Die Kohlmeise | Eine prägnante Zielartenbeschreibung

Kohlmeise

Parus major

Die Kohlmeise ist rund ein Drittel größer als eine Blaumeise. Die Geschlechter lassen sich leicht an dem schwarzen Brustband über Brust und Bauch unterscheiden. Der Meisenmann zeigt ein breites Band, das von der Kehle bis zwischen die Beine verläuft und dort deutlich breiter wird. Das Brustband des Meisenfrauen ist schmaler und gleichmäßiger breit. Der Schnabel kann in Größe und Form variieren. Im Frühjahr haben viele Männchen größere Schnäbel. Viele Menschen wissen nicht, dass der Vogelschnabel nicht so statisch ist, wie man meinen möchte. Da die Meisen unterschiedliche Samen und Nüsse mit ihrem Schnabel bearbeiten, nutzt er sich ab und wird daher ständig erneuert. Die Kohlmeise ist eine der besterforschten Arten hinsichtlich ihres Verhaltens. Vielleicht geht überhaupt das meiste, was wir über Anzahl, Überlebens- und Brutstrategien von Kleinvögeln wissen, auf Studien an Kohlmeisen zurück.
Wir können unsere eigenen Studien treiben, wenn wir die Kohlmeisen, die an unsere Fütterungen kommen, genauer betrachten, als bisher. Dann üben wir das Bestimmen der Geschlechter und können vielleicht die etwas schüchternen Jungvögel des vorigen Frühjahrs von den dominanten Meisenmännern, die schon zwei und mehr Jahre alt sind, unterscheiden. So richtig Spaß macht die Vogelbeobachtung dann, wenn wir einzelne Individuen “persönlich” erkennen können. Viel Erfolg!