Die Blaumeise | Eine prägnante Zielartenbeschreibung
Blaumeise

Blaumeise

Cyanistes caeruleus

Blaumeise
Die Blaumeise ist gut bekannt, in jedem Garten wird sie schon nach Nahrung gesucht haben und viele Menschen können sie erkennen. Dazu kommt, dass sich Blaumeisen sehr leicht als Brutvögel anlocken lassen. Ein Nistkasten lässt sich fast überall leicht montieren. Er kann in einen Baum gehängt, an die Hauswand gedübelt oder an einem Pfahl geschraubt werden. Wichtig ist allerdings, dass er auch Schatten bekommt, denn sonst wird er in heißen Frühjahren zur Falle, wenn die Jungmeisen in der Hitzen umkommen. Wichtig: Die Einflugloch sollte maximal 2,8 cm betragen! So vermeidet man, dass die kleinen Blaumeisen von den größeren Kohlmeisen (Einflugloch bei diesen 3,2 cm) verdrängt werden.
Die Blaumeise ist sehr leicht und wiegt zwischen 8 und 15 Gramm. Wäre es nicht klüger von “Mutter Evolution” sie etwas kräftiger auszustatten? Nein wäre es nicht! Denn wegen ihres Leichtgewichtes kann die Blaumeise eine ökologische Nische besetzen, die die kräftigeren und schwereren Konkurrenten nicht nutzen können. Blaumeisen bevorzugen dünne Ästchen und Zweige, hoch oben im Baum. Dort können sie konkurrenzlos nach winzigen Insekten, Blattläusen, Blütenknospen, Spinnen, Früchten, Samen suchen.

Was wenig bekannt ist, auch wenn gute Vogelbeobachterinnen es im Frühling oft beobachten können, ist, dass Blaumeisen auch Pollen und Nektar zu sich nehmen. An blühenden Weiden können wir das oft sehen. Es werden den Blaumeisen auch Bestäuberfähigkeiten nachgesagt, bei einer Pflanzenart, der Kaiserkrone, ist das sogar nachgewiesen.
Im Winter verteidigen sie keine Reviere sondern sind in Futtergemeinschaften unterwegs. Diese “mixed flocks”, gemischten Schwärme, bestehen oft aus Kleibern, Kohl-, Blau-, Sumpfmeisen, Schwanzmeisen und anderen Kletterkünstlern, die auffällig oft einem Specht folgen. Vermutlich weil er die Bäume öffnet.