Grünfink
Grünfink

Grünfink

Chloris chloris

Der Grünfink, auch Grünling genannt, ist eine kleine Singvogelart aus der Familie der Finken. Er ist etwa so groß wie ein Spatz und fällt vor allem durch seinen kräftigen, hohen, hellen Schnabel auf, mit dem er Samen knacken kann. Die Männchen sind im Brutkleid dunkel olivgrün gefärbt, mit grauen Wangen sowie gelben Partien an Flügeln und Schwanz. Weibchen sind insgesamt grauer und brauner und zeigen weniger Gelb.

Der Grünfink lebt heute vor allem in der Nähe menschlicher Siedlungen, weil sich seine Lebensbedingungen in der freien Feldflur verschlechtert haben. Besonders zur Brutzeit fällt er durch seinen Gesang und seine auffälligen Balzflüge auf, die ein wenig an Fledermäuse erinnern. Seine Stimme ist gut zu erkennen, weil sie oft Töne enthält, die wie ein „ü“ klingen. Außerhalb der Brutzeit lebt er in Familienverbänden, kleinen Gruppen oder an guten Nahrungsquellen auch in größeren Schwärmen. Da er sich überwiegend von Sämereien ernährt, ist er ständig auf der Suche nach fruchtenden Pflanzen und legt dabei größere Strecken zurück. Oft kann man ihn im Sommer beobachten, wie er Löwenzahnsamen auf Wiesen aufpickt. Von April bis Juni brütet er in einem napfförmigen Nest aus Halmen und biegsamen Reisern. Das Gelege besteht meist aus vier bis sechs Eiern, die etwa zwei Wochen lang bebrütet werden. In Mitteleuropa ist der Grünfink meist ein Standvogel, zieht bei langen Frostperioden mit Schnee aber in kleinen Schwärmen umher. Bekannt ist außerdem, dass seine Bestände in manchen Jahren, besonders 2009, stark durch Infektionen mit Trichomonas gallinae zurückgingen, die sich an Trinkstellen in Gärten übertragen können.