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Weißrussland: Europas letzte Wildnis

Weißrussland

  • 6 bis 14 Personen
  • 10 Tage / 9 Nächte

ab 2.350 €

Weißrussland: Europas letzte Wildnis

Auf den Spuren der Könige der Urwälder

Die Natur Weißrusslands ist vielgestaltig und artenreich. Neben urwaldartigen Wäldern und weiten Sumpfgebieten dominieren Felder und Wiesen die Landschaft - Weißrussland ist ein Agrarstaat, Industrieansiedlungen sind selten.  Kleinbäuerliche Strukturen, mit handgemähten Wiesen und Häusern in Holzbauweise sind bis heute in den Dörfern erhalten geblieben. Riesige Flusslandschaften durchziehen das Land. Der Fluss Pripjat im Süden des Landes ist Teil einer in Europa einzigartigen und nur wenig gestörten Wasserwildnis.
Unsere Reise führt uns zunächst in den Nordwesten des Landes, wo die größte Bisonherde Europas lebt. Später im Urwald der Bielaviežškaja Pušča nahe der polnischen Grenze, wollen wir Spechte, Greifvögel und den Halsbandfliegenschnäpper suchen. Erfreuen wollen wir uns auch an den einzigartigen Waldbildern. Am Ende unserer Reise erkunden wir den Pripjat und werden dort feststellen, dass er seinen Namen als „Amazonas des Ostens“ zurecht trägt. Natürlich interessieren uns auch die Seltenheiten des Landes, wie Lasurmeise, Bartkauz, Teich- und Terekwasserläufer. An vielen Abenden sind wir unterwegs, um Doppelschnepfen und Seggenrohrsänger zu sehen.


Begleitet werden wir von Andreas Weber, der seit Jahren in Osteuropa unterwegs ist. An seiner Seite stehen Spezialisten von APB Birdlife Belarus und lokale Führer, deren Arbeit wir mit unserer Reise würdigen und unterstützen wollen.

Einige Zielarten:

Moorente, Schlangen-, Schell-, Schrei-, Seeadler, Wachtelkönig, Kampfläufer, Doppelschnepfe, Teich- und Terekwasserläufer, Bartkauz, Ziegenmelker, Blauracke, Blutspecht, Zitronenstelze, Sperbergrasmücke, Seggenrohrsänger, Buschrohrsänger, Halsbandschnäpper, Lasurmeise, Ortolan.

Aufpreis bei 6 - 10 Teilnehmern: + 100,00 Euro pro Person

Reiseverlauf

  • Wisent (P. Lychoskiy)

    Von Deutschland fliegen wir zunächst ins litauische Vilnius und fahren anschließend direkt über die weißrussische Grenze nach Hrodna. Auf dem Weg dorthin halten wir im Aziory-Schutzgebiet, um die größte europäische Wisentherde zu suchen. An einem offenen Flusstal, an denen diese gewaltigen Tiere sich zur Nahrungssuche einfinden, wollen wir unser Glück versuchen. Im Tal sind auch Brutplätze des Zwerg- und Schreiadlers bekannt. Am späten Abend suchen wir am Fluss Nioman (Memel) nach dem Buschrohrsänger.

  • Sichelstrandläufer (C. Moning)

    Wir fahren entlang des Flusses Nioman und seinem Nebenarm Svislach. Diese Flüsse sind noch weitgehend unreglementiert, bilden natürliche Mäander mit Abbruchkanten, kleinen Inseln und weiten Überflutungsgebieten. Hier finden wir Brutvorkommen aller drei Sumpfseeschwalben, der Zwergmöwe und der Zwergseeschwalbe. In den Offenlandschaften kommen Grauammer, Ortolan, Raubwürger und vielleicht schon der Karmingimpel vor. Auf den Überschwemmungsflächen jagt die Wiesenweihe, während Singschwan, Schwarz- und Rothalstaucher schon brüten. Zudem erwarten wir viele durchziehende arktische Limikolen (Sumpfläufer, Dunkler Wasserläufer, Sichelstrandläufer). Ein weiteres Gebiet, dass wir aufsuchen, liegt zwischen den Flüssen Veracejka und Svislach. Neben der Kornweihe, hoffen wir am Abend Kleinrallen, Rohrdommel und Schlagschwirl zu hören. Gleichfalls lassen sich Elche beobachten.

  • Lasurmeise (P. Lychovskiy)

    Am Morgen fahren wir in die Bielaviežškaja Pušča, dem größten Wald Europas mit urwaldartigen Strukturen. Auf dem Weg besuchen wir das einzigartige Dzikoje-Gebiet, um Wespenbussard, Schrei- und besonders Schelladler zu sehen. Das Weltnaturerbegebiet ist das einzige in Weißrussland, in dem die Zahl der Schelladler-Brutpaare noch zunimmt. Die Entwicklung der Population dieser hochbedrohten Adlerart wird auch gern als Indikator für den Zustand des Gebietes herangezogen. Für den fortdauernden Wildnisprozess im Pušča-Urwald hat unter anderem die APB-Birdlife Belarus und die Frankfurter Zoologische Gesellschaft Verantwortung übernommen. An diesem Tag wollen wir mehr über deren Arbeit zur Bewahrung des in Europa größten Wildnisgebietes erfahren.

    Später wollen wir Arten, wie Grauspecht und Zitronenstelze suchen und vielleicht das zu dieser Jahreszeit schon sehr heimliche Haselhuhn sehen.

  • Bartkauz (M. Zimowski)

    Einen weiteren Tag verbringen wir im weißrussischen Teil des „Alten Waldes“ , der viel größer und wilder ist, als der berühmte Bialowieza-Wald in Polen. Alle zehn europäischen Spechtarten leben hier. Darunter Dreizehenspecht und Weißrückenspecht, die wir natürlich genauso gerne sehen wollen, wie Sperlingskauz oder Raufußkauz. Weitere markante Arten sind der Zwergschnäpper und der Trauerfliegenschnäpper, die in den totholzreichen Wäldern aus Linden, Eichen und Hainbuchen leben.

  • Seggenrohrsänger (S. Zujonok)

    Am Morgen verlassen wir Pušča und fahren in das Sporovo-Schutzgebiet. Es ist der beste Ort für die Beobachtung des Seggenrohrsängers. Etwa 50 Prozent des Weltbestandes des Seggenrohrsängers brüten in Weißrussland. Im Sporovo-Schutzgebiet wird viel für die Erhaltung des „Aquatic Warblers“ getan. So findet die Wiedervernässung auf für mitteleuropäische Maßstäbe gigantischen Flächen statt. Davon profitieren auch andere Arten, wie Sumpfohreule, Schwarzstorch und die Wiesenweihe. Erfreuen wollen wir uns an weiteren Arten, wie Große Rohrdommel, Zwergdommel, Blaukehlchen, Zitronenstelze und der Bekassine. In der Umgebung der einsamen Dörfer sind Wiedehopf, Grauschnäpper und Sprosser ebenso zu Hause wie Gelbspötter, Gartenrotschwanz und Wendehals.

  • Bartkauz (N. Vorobey)

    Der nächste Ort, den wir besuchen, ist das riesige Waldgebiet im Vyhanaščanski-Schutzgebiet. Ein beeindruckendes Mosaik aus Schwarzerlenwäldern, offenen Sümpfen und Wiesen. Unter besonders günstigen Bedingungen - bei Auftreten von Massenvermehrungen der Wasserwühlmaus - können hier 20 Paare des mächtigen Bartkauzes brüten. Es handelt sich um den größten Bestand in Weißrussland und ist eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes, die mit Unterstützung der lokalen Bevölkerung, Anti-Wilderer Aktivitäten und Vogelfreunden ermöglicht wurde. Unsere Chancen sind also nicht schlecht, diese imposante und recht zutrauliche Eule bewundern zu können. Im letzten Jahr konnten wir im selben Gebiet einen brütenden Schlangenadler bewundern, der ebenfalls von den Schutzanstrengungen profitiert.

    Nach Sonnenuntergang halten wir uns auf den riesigen Offenlandschaften auf und hoffen hier auf gute Bedingungen, um die Balz der Doppelschnepfen auf kurzen Distanzen miterleben zu können.  Auf den nassen Wiesen ist auch mit Schwarzstorch, Birkwild und dem Wachtelkönig zu rechnen. Gleichfalls hoffen wir auf Elche. Erst gegen Mitternacht erreichen wir unsere nächste Unterkunft.

  • Kampfläufer (P. Lychoskiy)

    Auf dem Weg nach Turau im Süden Weißrusslands besuchen wir eine Teichanlage mit dem südlichsten Vorkommen des Zwergsägers in Europa. Einige abgelassene Teiche sind zudem gut für Teichwasserläufer und verschiedene andere durchziehende Limikolen (Alpenstrandläufer, Flussuferläufer, Regenbrachvogel, Knut). An den mit Hecken und Einzelbäumen gesäumten Ufern halten sich Pirol, Sperbergrasmücke und Blaukehlchen auf. Später fahren wir nach Turau an den Pripjat. In den Wiesen und Überflutungsgebieten ziehen zu dieser Jahreszeit große Trupps an Kampfläufern durch - in manchen Jahren sind es hunderttausende Vögel. Im Ort ist auch die Beobachtung der Lasurmeise möglich, die gerne in Nischen der aus Holz gebauten Häuser brütet. Gleichfalls sind Wiedehopf, Haubenlerche, Blutspecht und die Waldohreule Brutvögel im Ort. Am Flusslauf beeindruckt die hohe Zahl an Uferschnepfen. Weitere Brutvögel in den Auen sind Spießente, Bruchwasserläufer, Trauerseeschwalbe und für das Binnenland außergewöhnlich: Sandregenpfeifer und Austernfischer. Mit Glück gelingt es uns schon hier, den Terekwasserläufer zu finden.

  • Schwarzhalstaucher (C. Moning)

    Der Pripjat ist nicht nur ein Fluß, sondern eine Vielzahl an Wasserläufen, Altarmen und Inseln. Die Regulierungen durch den Menschen hielten sich in der Vergangenheit in Grenzen. Im Frühjahr sind riesige Gebiete überschwemmt. Eine beträchtliche Fläche wird von unseren weißrussischen Reisepartnern, der APB-BirdLife Belarus, als privates Schutzgebiet verwaltet.

    Am Morgen fahren wir in das „Gurkendorf“ Alshany, denn fast alle Einwohner sind in der Gurkenproduktion tätig. Hier versuchen wir nochmals die exotische Lasurmeise zu finden. Dann schließt sich eine lange Bootsfahrt auf dem Pripjat an. Unser Ziel ist die Insel Vusce Lani, ein Schutzgebiet auf deren alten Eichen hunderte Kormorane, Grau- und Nachtreiher brüten. In der ufernahen Strauchvegetation sind Schlagschwirl, Pirol, Sprosser zu hören. In den Wiesen brüten Braunkehlchen, Maskenschafstelze und Sumpfrohrsänger. Entlang des Flusses fliegen Eisvögel, Zwergseeschwalben, Uferschwalben und Flussuferläufer.

  • Terekwasserläufer (A. Kant)

    Diesen Tag widmen wir nochmals der Suche nach dem Terekwasserläufer, deren hauptsächliches Vorkommen eigentlich im Norden Finnlands und Russlands liegt. Die Population am Pripjat ist sehr klein. Die besten Chancen zur Beobachtung ergeben sich in der Garyn-Aue. Hier suchen wir die sandigen Ufer ab. Später besuchen wir die Dörfer mit den selbsterklärenden Namen: Malya und Vialikiya Arly (Kleiner und Größerer Adler), um in der Nähe in einem kleinen offenen Flusstal nach Schelladler zu suchen. Gleichwohl kommen auch der Schreiadler und drei Weihenarten vor. Zum Abschluss des Tages treffen wir uns mit örtlichen Ornithologen in Turau und erfahren mehr über ihre Arbeit. In der Nähe liegen die Fanggebiete und bieten noch viele eindrucksvolle Beobachtungen (Trauerseeschwalbe, Uferschwalben, Karmingimpel).

  • Trauerseeschwalbe (C. Moning)

    An diesem Tag endet unsere Reise. Wir werden nach Minsk gebracht und treten von hier die Heimreise an.

Zusatzinformationen

  • Wir legen besonderen Wert auf Reisen in kleinen Gruppen. Bei allen Reisen ist die minimale und die maximale Teilnehmerzahl angeführt. Die Mindestteilnehmerzahl ist bis 3 Wochen vor Reisebeginn zu erreichen. Auch wenn diese Zahl nicht erreicht wird, versuchen wir die Reise durchzuführen. Wir bitten Sie dann, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. Sollte nur ein Platz zum Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl frei sein und die Buchung von zwei Personen gemeinsam eingehen, werden wir die Gruppengröße um eine Person erweitern

Enthaltene Leistungen

  • 10 Tage mit 9 Übernachtungen in Doppelzimmern in Mittelklassehotels und Gasthäusern
  • Vollpension: Frühstück, Mittagessen als Lunch, Abendessen
  • Flug Frankfurt - Vilnius und Minsk - Frankfurt (andere Flughäfen auf Anfrage und ggfs. mit Aufpreis)
  • Begleitung durch Andreas Weber und Norbert Schäffer
  • Weißrussische Reiseleitung (englischsprachig) und Experten vor Ort
  • Eintrittsgelder und Gebühren für Genehmigungen
  • Floßfahrt auf dem Pripjat
  • Alle Transferfahrten vor Ort im Bus
  • Reisepreissicherungsschein nach BGB
  • Ausleihe hochwertiger Optik auf Anfrage

Nicht enthaltene Leistungen

  • Reiseversicherung
  • Visagebühren

Informationen

Generelle Hinweise

  • Körperliche Anforderung: mittelschwer! Diese Reise stellt nahezu keine Anforderungen an Ihre Fitness. Die Wanderstrecken sind maximal 5 km lang und sehr eben, es gibt so gut wie kein Gefälle.
  • Die Hotels entsprechen unseren Mittelklassestandards, sind sauber und solide. Alle Zimmer haben eine eigene Dusche und ein WC. Die weißrussische Küche ist sicher nichts für Gourmets, zu den Picknicks werden wir jedoch mit frischem Obst und Gemüse versorgt. Die Zielarten erfordern Beobachtungen am frühen Morgen und mitunter bis Mitternacht. Bitte berücksichtigen Sie diese Umstände bei Ihrer Reiseauswahl.
  • Die Gruppengröße dieser Reise beträgt 6 - 14 Personen. Sollte die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, kann die Reise bis 3 Wochen vor Reiseantritt abgesagt werden. Sollte der Fall eintreten, versuchen wir immer die Reise trotzdem durchzuführen. Falls dies nicht möglich ist, erstellen wir Ihnen gerne ein schönes Alternativangebot.
  • Änderungen, die den Charakter der Reise nicht beeinflussen, sind zwar nicht vorgesehen, wir behalten sie uns aber vor. Nehmen Sie das Detailprogramm als Vorschlag, aber nicht als Checkliste. Wenn das Programm umgestellt wird, dann nur zu Ihren Gunsten!

Zahlungsmodalitäten

  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an

Hinweis zu den Zielarten

Auf unseren Reisen beobachten wir die Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum und können Ihnen nicht garantieren, alle hier aufgeführten Zielarten auf der Tour zu sehen. Unsere Reiseleiter bemühen sich, Ihnen so viele Vogelarten wie möglich zu zeigen.

Eignung unserer Reisen für Personen mit eingeschränkter Mobilität

Bei unseren Naturreisen handelt es sich um Reisen, die für Personen mit eingeschränkter Mobilität grundsätzlich nicht geeignet sind. Sollten Sie bezüglich der Anforderungen unsicher sein, sprechen Sie uns bitte unbedingt vor der Buchung an.

Reisebewertungen

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