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Ouessant - Ornithologische Trauminsel (9 Tage/ 8 Nächte)

Was den deutschen Vogelbeobachtern ihr Helgoland, den britischen Birdern ihre Scilly Inseln oder ihr Fair Isle bedeuten, das ist den ornithos in Frankreich die Ouessant. Und das mit sehr gutem Grund, denn allein aufgrund ihrer exponierten Lage vor der Westspitze der Bretagne am Eingang des Ärmelkanals ist die Insel prädestiniert dazu, Durchzügler aus allen Himmelsrichtungen geradezu magnetisch anzuziehen. Mit über 400 nachgewiesenen Vogelarten ist sie einer der artenreichsten Flecken Europas.

Und das Potential der Insel ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft, denn nur über wenige Wochen im Herbst finden sich hier mehr als eine Handvoll Beobachter ein, um den Vogelzug zu studieren und nach seltenen Durchzüglern zu fahnden. Dafür ist die Liste an Raritäten fast beängstigend lang und man fragt sich, ob die Ouessant vielleicht sogar noch um einiges mehr bietet als andere Vogelinseln.

Aufpreis bei 6 - 8 Teilnehmern: +100,00 Euro pro Person

Jetzt neu: zwei Nächte länger und mit Halb-Pension!
Sturmtaucher, Laubsänger und Raubmöwen

Die Bretagne ist ein raues Land, geprägt vom Atlantik, seinen Wellen und Winden. Die Insel Ouessant ist der äußerste Vorposten der Bretagne, der westlichste Fleck des französischen Festlandsockels, gebaut auf uraltem Granit.

Damit ist das wesentliche Gepräge der Insellandschaft bereits umrissen: selbst hohe Granitküsten können den Eindruck der gewaltigen Kraft der Brandung an ihrer Basis kaum abmildern; grobe Felsblöcke ragen wie Menhirfelder in den Himmel auf; wenige Gebüsche drücken sich in windgeschützte Senken; und an der Westspitze thront einer der weltweit leistungsstärksten Leuchttürme, um der vorgelagerten Schifffahrtsstraße, die aus der Biskaya in den Ärmelkanal führt, den Weg zu weisen.

Doch die Inselnatur ist nicht nur Härte gewohnt, sie beherbergt vor allem herrliche Landschaften in abwechslungsreicher Umgebung. Trotz der geringen Größe von 8 km Länge und 3 km Breite ergänzen sich Seekliffs und Geröllstrände, kleine Buchten und vorgelagerte Inselchen, Heiden und kurzrasige Wiesen, kleine Sümpfe und buschbestandene Tälchen zu einer überaus reizvollen Landschaft. Und vor allem bietet diese Landschaft einen äußerst attraktiven Hintergrund für Vogelbeobachtung allerfeinster Art und Weise: Wenige, aber attraktive Brutvogelarten (z.B. Alpenkrähen), sind im Herbst in der Minderheit und Schwärme von Zugvögeln prägen das Bild. Die Insel bietet Rastmöglichkeiten für Durchzügler und Seltenheiten aus allen Himmelsrichtungen: mitteleuropäische und skandinavische Brutvögel bilden den Hauptteil der wandernden Trupps. Es gibt eigentlich immer was zu sehen: mit ein bisschen Glück und Ausdauer auch einiges für lebend gewordene Träume mitteleuropäischer Vogelbeobachter:

Sibirische Gelbbrauen-Laubsänger sind fast jeden Oktober in zweistelligen Anzahlen auf der Insel zu finden, begleitet von alljährlichen Dunkel- und Bartlaubsängern. Zentralasiatische Steinschmätzer treten ebenfalls fast alljährlich auf. Und nicht zu vergessen die Gäste aus Amerika: eine Grauwangendrossel ist auf der Ouessant kein irrealer Traum! Und dann sind da ja noch die Limikolen, die hier zwar nicht in großer Anzahl anzutreffen sind, aber die meisten Herbstbesuche warten mit zumindest einer amerikanischen Watvogelart auf!

Aber das ist nur die eine Seite der Medaille: denn es gibt ja noch den Atlantik. Und der ist um die Ouessant freigiebiger als anderswo: Balearen- und Dunkle Sturmtaucher surfen fast ständig um die Insel, alle vier Raubmöwenarten sind regelmäßige Durchzügler vor der Küste und wenn es richtig bläst, kann man hier alles erwarten: Kleine oder Große Sturmtaucher, Schwalbenmöwen oder Thorshühnchen sind bei den richtigen Bedingungen nicht selten, und man sollte besser nicht im Detail erwähnen, was hier schon alles gesichtet wurde...

Diese Liste könnte man nun endlos weiterführen, aber eines ist klar: die Ouessant ist einer der handverlesenen ornithologischen Orte, an dem einfach alles möglich ist...

Anreise

Mit dem Flugzeug nach Brest in der Bretagne, von dort mit der Fähre (inklusive) am 13.10. und 19.10.2012 in einer gut zweistündigen Fahrt auf die Ouessant, die nötigen Zusatznächte in Brest vom 12.10. - 13.10.2012 und vom 19.10. - 20.10.2012 sind in den Reisepreis inkludiert.

Wir werden uns auf der autofreien Insel mit dem Fahrrad fortbewegen, was bei der geringen Größe der Insel wenig Anstrengung erfordert. Das Tagesprogramm wird spontan vor Ort je nach Wetterlage und entsprechendem Potential für Durchzügler festgelegt.

Die Ouessant ist einer der handverlesenen ornithologischen Orte, an dem einfach alles möglich ist...

Generelle Hinweise
  • Kurzfristige Änderungen, die den Charakter der Reise nicht beeinflussen, behalten wir uns vor. Die Beobachtungsmöglichkeiten sind u.a. vom Wetter abhängig und von der jeweiligen aktuellen Lage.
  • Anforderungen der Reise: Mittelschwere Anforderungen, Fahrradstrecken zwischen 10 - 20 Km pro Tag
  • Die Gruppengröße dieser Reise beträgt 6 - 14 Personen. Sollte die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, kann die Reise bis 3 Wochen vor Reiseantritt abgesagt werden. Sollte der Fall eintreten, versuchen wir immer die Reise trotzdem durchzuführen. Falls dies nicht möglich ist, erstellen wir Ihnen gerne ein schönes Alternativangebot.
  • Aufpreis bei 6 - 8 Teilnehmern: +100,00 Euro pro Person
Ermäßigungen
  • NABU/LBV-Mitglieder: 3% Rabatt
Zahlungsmodalitäten
  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 10 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.
Leistungen
  • Programm wie beschrieben
  • Fahrräder an allen Tagen
  • Gepäcktransfer vom Hafen zum Hotel auf Ouessant
  • 2 Nächte im Mittelklassehotel in Brest
  • 6 Nächte mit Halb-Pension in einem Mittelklassehotel auf Ouessant
  • erfahrene Reiseleitung durch Ingo Weiß
  • Fährüberfahrt nach Ouessant, Hinfahrt am 13.10.2012 gegen 08:30 morgens, Rückfahrt am 19:10.2012 um 17:00 Uhr, die Fahrt dauert ca. 2 Stunden
Nicht enthaltene Leistungen
  • Persönliche Ausgaben
  • An- und Abreisereise bis/ab Brest
Reiseleiter

Ingo Weiß

Veranstalter: birdingtours GmbH
Reisebericht 2010
Ouessant- Trauminsel für Birder (09.10.-15.10.2010)

12 Teilnehmer

Vogelkundliche und Reiseleitung: Ingo Weiß

Unterkunft: Atelier de Mézareun, Lampaul

Besonderheiten:
  • Insgesamt konnten 111 Arten beobachtet werden.
  • Bereits auf der Fährüberfahrt auf die Insel schöne Beobachtungen von zahlreichen Balearensturmtauchern, Krähenscharben, einer Schmarotzerraubmöwe, während ein Papageitaucher leider sehr flüchtig blieb.
  • Ankunft auf einer Insel, die sich gleich am ersten Tag vollgestopft mit Kleinvögeln präsentierte: Hinter jeden Stein schnickerten 1-2 Rotkehlchen, unter der letzte Busch vor Amerika vibrierte vor Zilpzalpen, Mönchsgrasmücken, Sommergoldhähnchen und drei Schnäpperarten: Grau-, Trauer- und Zwergschnäpper!
  • Ebenfalls gleich zu Beginn blieb die Suche nach der am Morgen gesehenen Waldammer zwar erfolglos, und eine leichte Verzögerung des Abendessen und teilweise nasse Füße wurden mit einem nordamerikanischen Rotaugenvireo mehr als kompensiert J
  • Herrliche Insellandschaft aus grobgearbeiteten Küstenklippen mit der gewaltigen Kraft der Brandung an der Basis, Geröllstränden unterschiedlichster Steingröße, kleinen sandigen Buchten sowie windgefegten Salzwiesen und Ginsterheiden. Trotz der geringen Größe der Insel kann man jeden Tag noch neue Ecken entdecken, neue Landschaftseindrücke sammeln…
  • Wunderbar mildes Herbstwetter (nur ein Tag Nebel und Niesel) aufgrund anhaltender Ostwindwetterlage
  • Seltenheiten aus allen Himmelsrichtungen konnten wir im Lauf der Woche finden und toll beobachten: ein Rosenstar weit aus dem Südosten, mehrere sibirische Gelbbrauen-Laubsänger und ein Spornpieper, ein weiterer Rotaugenvireo aus dem Westen, sowie viele Spornammern aus dem hohen Norden.
  • Nachteil des schönen, lang anhaltenden Ostwindwetters: Seevögel waren rarer vertreten als gewohnt, mit Balearen- und Dunklen Sturmtauchern, Skua und Schmarotzerraubmöwen, Dreizehen- und (einigen!) Schwalbenmöwen, Tordalk und Papageitaucher kam aber doch noch etwas zusammen.
  • Vorteil des schönen Ostwindwetters (außer dem offensichtlichen Wohlfühlfaktor): wir konnten den erst dritten Rotfußfalken für die Ouessant beobachten!
  • Phantasieanregende Granitblöcke an der Küste, modelliert in den unterschiedlichsten Formen: Hasen und anderes Getier ließ sich genauso finden, wie der Denker mit Meerblick, bei dem wir allerdings an der genauen Bestimmung scheiterten.
  • Besser bestimmbar: Kegelrobben und Große Tümmler.
  • Die ganze Woche über hervorragende Beobachtungsmöglichkeiten für Kleinvögel: vom Wendehals im Seetang über Ohrenlerchen, hübschen Ringdrosseln, Rotkehlchen und Goldhähnchen zum Greifen nahe, bis zur versteckten Provencegrasmücke und den Alpenkrähen mit ihrem glanzlackrotem Schnabel. Zu sehen gab es immer etwas Spannendes…
Beobachtungsorte:

Auf der ganzen Insel.

Artenliste:
  • Dunkler Sturmtaucher
  • Balearensturmtaucher
  • Baßtölpel
  • Krähenscharbe
  • Kormoran
  • Graureiher
  • Seidenreiher
  • Stockente
  • Trauerente
  • Sperber
  • Rohrweihe
  • Kornweihe
  • Rotmilan
  • Merlin
  • Wanderfalke
  • Turmfalke
  • Rotfußfalke
  • Fasan
  • Bläßhuhn
  • Wasserralle
  • Austernfischer
  • Sandregenpfeifer
  • Kiebitz
  • Flußuferläufer
  • Steinwälzer
  • Bekassine
  • Zwergschnepfe
  • Großer Brachvogel
  • Regenbrachvogel
  • Grünschenkel
  • Rotschenkel
  • Skua
  • Schmarotzerraubmöwe
  • Silbermöwe
  • Mantelmöwe
  • Heringsmöwe
  • Sturmmöwe
  • Schwarzkopfmöwe
  • Lachmöwe
  • Schwalbenmöwe
  • Dreizehenmöwe
  • Flußseeschwalbe
  • Küstenseeschwalbe
  • Brandseeschwalbe
  • Tordalk
  • Trottellumme
  • Papageitaucher
  • Hohltaube
  • Ringeltaube
  • Straßentaube
  • Türkentaube
  • Turteltaube
  • Eisvogel
  • Wendehals
  • Feldlerche
  • Ohrenlerche
  • Mehlschwalbe
  • Rauchschwalbe
  • Strandpieper
  • Wiesenpieper
  • Spornpieper
  • Baumpieper
  • Trauerbachstelze
  • Bachstelze
  • Gebirgsstelze
  • Sommergoldhähnchen
  • Wintergoldhähnchen
  • Zaunkönig
  • Heckenbraunelle
  • Rotkehlchen
  • Steinschmätzer
  • Hausrotschwanz
  • Gartenrotschwanz
  • Braunkehlchen
  • Schwarzkehlchen
  • Ringdrossel
  • Amsel
  • Singdrossel
  • Rotdrossel
  • Wacholderdrossel
  • Misteldrossel
  • Sumpfrohrsänger
  • Teichrohrsänger
  • Zilpzalp
  • Fitis
  • Gelbbrauen-Laubsänger
  • Mönchsgrasmücke
  • Trauerschnäpper
  • Zwergschnäpper
  • Grauschnäpper
  • Schwanzmeise
  • Blaumeise
  • Kohlmeise
  • Rabenkrähe
  • Alpenkrähe
  • Rosenstar
  • Star
  • Haussperling
  • Bluthänfling
  • Stieglitz
  • Grünfink
  • Birkenzeisig
  • Erlenzeisig
  • Buchfink
  • Bergfink
  • Fichtenkreuzschnabel
  • Gimpel
  • Spornammer
  • Schneeammer
  • Rohrammer