Nachtigall: Alle Infos auf einen Blick

Die Nachtigall

Nachtigall – Artenlexikon

Die Nachtigall zählt zu den bekanntesten Vogelarten – so laut und deutlich sie singt, so schwierig erweist sich oft ihre Beobachtung. Versteckt im dichten Gebüsch bleibt sie meist unsichtbar, doch ihr Gesang ist unverwechselbar und gehört zu den eindrucksvollsten in der europäischen Vogelwelt.

Bestimmungsmerkmale Nicht viel größer als ein Spatz, ohne wirklich auffallende Merkmale. Oberseite rötlich braun, das große dunkle Auge ist von einem hellen Ring umgeben. Die Unterseite ist „unsauber weißlich". Wirklich auffallende Kennzeichen fehlen – abgesehen vom Gesang.
Stimme & Rufe Der berühmte Gesang ist variationsreich mit laut flötenden und ansteigenden Motiven sowie typischem Schluchzen und schmetternden Tonfolgen – auch nachts. Der Warnruf ist ein knarrendes „errrrr".
Verhalten Meist gut versteckt im dichten Gebüsch, wo sie bei Ankunft im Brutgebiet auch tagsüber singt. Nur selten verlässt sie die Deckung. Zur Nahrungssuche hält sie sich größtenteils am Boden auf – dort baut sie auch ihr Nest.
Nahrung Hauptsächlich Insekten – zur Brutzeit vor allem Käfer, Mücken, Schnaken und Schmetterlingsraupen (keine stark behaarten). Im Herbst während des Vogelzugs ergänzen Beeren und Früchte den Speisezettel.
Lebensraum & Verbreitung Unterholzreiche Laubwälder, Auenwälder, Hecken, strukturreiche Waldränder und verwilderte Gärten. Im Gebirge bis ca. 600 m. Verbreitung in Westeuropa, rund ums Mittelmeer, Balkan und Süd-England. Winter im tropischen Afrika (Senegal bis Kenia).
Bestand & Schutzstatus Ca. 95.000 Brutpaare in Deutschland (NABU), mit insgesamt positivem Bestandstrend – aus einzelnen Bundesländern werden jedoch Abnahmen gemeldet. Besonders geschützte Vogelart nach Bundesnaturschutzgesetz. Verluste auf dem Zug durch Vogelfang auf Malta, im Libanon und der Türkei.
Besonders geschütztRegional rückläufig
Verwechslungsarten Beim Singen nicht verwechselbar. Im flüchtigen Anblick ähnelt sie der Gartengrasmücke, die aber keine rötlichbraunen Gefiederanteile zeigt. Schwierig ist die Unterscheidung vom Sprosser: Er wirkt grauer und zeigt Flecken auf der Brust.
Wo & wann beobachten? Am besten von Mitte April bis Mitte Mai, wenn die Männchen ihre Reviere durch intensiven Gesang anpreisen. Besonders erfolgreich in leicht feuchten Lebensräumen wie Bachtälern oder heckenreichen Senken. Der Gesang ist stets der sicherste Hinweis auf ihre Anwesenheit.

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