Vogelbeobachtung im Kaukasus | Greifvögel & andere wilde Tiere entdecken

Vogelbeobachtung im Kaukasus - Georgien und Armenien

Kaukasus

Vogelbeobachtung im Kaukasus - Georgien und Armenien

Riesenrotschwanz, Königshühner und kaukasische Spezialitäten

Der Kaukasus fasziniert durch seine außergewöhnliche Vielgestaltigkeit: Auf engstem Raum wechseln sich hochalpine Gebirgslandschaften, mit riesigen Seen und spektakulären Canyons ab. Baumlose Steppen liegen oft nur wenig entfernt von dichten Wäldern, in denen Orientbuche, Bergulme und Esskastanie wachsen. Neben den landschaftlichen sind auch die klimatischen Kontraste atemberaubend – während manche Regionen Armeniens an die Hochlagen Norwegens erinnern und noch Ende Mai kühl sind, weckt das wüstenartige, heiße und sehr trockene Vedi-Tal unwillkürlich Assoziationen mit afrikanischen Landschaften. Auf dem schneebedeckten Vulkan Aragats herrscht noch Winter. Sehr eindrucksvoll präsentieren sich Flora und Fauna. Das Hauptaugenmerk dieser Reise gilt den faszinierenden endemischen Vogelarten der Region, allen voran dem Königshuhn und dem langschwänzigen Kaukasus-Birkhuhn. Gleichzeitig widmen wir uns Arten, die hier die westliche Grenze ihres Verbreitungsgebiets erreichen, wie Berggimpel, Riesenrotschwanz und Rotstirngirlitz. Um diese Spezialisten zu beobachten, fahren wir bis weit über die Baumgrenze und steigen in die schneebedeckten Hochtäler auf. Am Himmel begleiten uns täglich Steinadler, Bartgeier und Steppenbussarde. Neben der Avifauna hält die Region auch eine beeindruckende Säugetierwelt bereit: Es gehört nicht viel Glück dazu Bären und Steinböcke zu sehen. Sehr wahrscheinlich begegnen wir auch dem Luchs. Unsere Expedition beginnt im georgischen Tbilisi mit der Erkundung des Kazbegi-Nationalparks, führt weiter durch die Steppe Kachetiens und überquert schließlich die Grenze nach Armenien. Dort erwarten uns der riesige Sewansee, das Vedi-Tal, die vogelreichen Armash-Teiche und zum Abschluss der schneebedeckte Berg Aragats im Kleinen Kaukasus. Begleitet und geführt werden wir von lokalen georgischen und armenischen Ornithologen und Zoologen. Durch unsere Teilnahme unterstützen wir deren wertvolle Naturschutzarbeit direkt vor Ort und erhalten gleichzeitig tiefere Einblicke in die reiche Kultur und Geschichte des Kaukasus.

Einige Zielarten:

Vögel: Kaukasus- und Kaspi-Königshuhn, Kaukasus-Birkhuhn, Riesenrotschwanz, Berggimpel, Wüsten-, Weiß- und Rotflügelgimpel, Weißkehlsänger, Steinbraunelle, Halbringfliegenschnäpper, Rotstirngirlitz, Schneefink, Kappenammer, Steinortolan, Mauerläufer, Kaiser-, Schlangen- und Zwergadler, Schmutzgeier, Bartgeier, Weißkopfruderente, Weißschwanzkiebitz, Blauwangenspint, Klippenkleiber, Rosenstar, Kaukasus-Steinschmätzer, Tamariskengrasmücke, Feldrohrsänger, Dornspötter, Rotflügel-Brachschwalbe.

Säugetiere: Braunbär, Luchs, Wolf, Östlicher Steinbock, Bezoarziege, Gämse, Wolf, Goldschakal, Sumpfkatze.

Aufpreis bei 8 - 11 Teilnehmern: + 200,00 Euro pro Person

 

Andreas Weber

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Reisecode: KAU01
Dauer: 12 Tage / 11 Nächte
Teilnehmer: 8 bis 14 Personen
Veranstalter: BaltikumNaturReisen

Reiseverlauf

  • Tag 1

    Anreise nach Georgien

    Riesenrotschwanz (D. Shoshitashvili)

    Wir fliegen am Abend von Deutschland nach Tbilisi und erreichen Georgien am nächsten Morgen.

  • Tag 2

    Im Großen Kaukasus

    Rosengimpel (A. Rukhaia)

     

    Nach Ankunft fahren wir direkt in den Großen Kaukasus. Dabei unterbrechen wir unsere Fahrt entlang der „Georgischen Heerstraße“. für einen Stopp am Gudauri-Pass. Von hier aus haben wir einen grandiosen Blick auf die schneebedeckten Fünftausender. In der spärlichen Vegetation singen Kaukasus-Zilpzalp und Ringdrossel. Zu sehen sind Berghänfling und Ohrenlerchen, beide in einer eigenen Unterart. In der Thermik kreisen Falkenbussard und Alpenkrähen. Nachdem wir den Pass überquert haben, ist es bis zu unserem Hotel in Stephantsminda nicht mehr weit. Der Ort am Fluss Terek liegt bereits auf der Nordabdachung des Großen Kaukasus und ist wie für uns geschaffen. Hier singen fortwährend Karmingimpel, Wiedehopf und Dorngrasmücke. Sehr wahrscheinlich ist auch der Riesenrotschwanz zu sehen. An schroffen Felswänden brüten Rotstirngirlitz und Mauerläufer. Fortwährend kreisen Greifvögel wie Steinadler, Mönchs- und Gänsegeier über dem Tal. Nach Bezug der Zimmer sind wir zunächst in stillen Seitentälern unterwegs. Hier lassen sich Schwarzstirnwürger, Sperbergrasmücke und Zippammern entdecken. In den archaischen Dörfern treffen wir auf den Hausrotschwanz in einer östlichen Unterart. Immer wieder begegnen wir Felsenschwalben und Alpenseglern. An den Felshängen lassen sich Steinböcke und Gämsen entdecken.

  • Tag 3

    Unterhalb des Kazbegi

    Königshuhn (D. Shoshitashvili)

    Sehr früh fahren wir mit dem Bus auf über zweitausend Meter. Oberhalb der Baumgrenze und in den Felsregionen haben wir beste Chancen, das Kaukasische Königshuhn zu sehen und zu vor allem zu hören. Denn der melancholische Gesang des Königshuhns repräsentiert in unverwechselbarer Art und Weise diese grandiose Gebirgskulisse mit dem alles überragenden Kazbegi im Hintergrund. Neben dem Chukarhuhn, das den gleichen Lebensraum bewohnt, wollen wir ebenfalls das langschwänzige Birkhuhn sehen. Oft stehen die Hähne an Hängen mit Rhododendronbüschen und vollziehen eigentümliche Balzsprünge. Zu den weiteren Vogelarten dieser Höhenstufe zählen Ringdrossel und Steinrötel. Nur wenigen Menschen begegnen wir. Immer wieder hören und sehen wir durchziehende Bienenfresser, Blauracken und Alpensegler. Eine Besonderheit sind Rotkehlpieper auf den Weg in ihre sibirischen Brutgebiete. Unsere besondere Beachtung findet die Flora aus einer faszinierenden Pracht mit blühenden Enzianen, Mehlprimeln und Schachbrettblumen. Das Hochtal mit Schneefeldern und karger Vegetation ist Brutgebiet von Riesenrotschwanz und Berggimpel, beide schon Vertreter der asiatischen Avifauna. Ihre Beobachtung hängt viel vom Wetter ab, das am Tag mehrmals wechseln kann.

  • Tag 4

    Sno-Valley

    Berggimpel (D. Shoshitashvili)

    Wir bleiben an der Nordabdachung des Großen Kaukasus und beobachten unterhalb des Kuro, einem viertausend Meter hohen erloschenen Vulkankegel. Hier kann es noch im Mai zu Schneefällen kommen. Dann sind Berggimpel und Riesenrotschwanz oft gezwungen, in Tallagen auszuweichen. Für die Nahrungsaufnahme suchen diese Vögel besonders gerne Sanddorn-Büsche auf und sind dann leicht zu beobachten. In den gleichen Biotopen sind die auch akustisch immer präsenten Karmingimpel zu entdecken. Bei einer Fahrt durch die Schlucht des Flusses Terek gilt unsere Aufmerksamkeit den Braunbären, die im Kaukasus in zwei Unterarten vorkommen. Auch die Luchs-Beobachtung ist sehr wahrscheinlich. Im Sno-Valley sind wir an einem Zulauf des Terek unterwegs. Hier sind Wasseramsel und Gebirgsstelze zu sehen. An den Steilhängen kreisen Mönchsgeier, Steinadler und Steppenbussarde. Am Nachmittag haben wir Gelegenheit an einer Klosteranlage nahe der russischen Grenze Bartgeier am Horst zu beobachten und die riesigen Vögel aus kurzer Distanz zu fotografieren.

  • Tag 5

    Großer Kaukasus und Tbilissi

    Rotstirngirlitz (D. Shoshitashvili)

    Viele Vögel nutzen den Terek-Fluss um einen Überflug über die höchsten Berge des Kaukasus zu vermeiden. Darunter Nachtschwalben, Kuckucke und sogar Zwergdommeln. Vielfach kommt es zum Massenzug von Wespenbussarden und Zwergadlern. Der Wacholderlaubsänger ist Brutvogel, der inmitten des Ortes Stepantsminda vorkommt. Er erinnert in Aussehen und Gesang dem nordischen Grünlaubsänger. Nachdem wir diese Art gefunden haben, verlassen wir das Hochgebirge und fahren zurück in Richtung georgischer Hauptstadt. In den unteren Tallagen dominieren Laubwälder aus Orient-Buche, Esskastanie, Feldahorn, Hainbuche und verschiedenen Eichenarten. Sie sind Heimat des Zwergschnäppers. Auch den Gartenrotschwanz können wir sehen. Am Nachmittag erreichen wir Tbilisi und wollen hier zunächst den Türkenkleiber suchen. Er kommt im gesamten Kaukasus verstreut, aber nicht sehr häufig vor. Unsere Unterkunft in der Altstadt von Tbilisi ist so gelegen, dass wir von dort einen grandiosen Blick über die Kura und auf die Stadt haben. Ständig fliegen Nachtreiher vorbei und Palmtauben sind zu hören.

  • Tag 6

    Federgrassteppe in Kachetien

    Rosenstare (A. Rukhaia)

    Östlich der georgischen Hauptstadt liegt die Provinz Kachetien, eine ausgedehnte Federgras-Steppe mit Salzseen, farbigen Felsformationen und einem unendlich erscheinenden Horizont. Nur reitende Schafhirten mit ihren riesigen Herden sorgen in der baumlosen Landschaft für etwas Bewegung. Alles erinnert sehr an die Steppen Mittelasiens. Wir erwarten Vogelarten, die wir bisher noch nicht sahen. Darunter die Kalanderlerche. Gleichfalls Brachpieper, Isabell- und Nonnen-Steinschmätzer. Auf den Stromleitungen sitzen Kappenammer, Ortolan und Rotkopfwürger. In den Steilhängen brüten Bienenfresser und Steinsperlinge. Über der Steppe kreisen Zwerg-, Schlangen- und vielleicht der Kaiseradler. Mitunter kommt es zu Versammlungen an Kadavern, zu denen sich der Schmutzgeier hinzugesellt. An den flachen Salzseen können wir ziehende Zwergstrandläufer oder Kampfläufer ebenso erwarten, wie brütende

    Stelzenläufer. In den kleinen Steppendörfer treten häufig Rosenstare auf. Das Ende unserer Fahrt ist die in Felsen angelegte und weit über Georgien hinaus bekannte Klosteranlage Dawit Garedscha. Hier erwarten wir den Felsenkleiber, die Nachtigall und die Nachtigallengrasmücke. Auf dem Rückweg stoppen wir in einem Park nahe der Stadt. Hier können wir Blutspecht und Pirol entdecken. Gleichfalls den Kurzfangsperber, der nicht scheu, oft frei sitzend auf kurzer Distanz zu sehen ist. Zu hören, aber nur schwer zu entdecken ist die Zwergohreule.

  • Tag 7

    Dilijan-Wald und Sewansee

    Weißkehlsänger (A. Rukhaia)

    Wir verlassen Georgien und fahren nach Armenien. Nach Überquerung der Grenze ist unser erstes Ziel der Wald von Dilijan, ein hauptsächlich von der Orient-Buche dominierter Nationalpark. Hier wollen wir den Halbringschnäpper finden. Gleichfalls den östlichen Eichelhäher, der sich von unserem europäischen Häher durch eine weiße Stirn mit schwarzer Kopfzeichnung unterscheidet. Auch sind Gartenrotschwanz und Mittelspecht möglich, die hier in eigenen, kaukasischen Unterarten im Wald vorkommen. Nach Passage eines Tunnels und einiger Höhenmeter mehr, verändert sich die Landschaft fast schlagartig. Eingebettet in eine karge Gebirgslandschaft erstreckt sich vor uns der riesige Sewan-See. An seinen Ufern machen Lavafelder eine Bewirtschaftung fast unmöglich. Nur wenige Bäume sind zu sehen. Noch bevor wir unser Hotel beziehen, besuchen wir bei Norashen die größte Kolonie der Armenienmöwe im Kaukasus. Auch andere Arten wie Zwergmöwen, Weißflügel- und Weißbartschwalben suchen hier nach Nahrung. Verschiedene Entenarten und Limikolen können wir sehen. Auch Kleinvögel wie Maskenschafstelze, Bartmeise, Schilfrohrsänger lassen sich entdecken. Unentwegt ruft der Wiedehopf.

  • Tag 8

    Vardebyats und Norovank

    Steinbraunelle (A. Rukhaia)

    In den Morgenstunden fahren wir entlang des Sewansees bis ins Zentrum Armeniens. Die Landschaft am Ufer des riesigen Sees wird durch Viehweiden und vereinzelt Ackerflächen geprägt - alles ist sehr blütenreich, nichts intensiv bewirtschaftet. Überall singen Feldlerchen und Schreiadler kreisen in der Luft. Vielleicht entdecken wir den Rotflügelgimpel, der in kleinen Trupps unterwegs ist und keinen festgelegten Brutplatz hat. Unser Weg führt uns weiter zum Vardenyats, einer Passhöhe im Kleinen Kaukasus. Die Hochebene mit ihren abgerundeten Bergen erinnert sehr an Norwegen. Die erloschenen Vulkankegel sind noch schneebedeckt. In der offenen Landschaft suchen wir Schneefinken, Ohrenlerchen und in den Nomadendörfern die seltene Steinbraunelle. Weitere Bewohner der Steinhäuser sind das sternlose Blaukehlchen und der Steinkauz. An den Bergseen zeigen sich schon Rostgänse mit ihren Jungen, während in den Quellmooren Rotschenkel, Uferschnepfen und Wiesenweihen noch mit der Balz beschäftigt sind. Hinter dem Selimpass fällt das Gelände stark ab, Landschaft und Vegetation ändern sich und es wird deutlich wärmer. Nicht weit entfernt liegt das spektakuläre Norovank-Tal, ein Canyon deren Felswände an manchen Stellen hundert Meter und mehr senkrecht in die Höhe ragen. Am Ende des Canyons liegt das

    gleichnamige Kloster, dass uns nicht nur einen grandiosen Blick, sondern auch die Aussicht auf Klippenkleiber, Chukarhuhn, Steinadler und Kaukasus-Steinschmätzer gewährt. Sicher werden wir Bezoarziegen entdecken, aber wohl kaum den Persischen Leoparden. Diese imposante Katze hat in den letzten Jahren im gesamten Kaukasus zugenommen.

  • Tag 9

    Kleiner Kaukasus und Wüstental Vedi

    Hausrotschwanz (A. Rukhaia)

    Mit Geländewagen fahren wir in das Reich des Kaspi-Königshuhns. Der Berg Gndasar ist eine der entlegensten Regionen des Kleinen Kaukasus. In der Morgendämmerung empfängt uns der Berg mit einer eindrucksvollen Stille, die nur durch das melodische Rufen des Königshuhns unterbrochen wird. Hierher verlieren sich sonst nur Nomaden mit ihren Viehherden. In den steilen Felswänden klettern Bezoarziegen und Braunbären herum. Die unberührte Bergwelt erinnert an einen botanischen Garten, ist voller Wildblumen in den verschiedensten Farben. Vor den Steilwänden kreisen Bartgeier und Schlangenadler. Mit Sonnenaufgang zeigen sich Weißkehlsänger, Karmingimpel, Steinsperling und Alpenbraunelle. Eine vollkommen gegensätzliche Landschaft erwartet uns Nachmittag in Vedi. Das trockene, nahezu wüstenartige Tal wird von markanten, rötlichen Sandsteinformationen geprägt. Die Vegetation ist spärlich. Nur in den ausgetrockneten Bachläufen wachsen ein paar Tamarisken. Meistens versiegen die Quellen im Laufe des Sommers. In dieser Landschaft wollen wir Heckensänger, Felsensteinschmätzer, Tamariskengrasmücke und vielleicht Weißflügel- und Wüstengimpel beobachten. Gleichfalls den Steinortolan, den wir am einfachsten dann finden, wenn er singt. In manchen Jahren brütet der Würgfalke im Tal. Erst spät im Mai erreichen Fahlsperlinge das Vedi-Tal. Am Abend erreichen wir Eriwan, die Hauptstadt Armeniens.

  • Tag 10

    Armash-Fischteiche und Uranots-Berge

    Weißschwanzkiebitz (A. Rukhaia)

    Die Artenvielfalt der Armash-Fischteiche lässt sich kaum überbieten. In Sichtweite des kleinen und großen Ararat und unmittelbar an der Grenze zum Iran und zur Türkei, liegt eines der wichtigsten Vogelrast- und Brutgebiete im gesamten Kaukasus. Nicht nur für Vogelarten die an Wasser und Schilf gebunden sind, wie für Weißkopfruderenten, Graukopfpurpurhuhn, Zwergdommel oder Feldrohrsänger, sondern auch für Arten wie Weißschwanzkiebitz, Lachseeschwalbe und Blauwangenspint. In den Brachen und Sandabgrabungen brüten Rotflügelbrachschwalbe, Seeregenpfeifer, Spornkiebitz und Stummellerche. Sehr interessant können frisch abgelassene Teiche sein, in denen wir noch nordische Limikolen wie Odinshühnchen, Sumpfläufer und sogar Terekwasserläufer erwarten. Wir achten zudem auf die hochbeinige Sumpfkatze, die tagaktiv und nicht sehr scheu ist. Am Nachmittag werden wir nochmals mit Geländewagen ins Gebirge gebracht, vorbei an Storchendörfer, durch eine blühende Mohnblumensteppe und bis hinein in die trockenen Uranotsberge. An einer der wenigen Wasserquellen erscheinen Kleinvögel zum Trinken und zur Gefiederpflege. Darunter Steinsperlinge, Kappenammer und Bluthänfling. Hier können wir auch mit

    Wüstengimpel und Rotflügelgimpel rechnen. Zudem sind Klippenkleiber, Steinortolan und der Fahlsperling zu erwartende Arten. Am Abend kehren wir nach Eriwan zurück.

  • Tag 11

    Berg Aragats

    Bergzilpzalp (A. Rukhaia)

    Der heilige Berg Aragats mit seinen über 4.000 Metern Höhe ist fast das ganze Jahr über schneebedeckt. Daher gelingt es uns nicht immer, mit dem Bus bis zur Bergstation vorzudringen. Auf der kurzen Fahrt von der Hauptstadt zum Vulkan erleben wir einen faszinierenden Wechsel vom Sommer in den Winter. Zunächst suchen wir nach der Bergkalanderlerche, einer im gesamten Kaukasus seltenen Lerchenart. Entgegen ihrem Namen lebt sie jedoch nicht im Hochgebirge, sondern in den Ebenen nahe Eriwan. In den dort üppig blühenden Brachen begegnen uns Grauammer, Haubenlerche, Brachpieper und Wiedehopf. Auch Schlangenadler und Zwergadler suchen nach Nahrung. Unterwegs zum Aragats durchqueren wir innerhalb kurzer Zeit verschiedene Klima- und Vegetationszonen. Während in den tieferen Lagen bereits Orchideen blühen, zeigen sich oberhalb der Baumgrenze die ersten Mehlprimeln. Hier suchen wir nach Steinbraunelle, Zippammer und Steinsperling sowie nach Steinrötel, Berghänfling und Ohrenlerche. Unsere Mittagspause verbringen wir an der mittelalterlichen Festung Amberd, bevor wir zum verschneiten Aragats weiterfahren. Da die hier zu beobachtenden Vogelarten überschaubar bleiben, ist am Nachmittag noch Zeit für einen Bummel durch die Altstadt von Eriwan.

  • Tag 12

    Heimreise

    Birkhuhn (D. Shoshitashvili)

    Es heißt Abschied nehmen aus dem Kaukasus. Wir werden je nach Abflugszeit zum Flughafen von Eriwan gebracht und treten die Heimreise an.

Enthaltene Leistungen

  • Flug ab/ bis Frankfurt in der Economy-Class (andere Abflughäfen auf Anfrage, ggf. mit Aufpreis)
  • 11 Übernachtungen in Mittelklassehotels (Landeskategorie)
  • Vollpension
  • Alle Transferfahrten vor Ort mit einem Reisebus oder im Geländewagen
  • Regionale Reiseleitung (englischsprachig) und Experten vor Ort
  • Professionelle, deutschsprachige und landeskundige Reiseleitung
  • Eintrittsgelder und Gebühren für Genehmigungen
  • Artenliste
  • Reisebericht

Nicht enthaltene Leistungen

  • Nicht erwähnte Verpflegung
  • Persönliche Ausgaben & Trinkgelder
  • Zusatzleistung für Flugreisen: Rail & Fly Ticket, Sitzplatz, Spezialverpflegung, etc. (auf Anfrage und gegen Aufpreis – bei Buchung bitte angeben)
  • Reiseversicherung: www.birdingtours.de/service/reiseversicherung/ (gerne beraten wir Sie persönlich)

Artenliste

Georgien im Herbst

Reiseberichte

  • Gruppengröße und Mindestteilnehmerzahl

    Wir legen besonderen Wert auf Reisen in kleinen Gruppen. Bei allen Reisen sind die minimale und die maximale Teilnehmerzahl angeführt. Auch wenn diese Zahl nicht erreicht wird, versuchen wir die Reise durchzuführen. Wir bitten Sie dann, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. Sollte nur ein Platz zum Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl frei sein und die Buchung von zwei Personen gemeinsam eingehen, werden wir die Gruppengröße um eine Person erweitern.

Ausrüstung

  • Bitte bedenken Sie, dass wir im Großen Kaukasus auf bis zu 1800 m Höhe wohnen und Exkursionen in dieser Höhenlage und noch darüber stattfinden werden – es kann noch empfindlich kühl sein.
  • Wir empfehlen Ihnen „Schichtbekleidung“. Der Regenschutz/Windjacke und auch ein warmer Pullover und eine Mütze dürfen nicht fehlen. Aber auch Sonnenhut und luftige Kleidung für heiße Temperaturen im Tiefland und im Süden müssen dabei sein. Männer bitte nicht in kurzen Hosen.
  • Feste (wasserdichte) wandertaugliche Schuhe (gut eingelaufen)
  • Fernglas und Spektiv, wenn vorhanden
  • Taschenlampe (am besten Stirnlampe) für Dämmerungsexkursion
  • Mückenschutz, Sonnenschutz
  • Bestimmungsbuch - wir empfehlen: Svensson et al. – "Der Kosmos-Vogelführer" und "Was fliegt denn da?“ von Barthel/Dougalis ebenfalls von KOSMOS. Für Einsteigende: "Grundkurs Vogelbestimmung" von Moning, Griesohn-Pflieger, Horn erschienen bei Quelle & Meyer.
  • Rucksack für Tagesbedarf, Toilettenpapier - das Papier in Georgien hat leider keine gute Qualität.

Generelle Hinweise

  • Anforderungen der Reise: Diese Reise findet im Gebirge statt und stellt gewisse Anforderungen an Ihre Fitness. So müssen Sie trittsicher zum Teil auch über schneebedeckte Flächen gehen können. Wir organisieren Packpferde, um zu den Zielarten zu gelangen und um ein Großteil der Höhenmeter zurücklegen zu können. Die Straßen entsprechen nicht mitteleuropäischen Standards, gleichfalls nicht die Fahrweise kaukasischer Busfahrer. Der An- und Abflug liegt in den frühen Morgenstunden.
  • Diese Reise ist nicht speziell für FotografInnen konzipiert. Die Beobachtung steht hier im Vordergrund. Fotografieren ist möglich, jedoch nicht, wenn es mit extremen Störungen für Natur oder Mitreisende verbunden ist. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihre Reiseleiterin oder Ihren Reiseleiter. Gerne weisen wir auf unsere speziellen Fotoreisen hin, sie sind hier zu finden: https://www.birdingtours.de/fotoreisen-natur-und-tiere/

Zahlungsmodalitäten

  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.

Hinweis zu den Zielarten

Auf unseren Reisen beobachten wir die Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum und können Ihnen nicht garantieren, alle hier aufgeführten Zielarten auf der Tour zu sehen. Unsere Reiseleiter bemühen sich, Ihnen so viele Vogelarten wie möglich zu zeigen.

Eignung unserer Reisen für Personen mit eingeschränkter Mobilität

Bei unseren Naturreisen handelt es sich um Reisen, die für Personen mit eingeschränkter Mobilität grundsätzlich nicht geeignet sind. Sollten Sie bezüglich der Anforderungen unsicher sein, sprechen Sie uns bitte unbedingt vor der Buchung an.

Reisebewertungen

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