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Sichelstrandläufer

Calidris ferruginea

Sie galten noch in den 1960er Jahren in Nordwestdeutschland – und nicht nur da! – als große Ausnahmen und Seltenheiten. Erst besseres Wissen über die Unterschiede zwischen Sichelstrandläufer und den anderen Strandläufern sowie die verbesserte optische Ausrüstung der Vogelbeobachter mit Spektiven und guten Ferngläsern brachte die erfreuliche Wahrheit an den Tag, dass Sichelstrandläufer zumindest in Norddeutschland regelmäßige und gar nicht so seltene Durchzügler sind.

Am ehesten kann man sie mit dem fast gleichgroßen Alpenstrandläufer verwechseln, der manchmal ebenfalls einen leicht gebogenen Schnabel zeigt. Der Schnabel des Sichelstrandläufer ist aber länger und immer deutlich abwärts gebogen, zudem haben sie längere Beine und fallen so schon in Trupps von anderen Strandläufern auf. Im Brutkleid sollten sie ohnehin keine Probleme bereiten, da die Männchen dann ein ziegelrotes Gefieder tragen und die Weibchen ebenfalls erheblichen Rotanteil im Gefieder haben. Zu dieser Zeit ist der Alpenstrandläufer mit einem schwarzen Bauchschild deutlich anders gefärbt. Schwieriger ist es dann, Jungvögel auf ihrem ersten Zug in die afrikanischen Winterquartiere von jungen Alpenstrandläufern zu unterscheiden. Aber auch hier sind die langen Beine und der deutlich gebogene Schnabel erste Hinweise, die dann durch die ungefleckten Flanken und den Bauch, sowie die Aprikot-Tönung der Brust sowie den deutlichen Überaugenstreif ergänzt werden. Im Flug ist es noch einfacher: Sichelstrandläufer zeigen einen weißen Bürzel, der beim Alpi kleiner und vom einem breiten schwarzen Strich geteilt ist.

 

Im Fernglas: Sichelstrandläufer