Urwald Polen: Bialowiesza - Reisen mit birdingtours

Białowieża und Biebrza: Seltene Vögel in Ostpolen

Polen

Białowieża und Biebrza: Seltene Vögel in Ostpolen

Spechte, Eulen & seltene Waldvögel im Białowieża-Wald, Seggenrohrsänger und Wasservögel in der Biebrza

Ostpolen bietet im frühen Frühling ein außergewöhnliches Naturerlebnis. Auf dieser siebentägigen Vogelreise erkunden wir den ursprünglichen Białowieża-Wald und die weiten Feuchtgebiete der Biebrza-Niederung – zwei der spannendsten Naturgebiete Polens.

Anfang April ist der Białowieża-Wald besonders reizvoll. Noch bevor sich das Laub entfaltet, sind die Spechte gut zu beobachten und der Wald beginnt langsam aus dem Winter zu erwachen. Zu unseren besonderen Zielarten gehören Dreizehenspecht, Weißrückenspecht, Grauspecht, Schwarzspecht, Mittelspecht und Kleinspecht. Auch Tannenhäher, Haselhuhn sowie Sperlingskauz und Raufußkauz stehen auf unserer Wunschliste.

Ergänzend besuchen wir den Siemianówka-Stausee und das Obere Narew-Tal, wo Anfang April große Gänsescharen auf den Überschwemmungsflächen anzutreffen sein können. Tundrasaatgans, Blässgans, Kranich, Schreiadler und Seeadler gehören hier zu den möglichen Beobachtungen. In der Biebrza-Niederung erwarten uns anschließend weite Feuchtwiesen und Flussauen mit zahlreichen Wasser- und Zugvögeln.

Auch die Säugetierwelt kommt nicht zu kurz: Wisenten sind zu dieser Jahreszeit häufig gut zu beobachten. Mit etwas Glück begegnen wir auch Wolf oder Luchs.

Eine Reise für alle, die den Frühling in einer der ursprünglichsten Landschaften Europas erleben und dabei auf die Suche nach besonderen Vogelarten gehen möchten.

 

Einige Zielarten:

Tannenhäher, Kranich, Waldschnepfe, Weißrückenspecht, Dreizehenspecht, Grauspecht, Schwarzspecht, Mittelspecht, Kleinspecht, Blutspecht, Sperlingskauz, Raufußkauz, Schreiadler , Seeadler, Tundrasaatgans, Blässgans, Weißstorch, Waldwasserläufer, Haselhuhn und Biber.

Kleingruppenaufpreis bei 6 - 8 Teilnehmern: € 150.- pro Person.

Przemysław Bielicki

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Reisecode: POL04
Dauer: 7 Tage / 6 Nächte
Teilnehmer: 6 bis 10 Personen
Veranstalter: birdingtours GmbH

Reiseverlauf

  • Tag 1

    Von Warschau in den Białowieża-Wald

    Sperlingskauz (A. Naudzius)

    Individuelle Anreise per Flugzeug oder Bahn nach Warschau. Unser deutschsprachiger Reiseleiter holt Sie am Treffpunkt ab. Abfahrt ist um 10 Uhr morgens. Von dort fahren wir im Kleinbus in Richtung Osten nach Białowieża. Die Fahrt dauert etwa 3,5 Stunden.

    Je weiter wir uns von Warschau entfernen, desto ruhiger und ursprünglicher wird die Landschaft. Am Nachmittag erreichen wir Białowieża und beziehen unsere Unterkunft.

    Anschließend starten wir zu unserer ersten Erkundung des Waldes. Der erste Nachmittag dient dazu, in die besondere Atmosphäre von Białowieża einzutauchen. Der Wald gehört zu den letzten großen Resten des ursprünglichen europäischen Tiefland-Urwaldes, der sich einst über weite Teile Europas erstreckte.

    Im frühen Frühjahr ist diese Landschaft besonders faszinierend. Die Natur beginnt langsam zu erwachen, und mit etwas Glück können wir bereits erste Spechte, Kleiber oder Meisen beobachten. Vielleicht hören wir auch den Ruf eines Kranichs oder entdecken einen Europäischen Bison am Waldrand.

    Wenn die Bedingungen passen, bleiben wir bis in die Abendstunden unterwegs. Mit etwas Glück bietet sich dabei auch die Gelegenheit, nach Waldschnepfe oder Eulen Ausschau zu halten.

     

     

     

  • Tag 2

    Auf den Spuren der Spechte

    Mittelspecht (N. Stettler)

    Wir beginnen den Tag früh am Morgen, wenn der Wald langsam erwacht.

    Heute liegt unser besonderer Schwerpunkt auf den Spechten des Urwaldes. Das frühe Frühjahr gilt als eine der besten Zeiten des Jahres für die Spechtbeobachtung, da die Vögel zunehmend aktiv werden und ihre Reviere besetzen.

    Mit etwas Glück können wir mehrere Arten entdecken. Besonders interessant sind Dreizehenspecht und Weißrückenspecht, aber auch Grauspecht, Schwarzspecht, Mittelspecht und Kleinspecht sind mögliche Beobachtungen.

    Wir bewegen uns langsam durch den Wald und achten auf Rufe, Trommelgeräusche und die Spuren der Spechte an alten Bäumen.

    Daneben halten wir Ausschau nach weiteren typischen Waldvögeln. Mit etwas Glück können Tannenhäher, Haselhuhn, Kleiber oder Waldschnepfe zu unseren Beobachtungen gehören.

    Am Nachmittag erkunden wir einen anderen Bereich des Waldes und können gezielt nach Arten suchen, die am Morgen nicht zu finden waren.

    Wenn die Dämmerung näherkommt, beginnt eine weitere spannende Phase. Mit etwas Glück können wir Sperlingskauz oder Raufußkauz entdecken. Das frühe Frühjahr bietet hierfür besonders gute Bedingungen.

     

  • Tag 3

    Im Herzen des Urwalds

    Tannenhäher (David S.)

    Heute erleben wir einen der besonderen Höhepunkte der Reise: eine geführte Exkursion in den streng geschützten Teil des Białowieża-Nationalparks.

    Hier zeigt sich der Wald besonders eindrucksvoll. Alte Bäume, Totholz und natürliche Waldstrukturen schaffen Lebensräume, die in vielen anderen Teilen Europas selten geworden sind.

    Mit unserem erfahrenen lokalen Guide bewegen wir uns langsam durch den Wald und achten auf jede Bewegung und jeden Ruf. Gerade bei Waldvögeln lohnt sich Geduld: Manche Arten zeigen sich nur für wenige Sekunden. Unser Augenmerk gilt wieder den Spechten, aber auch Fliegenschnäppern, Kleibern, Baumläufern und verschiedenen Waldsängern.

    Mit etwas Glück begegnen wir auch einem Tannenhäher oder können einen Greifvogel über den Baumwipfeln beobachten.

    Natürlich gehört auch der Wisent zu einem Besuch in Białowieża. Die größten Landsäugetiere Europas leben hier noch in freier Wildbahn und können mit etwas Glück während unserer Ausflüge beobachtet werden. Am Nachmittag setzen wir die Vogelbeobachtung in einem anderen Teil des Waldes fort.

     

     

  • Tag 4

    Wald, Flussauen und offene Landschaften

    Bläss,- und Saatgänse (J. Weinbecker)

    Nach mehreren Tagen im Wald wechseln wir heute bewusst den Lebensraum.

    Am Morgen erkunden wir zunächst noch einmal den Białowieża-Wald. Dabei können wir gezielt nach Arten Ausschau halten, die bisher noch fehlen.

    Anschließend geht es in die offenen Landschaften rund um den Siemianówka-Stausee oder in die Umgebung des Oberen Narew-Tals.

    Im frühen Frühjahr können sich hier große Gänsescharen auf den überschwemmten Flächen sammeln. Mit etwas Glück beobachten wir Tundrasaatgänse und Blässgänse in großer Zahl.

    Zwischen den Gänsen und anderen Wasservögeln können sich Greifvögel aufhalten. Möglicherweise entdecken wir einen Schreiadler, Seeadler oder Raufußbussard. Auch Kraniche können zu dieser Jahreszeit bereits in der Region unterwegs sein.

    Auf dem Weg ist außerdem ein Zwischenstopp in Białystok vorgesehen. Hier versuchen wir, mit etwas Glück den Blutspecht (Syrienspecht) zu finden – eine interessante Ergänzung zu den Spechtarten des Białowieża-Waldes. Am Abend kehren wir nach Białowieża zurück und übernachten dort noch einmal.

  • Tag 5

    Von Białowieża zu den Biebrza-Sümpfen

    Kraniche beobachten Deutschland
    Kranich (J. Weinbecker)

    Wir beginnen den Tag mit einer letzten morgendlichen Erkundung des Białowieża-Waldes.

    Danach verlassen wir Białowieża und fahren Richtung Biebrza-Sümpfe. Die Fahrt dauert etwa zwei Stunden.

    Unterwegs legen wir einen ornithologisch interessanten Zwischenstopp bei den Dojlidy-Fischteichen und/oder den Knyszyn-Fischteichen ein.

    Je nach Wasserstand und Jahreszeit können hier verschiedene Enten, Gänse, Reiher und Limikolen zu beobachten sein. Mit etwas Glück entdecken wir außerdem einen Greifvogel über den Gewässern. Am Nachmittag erreichen wir die Biebrza-Niederung und beziehen unsere Unterkunft.

    Am Abend geht es bereits hinaus in die weiten Feuchtgebiete. Die Landschaft unterscheidet sich deutlich vom Białowieża-Wald: Statt dichter Wälder erwarten uns offene Wiesen, Schilfflächen, Flussarme und Überschwemmungsflächen.

    Mit etwas Glück können wir Kraniche, Schwarzstörche oder Greifvögel beobachten. Vielleicht hören wir in der Abendstimmung bereits den Ruf eines Wachtelkönigs.

     

  • Tag 6

    Ein ganzer Tag in den Biebrza-Sümpfen

    Seeadler in Norwegen
    Seeadler (Nicolas Stettler)

    Heute steht die gesamte Biebrza-Niederung auf dem Programm. Wir beginnen früh, wenn die Feuchtwiesen langsam zum Leben erwachen. Über den offenen Flächen werden Greifvögel aktiv, während in den Wiesen und Schilfbereichen die ersten Vögel zu hören sind.

    Die Biebrza ist besonders für ihre Wiesen- und Sumpfvögel bekannt. Auch Kraniche und Schwarzstörche können in den weiten Feuchtgebieten unterwegs sein.

    Über den offenen Flächen halten wir Ausschau nach Seeadler, Schreiadler, Rohrweihe und Wiesenweihe. Welche Arten wir tatsächlich beobachten können, hängt dabei stark von Wetter, Wasserstand und der aktuellen Vogelaktivität ab.

    Im Laufe des Tages wechseln wir zwischen verschiedenen Lebensräumen und Beobachtungsplätzen. So bekommen wir einen möglichst umfassenden Eindruck von dieser einzigartigen Landschaft. 

     

  • Tag 7

    Heimreise

    Weißstorch (C. Moning)

    Unser letzter Morgen beginnt noch einmal früh. Wir nutzen die ersten Stunden für eine letzte Vogelbeobachtung in der Biebrza-Niederung. Dabei können wir gezielt nach Arten Ausschau halten, die uns bisher noch fehlen. Nach dem Frühstück verlassen wir die Biebrza und machen uns auf den Weg zurück nach Warschau.

    Die Fahrt dauert etwa 2,5 Stunden. Gegen 15 Uhr endet unsere gemeinsame Reise am Flughafen Warschau Chopin oder im Stadtzentrum von Warschau. Unsere Gruppe begibt sich auf die individuelle Heimreise.

Enthaltene Leistungen

  • Übernachtungen in Mittelklassehotels oder Pensionen (Landeskategorie)
  • Vollpension (Picknick als Mittagessen)
  • Transfer von Warschau nach Białowieża
  • Rückfahrt zum Flughafen Chopin und/oder ins Stadtzentrum Warschau
  • Busfahrten zu den Beobachtungspunkten
  • Ihr Reiseleiter ist ein deutschsprachiger polnischer Ornithologe und Vegetationskundler mit fundierter Fach- und Ortskenntnis
  • Spende Paramelis-Projekt: https://www.birdingtours.de/ueber-uns/vogelschutz/das-moorschutzprojekt-paramelis-in-litauen-paramelis/

Nicht enthaltene Leistungen

  • An- und Abreise
  • Nicht erwähnte Verpflegung und Getränke
  • Persönliche Ausgaben & Trinkgelder
  • Reiseversicherung

Länderinfos

Polen Länderinfos

  • Gruppengröße und Mindestteilnehmerzahl

    Bei allen Reisen ist die minimale und die maximale Teilnehmerzahl angeführt. Auch wenn diese Zahl nicht erreicht wird, versuchen wir die Reise durchzuführen. Wir bitten Sie dann, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. Sollte nur ein Platz zum Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl frei sein und die Buchung von zwei Personen gemeinsam eingehen, werden wir die Gruppengröße um eine Person erweitern.

  • Anreise

    Treffpunkt ist um 09:30 Uhr entweder am Flughafen Chopin oder am Bahnhof in Warschau. Abfahrt ist um 10 Uhr. Genauere Details folgen mit den letzten Informationen circa 10-14 Tage vor Reisebeginn.

    Am Rückreisetag endet die Tour gegen 15 Uhr wieder in Warschau.

     

Ausrüstung

  • Gültiger Ausweisdokument
  • Tagesrucksack
  • Feste (wasserdichte) wandertaugliche Schuhe (gut eingelaufen)
  • Wetterfeste, unauffällige Kleidung, möglichst „raschelarm“, nicht knallbunt (scheue Waldvögel!)
  • Zeckenschutzmittel und Mückenschutzmittel
  • Gummistiefel und Regenschutz (Anmerkung zu Gummistiefel: Man ist damit natürlich auf der sicheren Seite. Je nach vorangegangenen Niederschlägen, kann der Wasserstand auf dem Weg zu einem Beobachtungspunkt für Schuhe zu hoch sein. Das lässt sich von hier z.Zt. nicht abschätzen. So ist es die eigene Entscheidung eines Teilnehmers/einer Teilnehmerin , evtl. einen bestimmten Punkt nicht zu erreichen
  • Bestimmungsbuch - wir empfehlen: Svensson et al. – "Der Kosmos-Vogelführer" und "Was fliegt denn da?“ von Barthel/Dougalis ebenfalls von KOSMOS. Für Einsteigende: "Grundkurs Vogelbestimmung" von Moning, Griesohn-Pflieger, Horn erschienen bei Quelle & Meyer.
  • Taschenlampe (am besten Stirnlampe) für Abend- oder Frühexkursionen
  • Fernglas (und Spektiv, wenn vorhanden)

Generelle Hinweise

  • Anforderungen der Reise: Gering, wandern bis 5 km
  • Diese Reise ist nicht speziell für FotografInnen konzipiert. Die Beobachtung steht hier im Vordergrund. Fotografieren ist grundsätzlich erlaubt, jedoch nicht, wenn es mit Störungen für Natur oder Mitreisende verbunden ist. Im Zweifelsfall ist die Reiseleiterin oder der Reiseleiter zu fragen. Gerne weisen wir auf unsere speziellen Fotoreisen hin, sie sind hier zu finden: https://www.birdingtours.de/fotoreisen-natur-und-tiere

Zahlungsmodalitäten

  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.

Hinweis zu den Zielarten

Auf unseren Reisen beobachten wir die Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum und können Ihnen nicht garantieren, alle hier aufgeführten Zielarten auf der Tour zu sehen. Unsere Reiseleiter bemühen sich, Ihnen so viele Vogelarten wie möglich zu zeigen.

Eignung unserer Reisen für Personen mit eingeschränkter Mobilität

Bei unseren Naturreisen handelt es sich um Reisen, die für Personen mit eingeschränkter Mobilität grundsätzlich nicht geeignet sind. Sollten Sie bezüglich der Anforderungen unsicher sein, sprechen Sie uns bitte unbedingt vor der Buchung an.

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