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Estland: Moore, Taiga, baltische Küsten (9 Tage/ 8 Nächte)

Die Pflanzen- und Tierwelt Estlands ist in ihrer Vielgestaltigkeit europaweit einzigartig. Riesige Regenmoore, taigaartige Wälder und traditionell extensiv genutzte Offenlandschaften liegen dicht nebeneinander. Stark mäandrierende Flüsse durchziehen das Land. An den unberührten Küsten erstrecken sich orchideenreiche Strandwiesen und Wacholderheiden. Vor der Küste liegt ein Archipel aus hunderten, vielfach unbewohnten Inseln.

Die Reisezeit ist so gewählt, dass wir den Vogelzug von Seetauchern, Meeresenten und Limikolen, der im Baltikum noch im Gange ist, miterleben können. Die sonst im Jahresverlauf sehr unscheinbaren Arten wie Rauhfußhühner, Spechte und Eulen, stehen ebenso auf dem Programm, wie die Arten Karmingimpel, Sperbergrasmücke, Schreiadler und Zitronenstelze mit östlichem Verbreitungsschwerpunkt.

Die botanisch Interessierten kommen ebenfalls nicht zu kurz, denn nicht nur Frühblüher wie Kuhschellen, Trollblumen oder Anemonen blühen in verschwenderischer Pracht, sondern auch die ersten Orchideen.

Aufpreis bei 8 - 11 Teilnehmern: + 100,00 Euro pro Person

Das Königreich der Vogelvielfalt
Philosophie der Reise

Die Reisezeit ist gegenüber den letzten Jahren so gewählt, dass wir den auch im Baltikum früher einsetzenden Vogelzug (Seetaucher, Meeresenten, Limikolen) noch gut mitbekommen. Die im Jahresverlauf sehr unscheinbaren Arten (Rauhfußhühner, Spechte und Eulen) stehen ebenso auf dem Programm, wie Vögel mit östlichem Verbreitungsschwerpunkt (Karmingimpel, Sperbergrasmücke, Schreiadler und Zitronenstelze). Die botanisch Interessierten kommen ebenfalls nicht zu kurz, denn Frühblüher wie Kuhschelle, Leberblümchen und Anemone, sind schon in verschwenderischer Pracht anzutreffen. Je nach Witterungsverlauf blühen die ersten Orchideen. Einen Einblick bekommen wir auch in die baltische Geschichte, die über Jahrhunderte auch eine deutsche war. Wuchtige Ritterburgen, traditionelle Holzhäuser und Kirchen unterschiedlicher Religion liegen auf unserem Weg.

1. Tag: Ankunft in Riga – Lettlands Hauptstadt

Bereits in Berlin treffen wir unseren Reiseleiter – Andreas Weber. Gemeinsam fliegen wir zunächst nach Riga, Lettlands Hauptstadt. Dort wartet ein Reisebus, der uns entlang der alten „Via Baltica“, über die lettisch-estnische Grenze zum Hotel Lepanina bringt. Das traumhaft an der Rigaer Bucht gelegene Hotel, ist bestens für die Seevogelbeobachtung geeignet. So lassen sich Eis- und Samtenten oder Prachttaucher – manchmal sogar in großen Trupps leicht vom Hotelzimmer aus betrachten. Nach dem Abendessen unternehmen wir eine Abendexkursion. Am Strand sind Alpenstrandläufer und Singschwäne zu sehen, im Hinterland Sprosser und Schlagschwirl zu hören. Waldschnepfen ziehen ihre Bahnen.

2. Tag: Goldregenpfeifer und Schreiadler im Regenmoor

Eine Tagesexkursion führt uns in den Nationalpark Nigula Moor, wo wir Bruchwasserläufer, Goldregenpfeifer und Raubwürger in ihren Brutgebieten beobachten wollen. Beeindruckende Urwälder mit gigantischen Baumriesen, viel Totholz und üppige Bodenvegetation finden sich im Zentrum des Regenmoores. Hier sind Zwergschnäpper und Weissrückenspecht zu Hause.

Eingerahmt wird das Moor durch eine traumhafte Kulturlandschaft, in der die Dächer der einsamen Höfe noch Storchennester tragen und wo Wendehals, Braunkehlchen und Schreiadler nicht selten sind.

Eine Nachtexkursion führt uns in die „Western Taiga“. Hier gilt unser Interesse vor allem den Eulen (Sperlings,- Raufuß- und Habichtskauz), die wir in der „baltischen Stille“ ebenso hören wollen, wie den Ziegenmelker und die Waldschnepfe.

3. Tag: Western Taiga und Strandwiesen

In der „Western Taiga“ interessieren uns vor allem Waldvögel. Inmitten zweier gewaltiger Hochmoore stehen alte Fichten- und Kiefernwälder, in denen Wölfe und Auerhühner vorkommen. Auch wenn die Beobachtung nicht jedes Jahr klappt, so sind Spuren beider Tierarten deutlich sichtbar. Sehr spannend sind die Wiesenlandschaften und Küstenüberflutungsmoore an der Rigaer Bucht. Hier konnten wir bisher jedes Jahr Zitronenstelze, Blaukehlchen und balzende Große Brachvögel beobachten. Die Wattflächen sind immer gut für Sumpfläufer und Odinshühnchen, ganz sicher aber für Dunkle Wasserläufer und Rotschenkel. In den nahegelegenen Fischteichen sind Rohrdommel, Bartmeise und Weissflügelseeschwalbe zu finden.

4. Tag: Nationalpark Matsalu und Lagunenstadt Haapsalu

Auf dem Weg in den Nordwesten Estlands halten wir im vielgestaltigen Tuhumoor, wo Bekassinen balzen und der Steinadler jagt. Am Nachmittag sind wir im Matsalu-Nationalpark, in dessen Zentrum das riesige Delta des Kasari-Flusses liegt. Von verschiedenen Beobachtungstürmen haben wir Einblick in das unzugängliche Gebiet, in dem Elche selbst am Tage sichtbar sind. Neben Karmingimpel und Wiesenweihe, werden wir auch wieder Schreiadler sehen. In den Grenzen des Nationalparks liegt die Ruine des imposanten Herrenhauses von Vaike Roude. Im herrlich verwilderten Park kommen Weissrückenspecht, Sperlingskauz und Rotdrossel vor. In manchen Jahren konnten wir hier klassische „Ostarten“ wie Grünlaubsänger und Buschrohrsänger feststellen.Am Abend gelangen wir nach Haapsalu, einem ehemaligen Kurort russischer Zaren und des Komponisten Peter Tschaikowski. Unser Hotel liegt unmittelbar an der Lagune, mit tollen Beobachtungsmöglichkeiten für Küstenseeschwalben, Hauben- und Ohrentauchern. Besonders für Fotografen ergeben sich tolle Motive, da die Ohrentaucher nur wenig Scheu zeigen.

5. Tag: Maritimer Tag auf Hiumaa

Ein Besuch der zweitgrößten Ostseeinsel Estlands ist ein besonderes maritimes Erlebnis. Auf der 90-minütigen Überfahrt wollen wir nicht nur frühstücken, sondern auch Seevögel beobachten. Während Schmarotzerraubmöwen rasant neben dem Schiff jagen, fliegen Meeresenten (Eis- und Trauerenten) sehr flach über das Wasser. Hiumaa (schwedisch Dagö -Taginsel) ist nur an den Küsten spärlich besiedelt. Im Inselinneren finden sich ausgedehnte Wälder und Moore. Unser Ziel ist die Kasaribucht, wo wir im Flachwasser nach verschiedenen Limikolenarten (Kiebitzregenpfeifer, Zwerg- und Temminckstrandläufer) und der Raubseeschwalbe Ausschau halten! Mit etwas Glück sehen wir auch Kegel- oder Ringelrobben. Am Abend kehren wir zum Festland zurück!

6. Tag: Birkhahnbalz

Sehr früh aufstehen heißt es an diesem Tag. Dafür erwartet uns mit der Birkhahnbalz ein Naturschauspiel, das es so in Deutschland nicht mehr gibt. Dabei beeindruckt nicht nur das Spiel und die Anzahl der anwesenden Hähne, sondern die einmalige Artenkombination aus Schlagschwirl, Wiesenweihe, Steinadler und Wachtelkönig. Am späten Vormittag kehren wir zum Hotel zurück! Nach einer kurzen Pause und einem zweiten Frühstück, besichtigen wir die imposante Bischofsburg der Stadt. Anschließend geht es auf die Halbinsel Noarotsi zu unserer nächsten Unterkunft nach Roosta. Die schwedischen Ferienhäuser liegen eingebettet in einen Dünenkiefernwald, nur unweit der Ostsee. Pausenlos singen Gartenrotschwanz und Zeisige. Sogar Kiefernkreuzschnäbel zeigen sich! Am Nachmittag unternehmen wir eine Wanderung durch die Dünen und am Strand entlang!

7. Tag: Noarotsi, Gut Lykholm und Seetaucher am Kap

Tagsüber beobachten wir im Naturschutzgebiet Silma. An den flachen Seen kommen Rothalstaucher und Zwergmöwen vor. In den riesigen Schilfwäldern sind Rohrdommel, Beutelmeise und verschiedene Rohrsängerarten zu hören und zu sehen. Baumfalken jagen hier nach Libellen.

Ein Besuch auf Gut Lykholm zeigt uns die untergegangene Welt der Deutschbalten. Hier werden wir auch Mittagessen.

Am Abend besuchen wir das Kap Pöösaspea an der Ostsee – einem idealen Ort um nordische Taucher (Stern- und Prachttaucher), Meeresenten (Eis-, Samt und Trauerenten und ziehende Kleinvögel (Thunberg-Schafstelzen, Strandpieper) zu beobachten.

8. Tag: Brachpieper und Fischadler im Ledissioo-Moor

Am Morgen kehren wir erneut zurück zum Kap, da sich das Artenspektrum oft innerhalb eines kurzen Zeitraumes stark ändern kann. Durch seine exponierte Lage ist hier mit durchziehenden, hocharktischen Arten zu rechnen. Tagsüber sind wir im Növa Naturschutzgebiet, wo uns die Beobachtung von Fisch- und Schlangenadler gelingen sollte. Auf dem Tanajärv brüten Singschwäne! Längere Zeit wollen wir uns auf den riesigen Waldbrandflächen und offenen Dünen aufhalten, um Brachpieper und Flussregenpfeifer zu suchen!

Den späten Abend widmen wir wieder den Eulen! Sperlingskauz und Habichtskauz, aber auch Ziegermelker wollen wir hören.

9. Tag: Tallinn - Estlands Hauptstadt

Am Vormittag fahren wir nach Tallinn, Estlands Hauptstadt. Hier haben wir genügend Zeit, um uns die historische Altstadt, mit ihrem mittelalterlichen Flair anzusehen. Am Nachmittag geht es zum Flughafen und anschließend nach Berlin zurück.

Anreise

Die An- und Abflugszeiten von Berlin nach Riga werden voraussichtlich im Januar 2010 bekannt gegeben. Sollten Sie Ihren Flug selbst buchen, reduziert sich der Reisepreis um 300 €. Tallinn ist mit der Bahn nicht und mit dem Schiff nur schwerlich erreichbar. Busverbindungen gibt es ab Ulm, Augsburg, München und Berlin. Wenn Sie mit der Bahn anreisen wollen, empfehlen wir die Agentur Kopfbahnhof in Berlin (der Reisepreis reduziert sich dann für Sie um 300 Euro), Kopfbahnhof, Yorckstr. 48, 10965 Berlin, Tel. 030/23638310, Die Kollegen arbeiten Ihnen dann ein Angebot für die Anreise aus. Bitte haben Sie Verständnis, dass nur Individualtickets ausgestellt werden können. Es geht also nicht, dass wir Gruppen von Teilnehmern aus verschiedenen Orten bilden können, das wäre viel zu aufwändig. Bitte geben Sie unbedingt an, dass Sie ein Reisegast von birdingtours/travel-to-nature sind, dann wissen unsere Kollegen gleich Bescheid.

Hinweis zur FSME-Impfung

Für eine Reise nach Estland zwischen April und Oktober wird vom Auswärtigen Amt eine Schutzimpfung gegen die sogenannte Frühjahr-Sommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) empfohlen. Diese Art der Hirnhautentzündung kann in Risikogebieten, wozu ganz Estland gehört, durch Zeckenbiss übertragen werden. Wenn Sie also auf „Nummer Sicher“ gehen wollen, sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen und nach einer FSME-Schutzimpfung fragen. Die gängigste Methode sieht zunächst eine Spritze vor, auf die nach 30 Tagen eine zweite und nach weiteren 6 Monaten zur Auffrischung eine dritte folgt. Nach der zweiten Spritze sind Sie bereits geschützt, wobei diese jedoch mindestens zwei Wochen vor Reiseantritt liegen sollte.

Reisepass

Seit dem 1. Mai 2004 ist Estland ein Mitgliedsstaat der EU - dennoch sollte ein gültiger Reisepass mitgenommen werden.

Generelle Hinweise
  • Unsere Estlandtour ist als Kleingruppenreise organisiert mit max. 15 Teilnehmern.
  • Anforderungen der Reise: Diese Reise stellt nahezu keine Anforderungen an Ihre Fitness. Die Wanderstrecken sind maximal 5 km lang und sehr eben, es gibt so gut wie kein Gefälle.
  • Die Gruppengröße dieser Reise beträgt 10 - 15 Personen. Sollte die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, kann die Reise bis 3 Wochen vor Reiseantritt abgesagt werden. Sollte der Fall eintreten, versuchen wir immer die Reise trotzdem durchzuführen. Falls dies nicht möglich ist, erstellen wir Ihnen gerne ein schönes Alternativangebot.
  • Aufpreis bei 8 - 11 Teilnehmern: + 100,00 Euro pro Person
Ermäßigungen
  • NABU/LBV-Mitglieder: 3% Rabatt
  • Rabatt bei Onlinebuchung: 15,00 Euro pro Person
Zahlungsmodalitäten
  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 10 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.
Leistungen
  • 9 Tage mit 8 Übernachtungen in Doppelzimmern in Mittelklassehotels und hochwertigen Ferienhäusern
  • Flug Berlin – Riga
  • Flug Tallinn – Berlin
  • Halbpension: Frühstück, Abendessen
  • Estnische Reiseleitung und Spezialisten
  • Begleitung durch einen Mitarbeiter von NationalparkTours mit ornithologischen und botanischen Kenntnissen.
  • Alle Transferfahrten vor Ort mit dem Reisebus
  • Schiffstour zur Insel Hiumaa
  • Bereitstellung hochwertiger Ferngläser
Nicht enthaltene Leistungen
  • Reiseversicherung
  • Mittagessen, bzw. Lunchpaket
Reiseleiter:

Andreas Weber

Veranstalter: Nationalparktours
Reisebericht 2011
Moore, Taiga, baltische Küsten 14. bis 22. Mai 2011 - Naturkundlich-Ornithologische Reise nach Estland

Teilnehmer: 14

Reiseleiter: Andreas Weber

An der Exkursion nahmen 14 Teilnehmer aus Deutschland und der Schweiz teil. Das Wetter zeigte sich anfänglich etwas kühl, später aber umso wärmer. Der sonst so gefürchtete Wind wehte nur schwach und Regen gab es nur über Nacht – also gute bis sehr gute Beobachtungsbedingungen. Die allseits gefürchteten Mücken blieben sogar gänzlich aus! Die Zahl von 167 beobachteten Vogelarten zeigt wie vielfältig die Natur in Estland ist!

 

14. Mai:

Ankunft in Riga, Lettlands Hauptstadt. Kurze Stadtbesichtigung und Einsammeln weiterer Teilnehmer. Fahrt zum Hotel nach Lepanina, unmittelbar an der Rigaer Bucht. Abendexkursion am Strand mit Seeadler, Prachttaucher, Samt- und Knäkenten, Küstenseeschwalben und Alpenstrandläufer.

 

15. Mai:

Tagesexkursion in den Nationalpark „Nigulamoor“ mit zahlreichen Bruchwasserläufern bei der Balz, einen Raubwürger am Nest und einen Merlin, der von Sturmmöwen attackiert wurde. Erste Birkhühner zeigten sich. Ein tolles Schauspiel lieferte uns ein Wesenbussard bei der Flugbalz. In der traumhaften Kulturlandschaft konnten wir Schreiadler, Wiesenweihe, Wendehals und Singschwäne entdecken. Abendexkursion mit Schnepfenstrich.

 

16. Mai:

Waldexkursion in der Taiga mit vorbei fliegendem Habichtskauz, Nordischer Kleiber, Kraniche und Gartenrotschwanz, sowie einer außerordentlich hohen Vielfalt an Meisen, Grasmücken und Drosseln! In den Strandwiesen konnten wir eine Zitronenstelze und viele Braunkehlchen beobachten. An den Fischteichen hörten wir eine Rohrdommel, intensiv sangen Drossel- und Schilfrohrsänger, Rotschenkel balzten. Am Meer flogen Zwergseeschwalben und Löffelenten hielten sich im Flachwasser auf.

 

17. Mai:

Auf dem Weg zur Insel Saaremaa sahen wir Rothalstaucher. Später hielten wir im Tuhumoor, wo Fieberklee, Rosmarinheide und Sumpfporst sehr intensiv blühten. Ein Steinadler flog über den Weg, Bekassinen balzten. Auf der Überfahrt mit der Fähre zur Insel sahen wir Schmarotzerraubmöwen, Berg-, Eider- und Trauerenten. Am Muhudamm flogen Zwergmöwen und rasteten Thunbergschafstelzen. Am Gutshof Pilguse hörten wir nachts Wachtelkönig und Tüpfelsumpfhuhn. Dunkle Wasserläufer und Brachvögel zeigten sich in einer nahegelegenen Bucht!

 

18. Mai:

Entlang eines einsamen, traumhaften Panoramaweges entlang der Küste auf der Halbinsel Sörve, sahen und hörten wir den ersten Karmingimpel! Elche zeigten sich! Am Strand hielten sich Steinwälzer und Kiebitzregenpfeifer auf. Tausende Nonnengänse ruhten auf den Strandwiesen und Raubseeschwalben jagten im Flachwasser der Ostsee. Im Eichenwald von Loode nahe der Inselhauptstadt Kuressaare blühten die ersten Orchideen, darunter der Frauenschuh und das Kleine Knabenkraut!

 

19. Mai:

Zurück auf dem Festland konnten wir im riesigen Delta des Kasari-Flusses Elche mit ihren sehr kleinen Kälbern bewundern. Erste Sprosser sangen, ein Karmingimpel zeigte sich und Brachvögel balzten! Eine Wiesenweihe jagte bei Klostrii! An der mächtigen Herrenhausruine in Väike-Rõudesang kurz ein Buschrohrsänger. Daneben waren nordische Gimpel und Grauschnäpper zu sehen! Von unserem herrlich, an der Lagune in Haapsalu gelegenen Hotel aus, konnten wir Seeadler und Haubentaucher beobachten. Hier inmitten der Stadt, ließen sich auch Ohrentauer aus Nahdistanz fotografieren!

 

20. Mai:

Die Birkhahnbalz ist ein Naturschauspiel, welches es so in Deutschland nicht mehr gibt. Mehr als 50 Hähne balzten, begleitet durch den Gesang des Schlagschwirls und den Rufen des Wachtelkönigs Im Silma Naturschutzgebiet auf der Halbinsel Noarotsi sahen wir Rothalstaucher, Zwergmöwen, eine Beutelmeise am Nest und einen jagenden Baumfalken!

 

21. Mai:

Der letzte Übernachtungsort in Roosta lag inmitten eines Dünenkiefernwaldes. Hier zeigten sich Wendehals, Erlenzeisig und Kiefernkreuzschnabel in unmittelbarer Nähe unserer komfortablen schwedischen Ferienhäuser! Am Vormittag besuchten wir das Kap Pöösaspea an der Ostsee – wo wir Sterntaucher und Meeresenten (Eis-, Samt und Eiderenten) auf dem Zug beobachten. Tagsüber hielten wir uns im Növa Naturschutzgebiet auf, wo wir Fischadler am Horst sahen und auf einer riesigen Brandfläche Sandregenpfeifer im Brutgebiet beobachteten.

 

22. Mai:

Am letzten Tag hatten wir noch genügend Zeit, um uns die historische Altstadt von Tallinn anzuschauen. Am Nachmittag flogen alle in ihre Heimatorte zurück.

Beobachtete Arten:
  • Sterntaucher
  • Prachttaucher
  • Haubentaucher
  • Rothalstaucher
  • Zwergtaucher
  • Ohrentaucher
  • Kormoran
  • Rohrdommel
  • Graureiher
  • Weißstorch
  • Höckerschwan
  • Singschwan
  • Blässgans
  • Kanadagans
  • Graugans
  • Weißwangengans
  • Brandgans
  • Pfeifente
  • Schnatterente
  • Krickente
  • Kolbenente
  • Stockente
  • Spießente
  • Knäkente
  • Löffelente
  • Tafelente
  • Reiherente
  • Bergente
  • Eiderente
  • Eisente
  • Trauerente
  • Samtente
  • Schellente
  • Zwergsäger
  • Mittelsäger
  • Gänsesäger
  • Wespenbussard
  • Seeadler
  • Rohrweihe
  • Wiesenweihe
  • Sperber
  • Mäusebussard
  • Schreiadler
  • Steinadler
  • Fischadler
  • Turmfalke
  • Merlin
  • Baumfalke
  • Birkhuhn
  • Wasserralle
  • Tüpfelsumpfhuhn
  • Wachtelkönig
  • Blässhuhn
  • Kranich
  • Austernfischer
  • Säbelschnäbler
  • Flussregenpfeifer
  • Sandregenpfeifer
  • Goldregenpfeifer
  • Kiebitzregenpfeifer
  • Kiebitz
  • Knutt
  • Zwergstrandläufer
  • Temminckstrandläufer
  • Alpenstrandläufer
  • Bekassine
  • Waldschnepfe
  • Großer Brachvogel
  • Dunkler Wasserläufer
  • Rotschenkel
  • Waldwasserläufer
  • Bruchwasserläufer
  • Flussuferläufer
  • Steinwälzer
  • Schmarotzerraubmöwe
  • Zwergmöwe
  • Lachmöwe
  • Sturmmöwe
  • Heringsmöwe
  • Silbermöwe
  • Mantelmöwe
  • Raubseeschwalbe
  • Brandseeschwalbe
  • Flussseeschwalbe
  • Küstenseeschwalbe
  • Zwergseeschwalbe
  • Hohltaube
  • Ringeltaube
  • Türkentaube
  • Kuckuck
  • Habichtskauz
  • Mauersegler
  • Wendehals
  • Schwarzspecht
  • Buntspecht
  • Kleinspecht
  • Heidelerche
  • Feldlerche
  • Uferschwalbe
  • Rauchschwalbe
  • Mehlschwalbe
  • Brachpieper
  • Baumpieper
  • Wiesenpieper
  • Thunberg-Schafstelze
  • Wiesen-Schafstelze
  • Zitronenstelze
  • Bachstelze
  • Zaunkönig
  • Heckenbraunelle
  • Rotkehlchen
  • Sprosser
  • Hausrotschwanz
  • Gartenrotschwanz
  • Braunkehlchen
  • Steinschmätzer
  • Amsel
  • Wacholderdrossel
  • Singdrossel
  • Rotdrossel
  • Misteldrossel
  • Feldschwirl
  • Schlagschwirl
  • Rohrschwirl
  • Schilfrohrsänger
  • Teichrohrsänger
  • Drosselrohrsänger
  • Buschrohrsänger
  • Gelbspötter
  • Klappergrasmücke
  • Dorngrasmücke
  • Gartengrasmücke
  • Mönchsgrasmücke
  • Waldlaubsänger
  • Zilpzalp
  • Fitis
  • Wintergoldhähnchen
  • Grauschnäpper
  • Zwergschnäpper
  • Halsbandschnäpper
  • Trauerschnäpper
  • Schwanzmeise
  • Sumpfmeise
  • Weidenmeise
  • Haubenmeise
  • Tannenmeise
  • Blaumeise
  • Kohlmeise
  • Kleiber
  • Waldbaumläufer
  • Beutelmeise
  • Pirol
  • Raubwürger
  • Eichelhäher
  • Elster
  • Dohle
  • Saatkrähe
  • Nebelkrähe
  • Kolkrabe
  • Star
  • Haussperling
  • Feldsperling
  • Buchfink
  • Girlitz
  • Grünling
  • Stieglitz
  • Erlenzeisig
  • Bluthänfling
  • Kiefernkreuzschnabel
  • Karmingimpel
  • Gimpel
  • Kernbeisser
  • Goldammer
  • Rohrammer
  • Grauammer
Reisebericht 2010
Moore, Taiga, baltische Küsten
Naturkundlich-Ornithologische Reise nach Estland 7. – 15. Mai 2010

Reiseleitung: Andreas Weber

Unterkunft: Hotel Lepanina, Gutshof Pilguse, Ferienhäuser Roosta

Teilnehmer: 14

Beobachtungsorte:
  • Rigaer Bucht
  • Südestland mit „Western Taiga“ und Nigula Regenmoor
  • Insel Saaremaa
  • Matsalu-Nationalpark
  • Nordwestkap
  • Leidisoo-Hochmoor

Wetter: Anfänglich sehr mildes Wetter, auf den Inseln eher kalt, am Ende sehr warmes und schwüles Wetter mit Gewitter. Insgesamt war die Vegetationsentwicklung 14 Tag im Rückstand im Vergleich zu normalen Jahren.

Höhepunkte:
  • Start in Riga – kurze Fahrt über die lettisch-estnische Grenze zum Hotel Lepanina, das unmittelbar an der Rigaer Bucht liegt. Erste tolle Seevogelbeobachtungen mit Samtente, Mittelsäger, Sterntaucher und Zwergschwan. Überwältigende Zahl singender Sprosser. Gartenrotschwanz, Waldschnepfe und Rohrschwirl in Hotelnähe. Ebenso ein heller Kleiber der skandinavischen Unterart
  • Schreiadler und Kornweihe auf dem Weg zum Nigula-Moor. Intensiv balzende Bruchwasserläufer, Goldregenpfeifer und ein Raubwürger am Nest dann im Moor zu beobachten. Urwaldartige Strukturen und herrlicher Frühjahrsaspekt (Lerchensporn, gelbes und weißes Buschwindröschen, Zwiebelzahnwurz) im Zentrum des Moores. Hier auch (leider nur kurz und nur für wenige Teilnehmer) Weissrückenspecht.
  • Strandwiesen an der Rigaer Bucht mit Zitronenstelze und Rotsternigen Blaukehlchen. Sehr eindrucksvoll zeigte sich ein Trupp Dunkle Wasserläufer im Prachtkleid.
  • Fischteiche bei Hädemeste mit Weißflügelseeschwalbe, Bartmeisen und rufenden Rohrdommeln.
  • Wechsel des Quartiers am dritten Tag zum Gutshof Pilguse. Unterwegs Fischadler und Küstenseeschwalben auf kurzer Distanz. Am Damm zwischen Muhu und Saaremaa zahlreiche Thunberg-Schafstelzen, ein Paar Zwergsäger und einem großen Trupp Zwergmöwen.
  • Morgenexkursion in traumhafter Kulturlandschaft in unmittelbarer Nähe des Gutshofes mit balzendem Wendehals, Heidelerche, Birkenzeisig und einem laut flötenden Brachvogel.
  • Fahrt entlang des Küstenweges zur Halbinsel Sörve mit zahlreichen Elchen an den Straßenrändern. Abertausende ziehende Nonnengänse und sicherlich noch viel mehr Eisenten an den Meeresküsten.
  • Rothalstaucherkolonie an einer Meeresbucht, nur unweit des Hotels.
  • Raub- und Zwergseeschwalben ebenfalls unmittelbar neben dem Hotel.
  • Zweiter Wechsel zur Nordwestküste Estlands und Unterbringung in Schwedischen Ferienhäusern in einem alten Dünenkiefernwald. Unterwegs sehr beeindruckende (erste) Karmingimpelbeobachtungen, auch Sperbergrasmücke und wiederum Schreiadler.
  • In der Matsalu-Bucht starkes Rastgeschehen nordischer Gänse, vor allem Nonnen- und Blässgänse.
  • Ohrentaucher auf einem Stadtsee in Haapsalu
  • Grünlaubsänger unmittelbar an den Ferienhäusern.
  • Beutelmeise beim Nestbau an den Silma-Seen.
  • Spektakuläre Birkhahnbalz mit Geräuschkulisse, von bis zu 16 gleichzeitig anwesenden Hähnen. Baltische Vogelimpressionen: mit balzenden Uferschnepfen, Brachvögeln, einem rufenden Wachtelkönig, nahrungsuchender Wiesenweihe und zwei Singschwänen an einer kleinen Wasserfläche.
Beobachtete Vogelarten: 172
  • Sterntaucher
  • Haubentaucher
  • Rothalstaucher
  • Zwergtaucher
  • Schwarzhalstaucher
  • Ohrentaucher
  • Kormoran
  • Rohrdommel
  • Silberreiher
  • Graureiher
  • Schwarzstorch
  • Weißstorch
  • Höckerschwan
  • Zwergschwan
  • Singschwan
  • Saatgans
  • Blässgans
  • Graugans
  • Weißwangengans
  • Brandgans
  • Pfeifente
  • Schnatterente
  • Krickente
  • Stockente
  • Spießente
  • Knäkente
  • Löffelente
  • Tafelente
  • Reiherente
  • Bergente
  • Eiderente
  • Eisente
  • Trauerente
  • Samtente
  • Schellente
  • Zwergsäger
  • Mittelsäger
  • Gänsesäger
  • Wespenbussard
  • Seeadler
  • Rohrweihe
  • Kornweihe
  • Wiesenweihe
  • Mäusebussard
  • Rauhfußbussard
  • Schreiadler
  • Fischadler
  • Turmfalke
  • Baumfalke
  • Birkhuhn
  • Wasserralle
  • Wachtelkönig
  • Tüpfelsumpfhuhn
  • Blässhuhn
  • Kranich
  • Austernfischer
  • Säbelschnäbler
  • Sandregenpfeifer
  • Goldregenpfeifer
  • Kiebitzregenpfeifer
  • Kiebitz
  • Temminckstrandläufer
  • Alpenstrandläufer
  • Kampfläufer
  • Bekassine
  • Waldschnepfe
  • Uferschnepfe
  • Großer Brachvogel
  • Dunkler Wasserläufer
  • Rotschenkel
  • Grünschenkel
  • Waldwasserläufer
  • Bruchwasserläufer
  • Flussuferläufer
  • Zwergmöwe
  • Lachmöwe
  • Sturmmöwe
  • Silbermöwe
  • Mantelmöwe
  • Raubseeschwalbe
  • Flussseeschwalbe
  • Küstenseeschwalbe
  • Zwergseeschwalbe
  • Trauerseeschwalbe
  • Weißflügel-Seeschwalbe
  • Hohltaube
  • Ringeltaube
  • Kuckuck
  • Waldkauz
  • Ziegenmelker
  • Mauersegler
  • Wendehals
  • Grünspecht
  • Schwarzspecht
  • Buntspecht
  • Weißrückenspecht
  • Kleinspecht
  • Heidelerche
  • Feldlerche
  • Uferschwalbe
  • Rauchschwalbe
  • Mehlschwalbe
  • Baumpieper
  • Wiesenpieper
  • Schafstelze
  • Zitronenstelze
  • Bachstelze
  • Zaunkönig
  • Heckenbraunelle
  • Rotkehlchen
  • Sprosser
  • Blaukehlchen
  • Hausrotschwanz
  • Gartenrotschwanz
  • Braunkehlchen
  • Steinschmätzer
  • Amsel
  • Wacholderdrossel
  • Singdrossel
  • Rotdrossel
  • Misteldrossel
  • Feldschwirl
  • Rohrschwirl
  • Schilfrohrsänger
  • Teichrohrsänger
  • Drosselrohrsänger
  • Gelbspötter
  • Sperbergrasmücke
  • Klappergrasmücke
  • Dorngrasmücke
  • Mönchsgrasmücke
  • Grünlaubsänger
  • Waldlaubsänger
  • Zilpzalp
  • Fitis
  • Wintergoldhähnchen
  • Grauschnäpper
  • Zwergschnäpper
  • Trauerschnäpper
  • Bartmeise
  • Schwanzmeise
  • Weidenmeise
  • Haubenmeise
  • Tannenmeise
  • Blaumeise
  • Kohlmeise
  • Kleiber
  • Waldbaumläufer
  • Beutelmeise
  • Neuntöter
  • Raubwürger
  • Eichelhäher
  • Elster
  • Dohle
  • Saatkrähe
  • Nebelkrähe
  • Kolkrabe
  • Star
  • Haussperling
  • Feldsperling
  • Buchfink
  • Girlitz
  • Grünling
  • Stieglitz
  • Erlenzeisig
  • Bluthänfling
  • Birkenzeisig
  • Karmingimpel
  • Gimpel
  • Kernbeisser
  • Goldammer
  • Rohrammer
Reisebericht 2008

Estland 2008 - Baltikum pur!

Ornithologisch-botanische Reise nach Estland

Termin: 16. –25. Mai 2008 Am 16. Mai reisten 11 Teilnehmer einer ornithologischen - vegetationskundlichen Reise nach Estland. Nach kurzem Flug erreichten wir zunächst Tallinn, wo wir mit einem komfortablen Reisebus und in Begleitung unserer Dolmetscherin Kaja und unseres Führers Mati zunächst an die Nordwestküste Estlands fuhren. Unsere erste Unterkunft lag in einem alten Kiefernwald, unweit des sandigen Ostseestrandes

17. Mai

Früh am Morgen erfreuten wir uns zunächst an den zahlreichen Birkhähnen nahe des Leidisoo-Moores, die zur vorgerückten Tages- und Jahreszeit allerdings nicht mehr so aktiv waren. Ein balzender Goldregenpfeifer, zahlreiche Steinschätzer und der erste Sprosser bereicherten die Atmosphäre. Später fuhren wir zum Kap Pöösaspea, wo wir uns zunächst an den zahlreichen Thunberg-Schafstelzen erfreuten. Weiterhin trugen Prachtaucher, Flussseeschwalben, rastende Flussuferläufer und eine Wiesenweihe zur Artenvielfalt bei. Gegen Mittag besuchten wir den Kurort Haapsalu, wo wir direkt an der Lagune zu Mittag aßen. Besonders bemerkenswert war eine, unmittelbar an der Promenade gelegene Haubentaucherkolonie. Sehr schön konnten wir einen Kampfläufer sowie zahlreiche Entenarten und einen Seeadler bewundern. Den Tag beendeten wir mit einem Ausflug in das Silma Seengebiet, wo wir Zwergmöwen, Trauerseeschwalben und Brachvögel sahen. Außerdem war die Rohrdommel in der abendlichen Stimme weithin zu hören

18. Mai

Diesen Tag werden sicherlich viele Teilnehmer mit der Beobachtung vieltausender Nonnengänse im Gedächtnis behalten, die als gigantischer Schwarm direkt in unsere Nähe geflogen kamen und in deren Mitte wir eine Rothalsgans entdecken konnten. Sehr beeindruckend war aber auch die harmonische Kulturlandschaft am Fluss Kasari, wo ständig Wiesenpieper aufstiegen und wo wir Feldschwirl, Karmingimpel und Rotdrossel entdeckten. Nach einem kurzen Stopp in Haeska und Kloostri mit herrlichen Landschaftsimpressionen setzten wir am Abend zur Insel Saaremaa über. Der Empfang in der Ferienanlage Jurna war inseltypisch herzlich, das Abendessen ein kulinarischer Höhepunkt und die Unterkünfte sehr komfortabel

19. Mai

Am nächsten Morgen fuhren wir direkt zur Sõrve-Halbinsel, der Südspitze Saaremaas. Auf einer Sandbank ließen sich Eisente, Samtente und Steinwälzer beobachten. Etwas entfernt konnten wir Kiebitzregenpfeifer und immer wieder Raubseeschwalben entdecken. In den kalkreichen Wacholderheiden des Hinterlandes bewunderten wir ein Blütenmeer aus Orchideen (Stattliches Knabenkraut). Am Nachmittag erkundeten wir mehrere Teiche im Inneren der Halbinsel. Neben einem Paar Singschwäne, das offensichtlich schon Junge hatte, konnten wir hier auch Rothalstaucher aus Nahdistanz beobachteten. Auf den Alvaren vor der Westküste blühten unzählige Mehlprimeln. Eine Kreuzotter ließ sich blicken. Auf der Abendexkursion waren wir tief beeindruckt von den unüberhörbaren Gesängen der zahlreichen Sprosser im Dorf und an den Feldrändern

20. Mai

Der nächste Tag erbrachte für viele die Erstbeobachtung eines Halsbandschnäppers im Park von Kuressaare. Es handelt sich bei diesem Brutvorkommen offensichtlich um das einzige in ganz Estland. Nach einem kurzen Abstecher in den Wald von Loode, mit seiner üppigen Bodenvegetation und uralten Eichen (Eremit), fuhren wir über Kap Panga - einer 35 Meter hohen Glintküste - ins Koigimoor. Das Moor besteht aus zwei Teilen. Einem Niedermoor mit kleineren und größeren Wasserflächen und einem Regenmoor, mit typischer Vegetation aus Pflanzen, die an die extreme Nährstoffarmut des Lebensraumes angepasst sind. Im Koigimoor befindet sich eines der stabilsten Vorkommen des Steinadlers, den wir hier, wenn auch sehr hoch und entfernt, zu Gesicht bekamen. Eine sehr nah singende Rotdrossel und nahrungssuchende Wiesenweihen rundeten das Bild eines intakten Moorökosystems ab. Als Abschluss, schon außerhalb des Moores, präsentierte sich ein Ortolan im besten Licht. Gegen Abend erreichten wir unser nächstes Übernachtungsquartier, das Museumsdorf Koguva. Der Ort, mit seinen alten Holzhäusern und moosbewachsenen Steinmauern präsentierte sich artenvielfältig. Neben Gelbspöttern, Sprossern, Karmingimpeln und Wendehälsen erfreuten uns ein paar nordische Gimpel, die sich auf kurzer Entfernung beobachten ließen und deren typisch nasale Tröterrufe wir hören konnten

21. Mai

Nach der Rückkehr zum Festland besuchten wir zunächst den Landschaftspark in Puhtu, einem Naturschutzgebiet mit urigen, sehr stark dimensionierten Eichen und Kiefern. Hier konnten wir den Zwergschnäpper beobachten und seinen Gesang studieren. Nahe der Rigaer Bucht erstrecken sich riesige Regenmoore. Darin eingelagert, einzelne traumhaft strukturierte Seen. Auf einem dieser Seen waren gleich mehrere Paare Ohrentaucher anzutreffen. Während des Beobachtens, tauchte ein Bruchwasserläufer auf, den alle Teilnehmer durch das Spektiv gut beobachten konnten. Während der Mittagsrast am Meer, zeigten sich Singschwäne, Gänsesäger und Sandregenpfeifer. Am späten Nachmittag erreichten wir das Hotel Lepanina unmittelbar an der Rigaer Bucht. Unsere Nachtexkursion brachte nicht den erhofften Sperlingskauz, dafür hörten wir entfernt einen Habichtskauz

22. Mai

Das Luitemaa Naturschutzgebiet mit seinen taigaartigen Wäldern aus Fichten, Birken und sehr starken Zitterpappeln war das Ziel der morgendlichen Exkursion. Tannenhäher, Schwarzstorch, Wespenbussard und Schreiadler ließen sich blicken. Den Weissrückenspecht entdeckten wir erst nach einer beschwerlichen Kletterei über das zahlreich liegende Totholz. Im Soometsa Moor kamen vor allem wieder unsere Botaniker und Fotografen auf ihre Kosten – Fieberklee und Rosmarienheide standen in voller Blüte. Die Ornithologen konnten sich später an den Strandwiesen von Hädemeste an Odinshühnchen, Sumpfläufer und Zitronenstelze erfreuen

23. Mai

Das Nigula Hochmoor, dass wir am nächsten Tag durchwanderten, faszinierte nicht nur durch seine zahlreichen Moorkolke, sondern besonders durch seine urwaldartigen Wälder im zentralen Teil des Moores. Raubwürger, Kraniche, Goldregenpfeifer und im Wald wiederum Zwergschnäpper und Schwarzspecht waren zu sehen. Weiter ging es zum Soomaa-Nationalpark, dem größten Moorgebiet Estlands. Hier sahen und hörten wir einen Wachtelkönig. Ein Schreiadler ließ sich – über uns kreisend – vor dem Nationalparkzentrum beobachten. Bevor wir Tartu erreichten, unterbrachen wir unsere Fahrt für einen Zwischenstopp an den Poldern des Vörtsjärv bei Vaike-Rakke. Neben Saatgans, Singschwan sind vor allem die zahlreichen Limikolenarten erwähnenswert, die hier rasteten. So z.B. der in Russland beheimatete Teichwasserläufer, aber auch Uferschnepfen und Brachvögel waren zu sehen

24. Mai

Am vorletzten Tag besichtigten wir den Alam-Pedja Nationalpark und Landschaften in der Umgebung von Tartu. Nochmals gelangen uns schöne Beobachtungen von Trauerseeschwalben, Zwergmöwen und wiederholt Zitronenstelzen. An Teichen im Norden der Stadt konnten wir eine Beutelmeise beim Nestbau beobachten. Der Abend wartete mit weiteren Höhepunkten auf. So sahen wir einen jungen Habichtskauz in der Bruthöhle. In der Nähe sang ein Schlagschwirl, Bekassinen balzten und ein Grauspecht ließ sich sehen. Am späten Abend besuchten wir den wichtigsten Balzplatz der Doppelschnepfe in Europa, wo wir auch mehrere Vögel beim charakteristischen Balzritual beobachten konnten

25. Mai

Den letzten Tag widmeten wir Tallinn, dem nordöstlichen Vorposten der Hanse. Von unserer Reiseleiterin Kaja bekamen wir eine ausführliche Stadtführung geboten. Im Laufe des Tages löste sich die Reisegruppe langsam auf. Die letzten Teilnehmer erreichten Berlin gegen Mitternacht.

Artenliste:
  • Prachttaucher Black-throated Diver Gacia arctica 2 Ex. überfliegend am Kap Pöösaspea und später vor der Küste bei Roosta.
  • Haubentaucher Great Crested Grebe Podiceps cristatus Beobachtungen an den Meeresbuchten und Lagunen. In Haapsalu eine kleine Kolonie unmittelbar an der Promenade.
  • Rothalstaucher Red-necked Grebe Podiceps grisegena Sehr nahe Beobachtungen auf Teichen der Halbinsel Sörve – weitere Silma Seengebiet (ruf.) und in der Umgebung von Tartu.
  • Ohrentaucher Slavonian Grebe Podiceps auritus Klassische Beobachtungssituation auf einem kleinen Waldsee bei Pärnu. Mehrere Paare auf einem nur wenige Hektar großen Moorsee, der an den Ufern mit alten Kiefern umgeben war.
  • Kormoran Great Cormorant Phalacrocorax carbo Fast tägliche Beobachtungen und in großer Zahl.
  • Rohrdommel Great Bittern Botaurus stellaris Mehrere Ex. ruf. im ausgedehnten Schilfgebiet des Silma Seengebietes.
  • Silberreiher Great White Egret Egretta alba Mind. 3 Ex. An der Küste von Hädemeeste.
  • Graureiher Grey Heron Ardea cinerea Fast tägliche Beobachtungen und in großer Zahl. Die größte Kolonie Estlands mit mehreren hundert Paaren in einem Kiefernwald im Schutzgebiet Luitema.
  • Schwarzstorch Black Stork Ciconia nigra Mehrfache Beobachtungen (meist auf größerer Entfernung). Letztmalig am letzten Tag sehr nah unseren Bus überfliegend.
  • Weißstorch White Stork Ciconia ciconia Fast tägliche Beobachtungen und in großer Zahl. Beeindruckend waren die unterschiedlichen Horststandorte mit einigen Baumhorsten.
  • Höckerschwan Mute Swan Cygnus olor Fast tägliche Beobachtungen und in großer Zahl.
  • Singschwan Whooper Swan Cygnus cygnus Ein Brutpaar in den Teichen der Halbinsel Sörve, mehrmalige Beobachtungen im Verlauf der Reise.
  • Blässgans White-fronted Goose Anser albifrons Einen Trupp sichteten wir am Kasarifluss. Eine einzelne Gans stand in einer überschwemmten Wiese bei Vaike-Rakke.
  • Graugans Greylag Goose Anser anser Spärlich, häufiger in der Lagune bei Haapsalu.
  • Weißwangengans Barnacle Goose Branta leucopsis Mehrere tausend Ex. an der Küste bei Puise und an der Westküste vor Saaremaa.
  • Rothalsgans Red-breasted Goose Branta ruficollis Ein Ex. unter tausenden Weißwangengänsen.
  • Brandgans Common Shelduck Tadorna tadorna Fast tägliche Beobachtungen
  • Schnatterente Gadwall Anas strepera Fast tägliche Beobachtungen.
  • Stockente Mallard Anas platyrhynchos Fast tägliche Beobachtungen.
  • Knäkente Garganey Anas querpuedula Mehrmalige Beobachtungen am Muhu-Damm, in Haeska und im Polder bei Tartu.
  • Löffelente Northern Shoveler Anas clypeata Mehrmalige Beobachtungen am Muhu-Damm und im Polder bei Tartu.
  • Tafelente Common Pochard Aythya ferina In großer Zahl in der Lagune bei Haapsalu.
  • Reiherente Tufted Duck Aythya fuligula Fast tägliche Beobachtungen.
  • Bergente Greater Scaup Aythya marila Beobachtungen vor dem Hafen von Heltamaa und sehr nah und ausführlich im Hafen von Kuivastu.
  • Eiderente Common Eider Somateria molissima Fast täglich an den Meeresküsten.
  • Eisente Long-tailed Duck Clangula hyemalis Besonders nahe an der Südspitze der Halbinsel Sörve.
  • Trauerente Common Scoter Melanitta nigra Spärliche Beobachtungen, meistens entfernt über dem Meer fliegend.
  • Samtente Velvet Scoter Melanitta fusca Nur eine deutliche Beobachtung an der Südspitze der Halbinsel Sörve.
  • Schellente Common Goldeneye Bucephala clangula Fast tägliche Beobachtungen.
  • Mittelsäger Red-breasted Merganser Mergus serrator An den Meeresküsten mehrmals, u.a. auch mit Jungvögel.
  • Gänsesäger Goosander Mergus merganser Fast tägliche Beobachtungen.
  • Wespenbussard European Honey Buzzard Pernis apivorus Beobachtung bei Heltamaa und sehr schön im Schwalmflug im Luitemaa Schutzgebiet.
  • Seeadler White-tailed Eagle Haliaetus albicilla Mehmalige Beobachtungen an den Küsten und im Binnenland.
  • Rohrweihe Western Marsh Harrier Circus aeruginosus Fast tägliche Beobachtungen.
  • Wiesenweihe Montagu's Harrier Circus pygargus Mehrmals beobachtet – besonders nahe am Kap Pöösaspea.
  • Habicht Northern Goshawk Accipiter gentilis Beobachtung an Flughafen in Tallinn.
  • Sperber Eurasian Sparrowhawk Accipiter nisus Mehrmalige Beobachtungen.
  • Mäusebussard Common Buzzard Buteo buteo Fast tägliche Beobachtungen.
  • Schreiadler Lesser Spotted Eagle Aquila pomarina Mehrmalige Beobachtungen, besonders nah in der Nähe des Nigula Moores.
  • Steinadler Golden Eagle Aquila chrysaetos Leider nur eine Beobachtung auf großer Distanz im Koigi Hochmoor auf Saaremaa.
  • Fischadler Osprey Pandion haliaetus Nur eine Beobachtung in Haapsalu.
  • Baumfalke Eurasian Hobby Falco subbuteo Mehrmalige Beobachtungen.
  • Birkhuhn Black Grouse Tetrao tetrix Beobachtung am Balzplatz im Leidisoo-Moor mit zahlreichen Hähnen.
  • Rebhuhn Grey Partridge Perdix perdix Eine Beobachtung bei Tartu am Wegesrand.
  • Wasserralle Water Rail Rallus aquaticus Mehrere Ex. ruf. im ausgedehnten Schilfgebiet des Silma Seengebietes.
  • Wachtelkönig Corn Crake Crex crex Mehrmals ruf. Ex. Eine Sichtbeobachtung im Soomaa Moor.
  • Blässhuhn Eurasian Coot Fulica atra Fast tägliche Beobachtungen.
  • Kranich Common Crane Grus Grus Fast tägliche Beobachtungen, darunter auch mit Jungvögel.
  • Austernfischer Eurasian Oystercatcher Haematopus ostralegus Fast tägliche Beobachtungen.
  • Säbelschnäbler Pied Avocet Recurvirostra avosettaZwei Ex. an der Küste bei Puise.
  • Flussregenpfeifer Little Ringed Plover Charadrius dubius Mehrere Ex. an der Rigaer Bucht.
  • Sandregenpfeifer Common Ringed Plover Charadrius hiaticula Mehrmalige Beobachtungen.
  • Goldregenpfeifer Golden Plover Pluvialis apricaria Balzend mit Flugruf im Leidisoo-Moor. Danach noch mehrmalige Beobachtungen.
  • Kiebitzregenpfeifer Grey Plover Pluvialis squatarola Besonders zahlreich an der Südspitze der Halbinsel Sörve.
  • Kiebitz Northern Lapwing Vanellus vanellus Fast tägliche Beobachtungen.
  • Alpenstrandläufer Dunlin Calidris alpina Nur einmalig vom Turm in Haeska aus. Unterart schizii.
  • Sumpfläufer Broad-billed Sandpiper Limicola falcinellus Am Küstenabschnitt vor Hädemeste mit Odinshühnchen vergesellschaftet.
  • Kampfläufer Ruff Philomachus pugnax Sehr schön beobachtet auf einer Insel in der Lagune vor Haapsalu und in der überschwemmten Wiese bei Vaike-Rakke.
  • Bekassine Common Snipe Gallinago gallinago Am letzten Beobachtungstag, ausgiebig balzend.
  • Doppelschnepfe Great Snipe Gallinago media Mehrere Ex. balzend am traditionellen und größten Balzplatz Europas
  • Waldschnepfe Eurasian Woodcock Scolopax rustica Mehrere Beobachtungen.
  • Uferschnepfe Black-tailed Godwit Limosa limosa In der überschwemmten Wiese bei Vaike-Rakke mit mehreren Ex. beobachtet.
  • Großer Brachvogel Eurasian Curlew Numenius arquataMehrere Beobachtungen, darunter balzend mit Flugruf im Silma Seengebiet.
  • Rotschenkel Common Redshank Tringa totanus Fast tägliche Beobachtungen.
  • Teichwasserläufer Marsh Sandpiper Tringa stagnatilis In der überschwemmten Wiese bei Vaike-Rakke mit mehreren Ex. beobachtet.
  • Grünschenkel Common Greenshank Tringa nebularia Nur eine Beobachtung an der Westküste von Saaremaa.
  • Waldwasserläufer Green Sandpiper Tringa ochropus Sehr nahe Beobachtung an einem Feuerlöschteich im Luitemaa-Wald.
  • Bruchwasserläufer Wood Sandpiper Tringa glareola U.a. am „Ohrentauchersee“ nahe der Rigaer Bucht und auf einer überschwemmten Wiese bei Vaike-Rakke.
  • Flussuferläufer Common Sandpiper Actitis hypoleucos Fast tägliche Beobachtungen an den Küsten und Flussläufen. Sehr nahe am Kap Pöösaspea.
  • Steinwälzer Ruddy Turnstone
  • Arenaria interpres An der Südspitze der Halbinsel Sörve mit zwei Ex.
  • Odinshühnchen Red-necked Phalarope Phalaropus lobatus Am Küstenabschnitt vor Hädemeste.
  • Zwergmöwe Little Gull Larus minutus Mehrere dutzend Ex. über dem ausgedehnten Schilfgebiet des Silma Seengebietes und im Polder bei Tartu.
  • Lachmöwe Black-headed Gull Larus ridibundus Fast tägliche Beobachtungen.
  • Sturmmöwe Mew Gull Larus canus Fast tägliche Beobachtungen.
  • Silbermöwe Herring Gull Larus argentatus Besonders an den Außenküsten, an der Westküste Saaremaas auch brütend.
  • Mantelmöwe Great Black.backed Gull Larus marinus Mehrere Beobachtungen an den Außenküsten.
  • Raubseeschwalbe Caspian Tern Sterna caspia Besonders eindrucksvoll an der Südspitz der Sörve-Halbinsel.
  • Brandseeschwalbe Sandwich Tern Sterna sandvicensis Vor der Südspitze der Sörve-Halbinsel und an der Rigaer Bucht (sehr nah).
  • Flussseeschwalbe Common Tern Sterna hirundo Fast tägliche Beobachtungen.
  • Küstenseeschwalbe Arctic Tern Sterna paradisaea Kolonie im Hafen von Virtsu.
  • rauerseeschwalbe Black Tern Chlidonias niger Mehrere Ex. über dem ausgedehnten Schilfgebiet des Silma Seengebietes und im Polder bei Tartu.
  • Hohltaube Stock Dove columba oenas Eine Beobachtung mit zwei Ex. an den Strandwiesen vor Hädemeeste.
  • Ringeltaube Common Woodpigeon Columba palumbus Fast tägliche Beobachtungen.
  • Türkentaube Eurasian Collared Dove Streptopelia decaocto Nur eine Beobachtung im Dorf Upa am Jurna Bauernhof.
  • Kuckuck Common Cuckoo Cuculus canorus Fast täglich rufend.
  • Habichtskauz Ural Owl Strix uralensis Nur ein entfernt rufender Kauz im Luitemaa Schutzgebiet sowie ein Jungvogel in der Höhle bei Tartu.
  • Mauersegler Swift Apus apus Fast tägliche Beobachtungen.
  • Wendehals Eurasian Wryneck Jynx torquilla Fast tägliche Beobachtungen.
  • Grauspecht Grey-headed Woodpecker Picus canus Eine Beobachtung bei Tartu.
  • Schwarzspecht Black Woodpecker Drycopus martius Mehrmalige Beobachtungen.
  • Buntspecht Great Spotted Woodpecker Dendrocopos major Mehrmalige Beobachtungen.
  • Weißrückenspecht White-backed Woodpecker Dendrocopos leucotos Beobachtungen bei Hädemeeste und im Wald von Luitemaa (Höhle).
  • Heidelerche Wood Lark Lullula arborea Nur eine Beobachtung in der Nähe des Fährhafens bei Heltamaa.
  • Feldlerche Eurasian Skylark Aluda arvensis Fast tägliche Beobachtungen.
  • Uferschwalbe Sand Martin Riparia riparia Hunderte Ex. über dem ausgedehnten Schilfgebiet des Silma Seengebietes.
  • Rauchschwalbe Barn Swallow Hirundo rustica Fast tägliche Beobachtungen.
  • Mehlschwalbe Common House Martin Delichon urbica Fast tägliche Beobachtungen.
  • Baumpieper Tree Pipit Anthus trivialis Fast tägliche Beobachtungen.
  • Wiesenpieper Meadow Pipit Anthus pratensis Fast tägliche Beobachtungen.
  • Schafstelze Yellow Wagtail Motacilla flava Sehr schöne vergleichende Beobachtungen mit der Unterart thunbergi am Kap Pöösaspea und der Zitronenstelze am Polder in Tartu.
  • Zitronenstelze Citrine Wagtail Motacilla citreola Beobachtungen in den Strandwiesen bei Hädemeeste und mehrfach am Polder von Tartu.
  • Bachstelze White Wagtail Motacilla alba Fast tägliche Beobachtungen.
  • Zaunkönig Winter Wren Troglodytes troglodytes Nur wenige Nachweise.
  • Heckenbraunelle Dunnock Prunella modularis Nur ein Nachweis, im Alam-Pedja Gebiet.
  • Rotkehlchen European Robin Erithacus rubecula Nur wenige Nachweise.
  • Sprosser Thrush Nightingale Luscinia luscinia Sehr häufige Erscheinung in den Dörfern und entlang der Flusslandschaften.
  • Hausrotschwanz Black Redstart Phoenicurus ochruros Nicht häufiger aber regelmäßiger Vogel der Dörfer und Kleinstädte.
  • Gartenrotschwanz Common Redstart Phoenicurus phoenicurus Vielfach in den ausgedehnten Wäldern singend.
  • Steinschmätzer Northern Wheatear Oenanthe oenanthe Sehr häufig, während der gesamten Reise- vielfach noch auf dem Durchzug.
  • Amsel Common Blackbird Turdus merula Regelmäßiger Vogel der Wälder und Offenlandschaften.
  • Wacholderdrossel Fieldfare Turdus pilaris Regelmäßiger Vogel der Offenlandschaften.
  • Singdrossel Song Thrush Turdus philomelos Mehrfache Beobachtungen.
  • Rotdrossel Redwing Turdus iliacus Mehrfache, vor allem Rufnachweise. Im Koigimoor sehr nahe Beobachtung.
  • Misteldrossel Mistle Thrush Turdus viscivorus Mehrfach aber eher seltene Beobachtungen.
  • Feldschwirl Common Grasshopper Warbler Locustella naevia Ein Nachweis am Kassarifluss.
  • Schlagschwirl River Warbler Lucustella fluviatilis Ein Nachweis am letzten Abend in der Nähe von Tartu.
  • Rohrschwirl Savi's Warbler Locustella luscinoides In den Schilfgürteln des Silma-Seengebietes.
  • Schilfrohrsänger Sedge Warbler Acrocephalus schoenobaenus Mehrfache Beobachtungen.
  • Teichrohrsänger European Reed Warbler Acrocephalus scirpaceus Nur ein Nachweis im Silma Seengebiet.
  • Drosselrohrsänger Great Reed Warbler Acrocephalus arundinaceus Mehrfache Beobachtungen, u.a. im Silma Seengebiet.
  • Gelbspötter Icterine Warbler Hippolais icterina In Altmoisa freisitzend und sehr nah, sonst eher spärlich.
  • Klappergrasmücke Lesser Whitethroat Sylvia curruca Häufige Nachweise.
  • Dorngrasmücke Common Whitethroat Sylvia communis Sehr häufige Nachweise.
  • Gartengrasmücke Garden Warbler Sylvia borin Spärliche Beobachtungen.
  • Mönchsgrasmücke Blackcap Sylvia atricapilla Spärliche Beobachtungen.
  • Waldlaubsänger Wood Warbler Phylloscopus sibilatrix Mehrmals in ausgedehnten Wäldern oder bewaldeten Moorrändern.
  • Zilpzalp Chiffchaff Phylloscopus collybita Nicht sehr zahlreich, aber regelmäßig an mehreren Tagen.
  • Fitis Willow Warbler Phylloscopus trochilus Häufige Nachweise.
  • Wintergoldhähnchen Goldcrest Regulus regulus Eher selten z.B. im Alam Pedja Gebiet.
  • Grauschnäpper Spotted Flycatcher Muscicapa striata Sehr häufige Nachweise.
  • Zwergschnäpper Red-breasted Flycatcher Ficedula parva Mehrmals beobachtet. Besonders nah im Puhtu Naturschutzgebiet.
  • Halsbandschnäpper Collared Flycatcher Ficedula albicollis Sehr schöne Beobachtung im Par von Kuressaare (einziger Brutplatz in Estland).
  • Trauerschnäpper Pied Flycatcher Ficedula hypoleuca Regelmäßig, besonders singend.
  • Schwanzmeise Long-tailed Tit Aegithalos caudatus Eher selten z.B. im Alam Pedja Gebiet.
  • Weidenmeise Willow Tit Parus montanus Nur ein Nachweis im Nigula Moor.
  • Haubenmeise Crested Tit Parus cristatus Sehr nahe an den Roosta Ferienhäusern, später regelmäßig gehört.
  • Tannenmeise Coal Tit Parus ater Nur selten in Erscheinung getreten.
  • Blaumeise Blue Tit Parus caeruleus Häufig beobachtet.
  • Kohlmeise Great Tit Parus major Häufig beobachtet.
  • Kleiber Eurasian Nuthatch Sitta europaea Nur ein Nachweis der sehr hellen nordöstlichen Unterart im Luitemaa-Wald.
  • Waldbaumläufer Eurasian Treecreeper Certhia familiaris Besonders schöne Beobachtungen im Luitemaa Wald. Jungvögel im Pulk am Stamm hängend.
  • Beutelmeise Eurasian Penduline Tit Remiz pendulinus Im Silma Schilfgebiet und beim Nestbau in der Nähe von Tartu.
  • Pirol Eurasian Golden Oriole Oriolus oriolus Mehrfach singend.
  • Neuntöter Red-backed Shrike Lanius collurio Spärliche Beobachtungen.
  • Raubwürger Great Grey Shrike Lanius excubitor Mehrmalige Beobachtungen besonders in den Regenmooren, sehr deutlich im Nigula Moor.
  • Eichelhäher Eurasian Jay Garrulus glandarius Häufig beobachtet.
  • Elster Common Magpie Pica pica Häufig beobachtet.
  • Tannenhäher Spotted Nutcracker Nucifraga caryocatactes Nur ein Nachweis im Luitemaa Wald.
  • Dohle Western Jackdaw Corvus monedula Häufig beobachtet.
  • Saatkrähe Rook Corvus frugilegus Häufig beobachtet.
  • Nebelkrähe Hooded Crow Corvus c. cornix Häufig beobachtet.
  • Kolkrabe Raven Corvus corax Häufig beobachtet.
  • Star Common Starling Sturnus vulgaris Häufig beobachtet.
  • Haussperling House Sparrow Passer domesticus Häufig beobachtet.
  • Feldsperling Eurasian Tree Sparrow Passer montanus Häufig beobachtet.
  • Buchfink Common Chaffinch Fringilla coelebs Häufig beobachtet.
  • Girlitz European Serin Serinus serinus Nur einmal am Bahnhof in Haapsalu beobachtet.
  • Grünling European Greenfinch Carduelis chloris Häufig beobachtet.
  • Stieglitz European Goldfinch Carduelis carduelis Regelmäßig beobachtet.
  • Erlenzeisig Eurasian Siskin Carduelis spinus Sehr nahe an den Roosta Ferienhäusern, später regelmäßig gehört.
  • Bluthänfling Common Linnet Carduelis cannabina An der Südspitze der Sörve-Halbinsel, in den Dörfern und Kleinstädten.
  • Fichtenkreuzschnabel Common Crossbill Loxia curvirostra Mehrmals überfliegende Vögel (Roosta, Luitema).
  • Karmingimpel Common Rosefinch Carpodactus erythrinus Fast tägliche Beobachtungen in den Ortslagen und auf Freiflächen im Wald.
  • Gimpel Eurasian Bullfinch Pyrrhula pyrrhula Sehr schöne Beobachtungen im Museumsdorf von Koguva, später noch mehrmals nachgewiesen.
  • Kernbeisser Hawfinch Coccothraustes coccothraustes Am Kassari-Fluss.
  • Goldammer Yellowhammer Emberiza citrinella Regelmäßige aber nicht häufige Beobachtungen.
  • Ortolan Ortolan Bunting Emberiza hortulana Einen Nachweis (sehr nahe) am Rande des Koigi Moores.
  • Rohrammer Common Reed Bunting Emberiza schoeniclus Im Silma-Schilfgebiet häufig.
Bemerkenswerte Pflanzen der lichten Auwälder aus Weide, Pappel und Birke:
  • Frauenschuh
  • Vielblütige Weißwurz
  • Trollblume
  • Einbeere
  • Gelbes und Weißes Buschwindröschen
  • Frühlingsblatterbse
  • Leberblümchen
  • Bachnelkenwurz
  • Lerchensporn
  • Seidelbast
  • Bemerkenswerte Pflanzen der Regenmoore
  • Krähenbeere
  • Moltebeere
  • Rosmarinheide
  • Sumpfporst
  • Moosbeere
  • Polei-Gränke
  • Rauschebeere
  • Gagelstrauch
  • Rundblättriger Sonnentau
  • Bemerkenswerte Pflanzen des extensiven Grünlandes
  • Schlüsselblume
  • Trollblume
  • Barbarakraut
  • Bemerkenswerte Pflanzen der küstennahen Strandwälle mit Wachholder
  • Helmknabenkraut
  • Stattliches Knabenkraut
  • Mehlprimel
  • Bemerkenswerte Pflanzen der sandigen Küsten
  • Wiesenkuhschelle
  • Meerkohl
  • Sandsegge
  • Bemerkenswerte Pflanzen der taigartigen Wälder aus Fichte, Erle und Zitterpappel
  • Europäischer Siebenstern
  • Schattenblümchen
  • Milzkraut
  • Zwiebelzahnwuz