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Feldschwirl

Locustella naevia

Noch so ein unscheinbarer kleiner brauner Vogel! Aber auch hier ist es der Gesang, der erstens auf ihn aufmerksam macht und zweitens hilft ihn zu bestimmen. Der Gesang des Feldschwirls ist ein eintöniges mechanisches Schwirren, ähnlich dem Zirpen einer Grille oder einem dem mechanischen Sirren einer Maschine.

Meist lässt der Schwirl seinen Gesang in der in der Dämmerung oder nachts hören. Das Schwirren macht zwar auf den Vogel aufmerksam, aber es ist nicht einfach ihn zu lokalisieren. Dazu kommt, dass der Feldschwirl, wie seine Verwandten, nur selten wirklich frei sitzt. Wenn er also in der Basis eines Strauchs seinen Gesang erschallen lässt, wird man ihn nur mit viel Geduld und Glück zu sehen bekommen. Dazu kommt, dass Schwirle heimlich leben. Sie fliegen dicht über den Boden, und schlüpfen wie Mäuse durch das Gras. Möglicherweise sind ihre langen und dichten Unterschwanzdecken eine Anpassung an das Schlüpfen durch dichte Vegetation mit hohem “Raumwiderstand”. So werden die für den Flug wichtigen Steuerfedern besser vor Verschleiß geschützt.  

Dieser bei uns häufigste Schwirl bewohnt extensiv genutztes Grünland mit einzelnen Büschen und Anteilen von Hochstaudenfluren. Aber auch an verschilften Gräben und Verlandungszonen von Gewässern kann man ihn erwarten. Das Nest steht dicht über dem Boden. Feldschwirle sind als reine Insektenfresser ausgesprochene Zugvögel, die von Mitte April bis Ebde September angetroffen werden können. Allerdings sind Zufallsbeobachtungen außerhalb der Brutzeit wegen der Heimlichkeit des Schwirls recht selten. “Unsere” Feldschwirle verbringen den Winter im tropischen Westafrika.