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Ringelgans

Branta bernicla

Einst so gut wie totgesagt und jetzt häufiger Wintergast an den Küsten ist die Ringelgans dem Artentod von der Schippe geflogen. In den 1930er Jahren litt das Seegras, damals als Hauptnahrung der Ringelgänse im Winterquartier von großer Bedeutung, unter einer Pilzkrankeit und starb an den atlantischen Küsten weitgehend ab.

Dazu kam, dass die Gänse von den Strafgefangenen, die in Sibirien hungerten, zu zehntausenden gefangen und verzehrt wurden. Mitte der 50er Jahre wurde der Gesamtbestand nur noch auf 10.000 bis 16.000 Vögel geschätzt. Die Gänse begannen ihre Ernährung auf andere Grasarten in den Salzwiesen umzustellen und die Bestände nahmen wieder zu. Mitte der 70er Jahre zählte man wieder deutlich über 100.000 Gänse. In den meisten Ländern des Überwinterungsgebietes der Gänse, das bis zur Bretagne reicht, wurde zudem die Jagd verboten und in den 80er Jahren gab es dann maximal bis 300.000 Ringelgänse. Die Ringelgans ist die kleinste und dunkelste der Meergänsearten, zu denen neben der Ringelgans die Nonnengans, die Rothalsgans und die Kanadagans zählen. Bis Mitte Mai kann man sie im Wattenmeer an der Nordwestküste sehen.