Diese Webseite verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
OK

Estland im Mittsommer - Flughörnchen, Bären und Orchideen

Estland

  • 8 bis 15 Personen
  • 9 Tage / 8 Nächte

ab 2.320 €

Estland im Mittsommer - Flughörnchen, Bären und Orchideen

Erleben Sie bunte Wiesen, Moore und tiefe Wälder

Die Vielfalt der estnischen Fauna und Flora ist einzigartig. Das kleine baltische Land ist nicht nur eine Drehscheibe des europäischen Vogelzuges und Brutgebiet seltener und vom Aussterben bedrohter Vogelarten, sondern auch die Heimat von Elch, Wolf, und Braunbär. Die Flora des kleinen Landes begeistert durch ihre vielen Orchideenarten, verschiedenartigen Waldformationen und der herben Schönheit der Vegetation in den Mooren und an flachen Meeresbuchten.

Auf unserer Reise wollen wir viele Arten und Landschaften aus nächster Nähe kennenlernen. Wir durchstreifen taigaartige Wälder und orchideenreiche Wiesen an frei mäandrierenden Flüssen. Wir wandern über Regenmoore, durch Wacholderheiden und entdecken im Fischkutter unbewohnte Inseln in der Ostsee. Wir besuchen verfallene Herrenhäuser und wuchtige Bischofsburgen und erfahren viel über die Geschichte des Baltikums. Natürlich steht auch ein Besuch im mittelalterlichen Tallinn auf dem Programm.

Aufpreis bei 8 - 11 Teilnehmern: 100 € pro Person

Reiseverlauf

  • Braunkehlchen (C. Moning)

    Nach der Ankunft in Tallinn, gegen Mittag, fahren wir an die Westküste nach Haapsalu. Die Stadt mit ihren Holzhäusern im Zentrum und der wuchtigen Bischofsburg ragt lagunenartig in die Ostsee hinein. Unser Hotel liegt unmittelbar an der Promenade mit Blick auf die flache Lagune und vielen interessanten Beobachtungsmöglichkeiten. Auf den nahen Inseln brüten Hauben- und Ohrentaucher, verschiedene Entarten und Flusseeschwalben. Gerade der attraktive und nicht scheue Ohrentaucher lässt sich auf kurzen Distanzen fotografieren. In den Vorgärten singen Gelbspötter oder Buschrohrsänger und in den Schilfwäldern können wir Bartmeisen und Schilfrohrsänger sehen. Noch am Abend wandern wir an der Promenade entlang und besichtigen die Bischofsburg.

  • Wachtelkönig (C. Moning)

    Das kleine Estland besitzt mehr als 1500 Inseln. Einige gehören zu den größten im Ostseeraum, andere ragen nur als ein Steinhaufen aus dem flachen Wasser. Ein Großteil der Inseln ist unbewohnt und steht unter Naturschutz. Wir wollen zunächst mit einer großen Fähre nach Hiiumaa fahren. Die zweitgrößte Insel Estlands, etwa so groß wie Rügen, erreichen wir auf einer 90-minütigen Überfahrt. Von Bord des langsam fahrenden Schiffes lassen sich seltene Ringelrobben, Meeresenten und Seetaucher beobachten. Auf Hiuumaa besuchen wir Alvaren auf Kalkstein, ehemalige Buchten der Ostsee und Wacholderheiden. Zuvor wollen wir aber mit einem Fischkutter zur unbewohnten Insel Saarnaki übersetzen. Diese Insel, ganz mit Wacholder bewachsen, zeigt eindrucksvoll wie die Natur aufgegebenes Kulturland zurückerobert. Die Pflegemaßnahmen zum Schutz von Helmknabenkraut oder Fliegenragwurz können nur auf kleinen Flächen realisiert werden.

  • Ziegenmelker (C. Moning)

    Mit einer Frühexkursion auf die Halbinsel Puise starten wir in den Tag um Elche und vielleicht Goldschakale zu sehen. Die steinreichen Buchten der Halbinsel sind von extensiv genutzten Wiesen umgeben. Hier brüten Rotschenkel, Brachvögel und Wiesenpieper. Sicher werden wir noch balzende Bekassinen beobachten. Das Gebiet zählt zu den letzten Brutplätzen des Alpenstrandläufers im Ostseeraum. Den ganzen Tag verbringen wir im Nationalpark. Ein besonderer Ort ist Haeska. Das schwedische Herrenhaus, der Park mit seinen knorrigen Eichen und die artenreichen Wiesen auf denen riesige Findlinge liegen, sind Bestandteile einer harmonischen Kulturlandschaft, die im Mündungsdelta des Kasari endet. Eine weitere Station des Tages ist der Oberlauf des Kasari, an dem wir sowohl Schrei- als auch Schelladler sehen können.

  • Zitronenstelze (C. Moning)

    Heute besuchen wir eines der größten, zugänglichen Regenmoore in Westestland. Das Marimetsa-Moor ist im Zentrum vollkommen waldfrei, so dass wir hier die komplette Vegetation oligotropher Moore vorfinden. Darunter vier Birkenarten, Sonnentau, Moltebeere, Sumpfläusekraut, verschiedene Moororchideen und viele Vertreter der Heidekrautgewächse (Rosmarinheide, Krähenbeere, Moosbeere). Viele Limikolen brüten in diesem speziellen Lebensraum, darunter der Regenbrachvogel. Auch Birkhahn, Steinadler und Merlin leben am Rande des Regenmoores. Besonders bemerkenswert sind die dichten Taigawälder am den Moorgrenzen, in denen Moosglöckchen und das Doldige Wintergrün wachsen. Hier lebt der seltene Dreizehenspecht. Am Abend suchen wir den seltenen Ziegenmelker.

  • Sandregenpfeifer (C. Moning)

    Heute verlassen wir unser Quartier und fahren entlang der Küste nach Osten. Nach Bezug des Hotels und je nach zur Verfügung stehender Zeit, machen wir Beobachtungen an der steinigen und schon sehr nordisch wirkenden Küste, die im ältesten Nationalpark Estlands, dem Lahemaa-Schutzgebiet liegt. Gleich nach Ankunft unternehmen wir eine Strandwanderung und erfreuen uns an der wilden Küste. Besonders beeindruckend sind die riesigen Findlinge, die während der letzten Eiszeit vor Estlands Küsten abgelagert wurden. Am Abend wollen wir auf einer Abendexkursion nach Eulen Ausschau halten. Sicher aber werden wir Waldschnepfen sehen.

  • Mittelsäger (C. Moning)

    Etwa 700 Braunbären durchstreifen die endlosen Wälder und unwegsamen Moore Estlands. In Alutaguse, im Osten des Landes, zwischen Peipussee und Lahemaa-Nationalpark, leben die meisten Bären. Hier steht uns eine komfortable Beobachtungshütte zur Verfügung. Zu sehen sind nicht nur die scheuen Bären, sondern auch Marderhunde und Füchse. Oft zeigen sich Elche am Rande der Wiesen oder Biber schwimmen auf nur wenigen Metern Distanz im Bach vorbei. Des Öfteren lässt sich der imposante Habichtskauz in der Dämmerung blicken. Die Hütten sind einfach, aber komfortabel, sauber und gemütlich. Es gibt getrennte Kabinen mit Etagenbetten und eine Trockentoilette. Für Fotografen sind eigens Fotoluken eingebaut. Wir beziehen die Hütte schon am Nachmittag und bleiben die ganze Nacht.

  • Zwergmöwe (C. Moning)

    Am nächsten Morgen suchen wir Auerhähne entlang der Waldwege. Gerne nutzen die Hähne diese Wege um an sandigen Plätzen ein „Bad“ für die Gefiederpflege zu nehmen. Vielleicht sehen wir Grau- oder Weißrückenspechte. Später fahren wir zum Hotel zurück. Am Nachmittag besuchen wir die eindrucksvollen Urwälder des Nationalparks Lahemaa. Ein Urwaldpfad führt uns durch Gebiete, die sich schon seit vielen Jahrzehnten ohne menschlichen Einfluss entwickeln konnten. Hier sind Haselhuhn, Nordischer Kleiber oder Zwergschnäpper sehr wahrscheinlich zu sehen. Interessant ist auch die Vegetation mit blühender Sibirischer Iris, dem Kleinen Zweiblatt und verschiedenen Bärlapparten. Unter den Orchideen sind Waldvögelein, dass Baltische und das Fuchs-Knabenkraut zu erwarten.

  • Alpenstrandläufer und Rotschenkel (C. Heber)

    Noch einmal zieht es uns in die Wälder am Peipussee. Zwischen den riesigen Sirtsi- und Murakamoor liegen alte Wälder in denen noch Flughörnchen leben. Sie benötigen um überleben zu können nicht nur alte Wälder, sondern vor allem Zitterpappeln. In Spechthöhlen bringen sie ihre Jungen zur Welt. Besonders im Juni ergeben sich gute Chancen für die Beobachtung der Flughörnchen, denn zu Mittsommer verlassen die Alttiere schon in der Dämmerung die Höhle und beginnen mit der Fütterung ihrer Jungtiere. Zurzeit laufen Forschungsarbeiten estnischer Experten, bei denen Flughörnchen mit Sendern ausgestattet wurden. So bekommen wir Gelegenheit, mehr über das Leben der heimlichen Tiere zu erfahren.

  • Sandregenpfeifer (C. Moning)

    Am Vormittag fahren wir nach Tallinn und besuchen dort die Altstadt. Auf einer Führung bekommen wir die wohl intakteste mittelalterliche Stadt Europas präsentiert, mit einem ursprünglichen Straßensystem aus dem 13. Jahrhundert. Viele Häuser aus dem 15. Jahrhundert stehen noch in ihrer ursprünglichen Größe und Form, alle wichtigen und repräsentativen Regierungsgebäude sowie Kirchen sind unversehrt. Am Nachmittag werden wir zum Flughafen gebracht und treten von hier aus die Heimreise an.

Zusatzinformationen

  • Die Reisezeit ist so gewählt, dass wir den spektakulären Vogelzug (Seetaucher, Meeresenten, Gänse) auf dem baltischen Weg noch gut mitbekommen. Daneben stehen die im Jahresverlauf sehr unscheinbaren Arten (Rauhfußhühner, Spechte und Eulen) ebenso auf dem Programm, wie Vögel mit östlichem Verbreitungsschwerpunkt (Karmingimpel, Sperbergrasmücke, Schreiadler und Zitronenstelze). Die botanisch Interessierten kommen ebenfalls nicht zu kurz, denn Frühblüher wie Kuhschelle, Leberblümchen und Anemone, sind schon in verschwenderischer Pracht anzutreffen. Je nach Witterungsverlauf blühen die ersten Orchideen. Einen Einblick bekommen wir auch in die baltische Geschichte, die über Jahrhunderte auch eine deutsche war. Wuchtige Ritterburgen, traditionelle Holzhäuser und Kirchen unterschiedlicher Religionen liegen auf unserem Weg.

  • Für eine Reise nach Estland zwischen April und Oktober wird vom Auswärtigen Amt eine Schutzimpfung gegen die sogenannte Frühjahr-Sommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) empfohlen. Diese Art der Hirnhautentzündung kann in Risikogebieten, wozu ganz Estland gehört, durch Zeckenbiss übertragen werden. Wenn Sie also auf „Nummer Sicher“ gehen wollen, sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen und nach einer FSME-Schutzimpfung fragen.

  • Bei allen Reisen ist die minimale und die maximale Teilnehmerzahl angeführt. Die Mindestteilnehmerzahl ist bis 3 Wochen vor Reisebeginn zu erreichen. Auch wenn diese Zahl nicht erreicht wird, versuchen wir die Reise durchzuführen. Wir bitten Sie dann, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. Sollte nur ein Platz zum Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl frei sein und die Buchung von zwei Personen gemeinsam eingehen, werden wir die Gruppengröße um eine Person erweitern.

  • Diese Reise stellt nahezu keine Anforderungen an Ihre Fitness. Die Wanderstrecken sind maximal 5 km lang und sehr eben, es gibt so gut wie kein Gefälle.

Länderinfos

Estland Länderinfos

Enthaltene Leistungen

  • Flug ab / bis Frankfurt/Berlin nach Tallinn (andere Abflughäfen auf Anfrage). Alternativ ist die Anreise auf Anfrage auch per Bahn/Bus/Schiff möglich.
  • 8 Übernachtungen in Mittelklassehotels und Gästehäuser
  • Vollpension (Mittagessen als Lunchpaket)
  • Alle Transfers vor Ort im Kleinbus mit Fahrer
  • Professionelle, deutschsprachige und landeskundige Reiseleitung
  • Bereitstellung Bärenbeobachtungshütte
  • Fährtickets zur Insel Hiiumaa
  • Bootstour auf der Ostsee
  • Artenliste
  • birdingtours Notizblock und Stift
  • Reisebericht

Nicht enthaltene Leistungen

  • Nicht erwähnte Verpflegung
  • Persönliche Ausgaben & Trinkgelder
  • Zusatzleistung für Flugreisen: Rail & Fly Ticket, Sitzplatz, Spezialverpflegung, etc. (auf Anfrage und gegen Aufpreis – bei Buchung bitte angeben)
  • Reiseversicherung (gerne beraten wir Sie persönlich)

Ausrüstung

  • E-Tickets
  • gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • warme Kleidung (auch Mütze, Schal und Handschuhe!)
  • festes Schuhwerk
  • kleine Reiseapotheke
  • Fernglas und (wenn möglich) Spektiv
  • Bestimmungsbuch - wir empfehlen: Svensson et al. – Der neue Kosmos Vogelführer [2011] oder Lars Jonsson – Die Vögel Europas [1992], beide im Kosmos-Verlag erschienen

Informationen

Generelle Hinweise

  • Unsere Estlandtour ist als Kleingruppenreise organisiert mit max. 15 Teilnehmern.

Zahlungsmodalitäten

  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.

Hinweis zu den Zielarten

Auf unseren Reisen beobachten wir die Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum und können Ihnen nicht garantieren, alle hier aufgeführten Zielarten auf der Tour zu sehen. Unsere Reiseleiter bemühen sich, Ihnen so viele Vogelarten wie möglich zu zeigen.

Eignung unserer Reisen für Personen mit eingeschränkter Mobilität

Bei unseren Naturreisen handelt es sich um Reisen, die für Personen mit eingeschränkter Mobilität grundsätzlich nicht geeignet sind. Sollten Sie bezüglich der Anforderungen unsicher sein, sprechen Sie uns bitte unbedingt vor der Buchung an.

Reisebewertungen

Das könnte Sie auch interessieren ...