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Tschernobyl und Pripjat – naturkundliche Exkursion nach Weißrussland

Belarus

  • 6 bis 14 Personen
  • 8 Tage / 7 Nächte

ab 2.450 €

Tschernobyl und Pripjat – naturkundliche Exkursion nach Weißrussland

Vogelbeobachtung im Palieski-Nationalpark und in der Flusslandschaft des Pripjats

Der Palieski- Nationalpark und die Flusslandschaft des Pripjats gehören unzweifelhaft zu den beeindruckendsten Wildnisgebieten Europas. Die Paliessie liegt im Südosten von Belarus, innerhalb der Tschernobyl-Zone, deren Betreten seit 30 Jahren nur wenigen Besuchern gewährt wurde. In den vergangenen Jahrzehnten hat die Natur viele, vom Menschen geprägte Landschaften „zurückgeholt“ und unbeeinflusst weiterentwickelt. Viele Tierarten, wie Elch, Wisent, Wolf und sogar Braunbär sind in dieser Zeit eingewandert und erreichen erstaunliche Populationsdichten. Nur unter strengen Sicherheitsauflagen ist es möglich dieses Gebiet zu betreten.

Im zweiten Teil unserer Reise besuchen wir den Pripjat. Er wird zu Recht als der Amazonas Europas bezeichnet, denn der Einfluss des Menschen in das Flusssystem hielt sich bisher in Grenzen. Die Flusslandschaft, die an manchen Abschnitten mehrere Kilometer beträgt, ist nicht nur Heimat von Lasursmeise, Terekwasserläufer und fast allen europäischen Spechtarten, sondern auch ein beeindruckendes Rast- und Winterquartier für viele nordische Vogelarten. So erwarten wir auf den riesigen Feldern nicht nur große Ansammlungen von Gänsen, Kranichen und Goldregenpfeifern, sondern auch Rotkehlpieper, Ohrenlerchen und Nahrung suchende Raufußbussarde.

Höhepunkte:

  • Besuch der Tschernobyl-Zone
  • Vogelbeobachtungen in der Pripjat-Flussniederung

Zielarten:

Zwergsäger, Auerhuhn, Birkhuhn, Haselhuhn, Raufußbussard, Schelladler, Uhu, Sperlingskauz, Dreizehenspecht, Blutspecht, Grauspecht, Weissrückenspecht, Lasurmeise, Rotkehlpieper, Ohrenlerche, Wisent, Przewalski-Pferde, Wolf, Elch und Rothirsch.

Aufpreis bei 6 - 9 Teilnehmern: + 100,00 Euro pro Person

Reiseverlauf

  • Zwergsäger (C. Moning)

    Voller Vorfreude auf unsere naturkundliche Exkursion in Weißrussland steigen wir in Frankfurt in das Flugzeug und fliegen in die weißrussische Hauptstadt Minsk. Am Flughafen werden wir von unserer Reiseleitung in Empfang genommen. Anschließend fahren wir über Gomel in die Nähe des belarussischen Teils der Tschernobyl-Zone und beziehen in dem kleinen Ort Сhojniki unser Hotel.

  • Internationaler Checkpoint Zone 2 Tschernobyl
    Intrnationaler Checkpoint Tschernobyl (V. Sashko)

    Sehr früh am Morgen fahren wir in den „Radioökologischen Nationalpark Palieski“, der im Jahre 1988, zwei Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl, eingerichtet wurde, um das am stärksten von der Katastrophe betroffene Gebiet einzuschließen. Anders als im ukrainischen Teil, ist dieses Gebiet komplett von der Außenwelt abgeschnitten und darf nur mit besonderer Genehmigung betreten werden. In Begleitung von Mitarbeitern des Nationalparks passieren wir den Check-Point und bewegen uns, unter Einhaltung der Sicherheitsauflagen (Vermeidung des Kontakts mit verstrahltem Material) den ganzen Tag innerhalb der Zone.
    Während das Gebiet noch hunderte von Jahren für die menschliche Besiedlung ungeeignet bleiben wird, ist der Wildnis-Prozess unübersehbar. So sehen wir verlassene Dörfer und landwirtschaftliche Nutzflächen, die von der Vegetation „geschluckt“ wurden. Wir sehen Obstgärten und Wälder, die sich in ihrer Struktur und Zusammensetzung mit hoher Dynamik verändern und Moorwiesen, die von Bibern unter Wasser gesetzt wurden. An manchen Stellen verhindern Wisente, Elche und Przewalski-Pferde das Aufwachsen des Waldes. In den dichten, nicht mehr genutzten Wäldern sind Luchse und Braunbären eingewandert. Ihre Beobachtung wird uns nur mit viel Glück gelingen. Dagegen haben wir eine realistische Chance, Wölfe zu sehen, die nicht bejagt werden und sich bei üppigem Nahrungsangebot gut vermehrt haben.

  • Uhu (V. Sthamer)

    Die menschenleeren Straßen im Nationalpark sind die Orte, an denen Auerhähne morgens regelmäßig nach kleinen Steinen suchen, um mit deren Hilfe Nahrung im Magen zu zermahlen. Wir können sie ebenso beobachten, wie das herbstbalzende Birkhuhn. Ebenso suchen wir das scheue Haselhuhn. Vom Rückzug des Menschen haben auch See- und Schelladler, sowie der Uhu profitiert. Der Uhu siedelt fast ausschließlich in den verlassenen Dörfern. Lange Zeit verbringen wir in den Flussauen des Pripjats, um Elche und Biber zu sehen, deren Bestand rasant gewachsen ist. Am Nachmittag verlassen wir das Palessie-Gebiet und fahren nach Turau zum Mittellauf des Pripjats.

  • Lasurmeise (P. Lychovskiy)

    Wir setzten heute unsere naturkundlichen Exkursionen in Weißrussland in der Umgebung des Flusses Pripjat fort. Das von unserem Partnerunternehmen (APB-BirdLife Belarus) verwaltete Schutzgebiet im Zentrum der Pripjat-Flusslandschaft, ist für Hunderttausende von Wasser- und Watvögeln eines der wichtigsten Rastplätze in Europa. Durch den unreglementierten Pripjat verändert sich die Landschaft ständig. Immer wieder werden neue Inseln geschaffen und Ufer abgetragen. So entstehen Brut- und Nahrungsflächen. In den selten überstauten Wiesen und aufgelassenen Feldern jagen Sumpfohreulen und Kornweihen. Hier erwarten wir ebenfalls verschiedene Pieperarten, darunter den arktischen Rotkehlpieper, den Blutspecht und die Lasurmeise.

  • Weißrückenspecht (A. Weber - Baltikumreisen)

    Die riesigen Auenwälder des Pripjats wechseln ihr Bild in Entfernung zum Fluss. So finden wir die Weichholzaue aus Weiden und Pappeln in Flussnähe, während Eichen in der nur selten überschwemmten Hartholzaue dominieren. Hier leben Schwarz-, Mittel-, Grün- und Grauspecht, während in Flussnähe Klein- und Weißrückenspecht vorkommen. Ebenso die Lasurmeise, die diesen Lebensraum ebenfalls bevorzugt. Den Tag über wollen wir auch Arten berücksichtigen, die sich von den mitteleuropäischen Vögeln unterscheiden und als eigene Unterart vorkommen. So wie Waldbaumläufer, Weidenmeise und der helle Kleiber.
    Nördlich von Turau liegen Fischteiche, in denen es ein lokales Vorkommen des Zwergsägers gibt. Sicher werden wir hier viele verschiedene Enten- und Gänsearten sehen. Hier sind auch alle drei europäischen Schwanenarten vertreten. Im Herbst werden viele Teiche abgelassen und Schlammbänke freigelegt – ideal für Möwen und verschiedene Watvögel wie Grünschenkel, Dunkle Wasserläufer und Sandregenpfeifer. Auch die große Raubseeschwalbe ist hier zu sehen.

  • Sperlingskauz (C. Moning)

    Heute fahren wir in den Pripjat-Nationalpark und erkunden die Wälder und Moore. Die Zahl der zu beobachtenden Vogelarten ist eher gering. Am Morgen versuchen wir den kleinen Sperlingskauz zu finden, der im Herbst eine sehr intensive Balz zeigt und in verschiedenen Habitaten zu finden ist. Ansonsten sind es vor allem Finkenvögel, die wir in den Erlen- und Hainbuchenwäldern sehen, wie Erlenzeisige, Bergfinken und Kernbeißer. Sehr viel Zeit nehmen wir uns für die Suche nach Haselhühnern und dem Dreizehenspecht. Beide Arten bevorzugen dichte Wälder. Mit etwas Glück können wir auch noch Schelladler sehen, die in den riesigen unzugänglichen Mooren brüten. Er ist, im Gegensatz zum Schreiadler, auf sehr nasse Wälder angewiesen, sucht seine Nahrung aber auch gerne in der Offenlandschaft. Der Nationalpark zählt zu den wichtigsten Brutgebieten des kleinen Adlers in Europa. Dagegen wird der Seeadler auch am Pripjat immer häufiger.

  • Dreizehenspecht (C. Moning)

    Am nächsten Tag verabschieden wir uns aus Weißrussland und treten die Heimreise an.

Zusatzinformationen

  • Wir legen besonderen Wert auf Reisen in kleinen Gruppen. Bei allen Reisen ist die minimale und die maximale Teilnehmerzahl angeführt. Die Mindestteilnehmerzahl ist bis 3 Wochen vor Reisebeginn zu erreichen. Auch wenn diese Zahl nicht erreicht wird, versuchen wir die Reise durchzuführen. Wir bitten Sie dann, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. Sollte nur ein Platz zum Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl frei sein und die Buchung von zwei Personen gemeinsam eingehen, werden wir die Gruppengröße um eine Person erweitern.

Enthaltene Leistungen

  • Flug ab/ bis Frankfurt nach Minsk in der Economy-Class (andere Abflughäfen auf Anfrage, ggf. mit Aufpreis) Alternativ ist die Anreise auf Anfrage auch per Bahn/Bus möglich
  • 7 Übernachtungen in Doppelzimmern in Mittelklassehotels
  • Vollpension: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
  • Alle Transferfahrten vor Ort mit einem Reisebus
  • Alle Genehmigungen
  • Weißrussische Reiseleitung und Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung
  • Professionelle, deutschsprachige und landeskundige Reiseleitung
  • Artenliste
  • birdingtours Notizblock und Stift
  • Reisebericht

Nicht enthaltene Leistungen

  • Nicht erwähnte Verpflegung
  • Persönliche Ausgaben & Trinkgelder
  • Zusatzleistung für Flugreisen: Rail & Fly Ticket: www.birdingtours.de/service/bahnanreise/, Sitzplatz, Spezialverpflegung, etc. (auf Anfrage und gegen Aufpreis – bei Buchung bitte angeben)
  • Reiseversicherung: www.birdingtours.de/service/reiseversicherung/ (gerne beraten wir Sie persönlich)
  • Visagebühren (nur für die Anreise mit der Bahn)

Ausrüstung

  • E-Tickets (check-my-trip)
  • gültiger Reisepass
  • Auslandsreise-Krankenversicherung
  • Zweckmäßige Kleidung inklusive Regensachen
  • Festes, wasserabweisendes Schuhwerk (keine Gummistiefel)
  • kleine Reiseapotheke
  • Fernglas und (wenn möglich) Spektiv
  • Bestimmungsbuch - wir empfehlen: Svensson et al. – Der neue Kosmos Vogelführer 2017 oder Lars Jonsson – Die Vögel Europas 1992, beide im Kosmos-Verlag erschienen

Informationen

Generelle Hinweise

  • Die Hotels entsprechen unseren Mittelklassestandards, sind sauber und solide. Alle Zimmer haben eine eigene Dusche und ein WC. Die weißrussische Küche ist sicher nichts für Gourmets, zu den Picknicks werden wir jedoch mit frischem Obst und Gemüse versorgt.
  • Die Zielarten erfordern Beobachtungen am frühen Morgen und mitunter bis Mitternacht. Bitte berücksichtigen Sie diese Umstände bei Ihrer Reiseauswahl.

Zahlungsmodalitäten

  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an

Hinweis zu den Zielarten

Auf unseren Reisen beobachten wir die Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum und können Ihnen nicht garantieren, alle hier aufgeführten Zielarten auf der Tour zu sehen. Unsere Reiseleiter bemühen sich, Ihnen so viele Vogelarten wie möglich zu zeigen.

Eignung unserer Reisen für Personen mit eingeschränkter Mobilität

Bei unseren Naturreisen handelt es sich um Reisen, die für Personen mit eingeschränkter Mobilität grundsätzlich nicht geeignet sind. Sollten Sie bezüglich der Anforderungen unsicher sein, sprechen Sie uns bitte unbedingt vor der Buchung an.

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