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Herbstlicher Vogelzug in Nordgriechenland

Griechenland

  • 6 bis 12 Personen
  • 7 Tage / 6 Nächte

ab 1.590 €

Herbstlicher Vogelzug in Nordgriechenland

Adler, Pelikane und Flamingos am Kerkinisee

Der Kerkinisee im Norden Griechenlands ist nicht nur eines der wichtigsten Rastgebiete für viele nordische oder sogar arktische Zugvögel, sondern auch Winterquartier für seltene oder vom Aussterben bedrohte Arten. So überwintert die größte Zwergganspopulation Europas am See. Ebenso Schelladler, Schwarzstörche und Zwergschwäne. Daneben bilden die vielen Krauskopfpelikane, Flamingos und Zwergscharben einen interessanten Kontrast.
Vor den Küsten im Golf von Saloniki überwintern Stern- und Prachttaucher. Viele Wat- und Entenvögel nutzen die ehemaligen Salinen, nahe der Stadt. In der kleinteiligen Landschaft lassen sich zudem zahlreiche Kleinvögel beobachten, die Mittel- und Osteuropa schon längst verlassen haben.

Unsere Basis liegt in einem kleinen Dorf unterhalb des mächtigen Belesgebirges und nahe am See. Hier wollen wir uns bei mildem Wetter nicht nur an der schönen Landschaft erfreuen, sondern auch die traditionell herzliche griechische Gastfreundschaft genießen. Unterstützt wird unsere Reise durch junge Ornithologen, die sich sehr intensiv für den Schutz des Kerkinisees und den darin vorkommenden Vogelarten einsetzen.

Einige Zielarten:

Zwerggans und Rothalsgans, Krauskopfpelikan und Rosapelikan, Rosaflamingo, Teichwasserläufer, Schelladler und Steinadler, Adlerbussard, Fischadler, Schelladler, Steinadler, Adlerbussard, Dünnschnabelmöwe und Schwarzkopfmöwe, Grauspecht und Blutspecht, Kalanderlerche, Zippammer und Zaunammer, Balkanmeise.

Aufpreis bei 6 – 8 Teilnehmern: + 100,00 Euro pro Person

Reiseleiter vom 28.10. – 03.11.2018: Roland Weber

Reiseverlauf

  • Krauskopf- und Rosapelikan (A. Weber)

    Wir fliegen zunächst nach Thessaloniki und werden hier durch unsere griechisch-deutsche Reiseleitung am Flughafen begrüßt. Bei unterschiedlichen Ankunftszeiten unternehmen wir eine erste Beobachtungstour am nahegelegenen Mittelmeer und in den Salinen. Anschließend fahren wir zum Hotel am Kerkinisee. Nach Ankunft, Bezug der Zimmer und Abendessen in einer traditionellen Taverne, verschaffen uns einen ersten Eindruck von der Landschaft und der Umgebung des Dorfes, in dem es mehr Steinkäuze zu geben scheint als Einwohner.

  • Schelladler (C. Moning)

    Den ganzen Tag sind wir am See unterwegs. Zunächst suchen nach Zwerggänsen. Die größte Winterpopulation Europas finden wir in den ausgedehnten Überschwemmungsflächen und hoffen auf nahe Beobachtungen. Dann lassen sie sich gut durch ihre lebhafte Art von anderen nordischen Gänsearten unterscheiden. Das übersichtliche und sehr nahrungsreiche Gebiet ist ideal für Berg-, Wiesen- und Rotkehlpieper. Gleichfalls für Maskenschafstelzen, die am See gebrütet haben. Im Umfeld findet sich eine kleinteilige Landschaft, die jetzt große Scharen an Grauammern anzieht. In den Hecken halten sich Cistensänger auf und in den Pappeln finden wir den Blutspecht.

    In der Mittagsthermik lassen sich Schelladler und Schwarzstörche beobachten. Für Schelladler ist der Kerkinisee eines der wichtigsten Überwinterungsgebiete in Griechenland. Daneben erwarten wir weitere Greifvogelarten, wie Korn- oder sogar Steppenweihen, Turm- und Wanderfalke. Später halten wir an kleineren Seen um Moorenten zu finden. An den Gewässerrändern sind Waldwasserläufer und Bekassinen auf Nahrungssuche. Am Nachmittag besuchen wir einen Steinbruch am Belesgebirges. Hier werden wir sicher den scheuen Klippenkleiber entdecken, sowie Zipp- und Zaunammer. Sehr wahrscheinlich ist die Beobachtung des Steinadlers, der im unzugänglichen Gebirge seine Bahnen zieht.

  • Beobachtung am Kerkinisee (A. Weber)

    Am nächsten Morgen sind wir am Westufer des Kerkinisees unterwegs. Hier können wir viele Krauskopf- und Rosapelikane sehen. Da auf dem Gewässer zwischen Fischern und den Fisch fressenden Vögeln Frieden herrscht, haben die Pelikane nur eine geringe Fluchtdistanz und können aus wenigen Metern Entfernung beobachtet und fotografiert werden. Für die Krauskopfpelikane ist der See einer der wichtigsten Brutplätze in Europa. Der See ist außerdem Nahrungsgebiet für hunderte Zwergscharben, Kormorane, Taucher (Zwerg- und Haubentaucher) und Möwen (Lach- und Mittelmeermöwen). Wenn es die Verhältnisse am See zulassen, unternehmen wir eine Bootsfahrt. Sehr interessant sind die mit Platanen und Eichen bewachsenen Seeufer. Hier halten sich viele Kernbeißer, Stieglitze, Grün- und Bergfinken, Singdrosseln und Laubsänger (Zilpzalp, Fitis) auf. Den Nachmittag und Abend verbringen wir nahe dem Dorf Mandraki, wo sich Zwergschwäne und Kraniche zur Nahrungssuche einfinden.

  • Dünnschnabelmöwe (C. Moning)

    An diesem Tag unternehmen wir eine ganztägige Exkursion in die Kolochori- Salinen von Thessaloniki und später ans Meer. In der Lagune finden wir eine große Zahl an Watvogelarten (Alpenstrandläufer, Rotschenkel, Kiebitzregenpfeifer, Säbelschnäbler) die sich an nahrungsreichen Schlickflächen und in den Salinen aufhalten. Darunter auch seltene osteuropäische Arten, wie den Teichwasserläufer. Am Meer erwarten wir Dünnschnabel- und Schwarzkopfmöwen, auch Brandseeschwalben und Zwergmöwen. Im flachen Wasser des Thermaischen oder Makedonischen Golfs sind sowohl Schwarzhals- und Ohrentaucher, als auch Stern- und Prachttaucher zu erwarten. Zudem sind Mittelsäger zu sehen. In der kleinbäuerlich strukturierten Landschaft am Golf ziehen Erntereste große Scharen an Weidensperlingen an. Oft sitzen sie in riesigen Trupps auf Leitungsdrähten. Unser Weg führt uns weiter in den „Axios-Loudias-Aliakmonas-Nationalpark“, einem Flussdelta am Meer. Mit etwas Glück entdecken wir hier Triele auf umgebrochenen Feldern, sicher aber werden wir verschiedene Reiherarten (Nacht-, Rallen-, Seidenreiher) und auch wieder Adler (Fisch-, Schelladler) sehen.

  • Rothuhn (C. Moning)

    Viele Gebiete in den Bergen Griechenlands, die oberhalb der Baumgrenze liegen, sind nicht zugänglich. Eine Ausnahme bildet das Panggaio-Gebirge, mehr als zwei Autostunden östlich des Kerkinisees. Hier führt eine Straße durch verschiedene Vegetationsstufen bis ins baumlose Hochgebirge. In dieser vergleichsweise vogelarmen Landschaft leben einige Spezialisten, wie Rothuhn, Alpenbraunelle und Alpenkrähe. Die Buche bildet zusammen mit der Griechischen Tanne die Waldgrenze in den griechischen Bergen. Entsprechend den Beobachtungsbedingungen und auf Empfehlung unserer lokalen Experten suchen wir als Alternative eine Steppenlandschaft auf, um Kalanderlerche und Brachpieper zu finden. Den Abend verbringen wir an einem Steinbruch in einem schönen Flusstal, in dem Uhus vorkommen. Auch Balkanmeisen können wir hier sehen.

  • Blutspecht (K. Gabor)

    Je nach Beobachtungssituation sind wir nochmals am Kerkinisee unterwegs. Die kleinteilige Landschaft mit ihren Dörfern in denen es noch Kleinviehhaltung gibt, bietet vielen Kleinvogelarten, wie Feld- und Heidelerchen ideale Nahrungsbedingungen. Außerhalb der Siedlungen finden wir Schwanzmeisen der mediterranen Unterart, aber auch Braukehlchen und verschiedene Grasmückenarten. Am Nachmittag sind wir an einer byzantinischen Burg nahe des Ortes Sidirokastro unterwegs. Hier sind Felsenkleiber, Samtkopfgrasmücke und Blaumerle sehr wahrscheinlich. An gleicher Stelle jagen Fahlsegler und Felsenschwalbe nach Insekten. Sehr eng an Siedlungen bindet sich der Blutspecht, während der Grauspecht eher in Obstgärten am Rande der Dörfer lebt. Den Abschlussabend erleben wir im Rahmen einer traditionellen Wein-Verkostung.

  • Balkanmeise (K. Gabor)

    Nach dem Frühstück verabschieden wir uns vom Kerkinisee und suchen auf dem Weg zum Flughafen noch weitere Naturräume auf. So sind die Flussauen von Sidirochori gut für mehrere Spechtarten. In der Ebene von Kilikis erwarten wir Adlerbussarde und am nahegelegenen Stausee sind Kraniche, Wat- und Entenvögel sehr wahrscheinlich. Von hier aus fahren wir nach Thessaloniki und treten unsere Heimreise an.

Zusatzinformationen

  • Bei allen Reisen ist die minimale und die maximale Teilnehmerzahl angeführt. Die Mindestteilnehmerzahl ist bis 3 Wochen vor Reisebeginn zu erreichen. Auch wenn diese Zahl nicht erreicht wird, versuchen wir die Reise durchzuführen. Wir bitten Sie dann, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. Sollte nur ein Platz zum Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl frei sein und die Buchung von zwei Personen gemeinsam eingehen, werden wir die Gruppengröße um eine Person erweitern.

Enthaltene Leistungen

  • Flug ab/bis Frankfurt/Berlin nach Thessaloniki
  • 6 Übernachtungen in einem familiär geführten Hotel der Mittelklasse
  • Vollpension (Mittags Lunchpaket)
  • Alle Transfers im Kleinbus vor Ort
  • Englisch sprachiger Fahrer und Guide
  • Deutsche Reiseleitung
  • Bootsfahrt ja nach Witterungssituation
  • sämtliche Eintrittsgelder in Schutzgebiete und Nationalparks

Nicht enthaltene Leistungen

  • sonstige Ausgaben persönlicher Natur (Trinkgelder, Getränke, Souvenirs...)
  • Reiseversicherung

Ausrüstung

  • Fernglas
  • Bestimmungsbücher - wir empfehlen: Svensson et al. – „Der neue Kosmos Vogelführer“ [2. Komplett aktualisierte Ausgabe, April 2011] und z.B. „Was blüht am Mittelmeer?“ von Schönfelder, ebenfalls bei Kosmos.
  • wenn Sie ein Spektiv haben, nehmen Sie es unbedingt mit - es lohnt sich auf jeden Fall!
  • Rucksack
  • festes Schuhwerk (für die Berge am besten Bergschuhe, die über den Knöchel ragen)
  • warme sowie leichte Kleidung (siehe Klima)
  • Regenschutz
  • Sonnenschutz
  • Trinkflasche

Informationen

Generelle Hinweise

  • Anforderungen der Reise: Diese Reise stellt nahezu keine Anforderungen an Ihre Fitness. Die Wanderstrecken sind maximal 5 km lang und sehr eben, es gibt so gut wie kein Gefälle.
  • Die Gruppengröße dieser Reise beträgt 6 - 12 Personen. Sollte die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, kann die Reise bis 4 Wochen vor Reiseantritt abgesagt werden. Sollte dieser Fall eintreten, versuchen wir immer die Reise trotzdem durchzuführen. Falls das nicht möglich ist, erstellen wir Ihnen sehr gerne ein schönes Alternativangebot.

Zahlungsmodalitäten

  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.

Hinweis zu den Zielarten

Auf unseren Reisen beobachten wir die Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum und können Ihnen nicht garantieren, alle hier aufgeführten Zielarten auf der Tour zu sehen. Unsere Reiseleiter bemühen sich, Ihnen so viele Vogelarten wie möglich zu zeigen.

Eignung unserer Reisen für Personen mit eingeschränkter Mobilität

Bei unseren Naturreisen handelt es sich um Reisen, die für Personen mit eingeschränkter Mobilität grundsätzlich nicht geeignet sind. Sollten Sie bezüglich der Anforderungen unsicher sein, sprechen Sie uns bitte unbedingt vor der Buchung an.

Reiseberichte

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