Adler und Spechte, Bär und Luchs (8 Tage/ 7 Nächte)
Alpine Steilwände erheben sich über unberührten Wiesen. Gebirgsbäche brechen mit dramatischen Wasserfällen durch die Felsen. Anderorts bestimmen skurril geformte Dolomitformationen das Bild. So vielgestaltig wie die Landschaft ist auch die Pflanzen- und Tierwelt im Nationalpark Mala Fatra. Dieser westlichste Naturpark des Karpatenbogens zeichnet sich durch eine besonders große Vielfalt geologischer, geomorphologischer und damit kleinklimatischer Bedingungen aus. Weitgehend frei von menschlichen Eingriffen konnten somit außerordentlich vielfältige Lebensräumen entstehen. In diesem Gebiet findet sich die höchste Ökodiversität der Slowakei; es kommen hier praktisch alle Wirbeltierarten dieser Klimazone vor. Das geologisch vielgestaltige Gebirge Mala Fatra beherbergt 1100 Pflanzenarten - davon 22, die nur in den Karparten heimisch sind und 169, die sich auf der Roten Liste der am meisten gefährdeten Arten befinden. Ein sehr erfreuliches Bild zeigt die Vogelwelt mit reichen Brutbeständen seltener Arten wie Steinadler, Schreiadler, Wanderfalke, Habichtskauz, Sperlingskaus, Schwarzstorch, Dreizehenspecht, Weißrückenspecht, Wendehals, Halsbandschnäpper, Zwergschnäpper, Sperbergrasmücke, Waldschnepfe oder Wachtelkönig. Auch die 3 Rauhfußhuhnarten Auer-, Birk- und Haselhuhn finden in den naturnahen Wäldern noch geeignete Lebensräume. Besonders bemerkenswert ist auch das Vorkommen der Hauptpredatoren wie Wolf, Bär und Luchs.
In den slowakischen Karpaten
1. Tag: Anreise
Im Laufe des Nachmittages (ca. 15 Uhr) erwarten wir Sie in der Pension Muran, direkt im Nationalpark Mala Fatra, der zu den landschaftlich beeindruckendsten Gegenden der Slowakei zählt. Das wunderschön am Dorfrand gelegene Haus hat nett eingerichtete Zimmer. Von der Terrasse aus kann man direkt einen Steinadlerhorst beobachten, am Berghang gegenüber sieht man Braunbären zusammen mit kapitalen Rothirschen und von den hinter der Pension liegenden Naturwiesen sind die Rufe des Wachtelkönigs zu hören. Eine Traumlage für Naturfreunde! Nachdem Sie Ihre Zimmer bezogen haben, werden wir bei einem gemeinsamen Abendessen die Touren der nächsten Tage besprechen. Anschließend unternehmen wir eine Abendwanderung in die unmittelbare Umgebung.
2. Tag: Schluchten, Klammen und Wasserfälle
Unsere erste Wanderung führt uns durch die Schlucht Diery - ein grandioses, von Karstformen geprägtes Gebiet mit Canyons, Klammen und Wasserfällen. An den steilen Wänden der Schlucht brüten Uhus, Wanderfalken, Kolkraben und Mauerläufer, in unmittelbarer Nähe der Wildbäche gibt es Wasseramseln und Gebirgsstelzen. Neben zahlreichen Vogelarten sind hier auch etliche botanische Seltenheiten heimisch, wie zum Beispiel das Gemeine Fettkraut, das Läusekraut, das Zweiblütige Veilchen, der Stängellose Enzian, Weißwurzarten und verschiedene Orchideen wie die Zweiblättrige Waldhyazinthe, das Große Zweiblatt oder die Korallenwurz. In abgeschlossenen Schluchten entwickelt das wilde Silberblatt im Schutz von Felswänden und Baumkronen zu seiner Blütezeit wahre Duftwolken. Am Abend werden wir mit einer einheimischen Spezialität, dem Slowakischen Kesselgulasch, verköstigt.
3. Tag: Im Revier der Steinadler
Den heutigen Tag widmen wir der Beobachtung des Steinadlers. Wahrscheinlich haben die Jungvögel den Horst zu dieser Zeit des Jahres schon verlassen, kreisen aber immer noch in der Nähe des elterlichen Nestes. Über wunderschöne Naturwiesen mit diversen Orchideenarten, Karthäuser Nelken, Glockenblumen und Dach-Hauswurz - immer wieder begleitet von Wachtelkönig, Neuntöter, Braun- und Schwarzkehlchen - steigen wir zu den Mittagsfelsen auf. Bei dieser Tour wird Ihr Reiseleiter Vlado Trulik von Nationalparkranger und Wildbiologe Milos Majda unterstützt, der sich um 20 Adlerhorste kümmert und die Fauna von Mala Fatra wie kein Zweiter kennt. Am Abend schauen wir uns seine einmaligen Filmaufnahmen aller möglichen Tierarten, vor allem aber die des Adlers, an. Zum Abendessen werden Sie das slowakische Nationalgericht “Haluschky“ kennen lernen (Kartoffelspätzle mit Schafskäse und Speckgrieben), bevor wir uns im Anschluss noch zu einer Schnapsprobe zusammenfinden.
4. Tag: Räuberweg und Falkenberg
Am vierten Tag werden wir den Räuberweg und den Falkenberg (Sokolie, 1170m) besteigen. Nach dem sehr steilen Aufstieg wird man mit einer wunderschönen Aussicht belohnt. Vorbei an der ,,Male noclahy“ - der Stelle, wo sich der Nationalheld Juraj Janosik (der slowakische Robin Hood) vor seinen Verfolgern versteckt hat – gelangen wir zu skurril geformten Felsen, die teilweise äußerst kunstvolle Skulpturen bilden. Hier gedeihen Alpenastern, Fetthennen sowie Steinbrechgewächse. Unter den alten Kieferbeständen blühen Stendelwurz und das Rote Waldvögelein. Kolkraben und - wie schon der Name des Berges verrät - außergewöhnlich viele Falken wie Wander-, Turm- und Baumfalke finden hier ausreichend Brutstätten. Zum Mittag braten wir spezielle Würste am Haselnussspieß. Abends werden wir einheimische Käsesorten und Wein probieren.
5. Tag: Bergwälder- reich an botanischen und ornithologischen Höhepunkten
Die heutige Tour startet im Seitental Vyhnana. Wir werden den Wildbach Biely über eine Strecke von 3 km begleiten; hier können wir auch mit einer Begegnung mit Schwarzstörchen rechnen. Später betreten wir einen echten Karpaten-Wald mit Buchen-, Fichten- und Tannen-Gesellschaften; im Unterholz finden wir Eiben sowie die trotz schwieriger Lichtverhältnisse blühende chlorophyllfreie Vogelnestwurz und den Fichtenspargel. Zudem gibt es hier Brutstellen von Habichtskauz und Sperlingskauz.
Dreizehen-, Weisrücken-, Schwarz-, Grau-, Grün- und Buntspecht kommen hier alle vor - allerdings sind sie um diese Jahreszeit schwierig zu entdecken. Trauerschnäpper, Halsbandschnäpper, Tannenhäher und Ringdrossel sidn weitere Besonderheiten der Avifauna. Den Aufstieg durch den Wald beenden wir im Pas Medziholie, zwischen den beiden großen Brüdern Rozsutec (1610m) und Stoh (1608m) gelegen. Hier beginnen Bergfichtenwälder mit reichen Beständen an Hasel-, Auer- und Birkhuhn. Beim Abstieg überqueren wir neben Waldecken mit Blauem Eisenhut oder Weißem Germer auch Wiesen mit botanischen Highlights wie Kugelorchis, Wohlriechender Hendelwurz und endemischen Knabenkräutern, welche zusätzlich noch untereinander gekreuzt sind. Am Abend gibt es Forelle nach Vlados Art mit Kräutern und Pilzen gefüllt, zugenäht mit Kräuterhalmen, aufgespießt und über dem Feuer gebraten.
6. Tag: Eulen in den Urwäldern
Wir besuchen das versteckte Tal Bystricka, das auf der anderen Seite des Bergkammes liegt. Seine steilen Hänge, die mit gut erhaltenen karpatischen Urwäldern und vielen Felsbrocken bedeckt sind, bieten ausreichend Versteckmöglichkeiten für die drei großen Carnivoren (Luchs, Wolf, Bär). Für Interessierte bietet Vlado Trulik Bärenbeobachtungen an, wobei die Chancen auf eine tatsächliche Sichtung sehr gut stehen. Wir bleiben bis zum späten Abend und hoffen, dass wir neben den Vierbeinern auch Eulen wie Uhu, Sperlings-, Raufuß- oder auch Habichtskauz erleben dürfen. Es gibt in Europa nicht viele Orte, wo die Natur noch so erhalten ist wie hier.
7. Tag: Blühende Almwiesen und Slowakischer Abend
Beim Aufstieg zur Alm Grun durchqueren wir Wälder am Dorfrand, die forstwirtschaftlich genutzt werden, aber dennoch sehr artenreich sind. In großer Zahl blüht hier um diese Zeit die prächtige Martagonlilie, der Wolfseisenhut, die Tollkirsche, der Gelbe Fingerhut und auf jeden Fall zeigt uns unser Führer Vlado Trulik eine der letzten Verbreitungsstellen der schönsten einheimischen Orchidee - des Frauenschuhs, der hoffentlich mit seiner herrlichen Blüte auf uns wartet. Der Wald ist sehr reich an Singvogelarten, vielleicht entdecken wir auch das heimliche Haselhuhn. Auf der Alm genießen wir bei einem kalten Getränk das Panorama des Vratna Tals und - wie jeden Tag – versuchen wir auch heute, den Steinadler zu erblicken, den König der Mala Fatra. Nach dem Abstieg feiern wir einen slowakischen Abend mit einer urigen Folkloregruppe aus Vlados Dorf, die für uns und mit uns singen, spielen und tanzen wird. Als kulinarisches Highlight gibt es Lamm am Spieß.
8. Tag: Abschied
Am Abreisetag werden wir noch ein gemeinsames Frühstück zu uns nehmen und danach die Heimreise in eigener Regie antreten (ca. 10 Uhr). Während des Frühstücks führt uns ein einheimischer Drahtflechter seine Kunst vor.
Anreise / Lage
Anreise mit dem PKW: Am besten wählt man die Strecke Wien – Bratislava – Zilina – Terchová – Vrátna – Stefanová. Bereits bei der Einfahrt nach Bratislava ist Zilina angeschrieben, von dort aus ist Terchová leicht zu finden und gut angeschrieben. Stefanová liegt nur einige Kilometer von Terchová entfernt in einem Seitental. Für die Strecke Wien – Bratislava braucht man etwa 45 Minuten, von dort sind es dann gute 2 Autostunden bis nach Terchová. Empfohlen wird von Wien kommend der Grenzübergang Berg über Hainburg – Wolfstal – Berg (dazu weichen Sie am besten einige Kilometer östlich vom Flughafen Wien-Schwechat auf die Bundesstraße nach Hainburg aus). Anreise mit dem Bus: Bei größeren Gruppen kann auf Anfrage ein Bus ab Wien oder Bratislava / Preßburg organisiert werden. Anreise mit der Bahn: Mit dem Zug wählt man eine Verbindung bis nach Zilina, wo der Reiseleiter die Gäste dann am Bahnhof abholen wird.
Unterkunft
In der herrlicher ruhiger Lage, unter der Bergkette des Velky Rozsutec, befindet sich unsere Pension Muran. Es ist ein traditionelles, familiär geführtes Haus mit sehr guter Verpflegung. Sie werden die typischen lokalen Spezialitäten mögen!
Generelle Hinweise
- Anforderungen der Reise: schwer, mit längeren, schwierigeren Wanderungen, z.B. im Gebirge Wanderungen (die teilweise direkt an der Unterkunft beginnen) bis 15 km mit Höhenunterschieden von 300-800 m. Stets mit reichlich Pausen zum beobachten, bestimmen und genießen der Pflanzen- und Vogelarten.
- Die Gruppengröße dieser Reise beträgt 5 - 14 Personen. Sollte die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, kann die Reise bis 3 Wochen vor Reiseantritt abgesagt werden. Sollte der Fall eintreten, versuchen wir immer die Reise trotzdem durchzuführen. Falls dies nicht möglich ist, erstellen wir Ihnen gerne ein schönes Alternativangebot.
Ermäßigungen
- NABU/LBV-Mitglieder: 3% Rabatt
- Rabatt bei Onlinebuchung: 15,00 Euro pro Person
Zahlungsmodalitäten
- Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 10 %
- Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
- Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.
Leistungen
- deutschsprachige, fachkundige Reiseleitung
- 7 Übernachtungen in einer Pension (EZ / DZ mit WC und Bad)
- volle Verpflegung (ohne Getränke) mit vielen kulinarischen Spezialitäten
- alle Transfers vor Ort
- zusätzliche Führungen durch lokale Ornithologen und Artenschützer
- Bilder-Vortrag über die Vogelwelt des Mala Fatra
- Besuch einer Greifvogel-Pflegestation
Nicht enthaltene Leistungen
- Anreise bis Zilina (per Bahn) oder direkt nach Stefanova (per PKW). Wir holen sie gerne vom Bahnhof Zilina ab.
Reiseleiter
Vlado Trulik
Veranstalter: birdingtours GmbH
Reisebericht 2008
14.06.08
So gegen 18 Uhr sind endlich alle da gewesen. Vorher habe ich mit denen, die früher da waren einen kleinen Spaziergang in der Umgebung gemacht. Von einem kleinen Bauern haben wir speziellen Käse und frische Milch gekauft.
Wir wohnten wieder in Stefanova am Dorfrand, in einer kleinen Familiengeführten Pension. Von der Terrasse sieht man direkt auf den Steinadlerhorst, wo die großen Vögel täglich vorbei fliegen ( geplant war es so, aber wegen Filmaufnahmen für einen Film aus dem 2 Weltkrieg, haben die Steinadler die Brut verlassen, aber nächstes Jahr sind sie sicher wieder drin). Am Hang gegenüber weiden kapitale Hirsche mit Braunbären zusammen, die ganze Zeit rufen die Wachtelkönige aus den Naturwiesen gleich hinter dem Haus.
Nachdem alle ihre Zimmer bezogen haben, haben wir uns auf der Terrasse getroffen.
Es ist schon Tradition und es gehört zu meinen Reisen, das die Gäste erstmal "gegen Zecken geimpft werden". Was ist das "Impfmittel"? es ist ein leckerer Schnaps, der Marke "Vlado Trulik - Eigenbau". Die Grundlage ist klarer Apfelschnaps (die Maische mache ich selbst, brennen tu ich es in Dorfbrennerei - Stiavnik), dann kommt der Waldhonig dazu (ganz dunkle Honigart aus den Tannenwäldern), weiter die Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Schlehen, getrocknete Zwetschgen, Rosinen und Kräutermatzerat.
Diese mix von reinen Naturprodukten gilt bei meinen Reisen als scheinbar einzige wirksame Mittel, gegen Zecken (über 2000 Gäste in 10 Jahren, und keine, der es getrunken hat, war von eine Zecke erwischt).
Nach dem Wilkommensschnaps haben wir slowakische Dampfknödel mit Grün- und Rotkraut und Schweinebraten gegessen, als Nachtisch hat es hausgemachte Apfelstrudel gegeben.
Vorstellungsrunde, gemütlicher Abend.
15.6.08
Unsere erste Wanderung führt uns ganz ungeplant zu Vrchpodziar, nur ein paar hundert Meter von unserer Pension hat ein Gast auf einer Wiese 2 tote Wachtelkönighähne gefunden. Einzige logische Erklärung, die ich da sagen konnte war, dass sie nach den Revierkämpfen so müde waren, dass sie der Mauswiesel beide erwischen könnte. Dem einem hat ein Bein gefehlt, der andere war komplett. Es musste während Nacht passiert sein.
Nachher sind wir ins Tal Bystricka gefahren, wo wir eine einfache Anlaufwanderung gemacht haben. Unterwegs haben wir sämtliche Bärenspuren gesehen, Halsbandschnäpper gehört und gesehen. Am Rande vom Urwald haben wir zu Mittag die leckeren Grillwürstchen gebraten. Im Urwald haben wir dann noch öfters Bärenlösung gefunden, junge Buntspechte in Bruthöhle beobachtet und ein echte Highlight war sicherlich der Sperlingskauz, der uns vorbei geflogen ist und hat sich nur 4 Meter vor uns auf ein Ast gesetzt, wo er dann auch gut halbe Minute saß.
Zum Abschluss von dem Tag wollte ich noch den Braunbär zeigen, ich habe dafür meine sicherste Beobachtungsstelle gewählt und in 10 Minuten kam eine Bärin mit 1 Jungen, die wir halbe Stunde lang beobachten könnten.
Also unsere Woche hat angefangen wie ein "gute Amerikanische Film" - mit einem Erdbeben, und dann sollte sich es nur noch steigern. Manchmal ist es besser, wenn die Highlights erst zu Ende der Woche kommen, dann bleiben sie besser in Erinnerung.
Vielleicht erwähne ich noch ein paar interessante Pflanzenarten, die wir so Unterwegs gesehen haben.
Frauenschuh - Cypripedium calceolus; Nestwurz - Neottia nidus-avis; Große Händelwurz - Gymnadenia conopsea; Kugelorchis - Traunsteinera globosa; Breitblättriges Knabenkraut - Dactylorhiza majalis; Alpen-Hahnenfus - Ranunculus alpestris; Platanenblättriger Hahnenfus - Ranunculus platanifolius; Berg-Hahnenfus - Ranunculus montanus; Woliger Hahnenfus - Ranunculus lanuginosum; Großblütiger Fingerhut - Digitalis grandiflora; Wiesen Boksbart; Alpen Lein,
Zum Abendessen haben wir die slowakische Nationalspeise "Haluschky" (handgemachte Kartoffelspätzle mit Speckgrieben und speziellem Schafkäse - Bryndza) bekommen.
16.6.08
Es schien die Sonne und es war sehr warm, wir haben Draußen gefrühstückt. Täglich habe ich mit slowakischen Käse und Wurstspezialitäten das Frühstückangebot bereichert. Nach kräftigem Frühstück hat sich jede Obst und Süßigkeiten (Waffeln und Schokoriegel) eingepackt und wir sind losgegangen in das bekannte Schluchtgebiet - Diery.
In dieser Lokalität zeigte ich auch ein über 5 Jahre benutztes Steinadlerhorst. Auch der ist aber dieses Jahr nicht benützt worden.
Hier gibt es landschaftestethisch eine der schönsten Stellen der Slowakei. Aus unmittelbarer Nähe haben wir uns Gebirgsstelzen und Wasseramseln, wie auch die Nester von beiden Arten angeschaut. Eine halbe Stunde lang haben wir sehr seltenes Verhalten von einer Kreuzotter beobachtet und gefilmt und zwar, wie sie ein Wildbach überquert. Durch Schluchten, Klemmen, über Wasserfälle haben wir unser Ziel den Pas Medzirosutce (1200 m) erreicht. Während der Picknickpause haben wir ein altes Steinadlerpaar beobachtet, Kampf zwischen Kolkraben und Wanderfalken, aber auch die fleißige Fichtenkreuzschnabel.
Bei dem Abstieg durch einen Buchenurwald hat sich immerwieder der Schwarzspecht und einmal auch der Weisrückenspecht gemeldet. An der Bruthöhle haben wir kurz einen Trauerschnäpper gesichtet. Beeindruckend ist eine 40 Meter hohe Tanne, die da schon über Jahrzehnte tot steht und Dank dem Durchmesser von fast 3 Metern, widersteht sie allen karpatischen Stürmen.
Botanisch ist es an diesem Tag auch sehr reich gewesen:
- Grüne Hohlzunge - Coeloglossum viride;
- Großes Zweiblatt - Listera ovata;
- Weiße Waldhyazinthe - Platanthera bifolia;
- Grünliche Waldhyazinthe - Platanthera chlorantha;
- Kleinblütiges Einblatt - Malaxis monophyllos;
- Korallenwurz - Corallorrhiza trifida;
- Wildes Silberblatt - Lunaria rediviva;
- Akeleiblättrige Wiesenraute - Thalictrum aquiilegiifolium;
- Gelbe Wiesenraute - Thalictrum flavum;
- Glanz-Nelke - Dianthus nitidus;
- Frühe Feder-Nelke - Dianthus praecox;
- Kartäuser-Nelke - Dianthus carthusianorum;
- Rundblättriger Steinbrech - Saxifraga rotundifolia;
- Rispen-Steinbrech - Saxifraga paniculata;
- Wald-Geisbart - Aruncus dioicus;
- Kleines Wintergrün - Pyrola minor;
- Ästige Graslilie - Anthericumramosum;
- Quirlblättrige Weißwurz - Polygonatum verticillatum;
- Vielblütige Weißwurz - Polygonatum multiflorum;
- Alpenhelm - Bartsia alpina;
- Immenblatt - Melittis melissophylum;
- Durchblättertes Läusekraut - Pedicularis foliosa;
- Quirlblättriges Läusekraut - Pedicularis verticillata;
- Akelei - Aquilegia vulgaris;
- Stengelloser Enzian - Gentiana clusii;
- Zwerg-Glockenblume - Campanula cochlearifolia;
- Alpen Heilglöckchen - Cortusa matthioli;
- Fichtenspargel - Monotropa hypopitys;
- Tollkirsche - Atropa belladona;
- Einbeere - Paris quadrafolia;
- Sprossender Bärlapp - Lycopodium annotinum;
- Hirschzunge - Phyllitis scolopendrium
Oberhalb vom unserem Haus haben wir die Kräuter für unser Abendessen gesammelt, vor allem aber viel
Dost - Origanum vulgare; Feld-Thymian - Thymus pulegioides; Berg-Saueramfer, Acker-Minze; Wald Heinsimse...
An diesem Abend gab es nämlich Forelle auf meine Art: mit Kräutern gefüllt, zugenäht mit Kräuterhalmen, aufgespießt auf Haselnussstöcken und über dem Feuer gebraten. Bei der Vorbereitung haben alle fleißig mitgemacht.
Und da zu Fisch wunderbar ein Weiswein passt, haben wir bei der Gelegenheit die leckersten slowakische Weisweine probiert.
17.6.08
Heute sind wir mit den Autos nach Biela vorgefahren. Unterwegs haben wir noch an einer Stelle angehalten wo sich Braunkehlchen und Neuntöter sehr schön beobachten ließen.
Ich habe auch den Ornithologen vom Nationalpark Mala Fatra - Tomas Fleis angagiert. Er hat uns viel über die Vogelwelt in dieser Region berichtet. Wir sind fast bis zum Pas Medziholie (1285 m) hochgestiegen und während Picknickpause sehr interessante Brutstelle von einer Tannenmeise beobachtet. Kurz danach hat es dann auch mit anlocken vom Weisrückenspecht geklappt und es haben ihn auch alle schön gesehen. Einige haben da gesagt, das schon selbst wegen dieser Beobachtung hat sich die lange Anfahrt in die Slowakei gelohnt. Bei dem Abstieg haben wir einen sehr schönen Blick auf das urige und vergessene Dorf Biela genossen.
Botanisch attraktive Arten von diesem Tag:
- Großes Knabenkraut - Orchis mascula;
- Laponisches Knabenkraut - Dactylorhiza lapponica;
- Holunder-Knabenkraut - Dactylorhiza sambucina;
- Geflecktes Knabenkraut - Dactylorhiza maculata;
- Fuchssches Knabenkraut - Dactylorhiza fuchsii-sooana;
- Schmalblättriges Wollgras;
- Narzissenblütiges Windröschen - Anemone narcissiflora;
- Gelbes Windröschen - Anemone ranunculoides;
- Wolfs Eisenhut - Aconitum lycoctonum;
- Zweiblütiges Vielchen - Viola biflora;
- Zwiebel-Zahnwurz - Cardamine bulbifera;
- Moosauge - Moneses uniflora;
- Siebenstern - Trientalis europeaea;
- Schwalbenwurz - Vincetoxicum hirundinaria;
- Alpen-Fettkraut - Pinguicula alpina;
- Gewöhnliches Fettkraut - Pinguicula vulgaris;
- Ährige Teufelskralle - Phyteuma spicatum;
- Kugelige Teufelskralle - Phyteuma orbiculare;
- Hain-Wachtelweizen - Melanpyrum nemorosum;
- Weißer Germer - Veratrum album
Bei der Rückfahrt haben wir noch die Brutgebiete von Sperber Grasmücke besucht, aber die hat sich nicht mehr gezeigt. Sie hat auch Stimmenaufnahmen ignoriert, obwohl sie noch vor eine Woche fleißig mitgemacht hat.
Zum Abendessen gab es kräftige Knoblauchsuppe (in den Karpaten ein absolutes "Muss") und Rindfleisch mit Steinpilzsoße und Reis.
18.6.08
Wir mussten wieder ein Stückchen vorfahren nach Dorf Zazriva, da haben wir eine Auffangstation für verletzte Greifvogel besucht, wo zum Beispiel auch alle junge Steinadler, die bei dem Adoptionsprojekt aus den Horsten entnommen werden und hier werden sie großgezogen, bis sie bereit sind auf den Transport im die Tschechische Beskyden, wo die noch eine zeitlang in Volieren verbringen, bis sie freigelassen werden. So landen jedes Jahr 5 junge Steinadler in der Tschechei, die durch den Keinismus (wo das ältere Küken das jüngere tötet) sowieso sterben werden und dank diesem Projekt vom Wiedereinsiedlung den Steinadler in der Tschechei, kriegen sie zweite Chance.
Hinterher sind wir über wunderschöne Naturwiesen mit wild wachsenden Feuer-Lilien - Lilium bulbiferum; zu dem Standort gekommen, wo man die Steinadler in der Horstnähe beobachten kann. Es haben sich beide Eltern gezeigt und das Männchen haben wir zeitlang beobachten können. Dazwischen haben wir die Rotrükenwürger beobachtet, wie sie die Nestnähe verteidigen.
Dann sind wir in den Reich von dem Schreiadler gekommen, zu einem intaktem Horst und was er da diesmal für uns vorgeführt hat, sah schon fast so aus, als wenn er ferngesteuert wäre. In der Horstnähe (natürlich weit genug, das wir nicht stören), haben wir "Spekacky" gegrillt. Die Schreiadler flogen immer wieder vorbei und wir sind da mindestens 2 stunden geblieben. Diese in Europa so seltene Adlerart so lange und so nahe beobachten zu können war für alle sicherlich unvergessliches Erlebnis.
Am Abend haben uns meine Freunde aus der Naturschutzszene besucht. Milos Majda - Naturkenner, Tierfilmemacher, Ranger in Nationalpark Mala Fatra, beste Adlerspezialist und Tomas Hulik - Naturfilmer. Wir haben uns 2 Naturfilme von ihnen angeschaut.
Milos Majda ist mein langjähriger Mitarbeiter. Er betreut um 20 Steinadlerhorste in der Gegend. Vor allem im Winter verbringen wir viel Zeit auf den Spuren von großen Carnivoren.
Wenn man die schützen will, muss man vor allem viel von denen wissen. Telemetrie, oder GPS Monitoring kostet vor allem am Anfang sehr viel Geld und das hat Naturschutz bei uns nicht, also wenn man die Zeit und Energie nicht berechnet ist das Verfolgen von der Spur das günstigste, was man machen kann. Außerdem sieht man nicht nur, wo sich das Tier bewegt, wie es bei den oben erwähnten Methoden ist, sondern man kann aus den Spuren der ganze Tagesablauf abzulesen.
Mit Milos sind wir auf diesem Gebiet das beste Team.
Das der Abend nicht nur trocken wissenschaftlich ablauft, haben wir dazwischen die Schnapsprobe gemacht.
19.6.08
Heute ist der Räuberweg mit dem Gipfel Falkenberg (1170m) im Plan.
Der Aufstieg ist nicht leicht, aber der Aussicht ist Atemberaubend. Über Stufen, die aber eher für die Räuber als für Flachlandtiröller gedacht waren. Immerwieder erreichen wir neue Terrassen mit alpiner Vegetation:
- Aurikel - Primula auricula;
- Berg-Flockenblume - Centaurea montana;
- Alpen-Aster - Aster alpinus;
- und weiteren Orchideenarten:
- Rotes Waldvögelein - Cephalanthera rubra;
- Weißes Waldvögelein - Cephalanthera damasonium;
- Langblättriges Waldvögelein - Cephalanthera longifolia;
- Braunrote Sitter - Epipactis atrorubens;
- Weißzunge - Leucorchis albida;
Bizarre Felsformationen, wie der Betende Mönch, Dromedar, Indianer,... bis wir bei den Male noclahy (die kleine Übernachtungen) waren. Da habe ich die Geschichte vom Juraj Janosik dem slowakischen Nationalheld erzählt, der in vergleich zum Robin Hood eine historische Person war und der gerade da seine Verstecke hatte.
Kurz vor dem Gipfel habe ich eine Halsbandschnäpperhöle gezeigt, aber die waren leider auch schon weg. Aus dem Falkenberg hat man den schönsten Blick auf das Vratna Tal und das es Falkenberg heißt, haben wir auch oft genug die Turmfalke, (die hier sehr häufig ist) gesehen und auch die Baumfalke lies sich blicken.
Meine Frau Danka hat für uns draußen in speziellen von mir gemachte Grillanlage Lamm am Spies gemacht. Das gute Abendessen war mit Dankas Kuchen ergänzt und diesmal haben wir den slowakische Rotweinangebot kennen gelernt.
Richtig warm hat uns aber erst eine urige Folksmusikgruppe aus meinem Dorf gemacht. Javornicek, so heißen sie, sind die zweite beste Amateur-Volksmusikgruppe in der Slowakei. Ich habe mit allen Teilnehmerinnen getanzt, was auch weitere Teilnehmer motiviert hat. Es war ein richtig schöner slowakischer Abend.
20.6.08
An diesem Tag haben wir uns die Geburtstelle von unserem Nationalheld Juraj Janosik - das Einöd Janosikovo angeschaut. Wir haben Dorfsteile überquert, wo ist die Zeit vor 100 Jahren stehen geblieben. Um Mittag haben wir wieder leckere Würstchen gegrillt mit Wunderschöne Panorama von der Mala Fatra im Hintergrund. Ich habe die Geschichte der Slowakei erzählt.
Nachmittag haben wir noch den Milos Majda besucht, der gerade junge Luchse gekriegt hat. Er wird sie großziehen und später, wenn sie groß genug werden (ca. nach 2 Jahren) auswildern. Bei dem projekt wird das Verhalten studiert und die ganze Geschichte wird verfilmt. Wir hatten Glück und könnten sie noch hautnahe beobachten. Ich glaube, dass es ein sehr schöne Abschluss von der Woche war.
Als Abschiedabendessen gab es Slowakischen Kesselgulasch, und wir haben nochmal die gesehene Pflanzen und Tierarten aufgeschrieben.
21.6.08
Nach dem Frühstück haben wir uns verabschiedet.
Die Gruppe sah sehr zufrieden aus, selbst die anspruchsvolle Ornithologen waren glücklich und es herrschte sehr gute Stimmung die ganze Zeit.
Auch für mich war es eine sehr angenehme Gruppe, weil sie sich wirklich um alles interessiert haben und wenn sie begeistert waren, sie haben es auch gezeigt und nicht nur verschluckt.
Von mir aus eine sehr gelungene Woche!
Orchideenarten der Mala Fatra: Ende Mai - Anfang Juni: (# haben wir gesehen)
- Frauenschuh - Cypripedium calceolus;#
- Rotes Waldvögelein - Cephalanthera rubra;#
- Weißes Waldvögelein - Cephalanthera damasonium; #
- Langblättriges Waldvögelein - Cephalanthera longifolia;#
- Braunrote Sitter - Epipactis atrorubens; #
- Großes Zweiblatt - Listera ovata;#
- Kleines Zweblatt - Listera cordata;
- Weiße Waldhyazinthe - Platanthera bifolia; #
- Grünliche Waldhyazinthe - Platanthera chlorantha;
- Einknolige Honigorchis - Herminium monorchis;#
- Nestwurz - Neottia nidus-avis;#
- Grüne Hohlzunge - Coeloglossum viride#;
- Weißzunge - Leucorchis albida;#
- Große Händelwurz - Gymnadenia conopsea;#
- Fliegen-Ragwurz - Ophrys insectifera;
- Kugelorchis - Traunsteinera globosa;#
- Kleines Knabenkraut - Orchis morio;
- Blasses Knabenkraut - Orchis pallens;#
- Brand-Knabenkraut - Orchis ustulata-aestivalis;
- Helm-Knabenkraut - Orchis militaris;
- Großes Knabenkraut - Orchis mascula; #
- Dreizähniges Knabenkraut - Orchis tridentata;
- Holunder-Knabenkraut - Dactylorhiza sambucina; #
- Geflecktes Knabenkraut - Dactylorhiza maculata; #
- Fuchssches Knabenkraut - Dactylorhiza fuchsii-sooana;#
- Breitblättriges Knabenkraut - Dactylorhiza majalis; #
- Steifblättriges Knabenkraut - Dactylorhiza incarnata;
- Laponisches Knabenkraut - Dactylorhiza lapponica; #
- Kleinblütiges Einblatt - Malaxis monophyllos;
- Korallenwurz - Corallorrhiza trifida; #
Weitere interessante Pflanzenarten:
Zusätzlich ein Ausschnitt weiterer Arten, die wir finden konnten:
- Narzissenblütiges Windröschen - Anemone narcissiflora;
- Gelbes Windröschen - Anemone ranunculoides;
- Wolfs Eisenhut - Aconitum lycoctonum;
- Trollblume - Trollius europaeus;
- Alpen-Hahnenfus - Ranunculus alpestris;
- Platanenblättriger Hahnenfus - Ranunculus platanifolius;
- Berg-Hahnenfus - Ranunculus montanus;
- Woliger Hahnenfus - Ranunculus lanuginosum;
- Gold-Fingerkraut - Potentila aurea;
- Akeleiblättrige Wiesenraute - Thalictrum aquiilegiifolium;
- Gelbe Wiesenraute - Thalictrum flavum;
- Berg-Ulme - Ulmus glabra;
- Glanz-Nelke - Dianthus nitidus;
- Frühe Feder-Nelke - Dianthus praecox;
- Kartäuser-Nelke - Dianthus carthusianorum;
- Pracht-Nelke - Dianthus superbus;
- Rundblättriger Sonnentau - Drosera rotundifolia;
- Änglischer Sonnentau - Drosera anglica;
- Zweiblütiges Vielchen - Viola biflora;
- Zwiebel-Zahnwurz - Cardamine bulbifera;
- Rundblättriger Steinbrech - Saxifraga rotundifolia;
- Rispen-Steinbrech - Saxifraga paniculata;
- Sumpf-Herzblat - Parnassia palustris;
- Wald-Geisbart - Aruncus dioicus;
- Kleines Wintergrün - Pyrola minor;
- Moosauge - Moneses uniflora;
- Siebenstern - Trientalis europeaea;
- Fieberklee - Menyanthes trifoliata;
- Schwalbenwurz - Vincetoxicum hirundinaria;
- Alpen-Fettkraut - Pinguicula alpina;
- Gewöhnliches Fettkraut - Pinguicula vulgaris;
- Ährige Teufelskralle - Phyteuma spicatum;
- Kugelige Teufelskralle - Phyteuma orbiculare;
- Ästige Graslilie - Anthericumramosum;
- Quirlblättrige Weißwurz - Polygonatum verticillatum;
- Vielblütige Weißwurz - Polygonatum multiflorum;
- Wundklee - Anthillis vulneraria;
- Hain-Wachtelweizen - Melanpyrum nemorosum;
- Großblütiger Fingerhut - Digitalis grandiflora;
- Gewöhnliche Siegwurz - Gladiolus communis,
- Alpenhelm - Bartsia alpina;
- Immenblatt - Melittis melissophylum;
- Durchblättertes Läusekraut - Pedicularis foliosa;
- Quirlblättriges Läusekraut - Pedicularis verticillata;
- Weißer Germer - Veratrum album;
- Dost - Origanum vulgare;
- Feld-Thymian - Thymus pulegioides;
- Türkenbund-Lilie - Lilium martagon;
- Feuer-Lilie - Lilium bulbiferum;
- Akelei - Aquilegia vulgaris;
- Stengelloser Enzian - Gentiana clusii;
- Zwerg-Glockenblume - Campanula cochlearifolia;
- Alpen Heilglöckchen - Cortusa matthioli;
- Aurikel - Primula auricula;
- Berg-Flockenblume - Centaurea montana;
- Alpen-Aster - Aster alpinus;
- Fichtenspargel - Monotropa hypopitys;
- Tollkirsche - Atropa belladona;
- Einbeere - Paris quadrafolia;
- Sprossender Bärlapp - Lycopodium annotinum;
- Hirschzunge - Phyllitis scolopendrium
Vogelarten, die wir gesehen und gehört haben:
- Steinadler
- Schreiadler
- Wanderfalke
- Baumfalke
- Habicht
- Sperber
- Mäusebussard
- Waldkauz
- Sperlingskauz
- Schwarzstorch
- Weisstorch
- Graureiher
- Haselhuhn
- Wachtel
- Wachtelkönig
- Kolkraben
- Nebelkrehe
- Eichelhäher
- Tanenhäher
- Elster
- Hohltaube
- Ringeltaube
- Türkentaube
- Turteltaube
- Kukuck
- Mauersegler
- Wendehals
- Grauspecht
- Grünspecht
- Schwarzspecht
- Weißrückenspecht
- Haubenlerche
- Feldlerche
- Rauchschwalbe
- Mehlschwalbe
- Baumpieper
- Wiesenpieper
- Gebirgsstelze
- Bachstelze
- Wasseramzel
- Zaunkönig
- Heckenbraunelle
- Rotkehlchen
- Hausrotschwanz
- Braunkehlchen
- Schwarzkehlchen
- Ringdrossel
- Amsel
- Wacholderdrossel
- Singdrossel
- Misteldrossel
- Schlagschwirl
- Klappergrasmücke
- Dorngrasmücke
- Gartengrasmücke
- Mönchsgrasmücke
- Waldlaubsänger
- Zilpzalp
- Fitis
- Wintergoldhähnchen
- Sommergoldhähnchen
- Grauschnäpper
- Halsbandschnäpper
- Schwanzmeise
- Sumpfmeise
- Weidenmeise
- Haubenmeise
- Tannenmeise
- Kohlmeise
- Kleiber
- Waldbaumläufer
- Neuntöter
- Star
- Haussperling
- Feldsperling
- Buchfink
- Girlitz
- Grünfink
- Stieglitz
- Erlenzeisig
- Bluthänfling
- Fichtenkreuzschnabel
- Gimpel
- Kernbeiser
- Goldammer
- Grauammer
Reisebericht 2007
Nationalpark Mala Fatra (Pilotreise) 2007
9 Teilnehmer wohnten in einer gemütlichen Pension in Stefanova. Bei herrlichem Wetter konnten wir zum Frühstück und Abendessen stets auf der Terasse sitzen, von wo aus uns Beobachtungen von Steinadlern, Hirschen und - als einem der Höhepunkte - zwei Braunbären gelang!
Am 14.07.:
Ankunft und Spaziergang zur Beobachtung eines Steinadlerhorstes am Velky Roszutec: der fast flügge Jungvogel ist gut zu erkennen und bettelt nach Futter. Anflug der Altvögel, Weibchen lässt sich schön am Horstrand sitzend beobachten. Wachtelkönig ruft aus der Wiese! Pflanzen: Baldrian, Kugelorchidee, Kreuzblütiger Enzian, Nesselblättrige Glockenblume, Oregano, Kreuzblümchen u.v.a
Am 15.07.:
Kurze Fahrt nach Sipkova, Wanderung von Sipkova zum Kamm Richtung Nova Bistrica Stausee, zur Anhöhe Kycerka. Pflanzen: Rossminze, Waldmeister, Zweiblättriges Schattenblümchen, Wald-Simse, Großer und Kleiner Klappertopf, Wiesenwittwenblume, Wiesenbocksbart, punktiertes Johanniskraut, Dorniger Hauhechel, Kohlkratz-Diestel, Sumpf-Gladiolen, Vogelnestwurz (chlorophyllfreie Schmarotzerpflanze), Zieste, Breitblättrige Stendelwurz, Wohlriechende Händelwurz, Weidenröschen, Büschelnelke (Vermutung von Vlado: Karpaten-Unterart), Vergißmeinnicht, Weiße Witwenblume, Wiesenwicke, Karthäuser Nelke, Kreuzenzian u.v.a. Pilze: Steinpilz, Perlpilz, Panterpilz u.a
Am 16.07.:
Wanderung von der Pension Muran zur Schlucht Diery des Baches Biely Potok, zu Pod Tanecnicou, zum Pass Sedlo Medzirozsutce zwischen Maly Roszutec und Velky Roszutec: Gebirgsstelzen in der Klamm, Fichtenkreuzschnabel, Tannenhäher Am Abend grillen wir unsere Forellen am Stock über dem Feuer – zuvor haben wir sie mit selbst gepflückten Kräutern und Pilzen gefüllt und mit Oregano zugenäht! Pflanzen: Gelber bzw. Klebriger Salbei, Haselwurz, Fichtenspargel, Waldgeisbart, Schmalblättrige Graslilie, Wolfseisenhut, Gelber Fingerhut u.v.a
Am 17.07.:
Besuch von zwei Revieren des Schreiadlers – herrliche Beobachtungen der Altvögel beim Jagen und Beute tragen im Gebiet Velicna - Revisne. Führung durch die Vogelrettungsstation in Zazriva (Baumfalke jagt vorbei). Am Fluss leider erfolgloser Ansitz an Eisvogelröhre. Dort aber gewaltige Ringelnatter am Ufer! Wenig später Schwarzstorch und Steinadler am Himmel!
Am 18.07.:
Wanderung zum Tal Vyhnana, Aufstieg durch die Schlucht des Baches Biel, zum Medziholie, dem Pass zwischen Velky Roszutec und dem Stoh; zum Chrbat Stohu und zum Stohove Sedlo. Große Schillerfalter und Schwalbenschwänze tanzen auf dem Gipfel des Stoh!
Am 19.07.: Wacholderheide
Kurze Fahrt zum Einöd Huliciarovci, weiter zuf Fuß zur Osada Janosikovci: Geburtsort des Nationalhelden Jurai Janosik. Typische slowakische Bauernhöfe, ein kleiner Bergteich mit 5 Libellenarten, Aufregung durch Beobachtung von 4 Haselhühnern! Beobachtung von Wespenbussard für manche unter uns.
Am 20.07.:
Wanderung von der Pension Richtung Terchova, bei Tiesnavy Aufstieg über den Räuberweg zum Pass Male Noclahy, weiter zur Gipfel Sokolie, von dort über den Pass Sedlo Prislop zurück. Slowakischer Abend mit Musik und Spanferkel!
Artenliste Vögel:
- Wespenbussard
- Habicht
- Sperber
- Mäusebussard
- Schreiadler
- Steinadler
- Turmfalke
- Baumfalke
- Wanderfalke
- Haselhuhn
- Wachtelkönig
- Bruchwasserläufer
- Steppenmöwe
- Straßentaube
- Ringeltaube
- Türkentaube
- Mauersegler
- Buntspecht
- Rauchschwalbe
- Mehlschwalbe
- Baumpieper
- Wiesenpieper
- Bergpieper
- Gebirgsstelze
- Bachstelze
- Wasseramsel
- Zaunkönig
- Rotkehlchen
- Hausrotschwanz
- Schwarzkehlchen
- Ringdrossel
- Amsel
- Wachholderdrossel
- Singdrossel
- Misteldrossel
- Dorngrasmücke
- Mönchsgrasmücke
- Waldlaubsänger
- Zilpzalp
- Fitis
- Wintergoldhähnchen
- Grauschnäpper
- Schwanzmeise
- Sumpfmeise
- Weidenmeise
- Haubenmeise
- Tannenmeise
- Blaumeise
- Kohlmeise
- Kleiber
- Waldbaumläufer
- Pirol
- Neuntöter
- Eichelhäher
- Tannenhäher
- Elster
- Nebelkrähe
- Kohlrabe
- Star
- Haussperling
- Buchfink
- Girlitz
- Grünfink
- Stieglitz
- Erlenzeisig
- Bluthänfling
- Fichtenkreuzschnabel
- Gimpel
- Kernbeisser
- Goldammer
Leider suchten wir einige Vogelarten vergeblich, was mit der Jahreszeit und vermutlich auch mit der Hitze zusammen hing
Schmetterlinge:
- Thecla betulae Nierenfleck-Zipfelfalter BrownHairstreak
- Apatura iris Großer Schillerfalter Purple Emperor
- Nymphalis polychloros Großer Fuchs Large Tortoiseshell
- Lycaena virgaureae Dukaten-Feuerfalter Scarce Copper
- Vanessa atalanta Admiral Red Admiral
- Satyrium w-album Ulmen-Zipfelfalter White-letterHairstreak
- Limenitis camilla Kleiner Eisvogel White Admiral
- Pararge aegeria Waldbrettspiel Speckled Wood
- Argynnis paphia Kaisermantel SilverwashedFritillary
- Apatura ilia Kleiner Schillerfalter LesserPurpleEmperor
- Araschnia levana Landkärtchenfalter Map Butterfly
- Nymphalis antiopa Trauermantel Camberwell Beauty
- Brenthis ino Mädesüß-Perlmutterfalter
- Celastrina argiolus Faulbaum-Bläuling Holly Blue
- Aphantopus hyperantus Schornsteinfeger Ringlet
- Nymphalis io Tagpfauenauge Peacock Butterfly
- Gonepteryx rhamni Zitronenfalter Brimstone
- Argynnis aglaja Großer Perlmutterfalter Dark Green Fritillary
- Coenonympha pamphilus Kleines Wiesenvögelchen Small Heath
- Nymphalis urticae Kleiner Fuchs Small Tortoiseshell
- Polyommatus coridon Silbergrüner Bläuling Chalk-hill Blue
- Erebia ligea Weißbindiger Mohrenfalter Arran Brown
- Lasiommata maera Braunauge ?
- Erebia aethiops Graubindiger Mohrenfalter Scotch Argus
- Papilio machaon Schwalbenschwanz Swallowtail
- Vanessa cardui Distelfalter Painted Lady
- Nymphalis c-album C-Falter CommaButterfly
- Melanargia galathea Schachbrettfalter Marbled White
Orchideen:
- Breitblättrige Sitter - Epipactis heleborine;
- Greuterii-Sitter - Epipactis greuteri;
- Schmallippige Sitter - Epipactis leptochila;
- Violette Sitter - Epipactis purpurata;
- Sumpf-Sitter - Epipactis palustris;
- Müllers Sitter - Epipactis mulleri;
- Großes Zweiblatt - Listera ovata;
- Weiße Waldhyazinthe - Platanthera bifolia;
- Große Händelwurz - Gymnadenia conopsea;
- Duft-Händelwurz - Gymnadenia odoratissima;
- Dichtblütige Händelwurz - Gymnadenia densiflora;
- Vogel Nestwurz - Neotia nidus-avis;
- Geflecktes Knabenkraut - Dactylorhiza maculata;
- Kleinblütiges Einblatt - Malaxis monophyllos









































