Extremadura & Coto Doñana im Winter

Spanien

  • 7 bis 15 Personen
  • 9 Tage / 8 Nächte

ab 1.970 €

Steppen, Berge, Eichenhaine

Wir begrüßen die Kraniche in ihrem wichtigsten europäischen Überwinterungsgebiet, der südwestspanischen Extremadura. Hier halten sie sich von November bis Februar auf, um in den weiten, parkähnlichen immergrünen Steineichendehesas vor allem die nahrhaften Eicheln zu fressen. Die imposanten Schlafplatzflüge morgens und abends an den umgebenden Feuchtgebieten sind ebenfalls außerordentlich beeindruckend. Im Winter 2016/2017 wurden über 130.000 überwinternde Kraniche in der Extremadura gezählt.

Neben Kranichen beobachten wir viele weitere nord- und mitteleuropäische Vogelarten in den weiten, menschenleeren und nur extensiv genutzten Dehesas und Steppengebieten. Kiebitze, Goldregenpfeifer, Lerchen, Wiesenpieper, Ammern und Finken bilden größere Schwärme. Auf einigen Seen überwintern, in Abhängigkeit von den Wetterverhältnissen weiter nördlich, oft zehntausende von Enten und auch viele Limikolen.

Die meisten Arten für die die Extremadura unter Ornithologen bekannt und beliebt ist, sind ganzjährig im Gebiet anwesend. Groß- und auch Zwergtrappen bilden im Winter oft große Trupps, ebenso die allerdings insgesamt selteneren Spieß- und Sandflughühner. Die zahlreichen Gänsegeier beginnen mit der Eiablage im Januar, schöne Nestplatzbeobachtungen sind daher garantiert. Auch der Habichtsadler beginnt sehr früh mit der Brut und mit etwas Glück beobachten wir auch schon Balzspiele von Mönchsgeier, Kaiser- und Steinadler. Blauelster, Wiedehopf und Blaumerle, Stein- und Weidensperling, Mittelmeer-Raubwürger, Heide-, Hauben-, Thekla- und Kalanderlerchen sind einige der ganzjährig im Gebiet anwesenden Vogelarten. Die Weißstörche kommen bereits im November/Dezember wieder zurück und erste Frühjahrsblüher werden den ausgehenden Winter ankündigen. Mit etwas Glück gelingt auch die Beobachtung von Fischottern, die nicht selten und im Winter durchaus auch tagaktiv sind.

Im zweiten Teil der Reise besuchen wir Spaniens berühmtesten Nationalpark der jetzt im Winter, ausreichende Niederschläge zuvor vorausgesetzt, große Überschwemmungsflächen für unzählige Vögel bereithält.

JETZT EINEN TAG LÄNGER!

Einige Zielarten:

Kraniche, Zwergtrappe, Großtrappe, Gänsegeier, Mönchsgeier, Kalanderlerche, Mittelmeer-Raubwürger, Sandflughuhn, Spießflughuhn, Gleitaar, Reiher, Enten, Limikolen.

Aufpreis bei 7 - 10 Personen: +190 € pro Person

Reiseverlauf

  • Kranich (P. Eckhoff)

    Ankunft am Flughafen in Sevilla; Transfer in unser Hotel in El Rocío direkt an der Lagune. Das Hotel liegt im Süden von El Rocío am Rande des Marschlandes des "Parque Nacional de Doñana". Die Nähe zum Nationalpark macht die nett eingerichteten Zimmer zu kleinen ornithologischen Observatorien.

  • Gleitaar (P. Marques)

    Doñana ist Spaniens berühmtester Nationalpark mit Restvorkommen von Spanischem Kaiseradler und Pardelluchs, zwei weltweit gefährdeten Arten. Die riesigen flachen Marismas bieten Brutmöglichkeiten u. a. für Stelzenläufer, Brachschwalbe, Weißbartseeschwalbe und Enten sowie sämtlichen europäischen Reiherarten und dem  Braunen Sichler. Daneben rasten und überwintern hier Hunderttausende Limikolen und Singvögel. Wanderdünen und Pinienwälder sowie große Flächen mediterraner Strauchvegetation komplettieren das Landschaftsbild.

  • Habichtsadler (C. Moning)

    Geführte Landroverfahrt in den streng geschützten Kernbereichen des Doñana-Nationalparks. Die herrlichen Wanderdünen und die Weite der Marismas lassen sich so eindrucksvoll erleben. Anschließend Beobachtungen im sehr interessanten Gebiet "Dehesa de Abajo". Die Chancen sind gut, den Rothalsziegenmelker zu sehen. Außerdem können wir einen Eindruck der hohen Greifvogeldichte (Zwerg- und Schlangenadler, Rot- und Schwarzmilan) bekommen. Die Beobachtungen schließen auch den Besuch eines gut geführten Infozentrums mit ein.

  • Spießflughuhn (T. Griesohn-Pflieger)

    Heute verlassen wir die Doñana und machen uns auf den Weg in die Extremadura. Dort werden wir unser Hotel in Trujillo beziehen, wo wir fünf Nächte bleiben werden. Der alte Stadtkern bietet eine einmalig schöne Kulisse mit brütenden Weißstörchen, Rötelfalken, Fahlseglern und Felsenschwalben. Hier kann man bereits ins typische spanische Leben eintauchen, einen Kaffee oder Rioja am Plaza Mayor trinken und dabei die besondere Vogelkulisse genießen.

  • Alpenbraunelle (K. Gauger)

    Dehesas werden die riesigen parkartigen Eichenhaine genannt, die sich wie ein grüner Mantel über die Hügel ziehen. In den Flußtälchen, die sie durchschneiden, werden wir Beobachtungsgänge unternehmen und dabei Vipernnatter und Maurische Sumpfschildkröten beobachten. Stein- und Weidensperling, Blauelster und Blauracke, Rothuhn, Heidelerche, Wiedehopf, Zaunammer und viele Greifvogelarten nutzen die parkartige Landschaft zur Brut oder zur Nahrungssuche. Je nach Bewirtschaftung, Alter und Baumartenzusammensetzung variieren die Dehesas und bilden großräumig ein sehr abwechslungsreiches Muster, das die hohe Artenzahl erklärt.

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    Großtrappe (K. Gabor)

    Im berühmten Naturpark finden wir eine langgestreckte Hügelkette mit teilweise dichtem mediterranen Wald sowie Felsformationen, eingebettet in riesige Dehesasflächen. Somit finden die großen Greifvogelarten wie Gänse-, Mönchs- und Schmutzgeier aber auch Spanischer Kaiseradler, Habichtsadler und Uhu oder der Schwarzstorch ideale Brut- und Nahrungshabitate. Hinzu kommen bequeme Beobachtungsmöglichkeiten wie man sie sonst nur sehr selten antrifft.

  • Kalanderlerche (C. Moning)

    Vor Jahrhunderten bereits wurde der ursprüngliche Wald auf entsprechenden Flächen zugunsten der Landwirtschaft oder aber der Beweidung gerodet. Hier suchen wir Steppen- und Spießflughuhn, Triel, Zwerg- und Großtrappe, Mittelmeersteinschmätzer, Mittelmeerwürger, Lerchen und Häherkuckuck sowie die Wiesenweihe.

  • Sandflughuhn (C. Moning)

    Transfer zum Flughafen in Madrid und Heimreise nach Deutschland.

Zusatzinformationen

  • Bei allen Reisen ist die minimale und die maximale Teilnehmerzahl angeführt. Die Mindestteilnehmerzahl ist bis 3 Wochen vor Reisebeginn zu erreichen. Auch wenn diese Zahl nicht erreicht wird, versuchen wir die Reise durchzuführen. Wir bitten Sie dann, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. Sollte nur ein Platz zum Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl frei sein und die Buchung von zwei Personen gemeinsam eingehen, werden wir die Gruppengröße um eine Person erweitern.

Enthaltene Leistungen

  • Flug ab/bis Frankfurt nach Sevilla, zurück ab Madrid (andere Abflughäfen auf Anfrage, ggf. mit Aufpreis)
  • 8 Übernachtungen in schönen Hotels
  • Halbpension
  • Alle Transfers in Spanien im Bus mit Fahrer
  • geführte Jeeptour im Doñana-Nationalpark
  • Sehr gute Reiseleitung durch Roberto Cabo

Nicht enthaltene Leistungen

  • Mittagessen

Ausrüstung

  • Flugplan mit Ihrem Buchungscode (liegt bei)
  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Bestimmungsbuch - wir empfehlen: Svensson et al. – Der neue Kosmos Vogelführer [2011]
  • Rucksack für Tagesbedarf
  • warme Kleidung incl. Handschuhe und Mütze
  • feste Schuhe (am besten Wanderschuhe)
  • Regenschutz
  • Fernglas
  • Sonnenschutz
  • Wenn Sie ein Spektiv haben, nehmen Sie es unbedingt mit – es lohnt sich auf jeden Fall!

Informationen

Generelle Hinweise

  • Anforderungen der Reise: leicht, keine Schwierigkeiten
  • Änderungen, die den Charakter der Reise nicht beeinflussen, sind zwar nicht vorgesehen, wir behalten sie uns aber vor. Nehmen Sie das Detailprogramm als Vorschlag, aber nicht als Checkliste. Wenn das Programm umgestellt wird, dann nur zu Ihren Gunsten!

Zahlungsmodalitäten

  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.

Reiseberichte

Reisebewertungen

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