Gambia / Senegal: Artenreichtum im Winter

Afrika

  • 5 bis 12 Personen
  • 15 Tage / 14 Nächte

ab 3.100 €

Exotische Mischung aus afrikanischen Arten und überwinternden Mitteleuropäern

Dem Winter entfliehen und einen Einblick in die westafrikanische Avifauna gewinnen. Ausgezeichnete Gelegenheiten zur Fotographie bieten zusätzlich die Fülle europäischer Überwinterer und zahlreiche afrikanische Großtiere. Vielfältige Lebensräume besiedeln mehrere Bienenfresser- und Eisvogelarten, Geier, Reiher, Trappen, Krokodilwächter und viele mehr. An der Küste neben Seeschwalben, Möwen und Limikolen Bootstour zur Insel Madeleine mit Chancen auf Tropikvögel, Tölpel und überwinternde Meeresvögel.

Einige Zielarten: 

Witwenpfeifgans, Schlangenhalsvogel, Marabu, Rotschnabel-Tropikvogel, Schwalbenschwanzaar, Sperbergeier, Kronenkranich, Arabertrappe, Senegalkiebitz, Krokodilwächter, Raubseeschwalbe, Rüppellseeschwalbe, Senegalracke, Buschflughuhn, Sudandrossling, Schwarzschwanz-Lärmvogel, Schuppenkopfprinie, Gambia-Schneeballwürger.

Aufpreis bei 5 - 7 Teilnehmern: + 200 Euro pro Person

Reiseverlauf

  • Sudandrossling (C. Moning)

    Abflug Frankfurt 13.11.

    Wir fliegen von Frankfurt aus nach Banjul. Dort werden wir am Flughafen abgeholt und zum Golden Beach Hotel gebracht.

  • Schwarzschwanz-Lärmvogel (C. Moning)

    Nach dem Frühstück erhalten wir in der Botschaft unsere VISA nach Senegal. Danach besuchen wir das Abuko-Naturreservat  und die Lamin Rice Fields. Verschiedene Nektarvögel sind hier zu erwarten, Graufischer, viele Reiherarten – und  dazwischen afrikanisches Leben: Frauen in bunten Kleidern, die auf den Feldern arbeiten, Reis anpflanzen. Palmen mit ersten Mohrenkopfpapageien.
    Mittagessen im Abuko-Naturreservat . Wir wandeln auf schattigen Pfaden durch den lichtdurchfluteten Wald, sehen möglicherweise Colobus-Affen und Krokodile. Der Riesenfischer, ein gigantischer Eisvogel, ist hier zuhause. Von der Veranda des Naturschutzzentrums überblickt man einen Teil des Regenwalds. Zimtracke, Elstertoko und Baumhopf, aber auch Rainforest-Kobra und Grüne Mamba kommen vor. Im Halbdunkel des Waldes suchen wir nach Schild-und Guineaturako.

  • Raubseeschwalbe (C. Moning)

    Nach dem Frühstück halten wir uns in den Brufut-Waldgebieten auf. Hier kann man Männer auf Baobab-Bäumen bei der Ernte der Früchte beobachten und die kunstvollen Nester der Webervögel bewundern.
    Unser Guide Musa kennt den Ruheplatz der Afrikanischen Zwergohreule und des Milchuhus, ein majestätischer Vogel hoch oben im Blattwerk. Im lichten Savannenwald suchen wir die Schleppennachtschwalbe, die perfekt getarnt in Blättern am Boden ruht.
    Anschließend halten wir uns im Tanji-Vogelreservat auf. Dort sind große Zahlen an Möwen, Seeschwalben und Limikolen zu beobachten. An einer Vogeltränke können Astrilde, Tauben und Webervögel aus der Nähe bewundern. Am Strand erfüllen Seeschwalben und Möwen die Luft, Rötelpelikane schwimmen in den Wellen, bunte Fischerboote landen an, Frauen waten im seichten Wasser und klauben einen Teil des Fanges aus dem Wasser. Es riecht hier nach Salz und Fisch.

  • Senegalkiebitz (C. Moning)

    Wir verlassen Gambia und wechseln in den Senegal, wo der erste Stop Toubakuta sein wird. Nachmittags unternehmen wir eine umfangreiche Bootsfahrt in das Saloum Delta. zunächst geht es zu Fuß auf Tour: Musa, der ein Meister im Imitieren von Vogelstimmen ist, lockt den kleinen munteren Perlkauz heran. Auch Doppelspornfrankolin und Palmengeier kommen hier vor. Spaziergang zur Anlegestelle am Fluss. Von dort aus geht es mit dem Boot den von dichten Mangroven gesäumten Strom entlang, wir suchen den imposanten Goliathreiher, aber auch Überwinterer wie Fischadler und Regenbrachvogel Nachdem wir durchs seichte Wasser an Land gewatet sind, erkunden wir die Insel Sippo und erleben gleichzeitig das Dorfleben: kleine mit Palmblättern gedeckte Rundhütten, Frauen, die am Brunnen gemeinsam Wasser pumpen, ordentliche Felder, viele Vögel, darunter mehrere Nektarvogelarten.

    Übernachtung in Toubakuta.

  • Schwalbenschwanzaar (C. Moning)

    Wir verlassen Toubakuta in Richtung Dakar. Unterwegs legen wir einige Beobachtungsstopps ein - beispielsweise beobachten wir bei Njafat, wo Schwalbenweih und Rötelfalke zu erwarten sind. Frühmorgens hinaus. Frühes Frühstück, Fahrt durch die Savanne. Hier fängt das richtige Afrika an: Staubige Pisten und trockene Hitze. Nachmittags eine Pause in Kaolack: Ein köstliches Thiebou-dienne, ein für Westafrika typisches Gericht mit Reis und Fisch, das in Gambia Banachin genannt wird. Danach geht es weiter, durch staubige Dörfer, Rundhütten ziehen an uns vorbei. Zunächst steht dann eine Fahrt in einem Einbaum an. Danach geht es zu Fuß durch das trocken gefallene Delta, das jetzt wie eine Salzwüste anmutet: der Boden ist hart und mit Salzkristallen verkrustet. Über uns fliegen die letzten Rötelfalken hinweg, die auf der Insel ihren Schlafplatz haben. Dort angekommen erwartet uns ein besonderes Spektakel. Die Bäume und wenig später die Luft sind weiß von den dort ruhenden Schwalbenschwanzaaren. Hyänen und Schakale kommen hier vor – zumindest deren Spuren sollten wir entdecken können. Buschflughühner und Saviletrappe sind in den trockenen Randbereichen zu erwarten. Weiterfahrt nach Dakar, das uns erwartet mit seinem Häusermeer, Maut-Stellen auf der Stadtautobahn, überfüllte Busse, endlose Wohnblocks, Smog. Unser Hotel liegt im Zentrum und besitzt einen Innenhof. Der Himmel über dem Hof ist voller Schwarzmilane, die am Himmel ihre Kreise ziehen.

  • Witwenpfeifgans (C. Moning)

    Nach dem – nun französischen (mit Croissants) - Frühstück Schiffstour zur Madeleines Island, um den Rotschnabel-Tropikvogel zu sehen - der einzige Ort weit und breit, wo dieser beeindruckende Vogel rastet. Am Nachmittag Fahrt zum Djoudj National Park. Auf der langen Fahrt dorthin sind einige kleine Beobachtungsstopps eingeplant.

    Übernachtung in Djoudji.

  • Kronenkranich (C. Moning)

    Den gesamten Tag verbringen wir in dem beeindruckenden Nationalpark. Im Gelände können mit Geduld und Ausdauer Arabertrappe, Kronenkranich, Goldschnepfe, Heckensänger, Rußheckensänger und weitere interessante Vögel gefunden werden. Wir suchen Blaunackenmausvögel, Schreiseeadler (am Nest), Warzenschweine und Schakal. Auf dem Wasser blühen um diese Zeit wunderschöne lilafarbene Seerosen, zwischen denen sich gern die Afrikanische Zwergente aufhält. Mittagspause in der Lodge. Blutbrustweber und viele andere Vögel sind direkt um die auf Birder ausgerichtete Unterkunft zu sehen. Am Nachmittag fahren wir mit dem Boot zu den Pelikaninseln. Auf dem Senegalfluss: Schlangenhalsvögel, überwinternde Weißbart- und Weißflügelseeschwalben, bei der Pelikaninsel Tausende von Rosapelikanen. Ihr oftmals synchrones Tauchen wirkt wie ein präzise inszeniertes Wasserballett. Die Sonne geht orangerot über der Savanne unter, während die Kronenkraniche laut rufend in die Dämmerung fliegen.

    Übernachtung in Djoudji.

  • Zügelliest (C. Moning)

    Beobachtungen im Richard Toll Gebiet. Zu erwarten sind Schuppenkopf- und Tschadprinie, Senegalbeutelmeise, Gelbbaucheremomela, und Wüstenspecht. In der trockenen Savanne überwintern neben Kaptrielen auch die europäischen Verwandten in großen Gruppen. Braunbauchflughühner sind mit ihren Jungen unterwegs. Von dort Fahrt zur Übernachtung nach St Louis. Über die Pont Faidherbe geht es auf die Insel Langue de Barbarie. Afrikanisches Leben hautnah: Spielende Kinder, farbenfrohes Menschengewimmel in den engen Straßen, mittendrin Ziegen und sogar Pelikane. Fischmarkt, ein unglaublicher Gestank, Lkws, Eis zum Kühlen, glänzende Fischleiber, dazwischen Menschen in allen Farben gewandet, Müll, Küsten-, Kuh- und Seidenreiher sowie Möwen, die sich an den Fischabfällen laben. Am Ende der Landzunge dann Idylle: wir wohnen in Rundhütten und können den Abend mit einem Strandspaziergang beschließen. Wellen im Abendlicht, große Krabben, Abendessen umrahmt von französischer Musik.

  • Sperbergeier (C. Moning)

    Nach dem Frühstück fahren wir die lange Strecke zurück nach Gambia. In St. Louis Morgenstimmung: Fischer hängen ihre Netze auf, Kuh-und Küstenreiher staken durchs Wasser.

    Im Senegal ist der Einfluss Frankreichs überall präsent: Straßenschilder, Apothekenschilder, Verkehrszeichen, Wassertürme. Die meisten Menschen sprechen jedoch ihre eigenen afrikanischen Sprachen: Wolof im Senegal, Mandinka oder Diola in Gambia. Die lange Fahrzeit wird unterbrochen durch Beobachtungsstopps bei Darou Mousti und Touba, wo man die Senegalparadieswitwe sehen kann. Wir halten Ausschau nach Gänse-, Sperber-, Weißrücken-und den mächtigen Ohrengeier, die häufig beim Zank am Kadaver beobachtet werden können.

    Übernachtung in einfacher Unterkunft in Farafenni in Gambia.

  • Krokodilwächter (C. Moning)

    Nach dem Frühstück fahren wir nach Georgetown. Unser erster Halt gilt Senegal- und Schwarzbauchtrappe sowie überfliegenden Greifvögeln bei Jain Sanjal. Der nächste Stop an den Kaurr-Sumpfgebieten lässt uns neben Hammerkopf und vielen anderen Limikolen auf den Krokodilwächter hoffen. Ein Halt am Stone Circle für den Karminspint. Ein magischer Ort: Auch Glanzstare, Waaliataube und Trauerdrongo kommen hier vor.

    Dann mit dem Boot den Gambiafluss entlang: Im River Gambia National Park gibt es neben einer großen Vogelvielfalt auch Schimpansen und Flusspferde zu sehen. Ein breiter Strom, Palmen gesäumt, dichte Ufervegetation, Eisvögel, Palmgeier…

    Wir nehmen die kleine Fähre nach Georgetown, auf der viel los ist: Menschen, Autos, Ziegen auf einem Laster. Das Wasser des Gambia River schwappt träge an die Fähre. Vorbei am früheren Sklavenhaus fahren wir zur Lodge. Am Ufer entlang sind viele neue Vogelarten zu sehen: Beispielsweise Leaflove, Sumpfschnäpper oder der farbenfrohe Weißscheitelrötel.

    Übernachtung auf der Insel in Georgetown .

  • Schlangenhalsvogel (C. Moning)

    Bevor wir nach Tendaba aufbrechen, besuchen wir Bansang und die Kolonien von Rotkehl- und Zwergspint. Auch die Dominikanerwitwe kommt hier vor - ebenso Paviane und Rote Stummelaffen. Von dort aus geht es weiter zu den Rastplätzen der Marabus, zu den Jahali Sümpfen und weiter zum Dalaba Sumpf. Beim Spaziergang durch den schattigen Wald im Kumkilling Forest Park ist die seltene Adamavataube zu entdecken.

    Übernachtung in Tendaba.

  • Buschflughuhn (C. Moning)

    Nach dem Frühstück starten wir zu einer Bootstour nördlich des Gambiaflusses. In den Tunku und Kissi Bolong Flussarmen kann mit Binsenralle und verschiedenen Greifvögeln gerechnet werden. Weißkehlspint und Zügelliest kommen ebenso vor wie der gesuchte und versteckt lebende Weißrückenreiher. Am Nachmittag nehmen wir den Batailing-Weg zum Kiang West National  Park. Auf der Suche nach dem Nördlichen Hornraben lassen sich viele andere Vogelarten, wie Heuschreckenteesa und Blauwangenspinte, finden.

     

    Rückkehr zum Camp am späten Abend zum Abendessen.

  • Gambia-Schneeballwürger (C. Moning)

    Ein Tagesausflug zum Pirang Forest steht auf dem Programm. Hier erwarten uns Perlenralle, Afrikanischer Waldkauz und Blaßuhu. Dann fahren wir zum Faraba Banta Bush Track - bekannt für seine Vielfalt an Greifvögeln.

     

    Abends zurück ins Hotel.

  • Senegalracke (C. Moning)

    Nach dem Frühstück fahren wir nach Kartong oder Marakissa bevor wir zum Flughafen fahren.

    Kartong, im Süden Gambias: eingeschossige Gebäude, bunt bemalt. Vieles hier erinnert an Mittelamerika: die kleinen Läden, die Straßenverkäufer, die Busse und Autos umschwärmen, die Vegetation mit Papaya-, Kapok- und Mangobäumen, die vielen überwiegend jungen Menschen. In den Schutzgebieten sind die Vögel wenig scheu, so auch hier im Kartong Bird Sanctuary. Hier können Gelbschnabel-Madenhacker auf Kühen reitend und umgeben von Kuhreihern, Krokodilen, die mit aufgerissenen Rachen in der Sonne liegen, beobachtet werden. Ein sehr artenreiches Feuchtgebiet.

    Danach Wanderung am Meer: Den Weißstirnregenpfeifer, gut getarnt im Sand, gilt es zu finden.

    In Sanyang gibt es ein leckeres Mittagsbüffet. Danach Abkühlung im kühlen Atlantischen Ozean möglich. Mittags durch die Savanne: viele kahle Bäume mit leuchtend orangefarbenen Blüten, die Vegetation ist dornig, aber Nektar- und Bartvögel, bunte Racken und Lieste kommen hier vor.

    Ein Besuch des lokalen Handelsmarkts vor dem Rückflug ist ebenfalls möglich.

Zusatzinformationen

  • Bei allen Reisen ist die minimale und die maximale Teilnehmerzahl angeführt. Die Mindestteilnehmerzahl ist bis 3 Wochen vor Reisebeginn zu erreichen. Auch wenn diese Zahl nicht erreicht wird, versuchen wir die Reise durchzuführen. Wir bitten Sie dann, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. Sollte nur ein Platz zum Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl frei sein und die Buchung von zwei Personen gemeinsam eingehen, werden wir die Gruppengröße um eine Person erweitern.Änderungen, die den Charakter der Reise nicht beeinflussen, sind zwar nicht vorgesehen, wir behalten sie uns aber vor. Nehmen Sie das Detailprogramm als Vorschlag, aber nicht als Checkliste. Wenn das Programm umgestellt wird, dann nur zu Ihren Gunsten!

Enthaltene Leistungen

  • Programm wie beschrieben
  • 15 Nächte in guten Standardhotels mit Halbpension
  • teilweise Lunchpakete
  • zusätzliche Reiseleitung durch einen lokalen englischsprachigen Vogelspezialisten
  • Alle Transfers vor Ort
  • Alle Eintrittsgelder laut Reisebeschreibung
  • Alle Exkursionen, Safaris und Bootsausflüge

Nicht enthaltene Leistungen

  • Internationaler Flug (hierfür machen wir Ihnen gerne ein Angebot)
  • Visum für Senegal (ca. 50 Euro) und Gambia (ca. 30 Euro)
  • Reiseversicherung
  • Getränke und persönliche Ausgaben

Ausrüstung

  • Gültiger Reisepass (Das Reisedokument muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.)
  • Leichte tropische Kleidung, jedoch für die Abende (Temperaturen können bis zu 15°C sinken) Jacke oder Pullover.
  • Imprägnierte langärmelige mückensichere Kleidung für abends
  • Taschen- oder Stirnlampe (Es ist empfehlenswert ein gute Stirnlampe mitzunehmen - für die Nachtpirsch.)
  • Festes Schuhwerk + Badelatschen
  • Fernglas und Fotoausrüstung
  • leichter Rucksack für Tagesausflüge
  • Sonnenschutz mit hohem Schutzfaktor.
  • Literatur: Zur Vorbereitung der Reise und als Vogelführer ist empfehlenswert: Nik Borow & Ron Demey: Birds of Senegal and The Gambia Christopher Helm Publishers Ltd; First Edition (5 Jan. 2012)

Informationen

Generelle Hinweise

  • Anforderungen der Reise: mittelschwer, wandern bis 10 km

Zahlungsmodalitäten

  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.

Reiseberichte

Reisebewertungen

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