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Das Wiedehopf-Projekt in Höhbeck

Lebensraum für Ortolan, Sperbergrasmücke und Wiedehopf

Der Höhbeck, eine 76 Meter hohe Erhebung in Niedersachsen, ist eine Geestinsel im Naturraum der Unteren Mittelelbe. Die naturräumliche und biogeografische Lage und die sehr unterschiedlicher Boden- und Feuchteverhältnisse sind die Grundlage für eine große Vielfalt. Über 700 Pflanzenarten, unzählige Insektenarten und darauf aufbauend viele Amphibien-, Reptilien- Vogel- und Kleinsäugerarten.

Obwohl dieses Gebiet bereits seit vielen Jahren geschützt ist, nahm die Artenvielfalt immer weiter ab. Um diese negative Entwicklung zu stoppen, gründeten engagierte Naturschützer einen Landschaftspflegehof auf dem Höhbeck. Die wertvollen Naturschutzflächen werden nun schonend von Hand gemäht oder von Schafen beweidet. Einige sehr selten gewordenen Pflanzenarten werden nachgezogen und auf den optimal gepflegten Flächen wieder ausgewildert. Ziel des Vogelschutzprojekts ist es, durch diese Maßnahmen eine strukturreiche Offenlandschaft als Lebensraum für Ortolan, Sperbergrasmücke und Wiedehopf zu erschaffen. 

Unterstützung durch birdingtours

Mit den Spendengeldern von birdingtours und seinen Gästen kann der Landschaftspflegehof noch schneller und gezielter Landschaftsstrukturen wieder entwickeln, die bestimmten Vogelarten und auch vielen anderen Tier- und Pflanzenarten auf dem Höhbeck ein Überleben oder Wiederkehren ermöglichen. Insgesamt wurden schon knapp 5000 Euro an Spendengeldern an das Projekt überweisen.

birdingtours spendet pro Gast einer Deutschland-Reise 5 Euro direkt an das Wiedehopf-Projekt.
Falls Sie das Projekt noch zusätzlich unterstützen möchten, können Sie gerne Ihre Spende auf folgendes Konto überweisen:

Konto des Fördervereins "Artenreich Höhbeck e.V."
Loki Schmidt Stiftung
IBAN DE48 2586 3489 1900 7710 00
Volksbank Osterburg Lüchow-Dannenberg
Verwendungszweck "birdingtours"

Unser Reiseleiter Stefan Lilje arbeitet außerdem eine Reise in der Umgebung des Höhbeck aus, bei der das Projekt besucht und die dort anzutreffenden Zielarten beobachtet werden. Sie können gespannt sein!

  • Wiedehopf Österreich Christoph Moning
    Wiedehopf (C. Moning)
  • Ortolan Griechenland Christoph Moning
    Ortolan (C. Moning)
  • Gartenrotschwanz Deutschland Christoph Moning
    Gartenrotschwanz (C. Moning)
  • Sperbergrasmücke Aserbaidschan Kai Gauger
    Sperbergrasmücke (K. Gauger)
  • Wendehals Finnland Thomas Griesohn-Pflieger
    Wendehals (T. Griesohn-Pflieger)

September 2019: Update Projekt von Stefan Reinsch

Die "Wasserstandsmeldung" ist kurz und einfach "Dürre". Immerhin geht es den Magerwiesen noch recht gut damit, vor allem Karthäusernelke und Blauweiderich haben in diesem 2. Trockenjahr sehr auffällig geblüht und haben sich offensichtlich ausgebreitet. Dem mediterranem Flair werden sicher bald weitere Arten folgen. Heuschrecken und Schmetterlinge fühlen sich wohl bei der Hitze, den Fedlgrillen geht es gut und haben sich auch außerhalb des Projektgebietes entlang der Elbe ausgebreitet. Und tatsächlich hatten wir 2019 drei Sichtungen des Wiedehopfes auf dem Höhbeck! Allerdings noch keinen Brutnachweis und auch noch nicht auf den birdingtoursflächen. Die Entwicklungen auf den Projektflächen sind weniger offensichtlich, hier geht es ja auch mehr um Erhalt und Pflege von Lebensräumen und weniger um radikale Veränderungen. Ich bin dennoch nahezu täglich vor Ort im Einsatz – überwiegend in der Wiesenpflege. Daneben wird im Winterhalbjahr entkusselt und abgeplaggt (Trockenrasen) und auf den Restflächen mit den Skudden nachbeweidet. Allmählich, über die Jahre werden die Flächen  immer struktureicher, d.h. immer mehr Grenzlinien und Säume zwischen Offenland und Hecken entstehen. Auf der Kernfläche gibt es zudem mehrere größere Totholzhaufen (Nistmöglichkeiten Wiedehopf). Die Spendengelder wurden über den Verein größtenteils unterstützend in die Arbeitsleistung (ca. 500 h /a)  unseres Landschaftspflegehofs ausgezahlt. Die Spendengelder sind eine entscheidene Hilfe für die weitgehend ehrenamtliche private Initiative auf dem Höhbeck als Hotspot der Artenvielfalt. Und zusätzliche Motivation! Die Arbeit (und Nichtarbeit!) der letzten 5 Jahre zeigt sich deutlich in der Entwicklung der Brutvögel im Bereich des Landschaftspflegehofes, wo sich die Anzahl der ziehenden Insektenfresser mindestens verdoppelt hat (z.B. Rauchschwalben 2013 = 0 / 2019 = ca. 30 Brutpaare!). Neben Gartenrotschwanz haben wir in diesem Jahr den Wendehals als neue Art im Projektgebiet begrüßt. Es tut sich was...