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Kroatien: Insel Cres im Kvarner-Archipel

Kroatien

Kroatien: Insel Cres im Kvarner-Archipel

Gänsegeier, weitere Greifvögel und Arten der Mittelmeerregion

Die 65,5 Kilometer lange Insel Cres liegt in der Kvarner Bucht im adriatischen Meer. Nördlich der gleichnamigen Stadt wird die Insel vom 45ten Breitengrad geteilt. So wurden bislang rund 1.300 Pflanzenarten sowie mehr als 200 Vogelarten nachgewiesen. Ebenso beachtlich sind der Insektenreichtum und die Anzahl an Reptilien und Amphibien. Die Landschaft ist ein Gemisch aus Laubmischwäldern, Macchie, Wacholderheiden, Karstgebieten und Geröllfeldern.

Mit weniger als 3.000 Einwohnern ist Cres eine der an den dünnsten besiedelten Inseln in der Adria. Intensive Schafhaltung prägte einst die Landschaft, heute ist diese stark rückläufig. Das damit einhergehende Zuwachsen der früher offenen Weideflächen bedeutet gleichzeitig einen Rückgang der direkt oder indirekt auf Offenflächen angewiesenen Arten. Auch die Nahrungssuche der Gänsegeier, denen das Hauptaugenmerk bei dieser Reise dient, wird dadurch erschwert. Vor wenigen Jahrzehnten konnte die kleine Restpopulation, deren Brutplätze in steilen Klippen direkt über dem Meer liegen, praktisch in letzter Minute durch intensive Schutzmaßnahmen erhalten werden. Inzwischen ist der Bestand auf über hundert Paare angewachsen. Zu den weiteren ganzjährig zu beobachtenden Greifvögeln zählen Steinadler, Mäusebussard, Habicht, Sperber, Wanderfalke und Turmfalke. Die ebenfalls auf der Insel brütenden Schlangenadler, Wespenbussarde und Baumfalken ziehen dagegen im Herbst nach Afrika.

Während der Zugzeiten können zudem verschiedene Falken- und Weihenarten, Schwarzmilane und Fischadler beobachtet werden. Wir besuchen die Waldbereiche der Tramuntana im Norden sowie die mit Wacholder bestandenen Schafweiden im mittleren Teil der Insel und verfolgen die Flugbewegungen der Greifvögel, achten dabei aber auch auf Kleinvögel der Mittelmeerregion.

Einige Zielarten:

Gänsegeier, Steinadler, Schlangenadler, Wespenbussard, Mittelmeersteinschmätzer, Blaumerle, Weißbartgrasmücke, Zaunammer

Aufpreis bei 5 Teilnehmern: + 150,00 Euro pro Person

Christian Fackelmann

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Reisecode: KRO02
Dauer: 7 Tage / 6 Nächte
Teilnehmer: 5 bis 7 Personen
Veranstalter: birdingtours

Reiseverlauf

  • Heute erfolgt die Anreise. Die Insel Cres ist entweder über Rijeka und die Fährverbindung von Brestova nach Porozina oder über die mit dem Festland durch eine Brücke verbundene Insel Krk und die Fährverbindung von Valbiska nach Merag zu erreichen. Wir sollten im Laufe des Nachmittags oder am frühen Abend in der Stadt Cres ankommen. Die Zeit bis zum Abend kann zu einer kurzen Erkundung der in einer windgeschützten Bucht gelegenen Ortschaft und der Strandpromenade genutzt werden. Nach dem Kennenlernen bei einem gemeinsamen Abendessen lassen wir den Tag gemeinsam ausklingen.

  • Schlangenadler (C. Moning)

    Wir fahren die einzige Straße in Richtung Norden entlang dem Ornithologischen Reservat „KRUNA“ nach Beli und legen dabei mehrere Beobachtungsstopps ein. Am ersten Haltepunkt wird die Insel vom 45. Breitengrad geteilt. Nördlich davon werfen die Laubbäume in Winter die Blätter ab, im Süden behalten sie diese. Hier beobachten wir die Flugbewegungen über den Hängen auf der Ostseite der Insel in Richtung Fähranlegestelle Merag und der Nachbarinseln Krk und Plavnik, die ebenfalls einige Gänsegeier-paare beherbergen.  Neben Gänsegeiern halten sich hier regel-mäßig Kolkraben, Mäusebussarde, Mittelmeermöwen und Nebelkrähen auf, zur Zugzeit auch Schwarzmilane. Die Stelle ist besonders geeignet, um den Kolkraben bei ihren Luftspielen untereinander oder bei spielerischen Attacken auf segelnde Geier beizuwohnen.

    Der nächste Haltepunkt liegt unterhalb der höchsten Gipfel SIS und GORICA an der schmalsten Stelle der Insel. Hier können sowohl die Flugbewegungen entlang der Kämme als auch zu beiden Seiten der Insel verfolgt werden. Wir achten auf die von den Brut- und Schlafplätzen an den Küstenklippen aufsteigenden Gänsegeier, auf jagende Schlangenadler, Wanderfalken und weitere Greifvögel. Auf dem Weg zur Ortschaft Beli wandern wir das letzte Stück bis zum Ort auf einem alten Römerweg durch den Wald. Am Rande des malerisch auf einer Anhöhe gelegenen Ortes besuchen wir eine Station, in der verletzte Geier gepflegt werden und sich ein ethnologisches Museum befindet. Hier legen wir eine Pause ein. Nachmittags besteht die Möglichkeit (je nach Wetterlage, Interesse und Wanderfreude der Teilnehmer), entweder einen der von Beli ausgehenden Naturpfade (Länge zwischen 1,5 und 10 km; unterschiedliche Schwierigkeitsstufen) ganz oder teilweise zu erwandern, oder von einem kleinen Gipfel über dem Ort die Flugbewegungen der Greifvögel über dem KRUNA-Reservat zu beobachten. 

    Fahrstrecke: rund 40 km, Wanderstrecke: min. 3, max. 12 km

  • Wanderfalke (C. Heber)

    Wir fahren wieder nach Norden, beobachten von mehreren Stellen mit gutem Ausblick über die Westküste den Abflug der Gänsegeier von den Schlafplätzen und halten Ausschau nach Schlangenadler, Wespenbussard, Wanderfalke, Sperber und weiteren Greifvögeln. Im Anschluss fahren wir über Nebenstrecken quer durch eine bewaldete Senke ins Zentrum der Tramuntana, wo wir die letzte Strecke zu einer Ruine wandern. In offenen Bereichen und bei verlassenen Siedlungen legen wir Beobachtungsstopps ein und verfolgen die Flugbewegungen der Greifvögel über den ausgedehnten Eichenwäldern der Tramuntana und entlang der von Süd nach Nord verlaufenden Kämme, in der Hoffnung auf nahrungssuchende Stein- und Schlangenadler.

    Besonders kleinvogelreich sind die verwilderten Gärten, in denen sich Meisen, Finken, Grasmücken, Schnäpper, Ammern, Stare und weitere Singvögel sowie die auf diese jagenden Sperber aufhalten. Im September besteht grundsätzlich auch noch die Möglichkeit einen Wendehals, Pirol oder Wiedehopf anzutreffen. In den Weidegebieten kommen Neuntöter, Zaunammer und Weißbartgrasmücke dazu. Während der Rückfahrt am Abend achten wir auf Ziegenmelker, die sich gerne im Bereich der Straße aufhalten.

    Fahrstrecke: etwa 50 km, Wanderstrecke 5 km

  • Morgens legen wir einen kurzen Stopp in der kleinen, nur noch zeitweise bewohnten Siedlung Predoscica ein, die sich an der schmalsten Stelle der Insel befindet. Wir beobachten die Vögel im Umfeld einer kleinen Wasserstelle für Schafe und in den teils verwilderten Gärten, anschließend wandern wir auf einem alten Römerweg zu einem Hügelkamm. Von dort aus beobachten wir die Flugbewegungen der Greifvögel und Kolkraben zu beiden Seiten der Insel. Nach einer kleinen Stärkung am Römerpfad wechseln wir auf die Westseite und wandern auf einem leicht ansteigenden Pfad durch Schafweideflächen auf ein offenes, mit einzelnen Wacholdern bestandenes Plateau am VELO GRACISTE.

    Die Steinmauern, die überall auf der Insel die Weideflächen abgrenzen, sind inzwischen teilweise verfallen, die Schafe verschiedener Besitzer leben seit Jahren halbwild in kleinen Herden im näheren und weiteren Umfeld der Ortschaften. Wir kommen an einem Gatter vorbei, in dem die an diesem Berg lebenden Schafe hin und wieder gefüttert und einmal im Jahr zum Scheren getrieben werden. Sofern sich einige der (teilweise eigenen) Schafe in der Nähe aufhalten, die noch an Menschen gewöhnt sind, werden sie auf Zuruf herankommen.

    Das Plateau wird regelmäßig niedrig von den Gänsegeiern aus dem KRUNA-Reservat bei ihren Flügen zu und von den Futterplätzen in der Inselmitte überflogen. Einzelne, teilweise dürre Eichen dienen jagenden Adlern als Ansitzwarten. Neben Bussarden und Kolkraben sind hier unter Anderem Mittelmeersteinschmätzer, Zaunammer und Weißbartgrasmücke zu erwarten. Am Nachmittag wandern wir auf der Ostseite über einen etwas steileren und kaum mehr benutzten Pfad durch ehemals von Steinmauern getrennte Schafweiden und schattige Waldstreifen zurück nach Predoscica.

    Fahrstrecke 20 km, Wanderstrecke etwa 8 km

  • Wir fahren in die Inselmitte und beobachten im Gebiet zwischen den Ortschaften Orlec und Belej an der Ostküste. In diesem Küstenbereich befindet sich die stärkste Gänsegeierkolonie des Kvarner Archipels, zu deren Schutz das Reservat PODOKLADI ins Leben gerufen wurde. Wir beobachten die morgens über den Küstenklippen zur Nahrungssuche aufbrechenden Gänsegeier und später von verschiedenen Stellen die nahrungssuchenden und regelmäßig auf Hochspannungsmasten ruhenden Geier. In den kleinen Ortschaften oder an Einzelgehöften bietet sich die Möglichkeit zum Kauf lokaler Produkte wie z.B. Salbeihonig.

    Von dem an der Hauptstraße gelegenen Ort Belej aus wandern wir auf einem schmalen asphaltierten Weg durch eine von Steinmauern eingerahmte Weidelandschaft zu einem kleinen Hafen. Dabei haben wir die Möglichkeit, jagende Stein- und Schlangenadler, weitere Greifvögel, Mittelmeersteinschmätzer, Weißbartgrasmücken und an der Küste Dohlen, Blaumerlen und Krähenscharben zu beobachten. Die weit verbreitete Zaunammer singt zum Teil auch noch im Herbst. In der kleinen Hafenbucht legen wir eine Rast ein, bevor wir uns auf den Rückweg machen.

    Fahrstrecke je 20 km mit Minibus und Boot, Wanderstrecke 4 km

  • Blaumerle (C. Moning)

    Wir beobachten im Umfeld des Naturschutzgebietes Vrana-See an der breitesten Stelle der Insel. Der Zugang zum See selbst ist nicht erlaubt. Die Masten der zwei Hochspannungslinien, die sich von der Inselmitte in den Süden erstrecken, sind gerne genutzte Ruhe- und Ansitzwarten für Stein- und Schlangenadler, Gänsegeier sowie verschiedene Falkenarten, darunter auch Durchzügler. In den offenen, mit vereinzelten Wacholderbüschen bestandenen Geröllflächen und Schafweiden leben Steinhühner, Ziegenmelker, Steinschmätzer, Neuntöter, Zaunammern und Weißbartgrasmücken.

    Entlang der Westküste wandern wir zu dem oberhalb einer hohen Felswand thronenden Ort Lubenice und halten Ausschau nach über den Taleinschnitten kreisenden Steinadlern, Habichten, Sperbern und Turmfalken. Auf Felsvorsprüngen in den Tälern haben wir die Möglichkeit, Blaumerlen zu entdecken. Durch die exponierte Lage der Ortschaft lassen sich die im Luftraum nach Insekten jagenden Alpensegler gut beobachten. Von Lubenice aus fahren wir über eine schmale, von Mauern eingefasste Nebenstrecke zurück, wobei wir an mehreren Aussichtsplätzen kurze Beobachtungsstopps einlegen.

    In dem kleinen Ort Loznati essen wir in einem von einer ansässigen Familie betriebenen Restaurant, welches für seine Schafspezialitäten bekannt ist, zu Abend.

    Fahrstrecke etwa 40 km, Wanderstrecke 5 km

  • Wir frühstücken zusammen und machen uns dann auf die Heimreise.

Enthaltene Leistungen

  • 6 Übernachtungen in Mittelklassehotels (Landeskategorie)
  • Halbpension
  • Lunchpakete (mittags)
  • Alle Transferfahrten vor Ort im Kleinbus
  • Professionelle, deutschsprachige und landeskundige Reiseleitung
  • Artenliste
  • birdingtours Notizblock und Stift
  • Reisebericht

Nicht enthaltene Leistungen

  • Anreise
  • Nicht erwähnte Verpflegung
  • Persönliche Ausgaben & Trinkgelder
  • Zusatzleistung für Flugreisen: Rail & Fly Ticket: www.birdingtours.de/service/bahnanreise/, Sitzplatz, Spezialverpflegung, etc. (auf Anfrage und gegen Aufpreis – bei Buchung bitte angeben)
  • Reiseversicherung: www.birdingtours.de/service/reiseversicherung/ (gerne beraten wir Sie persönlich)

Reiseberichte

  • Diese Reise wurde im Hinblick auf das intensive, hektikfreie Erleben der Inselnatur während der gezielten Beobachtung bestimmter Arten und Individuen, die sich diesem Lebensraum und den örtlichen Gegebenheiten angepasst haben, konzipiert. Eine möglichst hohe Anzahl an Arten zusammenzutragen ist nicht vordergründig, dagegen sollen die Bedeutung der Schafhaltung für die Artenvielfalt und die Maßnahmen zum Schutz der Gänsegeier aufgezeigt werden.

  • Gruppengröße und Mindestteilnehmerzahl: Wir legen besonderen Wert auf Reisen in kleinen Gruppen. Bei allen Reisen ist die minimale und die maximale Teilnehmerzahl angeführt. Die Mindestteilnehmerzahl ist bis 3 Wochen vor Reisebeginn zu erreichen. Auch wenn diese Zahl nicht erreicht wird, versuchen wir die Reise durchzuführen. Wir bitten Sie dann, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. Sollte nur ein Platz zum Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl frei sein und die Buchung von zwei Personen gemeinsam eingehen, werden wir die Gruppengröße um eine Person erweitern.

Ausrüstung

  • festes Schuhwerk (für die Berge am besten Bergschuhe, die über den Knöchel ragen)
  • Warme Kleidung und Regenjacke
  • Fernglas und Spektiv falls vorhanden
  • Sonnenschutz
  • Tagesrucksack
  • Klapphocker
  • Bestimmungsbuch - wir empfehlen: Svensson et al. – Der neue Kosmos Vogelführer oder Lars Jonsson – Die Vögel Europas, beide im Kosmos-Verlag erschienen

Generelle Hinweise

  • Anforderungen der Reise: mittelschwer, mit längeren Wanderungen bis 8 km - zum Teil auf Pfaden mit losem Geröll!
  • Aufgrund der rasch wechselnden Wetterbedingungen im Kvarner-Archipel (Bura, Regen, Nebel) werden die für die einzelnen Tage geplanten Aktivitäten entsprechend der vorherrschenden Wettersituation flexibel gehandhabt. Bei Schlechtwetterphasen werden die einzelnen Tagestouren im Hinblick auf das bestmögliche Ergebnis umgestellt. Besonders bei den geplanten Beobachtungen von exponierten Stellen ist gutes Wetter Voraussetzung.
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an. Bitte erkundigen Sie sich bei uns jedoch rechtzeitig über den aktuellen Buchungsstand Ihrer Reise(n).
  • Änderungen, die den Charakter der Reise nicht beeinflussen sind zwar nicht vorgesehen, wir behalten sie uns aber vor. Bitte nehmen Sie das Detailprogramm als Vorschlag, aber nicht als Checkliste, was jeden Tag passieren muss. Das Programm kann umgestellt werden, wobei der Charakter der Reise jedoch erhalten bleibt. Wenn die Reise umgestellt wird, dann nur zu Ihren Gunsten! Bitte beachte Sie, dass sich bei den Reisen die angegebenen Reiseleiter ändern können.

Zahlungsmodalitäten

  • Höhe der Anzahlung in Prozent des Reisepreises: 20 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.

Hinweis zu den Zielarten

Auf unseren Reisen beobachten wir die Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum und können Ihnen nicht garantieren, alle hier aufgeführten Zielarten auf der Tour zu sehen. Unsere Reiseleiter bemühen sich, Ihnen so viele Vogelarten wie möglich zu zeigen.

Eignung unserer Reisen für Personen mit eingeschränkter Mobilität

Bei unseren Naturreisen handelt es sich um Reisen, die für Personen mit eingeschränkter Mobilität grundsätzlich nicht geeignet sind. Sollten Sie bezüglich der Anforderungen unsicher sein, sprechen Sie uns bitte unbedingt vor der Buchung an.

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