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Neusiedler See: Drehscheibe des Vogelzuges im Osten Mitteleuropas

Österreich

  • 6 bis 14 Personen
  • 7 Tage / 6 Nächte

Aktuell keine Termine

Neusiedler See: Drehscheibe des Vogelzuges im Osten Mitteleuropas

Natur und Kultur zwischen Ost und West

Der Neusiedler See, einer der größten Binnenseen und zugleich der westlichste Steppensee Europas, zählt zu den berühmtesten Naturräumen Europas. Der See und seine Umgebung bieten ideale Möglichkeiten für ornithologische Beobachtungen - vor allem jetzt im Spätsommer. An der östlichen Seite des Sees im Seewinkel liegen die kleinen, artenreichen Zick- und Salzseen, wo sich jetzt große Ansammlungen von Limikolen einfinden. Die ausgedehnten Schilfbestände auf der ungarischen Seite bilden den Lebensraum für viele Wasservogelarten. Hier beginnt die Kleine Ungarische Tiefebene, wo sich einst eine der umstrittensten Grenzregionen des Kontinentes befand. Entlang der österreichisch-ungarischen Grenze haben sich ursprüngliche Landschaften und Lebensräume mit vielfältiger Flora und Fauna erhalten.

Auf unserer außergewöhnlichen Reise besuchen wir die besten Naturgebiete auf beiden Seiten der Grenze. Während der Reise erleben wir die Unterschiede zwischen der österreichischen und ungarischen Seite des Nationalparks, die landschaftlichen Kontraste finden ihr Spiegelbild in der Vogelwelt. Ende August ziehen viele nordische Limikolen durch das Gebiet auf ihrem Weg über Kleinasien nach Ostafrika. Die kleinen Salzseen und überschwemmte Flächen bieten ihnen ideale Rastplätze, dort werden wir sie ganz von der Nähe beobachten können.

Einige Zielarten:

Schwarzstorch, Löffler, Purpurreiher, Nachtreiher, Rallenreiher, Kaiseradler, Wiesenweihe, Adlerbussard, Seeadler, Baumfalke, Großtrappe, Kampfläufer, Grünschenkel, Temminckstrandläufer, Zwergstrandläufer, Bienenfresser, Wiedehopf, Sumpfohreule Schwarzstorchund Ziesel.

Aufpreis bei 6 - 9 Teilnehmern: + 70,00 Euro pro Person

Reiseverlauf

  • Sumpfläufer (C. Moning)

    Treffpunkt gegen 09:00 Uhr in Wien am Hauptbahnhof. Schon am Vormittag können wir unter Umständen erste Beobachtungen in den Salzlacken des Seewinkels machen. Die kleinen Lacken sind voll mit verschiedenen Watvögeln, wie Säbelschnäbler, Stelzenläufer, Teichwasserläufer, Rotschenkel, Dunkle Wasserläufer, Sumpfläufer, See-, Fluss- und Sandregenpfeifer. Mehr als zwanzig Watvogelarten können wir dort in ihren verschiedenen Kleidern beobachten. Besonders attraktiv sind die Altvögel, die noch teilweise das Prachtkleid tragen.

    Fahrt mit dem Bus ins ungarische Hegykő, einem kleinen Dorf im Süden des Neusiedler Sees. Unsere Unterkunft befindet sich in einem familiär geführten Hotel mit ausgezeichneter Küche am Rande des Nationalparks, ein idealer Ausgangspunkt für unsere Tagesexkursionen. Abendessen und Übernachtung, wie an den folgenden Tagen in Hegykő.

  • Grünschenkel (C. Moning)

    Unsere Exkursion führt in die österreichische Seite. Wir unternehmen eine schöne Wanderung entlang der Langen Lacke, wo die strukturenreiche Salzsteppe sehr reich an verschiedenen Vogelarten ist. Die Lange Lacke mit den kleinen Salzlacken bildet einen Anziehungspunkt für Silberreiher, Löffler, Graugänse, Enten, Odinshühnchen, Kampfläufer, Grünschenkel. Mit etwas Glück können wir dort Seeadler, Würg- und Baumfalke begegnen.

    Am Nachmittag führt unsere Fahrt durch eine abwechslungsreiche Gegend, wo kleine Teiche, Feuchtwiesen, Weingärten, Sandgruben eine reiche Vogelwelt beherbergen. Unterwegs können wir Wiesenweihe, Blutspecht, Bienenfresser, Neuntöter beobachten. Wir haben die Möglichkeit das Besucherzentrum des Nationalparks und den Lehrpfad bei Illmitz zu besuchen.

  • Moorente (C. Moning)

    Besuch des Fertő-tó Nationalparks. In der Pannonischen Tiefebene treffen mehrere Klimazonen zusammen und ermöglichen eine faszinierende Vogelwelt aus alpinen, mediterranen und osteuropäischen Regionen. Wir beginnen unsere Exkursion am Eisernen Kanal, wo eine bunte Vogelwelt zu beobachten ist: Seeadler, Moorente, Purpur-, Nacht-, und Rallenreiher, Löffler, Seeschwalben und Watvögel.

    Am späten Vormittag besuchen wir die ungarische Hanság. Die ungarische Seite des Nationalparks bietet urtümliche Naturgebiete wie ausgedehnte Salzsteppen und Moorlandschaften, die den ehemaligen Naturreichtum des Neusiedler Sees heute noch repräsentieren. Fertő-Hanság, als größtes Feuchtgebiet Westungarns, bildete früher eine undurchdringliche Grenzregion. Ausgedehnte Moore, Feuchtwiesen, Erlenwälder sind immer noch dennoch zu sehen. Durch den Naturschutz wurde auf der ungarischen Seite ein 700 Hektar großes Gebiet renaturiert.

    Wir besichtigen die revitalisierte Wasserlandschaft, wo wir seltene Vogelarten beobachten können, wie Zwergscharbe, Schwarz- und Rothalstaucher, Purpurreiher, Schwarzstorch, Brandgans.

  • Schwarzstorch (K. Gabor)

    Fahrt zum Köszeg Naturschutzgebiet. Das Köszeg-Gebirge gehört zu den östlichen Ausläufern des Alpenbogens. Während der Zeit des "Eisernen Vorhangs" wurde hier kaum intensive Forstwirtschaft betrieben, so dass die ursprüngliche Artenzusammensetzung mit Eiche und Hainbuche, hauptsächlich als Niederwald, erhalten blieb. Auf einer schönen Wanderung suchen wir nach charakteristischen Vogelarten wie Wespenbussard, Schwarzstorch, Schwarz-, Mittel- und Grauspecht.

    Die Stadt Köszeg liegt inmitten einer historischen Weinregion, aus der gute Rotweine Ungarns kommen. Volkstümliche Weinkeller charakterisieren diese Gegend. Wir haben die Möglichkeit in einem familiären Weinkeller gute Weine aus der Region zu probieren.

  • Wiedehopf (K. Gabor)

    Der Tag ist dem österreichischen Teil des Hanság (Waisen) gewidmet. Obwohl große Flächen landwirtschaftlich genutzt werden, finden wir hier das letzte Rückzugsgebiet in Österreich für die Großtrappe. Die Großtrappe ist der schwerste flugfähige Vogel der Welt. Viele brüten in landwirtschaftlichen Feldern, wo sie unter großen Gelegeverlusten bei der Mahd, sowie unter dem Feinddruck der hohen Fuchspopulation leiden. In diesem Schongebiet lebt noch ein stabiler Bestand des weltweit gefährdeten Vogels. Das strukturreiche Gebiet des Hansag bietet gute Chancen auf weitere schönen Vogelarten, wie Wiesenweihe, Sumpfohreule, Großer Brachvogel, Wiedehopf.

    Später fahren wir durch den Seewinkel, wo die vielen kleinen Salzseen ideale Nahrungs- und Rastplätze für durchziehende Limikolen bieten. Neben häufigen Arten wie Rotschenkel und Uferschnepfe suchen wir nach Säbelschnäbler, Stelzenläufer, Temmink- und Zwergstrandläufer. Mit etwas Glück können hier auch Teichwasserläufer, Steinwälzer oder Odinshühnchen entdeckt werden.

  • Blutspecht (K. Gabor)

    Morgens besuchen wir den schönen Schlosspark der Familie Esterhazy.

    Das schöne Prunkschloss der Fürstenfamilie in Fertöd wurde schon während seines Baus in der Mitte des 18. Jahrhunderts als „das ungarische Versailles“ bezeichnet. Das großzügige barocke Schlossensemble spiegelt auch noch heute den Reichtum des Fürsten und ihre Liebe nach Pomp wieder. Der großzügig angelegte Park mit sehr alten Baumbeständen ist ein Lebensraum für mehrere Spechtarten wie Blut-, Mittel- und Grauspecht.  

    Südwestlich des Neusiedler Sees erhebt sich das Sopron-Gebirge, wo Misch- und Nadelwälder, Rebberge und Kastanienplantagen abwechslungsreiche Lebensräume bieten. Wir werden hier erneut nach typischen Waldvogelarten wie Wespenbussard, Schwarzstorch, Schwarz-und Mittelspecht suchen.

    Am Nachmittag Stadtbesichtigung in Sopron. Ungarns schönste, mittelalterliche Stadt weist eine ungewöhnliche Dichte an gotischen und barocken Baudenkmäler auf.  Die Region Sopron bewahrt die Kultur mehrerer Jahrtausende. Unser Spaziergang führt durch den gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern, wo uns der ellipsenförmige Burgmauerring an die Römerzeit erinnert, als die Stadt eine wichtige Festung an der Bernsteinstraße war.

  • 2016-Mai-Ungarn-Adlerbussard-Kovacs-Gabor.jpg
    Adlerbussard (K. Gabor)

    Wir verabschieden uns von Ungarn und fahren wir Richtung Wien. Fahrt entlang dem Neusiedler See durch die Pandorfer Platte. Unterwegs machen wir einen Halt bei einem Gebiet, wo die Ziesel in großer Zahl leben. Sie sind Hauptbeute des seltenen Adlerbussards. Spätsommer tauchen hier immer wieder diese mächtige Greife des Ostens auf.

    Wir fahren Richtung der slowakischen Grenze, wo wir das Naturschutzgebiet Marchegg erreichen. Die Grenze entlang befindet sich eine eindrucksvolle Flussauenlandschaft mit Auenwäldern, Altwasser und feuchte Überschwemmungsgebiete des Flusses March. Die urwüchsigen Wälder beherbergen einen Reichtum an gefährdeten und seltenen Pflanzen und Tieren, und wir können weitere Vogelarten beobachten. In diesem landschaftlich reizvollen Gebiet haben wir Chancen auf Kaiseradler, Schwarzstorch, Schwarzmilan, Eisvogel und Spechte. 

    Am späten Nachmittag Fahrt nach Wien. Gegen 16:00 Uhr Ende der Reise am Hauptbahnhof in Wien.

Zusatzinformationen

  • Bei allen Reisen ist die minimale und die maximale Teilnehmerzahl angeführt. Die Mindestteilnehmerzahl ist bis 3 Wochen vor Reisebeginn zu erreichen. Auch wenn diese Zahl nicht erreicht wird, versuchen wir die Reise durchzuführen. Wir bitten Sie dann, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. Sollte nur ein Platz zum Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl frei sein und die Buchung von zwei Personen gemeinsam eingehen, werden wir die Gruppengröße um eine Person erweitern.

Enthaltene Leistungen

  • 6 Übernachtungen in einem Mittelklassehotel
  • Halbpension
  • Alle Transferfahrten vor Ort ab/bis Wien
  • Weinprobe in Köszeg
  • Führung in der Altstadt von Sopron/ Ödenburg
  • Eintritt in das Gebiet der Lange Lacke
  • Professionelle, deutschsprachige und landeskundige Reiseleitung
  • Artenliste
  • birdingtours Notizblock und Stift
  • Reisebericht

Nicht enthaltene Leistungen

  • Nicht erwähnte Verpflegung
  • Anreise. Gerne buchen wir Ihnen einen Flug.
  • Persönliche Ausgaben & Trinkgelder
  • Zusatzleistung für Flugreisen: Rail & Fly Ticket: www.birdingtours.de/service/bahnanreise/, Sitzplatz, Spezialverpflegung, etc. (auf Anfrage und gegen Aufpreis – bei Buchung bitte angeben)
  • Reiseversicherung: www.birdingtours.de/service/reiseversicherung/ (gerne beraten wir Sie persönlich)

Ausrüstung

  • Fernglas und unbedingt Spektiv und Stativ, wenn vorhanden
  • Regen- und Windschutz
  • festes Schuhwerk (Gummistiefel nicht notwendig)
  • leichte und warme Kleidung
  • Rucksack oder kleine Tasche für Tagesbedarf (kann im Bus bleiben)
  • Ungarische Währung (z.B. für Mittagessen, kann vor Ort gewechselt werden)
  • Sonnenschutz
  • Mückenschutz
  • Bestimmungsbuch- wir empfehlen: Svensson et al. – Der neue Kosmos Vogelführer [2011]
  • Zur Einreise genügt der gültige Personalausweis

Informationen

Generelle Hinweise

  • Anforderungen der Reise: gering, Wanderungen bis 5 Kilometer
  • Sehr gerne unterbreiten wir Ihnen ein günstiges Angebot für Ihre individuelle Anreise mit der Bahn – Rufen Sie uns an!

Zahlungsmodalitäten

  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.

Hinweis zu den Zielarten

Auf unseren Reisen beobachten wir die Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum und können Ihnen nicht garantieren, alle hier aufgeführten Zielarten auf der Tour zu sehen. Unsere Reiseleiter bemühen sich, Ihnen so viele Vogelarten wie möglich zu zeigen.

Eignung unserer Reisen für Personen mit eingeschränkter Mobilität

Bei unseren Naturreisen handelt es sich um Reisen, die für Personen mit eingeschränkter Mobilität grundsätzlich nicht geeignet sind. Sollten Sie bezüglich der Anforderungen unsicher sein, sprechen Sie uns bitte unbedingt vor der Buchung an.

Reiseberichte

Reisebewertungen

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