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Schreiadler

Clanga pomarina

Maximal einhundert Brutpaare des Schreiadlers haben wir noch in Deutschland. Glücklicherweise reicht die Verbreitung der Schreiadler weit über Deutschland hinaus, so dass die prekäre Situation in der sich die kleine Adlerart in Deutschland befindet, nicht dazu führt, dass der Gesamtbestand gefährdet wäre.

Bei uns ist er ein seltener Brut- und Sommervogel im Nordosten, also in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Von da an schließen sich größere Vorkommen in Osteuropa an. Die Intensivierung der Landwirtschaft, beim Schreiadler vor allen Dingen die intensive Nutzung von Grünland beziehungsweise der Verluste von Grünland, das in Ackerland umgewandelt worden ist, machen dem Kleinadler, der oft auch zu Fuß auf den Wiesen auf Jagd geht, sehr zu schaffen. Dazu kommt die Unruhe, die durch die Freizeitnutzung der Landschaft in seinen Lebensräume getragen wird. Eine zunehmende Gefährdung stellen Windkraftwerke da, die mit allerlei Tricks und an den gesetzlichen Bestimmungen vorbei, in seinem Lebensraum errichtet werden.
Wer Schreiadler wirklich gut studieren möchte, sollte mit birdingtours nach Estland oder Litauen reisen, dort sind Schreiadler im Brutgebiet sicher und nah zu beobachten. Gut kennenlernen kann man seine verschiedenen Altersstadien bei Vogelzugbeobachtungen in Israel. Dort zieht der gesamte Brutbestand der Welt auf dem Weg nach Afrika durch und auch wieder zurück. Hier lassen sich auch Vergleiche mit den anderen braunen Aquila-Arten anstellen, denn Schell- und Steppen- als auch Kaiseradler ziehen hier ebenfalls durch.