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Wildes Deutschland: Der Harz (7 Tage/ 6 Nächte)

Wir entdecken den spannenden Ostharz! Wärmeliebende Trockenrasen, duftende Bergwiesen, endlose Wälder und wilde Gebirgsbäche warten auf uns. Sagenumwobene Plätze wie Rosstrappe, Teufelsmauer und der Brocken bezaubern ebenso wie die romantischen Fachwerkstädte, z.B. Quedlinburg. Wir werden außergewöhnliche Vögel wie Wasseramsel, Ringdrossel und östlich verbreitete Arten wie Drosselrohrsänger, Beutelmeise und Sperbergrasmücke sowie wunderschöne Pflanze wie verschiedene Knabenkräuter, Trollblume, Brocken-Anemone oder Diphtam suchen. Ein Besuch im ornithologischen Museum Heineanum in Halberstadt rundet die Reise ab.

Reiseleiter ist Stefan Lilje, Jahrgang 1964, seit Jahren in der Umweltbildung tätig. Der Naturschützer kennt die Region aus zahlreichen Exkursionen.

JETZT 1 TAG LÄNGER!!!

Aufpreis bei 8 - 10 Teilnehmern: + 55,00 Euro pro Person

Duftende Bergwiesen, endlose Wälder
1. Tag: Pflanzen- und Vogelstimmenvielfalt um Quedlinburg

Um 13:00 Uhr Begrüßung mit Mittagessen in der Unterkunft Harzresidenz Friedrichsbrunn, dann Fahrt nach Quedlinburg und Wanderung mit Abendpicknick durch den Brühl und über die Altenburg (u.a. mit Kleinem Mädesüß, Gemeiner Grasnelke, Dänischem Tragant, evtl. Neuntöter und Wendehals) sowie schließlich Stadtrundgang in der wunderschönen Altstadt und am Schlossberg in Quedlinburg.

2. Tag: Wildromantisches Bodetal und Teufelsmauer

Wanderung von Treseburg nach Thale an der Bode mit vielfältiger Tier- und Pflanzenwelt: Mit Glück sehen wir Feuersalamander und Mufflons, mit großer Sicherheit Wasseramsel und Gebirgsstelze, Trauerschnäpper und Waldlaubsänger singen, Paltanenblättriger Hahnenfuß und Silberblatt blüht, an der sagenumwobenen Roßtrappe – Felswände wie in den Alpen - fliegt vielleicht gar ein Wanderfalke vorbei....

Anschließend zur nicht minder sagenumwobenen Teufelsmauer – beeindruckende Felswand mitten in der flachwelligen Vorharzlandschaft.

3. Tag: Helsunger Grund, Rundwanderung bei Langenstein mit Hoppelberg

Morgendlicher Spaziergang im Helsunger Grund mit seinen Schilfflächen, Gebüschen, feuchten Wiesen und Kleingewässern: Hier sind immer wieder überraschende Vogelbeobachtungen möglich: Reiherente und Rohrammer, Sumpfrohrsänger und Feldschwirl lassen sich sehen und hören, aber auch Beutelmeise oder Schlagschwirl oder gar Wachtelkönig sind hier schon beobachtet worden...

Die vielfältige Wanderung rund um Langenstein mit Park, Höhlenwohnung, Trockenrasen, Kiefernwäldern fast wie in der Sächsischen Schweiz, Kirschwiese, Laubwäldern... verspricht vielfältige Vogelstimmen und botanische Kostbarkeiten - u.a. den wunderschönen Diptam!

Danach Zeit zur freien Verfügung: noch eine Wanderung oder Besuch einer der schönen Fachwerkstädte – oder Genießen der Ruhe auf der Liegewiese unserer Unterkunft?

4. Tag: Brocken, Elend

Alpine Vögel in Norddeutschland: auf der Brockenkuppe jenseits der Baumgrenze mit der wunderschönen Brocken-Anemone treffen wir bei unserer frühmorgendlichen Wanderung auf die Ringdrossel, mit Glück hören wir bei der Wanderung hinauf auch Fichtenkreuzschnabel, Erlenzeisig, Goldhähnchen, beobachten den herrlichen Singflug von Baum- wie Wiesenpieper, erleben den historischen Brockengarten mit seinen bunt blühenden Gebirgspflanzen aus aller Welt, besuchen den Urwaldstieg am Brockenbett und die Klippen des Ahrensklint – schließlich zum Abschluss noch würziger Bärwurz auf Bergwiesen bei Elund Großes Windröschen auf Trockenrasen.

5. Tag: Wasservögel in der Bodeniederung und am Concordia-See, Greifvögel am Hakel

An unterschiedlichen Gewässern beobachten wir Rohrweihe, Tafel-, Reiher-, Schnatter-, vielleicht sogar Schell- und Kolbenenten oder Schwarzhalstaucher, hören den Pirol und Nachtigall oder Drosselrohrsänger. Am ehemaligen Braunkohle-Tagebau, dem Concordia-See, begegnen uns Steinschmätzer und Schwarzkehlchen, mit Glück auch Grauammer oder Rothalstaucher.

Schließlich wandern wir im Hakel und erleben dabei die Vogelvielfalt eine Laubwaldes mit Hohltaube, Schwarzspecht und verschiedensten Singvögeln, am Rande des wunderschönen Waldes beobachten wir Rotmilane, Kolkraben und vielleicht sogar Schreiadler.

6. Tag: Harslebener Berge, Museum Heineanum in Halberstadt, Ziegenberg bei Heimbug

Die Harslebender Berge sind landschaftlich, botanisch wie ornithologisch sehr beeindruckend: ganze Hänge voller Federgras, Heidelerche und Pirol, mit Glück die Sperbergrasmücke oder gar blühende Bienenragwurz – alles möglich an diesem wundersamen Stück Landschaft.

Danach Besuch des ornithologischen Museums Heineanum in Halberstadt und etwas Zeit zum Stadtbummel sowie eine botanische Wanderung auf einem sehr schönen Kalkhalbtrockenrasen bei Heimburg… Die Fülle von Natur und Kultur im Harzvorland!

7. Tag: Wanderung durchs Ilsetal

Zum Abschied vom Harz nochmals eine Wanderung durch ein wildes Bachtal mit urigen Wäldern, Felswänden und einem grandiosen Blick zum Brocken: auf den Spuren Heinrich Heines durch das Ilsetal mit Besuch der Paternosterklippen und des Ilsesteins.

Lage und Anreise

Friedrichsbrunn ist optimal gelegen.

Mit der Bahn:

Bis Bhf Thale. Von dort per Taxi oder mit Buslinie 18 nach Friedrichsbrunn (Haltestelle Schreiberstr., Fahrplanauskunft Tel. 01805/331010, 0,12 €/Min.).

Abholung vom Bahnhof durch den Reiseleiter ggf. möglich! Bei Bedarf bitte telefonisch anmelden!

Als Abfahrtsbahnhof für die Rückreise ist Ilsenburg am günstigsten.

Mit dem PKW:

Von Norden kommend: Über A 2 Hannover-Berlin, A 391 Richtung Kassel/ Salzgitter und A 395 auf die B 6 Richtung Wernigerode nach Thale, dort Ausschilderung nach Friedrichsbrunn und schließlich Bad Suderode folgen, wo am Ortsausgang das Hotel bereits ausgeschildert ist.

Von Süden/Westen kommend: Von A 7 Richtung Hannover über B 82 Richtung Bad Harzburg auf B 6/ B 6N Richtung Wernigerode wechseln, von da aus o.g. Route benutzen.

Von Osten kommend: Von A 14 Halle-Magdeburg auf die B 185 Richtung Aschersleben fahren und bei Bad Suderode Richtung Friedrichsbrunn abbiegen; dort der Ausschilderung zum Hotel folgen.

Mit den letzten Informationen zur Reise mind. 14 Tage vor Reisebeginn erhalten Sie weitere Informationen zur Anreise per Bahn bzw. PKW etc.

Generelle Hinweise
  • Anforderungen der Reise: mittelschwer, mit längeren Wanderungen bis 10km
  • Die Gruppengröße dieser Reise beträgt 8 - 14 Personen. Sollte die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, kann die Reise bis 3 Wochen vor Reiseantritt abgesagt werden. Sollte der Fall eintreten, versuchen wir immer die Reise trotzdem durchzuführen. Falls dies nicht möglich ist, erstellen wir Ihnen gerne ein schönes Alternativangebot.
  • Aufpreis bei 8 - 10 Teilnehmern: + 45,00 Euro pro Person
Ermäßigungen
  • NABU/LBV-Mitglieder: 3% Rabatt
  • Rabatt bei Onlinebuchung: 15,00 Euro pro Person
Zahlungsmodalitäten
  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 10 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.
Leistungen
  • Programm wie beschrieben
  • 1 x Begrüßungssuppe
  • 6 Nächte im gemütlich familiären Gasthof mit Halbpension (Mittag- und Abendessen)
  • 4 x Lunchpaket
  • Erfahrene Reiseleitung
Nicht enthaltene Leistungen
  • An/Abreise
  • Mittagessen
Reiseleiter

Stefan Lilje

Veranstalter: birdingtours GmbH
Reisebericht 2011

Zeit:27.05 - 01.06. 2011

Unterkunft: Hotel in Friedrichsbrunn

Teilnehmerzahl: 9

Reiseleiter: Stefan Lilje

Der nordöstliche Harz und sein Vorland im Frühling: buntblumige Steppenheiden, Flachmoorwiesen, wildromantische Bachtäler, Klippen und Felsen mit schütterem Bewuchs und teils sehr seltenen Pflanzen, natürliche Nadelurwälder und künstliche Nadelforste, Schluchtwälder an feuchten Steilhängen, wärmeliebende Eichenwälder, dunkle Buchenwälder, würzig duftende Bergwiesen, subalpine Heiden über der Baumgrenze, Pappelbruch und aufgelassener Braunkohletagebau – eine größere Landschaftsvielfalt auf so engem Raum ist kaum anderswo denkbar! Bode- und Ilsetal, Brocken, Teufelsmauer, Harslebener Berge und Hakel - dazu die wunderschöne Altstadt Quedlinburgs - eine sehr eindrucksvolle Reise!

1. Tag Quedlinburg

Ankunft, Kennenlernen und Mittagessen im idyllisch und sehr ruhig am Waldrand gelegenen Hotel in Friedrichsbrunn mit großem Grundstück. Danach erste naturkundlichen Wanderung am Stadtrand von Quedlinburg. Zunächst Beobachtungen im auwaldartigen Stadtpark „Brühl“ an der Bode, wo sich im Bärlauchgeruch u.a. Grauschnäpper beobachten lassen. Weiter geht es über die Altenburg, wo wir bald einen ersten wunderschönen Blick über die Altstadt Quedlinburgs mit seinen Türmen und Mauern genießen können und ausgiebir dem Gesang des Baumpieper lauschen. Später gibt es weitere beeindruckende Ausblicke, auch auf den Harz mit dem Brocken und die bizarre Teufelsmauer. Die Wanderung führt uns vorbei an Sandtrockenrasen mit Zwerg-Filzkraut, Teichen und Kalkhalbtrockenrasen, auf dem wir fruchtend Frühlings-Adonisröschen neben blühendem Kleinem Mädesüß, Mönchskraut, Sommerwurz, Graslilien sowie blühenden Wiesen-Salbei entdecken. Dabei hören wir u.a. Waldlaubsänger und genießen bei unserem Abendpicknick wiederum einen mit romantischem Altstadtblick.

Schließlich Besuch der wunderschönen Altstadt Quedlinburgs mit Roland, Rathaus und Schlossberg.

2. Tag Wiesen bei Friedrichsbrunn, Bodetal, Teufelsmauer

Morgenspaziergang in den überaus bunten Wiesen bei Friedrichsbrunn, u.a. auch mit blühendem Breitblättrigem Knabenkraut, Trollblume, Schlangenknöterich und Quirl-Weißwurz sowie einem singendem Braunkehlchen!

Ein Höhepunkt – die Wanderung im Bodetal und Besuch der sagenhaften Rosstrappe, wo Bodo mit seinem Pferd in die Bode gestürzt ein soll: Felsen, Wald, wilder Bach, Blicke auf fast alpin anmutende Felswände... Immer wieder Gebirgsstelzen, und schließlich auch zunächst junge, später auch erwachsene Wasseramseln zu beobachten, Waldlaubsänger und Trauerschnäpper singen, Pflanzen von Zwiebel-Zahnwurz, Platanenblättrigem Hahnenfuß (weißblühend) bis zu Zwergmispel und Glänzendem Storchschnabel zu bewundern. Besonders eindrucksvoll: Die filigrane Schönheit und Vielfalt der Farne.

Schließlich faszinierender Landschaftseindruck an der sagenhaften, demnach vom Teufel selbst errichteten und von ihm teilweise wieder zertrümmerten Teufelsmauer, wo uns neben diesem beeindruckendem Landschaftserlebnis besonders auch Neuntöter und Schwarzkehlchen erfreuen, die wir intensiv beobachten können.

3. Tag Helsunger Grund, Harslebener Berge, Hoppelberg, Ziegenberg

Reiherenten, Uferschwalben, Sumpf- und Teichrohrsänger zum Vergleich direkt nebeneinander singend, Feldschwirl entdecken wir ... Ein schöner Morgenspaziergang im Helsunger Grund! In den Harslebener Bergen begegnet uns eine einmalige bunte Pflanzenvielfalt – man fühlt sich in einen botanischen Garten versetzt: Katzenpfötchen, ein ganzer Hang voller Federgras, Salbei in Farbvarianten von dunkellila über hellblau bis weiß, Kleines Mädesüß … lassen das Herz jeden Pflanzenfreunds höher schlagen, der Gesang der seltenen Sperbergrasmücke, des Baumpiepers und der Ruf des Pirol erfreuen die Ornithologen ... .

Mittagspause im schönen Schlosspark Langenstein mit alten, teils exotischen Baumriesen - dann Wanderung an Felsen, Bach, Teich, ehemaligen Höhlenwohnungen, alter Burg und Kirschwiese (wir ernten die ersten reifen Früchte!) zu einem wunderschönem Diptam-Bestand - voll in Blüte, zusammen mit prachtvollem Blaurotem Steinsame. Was für eine beeindruckende Pflanze mit ihrem zitronenartigem Geruch (einzige wildlebende Pflanze in Mitteleuropa aus dem Verwandtschaftskreis der Zitrusgewächse!) - der brennende Busch aus der Bibel!

Schließlich Besuch des Ziegenberg bei Heimburg, einem Halbtrockenrasen, der auch tolle Ausblicke ins Harzvorland erlaubt. Leider sind hier die Orchideen schon verblüht, der quäkende Balzruf des Wendehalses entschädigt dafür ein wenig – wenn es uns auch nicht gelingt, ihn zu sehen.

4. Tag: Brocken

Frühmorgendliche Fahrt durch den Hochharz mit seinen schönen Wiesen und Wäldern im Morgennebel. Dann Wanderung von Schierke durch das Eckerloch – dabei Beobachtung von Gebirgsstelze, beiden Goldhähnchenarten, viele Zaunkönige, Buchfinken, Singdrosseln sind zu hören … - über den steilen, steinigen Eckerlochstieg zum Brocken mit Baumgrenze und seinen subalpinen Heiden, wo sich Baumpieper mit ihrem beeindruckenden Balzflug, Wiesenpieper und schließlich auch Ringdrosseln – wenn auch nur kurz - zeigen. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt – wir haben die Brockenkuppe für uns, können die herrliche Ruhe und den Ausblick genießen. Das Wetter ist hervorragend – weder Nebel noch Regen (eigentlich das „Normal-Wetter“ hier oben), sondern Sonnenschein!

Dann Besuch des Brockengartens mit seiner Blütenpracht mit Hochgebirgspflanzen aus aller Welt. Einige Brocken-Anemonen, die in Deutschland nur auf der Brockenkuppe vorkommt und von den Brockengärtnern gefördert wird, stehen noch wunderbar in Blüte. Beim Abstieg vom Brocken besuchen wir den beeindruckenden Urwaldstieg, der einen intimen Einblick in die naturnahen Fichtenurwälder erlaubt. Am Brockenbett läuft eine Waldeidechse über die Brockenstraße, hier ist es schon ziemlich warm. Und mit jedem Meter bergab wird es wärmer – nach frühem Aufstehen und langem Wandern wird es jetzt doch ein bisschen anstrengend. Auch die Klippen des „Ahrentsklint“ mit ihrer typischen Wollsackverwitterung sind beeindruckend. Nach Erholung bei Eis, Kaffee und Kuchen in Schierke schließlich noch ein kleiner Spaziergang durch die duftenden Bergwiesen bei Elend und ins Elendstal, durch das die Kalte Bode fließt. Dort fliegt pfeilschnell eine Wasseramsel direkt an uns vorbei ...

5. Tag: Concordia-See, Bodeniederung, Hakel

Direkt am Parkplatz beim Concordia-See bietet ein überschwemmter Acker Möglichkeit zu tollen Beobachtungen: Eine Wiesenschafstelze sehr nah, Brandgänse, Flussregenpfeifer, Kiebitze, Schnatterente und sogar ein Rotschenkel mitten im Binnenland zeigen sich.

Landschaft im Werden: Ehemaliger Braunkohletagebau mit Sanddorngebüsch, Wasserflächen, sandigen Ufern. Nach dem tragischen Absturz des Hangs des Concordia-Sees bei Nachterstedt mit einigen Toten im vor einigen Jahr ist der Zugang zum Gebiet eingeschränkt. Aber auch am Rande des Gebietes gelingen Beobachtungen von Bluthänflingen, balzenden und fütternden Steinschmätzern, … Ein Stopp an einem Kiesteich erweist sich auch als sehr lohnend: neben Reiherenten, Haubentauchern, Sumpf- und Teichrohrsängern lässt sich auch die Beutelmeise hören – leider bekommen wir sie nicht zu sehen …. Beim genauen Durchmustern der etwas weiter entfernten Wasservögel entdecken wir auch eine Steppenmöwe, Tafel- und Löffelente. Plötzlich fliegen alle Vögel auf … - kurz darauf entdecken wir den Störenfried – ein Seeadler im Harzvorland!…. Am Marbesee dann nochmals wunderschön Sumpfrohrsänger zu sehen und zu hören, Schwarzkehlchen zeigen sich sowie die alljährlich auf ihrem „Stammgestell“ brütenden Sturmmöwen sind zu sehen, auch hier mitten im Binnenland. Besondere Höhepunkte: nochmals eine singende Sperbergrasmücke sowie leider nur kurz und recht weit weg vorbeifliegende Bienenfresser ...

Die Mittagspause am See mit Pappelbruch wird durch Regen gestört, an der Kamplake bei Unseburg können wir direkt am Auto pausieren und bei einsetzendem Regen dorthin flüchten – Teich- und Drosselrohrsänger unterhalten uns mit ihrem Gesang … Am nächsten Gewässer entdecken wir sogar noch Schwarzhalstaucher.

Schließlich Wanderung im urwüchsigen Eichen-Hainbuchenwald des Hakel, u.a. mit Mandel-Wolfsmilch, Türkenbund-Lilie (noch nicht blühend) und Geflecktem Knabenkraut!

Der abendliche Grillabend in der Unterkunft ist ein schöner Abschluss des erlebnisreichen Tages!

6. Tag: Ilsetal

Abschluss-Wanderung auf Heinrich Heines Spuren durch das Ilsetal, direkt am von Heinrich Heine so treffend besungenen Flüsschen entlang, mit den Ilsefällen zur Plessenburg und zum Ilsestein mit abschließendem Blick auf Brocken, Ilsetal samt schönster Laubwälder und in das Harzvorland. Was für eine grandiose, wildromantische Landschaft! Die Prinzessin Ilse hält sich allerdings diesmal versteckt …

Das Wetter spielt wieder mit: Morgens in Friedrichsbrunn war es noch nebelig und kühl, jetzt kommt die Sonne heraus, so dass wir optimales Wanderwetter haben. Wasseramsel und Gebirgsstelze zeigen sich nochmals schön nah, ein Waldlaubsänger lässt sich sogar beim Singen beobachten ... Für die erhofften Feuersalamander scheint es allerdings nach den gestrigen Gewittergüssen doch schon wieder zu trocken zu sein – wir finden leider nur einen totgefahrenen …

Artenlisten:
VÖGEL:
  • Haubentaucher
  • Schwarzhalstaucher
  • Kormoran
  • Graureiher
  • Weißstorch
  • Höckerschwan
  • Graugans
  • Nilgans
  • Brandgans
  • Schnatterente
  • Stockente
  • Löffelente
  • Tafelente
  • Reiherente
  • Seeadler
  • Schwarzmilan
  • Rotmilan
  • Rohrweihe
  • Mäusebussard
  • Turmfalke
  • Fasan
  • Teichhuhn
  • Blässhuhn
  • Kiebitz
  • Rotschenkel
  • Flussregenpfeifer
  • Steppenmöwe
  • Sturmmöwe
  • Lachmöwe
  • Haustaube
  • Ringeltaube
  • Türkentaube
  • Turteltaube
  • Kuckuck
  • Mauersegler
  • Bienenfresser
  • Wendehals
  • Grünspecht
  • Schwarzspecht
  • Buntspecht
  • Feldlerche
  • Uferschwalbe
  • Rauchschwalbe
  • Mehlschwalbe
  • Baumpieper
  • Wiesenpieper
  • Wiesenschafstelze
  • Gebirgsstelze
  • Bachstelze
  • Wasseramsel
  • Zaunkönig
  • Heckenbraunelle
  • Rotkehlchen
  • Nachtigall
  • Hausrotschwanz
  • Gartenrotschwanz
  • Braunkehlchen
  • Schwarzkehlchen
  • Steinschmätzer
  • Ringdrossel
  • Amsel
  • Singdrossel
  • Misteldrossel
  • Feldschwirl
  • Teichrohrsänger
  • Drosselrohrsänger
  • Sumpfrohrsänger
  • Gelbspötter
  • Klappergrasmücke
  • Dorngrasmücke
  • Gartengrasmücke
  • Mönchsgrasmücke
  • Sperbergrasmücke
  • Waldlaubsänger
  • Zilpzalp
  • Fitis
  • Wintergoldhähnchen
  • Sommergoldhähnchen
  • Grauschnäpper
  • Trauerschnäpper
  • Schwanzmeise
  • Tannenmeise
  • Haubenmeise
  • Sumpfmeise
  • Blaumeise
  • Kohlmeise
  • Beutelmeise
  • Kleiber
  • Waldbaumläufer
  • Gartenbaumläufer
  • Pirol
  • Neuntöter
  • Eichelhäher
  • Elster
  • Rabenkrähe
  • Kolkrabe
  • Star
  • Haussperling
  • Feldsperling
  • Buchfink
  • Girlitz
  • Grünling
  • Stieglitz
  • Erlenzeisig
  • Bluthänfling
  • Fichtenkreuzschnabel
  • Goldammer
  • Rohrammer
ANDERE TIERARTEN (Auswahl):
  • Ameisenlöwe
  • Bachforelle
  • Baumweißling
  • Fadenmolch
  • Fuchs
  • Hornisse
  • Kleiner Fuchs
  • Kleiner Weinschwärmer
  • Reh
  • Rosenkäfer
  • Waldeidechse
  • Wasserfrosch
PFLANZEN (Auswahl):
  • Ährige Teufelskralle
  • Ackerhellerkraut
  • Ackerröte
  • Alpen-Milchlattich
  • Astlose Graslilie
  • Aufrechter Ziest
  • Bärenschote
  • Bärlauch
  • Bärwurz
  • Behaarter Alant
  • Behaarter Kälberkropf
  • Berg-Ahorn
  • Berg-Flockenblume
  • Berg-Klee
  • Berg-Sandglöckchen
  • Berg-Ulme
  • Besen-Ginster
  • Besenrauke
  • Blauroter Steinsame
  • Blutroter Storchschnabel
  • Braunstieliger Streifenfarn
  • Breitblättriger Dornfarn
  • Breitblättriges Knabenkraut
  • Brennender Hahnenfuß
  • Brockenanemone
  • Buchenfarn
  • Christophskraut
  • Dänischer Tragant
  • Diptam
  • Dorniger Schildfarn
  • Echter Ehrenpreis
  • Eibe
  • Eichenfarn
  • Einblütiges Perlgras
  • Einjähriger Knäuel
  • Eselsdistel
  • Federgras
  • Feld-Ahorn
  • Feld-Mannstreu
  • Finkensame
  • Frauenfarn
  • Frühlings-Adonisröschen
  • Frühlings-Platterbse
  • Fuchs-Greiskraut
  • Gefleckter Aronstab
  • Gegenblättriges Milzkraut
  • Gelbe Sommerwurz
  • Gelbe Teichrose
  • Gelber Eisenhut
  • Gelber Wau
  • Gemeiner Wurmfarn
  • Gemeines Katzenpfötchen
  • Gewimpertes Kreuzlabkraut
  • Gewöhnliche Akelei
  • Gewöhnliche Grasnelke
  • Gewöhnliche Zwergmispel
  • Gewöhnliches Sonnenröschen
  • Glänzender Storchschnabel
  • Golddistel
  • Goldschopfhahnenfuß
  • Großes Zweiblatt
  • Harzer Labkraut
  • Heide-Günsel
  • Hügel-Klee
  • Hügel-Meier
  • Karthäuser-Nelke
  • Kelchsteinkraut
  • Klatsch-Mohn
  • Kleiner Wiesenknopf
  • Kleines Mädesüß
  • Knöllchen-Steinbrech
  • Knolliger Hahnenfuß
  • Knotige Braunwurz
  • Kornblume
  • Kuckucks-Lichtnelke
  • Leberblümchen
  • Maiglöckchen
  • Mandel-Wolfsmilch
  • Mauerraute
  • Mittlerer Wegerich
  • Mittleres Vermeinkraut
  • Mönchskraut
  • Natternkopf
  • Nesselblättrige Glockenblume
  • Nickendes Leimkraut
  • Ochsenzunge
  • Ohrlöffel-Leimkraut
  • Pechnelke
  • Pfaffenhütchen
  • Pfingst-Nelke
  • Pyrenäen-Storchchnabel
  • Quirl-Weißwurz
  • Rippenfarn
  • Rispen-Flockenblume
  • Rote Lichtnelke
  • Roter Fingerhut
  • Rundblättriger Storchschnabel
  • Sand-Vergißmeinicht
  • Sanikel
  • Schattenblümchen
  • Schlangen-Knöterich
  • Schmalblättriges Wollgras
  • Schöllkraut
  • Schopf-Kreuzblümchen
  • Schwarze Platterbse
  • Schwarze Teufelskralle
  • Siebenstern
  • Silberblatt
  • Spitz-Ahorn
  • Springschaumkraut
  • Stinkender Storchschnabel
  • Straußblütige Wucherblume
  • Taumel-Kälberkropf
  • Teichrose
  • Tollkirsche
  • Tripmadam
  • Trollblume
  • Tüpfelfarn
  • Türkenbund-Lilie
  • Turmkraut
  • Vielblütige Weißwurz
  • Wald-Bingelkraut
  • Wald-Klee
  • Wald-Labkraut
  • Wald-Storchschnabel
  • Wald-Ziest
  • Weiße Pestwurz
  • Weiße Schwalbenwurz
  • Wiesen-Küchenschelle
  • Wiesen-Salbei
  • Wilde Karde
  • Wolliger Hahnenfuß
  • Zerbrechlicher Blasenfarn
  • Zimbelkraut
  • Zittergras
  • Zwerg-Filzkraut
  • Zwiebeltragende Zahnwurz
Reisebericht 2010

Zeit: 25. - 30.05. 2010

Unterkunft: Hotel in Friedrichsbrunn

Teilnehmerzahl: 8

Reiseleiter: Stefan Lilje

Der nordöstliche Harz und sein Vorland im Frühling: buntblumige Steppenheiden, Flachmoorwiesen, wildromantische Bachtäler, Klippen und Felsen mit schütterem Bewuchs und teils sehr seltenen Pflanzen, natürliche Nadelurwälder und künstliche Nadelforste, Schluchtwälder an feuchten Steilhängen, wärmeliebende Eichenwälder, dunkle Buchenwälder, würzig duftende Bergwiesen, subalpine Heiden über der Baumgrenze, Pappelbruch und aufgelassener Braunkohletagebau – eine größere Landschaftsvielfalt auf so engem Raum ist kaum anderswo denkbar! Bode- und Ilsetal, Brocken, Teufelsmauer, Harslebener Berge und Hakel - dazu die wunderschöne Altstadt Quedlinburgs - eine sehr eindrucksvolle Reise!

1. Tag Quedlinburg

Ankunft, Kennenlernen und Mittagessen im idyllisch und sehr ruhig am Waldrand gelegenen Hotel in Friedrichsbrunn mit großem Grundstück. Danach erste naturkundlichen Wanderung am Stadtrand von Quedlinburg. Zunächst Beobachtungen im auwaldartigen Stadtpark „Brühl“ an der Bode, wo sich im Bärlauchgeruch u.a. Grauschnäpper beobachten lassen. Weiter geht es über die Altenburg, wo wir bald einen ersten wunderschönen Blick über die Altstadt Quedlinburgs mit seinen Türmen und Mauern genießen können und ausgiebir dem Gesang des Baumpieper lauschen. Später gibt es weitere beeindruckende Ausblicke, auch auf den Harz mit dem Brocken und die bizarre Teufelsmauer. Die Wanderung führt uns vorbei an Sandtrockenrasen mit Zwerg-Filzkraut, Teichen und Kalkhalbtrockenrasen, auf dem wir fruchtend Frühlings-Adonisröschen neben blühendem Kleinem Mädesüß, Mönchskraut, Sommerwurz, Graslilien sowie blühenden Wiesen-Salbei entdecken. Dabei hören wir u.a. Waldlaubsänger und genießen bei unserem Abendpicknick wiederum einen mit romantischem Altstadtblick.

Schließlich Besuch der wunderschönen Altstadt Quedlinburgs mit Roland, Rathaus und Schlossberg.

Ankunft, Kennenlernen und Mittagessen im idyllisch am Waldrand gelegenen Hotel in Friedrichsbrunn mit großem, ruhigem Grundstück. Danach erste naturkundlichen Wanderung am Stadtrand von Quedlinburg. Zunächst Beobachtungen im auwaldartigen Stadtpark „Brühl“ an der Bode, wo sich im Bärlauchgeruch u.a. Grauschnäpper beobachten lassen. Weiter geht es über die Altenburg, wo wir das interessante „lebendgebärende“ Zwiebel-Rispengras finden und bald einen ersten wunderschönen Blick über die Altstadt Quedlinburgs mit seinen Türmen und Mauern genießen können, Später gibt es weitere beeindruckende Ausblicke, auch auf den Harz mit dem Brocken und die bizarre Teufelsmauer. Die Wanderung führt uns vorbei an Sandtrockenrasen mit Frühlings-Spergel und Zwerg-Filzkraut, Teichen und Kalkhalbtrockenrasen, auf dem wir fruchtend Wiesen-Küchenschellen und Frühlings-Adonisröschen neben knospenden Kleinem Mädesüß und gerade erblühender Sommerwurz sowie blühenden Wiesen-Salbei entdecken. Dabei hören wir u.a. Waldlaubsänger und beobachten bei unserem Abendpicknick – wiederum mit romantischem Altstadtblick - Neuntöter mit ihrem rotbraunen Rücken und der Augenbinde sehr gut und nah – und haben sogar das Glück, einen Wendehals auf einem Ast sitzend zu entdecken. Eine wunderschöne Beobachtung! Schließlich finden wir gar noch letzte blühende Adonisröschen. Was für schöne, leuchtende große gelbe Blüten!

2. Tag Brocken

Frühmorgendliche Fahrt durch den Hochharz mit seinen schönen Wiesen und Wäldern im Morgennebel. Dann Wanderung von Schierke durch das Eckerloch – dabei Beobachtung von Gebirgsstelze, beiden Goldhähnchenarten … - über den steilen, steinigen Eckerlochstieg zum Brocken, wo sich Baumpieper mit ihrem beeindruckenden Balzflug, Wiesenpieper und schließlich auch Ringdrosseln immer wieder singend zeigen. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt – wir haben die Brockenkuppe für uns, können die herrliche Ruhe und die Ausblick genießen. Und das Wetter ist viel besser als vorausgesagt – weder Nebel noch Regen, nein Sonnenschein! Viele besuchen die schöne Ausstellung im Brockenhaus und zeigen sich u.a. vom Film über die Lebensweise des Feuersalamanders beeindruckt – das weckt Wünsche ...

Dann Führung durch den Brockengarten mit seiner Blütenpracht mit Hochgebirgspflanzen aus aller Welt - engagiert und fachkundig von Dr. Gunter Karste, Botaniker des Nationalpark Hochharz, präsentiert. Die Brocken-Anemone, die in Deutschland nur auf der Brockenkuppe vorkommt und von den Brockengärtnern gefördert wird, steht wunderbar in Blüte. Beim Abstieg vom Brocken besuchen wir den beeindruckenden Urwaldstieg, der einen intime Einblick in die naturnahen Fichtenurwälder erlaubt und wo wir erstmals die dringend gewünschten Fichten-Kreuzschnäbel etwas besser zu Gesicht bekommen, was bald danach noch deutlich besser gelingt. Auch die Klippen des „Ahrentsklint“ mit ihrer typischen Wollsackverwitterung sind beeindruckend – wir aber wegen des einsetzenden Regens schnell wieder verlassen. Schließlich noch ein kleiner Spaziergang durch die duftenden Bergwiesen bei Elend und ins Elendstal, durch das die Kalte Bode fließt.

3. Tag Harslebener Berge, Hoppelberg, Ziegenberg

In den Harslebener Bergen begenet uns eine einmalige bunte Pflanzenvielfalt – man fühlt sich in einen botanischen Garten versetzt: Katzenpfötchen, ein ganzer Hang voller Federgras, Salbei in Farbvarianten von dunkellila über hellblau bis weiß, Kleines Mädesüß … lassen das Herz jeden Pflanzenfreunds höher schlagen, der Gesang der seltenen Sperbergrasmücke, der Heidelerche, des Baumpiepers und der Ruf des Pirol erfreuen die Ornithologen ... . Besonders überraschend: Ein Fischadler fliegt vorüber – Wo ist denn hier das nächste Gewässer?

Mittagspause im schönen Schlosspark Langenstein mit alten, teils exotischen Baumriesen - dann Wanderung an Felsen, Bach, Teich, ehemaligen Höhlenwohnungen, alter Burg und Kirschwiese zu einem wunderschönem Diptam-Bestand (noch nicht blühend), zusammen mit prachtvollem Blaurotem Steinsame. Was für eine beeindruckende Pflanze mit ihrem zitronenartigem Geruch (einzige wildlebende Pflanze in Mitteleuropa aus dem Verwandtschaftskreis der Zitrusgewächse!) - der brennende Busch aus der Bibel!

Schließlich Besuch des Ziegenberg bei Heimburg, einem Halbtrockenrasen, der auch tolle Ausblicke ins Harzvorland erlaubt und mit seinen prachtvollen Beständen des wunderschön erblühtem Stattlichem Knabenkraut, dem filigranem hellblauem und seltenem Lothringer Lein sowie schließlich sogar den faszinierenden Blüten der Fliegenragwurz mehr als begeistert!

4. Tag Helsunger Grund, Bodetal, Teufelsmauer

Pirol, Reiherente, Uferschwalben, Sumpf- und Teichrohrsänger zum Vergleich direkt nebeneinander singend, Neuntöter entdecken wir ... Ein schöner Morgenspaziergang im Helsunger Grund, der durch einsetzenden Dauerregen allerdings vorzeitig abgebrochen werden muss. Daher entschließen wir uns zu einem Besuch des ornithologischen Museums Heineanum in Halberstadt, wo die Vogelwelt des Harzes und seines Vorlands, interessante Aspekte der Biologie der Vögel sowie ein Überblick über die Vögel der Welt anschaulich vorgeführt werden. Danach scheint der Regen überstanden – auf dem Weg zum Bodetal, das wir wegen eines Bergsturzes nur im untersten Teil besuchen können, fängt es aber wieder an zu regnen. Doch die mystische Rosstrappe mit ihren tollen Ausblicken auf 250 m tiefe Felswände und lichten Eichenwäldern hat gerade mit den wabernden Nebelschwaden einen besonderen Reiz.

Bei einem Spaziergang im Bodetal von Thale aus präsentieren sich schließlich auch Wasseramseln aufs beste – zunächst ein Jungvogel, kurz darauf auch ein Altvogel in wenigen Metern Entfernung, sich putzend, Nahrung suchend …, dazu Pflanzen wie Zwiebel-Zahnwurz, Silberblatt, Christophskraut …

Schließlich faszinierender Landschaftseindruck an der sagenhaften, demnach vom Teufel selbst errichteten und von ihm teilweise wieder zertrümmerten Teufelsmauer.

5. Tag: Wiesen bei Friedrichsbrunn, Concordia-See, Bodeniederung, Hakel

Morgenspaziergang in den wunderschön bunten Wiesen bei Friedrichsbrunn, u.a. auch mit blühendem Stattlichem Knabenkraut, Trollblume, Schlangenknöterich und Quril-Weißwurz.

Landschaft im Werden: Ehemaliger Braunkohletagebau mit Sanddorngebüsch, Wasserflächen, sandigen Ufern. Nochmals werden wir von einem Bergsturz in unserem Beobachtungsdrang gebremst: Nach dem tragischen Absturz des Hangs des Concordia-Sees bei Nachterstedt mit einigen Toten im Vorjahr ist der Zugang zum Gebiet eingeschränkt. Aber auch am Rande des Gebietes gelingen Beobachtungen von Grauammer, balzenden Steinschmätzern, Mittelmeermöwen … Auf dem Weg zum Marbeschacht überraschen uns dann überschwemmte Ackerflächen mit toller Artenvielfalt: 30 Schwäne und fast ebensoviele Brandgänse mitten im Binnenland, einige Schnatterenten, Kiebitze und eine Löffelente ... . Ein Stopp an einem Kiesteich erweist sich auch als sehr lohnend: neben Reiherenten, Haubentauchern, Sumpf- und Teichrohrsängern läßt sich auch ihr größerer Verwandter, der Drosselrohrsänger, gut hören und beobachten und sogar die seltene Beutelmeise verrät sich durch ihren Ruf und wird schließlich auch gesehen. Am Marbesee dann nochmals Steinschmätzer und Schwarz- aber auch Braunkehlchen und sogar Blaukehlchen sowie brütende Sturmmöwen, auch die mitten im Binnenland.

Mittagspause am See mit Pappelbruch in der Bodeniederung mit tollen Beobachtungen von Schwarz- und Rotmilan sowie Sturmmöwen, Kormoran, Haubentaucher, Schellenten …

Schließlich Wanderung im urwüchsigen Eichen-Hainbuchenwald des Hakel, u.a. mit Mittel- und Schwarzspecht!

Der abendliche Grillabend in der Unterkunft ist ein schöner Abschluß des erlebnisreichen Tages!

6. Tag: Ilsetal

Abschluss-Wanderung auf Heinrich Heines Spuren durch das Ilsetal, direkt am von Heinrich Heine so treffend besungenen Flüsschen entlang, mit den Ilsefällen zur Plessenburg und zum Ilsestein mit abschließendem Blick auf Brocken, Ilsetal samt schönster Laubwälder und in das Harzvorland. Was für eine grandiose, wildromantische Landschaft! Die Prinzessin Ilse hält sich allerdings diesmal versteckt …

Das Wetter spielt wieder mit: Morgens in Friedrichsbrunn war es noch nebelig und kühl, jetzt kommt die Sonne heraus, so dass wir optimales Wanderwetter haben. Wasseramsel und Gebirgsstelze zeigen sich nochmals schön nah, ein Waldlaubsänger lässt sich sogar beim Singen beobachten ... Für die erhofften Feuersalamander scheint es allerdings nach den gestrigen Gewittergüssen doch schon wieder zu trocken zu sein – wir finden leider nur einen totgefahrenen …

Abschluss-Wanderung auf Heinrich Heines Spuren durch das wild-romantische Ilsetal mit den Ilsefällen zur Plessenburg und zum Ilsestein mit abschließendem Blick auf Brocken, Ilsetal samt schönster Laubwälder und in das Harzvorland. Was für eine grandiose, wildromantische Landschaft! Die Prinzessin Ilse hält sich allerdings diesmal versteckt …

Und das Wetter spielt wieder mit: Nach ergiebigen Regengüssen hört es just auf zu regnen, als wir aufbrechen. Die Feuchtigkeit sagt allerdings den Feuersalamandern zu, von denen wir gut und gerne 15 Exemplare entdecken, gebändert oder gefleckt, teils in der Ilse sitzend, Schutz unter einem Stein suchend, womöglich kurz vor dem Gebären ihrer lebenden Larven ...

Zwischendurch gar Sonnenschein, doch zum Ende der Wanderung, kurz vorm Erreichen der Autos, wieder einsetzender Regen. Auf der Rückfahrt in den Norden erlebe ich dann heftigste Regengüsse – wenn wir die während der Wanderung abbekommen hätten ...

Artenlisten
VÖGEL
  • Haubentaucher
  • Zwergtaucher
  • Kormoran
  • Graureiher
  • Weißstorch
  • Höckerschwan
  • Graugans
  • Nilgans
  • Brandgans
  • Schnatterente
  • Stockente
  • Löffelente
  • Mandarinente
  • Reiherente
  • Schellente
  • Schwarzmilan
  • Rotmilan
  • Rohrweihe
  • Sperber
  • Mäusebussard
  • Fischadler
  • Turmfalke
  • Fasan
  • Teichhuhn
  • Blässhuhn
  • Kiebitz
  • Mittelmeermöwe
  • Sturmmöwe
  • Lachmöwe
  • Haustaube
  • Ringeltaube
  • Turteltaube
  • Kuckuck
  • Mauersegler
  • Wendehals
  • Grünspecht
  • Schwarzspecht
  • Buntspecht
  • Mittelspecht
  • Heidelerche
  • Feldlerche
  • Uferschwalbe
  • Rauchschwalbe
  • Mehlschwalbe
  • Baumpieper
  • Wiesenpieper
  • Schafstelze
  • Gebirgsstelze
  • Bachstelze
  • Wasseramsel
  • Zaunkönig
  • Heckenbraunelle
  • Rotkehlchen
  • Nachtigall
  • Hausrotschwanz
  • Gartenrotschwanz
  • Braunkehlchen
  • Schwarzkehlchen
  • Blaukehlchen
  • Steinschmätzer
  • Ringdrossel
  • Amsel
  • Singdrossel
  • Misteldrossel
  • Feldschwirl
  • Teichrohrsänger
  • Drosselrohrsänger
  • Sumpfrohrsänger
  • Gelbspötter
  • Klappergrasmücke
  • Dorngrasmücke
  • Gartengrasmücke
  • Mönchsgrasmücke
  • Sperbergrasmücke
  • Waldlaubsänger
  • Zilpzalp
  • Fitis
  • Wintergoldhähnchen
  • Sommergoldhähnchen
  • Grauschnäpper
  • Trauerschnäpper
  • Schwanzmeise
  • Tannenmeise
  • Haubenmeise
  • Blaumeise
  • Kohlmeise
  • Beutelmeise
  • Kleiber
  • Waldbaumläufer
  • Gartenbaumläufer
  • Pirol
  • Neuntöter
  • Eichelhäher
  • Elster
  • Dohle
  • Rabenkrähe
  • Kolkrabe
  • Star
  • Haussperling
  • Feldsperling
  • Buchfink
  • Girlitz
  • Grünling
  • Stieglitz
  • Erlenzeisig
  • Bluthänfling
  • Fichtenkreuzschnabel
  • Gimpel
  • Goldammer
  • Rohrammer
  • Grauammer
ANDERE TIERARTEN (Auswahl)
  • Eichhörnchen
  • Reh
  • Fuchs
  • Zauneidechse
  • Fadenmolch
  • Feuersalamander
  • Wasserfrosch
  • Bachforelle
  • Rosenkäfer
PFLANZEN (Auswahl)
  • Ährige Teufelskralle
  • Alpen-Milchlattich
  • Astlose Graslilie
  • Aufrechter Ziest
  • Bärenschote
  • Bärlauch
  • Bärwurz
  • Behaarter Alant
  • Berg-Klee
  • Berg-Steinkraut
  • Berg-Ulme
  • Besen-Ginster
  • Besenrauke
  • Blauroter Steinsame
  • Blutroter Storchschnabel
  • Brennender Hahnenfuß
  • Brockenanemone
  • Christophskraut
  • Dänischer Tragant
  • Diptam
  • Echtes Mädesüß
  • Eibe
  • Eichenfarn
  • Einblütiges Perlgras
  • Einjähriger Knäuel
  • Eselsdistel
  • Federgras
  • Feld-Mannstreu
  • Finkensame
  • Fliegenragwurz
  • Frauenfarn
  • Frühlings-Adonisröschen
  • Frühlings-Platterbse
  • Frühlings-Spergel
  • Gefleckter Aronstab
  • Gegenblättriges Milzkraut
  • Gelbe Teichrose
  • Gelber Wau
  • Gemeiner Wurmfarn
  • Gemeines Katzenpfötchen
  • Gewimpertes Kreuzlabkraut
  • Gewöhnliche Akelei
  • Gewöhnliche Grasnelke
  • Gewöhnliche Zwergmispel
  • Gewöhnliches Sonnenröschen
  • Glänzender Storchschnabel
  • Golddistel
  • Gr. Zweiblatt
  • Großblütige Braunelle
  • Großes Windröschen
  • Harzer Labkraut
  • Karthäuser-Nelke
  • Kleiner Wiesenknopf
  • Kleines Mädesüß
  • Knöllchen-Steinbrech
  • Knolliger Hahnenfuß
  • Knotige Braunwurz
  • Kuckucks-Lichtnelke
  • Leberblümchen
  • Lothringer Lein
  • Mandel-Wolfsmilch
  • Mauerraute
  • Mittlerer Wegerich
  • Mönchskraut
  • Natternkopf
  • Nickendes Leimkraut
  • Ochsenzunge
  • Pfingst-Nelke
  • Pfaffenhütchen
  • Quirl-Weißwurz
  • Rote Lichtnelke
  • Roter Fingerhut
  • Rundblättriger Storchschnabel
  • Sanikel
  • Schlangen-Knöterich
  • Schmalblättriges Wollgras
  • Schuppenwurz
  • Schwedische Mehlbeere
  • Siebenstern
  • Silberblatt
  • Springschaumkraut
  • Stängellose Kratzdistel
  • Stattliches Knabenkraut
  • Stinkender Storchschnabel
  • Straußblütige Wucherblume
  • Teichrose
  • Tripmadam
  • Trollblume
  • Tüpfelfarn
  • Türkenbund-Lilie
  • Vielblütige Weißwurz
  • Wald-Klee
  • Wald-Labkraut
  • Wald-Storchschnabel
  • Weiße Pestwurz
  • Weiße Schwalbenwurz
  • Wiesen-Küchenschelle
  • Wiesen-Salbei
  • Wilde Karde
  • Wolliger Hahnenfuß
  • Zerbrechlicher Blasenfarn
  • Zimbelkraut
  • Zwerg-Filzkraut
  • Zwiebeltragende Zahnwurz
  • Zwiebel-Rispengras
Reisebericht 2009

Zeit: 24.05. - 29.05. 2009

Unterkunft: Hotel in Friedrichsbrunn

Teilnehmerzahl: 9

Reiseleiter: Stefan Lilje

Der nordöstliche Harz und sein Vorland im Frühling: buntblumige Steppenheiden, Flachmoorwiesen, wildromantische Bachtäler, Klippen und Felsen mit schütterem Bewuchs und teils sehr seltenen Pflanzen, natürliche Nadelurwälder und künstliche Nadelforste, Schluchtwälder an feuchten Steilhängen, wärmeliebende Eichenwälder, dunkle Buchenwälder, würzig duftende Bergwiesen, subalpine Heiden über der Baumgrenze, Pappelbruch und aufgelassener Braunkohletagebau – eine größere Landschaftsvielfalt auf so engem Raum ist kaum anderswo denkbar! Bode- und Ilsetal, Brocken, Teufelsmauer, Harslebener Berge und Hakel - dazu die wunderschöne Altstadt Quedlinburgs - eine sehr eindrucksvolle Reise

1. Tag: Quedlinburg

Ankunft im idyllisch am Waldrand gelegenen Hotel in Friedrichsbrunn mit großem, ruhigem Grundstück. Danach Spaziergang am Stadtrand von Quedlinburg im auwaldartigen Stadtpark „Brühl“ an der Bode, über die Altenburg zunächst mit Blick auf Quedlinburg mit seinen Türmen und Mauern, dann mit Blick auf Harz und Teufelsmauer, vorbei an Sandtrockenrasen, Teichen und Kalkhalbtrockenrasen. Dabei hören wir u.a. Trauerschnäpper, beobachten Neuntöter mit ihrem rotbraunen Rücken und der Augenbinde sehr gut und nah – und haben das Glück, nachdem wir den Wendehals zunächst in der Ferne, dann näher quäken hören haben, ihn direkt neben einem Neuntöter auf einem abgestorbenen Ast eines Kirschbaums sitzend zu entdecken. Eine wunderschöne Beobachtung! Botanisch beeindruckende Vielfalt und Schönheit, u.a. fruchtende Küchenschellen und Frühlings-Adonisröschen, blühende Astlose Graslilie, Gelbe Sommerwurz, Wiesen-Salbei und Kleines Mädesüß sowie Gras- und Karthäuser-Nelke.

2. Tag: Brocken

Frühmorgendliche Fahrt durch den Hochharz mit seinen schönen Wiesen und Wäldern im Morgennebel, Wanderung von Schierke durch das Eckerloch über den steilen, steinigen Eckerlochstieg zum Brocken, wo sich Baumpieper mit ihrem beeindruckenden Balzflug, Wiesenpieper und schließlich auch Ringdrosseln immer wieder singend zeigen. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt – wir haben die Brockenkuppe für uns, können die herrliche Ruhe und die Ausblick genießen. Dann Führung durch den Brockengarten uns der Brockengarten mit seiner Blütenpracht mit Hochgebirgspflanzen aus aller Welt - engagiert von Herrn Dr. Gunter Karste, Botaniker des Nationalpark Hochharz, präsentiert. Die Brocken-Anemone, die in Deutschland nur hier vorkommt, steht wunderbar in Blüte. Nach dem Abstieg vom Brocken durch die schönen Fichten-Moorwälder und die weniger naturnahen Fichtenforste Eisessen in Schierke noch kleiner Spaziergang durch die bunten und duftenden Bergwiesen bei Elend und ins Elendstal, durch das die Kalte Bode fließt sowie von einigen Unentwegten Spaziergang zu den Trockenrasen bei Rübeland, denen sich neben Großem Windröschen und Schwarzer Teufelskralle auch ein Schwarzstorch über dem Tal schwebend präsentiert.

3. Tag: Helsunger Grund, Harslebener Berge, Hoppelberg, Teufelsmauer

Schwarz- und Rotmilan, Rohrweihe, Reiherente, Uferschwalben, Sumpf- und Teichrohrsänger zum Vergleich direkt nebeneinander singend und schließlich sogar noch Beutelmeisen, deren kunstvolles Nest wir letztendlich entdecken... Ein schöner Morgenspaziergang im Helsunger Grund! Danach an den Harslebener Bergen eine einmalige bunte Pflanzenvielfalt – man fühlt sich in einen botanischen Garten versetzt: Rauher Alant, Astlose Graslilie, ein ganzer Hang voller Federgras, Salbei in Farbvarianten von dunkellila über hellblau bis weiß, Kleines Mädesüß … lassen das Herz jeden Pflanzenfreunds höher schlagen, der Gesang der seltenen Sperbergrasmücke und der Ruf des Pirol erfreuen die Ornithologen ... . Mittagspause im schönen Schlosspark mit alten Baumriesen - dann Wanderung an Felsen, Bach, Teich, ehemaligen Höhlenwohnungen, alter Burg und Kirschwiese zu einem wunderschön blühenden Diptam-Bestand. Was für eine beeindruckende Pflanze mit ihren großen, wunderschönen Blüten, ihrem zitronenartigem Geruch (einzige wildlebende Pflanze in Mitteleuropa aus dem Verwandtschaftskreis der Zitrusgewächse!) - der brennende Busch aus der Bibel! Schließlich faszinierender Landschaftseindruck an der sagenhaften, demnach vom Teufel selbst errichteten und von ihm teilweise wieder zertrümmerten Teufelsmauer.

4. Tag: Wiesen bei Friedrichsbrunn, Bodetal

Ein Höhepunkt – die Wanderung im Bodetal mit Aufstieg zur Rosstrappe: Felsen, Wald, wilder Bach, Blicke auf fast alpin anmutende Felswände ... . Immer wieder Gebirgsstelzen, und schließlich auch eine Wasseramsel zu beobachten, Pflanzen von Zwiebel-Zahnwurz, Platanenblättrigem Hahnenfuß bis zu Zwergmispel und Blutrotem Storchschnabel zu bewundern. Besonders eindrucksvoll: Die filigrane Schönheit und Vielfalt der Farne. Schließlich Besuch der wunderschönen Altstadt Quedlinburgs mit Roland, Rathaus und Schlossberg.

5. Tag: Concordia-See, Bodeniederung, Hakel

Direkt am Parkplatz beim Concordia-See bietet ein überschwemmter Acker Möglichkeit zu tollen Beobachtungen: Eine Wiesenschafstelze sehr nah, Brandgänse, Flussregenpfeifer, Kiebitze, Schnatterente und sogar ein Rotschenkel mitten im Binnenland zeigen sich.

Landschaft im Werden: Ehemaliger Braunkohletagebau mit Sanddorngebüsch, Wasserflächen, sandigen Ufern. Nach dem tragischen Absturz des Hangs des Concordia-Sees bei Nachterstedt mit einigen Toten im vor einigen Jahr ist der Zugang zum Gebiet eingeschränkt. Aber auch am Rande des Gebietes gelingen Beobachtungen von Bluthänflingen, balzenden und fütternden Steinschmätzern, … Ein Stopp an einem Kiesteich erweist sich auch als sehr lohnend: neben Reiherenten, Haubentauchern, Sumpf- und Teichrohrsängern lässt sich auch die Beutelmeise hören – leider bekommen wir sie nicht zu sehen …. Beim genauen Durchmustern der etwas weiter entfernten Wasservögel entdecken wir auch eine Steppenmöwe, Tafel- und Löffelente. Plötzlich fliegen alle Vögel auf … - kurz darauf entdecken wir den Störenfried – ein Seeadler im Harzvorland!…. Am Marbesee dann nochmals wunderschön Sumpfrohrsänger zu sehen und zu hören, Schwarzkehlchen zeigen sich sowie die alljährlich auf ihrem „Stammgestell“ brütenden Sturmmöwen sind zu sehen, auch hier mitten im Binnenland. Besondere Höhepunkte: nochmals eine singende Sperbergrasmücke sowie leider nur kurz und recht weit weg vorbeifliegende Bienenfresser ...

Die Mittagspause am See mit Pappelbruch wird durch Regen gestört, an der Kamplake bei Unseburg können wir direkt am Auto pausieren und bei einsetzendem Regen dorthin flüchten – Teich- und Drosselrohrsänger unterhalten uns mit ihrem Gesang … Am nächsten Gewässer entdecken wir sogar noch Schwarzhalstaucher.

Schließlich Wanderung im urwüchsigen Eichen-Hainbuchenwald des Hakel, u.a. mit Mandel-Wolfsmilch, Türkenbund-Lilie (noch nicht blühend) und Geflecktem Knabenkraut!

Der abendliche Grillabend in der Unterkunft ist ein schöner Abschluss des erlebnisreichen Tages!

Morgenspaziergang in den wunderschön bunten Wiesen bei Friedrichsbrunn, u.a. auch mit blühenden Stattlichem Knabenkraut, Trollblume, Schlangenknöterich. Landschaft im Werden: Ehemaliger Braunkohletagebau mit Sanddorngebüsch, Wasserflächen, sandigen Ufern. Beobachtungen von Grauammer, Schwarzkehlchen. und brütenden Steinschmätzern. Am Marbesee dann nochmals Steinschmätzer und Schwarz- aber auch Braunkehlchen, Flussregenpfeifer und – mitten im Binnenland – brütende Sturmmöwen und Brandgänse mit kleine Küken. Mittagspause am See mit Pappelbruch in der Bodeniederung mit tollen Beobachtungen von Schwarz- und Rotmilan sowie Sturmmöwen, Kormoran, Haubentaucher, Schellenten … An der Bode präsentiert sich dann ein Eisvogel und ein Grünspecht, gut beim „Ameisenklauben“ zu beobachten. Schließlich urwüchsiger Eichen-Hainbuchenwald des Hakel mit der Domburg und vergeblichem Versuch, den Schreiadler zu entdecken.

6. Tag: Ilsetal

Abschluss-Wanderung auf Heinrich Heines Spuren durch das Ilsetal, direkt am von Heinrich Heine so treffend besungenen Flüsschen entlang, mit den Ilsefällen zur Plessenburg und zum Ilsestein mit abschließendem Blick auf Brocken, Ilsetal samt schönster Laubwälder und in das Harzvorland. Was für eine grandiose, wildromantische Landschaft! Die Prinzessin Ilse hält sich allerdings diesmal versteckt …

Das Wetter spielt wieder mit: Morgens in Friedrichsbrunn war es noch nebelig und kühl, jetzt kommt die Sonne heraus, so dass wir optimales Wanderwetter haben. Wasseramsel und Gebirgsstelze zeigen sich nochmals schön nah, ein Waldlaubsänger lässt sich sogar beim Singen beobachten ... Für die erhofften Feuersalamander scheint es allerdings nach den gestrigen Gewittergüssen doch schon wieder zu trocken zu sein – wir finden leider nur einen totgefahrenen …

Abschluss-Wanderung auf Heinrich Heines Spuren durch das wild-romantische Ilsetal mit den Ilsefällen zur Plessenburg und zum Ilsestein mit abschließendem Blick auf Brocken, Ilsetal samt schönster Laubwälder und in das Harzvorland. Was für eine grandiose, wildromantische Landschaft!

Artenlisten
Vögel (101 Arten)

  • Haubentaucher
  • Kormoran
  • Graureiher
  • Schwarzstorch
  • Höckerschwan
  • Brandgans
  • Stockente
  • Reiherente
  • Schellente
  • Schwarzmilan
  • Rotmilan
  • Rohrweihe
  • Mäusebussard
  • Turmfalke
  • Wanderfalke
  • Fasan
  • Blässhuhn
  • Flussregenpfeifer
  • Sturmmöwe
  • Silbermöwe
  • Lachmöwe
  • Straßentaube
  • Hohltaube
  • Ringeltaube
  • Türkentaube
  • Kuckuck
  • Mauersegler
  • Wendehals
  • Grauspecht
  • Grünspecht
  • Schwarzspecht
  • Buntspecht
  • Eisvogel
  • Feldlerche
  • Uferschwalbe
  • Rauchschwalbe
  • Mehlschwalbe
  • Baumpieper
  • Wiesenpieper
  • Schafstelze
  • Gebirgsstelze
  • Bachstelze
  • Wasseramsel
  • Zaunkönig
  • Heckenbraunelle
  • Rotkehlchen
  • Nachtigall
  • Hausrotschwanz
  • Gartenrotschwanz
  • Braunkehlchen
  • Schwarzkehlchen
  • Steinschmätzer
  • Ringdrossel
  • Amsel
  • Singdrossel
  • Misteldrossel
  • Feldschwirl
  • Teichrohrsänger
  • Sumpfrohrsänger
  • Gelbspötter
  • Klappergrasmücke
  • Dorngrasmücke
  • Gartengrasmücke

Mönchsgrasmücke

  • Sperbergrasmücke
  • Waldlaubsänger
  • Zilpzalp
  • Fitis
  • Wintergoldhähnchen
  • Sommergoldhähnchen
  • Grauschnäpper
  • Trauerschnäpper
  • Beutelmeise
  • Schwanzmeise
  • Tannenmeise
  • Haubenmeise
  • Sumpfmeise
  • Blaumeise
  • Kohlmeise
  • Kleiber
  • Gartenbaumläufer
  • Waldbaumläufer
  • Pirol
  • Neuntöter
  • Eichelhäher
  • Elster
  • Rabenkrähe
  • Kolkrabe
  • Star
  • Haussperling
  • Feldsperling
  • Buchfink
  • Girlitz
  • Grünling
  • Stieglitz
  • Erlenzeisig
  • Bluthänfling
  • Gimpel
  • Kernbeisser
  • Goldammer
  • Rohrammer
  • Grauammer
Weitere Tierarten (Auswahl)
  • Vierfleck
  • Schwalbenschwanz
  • Distelfalter
  • Baumweißling
  • Mohrenfalter
  • Aurorafalter
  • Maikäfer
  • Rosenkäfer
  • Wasserfrosch
  • Fadenmolch
  • Blindschleiche
  • Eichhörnchen
  • Reh
Pflanzen (Auswahl)
  • Ährige Teufelskralle
  • Alpen-Milchlattich
  • Astlose Graslilie
  • Aufrechter Zienst
  • Bärenschote
  • Bärlauch
  • Bärwurz
  • Bayrisches Leinblatt
  • Behaarter Alant
  • Berg-Klee
  • Berg-Steinkraut
  • Besen-Ginster
  • Blauroter Steinsame
  • Blutroter Storchschnabel
  • Braunstiliger Streifenfarn
  • Breitblättriger Dornfarn
  • Brennender Hahnenfuß
  • Brockenanemone
  • Dänischer Tragant
  • Diptam
  • Dorniger Schildfarn
  • Echter Ziest
  • Echtes Mädesüß
  • Eibe
  • Eichenfarn
  • Einblütiges Perlgras
  • Einjähriger Knäuel
  • Eselsdistel
  • Esparsette
  • Federgras
  • Feld-Mannstreu
  • Feld-Rittersporn
  • Frühlings-Adonisröschen
  • Gefleckter Aronstab
  • Gelbe Teichrose
  • Gelber Wau
  • Gemeiner Wurmfarn
  • Gewöhnliche Akelei
  • Gewöhnliche Grasnelke
  • Gewöhnliche Zwergmispel
  • Gewöhnliches Leinkraut
  • Gewöhnliches Sonnenröschen
  • Glänzender Storchschnabel
  • Golddistel
  • Großblütige Braunelle
  • Großes Windröschen
  • Harzer Labkraut
  • Kamm-Wachtelweizen
  • Karthäuser-Nelke
  • Kleiner Wiesenknopf
  • Kleines Mädesüß
  • Knöllchen-Steinbrech
  • Knotige Braunwurz
  • Kuckucks-Lichtnelke
  • Leberblümchen
  • Mauerraute
  • Mehlige Köniskerze
  • Mittlerer Wegerich
  • Natternkopf
  • Nestwurz
  • Nickende Distel
  • Nickendes Leimkraut
  • Orangerotes Habichtskraut
  • Pechnelke
  • Pfirsichblättrige Glockenblume
  • Platanenblättriger Hahnenfuß
  • Purgier-Lein
  • Rainkohl
  • Rote Lichtnelke
  • Roter Fingerhut
  • Sanikel
  • Schlangen-Knöterich
  • Schmalblättriges Wollgras
  • Schwarze Teufelskralle
  • Siebenstern
  • Silberblatt
  • Springschaumkraut
  • Stängellose Kratzdistel
  • Stattliches Knabenkraut
  • Steinquendel
  • Straußblütige Wucherblume
  • Sumpf-Storchschnabel
  • Teichrose
  • Tollkirsche
  • Tripmadam
  • Tüpfelfarn
  • Türkenbund-Lilie
  • Violette Schwarzwurzel
  • Wald-Klee
  • Wald-Storchschnabel
  • Wald-Wachtelweizen
  • Wechselblättriges Milzkraut
  • Weisen-Salbei
  • Weiße Schwalbenwurz
  • Weißes Waldvögelein
  • Wiesen-Salbei
  • Wiesen-Storchschnabel
  • Wiesen-Wachtelweizen
  • Wilde Karde
  • Wirbeldost
  • Wolliger Hahnenfuß
  • Wündklee
  • Zerbrechlicher Blasenfarn
  • Zwerg-Filzkraut
  • Zwiebeltragende Zahnwurz
  • Zimbelkraut
Reisebericht 2008

Ostharz mit Vorland - Beeindruckende Landschaftvielfalt, seltene Vögel, schöne Blumen 2008

Zeit: 09.-13.06. 2008

Unterkunft: Hotel in Friedrichsbrunn

Teilnehmerzahl: 15

Reiseleiter: Stefan Lilje

Der nordöstliche Harz und sein Vorland im Juni: buntblumige Steppenheiden, Flachmoorwiesen, wildromantische Bachtäler, Klippen und Felsen mit schütterem Bewuchs und teils sehr seltenen Pflanzen, natürliche Nadelurwälder und künstliche Nadelforste, Schluchtwälder an feuchten Steilhängen, wärmeliebende Eichenwälder, dunkle Buchenwälder, würzig duftende Bergwiesen, subalpine Heiden über der Baumgrenze, Pappelbruch und aufgelassener Braunkohletagebau – eine größere Landschaftsvielfalt auf so engem Raum ist kaum anderswo denkbar! Bode- und Ilsetal, Brocken, Teufelsmauer, Harslebener Berge und Hakel - dazu die wunderschöne Altstadt Quedlinburgs - eine sehr eindrucksvolle Reise

1. Tag Quedlinburg

Ankunft, Kennenlernen und Mittagessen im idyllisch und sehr ruhig am Waldrand gelegenen Hotel in Friedrichsbrunn mit großem Grundstück. Danach erste naturkundlichen Wanderung am Stadtrand von Quedlinburg. Zunächst Beobachtungen im auwaldartigen Stadtpark „Brühl“ an der Bode, wo sich im Bärlauchgeruch u.a. Grauschnäpper beobachten lassen. Weiter geht es über die Altenburg, wo wir bald einen ersten wunderschönen Blick über die Altstadt Quedlinburgs mit seinen Türmen und Mauern genießen können und ausgiebir dem Gesang des Baumpieper lauschen. Später gibt es weitere beeindruckende Ausblicke, auch auf den Harz mit dem Brocken und die bizarre Teufelsmauer. Die Wanderung führt uns vorbei an Sandtrockenrasen mit Zwerg-Filzkraut, Teichen und Kalkhalbtrockenrasen, auf dem wir fruchtend Frühlings-Adonisröschen neben blühendem Kleinem Mädesüß, Mönchskraut, Sommerwurz, Graslilien sowie blühenden Wiesen-Salbei entdecken. Dabei hören wir u.a. Waldlaubsänger und genießen bei unserem Abendpicknick wiederum einen mit romantischem Altstadtblick.

Schließlich Besuch der wunderschönen Altstadt Quedlinburgs mit Roland, Rathaus und Schlossberg.

Ankunft im idyllisch am Waldrand gelegenen Hotel in Friedrichsbrunn mit großem, ruhigem Grundstück. Danach Spaziergang am Stadtrand von Quedlinburg im auwaldartigen Stadtpark „Brühl“ an der Bode, über die Altenburg zunächst mit Blick auf Quedlinburg mit seinen Türmen und Mauern, dann mit Blick auf Harz und Teufelsmauer. vorbei an Sandtrockenrasen, Teichen und Kalkhalbtrockenrasen vorbei. Dabei hören u.a. wir Grauspecht und Gartenrotschwanz, beobachten Schwanzmeisen und den „Vogel des Tages“: mehrmals sehen und hören wir schöne Neuntöter mit ihrem rotbraunen Rücken und der Augenbinde sehr gut und nah. Botanisch beeindruckende Vielfalt und Schönheit, u.a. fruchtende Küchenschellen und Frühlings-Adonisröschen, blühende Astlose Graslilie, Wiesen-Salbei und Kleines Mädesüß sowie Gras- und Karthäuser-Nelke. Schließlich Besuch der wunderschönen Altstadt Quedlinburgs mit Roland, Rathaus und Schlossberg.

2. Tag Brocken

Frühmorgendliche Fahrt durch den Hochharz mit seinen schönen Wiesen und Wäldern im Morgennebel. Dann Wanderung von Schierke durch das Eckerloch – dabei Beobachtung von Gebirgsstelze, beiden Goldhähnchenarten … - über den steilen, steinigen Eckerlochstieg zum Brocken, wo sich Baumpieper mit ihrem beeindruckenden Balzflug, Wiesenpieper und schließlich auch Ringdrosseln immer wieder singend zeigen. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt – wir haben die Brockenkuppe für uns, können die herrliche Ruhe und die Ausblick genießen. Und das Wetter ist viel besser als vorausgesagt – weder Nebel noch Regen, nein Sonnenschein! Viele besuchen die schöne Ausstellung im Brockenhaus und zeigen sich u.a. vom Film über die Lebensweise des Feuersalamanders beeindruckt – das weckt Wünsche ...

Dann Führung durch den Brockengarten mit seiner Blütenpracht mit Hochgebirgspflanzen aus aller Welt - engagiert und fachkundig von Dr. Gunter Karste, Botaniker des Nationalpark Hochharz, präsentiert. Die Brocken-Anemone, die in Deutschland nur auf der Brockenkuppe vorkommt und von den Brockengärtnern gefördert wird, steht wunderbar in Blüte. Beim Abstieg vom Brocken besuchen wir den beeindruckenden Urwaldstieg, der einen intime Einblick in die naturnahen Fichtenurwälder erlaubt und wo wir erstmals die dringend gewünschten Fichten-Kreuzschnäbel etwas besser zu Gesicht bekommen, was bald danach noch deutlich besser gelingt. Auch die Klippen des „Ahrentsklint“ mit ihrer typischen Wollsackverwitterung sind beeindruckend – wir aber wegen des einsetzenden Regens schnell wieder verlassen. Schließlich noch ein kleiner Spaziergang durch die duftenden Bergwiesen bei Elend und ins Elendstal, durch das die Kalte Bode fließt.

Frühmorgendliche Fahrt durch den Hochharz mit seinen schönen Wiesen und Wäldern, Wanderung von Schierke durch das Eckerloch über den steilen, steinigen Eckerlochstieg zum Brocken, wo sich Baumpieper mit ihrem beeindruckenden Balzflug („Vogel des Tages“), Wiesenpieper und auch Ringdrosseln zeigen, uns der Brockengarten mit seiner Blütenpracht mit Hochgebirgspflanzen aus aller Welt engagiert von Herrn Dr. Gunter Karste, Botaniker des Nationalpark Hochharz, präsentiert wird und auch die Brocken-Anemone gerade noch blühend zu erleben ist. Nach dem Abstieg vom Brocken durch die schönen Fichten-Moorwälder und die weniger naturnahen Fichtenforste Eisessen in Elend (dabei Beobachtung von Stieglitzen ganz lange und nah!) noch kleiner Spaziergang durch die bunten und duftenden Bergwiesen bei Elend und ins Elendstal, durch das die Kalte Bode fließt.

3. Tag Helsunger Grund, Harslebener Berge, Hoppelberg, Teufelsmauer

Schwarz- und Rotmilan nah und gut zu vergleichen, Rohrweihe, Reiherente, Uferschwalben, Sumpf- und Teichrohrsänger sowie Gelbspötter zum Vergleich direkt nebeneinander singend und schließlich sogar noch ein singender Schlagschwirl ... Beeindruckend auch die Libellenvielfalt: Adonislibellen, Blaupfeil, Königslibelle und sogar Prachtlibellen schwirren wie fliegende Edelsteine vorbei. Ein schöner Morgenspaziergang im Helsunger Grund! Danach an den Harslebener Bergen eine einmalige bunte Pflanzenvielfalt – man fühlt sich in einen botanischen Garten versetzt: Waldhyazinthen, Rauher Alant, Astlose Graslilie, ein ganzer Hang voller Federgras, Salbei in Farbvarianten von dunkellila über hellblau bis weiß, Berg-Klee und sogar Bienen-Ragwurz lassen das Herz jeden Pflanzenfreunds höher schlagen ... . Mittagspause im schönen Schlosspark mit alten Baumriesen - dann Wanderung an Felsen, Bach, Teich, ehemaligen Höhlenwohnungen, alter Burg und Kirschwiese Kirschen zu einem wunderschön blühenden Diptam-Bestand. Schließlich faszinierender Landschaftseindruck an der sagenhaften, demnach vom Teufel selbst errichteten und von ihm teilweise wieder zertrümmerten Teufelsmauer – und auf der Wiese davor zwei Schreiadler bei der Nahrungssuche!

4. Tag Wiesen bei Friedrichsbrunn, Bodetal

Morgenspaziergang in den wunderschön bunten Wiesen bei Friedrichsbrunn, u.a. auch mit blühenden Stattlichem Knabenkraut, Schlangenknöterich. Ein Höhepunkt – die Wanderung im Bodetal mit Aufstieg zur Rosstrappe: Felsen, Wald, wilder Bach, Blicke auf fast alpin anmutende Felswände ... . Immer wieder Gebirgsstelzen, ab und an auch Wasseramseln zu beobachten, Pflanzen von Zwiebel-Zahnwurz, Platanenblättrigem Hahnenfuß bis zu Zwergmispel und Blutrotem Storchschnabel zu bewundern. Besonders eindrucksvoll: Die filigrane Schönheit und Vielfalt der Farne.

5. Tag: Concordia-See, Bodeniederung, Hakel

Direkt am Parkplatz beim Concordia-See bietet ein überschwemmter Acker Möglichkeit zu tollen Beobachtungen: Eine Wiesenschafstelze sehr nah, Brandgänse, Flussregenpfeifer, Kiebitze, Schnatterente und sogar ein Rotschenkel mitten im Binnenland zeigen sich.

Landschaft im Werden: Ehemaliger Braunkohletagebau mit Sanddorngebüsch, Wasserflächen, sandigen Ufern. Nach dem tragischen Absturz des Hangs des Concordia-Sees bei Nachterstedt mit einigen Toten im vor einigen Jahr ist der Zugang zum Gebiet eingeschränkt. Aber auch am Rande des Gebietes gelingen Beobachtungen von Bluthänflingen, balzenden und fütternden Steinschmätzern, … Ein Stopp an einem Kiesteich erweist sich auch als sehr lohnend: neben Reiherenten, Haubentauchern, Sumpf- und Teichrohrsängern lässt sich auch die Beutelmeise hören – leider bekommen wir sie nicht zu sehen …. Beim genauen Durchmustern der etwas weiter entfernten Wasservögel entdecken wir auch eine Steppenmöwe, Tafel- und Löffelente. Plötzlich fliegen alle Vögel auf … - kurz darauf entdecken wir den Störenfried – ein Seeadler im Harzvorland!…. Am Marbesee dann nochmals wunderschön Sumpfrohrsänger zu sehen und zu hören, Schwarzkehlchen zeigen sich sowie die alljährlich auf ihrem „Stammgestell“ brütenden Sturmmöwen sind zu sehen, auch hier mitten im Binnenland. Besondere Höhepunkte: nochmals eine singende Sperbergrasmücke sowie leider nur kurz und recht weit weg vorbeifliegende Bienenfresser ...

Die Mittagspause am See mit Pappelbruch wird durch Regen gestört, an der Kamplake bei Unseburg können wir direkt am Auto pausieren und bei einsetzendem Regen dorthin flüchten – Teich- und Drosselrohrsänger unterhalten uns mit ihrem Gesang … Am nächsten Gewässer entdecken wir sogar noch Schwarzhalstaucher.

Schließlich Wanderung im urwüchsigen Eichen-Hainbuchenwald des Hakel, u.a. mit Mandel-Wolfsmilch, Türkenbund-Lilie (noch nicht blühend) und Geflecktem Knabenkraut!

Der abendliche Grillabend in der Unterkunft ist ein schöner Abschluss des erlebnisreichen Tages!

Landschaft im Werden: Ehemaliger Braunkohletagebau mit Sanddorngebüsch, Wasserflächen, sandigen Ufern. Beobachtungen von Flussregenpfeifern (sehr nah!), Rothalstauchern, Grauammern, Schwarzkehlchen. Sehr beeindruckend: Junge noch etwas unbedarfte Steinschmätzer, nur wenige Meter entfernt – etwas weiter weg die offensichtlich besorgten Eltern, teilweise mit Gesang und Balzflug und schließlich auch noch ein singendes Blaukehlchen! Gemütliche Mittagspause am See mit Pappelbruch in der Bodeniederung mit tollen Beobachtungen von Schwarz- und Rotmilan und Hohltaube - frei sitzend - sowie Sturmmöwen, Kormoran, Haubentaucher, Schellenten ... Schließlich urwüchsiger Eichen-Hainbuchenwald des Hakel u.a. mit Geflecktem Knabenkraut.

6. Tag: Ilsetal

Abschluss-Wanderung auf Heinrich Heines Spuren durch das Ilsetal, direkt am von Heinrich Heine so treffend besungenen Flüsschen entlang, mit den Ilsefällen zur Plessenburg und zum Ilsestein mit abschließendem Blick auf Brocken, Ilsetal samt schönster Laubwälder und in das Harzvorland. Was für eine grandiose, wildromantische Landschaft! Die Prinzessin Ilse hält sich allerdings diesmal versteckt …

Das Wetter spielt wieder mit: Morgens in Friedrichsbrunn war es noch nebelig und kühl, jetzt kommt die Sonne heraus, so dass wir optimales Wanderwetter haben. Wasseramsel und Gebirgsstelze zeigen sich nochmals schön nah, ein Waldlaubsänger lässt sich sogar beim Singen beobachten ... Für die erhofften Feuersalamander scheint es allerdings nach den gestrigen Gewittergüssen doch schon wieder zu trocken zu sein – wir finden leider nur einen totgefahrenen …

Abschluss-Wanderung auf Heinrich Heines Spuren durch das wild-romantische Ilsetal mit den Ilsefällen zur Plessenburg und zum Ilsestein mit abschließendem Blick auf Brocken, Ilsetal samt schönster Laubwälder und in das Harzvorland. Schließlich werden sogar noch Feuersalamander entdeckt!

Artenlisten
Vögel (102 Arten)

  • Haubentaucher
  • Rothalstaucher
  • Kormoran
  • Graureiher
  • Weißstorch
  • Höckerschwan
  • Nilgans
  • Stockente
  • Reiherente
  • Schellente
  • Schwarzmilan
  • Rotmilan
  • Rohrweihe
  • Mäusebussard
  • Schreiadler
  • Turmfalke
  • Fasan
  • Blässhuhn
  • Flussregenpfeiffer
  • Kiebitz
  • Sturmmöwe
  • Lachmöwe
  • Haustaube
  • Hohltaube
  • Ringeltaube
  • Türkentaube
  • Turteltaube
  • Kuckuck
  • Mauersegler
  • Grauspecht
  • Grünspecht
  • Schwarzspecht
  • Buntspecht
  • Heidelerche
  • Feldlerche
  • Uferschwalbe
  • Rauchschwalbe
  • Mehlschwalbe
  • Baumpieper
  • Wiesenpieper
  • Gebirgsstelze
  • Bachstelze
  • Wasseramsel
  • Zaunkönig
  • Heckenbraunelle
  • Rotkehlchen
  • Blaukehlchen
  • Nachtigall
  • Hausrotschwanz
  • Gartenrotschwanz
  • Schwarzkehlchen
  • Steinschmätzer
  • Ringdrossel
  • Amsel
  • Singdrossel
  • Misteldrossel
  • Schlagschwirl
  • Teichrohrsänger
  • Sumpfrohrsänger
  • Gelbspötter
  • Klappergrasmücke
  • Dorngrasmücke
  • Gartengrasmücke
  • Mönchsgrasmücke
  • Waldlaubsänger
  • Zilpzalp
  • Fitis
  • Wintergoldhähnchen
  • Sommergoldhähnchen
  • Grauschnäpper
  • Trauerschnäpper
  • Schwanzmeise
  • Tannenmeise
  • Haubenmeise
  • Sumpfmeise
  • Blaumeise
  • Kohlmeise
  • Kleiber
  • Gartenbaumläufer
  • Pirol
  • Neuntöter
  • Eichelhäher
  • Elster
  • Tannenhäher
  • Rabenkrähe
  • Saatkrähe
  • Kolkrabe
  • Star
  • Haussperling
  • Feldsperling
  • Buchfink
  • Erlenzeisig
  • Girlitz
  • Grünling
  • Stieglitz
  • Erlenzeisig
  • Bluthänfling
  • Gimpel
  • Kernbeisser
  • Goldammer
  • Rohrammer
  • Grauammer
Weitere Tierarten (Auswahl)
  • Weißfleckwidderchen
  • Gebänderte Prachtlibelle
  • Pechlibelle
  • Frühe Adonislibelle
  • Königslibelle
  • Blaupfeil
  • Plattbauch
  • Rosenkäfer
  • Feuersalamander
  • Fadenmolch
  • Fuchs
  • Wildkatze (tot, Verkehrsopfer)
Pflanzen (Auswahl)
  • Odermennig Agrimonia eupatoria
  • Bärlauch Allium ursinmum
  • Astlose Graslilie Anthericum liliago
  • Gewöhnliche Akelei Aquilegia vulgaris
  • Gewöhniche Grasnelke Armeria maritima
  • Gefleckter Aronstab Arum maculatum
  • Hügel-Meier Asperula cynanchica

Mauerraute Asplenium ruta-muraria

  • Bärenschote Astragalus glyciphyllos
  • Tollkirsche Atropa belladonna
  • Steinquendel Calamintha acinos
  • Wirbeldost Calamintha clinopodium
  • Pfirsichblättrige Glockenblume Campanula persicifolia
  • Zwiebeltragende Zahnwurz Cardamine bulbifera
  • Springschaumkraut Cardamine impatiens
  • Nickende Distel Carduus nutans
  • Golddistel Carlina acanthifolia
  • Skabiosen-Flockenblume Centaurea scabiosa
  • Echtes Tausendgüldenkraut Centaurium erythraea
  • Straußblütige Wucherblume Chrysanthemum corymbosum
  • Wechselblättriges Milzkraut Chrysosplenium alternifolium
  • Alpen-Milchlattich Cicerbitia alpina
  • Stängellose Kratzdistel Cirsium acaule
  • Feld-Rittersporn Consolida regalis
  • Gewöhnliche Zwergmispel Cotoneaster integerrimus
  • Zerbrechlicher Blasenfarn Cystopteris fragilis
  • Geflecktes Knabenkraut Dactylorhiza maculata
  • Karthäuser-Nelke Dianthus carthusianorum
  • Diptam Dictamnus albus
  • Wilde Karde Dipsacus fullonum
  • Roter Fingerhut Digitalis purpurea
  • Breitblättriger Dornfarn Dryopteris dilatata
  • Gemeiner Wurmfarn Dryopteris filix-mas
  • Natternkopf Echium vulgare
  • Schmalblättriges Wollgras Eriophorum angustifolium
  • Feld-Mannstreu Eryngium campestre
  • Zwerg-Filzkraut Filago minima
  • Echtes Mädesüß Filipendula ulmaria
  • Kleines Mädesüß Filipendula vulgaris
  • Harzer Labkraut Galium harcynicum
  • Echtes Labkraut Galium verum
  • Wiesen-Storchschnabel Geranium pratense
  • Blutroter Storchschnabel Geranium sanguineum
  • Sumpf-Storchschnabel Geranium palustre
  • Wald-Storchschnabel Geranium silvaticum
  • Eichenfarn Gymnocarpium dryopteris
  • Gewöhnliches Sonnenröschen Helianthemum nummularium
  • Leberblümchen Hepatica nobilis
  • Orangerotes Habichtskraut Hieracium aurantiacum
  • Behaarter Alant Inula hirta
  • Berg-Sandglöckchen Jasione montana
  • Blauer Lattich Lactuca perennis
  • Rainkohl Lapsana communis
  • Türkenbund-Lilie Lilium martagon
  • Zymbelkraut Linaria cymbalaria
  • Gewöhnliches Leinkraut Linaria vulgaris
  • Purgier-Lein Linum carthaticum
  • Blauroter Steinsame Lithospermum purpurocaeruleum
  • Kuckucks-Lichtnelke Lychnis flos-cuculi
  • Acker-Wachtelweizen Melampyrum arvense
  • Kamm-Wachtelweizen Melampyrum christata
  • Wiesen-Wachtelweizen Melampyrum pratense
  • Wald-Wachtelweizen Melampyrum sylvaticum
  • Einblütiges Perlgras Melica uniflora
  • Bärwurz Meum athamanticum
  • Gelbe Teichrose Nuphar lutea
  • Esparsette Onobrychis viceafolia
  • Eselsdistel Onorpodum acanthium
  • Bienenragwurz Ophrys apifera
  • Stattliches Knabenkraut Orchis mascula
  • Ährige Teufelskralle Phyteuma spicatum
  • Mittlerer Wegerich Plantago media
  • Weiße Waldhyazinthe Platanthera bifolia
  • Schlangen-Knöterich Polygonum bistorta
  • Tüpfelfarn Polypodium vulgare
  • Großblütige Braunelle Prunella grandiflora
  • Brockenanemone Pulsatilla alba
  • Wolliger Hahnenfuß Ranunculus lanuginosus
  • Platanenblättriger Hahnenfuß Ranunculus platanifolius
  • Gelber Wau Reseda lutea
  • Wiesen-Salbei Salvia pratensis
  • Kleiner Wiesenknopf Sanguisorba minor
  • Sanikel Sanicula europaea
  • Gelbe Skabiose Scabiosa ochroleuca
  • Einjähriger Knäuel Scleranthus annuus
  • Knotige Braunwurz Scrophularia nodosa
  • Sumpf-Helmkraut Scutellaria galericulata
  • Tripmadam Sedum rupestre
  • Rote Lichtnelke Silene dioica
  • Aufgeblasenes Leimkraut Silene vulgaris
  • Elsbeere Sorbus torminalis
  • Echter Ziest Stachys officinalis
  • Aufrechter Zienst Stachys recta
  • Federgras Stipa pennata agg.
  • Eibe Taxus baccata
  • Bayrisches Leinblatt Thesium bavarum
  • Siebenstern Trientalis europaea
  • Wald-Klee Trifolium alpestre
  • Berg-Klee Trifolium montanum
  • Mehlige Köniskerze Verbascum lychnitis
  • Schwarze Königskerze Verbascum nigrum
  • Wald-Wicke Vicia silvatica