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Aserbaidschan: Wintergäste am Kaspischen Meer und in der Steppe

Naher Osten

  • 6 bis 14 Personen
  • 10 Tage / 9 Nächte

ab 2.490 €

Aserbaidschan: Wintergäste am Kaspischen Meer und in der Steppe

In den Rastgebieten der Zwergtrappe

Aserbaidschan, zwischen Kaspischem Meer und den Hängen des Großen Kaukasus gelegen, ist eines der faszinierendsten ornithologischen Winter-Hotspots der West-Paläarktis. Trotz seiner vergleichsweise kleinen Fläche ist das Land in extrem abwechslungsreiche Landschaften gegliedert. Von der Küste und den riesigen Feuchtgebieten sind es oft nur geringe Distanzen zu den trockenen Steppen, den subtropisch üppigen Laubwäldern und den kargen Hochgebirgswüsten der alpinen Zone.
Bei milden Klimaverhältnissen erwarten wir nicht nur riesige Ansammlungen von Wasservögeln aus Kontinentalasien und dem arktischen Russland. Auch zahlreiche überwinternde Kleinvogelarten können wir beobachten. Daneben versammeln sich in der Halbwüste große Trupps Zwergtrappen. In beeindruckender Vielfalt sind Geier, Bussarde, Weihen, Falken und Adler zu sehen.

Nicht zuletzt wollen wir mit unserer Reise auch die Arbeit der Organisation „Birdlife Aserbaidschan“ unterstützen und ein Zeichen gegen die verbreitete Vogeljagd setzen. g.

Einige Zielarten:
Zwergschwan, Ohrentaucher,  Marmelente, Moorente, Weißkopfruderente, Krauskopfpelikan, Zwergdommel, Kaiser-, Steppen- und Schelladler, Bartgeier, Zwergtrappe,  Weißschwanzkiebitz, Wüstenregenpfeifer, Fischmöwe, Mohrenlerche, Weißflügellerche, Kurzzehenlerche, Pazifischer Wasserpieper, Rotstirngirlitz und Zwerggans

Aufpreis bei 6 - 9 Teilnehmern: + 100,00 Euro pro Person

Reiseverlauf

  • Mönchsgeier (C. Moning)

    Wir fliegen über Frankfurt direkt nach Baku und beziehen unser Hotel. Je nach zur Verfügung stehender Zeit unternehmen wir eine kurze Stadtbesichtigung.

  • Schelladler (C. Moning)

    Wir fahren zunächst entlang der Küste bis wir den Shirvan-Nationalpark erreichen. Das Gebiet aus Salzsteppen und Halbwüsten beheimatet die größte Population von Kropfgazellen im Kaukasus. In den mächtigen Sanddünen im Zentrum des Nationalparks werden wir viele überwinternde Lerchenarten (Kalander-, Weißflügel-, Kurzzehen-, Mohren-, Stummel und Feldlerchen) vorfinden. Auch Kaiseradler, Kornweihe, Wanderfalke, Merlin und die Sumpfohreule jagen gerne in der offenen Landschaft. Daneben sollten wir die ersten Zwergtrappen und den Halsbandfrankolin entdecken. Am Nachmittag besuchen wir den nahe der Kaspischen Küste gelegenen Flamingo Lake. Hier werden regelmäßig mehrere zehntausend überwinternde Wasservögel gezählt. Darunter Schwäne (Zwerg- und Singschwan), Gänse (Zwerg- und Rothalsgans), Taucher (Schwarzhals- und Ohrentaucher) Krauskopfpelikane, Flamingos, Zwergscharben und Enten (Marmel-, Moor- und Weißkopfruderente). Bei der Erkundung der Wattflächen sollten wir Watvögel (Stelzenläufer, Dunkler Wasserläufer, Seeregenpfeifer), sowie Zwergdommel und die Große Rohrdommel entdecken.

  • Dünnschnabelmöwe (C. Moning)

    Ab dem frühen Morgen machen wir uns auf den Weg zum Kura-Flussdelta im Osten. Wie der Shirvan National Park erstreckt sich das Delta an der Hauptmigrationsroute und beherbergt verschiedene natürliche und künstlich angelegte Teiche und Feuchtgebiete. Anders als am Vortag überwiegen im Kuragebiet nährstoffreiche Schlickwatten, Flachwasser- und Schilfzonen, so dass wir auch hier eine reichhaltige, überwinternde Wasservogelfauna vorfinden werden. Unser Hauptaugenmerk gilt den Watvögeln, darunter Highlights wie Weißschwanzkiebitz, Sumpfläufer und Terek-Wasserläufer. Nach dem Mittagessen werden wir an die Küste fahren. Hier haben wir gute Chancen, verschiedene Arten von Möwen und Seeschwalben zu beobachten, darunter Weißflügel-Seeschwalben, Schwarzkopf-, Fisch-, Dünnschnabel- und Steppenmöwe. Gleichfalls sind Kaspische und Fischmöwe vertreten. Unweit der Stadt Neftechala beziehen wir unsere Unterkunft für eine Nacht.

  • Rotkehlpieper (C. Moning)

    Heute beginnen wir eine sicher aufregende Erkundung des berühmten Naturschutzgebietes Kizil Agaj (Goldener Baum). Bisher war es nur wenigen Leuten - meistens sowjetischen Ornithologen - vorbehalten, das schon im Jahre 1923 ausgewiesene Schutzgebiet zu erkunden. So werden wir als eine der ersten Vogelbeobachtungsgruppen Europas in dieser wunderschönen Landschaft unterwegs sein. Allein die aquatischen Landschaftstypen umfassen über eintausend Quadratkilometer. Viele Greifvögel überwintern in diesem nahrungsreichen Gebiet. Darunter Schell- und Steppenadler. Auch Mönch- und Gänsegeier ziehen zahlreich ihre Kreise. Sicher sehen wir wieder unzählige Wasservögel. Unser Augenmerk liegt jedoch bei den Kleinvögeln. So bei den Stelzen (Unterarten der Schafstelze und die Zitronenstelze), verschiedenen Piepern (Pazifischer Wasserpieper, Rotkehlpieper), Blaukehlchen und bei den schilfbewohnenden Arten (Mariskenrohrsänger, Bartmeise, Seidensänger).

  • Schelladler (C. Moning)

    Wir bleiben im Kizil Agaj – Schutzgebiet, wenden uns aber näher der Küste zu. Besonders gute Beobachtungsmöglichkeiten ergeben sich entlang eines Dammes, von dem aus wir sowohl das Schutzgebiet, als auch die Küste einsehen können. In dem Mosaik aus Flachwasserzonen, Rieden und Schilfgebieten, sind wiederum zahlreiche Watvögel, Enten und Gänse zu sehen. An der Küste können wir wiederum die seltene Fischmöwe sehen. Während wir in den Flachwasserzonen vor allem Gründelenten sehen, halten sich auf dem Kaspimeer Tauchenten, wie Eis- und Trauerenten auf. Das Gebiet ist zudem eines der wichtigsten Überwinterungsgebiete des Schelladlers. Am Ende des Tages suchen wir die Stadt Massalli

  • Marmelente (C. Moning)

    Am nächsten Tag bewegen wir uns entlang der iranischen Grenze, durch das Bahramtepe-Schutzgebiet und dem Aras-Flusstal. Die Niederungen sind sehr fruchtbar und es überwiegt eine sehr archaische landwirtschaftliche Nutzung. Immer wieder zeigen sich große Kleinvogelschwärme unterschiedlicher Zusammensetzung. So Weidensperlinge, Bluthänflinge oder Gold- und Grauammern. Daneben treffen wir Rotstirngirlitze und eine Unterart des Berghänflings an. In den Dörfern zeigen sich Steinkäuze und verschiedene Unterarten des Hausrotschwanzes. In den spärlichen Baumgruppen sind Blutspechte sehr sicher zu sehen. Sehr wahrscheinlich treffen wir auf schwer zu unterscheidende Laubsängerarten (Kaukasus- und Sibirischen Zilpzalp). Auf den Leitungsdrähten sind Raubwürger und Merlin nicht zu übersehen. Auch einige Rotfußfalken überwintern im „warmen“ Süden Aserbaidshans.

  • Kaiseradler (C. Moning)

    Dieses Schutzgebiet zählt zu den größten Überwinterungsgebieten für Wasservögel in der Kaukasusregion. Doch für uns sind nicht nur die Feuchtgebiete von Interesse, sondern wir wollen uns vor allem in den Halbwüsten aufhalten, in denen wir Zwergtrappen-Trupps begegnen, die oft mehrere tausend Vögel umfassen. Etwa geschätzt zehn Prozent der Weltpopulation der Zwergtrappe kommen im Aga Gol-Nationalpark zusammen. Daneben sind es wieder die Greifvögel die uns interessieren. So können wir Falken-, Adler- und Raufußbussarde nebeneinander studieren. Weiterhin sind Kaiseradler und Steppenweihen Wintergäste in diesem Gebiet.

  • 2016-Maerz-Spanien-Weisskopfruderente-Tobias-Epple.JPG
    Weißkopfruderente (T. Epple)

    Wir fahren nach Norden Aserbaidschans nach Mingechevir, wo der Fluss Kura zu einem riesigen See gestaut wurde. Wir wollen zunächst die südlich davon gelegenen Flussabschnitte und kleinen Teiche im Varvara-Schutzgebiet erkunden. Hier finden wir die bedrohte Weißkopfruderente in größerer Zahl. Gleichfalls sehen wir weitere Enten-, Gänse- und Rallenarten. Weiter im Nordwesten liegt der Waschlowani-Nationalpark, der an klaren Tagen einen beeindruckenden Blick auf den Großen Kaukasus zulässt. Die Hänge der Erosionslandschaft sind gut für die eine oder andere Überraschung, da der milde Winter selbst für einige Insektenfresser ausreichend Nahrung bietet. In den Felsabbrüchen ist mit Blaumerlen, Steinrötel, Stein- und Alpenbraunellen, sowie dem Mauerläufer zu rechnen. In den mit Koniferen bewaldeten Schluchten überwintern Schwanzmeisen, Girlitze und vielleicht sibirische Arten. 

  • Zwerggans (T. Griesohn Pflieger)

    Auf dem Weg in Richtung Baku durchfahren wir zunächst Gebirgslandschaften bevor wir am kleinen Dorf Mughanli größere Trupps mit Zwerggänsen zu suchen. Sicher werden darunter auch Rothalsgänse sein. Später halten wir an einem Salzsee, der früher Teil des Kaspischen Meeres war. Heute beherbergt dieser See eine große Konzentration an Flamingos. Sicher werden wir wieder viele verschiedene Lerchenarten vorfinden, darunter vielleicht die Mohrenlerche. In den lichten Galeriewäldern aus Eichen und Wildobst überwintern Eichelhäher der vorderasiatischen Unterart. Die Wälder werden fast alle beweidet, so dass die Bäume oft weit auseinander stehen. In den dichteren, mangrovenartigen Wäldern am Fluss Kura überwintern Grasmücken und Laubsänger. Hier hoffen wir auch auf verschiedene Reiherarten (Nachtreiher- und Rallenreiher) und suchen das attraktive Graukopf-Purpurhuhn, das hier als Unterart des Purpurhuhns vorkommt. Gegen Abend erreichen wir wieder Baku.

  • Je nach Abflugszeit unternehmen wir noch eine Frühexkursion an die Küste oder in den nahegelegenen Park. Später werden wir zum Flughafen gebracht und fliegen nach Deutschland zurück.

Zusatzinformationen

  • Wir legen besonderen Wert auf Reisen in kleinen Gruppen. Bei allen Reisen ist die minimale und die maximale Teilnehmerzahl angeführt. Die Mindestteilnehmerzahl ist bis 3 Wochen vor Reisebeginn zu erreichen. Auch wenn diese Zahl nicht erreicht wird, versuchen wir die Reise durchzuführen. Wir bitten Sie dann, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. Sollte nur ein Platz zum Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl frei sein und die Buchung von zwei Personen gemeinsam eingehen, werden wir die Gruppengröße um eine Person erweitern.

Enthaltene Leistungen

  • Flug ab/ bis Frankfurt in der Economy-Class (andere Abflughäfen auf Anfrage, ggf. mit Aufpreis)
  • 9 Übernachtungen in Mittelklassehotels (Landeskategorie)
  • Vollpension
  • Alle Transferfahrten vor Ort mit einem Reisebus
  • Regionale Reiseleitung (englischsprachig) und Experten vor Ort
  • Professionelle, deutschsprachige und landeskundige Reiseleitung
  • Eintrittsgelder und Gebühren für Genehmigungen
  • Artenliste
  • birdingtours Notizblock und Stift
  • Reisebericht

Nicht enthaltene Leistungen

  • Nicht erwähnte Verpflegung
  • Persönliche Ausgaben & Trinkgelder
  • Zusatzleistung für Flugreisen: Rail & Fly Ticket, Sitzplatz, Spezialverpflegung, etc. (auf Anfrage und gegen Aufpreis – bei Buchung bitte angeben)
  • Reiseversicherung (gerne beraten wir Sie persönlich)

Ausrüstung

  • E-Tickets (check-my-trip)
  • gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • warme Kleidung (auch Mütze, Schal und Handschuhe!)
  • leichtes und festes Schuhwerk (keine Gummistiefel)
  • kleine Reiseapotheke
  • Fernglas und (wenn möglich) Spektiv
  • Bestimmungsbuch - wir empfehlen: Svensson et al. – Der neue Kosmos Vogelführer [2017] oder Lars Jonsson – Die Vögel Europas [1992], beide im Kosmos-Verlag erschienen

Informationen

Generelle Hinweise

  • Anforderungen der Reise: mittelschwer, mit längeren Wanderungen bis 10 km und Höhenwegen
  • Änderungen, die den Charakter der Reise nicht beeinflussen sind zwar nicht vorgesehen, wir behalten sie uns aber vor. Bitte nehmen Sie das Detailprogramm als Vorschlag, aber nicht als Checkliste, was jeden Tag passieren muss. Das Programm kann umgestellt werden, wobei der Charakter der Reise jedoch erhalten bleibt. Wenn die Reise umgestellt wird, dann nur zu Ihren Gunsten! Bitte beachte Sie, dass sich bei den Reisen die angegebenen Reiseleiter ändern können.

Zahlungsmodalitäten

  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.

Hinweis zu den Zielarten

Auf unseren Reisen beobachten wir die Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum und können Ihnen nicht garantieren, alle hier aufgeführten Zielarten auf der Tour zu sehen. Unsere Reiseleiter bemühen sich, Ihnen so viele Vogelarten wie möglich zu zeigen.

Eignung unserer Reisen für Personen mit eingeschränkter Mobilität

Bei unseren Naturreisen handelt es sich um Reisen, die für Personen mit eingeschränkter Mobilität grundsätzlich nicht geeignet sind. Sollten Sie bezüglich der Anforderungen unsicher sein, sprechen Sie uns bitte unbedingt vor der Buchung an.

Reiseberichte

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