Portugal: Orchideen und Trappenbalz

Portugal

  • 6 bis 14 Personen
  • 8 Tage / 7 Nächte

ab 2.250 €

Vogelzug im Frühjahr

Der Grundgedanke dieser Reise ist es, den Frühjahrsaspekt in den verschiedenen Landschaften Südportugals zu erleben. Die vielfältige und gesangsfreudige Vogelwelt und die üppige, blühende Vegetation überall im Land. Jetzt um Ostern herum, wenn die Standvögel hier im Süden längst brüten, treffen nach und nach auch die Sommergäste aus Afrika ein und viele Durchzügler befinden sich weiter auf ihrem Weg in den hohen Norden. Orchideen und zahlreiche andere, farbenprächtige und formenreiche Blütenpflanzen, darunter Endemiten, zeigen sich jetzt in ihrer ganzen Pracht. Die Reise kombiniert ausgewählte Gebiete der Algarve, wie das botanisch interessante Kalksteingebiet des Barrocal oder die einzigartige Gegend um das von Gischt umspülte Kap bei Sagres, mit den Steppengebieten des Alentejo und ihren balzenden Groß- und Zwergtrappen oder den weitläufigen Salinen und Wattlandschaften der Ria Formosa. Natürlich ist das in erster Linie eine ornithologische Reise, aber die Pflazenwelt und alles was sonst noch "keucht und fleucht" sind in diesem Gebiet so interessant, dass wir es nicht ignorieren wollen. Welche Zugvögel schon zurück sind oder gerade ankommen und wie stark der Frühjahrszug ausgeprägt ist, wird natürlich vom Wettergeschehen im März beeinflußt. Ebenso hängt das Stadium und die Üppigkeit der Pflanzenwelt von der Stärke der Niederschläge und ihrer Verteilung im Winter ab.

Einige Zielarten:

Habichtsadler, Schlangenadler, Gleitaar,  Zwergadler, Purpurhuhn, Großtrappe, Zwergtrappe, Triel, Rotflügelbrachschwalbe, Sandflughuhn, Häherkuckuck, Bienenfresser, Wiedehopf, Kalanderlerche, Kurzzehenlerche, Blaumerle, Blauelster, Wellenastrild, Schwarzkopfweber.

Reiseverlauf

  • Rosaflamingo (C. Moning)

    Ankunft am Flughafen Faro, Transfer zum Hotel in Tavira. Erste Beobachtungen in unmittelbarer Umgebung des Hotels (Parque Natural da Ria Formosa). Salinen, Dünengelände, Gezeitenabhängige Bereiche. Unter anderem sind zahlreiche Watvögel, Löffler und Rosaflamingos zu beobachten. Möglich sind auch Korallen - und Dünnschnabelmöwe. Singvögel, wie Weißbartgrasmücke oder Rotkopfwürger, rasten in den Tamarisken am Hotel, sobald sie zurück aus ihren afrikanischen Winterquartieren sind. Auch die ersten Bienenfresser kommen jetzt an. Die Gelbe Cistanche (Cistanche phelypaea) ist eine verbreitete Schmarotzerpflanze in der Salzmarsch. Abends ruft der Triel. Übernachtung in Tavira.

  • Wendehals (C. Moning)

    Die Kalksteingebiete im Hinterland der Algarve, bei Alportel und weiter westlich, um Querença und Salir, beherbergen Vorkommen verschiedener Erdorchideenarten, von denen Spiegel-Ragwurz (Ophrys speculum), Gelbe Ragwurz (Ophrys lutea) und Schnepfen-Ragwurz (Ophrys scolopax) zu den verbreitendsten zählen. Auch das stattliche Italienische Knabenkraut (Orchis italica) ist nicht selten. Schmetterlingsarten, wie die iberische Art des Osterluzeifalters (Zerynthia rumina) sind ebenfalls zu bewundern. In einem Quellgebiet bei Querença, zugleich Picknickplatz, kommen mit Ohnsporn (Aceras anthropophorum), Drohnen-Ragwurz (Ophrys bombyliflora) und der endemischen Iberischen Spiegel-Ragwurz (Ophrys vernixia) weitere Orchideenarten vor. Peru-Blaustern (Scilla peruviana) und die Pfingstrose Paeonia broteroi, stellen weitere botanische Kostbarkeiten der Region dar. Iberischer Grünspecht, Iberienzilpzalp, Blaumerle und evtl. Wendehals, sind bei den Singvögeln zu erwarten. Möglich sind ferner auch Beobachtungen von Habichts- und Schlangenadler, deren Reviere wir durchstreifen.Übernachtung in Tavira.

  • Wellenastrild (C. Moning)

    Den Morgen verbringen wir in dem Gebiet „Ludo“ bei Faro, das eine hohe Artenvielfalt aufweist, da sich hier Schirmpinienwald, Farmland, Schilfgebiete und Gezeitenabhängige Bereiche abwechseln. Blauelster, Wiedehopf und Purpurhuhn sind typisch. Zwergadler und eventuell Gleitaar und Fischadler, dürften sich ebenfalls im Gebiet aufhalten. Wellenastrild und Schwarzkopfweber zählen zu den etablierten Exoten. Auf dem sandigen Boden gedeiht eine artenreicher „Blütengarten“, darunter mehrere Zistrosen-Arten. In der zweiten Tageshälfte erkunden wir den Parque Ambiental bei Vilamoura, eines der größten Schilfgebiete der Algarve, wo u.a. Purpurreiher, Moorente und Seidensänger vorkommen. Schließlich, noch etwas weiter westlich, die Lagoa dos Salgados, eine weitläufige Brackwasserlagune in Küstennähe, die zahlreiche Wasser- und Watvögel anzieht und einen „Hotspot“ für Durchzügler aller Art darstellt. Übernachtung in Tavira.

  • Alpenkrähe (G.Dienst)

    Der westlichste Zipfel der Algarve - zugleich die Südwestspitze des europäischen Kontinents, ist geprägt durch steil aufragende Klippen, von Gischt umspült. Auch Seevögel, darunter Raubmöwen, Trauerenten und Krähenscharben, prägen die Stimmung um den Leuchtturm des Cabo São Vicente. Die seltene Alpenkrähe vollführt hier ihre Balzflüge und Wanderfalken erbeuten ziehende Singvögel, darunter Fahl- und Alpensegler. Auf den Kalksteinplateaus wachsen Polsterpflanzen, die an das Hochgebirge erinnern auf der dünnen Humusschicht. Aromatische Kräuter sind überall häufig. Rund ein dutzend Blütenpflanzen sind im Naturpark Südwestküste endemisch, darunter die Flockenblume Centaurea vicentina, das Brillenschötchen Biscutella vicentina oder die Zistrosen-Art Cistus palhinhae. Im Hinterland dominiert die Heideartige Garrigue. Brillengrasmücke, Provencegrasmücke, Theklalerche und vielleicht den ersten Brachpieper des Jahres werden wir hier beobachten, ebenso evtl. bereits die ersten Zwergtrappen der Reise. Übernachtung in Tavira.

  • Steinadler (C. Moning)

    Die Festungsstadt Mértola am Guadiana ist bekannt für die Rötelfalken, die hier brüten. In der Umgebung kommt u.a. auch der Häherkuckuck vor. Über den weiten Tälern der Mittelgebirgslandschaft kreisen Greifvögel – Schlangenadler, Gänsegeier, mit Glück sind selbst Steinadler und Spanischer Kaiseradler zu beobachten. Zahlreiche Storchennester finden sich auf den Telegraphenmasten entlang der Landstraße, bewohnt auch von Weidensperlingen als Untermieter. Schließlich weitet sich die Landschaft zu einer blühenden Wiesenlandschaft von Horizont zu Horizont. Kalanderlerchen singen, die ersten Wiesenweihen schaukeln über der flachwelligen Landschaft, der Heimat von Groß- und Zwergtrappe, Sandflughuhn und Triel. Abends Ankunft in Castro Verde, inmitten der wundervollen Landschaft gelegen. Übernachtung in Castro Verde.

  • Zwergtrappe (V. Sthamer)

    Heute steht die ausgiebige Erkundung der „Pseudosteppe“ um Castro Verde auf dem Programm. Das Besucherzentrum einer Naturschutzorganisation in der Nähe bietet dazu einen guten Ausgangspunkt. Hier wird gezielt Artenschutz betrieben, um die landesweit größten Populationen der bedrohten„Steppenvögel“ zu erhalten und dazu auch Ländereien erworben. Der Erfolg bleibt nicht aus. In 2012 wurden in der Region mehr als 1000 balzende Großtrappenhähne gezählt, daneben mehr als 800 Paare Rötelfalken. Die Brutdichte der Zwergtrappe zählt zu den höchsten bisher festgestellten überhaupt. Beobachtungen der genannten Arten stehen im Vordergrund. Unser Picknickplatz bietet einen fantastischen Fernblick über die wundervolle Landschaft. Übernachtung in Castro Verde.

  • Rotflügelbrachschwalbe (C. Moning)

    Die savannenähnliche Landschaft mit vereinzelten Stein- und Korkeichen ist Brutgebiet für den Gleitaar, dessen Beobachtung sicher ein weiteres Highlight der Reise darstellt. Zurück in der Algarve, erkunden wir am Nachmittag das weitläufige Schutzgebiet an der Guadiana-Mündung bei Castro Marim. Salinen grenzen an Kulturland. Triel, Häherkuckuck und Zwergtrappe kommen auch hier vor. Die Population der Stummellerche gilt als die einzige im Land. Das Gebiet ist auch Knotenpunkt für den Vogelzug. Schwalben- und Segler, sowie Rotflügelbrachschwalbe, Bienenfresser und Maurensteinschmätzer sind für diese Jahreszeit typisch. Abends Rückkehr nach Tavira. Übernachtung in Tavira.

  • Kalanderlerche (C. Moning)

    Je nach verbleibender Zeit noch Beobachtungen im Raum Tavira / Naturpark Ria Formosa.

    Transfer zum Flughafen Faro und Rückflug.

Zusatzinformationen

  • Bei allen Reisen ist die minimale und die maximale Teilnehmerzahl angeführt. Die Mindestteilnehmerzahl ist bis 3 Wochen vor Reisebeginn zu erreichen. Auch wenn diese Zahl nicht erreicht wird, versuchen wir die Reise durchzuführen. Wir bitten Sie dann, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. Sollte nur ein Platz zum Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl frei sein und die Buchung von zwei Personen gemeinsam eingehen, werden wir die Gruppengröße um eine Person erweitern.

Enthaltene Leistungen

  • Programm wie beschrieben
  • Flug ab/bis Frankfurt nach/von Faro (andere Abflughäfen möglich, ggf. mit Aufpreis)
  • 7 Übernachtungen in Mittelklasse-Hotels mit Halbpension
  • erfahrene lokale deutsche Reiseleitung
  • Transport im 9-Sitzer Van (bis 8 Teilnehmer, bei 8 Teilnehmern ein großräumiger 3,5-tonner) bzw. ab 9 Teilnehmern im Minibus (18-Sitzer o. ä.) mit Fahrer
  • Flughafentransfers

Nicht enthaltene Leistungen

  • Mittagessen

Ausrüstung

  • elektronisches Ticket (siehe Ausdruck anbei)
  • gültiger Reisepass oder Personalausweis
  • Kleidung: Zu erwarten ist frühlingshaftes Wetter - der April macht auch in Portugal was er will! Gedeckte Farben sind im Feld immer von Vorteil !
  • festes Schuhwerk
  • Sonnenschutz: Kopfbedeckung, Sonnencreme und Sonnenbrille!
  • Eventuell Sitzkissen oder Mini-Klappsitz für Ansitzbeobachtung und Picknick.
  • Fernglas und wenn möglich unbedingt ein Spektiv
  • Bestimmungsbuch: Svensson et al. - Der neue Kosmos Vogelführer [2011] – oder vergleichbares.

Informationen

Generelle Hinweise

  • Anforderungen der Reise: geringe Anforderungen, wandern bis 5 km

Zahlungsmodalitäten

  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.

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