Israel: Die besten Vogelplätze

Asien

  • 7 bis 12 Personen
  • 9 Tage / 8 Nächte

ab 4.450 €

Wüste, Strand, Sumpf: Vogelvielfalt in Israel

Diese Reise bietet Besuche in einer solchen Fülle von Lebensräumen und Landschaften, wie sie auf kleiner Fläche wohl nur in Israel möglich ist. Neben Brutvögeln des hohen Nordens Eurasiens, die jetzt noch durchziehen, werden wir auch seltene Brutvögel Israels sehen und können jederzeit mit überraschenden Irrgästen und Seltenheiten rechnen.
Wir besuchen die Negev-Wüste als auch das Arava-Tal und die Umgebung von Eilat am Roten Meer. Die dramatische Felsenkulisse des Großen Afrikanischen Grabenbruchs, des Rift Valley, ist nicht nur landschaftlich atemberaubend. Sie bildet einen Zugkorridor für Millionen Vögel in jeder Zugsaison. Jetzt Ende April ist die Hauptdurchzugszeit für die spätziehenden Insektenfresser wie Blauracke, Bienenfresser, Wespenbussard. Die bewässerten landwirtschaftlichen Flächen des Arava-Tals wirken wie Magnete auf die Durchzügler.
Die Zusammensetzung der Vogelarten ändert sich beinahe täglich, und unter den häufigen Durchzüglern, darunter viele in Deutschland seltene Arten wie Ortolan, Brach- und Rotkehlpieper, Blaumerle und Steinrötel, finden sich immer wieder Raritäten: Schopfwespenbussard, Rußheckensänger und Weißkehlsänger, Weißschwanzkiebitz und viele andere zählen den begehrten Seltenheiten, die fast alljährlich auftauchen.

Die Salinen und Teichanlagen um Eilat sind zu dieser Zeit gefüllt mit tausenden Watvögeln, Möwen mit mehreren Arten und Reihern. Teichwasserläufer, Temminck- und Sichelstrandläufer, Odinshühnchen, Wüstenregenpfeifer, Rotflügel- und seltener Schwarzflügelbrachschwalben, die an den Ufersäumen gemeinsam mit großen Verbänden von Dünnschnabelmöwen nach Nahrung suchen. An guten Zugtagen ist der Himmel voll mit Greifvögeln, Schwalben und Seglern.

Zum Spektakel des Vogelzugs hinzu kommt eine große Vielfalt an unterschiedlichen Habitaten mit einer fantastischen Landschaft mit vielen nahöstlichen Brutvogelarten, die sich hier besser als an anderen Orten im Nahen Osten beobachten lassen, wie zum Beispiel die unterschiedlichen Steinschmätzer, Lerchen und Flughühner. Da unsere Reise uns auch in den Norden des Landes führt, sind weitere Arten wie Zederngirlitz, Rotflügelgimpel und andere östliche Arten zu sehen.

Zugvögel und einheimische Spezialitäten garantieren für eine lange und interessante Artenliste am Ende dieser Spätfrühlingsreise nach Israel, die sicher unvergessliche Eindrücke bescheren wird.

Einige Zielarten:

Arabisches Wüstenhuhn, Steppenadler, Adler- und "Falkenbussard" (Buteo buteo vulpinus), Gleitaar, Steppenkragentrappe, Rennvogel, Wüstenregenpfeifer, Weißaugenmöwe, Sand-, Tropfen-, Kronen- und Wellenflughuhn, Braunliest, Smaragdspint, zahlreiche Lerchenarten, darunter Stummel- und Saharaohrenlerche, Rußheckensänger, Isabell-, Schwarzrücken-, Kappen- und Saharasteinschmätzer sowie Jerichonektarvogel, Felsenkleiber, Gelbsteißbülbül, Moabsperling, Zederngirlitz, Rotflügelgimpel, Wüstenammer und viele mehr.

Reiseverlauf

  • Kuhreiher (C Moning)

    Unser israelischer Guide holt uns am Flughafen in Tel Aviv ab und unser Abenteuer beginnt. Wir machen uns auf den Weg in der Negev-Wüste! Wenn wir noch genügend Zeit haben, können wir einen ersten Eindruck von der Negev bekommen, wenn wir erste gefiederte Bewohner beobachten wie Smaragdspint, Schwarzrücken-Steinschmätzer,  Wüstenprinie, Steinlerche und andere. Ein Besuch der En-Awdat-Schlucht im gleichnamigen Nationalpark bei Sede Boker könnte durch durch Sichtungen von Wüstenfalken, Habichtsadler, Gänsegeiern, Schmutzgeier belohnt werden.

    Übernachtung in der Negev-Wüste.

  • Braunliest (C. Moning)

    Ein früher Start ist nötig, um die entlegene Wildnis des Grenzgebiets zu Ägypten bei Nizzana zu erleben. Diese Region ist die letzte verbliebene Hochburg im Nahen Osten für die global vom Aussterben bedrohte Steppenkragentrappe, einem Highlight der Tour. Der scheue Vogel ist am besten bei allererstem Tageslicht zu beobachten. Die Region um Nizzana ist sehr wild und landschaftlich beeindruckend. Hier sind auch Wölfe, Schakale,Rennvögel und vier Arten von Flughühnern, (Sand-, Spieß-, Tropfen- und Kronenflughuhn), deren Wasserstellen wir besuchen werden, beheimatet. Zahlreiche Lerchenarten, darunter die Stummellerche, sind hier relativ verbreitet. Zudem ist die wunderschöne, helle Wüstenform des Steinkauzes (Unterart „lilith“) recht häufig. Bei Reisen in den Vorjahren wurden hier auch Arabisches Wüstenhuhn, einige Limikolenarten, Schlangenadler, Steppenadler, Merlin, Purpurhuhn, Maskenwürger, Graudrossling, Mittelmeer-Raubwürger, Zitronenstelze und durchziehende Kleinvögel wie Blassspötter und andere gesehen. 

    Nachmittags machen wir uns auf den Weg nach Eilat. Dabei durchqueren wir den weltberühmten Ramon-Krater mit seinen vielen Wüstenfarben, Wadis und Schotter- sowie Sandflächen. Hier machen wir einige Stopps um Wüstenvögel zu suchen - siehe Tag 1. Jetzt, Ende April, können wir mit gutem Vogelzug rechnen mit Chancen auf Bienenfresser, Blauracke, Würgern und verschiedenen Schafstelzen-Arten.

    Übernachtung in Eilat            

    Beobachtungsgebiete bei naturgucker.de
    Nizzana
    Ramon Krater, Mey Shar Plateau

  • Wellenflughuhn (J. Meyrav)

    Während unserer Zeit in Eilat werden wir verschiedene Hotspots wie die Eilat-Berge, die K19 und K20-Pools, die Yotvata Felder, Lotan, Ne'ot semadar, K76 und viele andere Magneten für Zugvögel besuchen. Ende April ist die Zeit für beeindruckenden Vogelzug hier im Sünden. Jetzt ziehen Tausende Wespenbussarde von Afrika nach Nordosteuropa und wir sollten Tausende dieser majestätischen Greifvögel sehen. Aber auch Kurzfangsperber, Steppenbussarde (B.b. vulpinus), Schlangen-, Steppen-, Schreiadler, Steppenweihen und andere attraktiver Greifvögel sind zu erwarten. Ende April ist auch die Hauptdurchzugszeit für Limikolen und andere Wasservögel. Seltene Watvögel wie Teichwasserläufer, Sumpfläufer, Wüstenregenpfeifer, Odinshühnchen, Sichelstrandläufer sind in guten Zahlen zu sehen und jederzeit können viel seltenere Arten – wie etwa Terekwasserläufer – auftauchen. Auch Raub-, Lach- und Weißflügelseeschwalbe sind möglich. 
    Seawatching vom North Beach am Roten Meer kann mit vielen nahöstlichen Spezialitäten wie Weißaugenmöwe, Küstenreiher, Mangrovereiher, Graufischer hervorragend sein. Dazu kommen ziehende Möwen wie Baltische Heringsmöwe (L. fuscus fuscus), Armenien- und Tundramöwe. In der schmalen Bucht werden sogar oft richtige Pelagen wie Sturmtaucher und Sturmschwalben beobachtet. Raubmöwen und Seeschwalben fliegen in und aus dem Golf und werden uns wahrscheinlich aufregende Beobachtungen bescheren.
    Während unserer Zeit in Eilat suchen wir natürlich auch nach anderen interessanten gefiederten Bewohnern des Gebiets, Steinschmätzern, Lerchen, Flughühnern und viele interessante und für viele sicher einmaligen Beobachtungen machen können.

    Eilat Strand mit Lagune

  • 2016-Januar-Israel-Arabisches-Wuestenhuhn-Christoph-Moning-4
    Arabisches Wüstenhuhn (C. Moning)

    Wir werden Eilat früh verlassen, denn wir haben einen langen Tag vor uns. Wir folgen der Road 90 bis zur Region des Toten Meeres. Hier suchen wir die nur lokal vorkommende Akaziengrasmücke, von der es nur noch wenige Dutzend Vögel gibt. Weiter nördlich entlang des Toten Meeres werden wir alle lokalen „Spezialitäten“ suchen und hoffentlich finden, einschließlich Borstenrabe, Moabsperling, Wüstenammer, Tristramstar. Nach einer kurzen Mittagspause fahren wir weiter nach Norden durch das Jordantal zu dem tief liegenden Bet-Schean-Tal, wo wir die Nacht verbringen werden.

    Übernachtung in Bet-Schean.

    Ein Gedi, als Beispiel für Beobachtungen am Toten Meer

  • Smaragdspint (C. Moning)

    Nach einer morgendlichen Beobachtungstour im Bet-Shean-Tal werden wir unsere Fahrt fortsetzen und weiter nach Norden entlang des Jordans den See Genezareth erreichen. Auf dem Weg gibt es mehrere Stellen, wo der Langschnabelpieper vorkommt. Ihn und die dort heimischen Wüger (L.e. aucheri), Bienenfresser werden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit finden.

    Am Nachmittag erreichen wir das fruchtbare, wassereiche Hula-Tal, wo wir großen Trupps von Störchen, Reihern, und viele Greifvogelartern, darunter den Gleitaar, erwarten. Wir machen uns auf die Suche nach der seltenen Marmelente und dem Halsbandfrankolin und vieles mehr. Viele Überraschungen sind in dem kleinen Reservat möglich!

    Übernachtung im Hula-Tal

    Agamon Hula

  • Zippammer (C. Moning)

    An diesem Morgen erreichen wir den nördlichsten Punkt unserer Reise: den Berg Hermon. Das über  2800 Meter hohe Bergmassiv ist Heimat für einige auch in Israel seltene und nur hier vorkommende Vogelarten. Zunächst besuchen suchen wir am Fuße des Massivs nach lokalen Spezialitäten wie Zederngirlitz, Östlichen Hausrotschwanz (P.o. semirufus), Felsenkleiber, Zippammer, Trauermeise und anderen.

    In den höheren Lagen des Berges suchen wir die nahöstliche Unterart der Ohrenlerche (E. a. bicornis), Rotflügelgimpel und vieles mehr. Der Hermon ist ein immer wieder überraschender Ort im zeitigen Frühjahr und wir werden sicherlich einige unerwartete Beobachtungen machen können.

    Am Nachmittag wenden wir uns nach Süden und schauen auf den Golanhöhen nach weiteren Kostbarkeiten wie Kappenammer, Kalanderlerche und mehr.

    Übernachtung im Hula-Tal.

  • Mittelmeermöwe (C. Moning)

    Unser letzter Tag in Israel wird mit einem weiteren Besuch im Hula-Tal starten. Nach dem Frühstück fahren wir Richtung Süden zur Mittelmeerküste. Dort besuchen wir die Fischteiche bei Ma'agan Michael (viele Störche, Reiher, Eisvögel, Mangusten) und beobachten am Strand Mittelmeermöwen und andere Küstenvögel.
    Dann ist es Zeit für uns nach Tel Aviv aufzubrechen, wo wir Israel Auf Wiedersehen (“le- hitra-ut”) sagen und in unser Flugzeug steigen.
    Maagan Mikhael Naturreservat

Zusatzinformationen

  • Bei allen Reisen ist die minimale und die maximale Teilnehmerzahl angeführt. Wenn drei Wochen vor Reisebeginn die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht ist, versuchen wir dennoch die Reise durchzuführen. Wir bitten Sie dann, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. Sollte nur ein Platz zum Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl frei sein und die Buchung von zwei Personen gemeinsam eingehen, werden wir die Gruppengröße um eine Person erweitern.

    • Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Israel bei einem Aufenthalt bis zu drei Monaten einen mindestens noch sechs Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültigen Reisepass, Rück- oder Weiterreiseticket sowie ausreichende Geldmittel. Sie erhalten am Flughafen einen israelischen Einreisestempel. Für Deutsche, die vor dem 1928 geboren sind, gelten besondere Einreisebestimmungen: Sie brauchen für die Einreise nach Israel ein Visum, für das eine Entnazifizierungserklärung nötig ist. Ein entsprechendes Formular ist auf der Rückseite des Visumantrags zu finden.
    • Sollten im Reisepass Visa arabischer Staaten vorhanden sein, so ist in der Regel bei der Einreise mit einer sehr strengen und längeren Sicherheitsbefragung durch israelische Sicherheitskräfte zu rechnen (Ausnahme: Jordanien und Ägypten). Prinzipiell finden bei der Einreise jedoch immer gründliche Sicherheitsprüfungen statt. Bitte haben Sie Geduld und Verständnis für diese Prüfungen, die Ihrer Sicherheit dienen.
    • Es ist zu beachten, dass Reisenden, die einen israelischen Reisestempel oder ein israelisches Visum im Reisepass haben, die Einreise in einige arabische Staaten verweigert wird. Deshalb kann man sich den israelischen Einreisestempel auf ein gesondertes Blatt geben lassen.

    Artenliste

    Israel im Frühling

    Länderinfos

    Israel Länderinfos

    Enthaltene Leistungen

    • Anreise: Flug ab/bis Frankfurt (nach Verfügbarkeit Direktflug)
    • 8 Übernachtungen mit Halbpension
    • zusätzlich qualifizierte deutsche Reiseleitung ab/bis Frankfurt
    • Führung durch lokalen englisch-sprachigen Ornithologen
    • Eintrittsgelder
    • Sämtliche Transfers lt. Programm im Van

    Nicht enthaltene Leistungen

    • persönliche Ausgaben
    • Mittagessen

    Ausrüstung

    • Ihr Elektronisches Ticket
    • Reisepass (mind. 6 Monate Gültigkeit!)
    • Leichte, lange Kleidung, aber auch Wärmekleidung für die kühleren Morgen und Abende
    • Badesachen, wer mag, für Totes und Rotes Meer
    • festes Schuhwerk
    • kleine Reiseapotheke
    • Sonnenschutz: Kopfbedeckung, Sonnencreme und -brille sind wichtig!! Das Licht in der Wüste kann sehr grell sein.
    • Fernglas und wenn möglich unbedingt ein Spektiv
    • Bestimmungsbuch: Svensson et al. – „Der neue Kosmos Vogelführer“ [2011], eventuell auch „Birds of The Middle East” von Porter et al
    • Gegebenenfalls Adapter für dreipolige Steckdosen und einen Fotoapparat
    • Wir erwarten Temperaturen von 15 -25°C.

    Informationen

    Generelle Hinweise

    • Wüstenvögel sind am besten in den frühen Morgenstunden zu beobachten. Das bedeutet, dass wir an einigen Tagen sehr früh ohne Frühstück aufbrechen werden. Entweder sind wir zu einem späten Frühstück wieder im Hotel oder wir nehmen ein Picknick-Frühstück mit.
    • Anforderungen der Reise: Selten Beobachtungsgänge bis max. vier Kilometer, meist deutlich weniger, keine Bergbesteigungen, Trinkwasser wird immer mitgeführt.
    • Die Gruppengröße dieser Reise beträgt 4 - 5 Personen. Sollte die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, kann die Reise bis 3 Wochen vor Reiseantritt abgesagt werden. Sollte der Fall eintreten, versuchen wir immer die Reise trotzdem durchzuführen. Falls dies nicht möglich ist, erstellen wir Ihnen gerne ein gutes Alternativangebot.

    Zahlungsmodalitäten

    • Höhe der Anzahlung in Prozent des Reisepreises: 20 %
    • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
    • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.

    Reiseberichte

    Reisebewertungen

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