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Nachhaltigkeit und Artenschutz bei birdingtours

Seit Fridays for future, seit der Klimakrise und dem großen Artensterben ist zum Glück nichts mehr so, wie es einmal war. Auch nicht im Tourismus und schon gar nicht bei birdingtours, denn wir sind unmittelbar betroffen.

Zum Glück trifft uns das aber nicht unvorbereitet, denn schon seit unserer Gründung steht Artenschutz und Nachhaltigkeit bei birdingtours ganz oben auf unserer Prioritätenliste. Bereits seit unseren allerersten Reisen haben wir Naturschutzprojekte mit Einnahmen aus Tourismus unterstützt. Auf unseren Reisen und in Leserbriefen merken wir aber, dass viele unserer Gäste gar nichts von unserem Engagement mitbekommen. Aus diesem Grund erzählen wir Ihnen in diesem Blogbeitrag über das Engagement von birdingtours in den Bereichen Nachhaltigkeit und Naturschutz.

Artenschutz bei birdingtours

Birdingtours ist direkt vom Artenschutz abhängig. Wir merken schon jetzt, dass wir in manchen Gegenden kilometerweit durch die Landschaft laufen, ohne auch nur eine Feldlerche singen zu hören. Dort wo sie früher häufig war, gibt es keine mehr. Dasselbe mit Kiebitzen, Braunkehlchen, fast alle Feldvögel sind davon betroffen. Deshalb unterstützen wir genau solche Projekte, die sich um den Erhalt der Feldvögel kümmern. In jeder Deutschland-Reise haben wir 5 Euro pro Reisegast inkludiert, die am Ende des Jahres an unser Höhbeck-Projekt gespendet werden. 3000 Euro sind letztes Jahr auf diese Weise zusammen gekommen. Aber nicht nur das, wir haben in vielen unserer Reisen Projektbesuche integriert, bei denen die Eintrittsgelder direkt an die Naturschutzorganisation gezahlt werden. Zum Beispiel das Wiesenweihen Projekt von Herbert Klein (LBV) profitiert davon, oder das Alpensegler-Projekt von Mathias Schmidt vom NABU Freiburg, das Wiedehopf-Projekt am Kaiserstuhl und noch viele mehr!

Wiedehopf Österreich Christoph Moning
Wiedehopf (C. Moning)

Nutzen und schützen bei birdingtours

Ein weiterer wichtiger Punkt unseres Nachhaltigkeitskonzeptes ist der Besuch von Naturschutzgebieten: Wir gehen gezielt in Vogelschutzgebiete um deren Wertigkeit zu erhöhen. Wir sind der sicheren Auffassung, dass sich Naturschutz lohnen muss. Wenn diese Naturschutzgebiete keinen Ertrag bringen, geht es ihnen wie großen Teilen Brasiliens unter Bolsonaro: Sie werden abgeholzt, zu Ackerland umgebrochen, mit Pestiziden verseucht oder als Wertstofflager missbraucht und ausgebeutet. Ohne Touristen werden viele Naturschutzgebiete verschwinden. Vögel brauchen einen Wert und den Wert bekommen Sie durch Vogelbeobachter, die Eintritt bezahlen und Reiseleiter entlohnen, die Hotels buchen und Transporte in Anspruch nehmen. Konservieren reicht nicht, wir müssen die Schutzgebiete NUTZEN. In Aserbaidschan zum Beispiel haben wir Eintritt in den neuen Nationalpark bezahlt, ohne ihn zu nutzen, nur um die neuen Nationalparkaktivisten zu unterstützen!

Kompensation der Flugreisen: Das birdingtours Regenwaldprojekt

Wir haben viel Hin und Her überlegt, ob und wie wir unsere Flugreisen kompensieren sollen. Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten, die Tonne CO² wird teilweise für unter 5 Euro gehandelt, es wäre also ein Leichtes gewesen, die Flugreisen zu kompensieren. Wir haben uns aber für ein eigenes Projekt, das Reserva Bosque La Tigra  entscheiden. Wir haben in Costa Rica einen Hektar (10.000m²) Maracuja-Plantage gekauft, die Maracuja-Pflanzen rausgerissen und dort einheimische, vom Aussterben bedrohte Baumarten gepflanzt. So schützen wir Bäume, Vögel und viele andere Tierarten und schaffen gleichzeitig eine Kohlenstoff-Senke, was dem Klima zugutekommt. 25 Euro pro Flugreisenden zahlen wir für das Projekt. Wir wissen auch, dass der reelle Preis einer Tonne CO²wahrscheinlich bei mehr als 100 Euro liegt und die Kompensation eigentlich viel höher ausfallen müsste, aber dann sind wir jenseits jeder Wettbewerbsfähigkeit. Wir würden uns aber über freiwillige Spenden für Flüge sehr freuen.

Baum pflanzen Costa Rica Rainer Stoll
Baum pflanzen (R. Stoll)
Projekt Bosque Reserva La Tigra Costa Rica Rainer Stoll
Projekt Bosque Reserva La Tigra (R. Stoll)

Aktive Mitarbeit im Naturschutz

Einmal im Monat haben unsere Mitarbeiter die Gelegenheit, während der Arbeitszeit aktiv an Naturschutzprojekten mitzuarbeiten. Rainer und Christoph sind beide seit mehr als 20 Jahren Mitglieder des Vorstands des örtlichen NABU und deshalb haben wir viele Naturschutzprojekte, bei denen wir helfen können. Hauptsächlich natürlich Vogelschutzprojekte, wir haben aber auch schon Teiche für Kreuzkröten angelegt.

Nachhaltigkeit im Büro

Wir achten darauf, den Papierverbrauch so gering wie möglich zu halten, der Katalog wird in der kleinstmöglichen Auflage gedruckt – und zwar auf Recyclingpapier. Wir haben ein sehr gut gedämmtes Büro und wir versuchen, Ressourcen zu sparen, wo immer es geht. Jeder Mitarbeiter, der nicht raucht, bekommt einen Tag Sonderurlaub, Anreise mit der Bahn oder mit dem Rad wird bezuschusst. Der Strom kommt von regenerativen Energiequellen.

Was sind unsere Pläne?

In Zukunft wollen wir unsere Deutschland-Reisen noch mehr in den Mittelpunkt stellen. Innerhalb Europas wollen wir, wenn möglich, Fahrgemeinschaften oder Zuganreise anbieten, auch wenn das logistisch noch eine Herausforderung ist. Bei einigen Zielen werden wir bei der Fluganreise bleiben müssen, weil die Bahnanreise zu kompliziert wäre. Aber wir haben natürlich verstanden, dass wir Vorreiter sein müssen und diesen Schuh haben wir uns schon vor langer Zeit gerne angezogen.

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