Slowakei: Adler und Spechte, Bär und Luchs

Slowakei

  • 5 bis 14 Personen
  • 8 Tage / 7 Nächte

ab 860 €

In den slowakischen Karpaten

Alpine Steilwände erheben sich über unberührten Wiesen. Gebirgsbäche brechen mit dramatischen Wasserfällen durch die Felsen. Anderorts bestimmen skurril geformte Dolomitformationen das Bild. So vielgestaltig wie die Landschaft ist auch die Pflanzen- und Tierwelt im Nationalpark Mala Fatra.
Dieser westlichste Naturpark des Karpatenbogens zeichnet sich durch eine besonders große Vielfalt geologischer, geomorphologischer und damit kleinklimatischer Bedingungen aus. Weitgehend frei von menschlichen Eingriffen konnten somit außerordentlich vielfältige Lebensräume entstehen. In diesem Gebiet findet sich die höchste Ökodiversität der Slowakei; es kommen hier praktisch alle Wirbeltierarten dieser Klimazone vor.
Das geologisch vielgestaltige Gebirge Mala Fatra beherbergt 1100 Pflanzenarten - davon 22, die nur in den Karpaten heimisch sind und 169, die sich auf der Roten Liste der am meisten gefährdeten Arten befinden.
Ein sehr erfreuliches Bild zeigt die Vogelwelt mit reichen Brutbeständen seltener Arten wie Steinadler, Schreiadler, Wanderfalke, Baumfalke, Habichtskauz, Sperlingskaus, Schwarzstorch, Dreizehenspecht, Weißrückenspecht, Wendehals, Halsbandschnäpper, Zwergschnäpper, Sperbergrasmücke, Waldschnepfe oder Wachtelkönig. Auch die 3 Rauhfußhuhnarten Auer-, Birk- und Haselhuhn finden in den naturnahen Wäldern noch geeignete Lebensräume.
Besonders bemerkenswert ist auch das Vorkommen der Hauptpredatoren wie Wolf, Bär und Luchs.

Einige Zielarten:

Auerhuhn, Birkhuhn, Haselhuhn, Schwarzstorch, Steinadler, Schreiadler, Wanderfalke, Wachtelkönig, Waldschnepfe, Habichtskauz, Sperlingskauz, Dreizehenspecht, Weißrückenspecht, Wendehals, Halsbandschnäpper, Zwergschnäpper, Sperbergrasmücke, Wolf, Bär, Luchs.

 

 

Reiseverlauf

  • Wachtelkönig (C. Moning)

    Im Laufe des Nachmittages (zwischen 14 - 18 Uhr) erwarten wir Sie in der Pension Muran, direkt im Nationalpark Mala Fatra, der zu den landschaftlich beeindruckendsten Gegenden der Slowakei zählt. Am Rande des malerischen Dorfes Terchova-Stefanova auf 620 m, unter dem Großen Rozsutec 1610 m, steht unsere Unterkunft, die "Pension Muran".

    Sie ist familiär geführt, mit toller ländlicher Atmosphäre, die man in Hotels nicht erleben kann. Es stehen uns 12 DZ mit Bad zu Verfügung. Von der Terrasse aus kann man direkt einen Steinadlerhorst beobachten, am Berghang gegenüber sieht man Braunbären zusammen mit kapitalen Rothirschen und von den hinter der Pension liegenden Naturwiesen sind die Rufe des Wachtelkönigs zu hören. Eine Traumlage für Naturfreunde! Nachdem Sie Ihre Zimmer bezogen haben, werden wir gemeinsam Abendessen, es gibt slowakisches Kesselgulasch draußen am offenem Feuer gekocht und als Dessert Germknödel. Nach dem Abendessen folgt eine kleine Einführung in die Landeskunde werden und wir werden die Touren der nächsten Tage besprechen.

  • Sperbergrasmücke (K. Gauger)

    Frühstück mit slowakischen Käse- und Wurstspezialitäten, hausgemachten Marmeladen und Fleischpasteten. Nach dem Frühstück verlassen wir das Tal Vratna und fahren nach Zlien, wo wir eine einfache Einstiegswanderung machen (GZ: 5 Std., +/- 350 m). Unterwegs sind Bärenspuren und Markierbäume (von meinen Fotofallen bewacht) zu erwarten sowie alle Vogelarten der Vorgebirgsstufe. Zu Mittag braten wir leckere Grillwürstchen, Paprika mit Käse gefüllt und genießen die wunderschöne Aussicht. Täglich verkosten wir zum Mittag auch die slowakischen Weine also den Trinkbecher nicht vergessen.

    Zum Abendessen gibt es die slowakische Nationalspeise "Haluschky" (handgemachte Kartoffelspätzle mit Speckgrieben und speziellem Schafkäse "Bryndza"), als Nachtisch wird hausgemachter Apfelstrudel serviert. (F/M/A) Danach folgt ein Bildvortrag.

  • Steinadler (V. Trulik)

    Direkt von Ihrer Unterkunft starten Sie in ein bekanntes Schlucht-Gebiet Diery. Es ist landschaftlich eine der schönsten Stellen der Slowakei. Aus unmittelbarer Nähe schauen Sie sich die Gebirgsstelze und Wasseramsel an. Mit einem Abstecher führt sie Vlado auch zu einer Bärenhöhle. In der Schlucht gibt es auch sämtliche botanischen Seltenheiten, wie zum Beispiel das Alpen Fettkraut, Quirlblättriges Läusekraut, Zweiblütiges Pfeilchen, Stängellose Enzian, Weißwurzarten, verschiedene Orchideen wie die Zweiblättrige Waldhyazinthe, Großes Zweiblatt, Korallenwurz, Kugelorchis Stendelwurzarten aber auch die Orchideenarten mit "ornithologischen Hintergrund" wie Vogelnestwurz, Bleiches oder Schwertblättriges Waldvögelein.

    Unterwegs sammeln wir Kräuter für das heutige Abendessen, vor allem Oregano, Thymian, Sauerampfer, Sauerklee, Ros-Minze, den Guten Heinrich... und vielleicht finden wir auch schon die ersten Sommersteinpilze, Flockenstilligen Hexenröhrling oder die Gelbliche Koralle.

    An diesem Abend gibt es nämlich Forelle auf Vlados Art: mit Kräutern und Pilze gefüllt, zugenäht mit Kräuterhalmen, aufgespießt auf Haselnuss-Stock und über dem Feuer gegrillt. Bei der Vorbereitung sind fleißige Helfer willkommen. Und da Weißwein zum Fisch wunderbar passt, probieren Sie die leckersten slowakischen Weißweine.

    Als Nachtisch gibt es Pfannkuchen mit Marmelade.

    An diesen Tag nach dem Abendessen besteht die Möglichkeit in einem "Holzbadefass" unter freiem Himmel im warmen Wasser zu relaxen (an diesem Tag ist es im Preis inklusive, eventuelle weitere Badetage müssen vor Ort bezahlt werden). Sehr wahrscheinlich, dass Sie dazu ein „Konzert“ der Wachtelkönige (in Deutschland eine bedrohte Vogelart) begleiten wird.

    37 Grad oder wie man will, ein Glas Wein in der Hand, Sternhimmel über dem Kopf, Gebirgskulisse rundum...

  • Baumfalke (C. Moning)

    Im Tal Kur, Belska dolina oder in einem anderen guten Bärengebiet. Je nach Wetter wird für heute die Bärenpirsch geplant mit realer Chance auf Bärensichtung. Auf unseren Wanderungen werden wir immer wieder ihre Aufenthaltspuren finden und mindestens 90% der Gästen hat zu dieser Zeit in dieser Gegend unter Vlados Führung Braunbären auch gesehen und das schon über 10 Jahre lang.

    Es ist eine anspruchsvollere Wanderung mit Ansitzen an besten Bärenplätzen. Ca. 700 Höhenmeter und ca. 15 km müssen heute bewältigt werden, dafür ist die Chance einen Bären zu sehen sehr hoch.

    Weil die meisten Bären erst gegen Abend in die offenen Flächen zum grasen kommen, versuchen wir möglichst lang zu bleiben. Sie sollten sich mit Geduld und gutem Sitzkissen rüsten.

    In den alten Buchenwäldern gibt es Weissrücken-, Schwarz- und Grauspecht, Wald und Berglaubsänger sowie Zwerg - und Halsbandschnäpper. Wir haben hier aber auch schon öfter den Habichtskauz erblickt.

    Abends gibt es Rindfleisch mit Steinpilzsoße.

  • Halsbandschnäpper (C. Moning)

    An diesem Tag sehen wir die meisten Arten, weil wir in die Kulturlandschaft südöstlich von der Mala Fatra vorfahren. Schreiadler, aber auch Steinadler, Baumfalke, Wespenbussard, Schwarzstorch, Weisstörche, Wachtelkönig, Neuntöter, Braun- und Schwarzkehlchen, Sumpfrohrsänger, Sperbergrasmücke, Gelbspötter, Schlagschwirl... Bei der Überquerung vom Fluss Orava zeigen sich die Steppenmöven, Graureiher und anderen Wasservogelarten.

    Zum Abendessen gibt es kräftige Knoblauchsuppe (in den Karpaten ein absolutes Muss) und als Hauptmenü slowakischen Serviettenknödel, Kraut und Schweinebraten.

  • Sperlingskauz (C. Moning)

    Je nach Wetter fahren wir mit der Gondelbahn zu dem Hauptgrad. Von dem Grad der Mala Fatra hat man nicht nur ein tollen Rundumblick, sondern man kann sich auch an Bergpieper, Steinmetz, Karmingimpel, Birkenzeisig und bis zu der Baumgrenze steigenden Ringdrossel, Fichtenkreuzschnabel, Heckenbraunelle, Baumpieper, Fitis oder Kukuck erfreuen.

    Immer wieder überprüft Vlado auch seine Bärenplätze, weil auch hier oben stehen die Chancen einen Bären zu erblicken sehr hoch.

    Hier oben blühen noch viele Frühlings Orchideen die unten im Tal schon längst verblüht sind und treffen sich auch noch mit den späteren Arten, Enziane, Silberwurz, Narzissenblütiges Windröschen, Türkenbundlilie, Schlangen Lauch. Immer wieder macht Vlado die Teilnehmer auch auf die Blütenpracht aufmerksam, zumindest achtet er darauf, dass wir unsere Stative nicht direkt auf den Orchideen aufstellen.

    Um das Abendessen kümmert sich heute Vlados Frau Lucia. Sie bereitet draußen am speziellen Grill Lamm am Spieß zu. Am Donnerstag gibt es den Slowakischen Abend. Das Lamm ist der kulinarische Höhepunkt der Woche, nebenbei läuft die Rotweinprobe und eine professionelle Musikgruppe trägt zum stimmungsvollen Abend bei. Als Nachtisch gibt es die Mohnnudel.

  • Haselhuhn (C. Moning)

    Wir fahren ins Nachbardorf Zazriva. Es gehört zu den urigsten in der Slowakei und hat dank den landschaftlichen Gegebenheiten und wegen der extensiven Landwirtschaft die höchste Biodiversität der Slowakei. Wir wandern dort an der Grenze zwischen 3 Naturschutzgebieten Kysuce, Horna Orava und Mala Fatra. Bei seiner Forschungsarbeit benützt Vlado Fotofallen (schon seit 8 Jahre), die er an sorgfältig ausgewählten Wegen, Markierungsstellen oder an andere für Wildtiere interessanten Stellen installiert. Wenn wir dann vorbeiziehen, warten auf uns oft die spektakulärsten Aufnahmen von den großen 3 aber auch Eulen, Raufußhühner, Spechte oder Schwarzstörche präsentieren sich vor der Linse. Es ist sehr spannend zu erfahren, welche Wildtiere, wie oft und wann sie an der Stelle waren. Die schönsten Bilder bekommen Vlados Gäste als Geschenk, deswegen bringen Sie bitte unbedingt ein USB Stick oder eine leere SD Karte mit mind. 8 GB Speicherplatz mit!

    Zum Abendessen gibt es Kartoffelpuffer mit Bryndza, Fleischsote und leckerer Pilzsoße.

  • Wendehals (T. Dove)

    Am Abreisetag werden wir noch ein gemeinsames Frühstück zu uns nehmen und danach die Heimreise in eigener Regie antreten (ca. 10 Uhr).

Zusatzinformationen

  • Anreise mit dem PKW: Am besten wählt man die Strecke Wien – Bratislava – Zilina – Terchová – Vrátna – Stefanová. Bereits bei der Einfahrt nach Bratislava ist Zilina angeschrieben, von dort aus ist Terchová leicht zu finden und gut angeschrieben. Stefanová liegt nur einige Kilometer von Terchová entfernt in einem Seitental. Für die Strecke Wien – Bratislava braucht man etwa 45 Minuten, von dort sind es dann gute 2 Autostunden bis nach Terchová. Empfohlen wird von Wien kommend der Grenzübergang Berg über Hainburg – Wolfstal – Berg (dazu weichen Sie am besten einige Kilometer östlich vom Flughafen Wien-Schwechat auf die Bundesstraße nach Hainburg aus). Anreise mit dem Bus: Bei größeren Gruppen kann auf Anfrage ein Bus ab Wien oder Bratislava / Preßburg organisiert werden. Anreise mit der Bahn: Mit dem Zug wählt man eine Verbindung bis nach Zilina, wo der Reiseleiter die Gäste dann am Bahnhof abholen wird.

  • In der herrlicher ruhiger Lage, unter der Bergkette des Velky Rozsutec, befindet sich unsere Pension Muran. Es ist ein traditionelles, familiär geführtes Haus mit sehr guter Verpflegung. Sie werden die typischen lokalen Spezialitäten mögen!

  • Bei allen Reisen ist die minimale und die maximale Teilnehmerzahl angeführt. Die Mindestteilnehmerzahl ist bis 3 Wochen vor Reisebeginn zu erreichen. Auch wenn diese Zahl nicht erreicht wird, versuchen wir die Reise durchzuführen. Wir bitten Sie dann, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. Sollte nur ein Platz zum Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl frei sein und die Buchung von zwei Personen gemeinsam eingehen, werden wir die Gruppengröße um eine Person erweitern.

Enthaltene Leistungen

  • 7 Übernachtungen in einer Pension (EZ / DZ mit WC und Bad)
  • volle Verpflegung (ohne Getränke) mit vielen kulinarischen Spezialitäten
  • alle Transfers vor Ort
  • zusätzliche Führungen durch lokale Ornithologen und Artenschützer
  • Bilder-Vortrag über die Vogelwelt des Mala Fatra
  • Besuch einer Greifvogel-Pflegestation
  • deutschsprachige, fachkundige Reiseleitung

Nicht enthaltene Leistungen

  • Anreise bis Zilina (per Bahn) oder direkt nach Stefanova (per PKW). Wir holen sie gerne vom Bahnhof Zilina ab.

Ausrüstung

  • Tagesrucksack
  • Feste (wasserdichte) Wanderschuhe (gut eingelaufen)
  • Wetterfeste Kleidung (auch wärmere)
  • Bestimmungsbücher - wir empfehlen: Svensson et al. – Der neue Kosmos Vogelführer [2011], und botanische Führer
  • Taschenmesser
  • Fernglas
  • Sonnenschutz
  • Event. Mückenschutz
  • Trinkflasche und/oder Thermoskanne, kleines Holzbrett und Becher (für Weinprobe)
  • Sitzkissen
  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Bitte nehmen Sie noch eine leere SD Karte (mind. 8GB) oder einen USB Stick mit, damit Vlado Ihnen die besten Bilder gleich drauf kopieren kann

Informationen

Generelle Hinweise

  • Anforderungen der Reise: schwer, mit längeren, schwierigeren Wanderungen, z.B. im Gebirge Wanderungen (die teilweise direkt an der Unterkunft beginnen) bis 15 km mit Höhenunterschieden von 300-800 m. Stets mit reichlich Pausen zum beobachten, bestimmen und genießen der Pflanzen- und Vogelarten.
  • Sehr gerne unterbreiten wir Ihnen ein günstiges Angebot für Ihre individuelle Anreise mit der Bahn – Rufen Sie uns an!

Zahlungsmodalitäten

  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.

Reisebewertungen

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