Kaiserstuhl: Wiedehopf und Hefezopf (5 Tage/ 4 Nächte)
Wissenswertes über den Kaiserstuhl
Die Sonnenterrasse Deutschlands
Der Kaiserstuhl ist ein Erlebnis ganz besonderer Art. Zwischen Schwarzwald & Vogesen gelegen, erhebt er sich wie eine Insel zwischen seinen zwei großen Nachbarn. Er ist vulkanischen Ursprungs & Deutschlands sonnenreichstes Gebiet, ein Rebengebirge. Wer könnte sich der Stimmung dieser Landschaft entziehen, in der sich Heiteres, Gelöstes, Schwermütiges, Intimes & Erhabenes auf einzigartige Weise verbinden. Hier sind der Hast der Zeit sichere Grenzen gesetzt.
Geographisches
Die Eigenart des Kaiserstuhls resultiert aus Millionen Jahren der erdgeschichtlichen Entwicklung, beeinflusst vom Absinken des Oberrheingrabens & der in Gegenbewegung sich auftürmenden Randgebirge. Drei große vulkanische Ausbruchsphasen ließen ihn mit der vielfältigen Ausprägung seiner Gesteine für Geologen & Mineralogen zum Studienobjekt ersten Ranges werden. In der Eiszeit ist das ehedem weit mächtigere Bergmassiv, durch Abtragung schon beträchtlich gemindert, durch Stürme mit Löss bedeckt worden, dem aus der Gesteinsverwitterung der Randgebirge stammenden Staub. In seiner Ausdehnung von Südwesten bei Ihringen bis zum Riegeler Michaelsberg im Nordosten ist der Kaiserstuhl 16km lang; seine größte Breite erreicht 12,5 km. Totenkopf (557 m) & Neulinden (556 m) sind seine höchsten Erhebungen. Drei kleine Städte & 18 Weindörfer, lauter klangvolle Namen in den Ohren des Weinkenners, liegen in dieser Landschaft, & wo immer der Gast auch verweilen mag, all die Schönheiten, die der Kaiserstuhl bietet, sind leicht erreichbar.
Flora & Fauna
Ein Paradies für Blumen - & Tierfreunde! Nicht nur zur Zeit der Wein- & Winzerfeste, wenn der Farbenrausch des Herbstes die Rebterrassen erklettert, ist der Kaiserstuhl eine Urlaubsreise wert. Bezaubernd ist er auch im Frühling, wenn die Wälder auf den Höhen & in den Rheinauen im ersten grünen Anhauch erwachen, Kirch- & Pfirsichblüten das Gebirge überfluten, der zarte Duft der Schlüsselblumen darüber hinweht, das große Blühen auf Wiesen & Matten anhebt. Auf Mondhalde & Badberg bedeckt die violette Küchenschelle weite Flächen, & an den Rändern der Rebstücke blüht blau die kleine Traubenhyazinthe. Den ganzen Sommer über sind dem Naturfreund immer neue Überraschungen beschert.
36 Orchideenarten sind am Kaiserstuhl heimisch. Aus dem Süden ist die grün-geschuppte Smaragdeidechse eingewandert, die bis zu 40 cm lang wird. 728 Arten Großschmetterlinge & 1.300 Käferarten leben hier. Wer der Flöte des Pan zu lauschen versteht, wandert durch einen der vielen Hohlwege, eingeschnitten in den Lössspeck des Gebirges, oder auf dem Buckel des Badberges. Sein Leben lang wird den Wanderer dieses Erlebnis beglücken.
Wo die Sonne den Vulkan küßt
Gemeinsam mit dem NABU den Kaiserstuhl als naturwissenschaftliche und kulinarische Landschaft entdecken. Reiseleiter ist Engelbert Mayer, Jahrgang 1951, Vorstand des NABU Kaiserstuhl mit ausgiebiger Reiseleitererfahrung, ornithologisch und botanisch gleichermaßen beschlagen, Kaiserstühler mit Haut und Haaren. Er betreut u.a. das Wiedehopf-Projekt seit Anbeginn.
Aufpreis bei 8 - 11 Teilnehmern: + 40,00 Euro pro Person
Auf der Sonnenterrasse Deutschlands
Allgemeine Informationen
Bitte sehen Sie dieses Tagesprogramm nicht als Checkliste, sondern als Orientierungshilfe für unsere Kaiserstuhl-Reise an. Wir werden das Programm nicht Punkt-für-Punkt abhaken, sondern je nach Wetter und Tagesaktualität verändern. Bei schlechtem oder extrem heißem Wetter werden wir die Wanderungen abkürzen und wenn an einem Reisetag ein schönes, uriges Weinfest stattfindet, werden wir diesem einen Besuch abstatten. Die Reisephilosophie wird sich dabei nicht verändern: Genuß und Natur sollen zu einer wunderschönen Reisekomposition verschmelzen.
1. Tag: Ankunft am Kaiserstuhl
Anreise bis 14:00 Uhr. Begrüßung mit einem selbstgebackenen Kaiserstühler Obstkuchen. Danach eine kleine Wanderung mit ersten Beobachtungen in Weinbergen und Halbtrockenrasen. Abends zeigt Engelbert Mayer zur Einstimmung Bilder über Flora, Fauna und Besonderheiten des Naturgarten Kaiserstuhl. Abendessen in unserem Gasthof (incl.).
2. Tag: Lösshohlwege und Bienenfresser
An diesem Tag wandern wir durch Lösshohlwege und Weinberge zu den Bienenfressern im Herzen des Kaiserstuhles. Mittagessen in einem kleinen und feinen Gasthof (nicht incl.).Am Nachmittag kommen die Orchideen-Liebhaber voll auf ihre Kosten. Bei einer gemütlichen Wanderung durch ein Arboretum kann eine Vielzahl von Orchideen bestaunt werden und danach noch ein Abstecher zu Kakteen und Mauereidechsen. Abendessen in unserem Gasthof (incl.).
3. Tag: Wiedehopf und Wendehals
Wir begeben uns auf die Suche nach Wiedehopf und Wendehals, das Wiedehopf-Vorkommen ist hier Dank der Bemühungen des NABU Kaiserstuhl besonders stark. Unterwegs erwartet uns unser Wirt mit einem stärkenden Winzervespergutem Wein und guten Säften des Kaiserstuhles (incl.). Die weitere Wanderung führt uns dann zu einer Öko-Weinprobe (incl.), mit etwas Glück erspähen wir unterwegs auch den Steinkauz. Abendessen in unserem Gasthof (nicht incl.).
4. Tag: Schmetterlinge und Smaragdeidechsen
Das Naturschutzgebiet Badberg mit seiner einzigartigen Vielfalt seltener Pflanzen steht heute auf dem Programm. Eine erstaunliche Vielfalt seltener Pflanzen lässt hier die Botanikerherzen höher schlagen, auch die Schmetterlingsliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. Unterwegs zeigt sich die farbenprächtige Smaragdeidechse. Mittagessen in unserm Gasthof (incl.). Der Nachmittag ist zur freien Verfügung, abends ist der Besuch in einer Straußenwirtschaft möglich.
5. Tag: Wiedehopf und Hefezopf
Früh morgens machen wir uns nochmals auf den Weg ins Wiedehopf-Revier, mit etwas Glück können wir ihn beim Füttern der Jungvögel beobachten, danach erwartet uns ein kräftiges Frühstück und der Hefezopf. Gegen 11:00 Uhr endet die Reise. Wer will, kann sich danach noch Freiburg oder Breisach ansehen, gerne geben wir Ihnen Tipps für Verlängerungen.
Anreise
Bahn:
Mit der Bahn über die Hauptstrecken bis Freiburg, mit der Breisgau-S-Bahn Richtung Breisach, in Gottenheim umsteigen nach Bötzingen, dort umsteigen in BUS 295 Richtung Vogtsburg nach Altvogtsburg. Von dort sind es ca. 100 Meter Fußweg bis zum Gasthof. Falls wir Sie am Bhf Bötzingen abholen sollen, melden Sie sich bitte rechtzeitig.
Sollten Sie am Anreisetag Verspätung haben, rufen Sie bitte ebenso im Gasthof an und melden Sie die Verspätung, damit wir nicht zu lange warten müssen.
Auto:
Mit dem Auto über die Autobahn von Norden und Süden, Ausfahrt Freiburg-Mitte Richtung Umkirch, weiter über Gottenheim und Bötzingen nach Altvogtsburg.
Unterkunft
Wir sind in einer netten und gepflegten Unterkunft mitten im Kaiserstuhl untergebracht.
Mo und Di hat Rössle Ruhetag, wer an diesen Tagen abgeholt werden will, bitte rechtzeitig anmelden!!
Generelle Hinweise
- Mehr als 60 Gäste waren 2008 mit uns unterwegs am Kaiserstuhl. Alle Teilnehmer konnten ausführlich den Wiedehopf und Bienefresser beobachten. Mehr als 20 Orchideenarten wurden entdeckt, die Smaragdeidechse zeigte sich von ihrer besten Seite.
- Bei dieser Reise können Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen und sind auch nicht auf private Pkw's vor Ort angewiesen. Alle Transfers während der Reise sind organisiert.
- Anforderungen der Reise: mittelschwer, mit längeren Wanderungen bis 10km
- Sie sollten bis zu 8km/Tag auf einfachen Wegen mit kurzem Gefälle und kurzen Steigungen wandern können. Im Juni kann es am Kaiserstuhl schon richtig heiß werden. Bitte denken Sie daran, eine Trinkflasche, Sonnencreme und eine Kopfbedeckung mitzubringen.
- Die Gruppengröße dieser Reise beträgt 8 - 15 Personen. Sollte die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, kann die Reise bis 3 Wochen vor Reiseantritt abgesagt werden. Sollte der Fall eintreten, versuchen wir immer die Reise trotzdem durchzuführen. Falls dies nicht möglich ist, erstellen wir Ihnen gerne ein schönes Alternativangebot.
- Aufpreis bei 8 - 11 Teilnehmern: + 40,00 Euro pro Person
Ermäßigungen
- NABU/LBV-Mitglieder: 3% Rabatt
- Rabatt bei Onlinebuchung: 15,00 Euro pro Person
Zahlungsmodalitäten
- Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 10 %
- Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
- Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.
Leistungen
- Programm wie beschrieben
- 4 Nächte in einem kleinen, familiären Gasthof mitten im Kaiserstuhl
- Verpflegung wie im Programm vermerkt
- Reiseleitung durch Engelbert Mayer (NABU Kaiserstuhl)
- Alle Eintritte
- Transfers mit ÖPNV und in privaten Fahrzeugen
Nicht enthaltene Leistungen
- teilweise Mittagessen/ Abendessen
- Anreise
Reiseleiter
Engelbert Mayer
Veranstalter: birdingtours GmbH
Reiseberichte 2011
„Wiedehopf und Hefezopf“ vom 25. bis 29. Mai 2011
Nach der Begrüßung mit Kaffee und Kuchen ging es zu einem ersten Rundgang um den kleinsten der Stadtteile von Vogtsburg. Gleich zu Beginn zeigte sich uns ein Neuntöter-Männchen. Schwarzkehlchen und Dorngrasmücke begleiteten uns auf dem weiteren Weg. Baumpieper und Feldlerche sangen um die Wette, Turmfalke und Mäusebussard jagten über den Halbtrockenrasen. Und weiter ging es mit den tollen Beobachtungen: Schachbrettfalter, Schwalbenschwanz und ein Grünwidderchen und die ersten Orchideen waren zu bestaunen: Bocksriemenzunge und Pyramidenorchidee. Auf dem Rückweg rief der Kuckuck, ein Schwarm Saatkrähen suchte Nahrung in den Reben und auf dem Kirchturm der kleinen Kirche saßen Dohlen. Am Ende des ersten Tages standen 27 Vogelarten auf unserer Beobachtungsliste.
Der Bus brachte uns am nächsten Tag nach Oberrotweil. Schon nach wenigen Minuten kam ein Wiedehopf geflogen, setzte sich auf einen Baum und präsentierte sich uns in der Sonne. Gleich darauf rief dann ein Wendehals. Die Mutigen durchstiegen mit mir einen Stollen der in den Löss gegraben war. In einem weiteren Löss-Hohlweg kamen wir an Bruthöhlen vom Bienenfresser vorbei, gleich darauf hörten wir den Ruf der wunderschönen Vögel. An einem schönen Aussichtspunkt mit Sicht in den inneren Kaiserstuhl zeigten sich uns dann – leider etwas weit weg - die ersten Bienenfresser. Weiter ging es zu Brandknabenkraut und violettem Dingel. Kurz vor dem Gasthaus „Zum Kaiserstuhl“ bekamen wir nochmals einen Wiedehopf zu sehen der zur Nahrungssuche flog. Vor dem Gasthof konnten wir in einem Baum flügge gewordene Kleiber beobachten. Der Koch namens Koch servierte uns dann ein tolles Mittagessen das mit allerlei Kräuter und Blüten belegt war und zum Schluss einen frisch gebackenen Kuchen.
Am Nachmittag ging es in das Liliental nach Ihringen. Der zeitige Frühling hatte in diesem Jahr für viele Orchideen gesorgt, einige waren schon verblüht, trotzdem gab es noch viele und standen in voller Blüte. Pyramidenknabenkraut, Großes Zweiblatt, Rotes Waldvögelein, Vogelnestwurz, Waldhyazinthe, Bocksriemenzunge, Bienenragwurz und die ersten Mückenhändelwurz. Anschließend fuhren wir zu den Mauereidechsen, die sich uns leider nicht zeigen wollten. Groß war dann aber die Freude, als plötzlich ein Wiedehopf angeflogen kam und ein Schwarzmilan über uns segelte.
Am Freitag ging es mit dem ÖPNV an den östlichen Kaiserstuhl nach Eichstetten. Doch bevor der Bus eintraf kam ein Wespenbussard geflogen und Jürgen entdeckte zur Freude aller neben der Bushaltestelle eine Zaumammer. In Eichstetten angekommen, begrüßte uns dort ein Weißstorch mit seinen 3 jungen. Auf einem Walnussbaum fütterte ein Hausrotschwanz seine gerade flügge gewordenen Jungen. Und dann hörten wir sie auch schon, die Bienenfresser. Auch ein Wiedehopf kam geflogen und suchte in den Reben Nahrung. Nach seinem kurzen Ruf kam ein zweiter zu ihm, der erste ausgeflogene Jungvogel. Ständig wechselten wir in der Beobachtung zwischen Bienenfresser und Wiedehopf. Dieser Zustand hielt lange an nur unterbrochen von Goldammer, Nachtigall und Dorngrasmücke. Am nächsten Beobachtungsplatz angekommen, schauten wir einem Wiedehopf-Paar zu, das immer wieder seinen Jungen Nahrung brachte. Begeistert schauten wir auf das Einflugloch, aus dem immer wieder ein Jungvogel erwartungsvoll herausschaute, in der Hoffnung auf baldiges Futter. Die Bienenfresser begleiteten uns immer wieder auf dem weiteren Weg. An einem wunderschönen Plätzchen in freier Natur erwartete uns dann unser Wirt mit einem zünftiges Vesper das sich alle munden ließen. Als Zugabe gab es dort Schwarzkehlchen und Schwarzmilan.
Frisch gestärkt machten wir uns dann wieder auf den Weg und in einem Meisen-Nistkasten entdeckten wir den Wendehals auf seinem Gelege mit 7 Eiern. Wiedehopfe fütterten – ein Jungvogel betrachtete auch hier die große Welt aus seinem Einflugloch heraus und die Bienenfresser waren ständig über uns.
Auf dem Weg zum Bioland-Weingut Schambachhof las Engelbert in einem Lösshohlweg noch ein passendes Gedicht auf alemannisch vor und an einer kleinen Lössrutschung fanden wir noch einen Brutplatz der Schornsteinwespe. Eine exzellente Weinprobe gab es dann auf dem Weingut. Matthias Höfflin begeisterte dabei mit seinen Erklärungen und noch mehr mit seinen Weinen. Nach einem Blick auf die jungen Turmfalken auf dem Weingut machten wir uns wieder auf zum Bus, schauten Attacken der Krähen auf einen Schwarzmilan zu und hörten dann rief plötzlich noch ein Gartenrotschwanz, der auf einem kahlen Ast saß. Zufrieden und mit vielen Beobachtungen im Gepäck kamen wir dann am Abend an unserem Gasthof wieder an.
Samstagmorgen ging es bei Sonnenschein in das NSG Badberg. Vor dem Rössle überflog uns ein Graureiher der auf dem Weg in die Reben zur Mäusejagd war. Fitis und Neuntöter hörten wir beim Aufstieg.. Feldlerchen und Baumpieper sangen auf dem Badberg um die Wette. Schmetterlingskundler Jürgen Hensle zeigte und erklärte den Teilnehmern auf dieser Tour vieles über die Schmetterlinge. Verschiedene Widderchen, Spanner und Bläulinge begeisterten alle Teilnehmer. Nicht nur Pyramidenorchis Mückenhändelwurz und Bocksriemenzunge blühten auf dem Badberg, auch die kugelige Teufelskralle, astlose Graslilie und unzählige Esparsetten säumten unseren Weg. Beim Abstieg ertönte dann der Ruf von einem Feldschwirl, viele Smaragdeidechsen zeigten sich uns in der Sonne und dann kam die Überraschung: Ein Wiedehopf flog vorbei und setzt sich dankenswerterweise für uns sichtbar in einen mäßig belaubten Baum und fing an zu rufen, lange sogar. Und dann kam ein zweiter Hopf und setzte sich in den Baum daneben, einen Moment später kam der zweite zum ersten und dann flogen beide Hopfe miteinander weg. Beim Gasthof angekommen, standen VXXXXXX Schmetterlingsarten auf unserer Liste.
Abends besuchten wir die „Vogel-Strauße“ in Oberbergen und ließen uns die Flammenkuchen schmecken. Auf dem Hinweg hörten wir Bunt- und Schwarzspecht und auf dem Nachhauseweg jagten die Fledermäuse über uns.
Nach einer Tasse Kaffe im Stehen, gingen wir nochmals früh zur Wiedehopf-Beobachtung. Er kam auch mehrmals mit Futter angeflogen und flog aber immer gleich wieder zur Nahrungssuche weg. Nach dem Ruf von Wendehals fuhren wir nochmals zur Bienenfresser-Beobachtung. Man hörte sie schon von weiten und dann konnten wir genießen. Flugeinlagen über uns, Balzfütterungen und fast noch eine Kopulation, „sie“ wollte aber noch nicht. Unter einem Pfosten fanden wir einen vom Bienenfresser ausgewürgten Speiballen, der aus lauter Chitinteilchen bestand. Erfreut über die tollen Beobachtungen machten wir uns dann wieder auf zum Gasthof zu unserem letzten gemeinsamen Frühstück mit einem Hefezopf.
Artenlisten
Vögel:
- Amsel
- Bachstelze
- Baumpieper
- Bienenfresser
- Blaumeise
- Bluthänfling
- Buchfink
- Buntspecht
- Dohle
- Dorngrasmücke
- Eichelhäher
- Elster
- Fasan
- Feldlerche
- Feldschwirl
- Feldsperling
- Fitis
- Gartenbaumläufer
- Gartenrotschwanz
- Girlitz
- Goldammer
- Graureiher
- Grünfink
- Grünspecht
- Hausrotschwanz
- Haussperling
- Kleiber
- Kohlmeise
- Kuckuck
- Mauersegler
- Mäusebussard
- Mehlschwalbe
- Misteldrossel
- Mönchsgrasmücke
- Nachtigall
- Neuntöter
- Pirol
- Rabenkrähe
- Rauchschwalbe
- Ringeltaube
- Roter Milan
- Rotkehlchen
- Saatkrähe
- Schwarzer Milan
- Schwarzkehlchen
- Schwarzspecht
- Singdrossel
- Star
- Stieglitz
- Straßentaube
- Sumpfrohrsänger
- Tannenmeise
- Türkentaube
- Turmfalke
- Turteltaube
- Wacholderdrossel
- Weißstorch
- Wendehals
- Wespenbussard
- Wiedehopf
- Zaunammer
- Zaunkönig
- Zilpzalp
Orchideen:
- Brandknabenkraut (verblüht)
- Purpurknabenkraut (verblüht)
- Helmknabenkraut (verblüht)
- Pyramidenknabenkraut
- Violetter Dingel
- Großes grünes Zweiblatt
- Bocksriemenzunge
- Rotes Waldvögelein
- Vogelnestwurz
- zweiblättrige Waldhyazinthe
- Bienenragwurz
- Mückenhändelwurz
- violette Stendelwurz (knospend)
Schmetterlinge:
- Schachbrettfalter
- Schwalbenschwanz
- Kleiner Kohlweißling
- Kleines Wiesenvögelchen
- Kleiner Fuchs
- Distelfalter
- Magerrasen-Perlmuttfalter
- Schachbrett
- Kuhauge
- Hauhechel-Bläuling
- Himmelblauer Bläuling
- Kronwicken-Silberfleckbläuling
- Kleiner Sonnenröschen-Bläuling
- Beilfleck-Widderchen
- Kronwicken-Widderchen
- Mädesüß-Widderchen
- Skabiosen-Widderchen
- Grünwidderchen
- Klee-Spinner (Raupe)
- Hartheu-Spanner
- Großer Johanniskrautspanner
- Wolfsmilch-Spanner
- Ockergelber Brennnesselspanner
- Schmuckspanner
- Maiszünsler
- Pfaffenhütchen-Gespinstmotte (Raupen, Puppen)
- Schlehen-Gespinstmotte (Raupen, Puppen)
Außerdem:
- Sommerwurz
- Schmerwurz
- Schwalbenwurz
- kugelige Teufelskralle
- Astlose Graslilie
- Klappertopf
- Ackerwachtelweizen
- Schornsteinwespe
- Rüsselkäfer
- Feuerkäfer
- Schnellkäfer
- Smaragdeidechse
- junger Fuchs
Eine kleine Bildergalerie finden Sie hier
https://picasaweb.google.com/112968177031506535713/Kaiserstuhl2011MitEngelbertMayer
Engelbert Mayer 07.06.11
„Wiedehopf und Hefezopf“ vom 04. bis 08. Mai 2011
Nach der Begrüßung der Gäste und anschließendem Kaffee und Rhabarberkuchen ging es zu einem ersten Rundgang um den kleinsten der Stadtteile von Vogtsburg. Gleich zu Beginn zeigten sich uns Bluthänfling, Schwarzkehlchen und Dorngrasmücke, die wir immer wieder ausgiebig beobachten konnten. Turmfalke, Mäusebussard und, zur Freude aller, auch noch ein Weibchen der Kornweihe bei der Jagd über den Halbtrockenrasen. Und weiter ging es mit den tollen Beobachtungen: Baumfalke, Wespenbussard, Baumpieper und der erste Schwarzmilan. Schmetterlingshafte flogen in der Sonne auf ihrer Jagd nach Insekten und die ersten Orchideen waren zu bestaunen: Bocksriemenzunge, Pyramidalis und das Große Zweiblatt. Auf dem Rückweg sangen dann noch Gartengrasmücke, Fitis und Nachtigall und aus dem Kirchturm der kleinen Kirche flogen Dohlen aus. Am Ende des ersten Tages standen 32 Vogelarten auf unserer Beobachtungsliste. Spargel und Kratzete satt beim Abendessen rundeten dann den schönen Nachmittag ab.
Der Bus brachte uns am nächsten Tag nach Oberrotweil. Schon nach wenigen Minuten flog ein Wiedehopf auf einen Rebpfahl und putzte sich in der Sonne und gleich darauf ließ ein Wendehals seinen markanten Ruf ertönen so dass wir ihn finden und beobachten konnten. In einem Lösshohlweg las Engelbert ein passendes Gedicht vor und die Mutigen durchstiegen mit ihm dann einen Stollen der in den Löss gegraben war. In einem weiteren Löss-Hohlweg kamen wir an Bruthöhlen vom Bienenfresser vorbei, gleich darauf hörten wir den Ruf der wunderschönen Vögel. Und dann zeigten sie sich direkt über uns im Sonnenlicht. An einem schönen Aussichtspunkt mit Sicht in den inneren Kaiserstuhl zeigte sich nochmals kurz ein Wiedehopf, leider hatten nicht alle das Glück ihn zu sehen. Aber den Kuckuck und einen Pirol bekamen dann alle zu sehen. Weiter ging es dann mit Brombeerzipfelfalter, Brandknabenkraut und Fliegenragwurz. Bluthänflinge zeigten uns dann den Weg nach Niederrotweil zum Koch namens Koch. Im Gasthaus „Zum Kaiserstuhl“ servierte er uns dann ein tolles Mittagessen das mit Kräutern und Blüten belegt war und zum Schluss einen frisch gebackenen Gugelhupf.
Am Nachmittag ging es in das Liliental nach Ihringen. Der zeitige Frühling hatte für viele Orchideen gesorgt und unzählige standen in voller Blüte: Helmknabenkraut, Großes Zweiblatt, Purpurknabenkraut, 2 Arten vom Waldvögelein, Vogelnestwurz und die Bocksriemenzunge. Singdrosseln und Zaunkönige unterhielten uns auf dem Rückweg und ein Kleiber lief am Baumstamm entlang.. Rotkehlchen und Buchfinken unterhielten uns dann bei einer kleinen Erfrischung in der Gartenwirtschaft. Auf dem Rückweg besuchten wir dann noch die Mauereidechsen, die sich uns in der Abendsonne aus nächster Nähe zeigten.
Bevor wir am Freitag starten konnten, saß plötzlich ein Wendehals auf dem Kirschbaum vor dem Rössle, den wir natürlich beobachten mussten. Danach ging es mit dem ÖPNV an den östlichen Kaiserstuhl nach Eichstetten. Ein Weißstorch auf seinem Nest begrüßte uns dort. Gleich darauf hörten wir einen Gartenrotschwanz rufen den wir dann auf einem Baum entdecken und beobachten konnten. An einem tollen Ausblick über die Freiburger Bucht warteten wir auf den Wiedehopf. Er zeigte sich uns dort leider nicht aber als Entschädigung gab es dann nochmals einen Wendehals zu beobachten. Goldammer, Mönchs- und Dorngrasmücke, Nachtigall und zwei Rotmilane waren als nächstes dran und dann zeigte sich uns ein Grünspecht in der strahlenden Sonne. In freier Natur erwartete uns dann ein zünftiges Vesper von unserem Gasthof das sich alle munden ließen. Zur großen Überraschung aller gesellte sich dann sogar direkt vor uns noch ein Wendehals ein. Vesper und als Dessert einen Wendehals gibt es eben nicht alle Tage.
Frisch gestärkt machten wir uns dann wieder auf den Weg und konnten dann erneut kurz einen Wiedehopf beobachten. Und dann wurde ein Steinschmätzer und sogar sein Weibchen entdeckt. Auf dem weiteren Weg riefen immer wieder Wendehälse und in einem Lösshohlweg entdeckten wir nochmals einen Bienenfresser. Kurz vor dem Bioland-Weingut Schambachhof sahen wir den letzten Wiedehopf an diesem Tag und 2 Bienenfresser. Eine exzellente Weinprobe gab es dann auf dem Weingut. Matthias Höfflin begeisterte dabei mit seinen Erklärungen und noch mehr mit seinen Weinen. Auf den letzten Metern zur Bushaltestelle begleitete uns dann noch der Ruf von einem Wiedehopf. Zufrieden kamen wir dann am Abend dieses Tages, der mit Wendehals begann und mit Wiedehopf endete, an unserem Gasthof wieder an.
Samstagmorgen ging es bei Sonnenschein in das NSG Badberg. Beim Aufstieg erwärmte sich ein Männchen der Smaragdeidechse. Feldlerchen und Baumpieper sangen auf dem Badberg um die Wette. An einem geschützten Südhang standen dann Affen- und Brandknabenkraut und unzählige Schmetterlingshafte waren zu sehen. An einem Fangtrichter vom Ameisenlöwe konnten wir dann fasziniert die Fangtechnik der Larve der Ameisenjungfer beobachten und auf dem Rückweg sang noch ein Feldschwirl. Schmetterlingskundler Jürgen Hensle zeigte und erklärte den Teilnehmern auf dieser Tour vieles über die Schmetterlinge. Insgesamt 37 Schmetterlingsarten hatten wir danach auf unserer Liste.
Abends wanderten wir in die „Vogel-Strauße“ nach Oberbergen und stärkten uns bei Flammenkuchen. Bei der anschließenden Nachtwanderung zurück zum Gasthof konnten wir Fledermäuse bei ihrem Jagdflug beobachten, Feldschwirl und Sumpfrohrsänger ließen nochmals ihren Gesang ertönen.
Nach einer Tasse Kaffe im Stehen, gingen wir nochmals früh zur Wiedehopf-Beobachtung. Davor kam aber wieder der Wendehals geflogen und setzte sich erneut auf seinen Kirschbaum. Nach dem Wiedehopf waren dann nochmals die Bienenfresser dran. Wunderbar sahen sie in der Sonne aus, wie sie auf den Rebdrähten saßen. Auch beim Graben ihrer Bruthöhlen konnten wir sie sehen. Glücklich und zufrieden machten wir uns dann wieder auf zu unserem Gasthof zum letzten gemeinsamen Frühstück mit Hefezopf.
Beobachtungslisten:
Vögel:
- Amsel
- Bachstelze
- Baumpieper
- Bienenfresser
- Blaumeise
- Bluthänfling
- Buchfink
- Buntspecht
- Dohle
- Dorngrasmücke
- Eichelhäher
- Elster
- Fasan
- Feldlerche
- Feldschwirl
- Feldsperling
- Fitis
- Gartenbaumläufer
- Gartenrotschwanz
- Girlitz
- Goldammer
- Graureiher
- Grünfink
- Grünspecht
- Hausrotschwanz
- Haussperling
- Kleiber
- Kohlmeise
- Kuckuck
- Mauersegler
- Mäusebussard
- Mehlschwalbe
- Misteldrossel
- Mönchsgrasmücke
- Nachtigall
- Neuntöter
- Pirol
- Rabenkrähe
- Rauchschwalbe
- Ringeltaube
- Roter Milan
- Rotkehlchen
- Saatkrähe
- Schwarzer Milan
- Schwarzkehlchen
- Schwarzspecht
- Singdrossel
- Star
- Stieglitz
- Straßentaube
- Sumpfrohrsänger
- Tannenmeise
- Türkentaube
- Turmfalke
- Turteltaube
- Wacholderdrossel
- Weißstorch
- Wendehals
- Wespenbussard
- Wiedehopf
- Zaunammer
- Zaunkönig
- Zilpzalp
- Amsel
- Bachstelze
- Baumfalke
- Baumpieper
- Bienenfresser
- Blaumeise
- Bluthänfling
- Buchfink
- Buntspecht
- Dohle
- Dorngrasmücke
- Eichelhäher
- Elster
- Fasan
- Feldlerche
- Feldschwirl
- Feldsperling
- Fitis
- Gartengrasmücke
- Gartenrotschwanz
- Girlitz
- Goldammer
- Graureiher
- Grünfink
- Grünspecht
- Hausrotschwanz
- Haussperling
- Heckenbraunelle
- Kleiber
- Kohlmeise
- Kolkrabe
- Kornweihe
- Kuckuck
- Mauersegler
- Mäusebussard
- Mehlschwalbe
- Mönchsgrasmücke
- Nachtigall
- Pirol
- Rabenkrähe
- Rauchschwalbe
- Ringeltaube
- Roter Milan
- Rotkehlchen
- Saatkrähe
- Schwanzmeise
- Schwarzer Milan
- Schwarzkehlchen
- Singdrossel
- Star
- Steinschmätzer
- Stieglitz
- Sumpfmeise
- Türkentaube
- Turmfalke
- Turteltaube
- Wacholderdrossel
- Weißstorch
- Wendehals
- Wespenbussard
- Wiedehopf
- Zaunkönig
- Zilpzalp
Orchideen :
- Brandknabenkraut
- Affenknabenkraut
- Purpurknabenkraut
- Pyramidenknabenkraut
- Helmknabenkraut
- Violetter Dingel (kospend)
- Großes grünes Zweiblatt
- Bocksriemenzunge
- Weißes Waldvögelein
- Fliegenragwurz
- Vogelnestwurz
- zweiblättrige Waldhyazinthe
- Schwertblättriges Waldvögelein
Sonstige Flora:
- Schlüsselblume
- Kugelblume
- Salomon-Siegel
- Küchenschelle verblüht
- Schmerwurz
- Sommerwurz div.
- Diptam
- Ackerwachtelweizen
- Kaiserstuhl-Anemone Anemone sylvestris
Schmetterlinge:
- Schachbrettfalter
- Schwalbenschwanz
- Kleiner Kohlweißling
- Kleines Wiesenvögelchen
- Kleiner Fuchs
- Distelfalter
- Magerrasen-Perlmuttfalter
- Schachbrett
- Kuhauge
- Hauhechel-Bläuling
- Himmelblauer Bläuling
- Kronwicken-Silberfleckbläuling
- Kleiner Sonnenröschen-Bläuling
- Beilfleck-Widderchen
- Kronwicken-Widderchen
- Mädesüß-Widderchen
- Skabiosen-Widderchen
- Grünwidderchen
- Klee-Spinner (Raupe)
- Hartheu-Spanner
- Großer Johanniskrautspanner
- Wolfsmilch-Spanner
- Ockergelber Brennnesselspanner
- Schmuckspanner
- Maiszünsler
- Pfaffenhütchen-Gespinstmotte (Raupen, Puppen)
- Schlehen-Gespinstmotte (Raupen, Puppen)
- Kleiner Kohlweißling
- Rapsweißling
- Senfweißling
- Aurorafalter (Raupen, Falter)
- Hufeisenklee-Gelbling
- Magerrasen-Perlmuttfalter
- Goldener Scheckenfalter
- Westlicher Scheckenfalter
- Wegerich-Scheckenfalter
- Mauerfuchs
- Waldbrettspiel
- Gemeines Wiesenvögelchen
- Brombeer-Zipfelfalter
- Brauner Feuerfalter
- Alexis-Bläuling
- Kleiner Sonnenröschen-Bläuling
- Hauhechel-Bläuling
- Himmelblauer Bläuling
- Kronwicken-Silberfleckbläuling
- Zwergbläuling
- Dunkler Dickkopffalter
- Kleiner Würfel-Dickkopffalter
- Purpurbär(Raupe)
- Scheck-Tageule
- Braune Tageule
- Pantherspanner
- Schmuckspanner
- Großer Johanniskrautspanner
- Ockergelber Brennnesselspanner
- Heidekrautspanner
- Hartheuspanner
- Brombeer-Blattspanner
- Braungrauer Wellenstriemenspanner
- Rostfarben-Blattspanner
- Steppenheide-Blattspanner
- Schlehen-Gespinstmotte (Raupen)
- Pfaffenhütchen-Gespinstmotte (Raupen)
Außerdem:
- Sommerwurz
- Schmerwurz
- Schwalbenwurz
- kugelige Teufelskralle
- Astlose Graslilie
- Klappertopf
- Ackerwachtelweizen
- Schornsteinwespe
- Rüsselkäfer
- Feuerkäfer
- Schnellkäfer
- Smaragdeidechse
- junger Fuchs
- Maikäfer
- Rosenkäfer
- Schmetterlingshaft
- Mauereidechse
- Smaragdeidechse
- Zauneidechse
- Rehwild
- Feldhase
- Ameisenlöwe (besetzter Fangtrichter)
- Trauerschweber, Hemipenthes morio.
Engelbert Mayer 10.05.10
Wiedehopf & Hefezopf vom 27.04 bis 01.05.11
11 Teilnehmer begrüßte Reiseleiter Engelbert Mayer im Gasthaus zum Bären in Vogtsburg-Oberrotweil im Kaiserstuhl zu Wiedehopf & Hefezopf. Nach der Vorstellungsrunde mit Kaffee und Rhabarberkuchen ging es zur ersten kleinen Wanderung. An den großen Böschungen waren unzählige Turmschnecken zu sehen, die an Pflanzenstängeln der Hitze am Erdboden entflohen. Mehl- und Rauchschwalben jagten Insekten, Mönchsgrasmücke und Fitis sangen um die Wette. Letzte blühende Färberwaid säumten unseren Weg und am Ende hatten wir 21 Vogelarten in der Beobachtungsliste eingetragen.
Zu Fuß ging es am nächsten Tag durch die alte Reblandschaft mit Gärten und Obstbäumen. Gleich zu Beginn begrüßte uns der Wendehals mit seinem markanten Ruf. Auf einem Rebpfahl sitzend unterhielt er sich mit Engelbert. An einer Lösswand waren unzählige Wildbienennester an denen sich auch der Specht schon bedient hatte. Durch einen Löss-Hohlweg ging es dann zu einem wunderschönen Aussichtsplatz mit Blick über den inneren Kaiserstuhl. Turteltaube, Dorngrasmücken und Schwarzkehlchen konnten wir erleben und plötzlich flog bei uns der erste Wiedehopf vorbei und hinter uns ertönte dann sein unverkennbarer Ruf. Gleich danach präsentierte sich die erste wunderschöne Smaragdeidechse, das Männchen wärmte sich in der Sonne auf. Auf dem weiteren Weg entdeckten wir die ersten Orchideen. Brand- und Helmknabenkraut und die Kaiserstuhl-Anemone standen in voller Blüte. Bald darauf konnten wir dann nochmals einen Wiedehopf beobachten. Sein Weibchen saß bereits auf einem Rebpfahl und erwartet ihn. Wir verließen sie schweren Herzens und gingen weiter in das Gasthaus zum Kaiserstuhl im Kaiserstuhl zum Koch der Koch heißt.
Nach einer kleinen Mittagspause war das Liliental in Ihringen mit seinen Orchideen unser Ziel. Inmitten eines Singdrossel-Konzertes begannen wir mit dem Rundgang und konnten in aller Ruhe die Orchideen genießen. Weißes und schwertblättriges Waldvögelein, Helm-, Brand- und Purpurknabenkraut, Nestwurz und Bocksriemenzunge konnten wir dort fotografieren. Am Ende des Rundganges hatten wir 11 Orchideen-Arten auf unserer Liste. Rotkehlchen, Pirol und eine Misteldrossel machten auf sich aufmerksam. Auf der Rückfahrt machten wir bei den Mauereidechsen am Winklerberg noch einen kurzen Stopp. Sie zeigten sich uns noch prächtig in der Abendsonne.
Mit dem Linienbus ging es am Freitag an den östlichen Kaiserstuhl nach Eichstetten in die kleinräumige Reblandschaft und sie nahm uns sofort gefangen. Ein Weißstorch auf seinem Horst und ein schwebender Rotmilan erfreuten uns. Die Rufe von Wiedehopf und Wendehals nahmen uns sofort gefangen. Bluthänflinge und Dorngrasmücke begleiteten uns dann bis zu einer silbernen Böschung: Die Pfaffenhütchen-Gespinstmotte hatte einen großen Pfaffenhütchen-Strauch vollständig zugesponnen. An einem schönen Aussichtsplatz warteten wir auf den Wiedehopf und plötzlich meldete sich der Steinkauz von einer nah gelegenen Streuobstwiese. Und dann kam er, lautlos wie er nun mal ist. Der Wiedehopf brachte seinem Weibchen am Brutplatz Futter. Gleich darauf konnten wir nochmals ein Wiedehopf-Paar an ihrem Brutplatz beobachten. Danach stand an einem ruhigen und sonnigen Plätzchen eine Stärkung an, wir ließen uns das Vesper von unserem Gasthof schmecken. Als „Nachtisch“ rief nochmals ein Wiedehopf den wir auch entdeckten und schön beobachten konnten.
Auf dem Weg zum Bioland-Weingut Schambachhof fing es leicht an zu regnen, deshalb ging es doch etwas schneller. Sehr viele Falter und Raupen waren an den Böschungen zu finden und ein Rotmilan trocknete sich auf einem Baum in der Sonne, neben ihm saß eine aufmerksame Saatkrähe. Und dann war plötzlich ein Steinschmätzer-Paar zu sehen. Beide saßen auf Rebpfosten, von denen sie immer wieder zur Nahrungssuche starteten. Bei der anschließenden Öko-Weinprobe erfuhren die Gäste alles Wissenswertes rund um den Wein. In seiner netten Art ging der Winzer Matthias Höfflin auf alle Fragen ein. Zufrieden mit dem Erlebten machte sich die Gruppe wieder mit dem Bus auf den Nachhauseweg.
Am nächsten Tag stand das Naturschutzgebiet Badberg mit seiner einzigartigen Vielfalt auf dem Programm. Schmetterlingskundler Jürgen Hensle begleitet uns auf dieser Tour, zeigte und erklärte Vieles über die dortigen Schmetterlinge und deren Biologie. Der Tag begann etwas frisch und windig, aber Feldschwirl, Baumpieper und die Feldlerchen erwärmten uns. Eine einzigartige Flora mit Esparsette, Teufelskralle, Bocksriemenzunge und sogar noch das Affenknabenkraut waren zu sehen. Als dann die Sonne hervorkam, starteten die Schmetterlingshafte, ein Netzflügler aus der Familie der Hafte. Scheckenfalter und verschiedene Bläulinge konnten fotografiert werden und dann kamen sie hervor in die Sonne um sich aufzuwärmen: Die Smaragdeidechsen. Wie ein Telnehmer sagte: Smaragdeidechsen satt.
Nach einem freien Nachmittag war der Besuch einer Straußenwirtschaft, der „Vogel“ - Strauße in Oberbergen angesagt. Den Namen hat sie zu Recht, nicht nur die Winzerfamilie heißt so, auch vom Tisch aus konnte man einen „Wendehopf“ hören. Es war natürlich ein Wendehals, aber im Eifer des Gefechtes rutschte einer Teilnehmerin das andere Wort heraus. Flammenkuchen waren der große Renner, ebenso die verschiedenen Weine und zum Schluss ein Zibärtle. Nachdem sich der Waldkauz gemeldet hatte fuhren wir wieder zu unserem Gasthof.
Um 07:00 Uhr ging es am letzten Tag nach einer schnellen Tasse Kaffee nochmals zum Wiedehopf. Doch zuvor brachte uns die örtliche Musikkapelle ein Ständchen vor dem Gasthof: „Der Mai ist gekommen“. Begrüßt wurden wir dann von einem Grauschnäpper der auf einem Rebpfosten saß. Wendehals satt war dann auch angesagt, wenige Meter vor uns setzte er sich auf einen Zweig in der Morgensonne und schmetterte los. Absolut nicht scheu streckte er seinen Hals und rief ununterbrochen. Das war dann was für die Fotografen. Plötzlich flog ein Wiedehopf vor uns auf und um die Ecke. In gebührendem Abstand stellten wir uns dann an einem Brutplatz auf und warteten. Beim Wiedehopf ist immer ein bisschen Geduld gefragt, die dann auch belohnt wird. So auch bei uns: Das Weibchen saß auf einem Pfahl in der Sonne und dann kam das Männchen kurz dazu und scheuchte das Weibchen wieder zurück in die Bruthöhle. Nach diesem wunderschönen Abschluss der Reise ging es zum ausgiebigen Frühstück mit Hefezopf. Glücklich und voller wunderschönen Eindrücke und Erlebnisse machten sich die Gäste dann auf die Rückreise.
60 Vogelarten
- Amsel
- Bachstelze
- Baumpieper
- Blaumeise
- Bluthänfling
- Buchfink
- Dohle
- Dorngrasmücke
- Eichelhäher
- Elster
- Fasan
- Feldlerche
- Feldschwirl
- Feldsperling
- Fitis
- Gartenrotschwanz
- Girlitz
- Goldammer
- Graureiher
- Grauschnäpper
- Grauspecht
- Grünfink
- Grünspecht
- Hausrotschwanz
- Haussperling
- Heckenbraunelle
- Kohlmeise
- Kormoran
- Kuckuck
- Mauersegler
- Mäusebussard
- Mehlschwalbe
- Misteldrossel
- Mönchsgrasmücke
- Nachtigall
- Pirol
- Rabenkrähe
- Rauchschwalbe
- Ringeltaube
- Roter Milan
- Rotkehlchen
- Saatkrähe
- Schwanzmeise
- Schwarzkehlchen
- Singdrossel
- Star
- Steinkauz
- Steinschmätzer
- Stieglitz
- Straßentaube
- Sumpfrohrsänger
- Türkentaube
- Turmfalke
- Turteltaube
- Waldkauz
- Weißstorch
- Wendehals
- Wiedehopf
- Zaunkönig
- Zilpzalp
12 Orchideenarten
- Helm-Knabenkraut
- Purpur-Knabenkraut
- Brand-Knabenkraut
- Affen-Knabenkraut
- Pyramiden-Knabenkraut (kn) Weißes Waldvögelein
- schwertblättriges Waldvögelein
- Vogel-Nestwurz
- Großes Zweiblatt
- Bocksriemenzunge
- HelmxAffen-Knabenkraut
- HelmxPurpur-Knabenkraut
33 Schmetterlingsarten
- Aurorafalter
- Mauerfuchs
- Waldbrettspiel
- Nagelfleck
- Brombeerzipfelfalter
- Pantherspanner
- Tagpfauenauge
- Holunderbär (Kopula)
- Purpurbär (Raupe)
- Pfaffenhütchen-Gespinstmotte (Raupen)
- Schwalbenschwanz
- Kleiner Kohlweißling
- Rapsweißling
- Senfweißling
- Aurorafalter (u. Eier, Raupen)
- Goldener Scheckenfalter
- Westlicher Scheckenfalter
- Gemeines Wiesenvögelchen
- Hauhechel-Bläuling
- Himmelblauer Bläuling
- Kronwicken-Silberfleckbläuling
- Zwergbläuling
- Sonnenröschenbläuling
- Eichenspinner (Raupen)
- Braune Tageule
- Schmuckspanner
- Großer Johanniskrautspanner
- Heidekrautspanner
- Hartheuspanner
- Brombeer-Blattspanner
- Rostfarben-Blattspanner
- Braungrauer Wellenstriemenspanner
- Schlehen-Gespinstmotte (Raupen)
- Heller Schmuckspanner (Raupe)
Außderdem
- Schmetterlingshaft
- Schnabelhaft
- Schornsteinwespe
- Zauneidechse
- Mauereidechse
- Blindschleiche
- Reh
- Ackerwachtelweizen
- Schmerwurz
- Sommerwurz (div. Arten)
- Schwalbenwurz
- Kugelige Teufelskralle
- Färberwaid
- Kugelblume
- Küchenschelle
- Kaiserstuhl-Anemone
- Ackerwachtelweizen
- Kartäusernelke
- Schlüsselblume
Reiseberichte 2010
„Wiedehopf und Hefezopf“ vom 21. bis 25.04.10
Teilnehmer: 12
Reiseleitung: Engelbert Mayer
Nach der Begrüßung der Gäste mit Kaffee und Kuchen ging es zu einem kleinen Rundgang um den kleinsten der Stadtteile von Vogtsburg. Dort bot sich eine wunderbare Aussicht auf den Ort und das Badbergmassiv. Unzählige Schlüsselblumen blühten auf den Trockenrasen, Feldlerchen und Baumpieper sangen um die Wette, auch ein Schwarzkehlchen-Paar zeigte sich. Als ein Baumfalke auf seiner Jagd direkt auf uns zuflog gab es großes Staunen. Noch größer war der Beobachtungs-Genuss als sich ein Kuckuck über 15 Minuten lang darstellte. Von einem noch unbelaubten Baum flog er immer wieder kurz auf die Wiese um danach wieder seinen Platz im Baum einzunehmen. Der Wendehals der sein Revier abflog und der Zaunkönig sangen aus vollem Hals, was sie auch an den anderen Tagen immer taten. Aurorafalter und viele Pantherspanner flogen in der Sonne umher und aus dem Kirchturm in der kleinen Kirche flogen die Dohlen aus. Abends stimmte ein Lichtbilder-Vortrag die Teilnehmer auf die nächsten Tage am Kaiserstuhl ein.
Der Bus brachte uns am nächsten Tag nach Oberrotweil, schon nach 5 Minuten überflogen uns 2 Wiedehopfe. In einer Lösshohlwege-Kreuzung standen die ersten Kaiserstuhl-Anemonen in voller Blüte. Die Mutigen durchstiegen mit Engelbert dann einen Stollen der in den Löss gegraben war, darin fanden wir auch ein Nest vom Hausrotschwanz mit 5 Eiern. Beim Durchwandern eines weiteren Hohlweges überflog uns dann sogar ein Weißstorch, inmitten des Kaiserstuhles weitab ihrer Horste ein sehr ungewöhnliches Ereignis. An einem wunderschönen Rastplatz genossen wir die tolle Aussicht und den unermüdlichen Ruf von einem Wendehals. Auf der weiteren Wanderung hörten wir dann das Rufen eines Wiedehopfes. Engelbert entdeckte ihn dann vor seinem Brutplatz bei einer Rebhütte. Als er dann mit dem Wiedehopf ein Zwiegespräch führte, stellte sich auch noch das Wiedehopf-Weibchen ein. Sie flog bald danach wieder weg, der Hahn blieb aber sitzen. Wir näherten uns immer mehr der Hütte und konnten ihn dann aus allernächster Nähe betrachten.
Im Gasthaus „Zum Kaiserstuhl“ in Niederrotweil servierte uns der Koch namens Lothar Koch ein tolles Mittagessen, Ragout vom Zicklein und Brennnessel-Spätzle, das mit vielerlei Kräutern belegt war und zum Schluss ein frischer gebackener Gugelhupf. Mit dem Bus ging es zurück und nach einer kleinen Pause in das Liliental nach Ihringen. Da der Winter recht lange gedauert hatte, war das Wachstum der Orchideen etwas verzögert, sodass nur knospendes Purpurknabenkraut, Bocksriemenzunge und großes grünes Zweiblatt zu sehen waren. Kaiserstuhlanemone Anemone sylvestris und Küchenschelle boten sich aber in ihrer ganzen Pracht. Unzählige Singdrosseln und Rotkehlchen unterhielten uns dabei. Kleiber, Schwanzmeisen und eine Misteldrossel waren ausgiebig zu betrachten. Nach einer Stärkung in der Wandergaststätte „Zur Lilie“ ging es zurück zu unserem Gasthof.
Am Donnerstag ging es mit dem ÖPNV an den östlichen Kaiserstuhl nach Eichstetten. An einem tollen Ausblick über die Freiburger Bucht warteten wir dann auf den Wiedehopf. Er ließ uns doch etwas länger warten, konnten aber einige andere Vögel hören und beobachten u.a. Schwarzmilan, Mönchs- und Dorngrasmücke. Dann haben wir ihn doch noch entdeckt, den Wiedehopf, er hatte uns tatsächlich schon länger entdeckt und saß auf einem Rebpfosten mit einer Maulwurfsgrille, auch Werre genannt im Schnabel. Höhepunkt der Beobachtung war dann der Anflug des Männchens an den Brutplatz mit Futterübergabe an sein Weibchen. Auf dem weiteren Weg erschreckten uns fast danach 2 Wiedehopfe die unseren Weg kreuzten und danach zur Futtersuche in den Reben landeten, zur Freude aller gesellte sich dann noch ein dritter Hopf dazu. Bei einem weiteren Beobachtungsplatz kamen nochmals 2 Wiedehopfe zu einem Kurzbesuch bei uns vorbei.
In freier Natur erwartete uns dann ein zünftiges Vesper von unserem Gasthof das sich alle munden ließen. Wirklich nicht alltäglich bei so etwas ist das Vorbeifliegen eines Wiedehopfes, diese Glück hatten wir sogar zwei mal.
Auf dem Weg zu einem Brutplatz vom Steinkauz flog dann ein Trupp Kleinvögel von einem Acker, auf dem das Getreide wenige Zentimeter hoch stand, immer wieder vor Vorauseilenden und einem Traktor auf, kamen aber immer wieder zurück. Wir vermuteten Ammern oder Finken, ein Mann am Spektiv zum Beschreiben und zwei am Bestimmungsbuch und dann stand es endgültig fest: 15 Ortolane waren es, die uns alle erfreuten.
Danach waren immer wieder ausgedehnte Wiedehopf-Beobachtungen möglich. Eine exzellente Weinprobe gab es dann auf dem Bioland-Weingut Schambachhof. Der Seniorchef Höfflin, ein Pionier des Ökolandbaues seit 40 Jahren, begeisterte dabei mit seinen Erklärungen und noch mehr mit seinen Weinen. Spätestens beim Spätburgunder trocken Barrique Prestige waren auch Nicht-Weinkenner begeistert.
Freitagmorgen stand das NSG Badberg auf dem Programm. Gleich zu Beginn kam ein Habicht geflogen der zwei Mäusebussarde auf- und wegscheuchte. Beim Aufstieg erwärmte uns der Gesang der Nachtigall und eine Smaragdeidechse wärmte sich in der Morgensonne während Feldlerchen und Baumpieper um die Wette sangen. An einem geschützten Südhang hatten wir dann doch noch etwas Glück: Affen- und Brandknabenkraut standen kurz vor der Blüte. Jürgen Hensle zeigte und erklärte den Teilnehmern vieles über die zu sehenden Schmetterlinge. Am Badberg-Fuß labten sich bei einer kleinen Quelle das Landkärtchen und mehrere Senfweißlinge.
Nach dem freien Nachmittag, der von den Teilnehmern unterschiedlich genutzt wurde, wanderten wir am Abend an einer Nachtigall vorbei in die „Vogel-Strauße“ und stärkten uns bei Flammenkuchen. Bei der anschließenden Nachtwanderung zurück zum Gasthof konnten wir an mehreren Stellen Waldkäuze hören.
Nach einer Tasse Kaffe im Stehen, wollten wir am Sonntag früh nochmals zum Wiedehopf. Da herrliches Wetter war, standen wir mit der Tasse in der Hand vor dem Gasthof, da geschah es: der Ruf eines Wiedehopfes mitten in Altvogtsburg. Engelbert gab ihm dann zu verstehen, dass wir ihn auch sehen wollen, was er zu Herzen nahm und unsere Herzen dann erfreute. Er kam geflogen und setzte sich auf dem Nachbarhaus auf den Dachständer. Ein unglaubliches Ereignis. Trotzdem fuhren wir dann nochmals zu einem Beobachtungsplatz. Nach kurzem Warten hörten wir dann den Ruf eines Wiedehopfes der bald darauf Antwort von einem weiteren bekam. Einer näherte sich uns und nahm in einem Baum in der Morgensonne Platz und präsentierte sich rufend und putzend, sein langer Schnabel kam dabei überall hin und tolle Verrenkungen von ihm konnten wir bestaunen. Dann entdeckten wir als 61. Vogelart endlich auch noch den Feldsperling. Auf der Rückfahrt zu unserem Gasthof und zum Hefezopf flog zum Abschied nochmals ein Wiedehopf an uns vorbei.
Beobachtungslisten:
Vögel:
- Amsel
- Bachstelze
- Baumpieper
- Bienenfresser
- Blaumeise
- Bluthänfling
- Buchfink
- Buntspecht
- Dohle
- Dorngrasmücke
- Eichelhäher
- Elster
- Fasan
- Feldlerche
- Feldschwirl
- Feldsperling
- Fitis
- Gartenbaumläufer
- Gartenrotschwanz
- Girlitz
- Goldammer
- Graureiher
- Grünfink
- Grünspecht
- Hausrotschwanz
- Haussperling
- Kleiber
- Kohlmeise
- Kuckuck
- Mauersegler
- Mäusebussard
- Mehlschwalbe
- Misteldrossel
- Mönchsgrasmücke
- Nachtigall
- Neuntöter
- Pirol
- Rabenkrähe
- Rauchschwalbe
- Ringeltaube
- Roter Milan
- Rotkehlchen
- Saatkrähe
- Schwarzer Milan
- Schwarzkehlchen
- Schwarzspecht
- Singdrossel
- Star
- Stieglitz
- Straßentaube
- Sumpfrohrsänger
- Tannenmeise
- Türkentaube
- Turmfalke
- Turteltaube
- Wacholderdrossel
- Weißstorch
- Wendehals
- Wespenbussard
- Wiedehopf
- Zaunammer
- Zaunkönig
- Zilpzalp
- Graureiher
- Weißstorch
- Höckerschwan
- Stockente
- Mäusebussard
- Habicht
- Schwarzmilan
- Baumfalke
- Turmfalke
- Fasan
- Teichhuhn
- Ringeltaube
- Straßentaube
- Türkentaube
- Kuckuck
- Waldkauz
- Mauersegler
- Wiedehopf
- Grünspecht
- Buntspecht
- Wendehals
- Feldlerche
- Rauchschwalbe
- Mehlschwalbe
- Baumpieper
- Bachstelze
- Star
- Eichelhäher
- Elster
- Dohle
- Saatkrähe
- Rabenkrähe
- Zaunkönig
- Feldschwirl
- Sumpfrohrsänger
- Mönchsgrasmücke
- Dorngrasmücke
- Fitis
- Zilpzalp
- Schwarzkehlchen
- Hausrotschwanz
- Rotkehlchen
- Nachtigall
- Amsel
- Singdrossel
- Misteldrossel
- Wacholderdrossel
- Blaumeise
- Kohlmeise
- Schwanzmeise
- Kleiber
- Haussperling
- Feldsperling
- Buchfink
- Girlitz
- Grünling
- Stieglitz
- Bluthänfling
- Ortolan
- Goldammer
Orchideen (alle knospend):
- Brandknabenkraut
- Affenknabenkraut
- Purpurknabenkraut
- Großes grünes Zweiblatt
Schmetterlinge:
- Schachbrettfalter
- Schwalbenschwanz
- Kleiner Kohlweißling
- Kleines Wiesenvögelchen
- Kleiner Fuchs
- Distelfalter
- Magerrasen-Perlmuttfalter
- Schachbrett
- Kuhauge
- Hauhechel-Bläuling
- Himmelblauer Bläuling
- Kronwicken-Silberfleckbläuling
- Kleiner Sonnenröschen-Bläuling
- Beilfleck-Widderchen
- Kronwicken-Widderchen
- Mädesüß-Widderchen
- Skabiosen-Widderchen
- Grünwidderchen
- Klee-Spinner (Raupe)
- Hartheu-Spanner
- Großer Johanniskrautspanner
- Wolfsmilch-Spanner
- Ockergelber Brennnesselspanner
- Schmuckspanner
- Maiszünsler
- Pfaffenhütchen-Gespinstmotte (Raupen, Puppen)
- Schlehen-Gespinstmotte (Raupen, Puppen)
- Kleiner Kohlweißling
- Großer Kohlweißling
- Grünaderweißling
- Senfweißling
- Aurorafalter
- Tagpfauenauge
- Hufeisenkleegelbling
- Goldene Acht
- Zitronenfalter
- C-Falter
- Mauerfuchs
- Brombeer-Zipfelfalter
- Pantherspanner
- Kl. Würfeldickkopffalter
- Waldbrettspiel
- Landkärtchen
- Magerrasenperlmuttfalter
- Kleiner Perlmuttfalter
- Gemeines Wiesenvögelchen
- Brombeerzipfelfalter
- Violetter Waldbläuling
- Alexis-Bläuling
- Gammaeule
- Braune Tageule
- Heidekrautspanner
- Wolfsmilchspanner
- Kleiner Fuchs
- Dunkler Dickkopffalter
- Westlicher Scheckenfalter (Raupen)
- Gemeiner Scheckenfalter (Raupen)
- Pfaffenhütchengespinstmotte (Raupe)
Außerdem:
- Sommerwurz
- Schmerwurz
- Schwalbenwurz
- kugelige Teufelskralle
- Astlose Graslilie
- Klappertopf
- Ackerwachtelweizen
- Schornsteinwespe
- Rüsselkäfer
- Feuerkäfer
- Schnellkäfer
- Smaragdeidechse
- junger Fuchs
- Maikäfer
- Maulwurfsgrille
- Zauneidechse
- Smaragdeidechse
- Fuchs
- Rehbock
Engelbert Mayer
Reisebericht 2009
Wiedehopf & Hefezopf vom 03.06. bis 07.06.09
14 Teilnehmer begrüßte Reiseleiter Engelbert Mayer in Altvogtsburg. Nach Kaffee und Rhabarberkuchen ging es gleich zur ersten Exkursion um den kleinsten Stadtteil der Stadt Vogtsburg. Viel zur Entstehung, Geschichte und Kulturlandschaft des Kaiserstuhles gab es dabei zu erfahren. Dorngrasmücke, Schwarzkehlchen und Baumpieper konnten beobachtet werden. Zur Erfrischung gab es köstliche Walderdbeeren. An den heißen und trockenen Böschungen waren unzählige Turmschnecken zu sehen, die an Pflanzenstängeln der Hitze am Erdboden entflohen waren. Rapunzelglockenblume und letzte blühende Färberwaid säumten unseren Weg. Auf den blühenden Skabiosen saßen zuhauf eine Vielzahl von Widderchen auch Blutströpfchen genannt. Danach hatten wir 29 Vogelarten in der Beobachtungsliste eingetragen.
Am nächsten Tag ging es nach Oberrotweil. Dort durchwanderten wir eine imposante Lösshohlgasse mit zwei tiefen Lösshöhlen die durch einen Quergang verbunden waren. Ein paar Mutige wagten es und gingen hindurch. Kaum wieder draußen, hörten und sahen wir einen Wendehals auf seiner Warte sitzend, er begleitet uns dann ein Stück des Weges. Einige der Teilnehmer hatten das Glück einen aufliegenden Wiedehopf aus nächster Nähe zu sehen. Etwas später hörten wir dann die Rufe der Bienenfresser, Spannung kam auf und alle hielten Ausschau. Blitzschnell überflog uns dann einer. Dann konnten wir mehrere Bienenfresser beobachten wie sie von einer Stromleitung aus Ausschau nach Fluginsekten hielten. In einem kleinen Naturschutzgebiet präsentierte sich eine einzigartige Flora und als Höhepunkt, den meisten Teilnehmern bislang unbekannt, der violette Dingel, eine sehr seltene Orchidee. Eine Smaragdeidechse war uns dann leider verwehrt, aber Bluthänflinge und viele Saatkrähen an einer der im Kaiserstuhl seltenen Wasserstelle gab es dann zu sehen, bevor uns im Gasthaus „Zum Kaiserstuhl“ in Niederrotweil der Koch namens Lothar Koch ein tolles Mittagessen servierte und zur Abrundung noch einen frisch gebackenen Gugelhupf.
Nach einer kleinen Mittagspause war das Liliental in Ihringen mit seinen Orchideen unser Ziel. Die Tulpenbäume dort standen in voller Blüte. Auf einem gemütlichen Rundgang konnten wir aller Ruhe die Orchideen genießen. Der große Bestand vom roten Waldvögelein stand in voller Blüte, danach hatten wir 13 Orchideen-Arten festgestellt. In der Wandergaststätte zur Lilie ließen wir dann den Rundgang bei Maultaschen und Schäufele ausklingen. Weitere 16 Vogelarten und 14 verschiedene Orchideen hatten wir danach auf unserem Konto.
Mit dem Linienbus ging es am Freitag nach Eichstetten in die kleinräumige Reblandschaft und sie nahm die Gäste sofort gefangen. Auf der Kirche sahen wir einen Weißstorch mit seinen drei Jungen auf seinem Horst, kurz danach sahen wir 2 Wiedehopfe vorbeifliegen. Groß war die Freude, als ein Altvogel an den Brutplatz kam und seine Jungen fütterte, einer der jungen Wiedehopfe schaute immer wieder aus der Bruthöhle heraus. Auf dem weiteren Weg erfreuten uns mehrere Bienenfresser. In der Sonne sitzend mit ihrem schillernden Gefieder war es ein Genuss ihnen zuzuschauen. Mehrmalige Balzfütterungen und sogar eine Kopulation war ein Höhepunkt der Beobachtung. Im Samengarten der „Stiftung Kaiserstühler Garten“ angekommen, gab es an einem kühlen Plätzchen das Vesper vom Gasthof. Auf dem Weg zum Bioland-Weingut Schambachhof fanden an einer Lösswand die Kamine der Schornsteinwespe und Dorngrasmücken säumten unseren Weg. Bei der anschließenden Öko-Weinprobe erfuhren die Gäste auch alles Wissenswertes rund um das Thema Wein. In seiner netten Art ging der Winzer Matthias Höfflin auf alle Fragen ein. Zufrieden mit dem Erlebten machte sich die Gruppe, nach dem Blick auf junge Turmfalken in ihrem Nistkasten beim Weingut, wieder mit dem Bus auf den Nachhauseweg.
Am nächsten Tag stand das Naturschutzgebiet Badberg mit seiner einzigartigen Vielfalt auf dem Programm. Schmetterlingskundler Jürgen Hensle begleitete uns auf dieser Tour, zeigte und erklärte Vieles über die dortigen Schmetterlinge und deren Biologie. Der Tag begann mit leichtem Regen der sich jedoch bald einstellte. Bocksriemenzunge, Pyramidalis, Mückenhändelwurz und noch ein Brandknabenkraut zeigten sich uns. Einer der Teilnehmer entdeckte sogar eine Larve der Gottesanbeterin und unzählige Blutströpfchen- oder Widderchen-Arten säumten unseren weiteren Weg. Singende Feldlerchen, landende Baumpieper und jagende Mauersegler zeigten sich, Heckenbraunelle und Fitis rundeten die Exkursion ab. Die „Schafskälte“ am Kaiserstuhl brachte für uns Menschen angenehme Temperaturen, dem Schmetterlingshaft waren sie jedoch zu niedrig, so bekamen wir leider keine zu sehen.
Nach dem freien und von den Teilnehmern unterschiedlich genutzte Nachmittag war der Besuch einer Straußenwirtschaft, der Vogel-Strauße angesagt. Flammenkuchen waren der große Renner, ebenso die verschiedenen Weine.
Um 07:00 Uhr ging es am letzten Tag nach einer schnellen Tasse Kaffee nochmals zum Wiedehopf, ein Teilnehmer hat es anschließend als ein „furioses Finale“ bezeichnet: Zuerst begrüßten uns 2 Graureiher auf ihrem Rückflug von ihrer Nacht-Jagd. Ein Wiedehopf kam mit einer Maulwurfsgrille auch Werre genannt angeflogen um seine Jungen zu füttern. Danach setzte er sich auf einen Rebpfahl und stellte dabei ganz kurz seinen Feder-Schopf auf. Mehrmals konnten wir ihn ausgiebig dabei beobachten sogar beide Altvögel kamen einmal miteinander am Brutplatz an. Urplötzlich war dann ein Wespenbussard zu sehen der seine Kreise zog und wie bestellt kamen ein Rotmilan und auch ein Schwarzmilan vorbei, die die vielen Böschungen auf ihrer Nahrungssuche in niedriger Höhe fliegend absuchten. Noch nicht genug, sahen wir einem Bienenfresser-Paar bei ihrer Jagd zu und konnten nochmals eine Kopulation sehen. Die Turteltaube gurrte im Hintergrund und ein Fuchs kreuzte den Weg und dann hörten wir auch noch den unverkennbaren Ruf eines Wiedehopfes. Als Zugabe entdeckten wir auch noch einen Wanderfalken, der ruhig in einem Baum saß.
Zu einem ausgiebigen Frühstück traf man sich zum letzten Mal in geselliger Runde und neben dem Hefezopf thronte ein Wiedehopf. Engelbert bedankte sich bei seinen Gästen, seine Gäste bedankten sich mit einem Gedicht bei ihm für seine Betreuung. Glücklich und voller wunderschönen Eindrücke und Erlebnisse machten sich die Gäste dann auf die Rückreise.
Artenliste
58 Vogelarten:
- Amsel
- Bachstelze
- Baumfalke
- Baumpieper
- Bienenfresser
- Bluthänfling
- Buchfink
- Buntspecht
- Dohle
- Dorngrasmücke
- Eichelhäher
- Elster
- Fasan
- Feldlerche
- Feldsperling
- Fichtenkreuzschnabel
- Fitis
- Gartengrasmücke
- Girlitz
- Goldammer
- Graureiher
- Grünfink
- Grünspecht
- Hausrotschwanz
- Haussperling
- Heckenbraunelle
- Kohlmeise
- Kuckuck
- Mauersegler
- Mäusebussard
- Mehlschwalbe
- Mönchsgrasmücke
- Pirol
- Rabenkrähe
- Rauchschwalbe
- Ringeltaube
- Roter Milan
- Rotkehlchen
- Saatkrähe
- Schwarzer Milan
- Schwarzkehlchen
- Singdrossel
- Star
- Stieglitz
- Straßentaube
- Sumpfmeise
- Teichrohrsänger
- Türkentaube
- Turmfalke
- Turteltaube
- Wacholderdrossel
- Wanderfalke
- Weißstorch
- Wendehals
- Wespenbussard
- Wiedehopf
- Zaunkönig
- Zilpzalp
Orchideenarten:
- Brand-Knabenkraut
- geflecktes Knabenkraut
- Pyramiden-Orchis
- Helm-Knabenkraut (verblüht)
- Purpur-Knabenkraut (verbl.)
- Großes Zweiblatt
- Rotes Waldvögelein
- Zweiblättrige Waldhyazinthe
- Vogel-Nestwurz
- Bienen-Ragwurz
- Breitblättrige Stendelwurz (kn.)
- Bocksriemenzunge
- Mücken-Händelwurz
- violetter Dingel
Schmetterlingsarten:
- Grünaderweißling
- Postillion
- Distelfalter ( auch Ei und Raupe)
- Tagpfauenauge (Raupe)
- Kleines Wiesenvögelchen
- Himmelblauer Bläuling
- Hauhechel-Bläuling
- Braundickkopffalter
- Schachbrett
- Großes Ochsenauge
- Waldbrettspiel
- Admiral
- C-Falter
- Kleiner Fuchs
- Taubenschwänzchen
- Wolfsmilch-Schwärmer (Raupe)
- Brombeerspinner (Eier)
- Ampferspanner
- Blütenspanner
- Breitflügelige Bandeule
- Panther-Spanner
- Graues Moderholz (Raupe)
- Beilfleck-Widderchen
- Kronwicken-Widderchen
- Tymian-Widderchen
- Kronwicken-Widderchen
- Mädesüß-Widderchen
- Brennnesselzünsler (Raupen)
- Graswurzelmotte
- Pfaffenhütchen-Gespinstmotte (Raupen)
- Trinkerin (Raupe)
- Schlehen-Gespinstmotte (Puppen)
Außerdem:
- Sommerwurz
- Schmerwurz
- Schwalbenwurz
- kugelige Teufelskralle
- Astlose Graslilie
- Klappertopf
- Ackerwachtelweizen
- Schornsteinwespe
- Rüsselkäfer
- Feuerkäfer
- Schnellkäfer
- Smaragdeidechse
- junger Fuchs
- Rehwild
- Feldhase
- Fuchs
- Gottesanbeterin (Larve)
- Balkenschröter
- Rosenkäfer
- Blauschwarze Holzbiene
- Schornsteinwespe
- Ackerwachtelweizen
- Schmerwurz
- Sommerwurz (div. Arten)
- Tulpenbaum
- Kugelige Teufelskralle
- Färberwaid
- Rapunzel-Glockenblume
- Knäuel-Glockenblume
- Pfirsichblättrige Glockenblume
- Acker-Glockenblume
- Natternkopf
- Diptam (verblüht)
- Sonnenröschen
- Kaiserstuhl-Anemone
Engelbert Mayer
Reisebericht 2008
1. Termin
„Wiedehopf und Hefezopf“ vom 23. bis 27.04.08 Pünktlich zum Beginn der ersten Reise „Wiedehopf und Hefezopf“ in diesem Jahr kam endlich die Sonne zum Vorschein, wie es sich eben gehört. Nach der Begrüßung der Gäste stellte sich Reiseleiter Engelbert den Gästen vor und lud sie anschließend zu Kaffee und frischem Rhabarberkuchen ein. Beim anschließenden Rundgang um den kleinen Stadtteil Altvogtsburg bot sich eine wunderbare Aussicht auf den Ort und das Badbergmassiv. Unzählige Schlüsselblumen blühten auf den Trockenrasen, Feldlerchen und Baumpieper sangen um die Wette, auch der Wendehals lies seinen markanten Ruf immer wieder hören. In den Kirchturm in der kleinen Kirche trug ein Dohlen-Paar Nistmaterial ein. Auf dem Telegrafenmast vor dem Gasthof Rössle saß der Zaunkönig und sang aus vollem Hals, was er auch an den anderen Tagen immer tat. Nach dem Abendessen war im nahen Wald noch der Ruf vom Waldkauz zu hören, dies war dann die 30. Vogelart am ersten Tag. Am Donnerstag ging es mit dem Bus nach Oberrotweil, kaum ausgestiegen begrüßte uns wieder ein Wendehals. Wir hielten angestrengt Ausschau nach dem Wiedehopf, Engelbert entdeckte dann das Paar bei der Nahrungssuche am Rand der Straße nicht weit von uns. Ein kleiner Abstecher in den Ort führte uns zu einer Amsel, nicht irgendeine, sondern eine ganz besondere, nämlich eine fast weiße Amsel. Zurück in den Weinbergen konnten wir das nächste auf Rebpfählen sitzende Wiedehopfpaar beobachten. 2 Feldhasen und 2 Rehe begegneten uns, Nachtigall, Singdrossel und Grasmücken boten uns dann ein tolles Konzert bevor wir noch von weitem einen in der Felswand sitzenden Uhu anschauen konnten. Im Gasthaus „Zum Kaiserstuhl“ in Niederrotweil hat uns Lothar Koch ein tolles Mittagessen serviert, das mit vielerlei Kräutern belegt war, für viele ein ganz neuer Genuss. Danach standen wir an der Bushaltestelle, als plötzlich vor unseren Augen ein Sperber Kleinvögel jagte und mit einem davonflog. Der Frühling der eigentlich keiner war, hatte das Wachstum der Orchideen verzögert, sodass im Liliental bei Ihringen nur knospende zu sehen waren. Kaiserstuhlanemone Anemone sylvestris und Küchenschelle boten sich aber in ihrer ganzen Pracht, beim Gang durch den Mammutwald lauschten wir Waldbaumläufer und Misteldrossel. Nach einer Stärkung in der Wandergaststätte „Zur Lilie“ ging es zurück zu unserem Gasthof. Am Freitag ging es mit dem Bus an den östlichen Kaiserstuhl nach Eichstetten. Nach einem tollen Ausblick über die Freiburger Bucht präsentierte sich uns eine Dorngrasmücke in der strahlenden Sonne. Im Hintergrund entdeckten wir einen Wiedehopf auf einem Holzstapel, alle hatten ausgiebig Gelegenheit, diesen wunderschönen Vogel zu betrachten. Ein riesiger Bockkäfer fand dann Gefallen an der Jacke eines Teilnehmers und ließ sich darauf nieder. Unser Gasthof erwartet uns dann in freier Natur mit einem zünftigen Vesper das sich alle munden ließen. Plötzlich flog ein Wiedehopf aus einem nahe gelegenen Walnussbaum auf und davon, der Schlingel hatte uns schon die ganze Zeit beobachtet und nichts gesagt. Mit dem Spektiv suchte Engelbert die Bäume ab und entdeckte ihn, wie er rufend auf einem anderen Nussbaum saß. Das bietet sich nicht alle Tage, dass während der Stärkung immer jemand vom Tisch aufstehen und den Hopf betrachten konnte. Auf dem weiteren Weg fanden wir in einer Feldscheune unter dem Dachbalken ein Nest vom Eichelhäher und einen Star der sich frech in einem Wiedehopfnistkasten sein Nest baute. Unterwegs kamen wir an einem Brutplatz vom Steinkauz vorbei, alle suchten den Baum ab, leider vergebens. Engelbert zeigte dann den Teilnehmern die Steinkauz-Röhre im Baum, als plötzlich der Steinkauz aus dem Baum wegflog und sich in der gegenüberliegenden Lösswand niederließ. Wir beobachteten ihn, er beobachtete uns. Eine exzellente Weinprobe gab es dann auf dem Bioland-Weingut Schambachhof. Matthias Höfflin, mit Leib und Seele Winzer, begeisterte dabei mit seinen Erklärungen und noch mehr mit seinen Weinen. Spätestens beim Spätburgunder trocken 2005 Barrique Prestige waren auch die Nichtweintrinker begeistert. Auf dem Rückweg lief uns dann noch eine Maulwurfsgrille, auch Werre genannt, über den Weg, die Leib- und Magenspeise der Wiedehopfe am Kaiserstuhl. Samstags war das Naturschutzgebiet Badberg auf dem Programm, begleitet wurden wir vom Schmetterlingskundler Jürgen Hensle. Er hatte dabei vieles zu erzählen und zu zeigen, auch einige Neuankömmlinge unter den Faltern gab es zu sehen. Gleich beim Aufstieg wärmte sich in der Morgensonne eine Smaragdeidechse. An einem geschützten Südhang bot sich uns ein toller Anblick, unzählige blühende Affen- und Brandknabenkraut-Orchideen standen dort. Baumpieper, Wiesenpieper und der erste Feldschwirl in diesem Jahr sangen um die Wette, bevor sich uns nochmals die prächtigen Smaragdeidechsen präsentierten. Auf dem Rückweg entdeckten wir noch eine Blindschleiche. Nach dem freien Nachmittag, der von den Teilnehmern unterschiedlich genutzt wurde, wanderten wir am Abend in die „Vogel-Strauße“ und stärkten uns bei Flammenkuchen. Engelbert spendierte als Nachtisch noch einen flambierten Apfel-Flammenkuchen. Bei der anschließenden Nachtwanderung zum Gasthof konnten wir mehrere Fledermäuse bei ihrer Jagd nach Insekten beobachten, auch der Große Abendsegler war dabei und knackte die aufsteigenden Maikäfer. Etwas merkwürdig war, dass nachts gegen 22:00 Uhr neben dem Waldkauz auch noch der Kuckuck zu hören war. Nach einer Tasse Kaffe im Stehen, ging es am Sonntag früh nochmals zum Wiedehopf. Am ersten Beobachtungspunkt hatte ein Wiedehopf in den letzten Tagen das Nistmaterial aus einem Meisenkasten entfernt um darin brüten zu können. Die Rufe von zweien waren dort zu hören, nur einige Teilnehmer bekamen ihn aber zu Gesicht, wir selbst wurden jedoch garantiert vom Hopf gesehen. Beim nächsten Halt riefen zwei Wendehälse wieder um die Wette, nach einiger Geduld sahen wir dann ein Wiedehopf-Paar vor uns auffliegen auf dem Weg zur Nahrungssuche. Glücklich und zufrieden machten auch wir uns auf den Weg zu unserer Nahrungssuche im Gasthof „Rössle“ in Altvogtsburg, nämlich zum Hefezopf. Wie die Bemühungen des Wiedehopfes an dem für ihn viel zu kleinen Meisenkasten ausgegangen sind, erfahren Sie unter www.NABU-Kaiserstuhl.de Engelbert Maye
Beobachtungsliste Vögel:
- Amsel (Albino)
- Bachstelze
- Baumpieper
- Blaumeise
- Bluthänfling
- Buchfink
- Buntspecht
- Dohle
- Dorngrasmücke
- Eichelhäher
- Elster
- Fasan
- Feldlerche
- Feldschwirl
- Feldsperling
- Fitis
- Gebirgsstelze
- Girlitz
- Goldammer
- Grauammer
- Graureiher
- Grünfink
- Grünspecht
- Hausrotschwanz
- Haussperling
- Heckenbraunelle
- Kleiber
- Kohlmeise
- Kuckuck
- Mauersegler
- Mäusebussard
- Mehlschwalbe
- Misteldrossel
- Mönchsgrasmücke
- Nachtigall
- Rabenkrähe
- Rauchschwalbe
- Ringeltaube
- Roter Milan
- Rotkehlchen
- Saatkrähe
- Schwarzer Milan
- Schwarzkehlchen
- Singdrossel
- Sperber
- Star
- Steinkauz
- Stieglitz
- Stockente
- Straßentaube
- Tannenmeise
- Teichhuhn
- Türkentaube
- Turmfalke
- Turteltaube
- Uhu
- Waldbaumläufer
- Waldkauz
- Weißstorch
- Wendehals
- Wiedehopf
- Wiesenpieper
- Zaunkönig
- Zilzalp
Beobachtungsliste Orchideen:
- Purpurknabenkraut knospend
- Große Zweiblatt knospend
- Bocksriemenzunge knospend
- Brandknabenkraut
- Affenknabenkraut
- Helmknabenkraut
Beobachtungsliste Schmetterlinge:
- Grünaderweißling
- Kleiner Kohlweißling
- Großer Kohlweißling
- Senfweißling
- Goldene Acht
- Südlicher Heufalter
- Tagpfauenauge
- Kleiner Fuchs
- Mauerfuchs
- Brombeer-Zipfelfalter
- Alexis-Bläuling
- Kronwicken-Dickkopffalter
- Braune Tageule
- Heidekrautspanner
- Wolfsmilchspanner
- Heller Rostfarben-Blattspanner
- Pantherspanner
- Weißes C
- Braunauge
Außerdem:
- Sommerwurz
- Schmerwurz
- Schwalbenwurz
- kugelige Teufelskralle
- Astlose Graslilie
- Klappertopf
- Ackerwachtelweizen
- Schornsteinwespe
- Rüsselkäfer
- Feuerkäfer
- Schnellkäfer
- Smaragdeidechse
- junger Fuchs
- Bockkäfer
- Eichenbuntkäfer
- Maikäfer
- Zauneidechse
- Smaragdeidechse
- Blindschleiche
- Sommerwurz knospend
- Schmerwurz
- Küchenschelle
- Kaiserstuhl-Anemone Anemone sylvestris
- Fledermäuse u.a. Großer Abendsegler
2. Termin
Reisebericht Wiedehopf und Hefezopf vom 28.05. bis 01.06.08 Der Zaunkönig auf einem Telegrafenmast vor dem Gasthof „Zum Rössle“ schmetterte mit großer Begeisterung sein Lied als Willkommengruß an die Teilnehmer. Er begleitete uns die ganzen Tage hindurch mit seinem Gesang. Nach der Begrüßung bei Kaffee und Rhabarberkuchen ging es zu einem kleinen Rundweg um Altvogtsburg der es in sich hatte. Nach wenigen Metern präsentierte sich eine Smaragdeidechse, kurz darauf zeigte sich ein Schwarzkehlchen-Paar. Baumpieper, Feldlerche, Bluthänflinge und Dorngrasmücken waren auf den Wiesen und Böschungen zu sehen. In einem kleinen mit Schilf bewachsenen Regenrückhaltebecken rief der Teich- und Sumpfrohrsänger, die Heckenbraunelle und der Rotrückenwürger saßen auf einem Rebpfahl und ein Dohlenpaar flog in den Kirchturm. Insgesamt 34 Vogelarten konnten bei dem zweistündigen Rundgang gezählt werden. Am Abend gab es einen Lichtbilder-Vortrag über den Kaiserstuhl und Suchfotos um die Teilnehmer auf die nächsten Tage einzustimmen. Am nächsten Tag ging es nach Oberrotweil, bald darauf beobachteten wir Mauersegler die in einem Haus in niedriger Höhe nisteten. Sumpfrohrsänger und Heckenbraunelle sangen um die Wette, während ein Teilnehmer es sich nicht nehmen ließ, eine Lösshöhle zu durchsteigen. Auf einem frisch gefrästen Acker suchten Dohlen nach Nahrung und im Lösshohlweg waren die ersten Bienenfresser zu hören. An einem Aussichtspunkt konnten wir sie dann schön beobachten, sogar eine Balzfütterung war zu sehen. An seinem Brutplatz saß der Wiedehopf mit einer Maulwurfsgrille, auch Werre genannt, im Schnabel. Ein Wiedehopf konnte auf einem Rebpfahl beobachtet werden, bevor wir uns zu Ragout vom Zicklein, Brennnesselspätzle und Möhren in das „Gasthaus zum Kaiserstuhl“ begaben. Nach einer kurzen Pause ging es in das Liliental nach Ihringen zu einer Orchideenwanderung. Vierzehn verschiedene Arten haben wir dort vorgefunden. blühten und waren zu bewundern. Kleiber, Gelbspötter, Pirol und Schwarzspecht und viele Singdrosseln ergaben ein tolles Konzert. Kaum be8i unserer Unterkunft angekommen, brach ein heftiges Gewitter los. Am dritten Tag sahen wir von der Bushaltestelle aus einem Wespenbussard zu, der auf dem Badberg auf einem Pfahl sitzend sein nasses Gefieder trocknete. Auf der weiteren Fahrt sahen wir Paar Weißstörche mit ihren Jungen auf einer Kirche. Eine Gebirgsstelze begrüßte die Teilnehmer in Eichstetten, gleich darauf konnten mittels einer Infrarotkamera die jungen Schleiereulen an ihrem Brutplatz beobachtet werden. Weiter ging es zu einer exponierten Stelle mitten in den Weinbergen. Ein Wendehals saß lange Zeit an einem Meisennistkasten am Einflugloch und inspizierte das darin befindliche Meisennest. Wunderbar konnte er dabei beobachtet werden. Eine Nachtigall war zu hören und die farbenprächtigen Bienenfresser zeigten sich uns. Etwas weiter informierte uns der Winzer Gustav über Wiedehopfe die mehrmals schon vorbei geflogen waren. Unser Warten dort hat sich dann in jeder Hinsicht gelohnt. An einem schönen gemütlichen Aussichtspunkt erwartete uns der Wirt mit einem wunderbaren Vesper. Nach dieser Stärkung in freier Natur ging es weiter zu einem Brutplatz vom Steinkauz, dieser ließ sich jedoch nicht sehen. In einem Lösshohlweg fanden wir eine Fuchshöhle, leider ließen sich die Jungfüchse nicht sehen. Vor der Weinprobe im Ökoweingut Schambachhof sahen wir wieder Bienenfresser die uns bis zum Weingut begleiteten. Dort erfuhren wir alles über Wein und konnten ihn während der Weinprobe mit Matthias Höfflin genießen. In einem Nistkasten saßen junge Turmfalken. Auf dem Rückweg zum Gasthof suchte Engelbert plötzlich mit seinem Spektiv eine Felswand ab und fand tatsächlich den Uhu. Nach einer weiteren Suche fand er sogar die 3 jungen Uhus, leider vergaß er danach seinen Rucksack, es war nur gut, dass es in der Gruppe einen „nachtragenden“ Teilnehmer gab. Auf dem Rückweg zum Gasthof konnte noch eine Blindschleiche fotografiert werden. Fast erschlagen von den wunderschönen Beobachtungen aber auch von der Schwüle erreichten wir unsere Unterkunft. Jürgen Hensle brachte den Teilnehmern am Samstag auf dem Badberg viel Wissenswertes über Schmetterlinge bei und erklärte den staunenden Teilnehmern die unzählige Vielfalt davon. Eine weitere Erkenntnis war dabei, dass nicht alle Bläulinge auch blau sein müssen. Ausgiebig zeigten sich wieder Smaragdeidechsen und Schmetterlingshafte. 2 Wanderfalken und ein Wespenbussarde waren ein weiterer Höhepunkt. Nach dem freien Nachmittag, den die Teilnehmer sehr individuell nutzten, führte uns die Abendwanderung in die „Vogelstrauße“ nach Oberbergen. Flammenkuchen und der gute Wein trugen zum Gelingen des Abends bei. Früh am nächsten Morgen ging es nochmals zum Wiedehopf, gleich nach der Ankunft kam er aus seinem Nistkasten heraus und flog davon, bald darauf wieder zurück an seinen Brutplatz und verblieb in seinem Nistkasten. Es war das Weibchen, das nur mal kurz ihr Gelege verlassen hatte. Beim nächsten Halt entdeckten wir nochmals einen Wiedehopf und plötzlich kam ein weiterer hinzu, sodass sich sofort eine richtige Balgerei entwickelte, es waren 2 Männchen, die ihre Reviere verteidigten. Nach einer Weile konnte ein dritter Wiedehopf entdeckt werden, ein Männchen flog davon und die Eintracht unter dem verbleibenden Pärchen war wieder hergestellt. Friedlich nebeneinander konnten wir sie bei der Nahrungssuche beobachten. Ein weiterer Bienenfresser und 3 Jungstörche in ihrem Nest waren an dieser Stelle mal von oben zu sehen. „Dies war der wiedehopfeste Tag“ lautete der begeisterte Kommentar eines Teilnehmers danach. Nach so tollen Beobachtungen war keine Steigerung mehr möglich, deshalb ging es zurück in unseren Gasthof. Zum ausgiebigen Frühstück gab es natürlich wie versprochen einen wunderbaren Hefezopf. Engelbert bekam von den Teilnehmern noch ein Gedicht und zwei 4-blättrige Kleeblätter überreicht. Danach verabschiedeten sich die Teilnehmer von Engelbert und dem Kaiserstuhl. Der bisherige Rekord der vorige
Teilnehmerresonanz:
Wiedehopf & Hefezopf - Naturkundliche Exkursion vom 20.04. - 27.04.2009
Die erste gemeinsame Reise des Jahres wollten Walter und ich eigentlich gar nicht antreten, das Wetter zeigte sich fast sommerlich und der Garten lechzte nach Beachtung,-doch unsere reizende und hilfsbereite Nachbarin versprach, sich um das Grünzeug und die hungrigen Stachelritter zu kümmern. So fuhren wir dann wie gebucht Richtung Freiburg und weiter zum Kaiser-stuhl, der sehr passend von majestätischen Wolken wie von einem Mantel umhüllt war. Doch bereits unser erster Erkundungsgang, der eigentlich nur dem Zweck der Nahrungsaufnahme dienen sollte, wurde zum Ereignis. Wir bemerk-ten eine sonnende Schlingnatter am Weg, und genossen die landschaftlichen und kulinarischen Besonderheiten, die sich uns boten. Kurz gesagt: die gesamte Woche erwies sich als Genuss in jeder Hinsicht und als überaus lohnende Zwangspause vom eigenen Garten, den wir ja in guten Händen wussten. Wir wohnten mitten im Kaiserstuhlgebiet in einem komforta-blen, gemütlichen und kompetent geführten Gasthof mit guter Küche, wo wir uns gut aufgehoben und versorgt fühlten. Von diesem Standquartier aus konnten wir viele Ziele zu Fuß oder mit dem Bus erreichen. Naturfreak Engelbert erwies sich als überaus kenntnisreicher, fröhli-cher, geduldiger, nimmermüder, erzählfreudiger, humorvoller Führer und Be-gleiter, der uns die Schönheiten seiner Heimat in allen Facetten nahe brachte. Dank seiner genauen Ortskenntnis konnten wir mehrmals den seltenen Wiede-hopf beobachten (eine halbe Stunde muss man schon einplanen!) und ihn sogar im Flug sehen oder beim Füttern des Weibchens im Nistkasten. Wir hörten und wir sahen auch den scheuen Wendehals, obwohl wir dafür be-reits um 7Uhr auf die Pirsch gehen mussten. Über 50 Vogelarten konnten wir am Ende der Woche auflisten, viele davon hatten sich auch mehrmals beob-achten lassen. Engelbert brachte uns aber noch weitere Kostbarkeiten der Gegend nahe. Wir suchten und fanden die neonfarbenen Samragdeidechsen, (wenn Gerlinde sie nicht sah, waren sie nicht da!) viele Schmetterlinge, vom Schwalbenschwanz über Panter und Brombeerzipfelfalter bis zum seltenen Schmetterlingshaft, aber auch Orchideen knallfarben oder unscheinbar, in voller Blüte oder noch in Knospe, Engelbert kannte sie alle! und jedes Kraut, jedes Blümchen am Weg wurde benannt, und wir mit Wissen abgefüllt! Engelbert erläuterte uns auch die Anlage der Rebterrassen und wir lernten, die neuen und alten Bauten zu unterscheiden, denn hier wird seit Jahrhun-derten Wein auf Terrassen angebaut, weil der fruchtbare Vulkanboden und die exponierte, fast südländisch anmutende Lage des Gebietes sich dafür förmlich anbot. Nur in den Tälern wird Obst angebaut und auf einigen, dafür gerodeten Hügeln früher Vieh geweidet. Dazu passte auch der Besuch beim Öko-Winzer auf einem wunderschön gele-genen, von blühenden Obstgärten umgebenen Hof. Er brachte uns mit viel Charme und Überzeugungskraft die Feinheiten und Besonderheiten des Öko-Weinanbaus näher. Wir durften die kostbaren Tropfen auch probieren und er-lebten interessante, delikate und exquisite Geschmacksnoten, die uns am Ende einen angenehmen Schwips bescherten, der uns fast zur Bushaltestelle fliegen ließ. Nach einem besonders kalten, aber zum Glück sonnigen und erfolgreichen Wiedehopf-Beobachtungsmorgen überraschte uns Engelbert mit einem Pick-nik im Samengarten. Hier werden alte Obst-und Gemüse-Sorten gezogen, um den Samen zu erhalten und z.T. einzulagern. Der Garten ist auch der Öffent-lichkeit zugänglich, um sie für den Erhalt dieses Kulturgutes zu sensibilisieren. Wir erlebten hier eine gemütliche, heitere, lukullische Mittagspause bei fri-schem Brot mit Käse und/oder Wurst und Schinken, Obst, Wein oder selbst gemachtem Apfel-, bzw. Traubensaft und viel Gelächter. Köstlich, Appetit anregend und sättigend in jeder Hinsicht! Der Spaziergang durch den wunderschönen, romantischen Park im Liliental bescherte uns Baumriesen, Forst-Versuchsflächen und am Boden Orchideen. Das gepflegte Areal bot einen Gegensatz zu den Reb-Terrassen, die aber im-mer wieder fast exotisch die Hänge bedeckten und uns an Gegenden in Thai-land, auf Bali oder den Phillipinen erinnerten. Nur die Dörfer in den Tälern da-zwischen sind sehr deutsch und meist auch sehr schnuckelig mit hübschen Fachwerkhäusern und oft wertvollen alten Kirchen, wie der St. Michaels-Kirche in Nieder-Rotweil mit dem berühmten und sehr sehenswerten Choraltar des Meisters HL aus den Jahren 1516/1517. Dieses wundervolle Schnitz-Kunstwerk bestaunten wir an unserem freien Nachmittag. Einen besonders angenehmen und ertragreichen Spaziergang machten wir gleich vom Gasthof aus. Wir bestiegen den so genannten Badberg und sammelten weitere Arten, aber vor allem die überall herumwuselnden Maikäfer! Diese bei den Winzern gar nicht so beliebten Krabbeltiere flogen nämlich in diesem Frühjahr ganz besonders zahlreich ? wie Engelbert erklärte - und wur-den bereits vom Hubschrauber aus bekämpft, der chemische Mittel über den Waldrändern aussprühte, um sie am Fressen zu hindern,- und alle anderen Blätter verzehrenden Tiere auch! Horst aus dem hohen Norden wollte unbe-dingt einige der Brummer an der Nordseeküste aussetzen und dort eine Mai-käferinvasion provozieren. Wir halfen fröhlich bei der Umsiedelung und verga-ßen auch die Wegzehrung nicht! Nach dieser Woche in einer zauberhaften Landschaft mit viel Natur, aber auch menschengemachten Nutzflächen, mit Vogelbeabachtung, Tier-und Pflanzenentdeckungen, gutem Essen, netter Gesellschaft, kulturellen Kost-barkeiten und vielen interessanten Erlebnissen und wissenswerten Einzelheiten über die Region, konnten wir regelrecht satt und zufrieden und in jeder Hin-sicht bereichert die Heimreise antreten.
Wiedehopf & Hefezopf - Naturgarten Kaiserstuhl 14.05. - 18.05.2008
Wiedehopf und Bienenfresser Im Kaiserstuhl – wer kennt sie besser Als Engelbert, NABU-Stratege. Rebhang, Wald und Lösshohlwege sind sein tägliches Revier, schaut danach: Was macht` s Getier? Sein Blick schweift ständig weit umher – Wo krabbelt es, wo fliegt denn wer? Gekonnt hat er uns nah gebracht, humorvoll, leise, mit Bedacht, der Kaiserstuhl für ihn bedeutet, nicht nur der Dorfkirch` Glocke läutet. Die Gegend hier – sie ist ein Schatz Mit Wein und Obst, mit Fuchs und Katz! Ein schöner Landstrich zweifellos – Dank Engelbert war` s ganz famos. Die Teilnehmer der Reise




























































