Diese Reise ist speziell für Vogelbeobachter ausgelegt & wird von einem renommierten Ornithologen & Arktiskenner geführt!
Polarexpedition zur arktischen Vogelwelt
Nach der grandiosen Pilotreise im Jahr 2010 wollen wir diese Polarexpedition speziell für Vogelbeobachter noch einmal wiederholen.
Individueller kann man Spitzbergen nicht erkunden als mit der MS Stockholm: Liebevoll vom Eigner und Kapitän Per Engwall für nur 12 Passagiere restauriert, ist sie maritimes Schmuckstück für eine der kleinstmöglichen Expeditionsgruppen in der Arktis. Mit der Stockholm kann die Expedition tiefer in die einmalige Welt des Archipels vordringen als mit jedem anderen Schiff der Region. Geschickt steuern Kapitän Per Engwall und seine Crew ihr wendiges Expeditionsschiff mitten hinein in die vergletscherten Fjorde und malerischen Buchten von Spitzbergen, Auge in Auge stehen Sie direkt am Rande große Kolonien von Dickschnabellummen. Seine 20 Jahre Erfahrung und seine selbstgezeichneten Seekarten eröffnen der Expedition intensive Einblicke in sonst unzugängliche Gletscherlandschaften. An seiner Seite führt Sie einer der fachkundigsten Expeditionsleiter und Arktisexperte der Region, Sven Achtermann, in die Geheimnisse der Tier- und Pflanzenwelt der Arktis ein. Verbringen Sie auf der 7-tägigen Vogel-Expedition viel Zeit mit der Beobachtung von Walrosskolonien und Robben, die neben Ihnen auf Eisschollen dösen. Mit etwas Glück nähern sich neugierige Eisbären direkt der MS Stockholm. Genießen sie die Ruhe auf den Exkursionen an Land und treten Sie in die Fußstapfen großer Arktis-Entdecker wie Amundsen.
Diese Reise ist deshalb speziell für Vogelbeobachter geeignet, weil wir besonders viel Wert auf Anlandungen an ornithologisch wichtigen Orten legen. Wir steuern mit der MS Stockholm viele hochinteressante Brutvogelfelsen an und kommen mit der MS Stockholm sehr, sehr nahe direkt an die Brutfelsen ran, ohne die Tiere zu stören. Die Stockholm ist auch ideal geeignet, die engen Fjorde mit ihren wunderschönen Gletschern anzufahren, das schafft man mit einem großen Schiff niemals. Selbstverständlich achten wir auch auf Säugetiere und die Botanik, aber wir werden unseren Schwerpunkt eben auf die Vogelwelt legen.
Preis ab: pro Person in halber Doppelkabine
Polarexpedition zur arktischen Vogelwelt
Teilnehmerzahl
11 - 12 Teilnehmer in 6 Doppelkabinen
Flug nach Longyearbyen
Der Flug von Deutschland (Frankfurt am Main) nach Longyearbyen ist im Reisepreis enthalten.
Gerne buchen wir Ihre individuelle Anreise ab Ihrem Heimatflughafen (evtl. gegen Aufpreis).
Reiseablauf
Wir treffen uns am 20.06.2012 in Longyearbyen. Es folgt eine Übernachtung im Radisson SAS Polarhotel. Je nach Ankunftszeit werden wir Longyearbyen per Pedes erkunden und die Sicherheitsanweisungen an Bord entgegennehmen.
21.06.2012
Wir unternehmen eine kleine Wanderung um Longyearbyen und erwarten hier die ersten interessanten Vogelbeobachtungen. Nach dem Mittagessen (inklusive) werden wir das Spitzbergenmuseum besuchen.
Um ca. 16:00 Uhr gehen wir auf unser Schiff, das die nächsten 7 Tage unser Zuhause sein wird.
Von hier an ist der Ablauf der folgenden Tage zwar ungefähr vorgegeben, das heißt wir werden Nordspitzbergen erkunden, aber an einen genauen Tagesablauf ist bei einer solchen Expedition nicht zu denken. Zu viele Faktoren werden unsere Reise beeinflussen: Da ist auf der einen Seite das Eis, von dem wir heute noch nicht wissen, wie es im Juni 2012 auftritt, da sind heute Insiderinformationen vor Ort noch nicht zugänglich, wir wissen noch nicht, an welcher Stelle wir anlanden können und da sind auf der anderen Seite die sich gerade ständig ändernden Umweltschutzbestimmungen, die zu einer Reiseplanänderung führen können. Auch das Wetter kann uns einen Strich durch die Rechnung machen.
Die Reise geht entlang der Westküste Spitzbergens Richtung Norden. Je nach Wetterbedingungen stehen auf dem Programm: Der Krossfjord mit dem 13. Juli Gletscher, Ny Alesund, der Liefdefjord, der Monaco Gletscher, der Raudfjord, die Insel Ytre Norskoya, die Hinlopen Strasse, der Alkefjellet, Nordaustlandet, Prins Karls Forlandet.
28.06.2012
Wir erreichen um ca. 08:00 Uhr morgens Longyearbyen. Je nach Abflugzeit werden wir zum Flughafen gebracht (inklusive) und treten gemeinsam die Heimreise an - auf ein Wiedersehen in Spitzbergen?
Sollte der Rückflug erst gegen Nachmittag oder Abend sein, werden wir noch auf Vogelpirsch gehen.
Das Schiff
birdingtours hat die M.S. Stockholm selbst getestet: Es ist perfekt für eine Polarexpedition geeignet. Durch seine geringe Größe kommt es in Buchten, von denen größere Expeditionsschiffe nur träumen können. Der Kapitän genießt großes Ansehen und hat viele Buchten persönlich vermessen, nur er uns seine Crew kennen die dortigen Untiefen. Die Crew ist unglaublich nett, zurückhaltend und zuvorkommend. Die Ausstattung ist gediegen, die Kajüten nicht riesig, aber groß genug, um eine entspannte Seereise zu verbringen.
Hafen ab/an:
Longyearbyen, Spitzbergen
MS STOCKHOLM
Eisverstärkt, elegant-charakteristisch im Aufbau, stilsicher und charmant bis in die Details der Kajüten - die MS Stockholm ist ein Traum von einem Expeditionsschiff. Kapitän und Eigner Per Engvall kennt die Gewässer wie kaum ein Zweiter und gibt seine Erfahrungen und sein Wissen gerne an seine Passagiere weiter.
Unterbringung
2-Bett Außenkabine mit Dusche/WC Nostalgisch, gemütlich und zweckmäßig in dunklem Holz eingerichtete 2-Bett-Kabine mit Bullaugen. Die Kojen sind übereinander angebracht. Eigenes Badezimmer mit Dusche und WC. Schreibtsich, zwei Stühle, sowie ausreichend Stauraum. Die Kabinen verfügen über eine individuell regelbare Warmwasserheizung.
Ausstattung:
Schiffstyp: Expeditionsschiff Baujahr: 1953 Länge: 45 m Eisklasse: IRS 4 Passagiere: 12 Crew: 7 Flagge: Schweden 6 Außenkabinen Bar 2 Zodiacs ,,offene Brücke'' - Passagiere sind jederzeit wilkommen
Anlandungen
Wir werden ziemlich viele Anlandungen erleben. Das heißt, wir steigen um in ein Schlauchboot (Zodiac) und fahren an Land. Dort gibt es Exkursionen zu Walrosskolonien, Vogelfelsen, ornithologischen, botanischen oder kulturellen Sehenswürdigkeiten. Das Ein- und Aussteigen wird geübt. Sicherheitsvorkehrungen müssen strikt beachtet werden, dann wird das auch für Sie zu einem tollen Erlebnis. Videos und Bilder von diesen Anlandungen finden Sie hie
picasaweb.google.com/birdingtours/SpitzbergenFotosUndVideosVonRStoll
Wer ab und zu mal den Anlandungen fernbleiben will, kann gerne an Bord des Schiffes bleiben. Die Anlandungen dauern zwischen 2 und 4 Stunden.
Sicherheit
Sicherheit ist ein Thema, dass auf Spitzbergen besonders große geschrieben wird. Jeder Reiseleiter muss eine spezielle Ausbildung im Umgang mit Eisbären vorweisen. Eine Waffe ist für den Reiseleiter auf Spitzbergen fast überall Pflicht. Die Reisegäste bekommen genauste Anweisungen bevor Sie die Insel betreten. Auf dem Schiff sind spezielle Rettungsanzüge, die sogar in eiskaltem Wasser 7 Stunden lang warm halten. Natürlich gibt es auch Rettungsboote. Im Falle einer plötzlich auftretenden Krankheit kann jederzeit ein Hubschrauber angefordert werden. Trotzdem sollten alle Teilnehmer eine Expeditionsreise in guter physischer und psychischer Verfassung sein und mindestens 5km im Gelände (nicht steil) laufen können.
Verhalten an Bord
Das Wichtigste sind die Sicherheitsbestimmungen, ansonsten geht es bei einer Expeditionsreise sehr ungezwungen zu. Wer gerne möchte, kann sich duzen lassen, wer gerne mit "Sie" angesprochen wird, der wird selbstverständlich mit "Sie" angesprochen. Kleidungsvorschriften gibt es nicht.
Ausrüstung
Sie bekommen von birdingtours eine sehr gute Ausrüstungsliste und Informations- und Kartenmaterial zugesandt. Das Wichtigste sind sicher die kniehohen Stiefel, die jeder Gast haben sollte.
Seekrankheit
Es kann bei einer Nordlandreise immer mal starken Seegang geben. Sie sollten sich also mit Tabletten gegen Seekrankheit eindecken. Bei unserer Pilotreise 2010 gab es aber keinen einzigen Fall von schwerer See oder Seekrankheit. Oftmals war das Meer spiegelglatt.
Temperatur
Im Juni rechnen wir mit Temperaturen zwischen -5 und +5 Grad Celsius.
Reiseleiter Sven Achtermann
Jahrgang 1960, verheiratet, 2 Töchter und wohnhaft in Hildesheim. Mitglied im Club300. Schon in frühester Kindheit erwachte seine vererbte Begeisterung für die Vogelwelt. Über die Vogelmalerei wurde er einer der besten Vogelfotografen mit dem Spezialgebiet „fliegende Vögel“. Auf seinen naturkundlichen Reisen u.a. in die Arktis und Antarktis hat er sich durch seine intensive Verhaltensforschung ein besonderes Wissen angeeignet. Seine Bilder und Artikel finden sich in vielen Fachpublikationen und Büchern, seine Vorträge, die er auch auf dieser Reise halten wird, sind unnachahmlich, amüsant und hochinteressant. Er ist gerne gesehener Gastreferent auf Fachtagungen und an Hochschulen. Sven ist bekannt durch etliche Auftritte in Funk und Fernsehen, u.a. in der ARD-Serie „Verrückt nach Meer“ oder bei Frank Elstner. Sven ist ein exzellenter Schütze und Zodiacfahrer, Sie können ihm in jeder Situation vertrauen. Sven Achtermann hatte bereits die Expeditionsreise im Juni 2010 zu unserer vollsten Zufriedenheit geleitet.
Generelle Hinweise
- Die Gruppengröße dieser Reise beträgt 10 - 12 Personen. Sollte die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, kann die Reise bis 3 Wochen vor Reiseantritt abgesagt werden. Sollte der Fall eintreten, versuchen wir immer die Reise trotzdem durchzuführen. Falls dies nicht möglich ist, erstellen wir Ihnen gerne ein schönes Alternativangebot.
Leistungen
- Eine Übernachtung im SAS Radisson Polar Hotel, Longyearbyen, inkl. Frühstück und Mittagessen (Einzelzimmer gegen Aufpreis)
- Besuch des Svalbard Museum in Longyearbyen
- Unterbringung in der gebuchten Kabinenklasse
- Alle Mahlzeiten an Bord während der Reise (Frühstück, Mittag- und Abendessen, Snacks, Wein, Bier, Kaffee und Tee)
- Expeditionsleitung durch erfahrenen Reiseleiter
- Reiseführer Spitzbergen - Svalbard von Rolf Stange
- Zodiac-Transfers und Rundfahrten
- Transfer vom Flughafen zum Hotel, Gepäcktransfer zwischen Hotel und Schiff vor der Einschiffung und Transfer vom Schiff zum Flughafen nach der Ausschiffung
- Alle anfallenden Service- und Hafengebühren während der Reise
- Flug bis / ab Longyearbyen (ab Frankfurt, Wunschflughafen evtl. gegen Aufpreis)
Mögliche Vogelarten
Liste de gesehenen Vogelarten Juni 2010:
- Sterntaucher
- Eissturmvogel
- Kurzschnabelgans
- Weißwangengans
- Ringelgans
- Pfeifente
- Eiderente
- Prachteiderente
- Eisente
- Alpenschneehuhn
- Sandregenpfeifer
- Meerstrandläufer
- Alpenstrandläufer
- Thorshühnchen
- Schmarotzerraubmöwe
- Skua
- Schwalbenmöwe
- Eismöwe
- Mantelmöwe
- Dreizehenmöwe
- Elfenbeinmöwe
- Küstenseeschwalbe
- Dickschnalbellumme
- Gryllteiste
- Krabbentaucher
- Papageitaucher
- Schneeammer
Liste der zu erwartenden Säugetierarten:
- Bartrobbe
- Walross
- Eisbär
- Eisfuchs
- Spitzbergen-Rentier
Dazu können jederzeit Wale kommen aber im Juni ist das nicht sehr wahrscheinlich.
Das sind natürlich nur Anhaltspunkte und auf alle Tierarten gibt es keine Garantie, aber ich bin mir sicher, das ist Ihnen klar.
Nützliche Webseiten
Fotoreiseberichte von der birdingtours-Expedition nach Spitzbergen im Juni 2010:
picasaweb.google.com/birdingtours/SpitzbergenFotosUndVideosVonRStoll
Reisebericht
traveltonature.blogspot.com/2010/07/expeditionsreise-nach-spitzbergen.html
Reiseversicherung
- Bitte beachten Sie, dass eine Reiseversicherung bei dieser Reise PFLICHT ist.
Wir versichern Reisen mit der Europäischen Reiseversicherung, einer Gesellschaft der ERGO Versicherungsgruppe. Ein ''RundumSorglos-Paket'', welches Reiserücktritts-, Reiseabbruch-, Reisegepäckversicherung beinhaltet, sowie eine Reisekrankenversicherung inkl. medizinischer Notfallhilfe (die auch den Abtransport vom Schiff in ein Krankenhaus übernimmt) gibt es ab 229,00 Euro mit, bzw. ab 259 Euro ohne Selbstbeteiligung, pro Person.
Gerne beraten wir Sie diesbezüglich & weiterer Angebote.
Generelle Hinweise
- Die Gruppengröße dieser Reise beträgt 10 - 12 Personen. Sollte die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, kann die Reise bis 3 Wochen vor Reiseantritt abgesagt werden. Sollte der Fall eintreten, versuchen wir immer die Reise trotzdem durchzuführen. Falls dies nicht möglich ist, erstellen wir Ihnen gerne ein schönes Alternativangebot.
- Bitte beachten Sie, dass diese Reise eng kalkuliert ist und wir deshalb leider keinen Rabatt gewähren können!
Zahlungsmodalitäten
Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20 %
Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 56 Tage
Veranstalter: birdingtours GmbH
Reisetagebuch Spitzbergen
Wunderbare Vogelwelt“
20.06.2010 - 28.06.2010
An Bord der MS Stockholm
Text: Sven Achtermann / Rainer Stoll
An Bord:
Kapitän:
Per Engwall
Expeditionsleiter: Sven Achtermann
Steuermann / 1.Offizier: Jens Samuelsson
Technischer Offizier: Aron Leth
Matrosen: Carl (Calle) Engwall
Johan Svensson
Lena Strande
Ann Karlsson
Smutje: Kjelle Arvidsson
Annika Andersson
Reisebegleiter (birdingtours): Rainer Stoll
Expeditionsteilnehmer:
Herr Norbert Vögler
Frau Cäcilia Vögler
Herr Siegfried Henkenhaf
Frau Hanna Henkenhaf
Frau Antje Kirschberger
Frau Birgit Effler
Herr Frank-Michael Kloas
Frau Janet Kloas
Frau Dr. Johanna Schlüter
Frau Dr. Kerstin Neumann
Herr Klaus Becker
Herr Dr. Wolf Eisfeld
1.Tag, 20.6.2010:
Spruch des Tages:
Entspanne Dich. Lass das Ruder los. Trudle durch die Welt. Sie ist schön.
Kurt Tucholsky
„Kommen Sie mit auf eine einzigartige Reise in die Vogelwelt des Svalbard-Archipels. Entdecken Sie Natur, wie sie ursprünglicher kaum sein kann. Faszinierende Flora und Fauna. In der Luft, im Wasser und an Land!“ – so stand es im Reiseprospekt.
Und nun sind wir wirklich angekommen, in Longyearbyen , Spitzbergen, am nördlichen Ende der Welt, – in der Arktis. Um 23.30 Uhr landete unsre SAS Maschine am 78 zigsten Breitengrad (78 13 N 15 36 E). Mit leichtem Schneefall und starken Winden zeigt uns die Arktis ihr raues Gesicht. Am Flughafen wartet mitten in der taghellen Nacht unser Expeditionsleiter Sven Achtermann auf uns, um uns herzlich zu begrüßen und uns vom Flughafen zum SAS Radisson Polar Hotel zu begleiten. Ein wenig erschöpft aber glücklich angekommen zu sein, ist schon unser erster Arktistag angebrochen.
Longyearbyen hatte sein Dasein vor gut 100 Jahren als Bergbausiedlung begonnen und ist inzwischen zum modernen Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum, zum Herzen Spitzbergens geworden. Über 2000 Einwohner, eine kleine Universität und mehrere Forschungseinrichtungen von Weltrang, ein Krankenhaus, ein Museum und der Flughafen prägen den Ort.
2. Tag, 21.6.2010:
Spruch des Tages.
Nur wer den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft.
Heinrich von Kleist
Nach der ersten Polarnacht haben wir nach dem Frühstück etwas Zeit, um den Ort auf eigene Faust zu entdecken und evtl. einige Einkäufe zu erledigen. Sven hat alternativ bereits um 9.00 Uhr zu einer
ersten „zu Fuß“ Exkursion an den Adventsfjord eingeladen. Alle sind dabei und „bei den Schlittenhunden“ und am Fjord gab es erste aufregende Beobachtungen:
Eiderenten, Meerstrandläufer, Alpenstrandläufer, Sandregenpfeifer, Weißwangengänse, eine Kurzschnabelgans, Schmarotzerraubmöwen, Eismöwen, angreifende Küstenseeschwalben und Schneeammern sind die ersten Vogelarten unserer „birdingtour“. Die schönste Beobachtung war
Jedoch ein Eisfuchs auf Gänsejagd. Erste Rentiere rundeten unsren ersten Eindruck ab.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Polar Hotel besuchen wir das Svalbard Museum und lauschen Sven´s Erklärungen zur Geschichte, dem Walfang und der Tierwelt. Mit einem Auto geht es dann in kleinen Gruppen zur Kohlepier auf die MS Stockholm.
Gegen 16.00 Uhr begrüßt uns Kapitän Per Engwall und seine Crew auf der nostalgischen MS Stockholm. Sie ist eines der kleinsten und sicher das schönste Schiff für Reisen in die Arktis. Alles an diesem Schiff ist authentisch – ein echtes maritimes Schmuckstück. Unser Kapitän, gleichzeitig auch Eigner des Schiffes, hat die Stockholm mit viel Liebe zum Detail vor einigen Jahren zu einem Juwel maritimer Lebensart umgebaut. Nachdem wir uns eingerichtet haben, verlassen wir gegen 17.00h Longyearbyen. Unser 1.Offizier Jens, gleichzeitig Rettungsschwimmer und Krankenpfleger und unser Expeditionsleiter Sven Achtermann geben wichtige Informationen zur Reise, zur Sicherheit und zum richtigen Verhalten in der Arktis. Beide finden klare Worte.
Gegen 22.40 Uhr rief uns Sven an Deck. Wir erreichen nach bewegter Fahrt den Prins Karls Forlandet Nationalpark. Geschickt steuert Kapitän Per Engvall sein wendiges Expeditionsschiff auf die kleine Halbinsel Poolepynten zu. Vom Schiff aus konnten wir dann aus geringster Distanz unsere ersten 5 Walrosse sehen.
3.Tag, 22.6.2010:
Spruch des Tages:
Beobachte die Natur in der Natur, nur dann wirst Du sie verstehen.
S.A.
Unser erstes Ziel Ny Alesund erreichen wir bereits um 4.00 Uhr bei herrlichem Sonnenschein. Nach dem Frühstück stiegen wir trockenen Fußes an Land. Nach einigen Informationen zum Ort und zur Organisation ließ uns unser Expeditionsleiter „frei“ und wir durften uns ohne seinen bewaffneten Schutz individuell bewegen – eine Besonderheit im Eisbärenland! Wir nutzten die Gelegenheit, am „nördlichsten Postamt der Welt“ vorbeizuschauen und den Kongsfjordbutikken einen Besuch abstatteten. Natürlich schauten wir auch am historischen Luftschiffstartplatz vorbei (Nordpolexpeditionen mit den Luftschiffen Norge Amundsen/Ellsworth/Nobile, 1926 und Italia Mobile, 1928). Auf einem kleinen Teich zeigen sich Sterntaucher und Eisenten. 3 Elfenbeinmöwen waren der absolute Höhepunkt.
Nach einer spektakulären Gletscherfahrt am Ossian Sarsfjellet war eine erste Zodiac - Anlandung angesetzt. Wir besuchten eine kleine Kolonie von Dreizehenmöwen und Dickschnabellummen im gleichen Bereich (78 55 8052 N 012 25 9992 E). Im Geröll ein Alpenschneehuhn. Eisfuchs und Rentierbeobachtungen waren der weitere Lohn für die kleine Klettertour.
Den Abend rundete Sven mit einem Vortrag über die „ Vögel Spitzbergens“ humorvoll ab.
4.Tag, 23.6.2010
Spruch des Tages:
Unvergessliche Erlebnisse sind die wahren Schätze unserer Seele, wer sie hütet, dem helfen sie
sogar in schweren Zeiten.
S.A.
1.30 Uhr wir werden aus dem Schlaf gerissen. „Eisbären, Eisbären!“ Nachdem Sven uns am Abend auf „etwas ganz Besonderes“ in der Nacht vorbereitet hatte und wir uns ein Rennen mit anderen Schiffen geliefert hatten, um als erste dort zu sein, sahen wir nun überall aus nächster Distanz insgesamt 10 Eisbären um uns herum. Der Geheimtipp „Holmiabukta“ (79 48 42 N 011 33 77 E) und die Entscheidung mit voller Fahrt dort hin zu fahren, war goldrichtig. Bärenmütter mit Jungbären, Männchen, Halbstarke, alles war dabei. Unser Kapitän hatte uns eine großartige Stelle im Eis ausgesucht, von der aus alle Verhaltensweisen der Bären studiert werden konnten. Als ornithologische Beigabe zeigten sich Gryllteisten in unmittelbarer Bootsnähe beim Tauchen. Gegen 4.00 Uhr verließen wir den Bereich, ohne das sich die vielen Eisbären gestört fühlten.
Schon um 9.00 Uhr gab es die nächste Überraschung! „Moffen voraus“ Im Salon gab es Urkunden zur Überquerung des 80 zigsten Breitengrades, das Frühstück wurde unterbrochen, stattdessen
konnten wir ca. 220 Walrosse und eine adulte Schwalbenmöwe und hellbäuchige Ringelgänse von der Stockholm aus beobachten. Richtung NO setzten wir unsere Reise fort.
Nach dem Mittagessen (wie immer ein Hochgenuss) erreichen wir gegen 16.00 Uhr die Insel Lagoya. Wir wagen eine der seltenen Anlandungen dieser Insel in der Hocharktis. Sven steuert das Zodiac auf die karge Küste zu, ständig sucht er dabei den Strand nach Eisbären ab, wohl wissend, dass die Bären oft unsichtbar in Senken liegen. Sicher gelandet tauchen wir in eine unwirkliche flache Landschaft ein. Wir nähern uns einer Gruppe von etwa 20 Walrossen, langsam und ruhig kommen wir sehr nah an sie heran. Sie schlafen tief und fest und haben unsere Annäherung gar nicht wahrgenommen.
Ornithologische Highlights waren 3 adulte, wunderschöne Schwalbenmöwen, die sich ausgiebig studieren ließen. Neu waren für uns 4 Thorshühnchen
Antarktisvortrag
.
5.Tag, 24.6.2010
Spruch des Tages:
Man muss das Leben lieben, um es zu leben und man muss das Leben leben, um es zu lieben.
Thornton Wilder
Wie gewohnt lässt uns Sven nicht schlafen, herrliche Landschaften und ein gewaltiger Vorstoß zum
81 zigsten bei ständig neuen Lichtverhältnissen verhindern das. Um 0.30 Uhr ertönt das Schiffshorn! Wir feiern das Erreichen des 81 zigsten mit Sekt und guter Laune. Kapitän Per fährt „in“ eine große Eisscholle. „Aussteigen wer mag!“ 9 von uns wagen sich mit aufs Eis – großartig. Wir verlassen den nördlichsten Punkt der Reise 81 00 6538 N 20 42 1823 E. am frühen Morgen und setzen unsere Fahrt fort. Selten haben Schiffe jemals so früh im Jahr eine solch nördliche Position erreicht!
Am Vormittag landeten wir auf der Nelsonsoya und besuchten den dortigen Vogelfelsen mit seinen
10 Arten (allein 4 Alkenarten). Die weitere Fahrt führt uns an der Eiskante des Festeises der großen
Nordenskiöldbukta nach Süden, immer auf der Suche nach Eisbären, die sich uns aber nicht zeigen wollten. Abends gibt es wieder einen spannenden Vortrag von Sve
„Faszination Vogelflug“
6.Tag, 25.6.2010
Spruch des Tages:
Die Arktis schenkt Dir Momente, die in der Erinnerung zu wiederkehrenden, wertvollen Gedanken werden, die Dir den Alltag bereichern.
S.A.
1.30 Uhr wir werden aus dem Schlaf gerissen. „Eisbären, Eisbären!“ Nachdem Sven uns am Abend auf „etwas ganz Besonderes“ in der Nacht vorbereitet hatte und wir uns ein Rennen mit anderen Schiffen geliefert hatten, um als erste dort zu sein, sahen wir nun überall aus nächster Distanz insgesamt 10 Eisbären um uns herum. Der Geheimtipp „Holmiabukta“ (79 48 42 N 011 33 77 E) und die Entscheidung mit voller Fahrt dort hin zu fahren, war goldrichtig. Bärenmütter mit Jungbären, Männchen, Halbstarke, alles war dabei. Unser Kapitän hatte uns eine großartige Stelle im Eis ausgesucht, von der aus alle Verhaltensweisen der Bären studiert werden konnten. Als ornithologische Beigabe zeigten sich Gryllteisten in unmittelbarer Bootsnähe beim Tauchen. Gegen 4.00 Uhr verließen wir den Bereich, ohne das sich die vielen Eisbären gestört fühlten.
Schon um 9.00 Uhr gab es die nächste Überraschung! „Moffen voraus“ Im Salon gab es Urkunden zur Überquerung des 80 zigsten Breitengrades, das Frühstück wurde unterbrochen, stattdessen
konnten wir ca. 220 Walrosse und eine adulte Schwalbenmöwe und hellbäuchige Ringelgänse von der Stockholm aus beobachten. Richtung NO setzten wir unsere Reise fort.
Nach dem Mittagessen (wie immer ein Hochgenuss) erreichen wir gegen 16.00 Uhr die Insel Lagoya. Wir wagen eine der seltenen Anlandungen dieser Insel in der Hocharktis. Sven steuert das Zodiac auf die karge Küste zu, ständig sucht er dabei den Strand nach Eisbären ab, wohl wissend, dass die Bären oft unsichtbar in Senken liegen. Sicher gelandet tauchen wir in eine unwirkliche flache Landschaft ein. Wir nähern uns einer Gruppe von etwa 20 Walrossen, langsam und ruhig kommen wir sehr nah an sie heran. Sie schlafen tief und fest und haben unsere Annäherung gar nicht wahrgenommen.
Ornithologische Highlights waren 3 adulte, wunderschöne Schwalbenmöwen, die sich ausgiebig studieren ließen. Neu waren für uns 4 Thorshühnchen
Gestärkt nach dem Frühstück fährt uns unser Kapitän auf Tuchfühlung an den berühmten Vogelfelsen Alkefjellet. Ca.60 000 Brutpaare Dickschnabellummen auf einem malerischen ja gigantischen Basaltfelsen werden für immer unvergessen bleiben. Wie kein anderer schafft es Per
sein Boot trotz Wellen und Strömung bis auf weniger als einen Meter an den Fels zu manövrieren. Hochinteressant für viele Vogelbeobachter auch die Beobachtung zweier Skuas bei der Jagd auf Lummen.
Am Nachmittag fährt uns Sven mit dem Zodiac zur Insel Nordre Russöya im Murchisonfjord, welches zu Nordaustlandet gehört. Bei Schneetreiben erleben wir die Hocharktis, wir besuchen hier eines der zwei noch erhaltenen Pomorenkreuze und erfahren viel über die Geschichte dieser Menschen. Viele Fundstücke sein Zeugen der Vergangenheit. Walknochen und u.a. großartige Thorshühnchen
„ Faszination Grönland“.
Viele ganz persönliche Einblicke machen Lust auf eine Reise in diese Gegend.
7.Tag, 26.6.2010
Spruch des Tages:
Wer zwingen will die Zeit, den wird sie selber zwingen; wer sie gewähren lässt, dem wird sie Rosen bringen.
Friedrich Rückert
Bei Windstille und angenehmen 7 Grad bewundern wir vom Zodiak aus den Hamilton - Gletscher.
Die entspannende Fahrt führt uns auch zum greifen nah an auf dem Eis stehende Dickschnabellummen, die sich kooperativ und fotogen zeigen. Schon bei der Einfahrt zeigte sich einigen von uns eine prächtige Prachteiderente.
Nach dem Mittagessen schon wieder ein Höhepunkt; der Besuch der Krabbentaucherkolonie auf
Fuglesangen. Um uns schwirren diese kleinsten Alken und lassen sich bestens studieren. Die kleinen Kerle machen es uns schwer hier aufzubrechen.
Am späten Nachmittag passieren wir Smeerenburg, oder besser die Reste der sagenumwobenen Walfängerstadt, die 1619 hier gegründet wurde. Vorab gab es einige Geschichtsinformationen
von Sven im Salon. Weniger geschichtliches Interesse hatte eine kleine Ringelrobbe am Strand.
Spät am Abend noch eine Zodiakfahrt, diesmal im 14 Juli Gletscher, hier gibt es für uns Papageitaucher , eine kurze Anlandung mit schönen Kurzschnabelgansbeobachtungen und als Zugabe eine Zodiac – Gletscherfahrt. Ein fantastischer Spätabend.
8. Tag, 27.6.2010
Spruch des Tages:
Geh Deinen Weg ruhig inmitten von Lärm und Hast, und wisse, welchen Frieden die Stille schenken mag.
Max Ehrmann
Unseren letzten „Expeditionstag“ verbringen wir im Isfjord. Nach ruhiger Nacht und schönstem Frühsommerwetter erreichen wir am Vormittag das Kap Linne. 10 Thorshühnchen aus der Nähe und 3 heißbegehrte Prachteiderenten aus weiter Distanz sind das Ergebnis unserer Suche. 2 neugierige Rentiere beobachteten jeher uns.
Nachmittags findet unsere letzte Anlandung in der Skansbukta statt. Hier gibt es neben einer ehemaligen Gipsgrube (wieder ein gescheiterter Versuch Spitzbergen wirtschaftlich zu nutzen) nun die ganze frühe Pracht der arktischen Vegetation zu bewundern. Am späten Abend fahren wir zurück nach Longyearbyen. Unser Abenteuer geht zu Ende.
9.Tag, 28.6.2010
Der Abschied fällt uns allen schwer, lange wird diese besondere Reise nachwirken! Um 3.00Uhr Transfer zum Flughafen. Die hektische laute Welt hat uns wieder. Wir nehmen einen Schatz an Eindrücken, Erinnerungen, Momenten und Erlebnissen mit nach Hause. Diese arktischen Gebiete
müssen geschützt werden, dafür sollten wir uns alle einsetzen.
Wir haben 848 Seemeilen auf unserer Reise zurückgelegt.
Wir danken Ihnen auch im Namen von birdingtours, dass Sie diese Reise an Bord der MS Stockholm gebucht haben und wir würden uns sehr freuen, Sie auf einer weiteren unserer Reisen alle einmal wieder zu sehen.
Sven Achtermann und Rainer Stoll
Liste de gesehenen Vogelarten:
- Sterntaucher
- Eissturmvogel
- Kurzschnabelgans
- Weißwangengans
- Ringelgans
- Pfeifente
- Eiderente
- Prachteiderente
- Eisente
- Alpenschneehuhn
- Sandregenpfeifer
- Meerstrandläufer
- Alpenstrandläufer
- Thorshühnchen
- Schmarotzerraubmöwe
- Skua
- Schwalbenmöwe
- Eismöwe
- Mantelmöwe
- Dreizehenmöwe
- Elfenbeinmöwe
- Küstenseeschwalbe
- Dickschnalbellumme
- Gryllteiste
- Krabbentaucher
- Papageitaucher
- Schneeammer
Liste der gesehenen Säugetierarten:
Bartrobbe
Walross
Zwergwal ?
Eisbär
Eisfuchs
Spitzbergen-Rentier






























































