Weißrussland: Europas letzte Wildnis

Weißrussland

  • 8 bis 15 Personen
  • 10 Tage / 9 Nächte

ab 1.869 €

Auf den Spuren der Kuckucke mit dem FALKE-Chefredakteur Dr. Norbert Schäffer

Die Natur Weißrusslands ist vielgestaltig und artenreich. In dem dünnbesiedelten Land liegen an der polnischen Grenze ausgedehnte Urwälder. In Mittelweißrussland erstrecken sich harmonische Kulturlandschaften, in denen jahrhundertealte kleinbäuerliche Strukturen bis heute erhalten geblieben sind. Der Fluss Pripjat im Süden, ist Teil eines in Europa einzigartigen und nur wenig gestörten Flusssystems. Im Pripjat-Tal hat vor einigen Jahren der LBV zusammen mit BirdLife Belarus weißrussische Kuckucke besendert. Die aktuellsten Informationen dazu erhalten wir vor Ort.

Unsere Reise führt uns in Warschau beginnend, zunächst in den Bialowieza-Urwald der polnisch-weißrussischen Grenzregion. Hier wollen wir vor allem Spechte, Greifvögel und den Halsbandschnäpper suchen. Erfreuen wollen wir uns natürlich auch an den einzigartigen Waldbildern. Später bewegen wir uns entlang des Pripjat-Flusslaufes weiter nach Osten. In den handgemähten Nasswiesen suchen wir nach Seggenrohrsänger, Kleinralle und Doppelschnepfe. Natürlich interessieren uns auch die Besonderheiten des Landes, wie Lasurmeise, Bartkauz, Teich- und Terekwasserläufer. Im letzten Teil unserer Reise fahren wir in den Nordwesten des Landes, wo uns eine abwechslungsreiche Moränenlandschaft erwartet. Besonders Arten wie Ortolan, Schlagschwirl, Sperbergrasmücke und natürlich die Blauracke erwarten uns hier. An vielen Abenden sind wir unterwegs, um Eulen und Ziegenmelker zu sehen oder zu hören.

Begleitet werden wir von Andreas Weber, der seit Jahrzehnten in Osteuropa unterwegs ist. An seiner Seite steht Dr. Norbert Schäffer (LBV-Vorsitzender) sowie polnische und weißrussische Spezialisten, die durch lokale Führer ergänzt werden.

Einige Zielarten:

Moorente, Schlangen-, Schell-, Schrei-, Seeadler, Wachtelkönig, Kampfläufer, Doppelschnepfe, Teich- und Terekwasserläufer, Bartkauz, Ziegenmelker, Blauracke, Blutspecht, Zitronenstelze, Sperbergrasmücke, Seggenrohrsänger, Buschrohrsänger, Halsbandschnäpper, Lasurmeise, Ortolan.

Reiseverlauf

  • Schlagschwirl (C. Moning)

    Es gibt mehrere Direktflüge aus Deutschland nach Warschau. Gleichfalls gibt es preiswerte Nachtzugverbindungen. Nach Ankunft fahren wir mit deutscher, polnischer und weißrussischer Reiseleitung nach Kamieniuki in das Zentrum des Bialowieza-Urwaldes. Das Nationalpark-Hotel „Beloveschskaya Puschtscha" liegt bereits auf der weißrussischen Seite des Urwaldes. Noch am Abend starten wir zu einer ersten Abendexkursion im Umfeld des Hotels. Vielleicht können wir uns schon an einem Schlagschwirl oder einem Buschrohrsänger erfreuen.

  • Weißrückenspecht (A. Weber - Baltikumreisen)

    Sehr zeitig in der Frühe starten wir, um nach Urwaldarten zu suchen. In dem mehrere Quadratkilometer großen Urwald und einem sich anschließenden Biosphärenreservat wurden bisher 9 Spechtarten nachgewiesen. Uns interessieren vor allem Weißrücken- und Dreizehenspecht sowie verschiedene Kleinvogelarten (Grünlaubsänger, Zwerg- und Halsbandschnäpper). Nicht garantiert ist die Beobachtung des Haselhuhns, das zu dieser Jahreszeit schon brütet oder bereits Junge führt. Mit aufkommender Thermik suchen wir am östlichen Waldrand des Gebietes nach Greifvögel (Wespenbussard, Schell-, Schlangen- und Schreiadler). Unsere nächste Übernachtung befindet sich im Stadthotel "Muchavets" in Pruschany.

  • Sumpfohreule (T. Griesohn-Pflieger)

    Nach nur kurzer Fahrt erreichen wir Biarosa, dass Zentrum des Sporovo-Naturschutzgebietes.

    Hier liegen riesige Fischteiche, an denen wir die verschiedenartigsten Wasservögel (Moorente, Schwarzhals- und Rothalstaucher), Rohrsängerarten und bis zu drei Sumpfseeschwalbenarten beobachten können. Den Nachmittag und Abend verbringen wir in den Sümpfen am Jasiolda-Fluss um vor allem Seggenrohsänger zu sehen. Etwa 50 Prozent des Weltbestandes des Seggenrohrsängers brüten in Weißrussland. Natürlich erwarten wir hier auch Sumpfohreule und Wiesenweihe. Die Nacht verbringen wir in Belooserskim Hotel "Energia".

  • Bartkauz (M. Zimowski)

    Am frühen Morgen fahren wir zum Sporovskie-See, dem besten Gebiet für die Beobachtung von Zitronenstelzen. Gegen Mittag (60 km Fahrt) erreichen wir den Telechany-Nationalpark. Hier suchen wir den Bartkauz (was uns bisher immer gelang). Das Abendbrot nehmen wir als Picknick zum Beobachtungsplatz an einem Doppelschnepfen-Balzplatz mit. Die Balz beginnt erst sehr spät in der Abenddämmerung, so dass wir erst gegen Mitternacht unser Hotel „Pripyat“ in Pinsk erreichen.

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    Teichwasserläufer (C. Brinckmeier)

    Wir bleiben zwei Tage im weitläufigen Flusssystem des Pripjat. Zunächst suchen wir in einem Dorf nahe Pinsk nach Lasurmeisen. Später verweilen wir am Horyn, einem Nebenfluss des Pripjat mit sehr guten Beobachtungsmöglichkeiten für Terekwasserläufer. Das Hotel in dem wir zwei Nächte verbringen werden, liegt direkt in der Flusslandschaft des Pripjat in Turov (Hotel Turov). Am nächsten Tag halten wir uns in den Waldgebieten des Pripjat-Nationalparks auf, um nochmals Weißrücken- und Dreizehenspechte zu suchen. In der zweiten Tageshälfte sind wir in den Sumpfgebieten des Nationalparks unterwegs, wo wir bei hohem Wasserstand gute Chancen auf Teichwasserläufer haben.

  • Moorente (C. Moning)

    Heute verlassen wir Turov in Richtung Westen und fahren entlang des nördlichen Pripjat-Ufers zu den Beloje-Fischteichen. Hier gibt es ein isoliertes Brutvorkommen des Zwergsägers und auch Moorenten. Gleichfalls können wir hier wieder mit verschiedenen Wasservogel- und Greifvogelarten rechnen. Immer sind diese Gebiete gut für Schwarzstorch, verschiedene Reiherarten und Rohrdommel. Unter den Kleinvögeln sind Buschrohrsänger, Blaukehlchen, Sprosser und Beutelmeise allgegenwärtig. Unsere Übernachtung erfolgt entweder im Stadthotel in Ivantsevitschi oder im Palasthotel in Nesvisch.

  • Wendehals (T. Griesohn-Pflieger)

    Unterwegs in Richtung Nordwesten durchfahren wir eine sehr kleinstrukturierte und artenreiche Moränenlandschaft (Blauracke). Immer wieder stoppen wir um Vögel der Offenlandschaften (Ortolan, Wachtelkönig, Schafstelze, Braunkehlchen, Rebhuhn) zu beobachten. Unterwegs haben wir die Möglichkeit, uns die Schlösser in Njaswisch und Mir anzuschauen. In den anliegenden Parks ist mit Blutsprecht und Wendehals zu rechnen. Am Nachmittag wandern wir in einemwunderschönen Tal entlang des Flusses Schtschara. Die Übernachtung in Mosty liegt am Fluss Memel. Hier können am Abend Ziegenmelker beobachtet werden.

  • Schwarzhalstaucher (C. Moning)

    Das Grodno Gebiet liegt an der polnischen Grenze. Hier werden wir von einem lokalen Ornithologen begleitet. Eine Vielfalt aus Wasser-, Gebüsch- und Offenlandbiotopen erwartet uns. So gibt es hier ein Brutvorkommen des Singschwans. Gleichfalls sind Schwarzhalstaucher in einer Möwenkolonie zu sehen. In der Nähe sind Standorte auf denen der Brachpieper vorkommt. Grundsätzlich ist die Beobachtung dieser Art während der gesamten Reise möglich. Eine kleine Bienenfresserpopulation hat sich in den letzten Jahren etabliert. Im Grodno-Gebiet wollen wir außerdem Wisente suchen. Die letzte Übernachtung ist in Sokolka, einer Stadt direkt hinter der Grenze in Polen.

  • Karmingimpel (K. Gauger)

    Unterwegs nach Warschau halten wir an verschiedenen Stellen, um den in Weißrussland recht seltenen Karmingimpel zu suchen. In Warschau endet unsere Reise. Mit dem Zug oder per Flugzeug treten wir die Heimreise an.

Zusatzinformationen

  • Wir legen besonderen Wert auf Reisen in kleinen Gruppen. Bei allen Reisen ist die minimale und die maximale Teilnehmerzahl angeführt. Die Mindestteilnehmerzahl ist bis 3 Wochen vor Reisebeginn zu erreichen. Auch wenn diese Zahl nicht erreicht wird, versuchen wir die Reise durchzuführen. Wir bitten Sie dann, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. Sollte nur ein Platz zum Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl frei sein und die Buchung von zwei Personen gemeinsam eingehen, werden wir die Gruppengröße um eine Person erweitern

Enthaltene Leistungen

  • 10 Tage mit 9 Übernachtungen in Doppelzimmern in Mittelklassehotels und Gästehäuser
  • Vollpension (Mittagessen als Lunch)
  • Polnische Reiseleitung (deutschsprachig)
  • Begleitung durch Andreas Weber und Dr. Norbert Schäffer (LBV-Vorsitzender)
  • Ausleihe hochwertiger Optik auf Anfrage
  • Alle Transferfahrten vor Ort mit einem Reisebus
  • Eintrittsgelder und Gebühren für Genehmigungen

Nicht enthaltene Leistungen

  • Reiseversicherung
  • An- und Abreise bis Warschau
  • Visagebühren
  • Eintritte in Museen

Informationen

Generelle Hinweise

  • Körperliche Anforderung: mittelschwer! Diese Reise stellt nahezu keine Anforderungen an Ihre Fitness. Die Wanderstrecken sind maximal 5 km lang und sehr eben, es gibt so gut wie kein Gefälle.
  • Es gibt fast täglichen einen Hotelwechsel. Das ist sicher etwas gewöhnungsbedürftig, hat den Vorteil, dass wir nahe an den Exkursionsorten wohnen und die Fahrten nur kurz sind. Die Hotels entsprechen unseren Mittelklassestandards, sind sauber und solide. Alle Zimmer haben eine eigene Dusche und ein WC. Die weißrussische Küche ist sicher nichts für Gourmets, zu den Picknicks werden wir jedoch mit frischem Obst und Gemüse versorgt.
  • Die Gruppengröße dieser Reise beträgt 12 - 15 Personen. Sollte die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, kann die Reise bis 3 Wochen vor Reiseantritt abgesagt werden. Sollte der Fall eintreten, versuchen wir immer die Reise trotzdem durchzuführen. Falls dies nicht möglich ist, erstellen wir Ihnen gerne ein schönes Alternativangebot.
  • Änderungen, die den Charakter der Reise nicht beeinflussen, sind zwar nicht vorgesehen, wir behalten sie uns aber vor. Nehmen Sie das Detailprogramm als Vorschlag, aber nicht als Checkliste. Wenn das Programm umgestellt wird, dann nur zu Ihren Gunsten!

Zahlungsmodalitäten

  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an

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