Süddeutschland

  • 6 bis 15 Personen
  • 5 Tage / 4 Nächte

ab 695 €

Der Spessart im Frühling

Mainfränkische Laubmischwälder, Muschelkalk- und Kulturlandschaften

Die Stadt Lohr liegt 160 m ü. NN im Maintal auf halber Strecke zwischen Aschaffenburg und Würzburg in Unterfranken im Nordwesten Bayerns. Die Kleinstadt liegt am Ostrand des Sandsteinspessarts, eines der waldreichsten Mittelgebirge Deutschlands. Mit seinen 300- bis 400-jährigen Eichen und etwa 180-jährigen Buchen zählt der Hochspessart als eines der ältesten Waldgebiete Mitteleuropas außerhalb der Alpen. Eingebettet in bewirtschaftete Waldbereiche gibt es im Hochspessart noch kleine urwaldähnliche Wald-naturschutzgebiete, die sich nunmehr seit vielen Jahrzehnten ohne jegliche forstliche Nutzung entwickeln konnten. Im Osten, Süden und Westen wird der Spessart umflossen vom Main, welcher die Lebensräume dieser Region prägt. In östlicher Richtung grenzt die Mainfränkische Kulturlandschaft an, ein Mosaik aus schroffen Felsen, herrlichen Trockenrasen, lichten Wäldern, blütenreichen Streuobstwiesen und steilen Weinbergen.

Erleben Sie fünf spannende und vogelreiche Tage zusammen mit Hartwig Brönner, der in Lohr lebt und den Spessart und das angrenzende Kulturland seit seiner Kindheit bestens kennt. Er wird Ihnen die Naturvielfalt dieser unterschiedlichen, artenreichen Lebensräume zeigen. Kennzeichnend für den Spessart (abgeleitet von Spechtshaardt = Spessart) sind die Waldvogelgemeinschaften der Laubmischwälder. Neben den sechs vorkommenden Spechtarten ist besonders die hohe Populationsdichte des Halsbandschnäppers und die einzige Kolonie der baumbrütenden Mauersegler in Bayern charakteristisch für die an Totholz reichen alten Laubwälder im Spessart.

Kontrastreich hierzu bieten die Muschelkalkhänge entlang des Maintals mit ihren angrenzenden Trockenrasengebieten, Streuobstflächen und mosaikartigen Kulturlandschaften ein völlig anderes Landschaftsbild. Der Gesang von Baumpieper, Heidelerche und Zippammer prägen diese oftmals mediterran anmutenden Lebensräume.

Einige Zielarten:

Typische Waldarten dieser Reise sind Halsband- und Trauerschnäpper, Waldlaubsänger, Gartenrotschwanz, Baumläufer (Garten- und Wald-), Bunt-, Mittel- Grau- und Schwarzspecht, Hohltaube, Dohle und Kolkrabe. Mit viel Glück auch Schwarzstorch und Wespenbussard begegnen. Im Offenland begegnen uns Rot- und Schwarzmilan, Baumpieper, Heide- und Feldlerche, Gold- und Zippammer, Fitis und viele weitere Arten.

Aufpreis bei 7 - 9 Teilnehmern: + 40,00 Euro pro Person

Reiseverlauf

  • Waldlaubsänger (C. Moning)

    Nach der Ankunft am Mittag gegen 14 Uhr brechen wir nach Begrüßungskaffee und -kuchen (inkl.) zu ersten Erkundungen in den Lohrer Stadtwald. auf. Dieser ist mit 4.200ha die zweitgrößte Kommunalwaldfläche in Bayern und beherbergt aufgrund seiner naturnahen Bewirtschaftung eine artenreiche Avifauna. Bei unserem Spaziergang werden uns Kleiber, Winter- und Sommergoldhähnchen, Waldlaubsänger, Mittelspecht, Bunt- und Schwarzspecht begegnen. Mit etwas Glück können wir auch seltene Arten wie Hohltaube, Trauerschnäpper oder Wespenbussard beobachten.

  • Mittelspecht (C. Heber)

    Nach dem Frühstück fahren wir Richtung Rothenbuch in das Zentrum des Spessarts, welches gleichzeitig Bestandteil des Europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 ist. Die Naturschutzgebiete Metzger, Eichhall und Rohrberg zählen zu den Hotspots der Artenvielfalt in den nordbayerischen Laubwäldern. Stehende und bereits umgestürzte Baumriesen sind Lebensraum nahezu aller heimischen Spechtarten. Besonders hervorzuheben ist hier der Mittelspecht, der wegen seiner Vorliebe für totholzreiche, naturnahe Wälder auch „Urwaldspecht“ genannt wird. Aber auch Bunt-, Grau- und Schwarzspecht sind als Brutvögel in den alten Wäldern gut vertreten.

    Highlights in diesen alten Eichen- und Buchenwäldern sind die Populationen von Halsbandschnäpper, Trauerschnäpper und baumbrütenden Mauersegler. Neben den vielen Vogelarten wie Waldlaubsänger bieten diese ungenutzten Naturwälder aber auch viele Einblicke die Welt der totholzbesiedelnden (xylobionten) Pilze und Käfer. Unter ihnen befinden sich zahlreiche Bockkäfer-Arten sowie 88 Arten der Roten Liste Bayerns. Mit 13 sogenannten Käfer-Urwaldreliktarten liegt der Hochspessart an der Spitze vergleichbarer Waldgebiete in Bayern.

    Am Nachmittag erholen und stärken wir uns am Parkplatz im Hafenlohrtal. Danach wandern wir ein wenig im Talgrund und können mit etwas Glück Eisvogel und vielleicht auch den seltenen Schwarzstorch beobachten.

  • Zippammer, m
    Zippammer (Mladen Vasilev)

    Heute führt unsere Tour in einen ganz anderen Lebensraum: Die Mainfränkische Platte mit ihren an das Maintal angrenzenden Muschelkalkhängen, eingerahmt in Weinberge und typisch fränkische Kulturlandschaften sind landschaftlich und ornithologisch besonders interessant. In der Nähe von Karlstadt wandern wir durch Naturschutz- und Natura 2000 Gebiete, erleben abwechslungsreiche Landschaften aus steilen Muschelkalkfelsen und Weinbergen, an deren sonnenexponierten, steilen Hängen die Zippammer brütet. Hier können wir den Gesang von Heidelerche, Fitis und Dorngrasmücke studieren, den Baumpieper beim Balzflug beobachten und nach weiteren Arten Ausschau halten.

    Diese naturschutzfachlich bedeutsamen Trockengebiete beherbergen auch gute Bestände an Diptam und verschiedenen Orchideenarten.

    Gegen Mittag fahren wir ins nahegelegene Werntal zur Burgruine „Homburg“, einer der bedeutendsten Burgruinen Deutschlands, im gleichnamigen Naturschutzgebiet.

    Dort stärken wir uns in der romantisch und hoch über den Weinbergen von Gössenheim gelegenen Weinschänke "Schoppen Franz" und wandern anschließend im Umfeld der Ruine und in den umliegenden Trockenwiesen. Dort suchen wir nach verschiedenen Grasmückenarten, Nachtigall, Wendehals und Turteltaube.

    Auf dem Rückweg zum Hotel besuchen wir noch eine Kiesgrube wo Uferschwalben und Zwergtaucher brüten.

  • Rotmilan (C. Moning)

    Nach dem Frühstück fahren wir etwa 25 km nach Süden, über Marktheidenfeld in einen stillgelegten Kalksteinbruch.

    Dieser ist für die Öffentlichkeit nicht zugängig und somit eine Naturoase in der vom Menschen geprägten Kulturlandschaft. Für unsere kleine Gruppe erhalten wir eine Zugangsberechtigung und dürfen uns direkt im Lebensraum von Heidelerche, Dohle, Kolkrabe und Uhu bewegen. In der angrenzenden Kulturlandschaft mit alten Streuobstwiesen und weiteren Weinbergen begleiten uns bei einem Rundgang vor allem Fitis, Zilpzalp, Goldammer, Bluthänfling, Nachtigall und Gartenrotschwanz. Bei schöner Aussicht über dem Maintal genießen wir unsere mitgebrachte Brotzeit und machen anschließend unterwegs auf der Rückfahrt zum Hotel noch Zwischenstopps in strukturreichen Kulturlandschaften entlang des Mains. Hier können wir mit etwas Glück Rotmilan, Feldlerche und vielleicht auch Schwarzkehlchen beobachten.

  • Hohltaube (C. Moning)

    Wir fahren mit dem Taxibus auf die oberhalb von Lohr liegende „Sohlhöhe“, durchwandern gemütlich beim morgendlichen Spaziergang den Spessartwald und beobachten auf dem dortigen Plateau mit Blick auf den Pumpspeichersee und auf die Berge der Rhön die Vogelwelt. Fichtenkreuzschnabel, Singdrossel, Rotmilan und mit etwas Glück auch der Wespenbussard lassen sich dort beobachten. Danach geht es etwa 5 km bergab zum Hotel. Unterwegs lauschen wir den Vogelstimmen und bestimmen die einzelnen Sänger. Fitis und Zilpzalp, Zaunkönig, Rotkehlchen, Mönchsgrasmücke, Trauerschnäpper und Waldlaubsänger begleiten uns dabei.

    Zum Abschluss am frühen Nachmittag stärken wir uns noch einmal im Hotel für die anstehende Heimreise.

Zusatzinformationen

  • Bitte teilen Sie uns bei der Buchung mit, wie Sie anreisen werden.

    Falls Sie mit dem Pkw fahren, informieren Sie uns bitte noch, ob Sie einverstanden sind vor Ort zu fahren.

    Die Fahrten vor Ort werden in Fahrgemeinschaften durchgeführt. Dadurch sind wir flexibler und die Reise ist insgesamt kostengünstiger! Das hat sich bisher auf unseren Reisen bewährt. Die entstandenen Kosten werden vor Ort untereinander abgerechnet (wir empfehlen die landesübliche Kilometerpauschale in Höhe von 0,30 Euro pro Kilometer untereinander abzurechnen).

    Sollten nicht genügend Pkw´s vor Ort zur Verfügung stehen, werden wir uns selbstverständlich darum kümmern.

    Vielen Dank!

  • Über A3: Abfahrt Weibersbrunn, B26 Ri. Lohr am Main. In Lohr auf der B26 bleiben, nach der 2. Ampel nach ca. 1km rechts Richtung Stadtteil Lindig. Auf der Vorfahrtstraße immer gerade aus.

    Über A7: Abfahrt Hammelburg, Richtung Gemünden (B26). In Gemünden an der T-Kreuzung rechts, immer geradeaus nach Lohr. Vor der Brücke rechts Richtung StadtteilLindig. Auf der Vorfahrtstraße immer gerade aus.

  • Der Bahnhof Lohr ist nur 1 km vom Hotel entfernt. Auf Vorbestellung und nach Verfügbarkeit (spätestens 2 Tage vor Anreise) bieten Ihnen das Hotel (Tel. 09352 - 604-0, info@franziskushoehe.de) einen kostenfreien Shuttle-Service vom Bahnhof Lohr zum Hotel bzw. vom Hotel zum Bahnhof Lohr an.

  • Bei allen Reisen ist die minimale und die maximale Teilnehmerzahl angeführt. Die Mindestteilnehmerzahl ist bis 3 Wochen vor Reisebeginn zu erreichen. Auch wenn diese Zahl nicht erreicht wird, versuchen wir die Reise durchzuführen. Wir bitten Sie dann, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. Sollte nur ein Platz zum Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl frei sein und die Buchung von zwei Personen gemeinsam eingehen, werden wir die Gruppengröße um eine Person erweitern.

Enthaltene Leistungen

  • 4 Nächte in einem schönen Mittelklasse Hotel
  • Halbpension
  • Begrüßungs- und Abschiedskaffee mit Kuchen
  • 1 naturkundlicher Vortrag
  • Reiseleitung durch Hartwig Brönner, Dipl.-Ing. und langjähriger Vorsitzender der LBV-Kreisgruppe Main-Spessart

Nicht enthaltene Leistungen

  • Anreise
  • Fahrten vor Ort im PKW
  • Hinweis: Die Fahrten vor Ort werden in Fahrgemeinschaften durchgeführt. Dadurch sind wir flexibler. Das hat sich bisher auf unseren Reisen bewährt. Die Kosten werden vor Ort untereinander abgerechnet.

Ausrüstung

  • Tagesrucksack
  • Feste (wasserdichte) wandertaugliche Schuhe (gut eingelaufen)
  • Wetterfeste, sehr warme und unauffällige Kleidung
  • Falls vorhanden Bestimmungsbücher Vögel und Pflanzen - wir empfehlen: Svensson et al. – Der neue Kosmos Vogelführer [2011]
  • Fernglas (und - falls vorhanden - ein Spektiv)

Informationen

Generelle Hinweise

  • Kurzfristige Änderungen, die den Charakter der Reise nicht beeinflussen, behalten wir uns vor. Die Beobachtungsmöglichkeiten sind u.a. vom Wetter abhängig und von der jeweiligen aktuellen Lage.
  • Anforderungen der Reise: Mittelschwer, mit längeren Wanderungen bis fünf Kilometern
  • Die Gruppengröße dieser Reise beträgt 7 - 15 Personen. Sollte die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, kann die Reise bis 3 Wochen vor Reiseantritt abgesagt werden. Sollte der Fall eintreten, versuchen wir immer die Reise trotzdem durchzuführen. Falls dies nicht möglich ist, erstellen wir Ihnen gerne ein schönes Alternativangebot.

Zahlungsmodalitäten

  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.

Hinweis zu den Zielarten

Auf unseren Reisen beobachten wir die Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum und können Ihnen nicht garantieren, alle hier aufgeführten Zielarten auf der Tour zu sehen. Unsere Reiseleiter bemühen sich, Ihnen so viele Vogelarten wie möglich zu zeigen.

Eignung unserer Reisen für Personen mit eingeschränkter Mobilität

Bei unseren Naturreisen handelt es sich um Reisen, die für Personen mit eingeschränkter Mobilität grundsätzlich nicht geeignet sind. Sollten Sie bezüglich der Anforderungen unsicher sein, sprechen Sie uns bitte unbedingt vor der Buchung an.

Reiseberichte

Dies ist eine Pilotreise, daher ist noch kein Reisebericht vorhanden!

Reisebewertungen

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