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Ungarn: Kiskunság, das Vogelparadiese in der Steppe

Ungarn

Ungarn: Kiskunság, das Vogelparadiese in der Steppe

Eine ornithologische Sommerreise zwischen Donau und Theiss

Eine der letzten unverbauten Steppen Europas liegt im Kiskunság–Nationalpark, nur wenig südlich der ungarischen Hauptstadt Budapest. Diese einzigartige Landschaft mit ihren charakteristischen „Tanyas“ (Einzelgehöfte) und Ziehbrunnen entstand einst durch eine extensive Bewirtschaftung des Menschen in der Natur. Dieses Miteinander hält bis heute an und sorgt für eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt.

Mitte August ist es noch sommerlich, doch rasten in den Salzlacken schon zahlreiche Watvögel aus dem Norden Europas, um vor dem Weiterzug Nahrung aufzunehmen und zu mausern.  Gleichzeitig sind viele Schwarz- und Weißstörche, sowie verschiedene Reiherarten in den Auwäldern und Fischteichen zu sehen. In der Steppe kreisen Greifvögel auf der Suche nach Ziesel und in den Akazienhainen sammeln sich Bienenfresser und Blauracken.

Einige Zielarten:

Moorente, Kaiseradler, Schlangenadler, Adlerbussard, Würgfalke, Rotfußfalke, Rallenreiher, Nachtreiher, Purpurreiher, Zwergdommel, Löffler,  Sumpfläufer, Teichwasserläufer, Dunkler Wasserläufer, Kampfläufer, Stelzenläufer, Rotflügel-Brachschwalbe, Triel, Schwarzkopfmöwe, Trauerseeschwalbe, Weißflügelseeschwalbe, Weißbartseeschwalbe, Turteltaube, Steinkauz, Ziegenmelker, Blauracke, Mariskensänger, Brachpieper

Andreas Weber

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Reisecode: KIS01
Dauer: 8 Tage / 7 Nächte
Teilnehmer: 6 bis 8 Personen
Veranstalter: birdingtours

Reiseverlauf

  • Heringsmöwe (C. Moning)

    Nach Ankunft in Budapest fahren wir in das kleine Dorf Ópusztaszer, im südlichen Teil des Kiskunság-Nationalparks, wo wir die nächsten vier Nächte bleiben werden. Am Abend haben wir noch Zeit für eine erste Beobachtungtour am größten Salzsee Südungarns, dem Büdösszék. Allabendlich sammeln sich hier Scharen von Löfflern, Steppen-, Schwarzkopf- und Heringsmöwen. Dazu kommen hunderte Uferschnepfen, Brachvögel und weitere Limikolenarten, wie Dunkler Wasserläufer, Zwerg- und Temminckstrandläufer und Kampfläufer. Viele der Arten zeigen sich noch im Prachtkleid. In den Schilfwäldern sammeln sich hunderttausende Stare. Auf dem Weg zum Hotel entdecken wir in den kleinen Dörfern die ersten Steinkäuze.

  • Auwälder der Theiss in Ungarn
    Auwälder der Theiss in Ungarn (Tamás Nagy)

    Unser Ziel heute ist das Landschaftsschutzgebiet „Pusztaszer“ - mit 22.000 Hektar eines der größten Landschaftsschutzgebiete Ungarns. Besonders beeindruckend ist die Vielfalt an verschiedenen Lebensräumen. So wechseln sich Salzsteppe, Salzsümpfe und Fischteiche, mit kleinen Wäldern aus Akazien und Ackerflächen ab. Mittendrin liegt die Theiss mit ihren unbefestigten Ufern und alten Auwäldern.
    Wir wollen zunächst an den Wasserflächen nach Watvögeln Ausschau halten und Stelzenläufer, sowie Säbelschnäbel finden, die in der Nähe gebrütet haben. Gleichfalls suchen wir nach arktischen (Sumpfläufer) oder osteuropäischen Arten  (Teichwasserläufer). Um die Salzseen herum, sammeln sich jetzt Blauracken und Bienenfresser. Wir können sie leicht neben weidenden Graurindern bei der Nahrungssuche beobachten. In der Mittagsthermik jagen Rotfußfalken nach Insekten, während Kaiseradler nach Ziesel Ausschau halten. In den Ortschaften werden wir sicher Blutspechte entdecken, ebenso wie Schwarz- und Braunkehlchen, die exponiert an den Wegrändern sitzen.

  • Lachseeschwalbe (C. Moning)

    Der Fehértó–See, den wir heute besuchen, ist eigentlich das größte Teichgebiet im Kiskunság. Im August werden die ersten Fischteiche abgelassen. Sie bieten vielen Möwen, Watvögeln, Seeschwalben und Reihern Nahrung im Überfluss. Wir achten unter ihnen auch auf Seltenheiten, wie Fischmöwe oder Lachseeschwalbe, die regelmäßig aus den östlichen Steppengebieten nach Ungarn einfliegen. Am Nachmittag erfahren wir mehr über eine Salzsee-Renaturierung, westlich der Stadt Szeged. Hier kommen auch Wasserbüffel zum Einsatz, die neue Schlickflächen schaffen, in denen sich Alpenstrandläufer, Sandregenpfeifer oder Schafstelzen tummeln. In den Schilfgürteln sind Bartmeisen jetzt leicht zu finden, da sie aktiv in Familienverbänden unterwegs sind. Ebenso sehen wir verschiedene Rohrsängerarten und die Beutelmeise.

  • Würgfalke (K. Gabor)

    In der Steppe östlich der Theiss, in der kleine Wälder, prächtige Einzelbäume und Agrarflächen oft eng nebeneinander liegen, wollen wir möglichst viele verschiedene Greifvogelarten entdecken. Darunter Kaiseradler, Wiesenweihe, Adlerbussard und Rotfußfalke. Selbst der Würgfalke ist hier nicht selten. Die Spitzen der charakteristischen Ziehbrunnen nutzen gern Schlangenadler, um von dort aus Beute zu erspähen. Im Nationalpark gibt es auch ein Vorkommen der Großtrappe, die allerdings jetzt mausert und daher nicht einfach zu entdecken ist.
    Am Nachmittag suchen wir einen eiszeitlichen Altarm des Flusses Maros auf, der jetzt eher wie ein großer Salzsee aussieht und dennoch ein wichtiger Rastplatz für Watvögel, wie Sanderlinge, Odinshühnchen und Zwergstrandäufer ist.

  • Moorente (C. Moning)

    Wir wechseln unser Quartier und fahren in den nördlichen Teil des Kiskunság. Unterwegs halten wir an den Theiss-Auen. Ihre mit Seerosen bedeckten Altarme, kleine Seen und Sumpfgebiete sind Lebensraum aller europäischen Reiherarten. Wir hoffen möglichst viele davon zu sehen. Daneben finden wir in den Auen auch Zwergscharben, Sumpfseeschwalben, Schwarzhalstaucher und Moorenten. Einen wunderschönen Ausblick auf die noch naturnahe Theiss von einer mächtigen Wallburg. Sicher sehen wir von hier aus Ansammlungen von Schwarzstörchen. Gleichfalls Bienenfresser die hier gebrütet haben und noch Jungvögel füttern.
    Am Nachmittag besuchen wir den Kolonsee, um Arten wie Zwergdommel, Kleines Sumpfhuhn oder Mariskensänger zu finden.

  • Salzlake bei Pusztaszer
    Salzlake bei Pusztaszer (Tamás Nagy)

    Am Ostufer der Donau liegt eine Kette natürlicher Salzlacken, die zu den wichtigsten Lebensräumen seltener Vogelarten wie Stelzenläufer, Säbelschnäbler oder des vom Aussterben bedrohten Seeregenpfeifers gehören. Natürlich wollen wir auch die endemische salztolerante Vegetation berücksichtigen. Wegen der hohen Konzentration an Natronsalz kann kaum eine Pflanzen im seichtem Wasser existieren. Davon profitieren die Watvögel, die sich im übersichtlichen Gelände sicherer fühlen. Neben den Salzlacken breitet sich eine trockene Landschaft, mioffene Sanddünen, einzelne Weißpappeln und Wacholderbüsche aus. In der Bodenvegetation dominieren Federgras, Kriech-Weide, Alkanna-Wurzel und Heideröschen. Sehr aufmerksam wollen wir hier auf die farbenprächtige Smaragdeidechse und die Taurische Eidechse achten. Sicher werden wir hier Haubenlerchen sehen und mit ein wenig Glück den unscheinbaren Brachpieper.

  • Rotfußfalke
    Rotfußfalke (Tamás Nagy)

    Nach der Hortobágy ist die Apajpuszta die zweitgrößte zusammenhängende Steppe Ungarns. Neben Großtrappen interessieren uns vor allem wieder Adler (Kaiser- und Seeadler), Falken (Würg-, Rotfuß- und Baumfalken), Weihen (Rohr- und Wiesenweihen) sowie Bussarde (Wespen- und Adlerbussarde). Auch Triele und Schwarzstirnwürger sollten wir noch sehen.
    Am Nachmittag suchen wir ein künstlich überschwemmtes Feuchtgebiet in der Puszta auf, um Rotflügel-Brachschwalben zu finden, die hier in einer kleinen Population vorkommen. Auf dem Heimweg hoffen wir auf Ziegenmelker, die gerne auf den sandigen Wegen sitzen.

  • Pirol (C. Moning)

    Je nach zur Verfügung stehender Zeit nutzen wir den Morgen und den Vormittag zur Vogelbeobachtung am nahen Kolonsee. Vielleicht entdecken wir noch einmal Mariskensänger, einen Pirol  oder ein Blaukehlchen. Später fahren wir nach Budapest und verabschieden uns aus Ungarn am Flughafen oder Bahnhof!

Enthaltene Leistungen

  • 8 Tage/7 Nächte in kleinen Hotel und Gästehäusern der Mittelklasse (Landeskategorie)
  • Flug ab Frankfurt oder Bahnanreise (ggfl. mit Zusatzkosten für Reservierungen im Nachtzug)
  • Vollpension
  • Alle Transferfahrten vor Ort ab/bis Budapest
  • Gebühren und Eintritte in die Reservaten
  • Professionelle, deutschsprachige und landeskundige Reiseleitung
  • Artenliste
  • birdingtours Notizblock und Stift
  • Reisebericht

Nicht enthaltene Leistungen

  • Persönliche Ausgaben & Trinkgelder
  • Zusatzleistung für Flugreisen: Rail & Fly Ticket: www.birdingtours.de/service/bahnanreise/, Sitzplatz, Spezialverpflegung, etc. (auf Anfrage und gegen Aufpreis – bei Buchung bitte angeben)
  • Reiseversicherung: www.birdingtours.de/service/reiseversicherung/ (gerne beraten wir Sie persönlich)

Reiseberichte

  • Bei allen Reisen ist die minimale und die maximale Teilnehmerzahl angeführt. Die Mindestteilnehmerzahl ist bis 3 Wochen vor Reisebeginn zu erreichen. Auch wenn diese Zahl nicht erreicht wird, versuchen wir die Reise durchzuführen. Wir bitten Sie dann, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. Sollte nur ein Platz zum Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl frei sein und die Buchung von zwei Personen gemeinsam eingehen, werden wir die Gruppengröße um eine Person erweitern.

Ausrüstung

  • gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • feste Schuhe
  • kleine Reiseapotheke
  • Fernglas und (wenn möglich) Spektiv
  • Bestimmungsbuch - wir empfehlen: Svensson et al. – Der neue Kosmos Vogelführer [2017] oder Lars Jonsson – Die Vögel Europas [1992], beide im Kosmos-Verlag erschienen

Generelle Hinweise

  • Anforderungen der Reise: gering, mit kleineren Wanderungen bis 5 km
  • Änderungen, die den Charakter der Reise nicht beeinflussen sind zwar nicht vorgesehen, wir behalten sie uns aber vor. Bitte nehmen Sie das Detailprogramm als Vorschlag, aber nicht als Checkliste, was jeden Tag passieren muss. Das Programm kann umgestellt werden, wobei der Charakter der Reise jedoch erhalten bleibt. Wenn die Reise umgestellt wird, dann nur zu Ihren Gunsten! Bitte beachte Sie, dass sich bei den Reisen die angegebenen Reiseleiter ändern können.

Zahlungsmodalitäten

  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.

Hinweis zu den Zielarten

Auf unseren Reisen beobachten wir die Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum und können Ihnen nicht garantieren, alle hier aufgeführten Zielarten auf der Tour zu sehen. Unsere Reiseleiter bemühen sich, Ihnen so viele Vogelarten wie möglich zu zeigen.

Eignung unserer Reisen für Personen mit eingeschränkter Mobilität

Bei unseren Naturreisen handelt es sich um Reisen, die für Personen mit eingeschränkter Mobilität grundsätzlich nicht geeignet sind. Sollten Sie bezüglich der Anforderungen unsicher sein, sprechen Sie uns bitte unbedingt vor der Buchung an.

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