Königreich Bhutan
Birding im Land des Donnerdrachen
Von Ost bis West durchqueren wir dieses faszinierende Königreich des Himalayas. Wir decken die verschiedenen Waldregionen zwischen dem Tief,- und Hochland (4000 m Höhe) ab und beobachten viele der Arten, die diese wunderbaren Wälder bewohnen. Dieses selten besuchte Land hat nicht nur den besten bestehenden Wald, den es noch im Himalaya gibt, sondern auch faszinierende kulturelle Highlights, welche wir auf unserer Reise ebenfalls bestaunen können. Im sehr spärlich besiedelten Osten werden wir ein paar Nächte Campen, um direkt im Wald zu sein und die Landschaft und Vogelwelt schon beim Aufwachen genießen zu können!
Höhepunkte
- Die sehr bunte Vogelwelt und Natur im Himalayischen Frühling erleben. Wir können hoffentlich gemischte Scharen bewundern, bei denen wir nicht wissen, wo wir zuerst hingucken sollen!
- Die einzigartige Kultur Bhutans: Dzongs, Stupas, Gebetsmühlen, traditionelle Kunst & Kleidung sehen und erleben
- Während des Frühstücks, im wunderbaren Wald auf 3000m Höhe, den Ruf vom Satyrtragopan hören
Einige Zielarten
Blutfasan, Satyrtragopan, Rostschwanz-Glanzfasan, Stachelschwanzsegler, Grünschnabelkuckuck, Sperberkuckuck, Schneetaube, Rhododendrontaube, Ibisschnabel, Weißbauchreiher, Schneegeier, Berghaubenadler, Rotbauchadler, Malaienadler, Wachtelzwergkauz, Rosenschwanztrogon, Nepalhornvogel, Haubenfischer, Heulbartvogel, Gelbbürzel-Honiganzeiger, Darjeelingspecht, Graukehl-Mennigvogel, Spateldrongo, Goldbauch-Fächerschnäpper, Sultansmeise, Grauhaubenmeise, Streifenbülbül, Nepalschwalbe, Schieferkopf-Dickichtsänger, Rostwangen-Schwanzmeise, Gelbbürzel-Laubsänger, Goldgrasmücke, Grauohr-Papageimeise, Rotkopfyuhina, Himalajacutia, Schwarzscheitelhäherling, Nepalmeisenhäherling, Waldhäherling, Schmuckkleiber, Weißhalsdrossel, Feenblauschnäpper, Schwarzrücken-Scherenschwanz, Zimtkehlschnäpper, Kastanienbauchrötel, Pallaswasseramsel, Feuerschwanz-Nektarvogel, Gouldnektarvogel, Gelbschenkel-Kernbeißer, Schuppenkopfgimpel, Goldnackengimpel, Rhododendrongimpel.
Als Vorprogramm zu dieser Reise bieten wir einer 3-Tages-Tour innerhalb Nordindiens zum Kaziranga Nationalpark an. Hier finden Sie weitere Informationen: Vorprogramm Kaziranga (birdingtours.de)
Reiseverlauf
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Tag 1
Ankunft Guwahati
Einkaufsladen Bhutan (M. Lilje) Als vollständige Gruppe treffen wir uns heute im Hotel in Guwahati mit dem Tourleiter und den anderen Gästen des Kaziranga-Vorprogramms. Wir können uns in Vorfreude über die kommende Reise unterhalten und letzte Fragen klären, bevor wir morgen nach dem Frühstück Richtung Bhutan aufbrechen.
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Tag 2
Guwahati bis Samdrup Jongkar
China-Rotschnabelbülbül (M. Lilje) Heute fahren wir von der Stadt Guwahati im Osten Indiens bis in die südöstliche Grenzregion von Bhutan. Es ist vor allem ein Transfertag, trotzdem können wir unterwegs gucken, was am Wegesrand zu sehen ist – wir kommen an kleinen Feuchtgebieten vorbei, wo durchaus mal ein Storch oder Reiher zu sehen sein wird.
Nach der Grenzüberquerung, auf etwa 200m über dem Meeresspiegel, werden wir hoffentlich noch etwas Zeit haben, um unsere Beine zu vertreten und zur gleichen Zeit die ersten Vögel in diesem ungewöhnlichen Land zu finden. Direkt außerhalb, der von Indien stark beeinflussten Stadt, gibt es einen schönen Wald, der oft was zu bieten hat – am Fluss können wir auf Schwarzrücken-Scherenschwanz hoffen, während das Dickicht am Wegesrand vielleicht einen Himalajasäbler oder Weißbürzelschama verbirgt.
Fahrstrecke ist heute etwa 100km und wir sind wenig zu Fuß unterwegs
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Tag 3
Samdrup Jongkar bis Morong
Goldstirn-Blattvogel (M. Lilje) Auf unserer Route ist diese Gegend die Erste, in der wir uns in einer tiefen Lage befinden – hier am Fuße der Himalayas gibt es viel zu entdecken. Vor allem im Winter sind hier Besonderheiten anzutreffen, aber auch jetzt gibt es viel zu suchen. Einige der Arten, die sich immer hier aufhalten, sind Doppel- und Furchenhornvogel, Türkisfeenvogel, Schwarznackenmonarch, Karmesinnektarvogel, Hauben- und Weißkehlbülbüls, Strichelspinnenjäger, Rotkopftrogon, Schwarzohrbartvogel, Rötelmausspecht, Strichelmeisentimalie, Zimtbauchkleiber und Sultanmeise. Dazu kommen Schnäpper, Drosseln und Laubsänger und andere Arten, die nach dem Winter wieder hier sind. Sommer Spezialitäten hier sind zum Beispiel der seltene Glanzrückensegler, Hainparadiesschnäpper und verschiedene Kuckucksarten. Am Nachmittag fahren wir zum ersten Mal etwas in die Berge. Eine Besonderheit an dieser Tour ist, dass wir fast immer einfach aussteigen können, wenn es was zu sehen gibt – der Bus hält an und wir laufen eine Weile, in der Hoffnung einen gemischten Schwarm zu treffen oder etwas besser zu sehen, was schon aus dem Bus erspäht wurde. Das Mini-Dorf Morong, was schon deutlich höher liegt, bietet uns beste Chancen für manche Arten in dieser Höhenlage. Hier verbringen wir 2 Nächte im Zelt –es sind große Zelte, in denen wir stehen können, auf Camping-Betten gemütlich schlafen, und morgens warmes Wasser vor dem Zelt bereitsteht. So haben wir natürlich die Chance in Gebieten aufzuwachen, wo es gleich am Morgen zu Fuß losgeht und die Vögel uns vor dem Camp begrüßen.
Wir fahren Heute nicht weit, vielleicht 2 Stunden, werden aber gucken wo viel los ist oder wo wir viel zu sehen finden. Wir sind lange zu Fuß unterwegs, aber haben keine bestimmten Strecken zu schaffen.
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Tag 4
Morong & Umgebung
Himalajacutia (M. Lilje) Nach einer ersten Nacht etwas weiter oben, haben wir heute den ganzen Tag Zeit, um diese Gegend zu erkunden und viele der Vögel aufzuspüren, die sich hier zuhause fühlen. Einer der besonderen Arten hier ist der wunderbare Schmuckkleiber, der die Xerophyt-überwucherten Äste in dieser Höhenlage besonders gerne hat. Aber es gibt auch ganz viele andere bunte Arten, die hier auf uns warten: Goldbuschtimalie, Himalajacutia, Gelbkehl-Zweigdrossling, Streifenbülbül, Bändersiva, Weißbrauenschnäpper, Braunhäherling, Rotkopftrogon, Schuppenkopfgimpel, Langschweifsibia und Rotkopfyuhina. Wie meistens in Bhutan werden wir einfach vom Wegesrand aus beobachten –anderes ist es in diesen steilen Gegenden meistens nicht möglich – ein Vorteil ist aber, dass wir oft auf Augenhöhe sehen können, was sich in den Baumkronen bewegt.
Wir verbringen nicht viel Zeit im Bus, sondern sind vor allem zu Fuß unterwegs. Wenn es mal besonders ruhig ist, fahren wir vielleicht mal einen Kilometer weiter
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Tag 5
Morong – Trashigang
Goldnackengimpel (M. Lilje) Wir machen uns weiter auf ins Landesinnere und haben als Ziel die Kleinstadt Trashigang – die erste längere Strecke in Bhutan. Es geht auf und ab während wir uns durch die Berge winden. Wir gewöhnen uns langsam an die Methode, wie hier Vögel beobachtet werden – etwas laufen, weiterfahren, bis wir eine schöne Strecke am Wegesrand sehen…und immer wieder so weiter. Typische Arten für die Strecke heute sind Weißkehlhäherling, Gelbschnabelkitta, Grünschwanz- und Schwarzkelnektarvögel, und mit etwas Glück sind auch Dünnschnabelsäbler und Goldnackengimpel zu sehen.
Kurz vor Trashigang ändert sich das Biotop deutlich, es gibt sehr viele offene Grasflächen mit kleineren Büschen und wir haben Chancen auf unter anderem, Grünschnabelkuckuck, Himalajabülbül und Blaubartspint.
Am Nachmittag wollen wir die ersten von zwei Dzongs auf dieser Reise besuchen – das sind riesige, traditionell gebaute Klosterburgen, die heute meistens für Verwaltungsfunktionen und als Kloster genutzt werden. Auch wenn wir hier eher keine Vögel zu sehen bekommen, ist es ein Highlight der Tour, diese sehr bedeutenden und typischen Gebäude von innen zu sehen.
Fahrstrecke ist heute etwa 120km, von verschiedenen Stopps und kurzen Wanderungen unterbrochen.
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Tag 6
Trashigang - Yongkola
Rothalshäherling (M. Lilje) Heute Morgen beginnt unser westliches Durchqueren des Landes, erst am Dangme Chu Fluss entlang und dann durch verschiedene Waldgebiete. Eine Strecke, auf der wir einige Zeit verbringen werden, ist auf dem Kori La Pass. Hier gibt es in wunderhübschen feuchten Wäldern oft eine beeindruckende Menge an verschiedenen Arten zu finden. Der hübsche Rosenschwanztrogon, Rotkopfgimpel, Kurzschnabel-Mennigvogel und Rotscheitelhäherling, sind ein paar der Besonderheiten.
Nach der größeren Siedlung von Mongar kommen wir nochmal durch ein etwas tiefer liegendes Gebiet. Diese Strecke ist zu dieser Jahreszeit oft schon sehr tropisch und vielleicht gibt es auch zusätzlich zu den vielen Vögeln und ihren Rufen auch Schmetterlinge und Blumen zu genießen. Wir fahren nach Yongkala weiter durch kleine Dörfe und Landwirtschaft. Von dort aus werden wir in den nächsten Tagen den unteren Teil des Thrumsingla Naturschutzgebiets erkunden – ein Highlight jeder Bhutan Tour. Auf dem Weg hierhin suchen wir Rotohryuhina, Jagdelster, Rothalshäherling, Rotkopf-Buschtimalie, Blaukopfrötel, Gelbhaubenspecht und Rostkinnhäherling.
Fahrstrecke ist heute etwa 125km & wir Wandern immer wieder zwischendurch, vor allem in der Kori la Gegend.
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Tag 7
Yongkola & Umgebung
Rosenschwanztrogon (M. Lilje) Heute ist der erste von drei Tagen, den wir in einer der besten Gegenden Bhutans verbringen. Die Arten, die heute möglich sind, sind fast überwältigend. Durch diese wunderbaren Wälder arbeiten wir uns langsam auf und ab, und hoffen immer wieder gemischte Vogelscharen zu finden. Ein paar der möglichen Arten sind: Blutpirol, Weißkehl- und Grauohr-Papageimeisen, Sikkimbaumläufer, Weißkehl- und Goldschuppenhäherlinge, Goldkehl-Bartvogel, Schieferkopf-Dickichtsänger, Wachtelzwergkauz, Königsmeise, Himalajagrünfink, Blauflügelsiva, Purpurpfeifdrossel, Goldscheitel-Stutzschwanz, Rotkopf-Laubsänger, Trauerraupenfänger, Graukopfschnäpper, Gelbnackenspecht, Fleckenkernbeißer und vielleicht sogar Rosenschwanztrogon.
Wenig fahren, vielleicht ein bis zwei Stunden, viel langsames laufen, je nach wie viel los ist.
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Tag 8
Yongkola bis Sengor
Satyrtragopan (M. Lilje) Wir fahren heute von dem tief gelegenen Wald um Yongkola, zu dem viel höheren Gebiet um Sengor. Wie immer werden wir viel Zeit damit verbringen, am Wegesrand nach Vögeln suchen. Wieder werden wir bemerken, dass sich die Vogelwelt langsam mit dem Biotop verändert und wir hier wieder andere Arten erwarten können. Unter anderem suchen wir Zimtkehl- und Rotbauch-Würgervireo, Gouldnektarvogel, Nepalmeisenhäherling, Rostwangen-Schwanzmeise, Schwarzscheitelhäherling, Rotsteiß- und Kehlstreifenyuhina und Tibetbussard. Unterwegs ist auch ein wunderbarer Wasserfall bei Namling Brakk zu bestauen– auf einem beeindruckenden Weg, der sich hier durch die Berge windet.
Am späten Nachmittag haben wir dann zum ersten Mal die Chance den Satyrtragopan zu sehen – in dieser Gegend sind wir genau auf der richtigen Höhe und werden viel Zeit damit verbringen, diesen großartigen Fasan zu finden.
Die Fahrstrecke heute ist etwa 40km, manche Teile werden sicherlich wiederholt. Die Wanderstrecke ist in dieser Gegend wie immer sehr unterschiedlich, aber wir verbringen viele Stunden zu Fuß..
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Tag 9
Sengor & Umgebung
Berge und Gebetsfahnen (M. Lilje) Den heutigen Tag verbringen wir in den höheren Nadelwäldern und in Gegenden mit viel Rhododendron Bäumen. Mit etwas Glück sind die Bäume intensiv am blühen und ziehen viele Insekten und Vögel an. Je nach Ausrichtung haben manche Hänge fast ausschließlich Rhododendron Bäume, während sie an anderen Hängen gar nicht vorkommen oder zwischen Nadelbäumen, Bambus und langen, hängenden Flechten immer wieder einen Farbakzent setzen.
Manche der Vögel, die von diesen Blüten angezogen werden, sind Feuerschwanz-Nektarvogel, Smaragdgrasmücke, Rotbrustmeise, Edwardsgimpel Kehlstreifen- und Rotsteißyuhinas und Graukehl-Laubsänger. Andere Arten in dieser Gegend könnten Blutfasan, Waldhäherling, Hügelbuschwachtel, Weißbrauen-Blauschwanz, Schneetaube, Waldschneegimpel, Grauhaubenmeise, Schluchtenlaubsänger und Weißbrauen-Grasmücke sein. Auch interessant ist eine sehr andere Unterart der Tannenmeise als die, die wir kennen. Auf offenen Graslandschaften finden wir unter anderem Alpenkrähe, Orientfeldlerche und Waldschneegimpel.
Fahrstrecke variabel, je nach was wir sehen – vielleicht 40km. Wir laufen wieder viel an der Straße auf und ab.
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Tag 10
Sengor bis Chumey
Blutfasan (M. Lilje) Heute Morgen fahren wir hoch, bis über den Thrumshing la Pass, und haben die Chance viele der gestrigen Vögel nochmal zu sehen oder zu suchen. Mit etwas Glück haben wir hier eine fantastische Aussicht auf die ganz hohen Berge im Norden. Auf dem weiteren Weg haben wir zum Teil etwas offenere Biotope, wo wir Tibetelster, Alpenkrähe, Schmuckgimpel oder vielleicht sogar einen späten Weißkehlrotschwanz sehen können.
In der Gegend um Jakar bietet sich für uns die erste gute Chance den wunderbaren Ibisschnabel zu finden – sie sind normalerweise am Rande von Bergflüssen unterwegs, wo sie zwischen Steinen am Rande des Wassers nach Insekten suchen. Weitere Arten sind Rostgans und andere Enten, Weißscheitel- und Wasserrotschwanz. Einfarb-Papageimeise ist auch einer der verschiedenen Besonderheiten, die hier vorkommen. Nach Jakar fahren wir noch eine Stunde weiter zu unserer Unterkunft um die Entfernungen Morgen zu kürzen.
Fahrstrecke etwa 150km & es wird zwischendurch gewandert
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Tag 11
Chumey bis Tingtibi via Trongsa
Einfarb-Papageimeise (M. Lilje) Heute Morgen planen wir einen frühen Start – es geht weit hoch, auf zick-zack Wegen zum Tharpaling Kloster. Wenn wir früh genug da sind, haben wir gute Chancen Rostschwanz-Glanzfasan zu sehen, die oft morgens beim Kloster auftauchen. Schneetaube und andere Bergspezialitäten sind hier natürlich auch möglich. Es geht für uns dann weiter in den Westen, in Richtung Trongsa – der größten Stadt in Zentral-Bhutan, wo der erste Tempel schon im sechzehnten Jahrhundert gebaut wurde. Auf dem Weg dorthin fahren über den Yotongla Pass und dann wieder durch eine Rhododendronwaldfläche. Wenn wir Zeit haben, besuchen wir kurz den Dzong in Trongsa – manchmal wird auf dem Rasen davor der Nationalsport betrieben: Bogenschießen.
Dann geht unser Weg schnell bergab in Richtung Süden. Flecken-, Stummel und Graurückenscherenschwanz kommen alle hier vor, sowie auch Purpurpfeifdrossel, verschiedene Häherlinge, Spechte und Yuhinas. Fleckenbrust-Kurzschwanz ist hier oft im Dickicht zu hören – ihn zu sehen ist meist aber eine ganz andere Herausforderung! Seit kurzem ist dieser sehr kleine und scheue Vogel als einziges Mitglied einer eigenen Familie angesehen!
Wir fahren durch offene Gegenden und dann durch immer wärmere Wälder, bevor wir am späten Nachmittag zu unserem Campingplatz für die nächsten 2 Nächte kommen.
Fahrstrecke heute sind etwa 160km und es wird wie gewohnt zwischendurch gelaufen.
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Tag 12
Tingtibi & Umgebung
Goldlangur (M. Lilje) Hier befinden wir uns wieder in einer ziemlich tiefen Lage und es gibt zum Teil dichte tropische Laubwälder und große Bambusbüsche am Straßenrand. Viele Arten sind nur hier in den nächsten Tagen zu finden und wir hoffen viele der Besonderheiten sehen zu können. Weil es schon Mai ist, haben wir gute Chancen verschiedene Kuckucks zu sehen, sowie den wunderbaren Coromandelkuckuck. Fahlstirnspecht ist der seltenste der verschiedenen Spechte hier, und Schwarzbrauen-Papageimeise, Lätzchen- und Brustbandhäherlinge, unglaublich bunte Papageibreitrachen Weißkopf-Baumdrossling, Rostwangen-Dickichtsänger und viele andere Sänger sind hier manche der Arten, die wir gezielt suchen. Eine weitere Besonderheit ist der wunderhübsche Goldlangur, der genau hier und im angrenzenden Indien sein sehr kleines Verbreitungsgebiet hat.
Heute fahren wir vielleicht 50km und sind vor allem zu Fuß unterwegs. Es gibt keine festen Pläne – es hängt davon ab was wir schon gesehen haben und was wir noch suchen.
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Tag 13
Tingtibi bis Gelephu
Doppelhornvogel (M. Lilje) Wir fahren heute, für 2 Nächte, in den einzigen kleinen Teil Bhutans, der am Rande der indischen Tiefebene liegt. Wir nehmen uns die Zeit und halten uns lange am Wegesrand bei guten Biotopen auf und hoffen viele bunte Highlights genießen zu können. Auch wenn es noch früh im Jahr ist, geht es hier schon los, dass es auch Insekten zu sehen gibt. Vor allem bunte Schmetterlinge kommen zum Vorschein und mit etwas Glück sehen wir auch die ersten der hunderten Orchideenarten, die in Bhutan Wäldern zuhause sind!
Es gibt offiziell nur 100km zu schaffe. Je nach dem, was wir bis jetzt gefunden haben, passen wir die Route an.
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Tag 14
Gelephu & Umgebung
Tüpfelzwergspecht (M. Lilje) Wir haben einen Tag hier auf nur knapp 200m. Es ist zu erwarten, dass es schnell warm wird. Es kann also sein, dass wir vor allem Morgens und am Nachmittag intensiv unterwegs sind. Arten, die wir hier hoffentlich finden, sind welche, die sonst mehr mit Indien in Verbindung gebracht werden. Wir können uns auf Pfau, verschiedene Tauben und Mainas freuen, und vielleicht eine Purpurbrustracke sehen. Verschiedene Grüntauben sind möglich und wir haben die Möglichkeit an der Entwässerungsanlage auch einige Wasservögel zu finden. Nach vielen Tagen in sehr dichten Biotopen, ist es auch wieder schön , wenigstens zum Teil in offeneren Gebieten unterwegs zu sein! Bengalensegler, ein paar der großen Hornvögel, Sittiche und Spechte sind hier alle vorhanden. Es gibt mehrere Arten, die es in ganz Bhutan nur hier zu sehen gibt.
Wir fahren nur wenige Kilometer rund um die sich bald schnell entwickelnde Stadt um die anderen Biotope erkunden zu können – viel zu fuß.
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Tag 15
Gelephu bis Tsirang
Kastanienzweigdrossling (M. Lilje) Wir birden uns im Laufe des Tages bis auf etwa 1500m hinauf. Dann landen wir wieder in den typischen Wäldern dieser Höhenlagen. Wie schnell es für uns hinauf geht, wird sehr davon abhängen, auf welche Arten wir uns konzentrieren wollen. Wenn wir früh genug ankommen, könnten wir versuchen den kritisch gefährdeten Weißbauchreiher zu sehen, welcher nur an fast ungestörten offenen Flüssen in den Bergen vorkommt.
Unsere Unterkunft ist unter 100km von Gelephu entfernt. Wie gewohnt laufen wir, wenn es gute Möglichkeiten gibt.
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Tag 16
Tsirang bis Punakha zum Dzong
Punakha Dzong (M. Lilje) Wir fahren etwa 100 Kilometer nach Punakha, wo wir eine Nacht verbringen werden. Unterwegs suchen wir in verschiedenen Biotopen oder verbringen noch etwas mehr Zeit am Morgen in der Damphu Gegend.
Das Highlight des heutigen Tages ist sicherlich der Besuch des Dzongs am Nachmittag, zwischen den Pho Chu und Mo Chu Flüssen. In diesem beindruckenden Gebäude werden ein Kloster und die regionale Verwaltung untergebracht. Traditionelle Bauweisen und buddhistische Kunst können hier bewundert werden.
Das ist aber nicht alles für diesen Tag – am Morgen geht es in den Jigme Dorji Nationalpark, wo wir am Fluss entlang durch den Wald laufen. Hier suchen wir Goldscheitel-Stutzschwanz, Pallaswasseramsel, Rostschnäpper, Graubrust-Baumelster, Weißbrauenschnäpper, Tüpfelzwergspecht und Grünflügelbülbül. Im Dickicht des Flussufer werden manchmal sogar Himalajafischuhu gesehen, es lohnt sich also immer sehr genau und aufmerksam zu suchen!
Wenn wir noch Zeit haben, geht es nach unserem Besuch im Dzong zu Fuß über eine lange Hängebrücke und dann am Pho Chu Fluss entlang. In dieser Gegend sind Bindenseeadler, Ibisschnabel, verschiedene Enten und Möwen am Wasser möglich und Orientspornpieper und Muskatbronzemännchen am Rande der Acker zu finden.
Wir fahren Heute etwa 110km. Wie immer legen wir heute ein paar Kilometer zu Fuß zurück und sind am Nachmittag im Punakha Dzong
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Tag 17
Punakha bis Paro
Rostbauchspecht (M. Lilje) Morgens verlassen wir das Tal um Punakha und machen uns, über die Hauptstadt Thimphu, auf den Weg nach Paro. Unterwegs fahren wir über den Pass Dochu La, bekannt für 108 Chorten, die hier stehen und der erste Botanische Garten des Landes. In dieser Gegend könnten wir Rostbauchspecht, Heulbartvogel, Gelbschnabelkitta, Scharlachbrustspecht, Goldbrillen-Laubsänger, Goldschwanz, Bülbülamsel und Himalajazeisig finden.
Wenn wir genügend Zeit haben, nehmen wir uns 1-2 Stunden für Thimphu, eine interessante Mischung aus Tradition und Moderne, und wo fast 20% der Bevölkerung des Landes lebt. Danach fahren wir etwa 50 km weiter nach Paro, wo wir die letzten 2 Nächte unserer Tour verbringen.
Fahrstrecke heute sind etwa 120km & es gibt ein paar kurze Wanderstrecken
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Tag 18
Chele la und Tigernest Kloster
Rostschwanz-Glanzfasan (M. Lilje) Heute Morgen geht es sehr früh los – wir winden uns noch im Dunklen die Wege hoch, damit wir auf der richtigen Höhe sind, sobald es hell wird. Wir fahren bis auf fast 4000 m Höhe, auf der höchsten befestigten Straße des Landes: dem Chele la Pass. Unser heutiges Hauptziel ist der Rostschwanz-Glanzfasan, der vor allem hoch in den Bergen zu sehen ist. Das ist natürlich nicht alles – wir bewegen uns durch die verschiedenen Biotope, die alle verschiedene Arten zu bieten haben. Mit etwas Glück finden wir noch ein paar Arten, die uns bis jetzt noch fehlen – auf jeden Fall werden wir hier ein paar gute Beobachtungen genießen.
Am Nachmittag gibt es dann noch einen ganz besonderen Ausflug – eine Wanderung, von welcher wir das berühmte Taktshang oder Tigersnest Kloster sehen können. Je nach Zeit und Energie laufen wir entweder zum Café, wo wir einen Tee in wunderbarer Kulisse zu uns nehmen können, oder wir laufen noch weiter, bis wir auf der Höhe des faszinierenden Klosters sind, bevor es langsam wieder runter geht.
Wir fahren Heute etwa 140km. Die Wanderung in Richtung Tigernest Kloster kann unterschiedlich gestaltet werden. Nach etwa 4km kommt man zum Café ,von wo aus wir wahrscheinlich wieder umdrehen werden.
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Tag 19
Abflug von Paro
Tigernest-Kloster (M. Lilje) Je nach Abflugzeit, haben wir vielleicht noch die Gelegenheit in der Nähe der Unterkunft zu birden und uns langsam von den Arten, die uns inzwischen schon sehr bekannt sind, zu verabschieden.
Der Abflug aus Paro ist spektakulär, weil der Flughafen in einem sehr engen Tal liegt. Aus dem Flugzeug kann man manchmal sogar den Mount Everest, zwischen vielen anderen hohen Bergen, ausmachen.
Wenn wir Zeit haben, laufen wir kurz in der Nähe unserer Unterkunft, die Fahrt zum Flugplatz dauert etwa 30 Minuten
Enthaltene Leistungen
- 12 Übernachtungen in Mittelklassehotels
- 6 Übernachtungen in komfortabel-eingerichteten Zelten
- Vollpension plus Tee,- und Kaffeepausen
- Trinkwasser während der gesamten Reise
- Transport vor Ort im Kleinbus
- Erfahrene deutschsprachige Reiseleitung
- Örtliche englischsprachige Reiseleitung
- Nachhaltigkeitsgebühr für Bhutan (100 $ pro Tag)
- Visa Gebühr
- Alle von der Regierung erhobenen Hotelsteuern und Servicegebühren
- Eintrittsgelder zu den besuchten Nationalparks und Sehenswürdigkeiten wie beschrieben
- Artenliste
- Reisebericht
- Spende Paramelis-Projekt, mehr unter: https://www.birdingtours.de/ueber-uns/vogelschutz/das-moorschutzprojekt-paramelis-in-litauen-paramelis/
Nicht enthaltene Leistungen
- internationale & nationale Flüge (gerne erstellen wir Ihnen ein Angebot)
- Zusatzleistung für Flugreisen (Rail & Fly Ticket, Sitzplatz, Spezialverpflegung, etc.)
- nicht erwähnte Verpflegung
- Visum Indien (ca. 50 €)
- persönliche Ausgaben & Trinkgelder
- Reiseversicherung: www.birdingtours.de/service/reiseversicherung/ (gerne beraten wir Sie persönlich)
Reiseberichte
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Gruppengröße und Mindestteilnehmerzahl
Sollte die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, kann die Reise bis 4 Wochen vor Reiseantritt abgesagt werden. Sollte dieser Fall eintreten, versuchen wir immer die Reise trotzdem durchzuführen. Falls das nicht möglich ist, erstellen wir Ihnen sehr gerne ein schönes Alternativangebot.
Ausrüstung
- Elektronische Flugtickets mit Ihrer jeweiligen Buchungsnummer
- Gültiger Reisepass (muss bei Ausreise noch mind. 6 Monate gültig sein)
- Wanderschuhe
- Kleidung für warmes und kaltes Wetter- diese Tour findet bis zu 4000 m über dem Meeresspiegel statt. Wir erwarten zu dieser Jahreszeit keine Wetterextreme, morgens kann es jedoch kalt sein.
- Regenjacke
- Tagesrucksack
- Sonnenschutz
- Mückenschutz
- Trinkflasche
- kleine Reiseapotheke
- Fernglas und (wenn möglich) Spektiv
- Bestimmungsbuch - wir empfehlen: Grimmett & Inskipp. Birds of Bhutan and the Eastern Himalayas 2019 Englische Ausgabe bei Helm erschienen
Generelle Hinweise
- Anforderungen der Reise: geringe bis mittelschwere Anforderungen, wandern bis 10 km. Es wird viel gelaufen, jedoch geht es immer langsam und auf guten Wegen voran. Fast immer ist der Bus in der Nähe, somit kann jederzeit eine Pause eingelegt werden.
- Änderungen, die den Charakter der Reise nicht beeinflussen sind zwar nicht vorgesehen, wir behalten sie uns aber vor. Bitte nehmen Sie das Detailprogramm als Vorschlag, aber nicht als Checkliste, was jeden Tag passieren muss. Das Programm kann umgestellt werden, wobei der Charakter der Reise jedoch erhalten bleibt. Wenn die Reise umgestellt wird, dann nur zu Ihren Gunsten! Bitte beachten Sie, dass sich bei den Reisen die angegebenen Reiseleiter und Hotels ändern können.
- Diese Reise ist nicht speziell für FotografInnen konzipiert. Die Beobachtung steht hier im Vordergrund. Gerne weisen wir auf unsere speziellen Fotoreisen hin, sie sind hier zu finden: https://www.birdingtours.de/fotoreisen-natur-und-tiere/
Zahlungsmodalitäten
- Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20 %
- Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
- Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.
Hinweis zu den Zielarten
Auf unseren Reisen beobachten wir die Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum und können Ihnen nicht garantieren, alle hier aufgeführten Zielarten auf der Tour zu sehen. Unsere Reiseleiter bemühen sich, Ihnen so viele Vogelarten wie möglich zu zeigen.
Eignung unserer Reisen für Personen mit eingeschränkter Mobilität
Bei unseren Naturreisen handelt es sich um Reisen, die für Personen mit eingeschränkter Mobilität grundsätzlich nicht geeignet sind. Sollten Sie bezüglich der Anforderungen unsicher sein, sprechen Sie uns bitte unbedingt vor der Buchung an.
Reisebewertungen
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Ein birdingtours Gast , reiste am 11.03.2025, Königreich Bhutan
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Bhutan - ein Vogelparadies
Claudia N. , reiste am 11.03.2025, Königreich Bhutan
Um die große Vielfalt der Bhutan-Vogelwelt kennenzulernen, ist Markus Lilje von birdingtours der heiße Tip. Markus ist ein total begeisterter, ständig aktiver und neugieriger Orni, der bei unserer Reise im März Vögel aufgrund ihrer Gesänge/Rufe und/oder der nicht immer vollständigen Präsenz sofort erkannte und uns diese mit sehr viel Enthusiasmus nahe brachte. Die Reise war sehr gut abgestimmt auf die zu dieser Jahreszeit und in der entsprechenden Höhe zu erwartenden Vögel. Mit den beiden bhutanesischen guides hatten wir einen regen Austausch: Ch. ein einheimischer Vogelkenner und T. der uns viel über die besuchten Dzongs und den Buddhismus vermittelte – ein spannender Kontrast zur bunten Vogelvielfalt. Die Reise von birdingtours war für mich ein ganz besonderes birding-highlight – Bhutan ist mit seiner enormen Anzahl von Vogelarten auf kleinem Raum, der Vielfalt an Schmetterlingen und vielen anderen Arten aus Fauna und Flora noch lange nicht erforscht!
Bhutan – 2025 – ein besonderes Erlebnis
Ein birdingtours Gast , reiste am 11.03.2025, Königreich Bhutan
Eine Freundin hat mich zu dieser Reise bei birdingtours angespitzt und da ich eh schon in Indien Urlaub machte habe ich mich dazu gerne angeschlossen. Und ich habe keine Sekunde bereut. Unter der Leitung von Markus Lilje konnten wir einen großen Teil der vielfältigen Vogelwelt von Bhutan zu unserer Jahreszeit erleben. Unermüdlich und immer enthusiastisch zeigte er uns von morgens um 6 bis abends um 18 Uhr all die Vögel, die er von ihren Gesängen und Rufen oder einfach durch Sichtung zielsicher bestimmen konnte. Gemeinsam mit den beiden `local guides´ wussten sie genau, in welcher Höhe oder Region die verschiedenen Arten anzutreffen waren, die sie uns dann mit viel Geduld auch zeigen konnten. Aber die Vogelwelt alleine sollte es bei dieser Reise nicht sein. Ebenso standen kulturelle Highlights mit dem Besuch verschiedener Dzongs, der Stadtbesichtigung mit örtlichem Markt von Thimpu und zuletzt der Wanderung zum Teehaus gegenüber des `Tigernests´ auf dem Programm. Und nebenbei konnten wir die Vielfalt der bhutanesischen Küche kennenlernen – reichhaltig und immer fein. Für mich waren auch die Nächte im Zelt eine willkommene Abwechslung zu den Hotelübernachtungen. So waren wir gleich morgens im Gebiet und konnten mit den Vogelbeobachtungen beginnen. Die Rundumversorgung durch unser Camp- und Kochteam und nicht zuletzt auch durch unseren Fahrer, der, wenn nötig, immer zur Stelle war, hat zu dieser einmaligen und unvergesslichen Reise beigetragen. Auch möchte ich die sehr gute Hilfe durch das Team von birdingtours bei der Vorbereitung der Reise hervorheben. Die Suche nach geeigneten Flügen für alle Teilnehmer*innen hat gut geklappt, und das trotz Streik bei der Lufthansa.
