Gregor Baumert
birdingtours

Reiseleiterprofil

Gregor Baumert

Gregor Baumert, Jahrgang 1982, lebt am Fuß der Alpen bei Bad Tölz. Seine Begeisterung für die Natur und insbesondere für Vögel begleitet ihn seit seiner Kindheit. Heute arbeitet er selbstständig im Artenschutz, in der Umweltbildung und als Naturpädagoge. Ehrenamtlich engagiert er sich unter anderem beim LBV und der NAJU sowie als Naturschutzwächter, Biber- und Fledermausberater. 2027 führt er erstmals eine eigene birdingtours-Reise und freut sich darauf, seine Begeisterung für Naturbeobachtung und die besonderen Naturmomente im Jahresverlauf mit den Teilnehmenden zu teilen.


Fragen & Antworten

  • Wann wurdest du geboren und wo wohnst du?

    Ich bin 1982 in Kehl am Rhein im Badischen geboren und in einem kleinen Dorf in der Umgebung aufgewachsen. Nach Stationen in Tübingen und Stuttgart hat es mich 2010 nach München verschlagen. Seit einigen Jahren bin ich nun in der Nähe von Bad Tölz, am Fuße der Alpen heimisch geworden.

  • Erzähl uns doch kurz was über dich und deinen Weg zu den Vögeln…

    Ich erinnere mich noch gut an ein Vogelbuch meines Vaters. Besonders fasziniert haben mich die Fotografien von Nestern aus aller Welt – und eine der letzten Seiten, auf der gezeigt wurde, wie Ornithologinnen und Ornithologen arbeiten und was sie dafür brauchen.

    Mit etwa acht Jahren habe ich dann bei meinem Opa in der Werkstatt aus Brettern meine ersten Nistkästen zusammengezimmert. Viele Jahre später, im April 2019, flammte diese Faszination während meiner Ausbildung zum Wildnispädagogen wieder auf. Wir saßen früh morgens still im Wald und warteten auf den ersten Vogelgesang. Es war überwältigend, wie schnell aus der Stille ein vielstimmiges Konzert wurde.

    Seitdem bin ich im Vogelschutz aktiv, unter anderem beim LBV und bei der NAJU. Besonders wichtig ist mir dabei, meine eigene Begeisterung für unsere gefiederten Nachbarn weiterzugeben.

  • Was machst du beruflich?

    Beruflich habe ich schon einige ganz unterschiedliche Wege eingeschlagen. Nach meiner Ausbildung zum Wasserbauer und einem Zivildienst in der EDV- und Medienabteilung der Uniklinik Tübingen studierte ich Audiovisuelle Medien in Stuttgart, was mich 2010 nach München in die Filmbranche führte. Nach einigen Jahren am Filmset war ich zuletzt bei einem Kamerahersteller im Testing tätig.

    2018 habe ich mich wieder stärker meiner Naturbegeisterung gewidmet: als Ranger an der Isar, Wildwasserkajakguide und in der Umweltbildung. Einige Jahre war ich zudem Werklehrer und Mentor an einer Montessorischule.

    Heute habe ich meine Naturbegeisterung zum Beruf gemacht. Seit 2025 bin ich selbstständig im Bereich Artenschutz, vor allem in der Fledermaus- und Gebäudebrüterkartierung, aber auch bei Feldlerchen. Daneben fertige ich spezielle Nistkästen und Rufanlagen für Mauersegler – dabei kommen mir meine handwerkliche Ausbildung und mein technischer Hintergrund zugute. Außerdem begleite ich Kinder und Erwachsene bei Naturerlebnissen und in der Umweltbildung.

    Meine Angebote gibt es unter www.gbaumert.de.

  • Was begeistert dich an der Vogelbeobachtung am meisten?

    Mich begeistert, dass Vogelbeobachtung so viel mehr ist als das Bestimmen von Arten. Man lernt, genau hinzuschauen und hinzuhören und entdeckt dabei immer neue Zusammenhänge: vom Verhalten einzelner Vögel über ihre Lebensräume bis hin zu den Veränderungen im Jahresverlauf. Und natürlich ist es jedes Mal aufs Neue spannend, was einem draußen begegnet.

  • Bist/warst du aktiv im Vogel- und/oder Naturschutz tätig, wenn ja, wo?

    Ich war und bin in verschiedenen Bereichen des Vogel- und Naturschutzes aktiv. Sieben Jahre lang habe ich eine Kindergruppe des LBV in München geleitet und drei Jahre das NAJU-Talentförderprogramm „Naturtalente“ für naturinteressierte Jugendliche begleitet.

    Ehrenamtlich engagiere ich mich im Landkreis als Naturschutzwächter, Biberberater und Fledermausberater und bin stellvertretendes Mitglied im Naturschutzbeirat des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen. In der LBV-Kreisgruppe bin ich vor allem im Fledermausschutz aktiv, unterstütze die Kindergruppe im Isarwinkel mit Angeboten und beteilige mich an der Gelbbauchunkenkartierung. Außerdem habe ich das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) bei einer Otterkartierung unterstützt.

  • Seit wann leitest du Reisen für birdingtours?

    Die Winterreise Oberbayern 2027 wird meine erste Reise sein.

  • Welche Reisen leitest du für birdingtours?

    Mein Einstieg wird 2027 die Winterreise sein, die ich selbst konzeptioniert habe.

  • Welche dieser Reisen ist deine Lieblingstour?

    Die Winterreise ist ein Angebot, das mir wirklich am Herzen liegt. Die Zeit um Lichtmess ist eine ganz besondere Jahreszeit in der Natur: Die Tage werden spürbar länger, und auch bei den Tieren verändert sich langsam etwas. Ich finde, es tut gut, gerade zu dieser Jahreszeit draußen unterwegs zu sein, genau hinzuschauen und die ersten Zeichen des nahenden Frühlings zu entdecken.

  • Was ist der größte Reiz für dich, birdingtours-Reisen zu leiten?

    Der Slogan meiner Selbstständigen Tätigkeit lautet: „Vor deiner Haustür, im Klassenzimmer, rund um die Schule, auf dem Fluss, in wilden Ecken – in Verbindung mit der Natur.“ Genau das ist es, was mich antreibt: Menschen in die Natur zu begleiten, gemeinsam zu entdecken und die Begeisterung für das, was direkt vor uns liegt, zu teilen. Es macht mir große Freude, Menschen mit wachem Blick auf die kleinen und großen Naturerlebnisse aufmerksam zu machen – und dabei selbst immer wieder Neues zu entdecken.

  • Was ist das Besondere an birdingtours-Reisen?

    Ich durfte im Juni 2026 bei der Ammerseereise hospitieren und war beeindruckt, wie interessiert und ausdauernd die Teilnehmenden dabei waren. In einer Zeit, in der vieles immer schneller und kurzweiliger wird, ist das ein wunderbarer Kontrast. Besonders schön finde ich das gemeinsame Entdecken und den abendlichen Austausch über die Erlebnisse des Tages.

  • Was war deine bisherige Highlight Beobachtung auf einer Reise?

    Da bin ich selbst schon ganz gespannt, was wir auf der Winterreise 2027 erleben werden!

  • Welcher ist dein Lieblingsvogel?

    Eine besondere Verbindung habe ich mit dem Schwarzspecht. In Wäldern, in denen sein Ruf erklingt, fühle ich mich immer besonders wohl – vermutlich, weil diese noch ursprünglicher, lebendiger und wilder wirken.

  • Welches Fernglas benutzt du?

    Nicht lachen: ein kleines, leichtes Steiner Safari 10x26. Ich bin gerne leicht und flexibel unterwegs, oft auch im Unterholz – da ist ein kompaktes Glas einfach praktisch. Für meine Gebäudebrüterkartierungen wird es allerdings langsam Zeit für ein lichtstärkeres Fernglas.

  • Was für ein Spektiv bringst du auf deine Touren mit?

    Da ich kein eigenes Spektiv besitze, werde ich ein Spektiv aus dem Fundus von Birdnigtours mitbringen. Denn obwohl ich im Feld gerne leicht unterwegs bin, weiß ich ein gutes Spektiv sehr zu schätzen.

  • Was wünschst du dir von deinen Gästen?

    Interessierte und offene Gäste, die sich Zeit nehmen, genau hinzuschauen und sich auf die Natur einlassen. Mir geht es weniger um eine lange Artenliste als darum, gemeinsam Tiere und Pflanzen zu entdecken und die Vorgänge der Natur, der Landschaft und des Kulturraums zu verstehen.