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Camargue, Crau und Alpilles

Frankreich

  • 6 bis 7 Personen
  • 10 Tage / 9 Nächte

ab 2.140 €

Camargue, Crau und Alpilles

Blaue Küsten und Rosaflamingos

In der Provence, wo die Rhone ins Mittelmeer mündet, hat sich eine der faszinierendsten Sumpflandschaften Europas entwickelt. In der Camargue findet man Dünen und Sandstrände, Brackwassersümpfe mit großen Gewässern und Salzwiesen (gerade hier grasen die berühmten weißen „Wild“-Pferde und schwarzen Rinder der Camargue), weiter im Landesinneren Süßwassersümpfe, oftmals auch Reisfelder und andere landwirtschaftliche Flächen, schließlich die Rhone mit Auwaldresten. Im Frühjahr ist die Vogelvielfalt hier besonders groß: Noch sind Durchzügler und Wintergäste aus nördlicheren Gefilden anzutreffen, aber auch viele der mediterranen Vögel sind schon wieder in ihren Brutgebieten angekommen.

Östlich der großen Rhone schließt sich eine für Europa besonders eigentümlich Landschaft an – die Crau, eine Steinsteppe voller Leben, wie man sie eher in Nordafrika erwarten würde. Diese Landschaft, vor tausenden Jahren Mündungsdelta der Durance, ist zwar vielerorts durch den Menschen stark verändert und zerstört – es gibt aber immer noch einige Bereiche, in denen man die heimliche Steppentierwelt mit Glück beobachten kann.

Nach Norden hin wird die Crau von den Alpilles begrenzt – die „kleinen Alpen“ sind ein schroffes, landschaftlich daher sehr beeindruckendes Gebirge. Hier leben schon viele der typischen Vogelarten der französischen Gebirge, und jetzt im April blühen in diesem Kalk-Gebirge viele sehr schöne Pflanzen, besonders auch diverse Orchideenarten.

Die ersten Tage verbringen wir in der Camargue. Unsere Unterkunft liegt in einem kleinem Dorf in der östlichen Camargue, nahe bei einigen der ornithologisch besten Schutzgebiete. Den zweiten Teil der Reise verbringen wir in der Crau und sind in einem zum Hotel umgebauten alten Gutshof inmitten schön Wiesen untergebracht.

Einige Zielarten:

Rosaflamingo, Seidenreiher, Kuhreiher, Rallenreiher und Silberreiher, Sichler, Rötelfalke, Schmutzgeier, Schlangenadler, Zwergtrappe, Triel, Dünnschnabelmöwe, Spiessflughuhn, Blaumerle, Provencegrasmücke, Brillengrasmücke und Weissbartgrasmücke, Zippammer.

 

 

Reiseverlauf

  • Kuhreiher (G. Dienst)

    Treffpunkt der Gruppe ist am Bahnhof in Avignon. Sie können wahlweise per Flug über Marseille anreisen, von dort weiter per Bus und Zug nach Avignon (Fahrzeit ca. 45 Minuten). Oder Sie reisen mit dem Zug an. Wer mit dem eigenen Auto anreisen möchte, trifft die Gruppe dann im ersten Hotel.

  • Purpurreiher (C. Moning)

    Am ersten Tag werden wir zunächst in der Nähe unserer Unterkunft um Le Sambuc beobachten und dann das Schutzgebiet La Capilliere besuchen. Schmale Pfade und Beobachtungshütten erlauben intime Einblicke in typische Lebensräume der Camargue: Salzmarsch, Schilfröhricht, kleine Gewässer. Neben Limikolen, Enten oder gar einer Zwergrohrdommel können mit Glück hier auch Sumpfschildkröten, Mittelmeer-Laubfrösche oder Nutrias beobachtet werden. Danach beobachten wir am Nordufer des Etang de Vaccares, das größte zentral gelegen Gewässer in der Camargue. An vielen Stellen sind Flamingos oder Seidenreiher zu sehen. Ein Spaziergang am Gut Mejanes führt bis zum Ufer des Etang. In den Süßwassersümpfen, etwas weiter nördlich gelegen, kommen alle europäischen Reiherarten vor und seit einigen Jahren sogar Sichler. Manchmal gelingen hier auch Beobachtungen von Triel oder Häherkukuck. Ob die Brachschwalben schon aus ihrem Winterquartier zurückgekehrt sind?

    Wanderstrecke: ca. 4,5 km

  • Trauerschnäpper (C. Moning)

    Am zweiten Tag unternehmen wir zunächst einen ausgiebigen Spaziergang am „Digue“ östlich von Stes-Maries-de-la-Mer. Zwischen Meer und Salzmarsch können wir seltene Vögel entdecken – Seeschwalben und Flamingos sind zu beobachten - vielleicht sogar Brillengrasmücken oder Dünnschnabelmöwen? Bei Zugwetterlagen sind hier auch viele mitteleuropäische Brutvögel wir Gartenrotschwanz, Braunkehlchen oder Trauerschnäpper zu entdecken – gerade haben Sie den langen Weg von Afrika übers Mittelmeer bewältigt. Nachmittags besuchen wir den „Parc Ornithologique de Pont de Gau“ Hier werden einerseits verletzte Vögel versorgt, gepflegt und möglichst wieder ausgewildert. Zum anderen brüten an den Gewässern des Parks Reiher, so dass man ihnen direkt beim Brutgeschäft über die Schulter schauen kann, und es sind verschiedenste Wasservögel von den Hides und Wegen aus zu beobachten - vielleicht auch die gerade im Brutkleid so wunderschönen Schwarzkopfmöwen.

    Wanderstrecke: ca. 8-10 km

  • Alpenstrandläufer (P. Meister)

    Heute besuchen wir tolle Feuchtgebiete in der östlichen Camargue – u.a. die Salin de Badon mit ihren Beobachtungstürmen und -hütten sowie den Plage d`Arles. Auf dem Weg dorthin fahren wir auf einem Damm entlang flacher Gewässer – an ihren Ufern könnten sehr nah Zwerg- oder Alpenstrandläufer, See- oder Sandregenpfeifer zu sehen sein. Flamingos und Stelzenläufer sind mit Sicherheit zu beobachten – vielleicht auch Dünnschnabelmöwen? In der Ferne können wir als rosa Band in der Landschaft die tausenden Flamingos in ihrer Brutkolonie beobachten.

    Wanderstrecke: ca. 3 km

  • Purpurhuhn (C. Moning)

    Wir verlassen die Unterkunft in Le Sambuc – ab heute werden wir in der östlich von Arles am Rand der Crau übernachten. Zunächst fahren wir aber gen Westen – westlich der kleinen Rhone liegt die Petite Camargue. Wir besuchen zunächst das Reserve Naturelle Scamandre. Hier brüten besonders viele Sichler und alle Reiherarten, die in der Camargue vorkommen. Auch das Purpurhuhn brütet nach einem Auswilderungsprojekt jetzt regelmäßig hier.  In den weiten Schilfgebieten hier wie auch an den benachbarten Etangs kommt auch der Mariskenrohrsänger vor. Eine Kaffeepause in der historischen Altstadt von Aigues-Mortes mit seiner beeindruckenden Stadtmauer ist anschließend vorgesehen. Auf der Fahrt Richtung neue Unterkunft beobachten wir noch am Chemin d´Arles in der nördlichen Camargue.

    Wanderstrecke: ca. 3 km

  • Triel (C. Moning)

    Die Crau zeigt größtenteils ein ganz anderes Gesicht als die Camargue. Als ehemaliges Flussdelta ebenso flach, ist es heute aber ein karger Trockenlebensraum, eine Steinsteppe, allerdings voller Leben. Zwar an vielen Stellen durch Flughafenbau, Industrieansiedlungen, Müllkippen und Landwirtschaft stark verändert oder zerstört, gibt es trotzdem noch größere Flächen, die den ursprünglichen nordafrikanisch anmutenden Landschaftscharakter zeigen. Hier kommen noch die oftmals schwer zu beobachtenden Arten wie Triel, Zwergtrappe, Kalander- und Kurzzehenlerche oder Spiessflughuhn vor … Wir werden unser Glück mit viel Geduld herausfordern müssen … Wir beobachten an verschiedenen Stellen, wo noch größere Steppenareale erhalten sind.

    So heute auch zum ersten Mal vor dem Frühstück.  Wir fahren in den Bereich in der Nähe des Gutshofs Vergière. Peau de Meau ist eine der besterhaltenen Steinsteppenflächen in der Crau. Hier werden wir in den nächsten Tagen noch öfter beobachten.

    Nach dem Frühstück gibt es zunächst einen Beobachtungsstopp an einem Steppengebiet am Flughafen Salon-Eyguieres. Dies ist ein gutes Gebiet für Zwergtrappen und Greifvögel.

    Von dort fahren wir zu einem ersten Ausflug in die Alpilles – die Gebirgslandschaft der „kleinen Alpen“ - und erwandern die Gegend um Les Baux. Bunte Pflanzenvielfalt, bunte Insektenarten und spannende Vogelarten wie Provencegrasmücke, Felsenschwalbe und vielleicht sogar Alpensegler erwarten uns.  Die Mittagspause verbringen wir an einem wunderschönen Aussichtspunkt – landschaftlich auf jeden Fall betörend! Vielleicht fliegen aber auch interessante Vögel vorbei …

    Nachmittags dann wieder intensive Beobachtungen in den Steppenflächen der Crau. Wir begeben uns in den Bereich des Mas de Cauuvet, wo die Chancen am besten sind, Kalanderlerchen zu sehen und zu hören. Aber auch Grauammern, Zwergtrappen, Brachpieper uns sogar Spießflughühner und Blauracken wurden hier schon gesehen ...

  • Schmutzgeier (C. Moning)

    Vor dem Frühstück werden die Frühaufsteher wieder versuchen, Steppenvögel bei Peau de Meau zu beobachten. Ob die Kurzzehenlerche singt, der Mittelmeerraubwürger sich zeigt, Rothühner über den Weg laufen?

    Nach dem Frühstück brechen wir zunächst wieder in die Alpilles auf. um eine größere Wanderung rund um La Caume zu unternehmen. Vormittags, wenn die Thermik langsam besser wird, ist eine gute Zeit für Greifvogelbeobachtung – und in den Alpilles kommen spektakuläre Arten vor: Schmutzgeier, Habichts- und Schlangen- und manchmal auch Zwergadler sowie Wanderfalke! Vielleicht haben wir Glück den einen oder anderen Greif zu entdecken … Die Wanderung bietet aber auch ohne spektakuläre Greifvogelbeobachtungen eindrucksvolle Erlebnisse: mediterrane Wälder und Gebüsche, jetzt im Frühling mit blühenden Zistrosen und Orchideen, tolle Ausblicke auf die wilde Felslandschaft und Singvogelarten wie Heidelerche, Provence- und Weissbartgrasmücke sowie Schlangen und Eidechsen.

    Danach fahren wir weiter zum Pont du Gard – nicht umsonst als Weltkulturerbe von der UNESCO ausgezeichnet. Aber nicht nur architektonisch und historisch ist das römische Aquädukt mehr als beeindruckend. Auch landschaftlich und naturkundlich ist dieses Flusstal einen Besuch wert. Neben der reichhaltigen Botanik und einigen Brutvögeln, die auch in Mitteleuropa, aber nicht in der Camargue oder Crau vorkommen, sind hier Alpensegler und Felsenschwalbe anzutreffen, mit sehr viel Glück sind sogar ein Steinsperling oder früh heimgekehrte Bienenfresser zu entdecken, am Fluss kommt der Flussregenpfeifer vor.

    Schließlich unternehmen wir noch einen abendlichen Ausflug: Ob wir Ziegenmelker hören?

    Wanderstrecke: ca. 8 km

  • Zwergdommel (C. Moning)

    Heute besuchen die Frühaufsteher nochmals die Steppenflächen im Bereich Mas de Chauvet. sowie weitere Steinsteppenflächen nördlich der D 113.

    Vormittags besuchen wir dann Arles, die überaus atmosphärische Stadt mit römischen (Theater, Arena, Therme) und mittelalterlichen Bauten im Stadtzentrum. Wir werden einen Stadtrundgang unternehmen und den faszinierenden Markt besuchen, der Samstag vormittags stattfindet. Man findet hier alles: Obst und Gemüse, Käse, Blumen und Gewürze, Fleisch und Fisch, Honig, aber auch Bekleidung, Schuhe und Kunsthandwerk.

    Nach einer kleinen Siesta in der Unterkunft werden wir zunächst einen Spaziergang am Etang d´Aulnes machen. Enten oder Eisvogel am oder auf dem See, eines der wenigen Vorkommen der Amsel in der Region, ein Vorkommen des Pirols in den uferbegleitenden Wäldern wecken unser Interesse.  Einige Beobachtungsstopps an Steppenflächen folgen.  Gegen Abend werden wir dann eine größere Wanderung in Peau de Meau unternehmen. Hier hat die Stiftung Europäisches Naturerbe größere Flächen erworben, die noch traditionell mit winterlicher Schafbeweidung genutzt werden. In einem Schafstall ist ein Beobachtungsstand eingebaut. Sehen wir die „Stars“ der Crau Zwergtrappe, Triel und Spiessflughuhn, vielleicht aber auch Steinschmätzer, Steinkauz oder gar Rötelfalke?

    Wanderstrecke: ca. 9 km

  • Felsenschwalbe (C. Moning)

    Heute führt die Frühexkursion nicht in die Steppe, sondern an den südlichen Rand der Alpilles. In dieser bezaubernden Landschaft, man von van Gogh-Bilder kennt, gibt es Chancen auf Heidelerche, Felsenschwalbe, Alpensegler, Zaunammer und Blaumerle. 

    Nach dem Frühstück begeben wir uns die westlichen Bereiche der Crau. Hier, in der feuchten Crau, ähnelt sie der benachbarten Camargue. Bei einem Rundgang sowie einer Führung im Herz des Schutzgebietes „Marais du Vigueirat“ gibt es nochmal Chancen, all die Reiher und Watvögel zu sehen, die wir aus der Camargue kennen oder dort verpasst haben. Besonders auch Zwerg- und Große Rohrdommel und Purpurreiher kommen hier vor. Unterwegs zu diesem Schutzgebiet kommen wir an Wiesen vorbei, wo es besonders gute Chancen gibt, Zwergtrappen – vielleicht auch balzend – zu beobachten. Schließlich noch ein letzter abschließender Besuch bei Peau de Meau – ein Abschied von der faszinierenden Steinsteppe der Crau mit ihren außergewöhnlichen Vogelarten.

    Wanderstrecke: ca. 5 km

  • Silberreiher (C. Moning)

    Heimreise: Der durchgehende TGV von Avignon nach Deutschland fährt ca. 08:50 Uhr ab. Demnach starten die Bahnfaher um ca. 7:30 Uhr ab Hotel.

Zusatzinformationen

  • Sie können wahlweise per Flug über Marseilles anreisen, von dort weiter per Bus und Zug nach Avignon (Fahrzeit ca. 45 Minuten). Oder Sie reisen mit dem Zug an. Wer mit dem eigenen Auto anreisen möchte trifft die Gruppe dann im ersten Hotel.

  • Bei allen Reisen ist die minimale und die maximale Teilnehmerzahl angeführt. Die Mindestteilnehmerzahl ist bis 3 Wochen vor Reisebeginn zu erreichen. Auch wenn diese Zahl nicht erreicht wird, versuchen wir die Reise durchzuführen. Wir bitten Sie dann, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. Sollte nur ein Platz zum Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl frei sein und die Buchung von zwei Personen gemeinsam eingehen, werden wir die Gruppengröße um eine Person erweitern.

Enthaltene Leistungen

  • 9 Übernachtungen in Mittelklassehotels
  • Vollpension (Mittagessen Lunchpakete)
  • Führungen und Eintritte laut Programm
  • Kleinbus an allen Tagen einschl. Transfer von und zum Bahnhof Avignon TGV für die Bahnfahrer.
  • Professionelle, deutschsprachige und landeskundige Reiseleitung
  • Artenliste
  • birdingtours Notizblock und Stift
  • Reisebericht

Nicht enthaltene Leistungen

  • Nicht erwähnte Verpflegung
  • Persönliche Ausgaben & Trinkgelder
  • Eigene An- und Abreise
  • Reiseversicherung: https://www.birdingtours.de/service/reiseversicherung/

Ausrüstung

  • feste Schuhe (keine Gummistiefel)
  • kleine Reiseapotheke
  • wetterfeste, unauffällige Kleidung
  • Sonnen- und Mückenschutzzmittel und evtl. Badezeug
  • Fernglas und (wenn möglich) Spektiv
  • Falls vorhanden Bestimmungsbücher Vögel und Pflanzen - wir empfehlen: Svensson et al. – Der neue Kosmos Vogelführer

Informationen

Generelle Hinweise

  • Anforderungen der Reise: geringe Anforderungen, wandern bis 5 km
  • Änderungen, die den Charakter der Reise nicht beeinflussen, sind zwar nicht vorgesehen, wir behalten sie uns aber vor. Nehmen Sie das Detailprogramm als Vorschlag, aber nicht als Checkliste. Wenn das Programm umgestellt wird, dann nur zu Ihren Gunsten!

Zahlungsmodalitäten

  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.

Hinweis zu den Zielarten

Auf unseren Reisen beobachten wir die Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum und können Ihnen nicht garantieren, alle hier aufgeführten Zielarten auf der Tour zu sehen. Unsere Reiseleiter bemühen sich, Ihnen so viele Vogelarten wie möglich zu zeigen.

Eignung unserer Reisen für Personen mit eingeschränkter Mobilität

Bei unseren Naturreisen handelt es sich um Reisen, die für Personen mit eingeschränkter Mobilität grundsätzlich nicht geeignet sind. Sollten Sie bezüglich der Anforderungen unsicher sein, sprechen Sie uns bitte unbedingt vor der Buchung an.

Reiseberichte

Reisebewertungen

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