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Kostbarkeiten zwischen Weser und Elbe (7 Tage/ 6 Nächte)

Wir erleben das Wattenmeer mit Salzwiesen und lernen die Marsch an der Küste, der Elbe und der Weser kennen. Wir werden durch Hoch- und Niedermoor streifen und Wälder und Seen erkunden. Sechs Tage widmen wir uns ganz der Vogelbeobachtung. Auf verschiedenen Exkursionen begegnen uns vielleicht auch so heimliche Arten wie Tüpfelsumpfhuhn, Wachtelkönig und Waldschnepfe. Bartmeise und Blaukehlchen brüten in der Region ebenso wie die Lachseeschwalbe mit ihren einzigen regelmäßigen Brutplätzen in Deutschland. Auch das Wattwandern und die Fahrt mit einem Wattwagen oder die Fahrt mit einer alten Torfbahn durchs Moor versprechen faszinierende Naturerlebnisse. Zwischendurch können wir uns im neuen, sehr geschmackvollen Hotel in der romantischen Küstenstadt Otterndorf oder gar in der direkt gegenüber des Hotels gelegenen Soletherme entspannen. Die letzten beiden Nächte verbringen wir auf der wunderschönen Insel Neuwerk – die Rufe der Austernfischer und Ringelgänse werden auch noch beim Einschlafen vernehmen...

Aufpreis bei 8 - 10 Teilnehmern: + 50,00 Euro pro Person

Lachseeschwalbe, Wachtelkönig und Seeadler
1. Tag: Otterndorf und Land Hadeln

Nach einer gemütlichen Vorstellungsrunde mit Suppe im sehr guten, neuen Hotel unternehmen wir einen kleinen Spaziergang durch die romantische Altstadt Otterndorfs, wobei wir u.a. der Saatkrähenkolonie im Schlosspark einen Besuch abstatten. Danach können wir einen ersten Blick auf Weite der Elbmündung genießen und im Deichvor- und -hinterland an kleinen Gewässern u.a. Gr. Brachvögel und andere Watvögel sowie verschiedene Enten beobachten. Ob sich das Kolbenentenpaar wieder am einzigen Brutplatz in der Region eingefunden hat? An der Mündung der Oste in die Elbe können wir Wiesenvögeln beim Brutgeschäft über die Schulter schauen – an guten Tagen zeigen sich auch Seeadler oder Lachseeschwalbe.

2. Tag: Holzurburg, Cuxhavener Küstenheiden und Wurster Wattenküste

Die Frühaufsteher können heute morgen einen wunderschönen Laubwald und See mit Röhrichtgürtel erleben. Das Vogelstimmenkonzert mit Schwarzspecht und Hohltaube, diversen Grasmückenarten, vielleicht Trauer- und Grauschnäpper oder gar Mittelspecht, mit Teichrohrsänger und Rohrammer entschädigt für das frühe Aufstehen.

Danach geht es wieder nach Otterndorf, um sich bei einem gutem Frühstück und kleiner Pause zu erholen.

Danach erleben wir die vielfältige Küstenlandschaft im Land Wursten und bei Cuxhaven mit Strand, Salzwiese, Krähenbeeren-Küstenheide und Wald.

Zunächst besuchen wir die ausgedehnten Heideflächen des ehemaligen Truppenübungsplatzes bei Cuxhaven. Braun- und Schwarzkehlchen brüten hier ebenso wie Rebhühner , ganz selten auch die Heidelerche und der Steinschmätzer, den wir zumindest als Durchzügler beobachten sollten. Auch die Lachseeschwalben sind hier gern unterwegs, um Eidechsen und Insekten zu fangen. Vielleicht begegnen uns sogar Wisente, Konik-Pferde oder Heck-Rinder, die nach Aufgabe der militärischen Nutzung heute die Heideflächen offen halten.

Nachmittags werden wir nach unserer Pause am natürlichen Geest-Kliff und Eichen-Krattwald bei auflaufendem Wasser und an Hochwasserrastplätzen vielleicht Knutt, Sand- und Kiebitzregenpfeifer beobachten.

3. Tag: Ahlenmoor und Nordkehdingen

Vormittags können wir kultivierte, renaturierte und naturbelassene Hochmoorflächen mit fachkundigen Erklärungen während einer Fahrt mit einer alten Torflorenbahn erkunden und dabei mit Glück Rotschenkel, Braunkehlchen und Steinschmätzer, vielleicht auch Kranich und Baumfalke beobachten. Im MoorIz (Moorinformationszentrum) gibt es vertiefende Informationen und einen schönen Rundblick in die Moorlandschaft.

Mittags besuchen wir nochmals die Ostemündung, diesmal bei auflaufendem Wasser von der Ostseite her. Haben wir Glück, Lachseeschwalben zu sehen? Und wie steht es mit Pfuhlschnepfe, Säbelschnäbler, Dunklem Wasserläufer …?

Bei einer Rundfahrt durch das ehemalige Nordkehdinger Außendeichsgelände hoffen wir u.a. auf Uferschnepfe, Wiesenweihe und vielleicht gar Blaukehlchen ...

Nach dem Abendessen in einem Landgasthaus können die Konditionsstarken noch versuchen Wachtelkönig oder Tüpfelsumpfhuhn bei ihren nächtlichen Aktivitäten belauschen – die anderen fahren schon zurück ins Hotel.

4. Tag: Flögelner und Bederkesaer See, Geesteniederung und Luneplate

Vormittags erkunden wir zunächst die Vogelwelt am Flögelner und Bederkesaer See. Gelingt uns die Beobachtung von Trauerseeschwalbe, Zwerg- oder Steppenmöwe?

Anschließend erkunden wir die Niederung des Wesernebenflusses Geeste. Dort gibt es noch tolle Feuchtwiesen, einen naturnahen See und zwei Polder, die alle besondere landschaftlichen und vogelkundlichen Reize besitzen: Bekassinen brüten, See- und Fischadler patrouillieren, Kraniche führen ihre Jungen, verschiedenen Entenarten suchen Nahrung, Blaukehlchen singen ...

Danach geht es an Weser zur Luneplate. Im ausgedehnten Weserröhricht brüten Bartmeisen, Rohrsänger, Rohrschwirl und -weihe, im Weserwatt suchen Säbelschnäbler, Flußuferläufer und Dunkle Wasserläufer nach Nahrung, auf den Wiesen und Gewässern der Luneplate begegnen uns diverse Limikolen, Enten und Gänse ...

Nach dem Abendessen auf einem Schiff im Fischereihafen Bremerhaven können die Nachtschwärmer nochmals in die Geesteniederung aufbrechen, um die Abendstimmung zu genießen und zu versuchen, seltene Rallen, Wachteln, Bekassinen und Eulen zu hören.

5. Tag: Durchs Watt nach Neuwerk

Heute wechseln wir die Unterkunft, um die Insel Neuwerk im Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer mit ihren landschaftlichen und ornithologischen Schönheiten zu erleben. Die ca. 3-stündige Wattwanderung nach Neuwerk ist ein ganz besondere Erlebnis! Alternativ kann man die Insel auch per Kutsche erreichen und dabei die Weite des Wattenmeeres erleben. Brandgans, Gr. Brachvogel, Alpenstrandläufer begegnen uns bereits im Watt, auf Neuwerk erleben wir dann Möwen- und Seeschwalben-Kolonien aus nächster Nähe, halten nach Ringelgänsen, Steinwälzern und Säbelschnäblern Ausschau.

6. Tag: Neuwerk

Einen ganzen Tag Zeit für Neuwerk: Die Ruhe genießen, Säbelschnäbler, Brandseeschwalbe oder Silbermöwe ausgiebig beim Brutgeschäft beobachten, die mit dem auflaufenden Hochwasser sich nähernden Limikolenschwärme mit Knutt, Pfuhlschnepfe, Alpenstrandläufer, Regenbrachvogel beobachten, den Leuchtturm – Hamburg ältestes Bauwerk - besteigen und den Weitblick über die Wattenlandschaft genießen, das Nationalparkhaus besuchen – es wird bestimmt nicht langweilig!

7. Tag: Rückreise von Neuwerk

Nach dem Frühstück und einem ruhigem Vormittag heißt es Abschied nehmen von der Wattenküste. Die Wattwagen bringt uns zurück ans Festland, am Frühen Nachmittag trennen sich unsere Wege zum Heimweg per Zug ab Bahnhof Cuxhaven oder per Auto.

Generelle Hinweise
  • JETZT EINEN TAG LÄNGER! (2 TAGE AUF DER INSEL NEUWERK)
  • Anforderung der Reise: leicht bis mittel, Fußwege eben bis max. 3 km (ausgenommen Wattwanderung 8 km)
  • Der Rückreisebahnhof für Zugfahrer ist Cuxhaven!
  • Die Gruppengröße dieser Reise beträgt 8 - 15 Personen. Sollte die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, kann die Reise bis 3 Wochen vor Reiseantritt abgesagt werden. Sollte der Fall eintreten, versuchen wir immer die Reise trotzdem durchzuführen. Falls dies nicht möglich ist, erstellen wir Ihnen gerne ein schönes Alternativangebot.
  • Aufpreis bei 8 - 10 Teilnehmern: + 50,00 Euro pro Person
Ermäßigungen
  • NABU/LBV-Mitglieder: 3% Rabatt
  • Rabatt bei Onlinebuchung: 15,00 Euro pro Person
Zahlungsmodalitäten
  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 10 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.
Anreise

Mit dem Pkw: Aus Richtung Hamburg(B73): Aus Richtung Cuxhaven (B73): Nach der Esso-Tankstelle rechts, Nach dem bahnübergang Ab- danach immer geradeaus. biegespur links, danach der Straße folgen. Mit der Bahn: Wenn Sie mit der Bahn reisen, melden Sie sich bitte bei uns, damit wir für Sie einen Transfer vom Bahnhof bis zur Unterkunft planen können. Ihr Zielbahnhof heißt Otterndorf Bahnhof.Von dort aus bringt Sie ein Transfer zum Hotel.

Leistungen
  • durchgehende birdingtours-Reiseleitung
  • 6 Nächte im Hotel
  • 6 x Frühstück
  • 4 x Mittagsimbiss
  • 1 Kutschfahrt nach Neuwerk
  • Programm wie beschrieben
  • Moorbahnfahrt
Nicht enthaltene Leistungen
  • teilweise Mittagessen/ Abendessen
  • Anreise
Reiseleiter

Stefan Lilje (Elbe-Weser-Dreieck)

Veranstalter: birdingtours GmbH
Reisebericht 2011

Zeit: 28.04.-04.05.11

Unterkunft: Hotels in Otterndorf und auf Neuwerk

Teilnehmerzahl: 11

Reiseleiter: Stefan Lilje

Wattenmeer mit Salzwiesen und Insel Neuwerk, der Strom Elbe, Marsch, Moor, Geest, zum Teil mit Heideflächen, uriger Laubwald und See mit Schilfgürtel, überstaute Polder, Röhrichtgürtel – eine große Landschaftsvielfalt, die entsprechend viele verschiedenartige Lebensräume mit Beobachtungsmöglichkeiten für unterschiedlichste Vogelarten ermöglicht!

1. Tag:

Ankunft und Spaziergang im malerischen Otterndorf mit Schlosspark einschließlich Saatkrähenkolonie, Blick auf die Elbmündung, schließlich Beobachtungen an Kleipütten, im Belumer Elbvorland und an der Ostemündung. Wir entdecken viele verschiedene Enten, Grau-, Nil- und Kanadagans Die Kolbenenten am einzigen Brutplatz weit und breit lassen sich dieses Jahr leider nicht blicken … dafür aber ein noch nicht voll ausgefärbter Zwergschwan! Eigentlich sollte der doch längst viel weiter im Norden sein …

Der abendliche Gang durch das Flögelner Holz ist gut zum Rotkehlchen- und Singdrossel-Gesang üben sowie Fledermaus beobachten, die erhoffte Waldschnepfe lässt sich aber leider nicht blicken ...

2. Tag:

Fahrt mit der alten Torf-Lorenbahn ins teilweise renaturierte Ahlenmoor: Die angepassten Moorpflanzen wie Sonnentau oder Wollgras (gerade wunderschön großflächig fruchtend) sind an den Haltepunkten ebenso zu entdecken wie Braun- und Schwarzkehlchen, Wiesen-Schafstelze und Baumpieper mit wunderschönem Balzflug. Toll sind besonders die vorüberziehenden Weiehn: Korn-, Wiesen und Rohrweihe sind gut zu sehen, ebenso mindestens zwei Raufußbussarde! An den frisch überstauten Renaturierungsflächen präsentieren sich zum Teil sehr nah u.a. Rotschenkel, Bruchwasserläufer und ein Sturmmöwenpaar. Der Höhepunkt sind aber sicher das Kranichpaar, was vorsichtig und aufmerksam davonschreitet, als wir am letzten Beobachtungspunkt ankommen. Bald darauf entdecken wir die beiden sicher noch keine zwei Tage alten, noch sehr kleinen Kranichküken am Nest!!! So niedlich, eines steht neben dem Nest und versucht es wieder zu erklimmen...

Nach der Moorbahnfahrt entdecken wir an einer weiterer Renaturierungsfläche eine Kreuzotter, Flussregenpfeifer und eine Gelbkopf-Schafstelze!

Zur Mittagspause fahren wir an die Ostemündung, um im wunderschönen Sonnenschein uns im Windschatten des Sielhauses vor dem leider sehr starken Ostwind zu schützen – dort erwarten uns die eleganten Zwergmöwen, Säbelschnäbler, Nonnengänse, Regenbrachvögel – und Lachseeschwalben, im Watt sitzend, vorbeifliegend … Insgesamt sieben Exemplare von der in Deutschland nur an der Elbmündung mit ca. 50 Paaren brütenden Art.

Am Elbdeich angekommen, erfreuen uns Uferschwalben an ihren Neströhren, verschiedene Enten, Uferschnepfen und Rotschenkel ... Der starke Wind lässt uns aber auf die Abend-Exkursion zum Wchtelkönig verzichten … - das wäre wohl nichts geworden ...

3. Tag:

Frühmorgens ein wunderbarer Spaziergang: Singvogelvielfalt im naturnahen Laubwald Holzurburg, u.a. mit Sommergoldhähnchen, Grasmücken, Teichrohrsänger, Gartenrotschwanz (erst akustisch fehlbestimmt, dann wunderbar zu sehen) und Trauerschnäppern.

Nach leckerem Frühstück im Hotel beobachten wir am Flögelner Se Schnatterenten, wieder einen Raufussbussard, am Bederkesaer See an der windgeschützten Seite schließlich viele Zwergmöwen und Trauerseeschwalben!

An den Geestepoldern Bramel und Glies und am Sellstedter See ist es weiterhin sehr windig, trotzdem sehen wir Löffler, Silberreiher, Bruchwasserläüfer, Knäkenten, Kraniche …, schließlich einen Seeadler, der von einer Krähe heftigst attackiert wird – sie setzt sich fast auf ihn …, sowie ein Baumfalke, der beeindruckend schnell nahe an unserem Turm vorbeizischt und sich dann noch länger beobachten lässt.

An der Luneplate im Watt beobachten wir viele Grünschenkel, auf den Wasserflächen u.a. eine Tafelente, Spießenten, und weiteres. Der starke Wind verhindert das Hören oder Sehen von Bartmeise und Rohrschwirl im breiten Schilfgürtel am Weserufer, ein Blaukehlchen wird allerdings von der von uns wunderschön zu beobachtenden Rohrweihe aufgescheucht und ist kurz zu sehen!

Nach dem Abendessen auf dem stilvollen „Salondampfer Hansa“ im Bremerhavener Fischereihafen beobachten wir in der dämmrigen Geesteniederung. Neben der beeindruckenden Niedermoor-Landschaft bleibt sicherlich der langanhaltende Gesang des Blaukehlchens in Erinnerung. Das kalte, windige Wetter verhindert aber leider weitere Beobachtungen!

4. Tag:

Vormittags beobachten wir bei Spieka-Neufeld bei auflaufendem Wasser. Limikolen wie Grünschenkel und Dunkle Wasserläufer, auch Spießenten und Ringelgänse sowie schließlich wieder Löffler lassen sich beobachten.

Die Mittagspause verbringen wir in schönstem Sonnenschein, im Windschatten am Geestkliff mit dem windgebeugtem Eichenkrattwald und haben dabei den Blick auf jagdfliegende Wiesenweihen sowie Steinschmätzer und Braunkehlchen.

Am Duhner Anwachs begeistert besonders die von einem Teilnehmer entdeckte, gut getarnt in der Salzwiese sitzende Sumpfohreule. Sie wirkt fast wie eine geisterhafte Erscheinung.

Zuletzt unternehmen wir eine Wanderung in die Krähenbeeren-Küsten-Heidegebiete unter Führung von Christa Schwegmann vom NABU Cuxhaven. Wir beobachten Schwarzkehlchen, Bluthänflinge und Steinschmätzer und erleben die Weite des Heidegebietes („So eine Landschaft hätten wir hier nicht erwartet“). Das Gebiet wird nach Aufgabe der Nutzung durch die Bundeswehr heute von Großtieren (Wisenten, Heck-Rindern, Konik-Pferden) beweidet und so offen gehalten wird. Einige der Heck-Rinder bekommen wir auch zu Gesicht, die Wisente sind gut versteckt – trotzdem entdecken die „Nachzügler“ der Reisegruppe eins von ihnen, ehe es rasch wieder im Wald verschwindet..

5. und 6. Tag:

Bei ausführlichen Beobachtungs-Rundgängen auf der Marscheninsel Neuwerk, die zum kleinen Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer gehört, die beeindruckenden Seevogelkolonien mit tausenden Vögeln: verschiedenen Möwenarten, Fluss-, Küsten- und besonders auch Brandseeschwalben - zum Teil stehen wir nur 30 m von den Kolonien entfernt und können das aufregende Treiben verfolgen – Balz, Fisch umhertragend, sich paarend … . Massenhaft sind Ringel- und Weißwangengänse wie auch Limikolen wie Alpenstrandläufer, Kiebitzregenpfeifer, Pfuhlschnepfen und auch einige Knutts und Goldregenpfeifer anzutreffen. Außerdem sehen wir Säbelschnäbler und Sandregenpfeifer mit Balzverhalten, nistend … Besonders beeindruckend auch die Gruppenbalz der Austernfischer, am Boden oder fliegend, jedenfalls aber laut trillernd. Auch die harlekinartig gefärbten Steinwälzer in großen Gruppen lassen sich hervorragend auf ihrem Rastplatz auf der Steinschüttung am Inselufer beobachten – und dazwischen entdecken wir nach längerem Suchen schließlich auch einen Meerstrandläufer! Sehr niedlich wieder die ersten Jungvögel bei Kiebitz, Blässhuhn (punkartiger roter Stubbelkopf) und Graugans. Die Ruhe auf dieser Insel ist überwältigend, besonders an unserem zweitem Neuwerk-Tag, an dem es zeitweise endlich einmal fast windstill ist!

7. Tag:

Bei Ebbe per Kutsche durch das Watt zwischen der Insel Neuwerk und Cuxhaven-Sahlenburg - ein Erlebnis! Viele Limikolen (Alpenstrandläufer, Pfuhlschnepfen, Grünschenkel, Austernfischer …) sind ebenfalls im Watt unterwegs, große Schare Weißwangengänse kreuzen immer wieder unseren Weg , alle unterwegs Richtung Osten – offensichtlich auf dem Zug.

Ein schöner Abschluss einer vielfältigen, äußerst artenreichen und niemals langweiligen Exkursion im Elbe-Weser-Dreieck!

Vogelartenliste (insgesamt 135 Arten):
  • Zwergtaucher
  • Haubentaucher
  • Kormoran
  • Silberreiher
  • Graureiher
  • Weißstorch
  • Löffler
  • Höckerschwan
  • Zwergschwan
  • Graugans
  • Kanadagans
  • Weißwangengans
  • Ringelgans
  • Nilgans
  • Brandgans
  • Pfeifente
  • Schnatterente
  • Krickente
  • Stockente
  • Spießente
  • Knäkente
  • Löffelente
  • Reiherente
  • Eiderente
  • Seeadler
  • Rohrweihe
  • Wiesenweihe
  • Kornweihe
  • Sperber
  • Mäusebussard
  • Raufußbussard
  • Turmfalke
  • Baumfalke
  • Fasan
  • Teichhuhn
  • Blässhuhn
  • Kranich
  • Austernfischer
  • Säbelschnäbler
  • Flussregenpfeifer
  • Sandregenpfeifer
  • Goldregenpfeifer
  • Kiebitzregenpfeifer
  • Kiebitz
  • Knutt
  • Meerstrandläufer
  • Alpenstrandläufer
  • Kampfläufer
  • Bekassine
  • Uferschnepfe
  • Pfuhlschnepfe
  • Regenbrachvogel
  • Großer Brachvogel
  • Dunkler Wasserläufer
  • Rotschenkel
  • Grünschenkel
  • Bruchwasserläufer
  • Flussuferläufer
  • Steinwälzer
  • Zwergmöwe
  • Lachmöwe
  • Sturmmöwe
  • Heringsmöwe
  • Silbermöwe
  • Mantelmöwe
  • Lachseeschwalbe
  • Brandseeschwalbe
  • Flussseeschwalbe
  • Küstenseeschwalbe
  • Trauerseeschwalbe
  • Straßentaube
  • Hohltaube
  • Ringeltaube
  • Türkentaube
  • Kuckuck
  • Sumpfohreule
  • Mauersegler
  • Schwarzspecht
  • Buntspecht
  • Feldlerche
  • Uferschwalbe
  • Rauchschwalbe
  • Mehlschwalbe
  • Baumpieper
  • Wiesenpieper
  • Wiesen-Schafstelze
  • Gelbkopf-Schafstelze
  • Bachstelze
  • Zaunkönig
  • Heckenbraunelle
  • Rotkehlchen
  • Blaukehlchen
  • Hausrotschwanz
  • Gartenrotschwanz
  • Braunkehlchen
  • Schwarzkehlchen
  • Steinschmätzer
  • Amsel
  • Singdrossel
  • Misteldrossel
  • Wacholderdrossel
  • Feldschwirl
  • Schilfrohrsänger
  • Teichrohrsänger
  • Klappergrasmücke
  • Dorngrasmücke
  • Gartengrasmücke
  • Mönchsgrasmücke
  • Waldlaubsänger
  • Zilpzalp
  • Fitis
  • Sommergoldhähnchen
  • Trauerschnäpper
  • Weidenmeise
  • Tannenmeise
  • Blaumeise
  • Kohlmeise
  • Kleiber
  • Gartenbaumläufer
  • Neuntöter
  • Eichelhäher
  • Elster
  • Dohle
  • Saatkrähe
  • Rabenkrähe
  • Star
  • Haussperling
  • Feldsperling
  • Buchfink
  • Grünling
  • Stieglitz
  • Bluthänfling
  • Goldammer
  • Rohrammer
Andere Tiere:
  • Aurorafalter
  • Bisam
  • Hase
  • Hornisse
  • Kaninchen
  • Kreuzotter
  • Landkärtchen
  • Rotwangenschildkröte
  • Seehund
  • Tagpfauenauge
  • Wildschwein
Reisebericht 2010

Zeit: 01.05.-06.05.10

Unterkunft: Hotels in Otterndorf und auf Neuwerk

Teilnehmerzahl: 14

Reiseleiter: Stefan Lilje

Wattenmeer mit Salzwiesen und Insel Neuwerk, der Strom Elbe, Marsch, Moor, Geest, zum Teil mit Heideflächen, uriger Laubwald und See mit Schilfgürtel, überstaute Polder, Röhrichtgürtel – eine große Landschaftsvielfalt, die entsprechend viele verschiedenartige Lebensräume mit Beobachtungsmöglichkeiten für unterschiedlichste Vogelarten ermöglicht!

1. Tag:

Ankunft und Spaziergang im malerischen Otterndorf mit Schlosspark einschließlich Saatkrähenkolonie, Blick auf die Elbmündung, schließlich Beobachtungen an Kleipütten, im Belumer Elbvorland und an der Ostemündung. Wir entdecken viele verschiedene Enten, Grau-, Nil- und Kanadagans Die Kolbenenten am einzigen Brutplatz weit und breit lassen sich dieses Jahr leider nicht blicken … dafür aber ein noch nicht voll ausgefärbter Zwergschwan! Eigentlich sollte der doch längst viel weiter im Norden sein …

Der abendliche Gang durch das Flögelner Holz ist gut zum Rotkehlchen- und Singdrossel-Gesang üben sowie Fledermaus beobachten, die erhoffte Waldschnepfe lässt sich aber leider nicht blicken ...

Ankunft und Spaziergang im malerischen Otterndorf mit Schlosspark einschließlich Saatkrähenkolonie, Blick auf die Elbmündung, schließlich Beobachtungen – leider in Kälte und Regen - an Kleipütten, im Belumer Elbvorland und an der Ostemündung. Wir entdecken viele verschiedene Enten, Grau-, Nil- und Kanada- und Rostgans Auch die Kolbenenten am einzige Brutplatz weit und breit lassen sich blicken ... und dort fliegen auch die ersten beiden Lachseeschwalben der Reise vorüber. Aber das sind noch nicht die letzten!

2. Tag:

Fahrt mit der alten Torf-Lorenbahn ins teilweise renaturierte Ahlenmoor: Die angepassten Moorpflanzen wie Sonnentau oder Wollgras (gerade wunderschön großflächig fruchtend) sind an den Haltepunkten ebenso zu entdecken wie Braun- und Schwarzkehlchen, Wiesen-Schafstelze und Baumpieper mit wunderschönem Balzflug. Toll sind besonders die vorüberziehenden Weiehn: Korn-, Wiesen und Rohrweihe sind gut zu sehen, ebenso mindestens zwei Raufußbussarde! An den frisch überstauten Renaturierungsflächen präsentieren sich zum Teil sehr nah u.a. Rotschenkel, Bruchwasserläufer und ein Sturmmöwenpaar. Der Höhepunkt sind aber sicher das Kranichpaar, was vorsichtig und aufmerksam davonschreitet, als wir am letzten Beobachtungspunkt ankommen. Bald darauf entdecken wir die beiden sicher noch keine zwei Tage alten, noch sehr kleinen Kranichküken am Nest!!! So niedlich, eines steht neben dem Nest und versucht es wieder zu erklimmen...

Nach der Moorbahnfahrt entdecken wir an einer weiterer Renaturierungsfläche eine Kreuzotter, Flussregenpfeifer und eine Gelbkopf-Schafstelze!

Zur Mittagspause fahren wir an die Ostemündung, um im wunderschönen Sonnenschein uns im Windschatten des Sielhauses vor dem leider sehr starken Ostwind zu schützen – dort erwarten uns die eleganten Zwergmöwen, Säbelschnäbler, Nonnengänse, Regenbrachvögel – und Lachseeschwalben, im Watt sitzend, vorbeifliegend … Insgesamt sieben Exemplare von der in Deutschland nur an der Elbmündung mit ca. 50 Paaren brütenden Art.

Am Elbdeich angekommen, erfreuen uns Uferschwalben an ihren Neströhren, verschiedene Enten, Uferschnepfen und Rotschenkel ... Der starke Wind lässt uns aber auf die Abend-Exkursion zum Wchtelkönig verzichten … - das wäre wohl nichts geworden ...

Fahrt mit der alten Torf-Lorenbahn ins teilweise renaturierte Ahlenmoor: die angepassten Moorpflanzen wie Sonnentau oder Wollgras (gerade wunderschön großflächig fruchtend) sind an den Haltepunkten ebenso zu entdecken wie Braun- und Schwarzkehlchen, Schafstelze und Baumpieper mit wunderschönem Balzflug. An den frisch überstauten Renaturierungsflächen präsentieren sich zum Teil sehr nah u.a. Rotschenkel, Bruchwasserläufer und ein balzendes Sturmmöwenpaar sowie ein lang Morgentoilette haltender Kranich.

Die Suche nach der am Vortag von anderen Ornithologen entdeckte Zwerggans am Flögelner See bleibt erfolglos – sie ist auch danach nicht wieder beobachtet worden.

Nach einer kleinen Mittagspause fahren wir zunächst an die Ostemündung – dort erwarten uns tausende Nonnengänse, Pfuhlschnepfen, Grünschenkel, Dunkle Wasserläufer – und wiederum Lachseeschwalben, im Watt sitzend, über uns fliegend und rufend ...

In ehemaligen nordkehdinger Außendeich beobachten wir an einem Graben wiederum ein Lachseeschwalbe – sie jagt offensichtlich Insekten und fliegt immer wieder direkt auf uns zu, oft nur etwa 20m entfernt … Am Graben sitzen auch Bruchwasserläufer und ganz in der Nähe auf einer Wiesen sitzen ruhig und gelassen zwei Uferschnepfen und lassen sich minutenlang beim Putzen beobachten …

Am Elbdeich angekommen erfreuen uns Kiebitze mit kleinen, niedlichen Küken, Uferschwalben an ihren Neströhren, Schilfrohrsänger und Rohrammern singen – und schließlich auch ein Blaukehlchen, einigen in der Gruppe gelingt es sogar, es kurz zu Gesicht zu bekommen.

3. Tag:

Frühmorgens ein wunderbarer Spaziergang: Singvogelvielfalt im naturnahen Laubwald Holzurburg, u.a. mit Sommergoldhähnchen, Grasmücken, Teichrohrsänger, Gartenrotschwanz (erst akustisch fehlbestimmt, dann wunderbar zu sehen) und Trauerschnäppern.

Nach leckerem Frühstück im Hotel beobachten wir am Flögelner Se Schnatterenten, wieder einen Raufussbussard, am Bederkesaer See an der windgeschützten Seite schließlich viele Zwergmöwen und Trauerseeschwalben!

An den Geestepoldern Bramel und Glies und am Sellstedter See ist es weiterhin sehr windig, trotzdem sehen wir Löffler, Silberreiher, Bruchwasserläüfer, Knäkenten, Kraniche …, schließlich einen Seeadler, der von einer Krähe heftigst attackiert wird – sie setzt sich fast auf ihn …, sowie ein Baumfalke, der beeindruckend schnell nahe an unserem Turm vorbeizischt und sich dann noch länger beobachten lässt.

An der Luneplate im Watt beobachten wir viele Grünschenkel, auf den Wasserflächen u.a. eine Tafelente, Spießenten, und weiteres. Der starke Wind verhindert das Hören oder Sehen von Bartmeise und Rohrschwirl im breiten Schilfgürtel am Weserufer, ein Blaukehlchen wird allerdings von der von uns wunderschön zu beobachtenden Rohrweihe aufgescheucht und ist kurz zu sehen!

Nach dem Abendessen auf dem stilvollen „Salondampfer Hansa“ im Bremerhavener Fischereihafen beobachten wir in der dämmrigen Geesteniederung. Neben der beeindruckenden Niedermoor-Landschaft bleibt sicherlich der langanhaltende Gesang des Blaukehlchens in Erinnerung. Das kalte, windige Wetter verhindert aber leider weitere Beobachtungen!

Dem nasskalten Wetter geschuldet entschließen wir uns zu einer Programmänderung: In Bremerhaven werden je nach Lust und Laune Zoo am Meer, Auswanderer- oder Klimahaus besucht. Doch ab mittags trotzen wir dem schlechten Wetter und werden belohnt: An der Luneplate neben einigen Grünschenkeln, Flussuferläufern singt direkt vor uns ein Blaukehlchen – und wird schließlich auch von allen gut gesehen! Des weiteren beobachten wir noch Rohrweihe, Kampfläufer,...

Schließlich erreichen wir den Geestepolder Bramel, den Polder Glies und den Sellstedter See: Temminckstrandläufer, Löffelenten, eine nah und oft sehr gut zu sehenden Rohrweihe, eine Streifengans zwischen den Graugänsen, die z.T. schon kleine, gelbe Gössel führen, sowie eine schweinisch quietschende Wasserralle … begeistern die Beobachter. Absoluter Höhepunkt aber wohl die Kraniche. Zunächst sehen wir einen erwachsenen Kranich, vorsichtig und gelassen durch die Binden schreiten – keine 80 m von uns entfernt. Bald darauf entdecken wir auch einen zweiten Altvogel, und schließlich auch noch ein halbwüchsiges Küken auf seinen stakeligen Beinen und hellbraunem Jugendgefieder! Eine tollte Beobachtung!

Weiter in der Geesteniederung bleibt sicherlich „Der Zaun“ in Erinnerung. Auf diesem Weidezaun sitzen nämlich auf etwa 30 m Länge 4 Steinschmätzer, 1 Braunkehlchen, 1 Schwarzkehlchen und 2 Dorngrasmücken und lassen sich bestens beobachten. Auf den Wiesen Richtung Geeste viele Wacholderdrosseln und ca. 50 Steinschmätzer … und schließlich wird noch ein weibliches Blaukehlchen gesichtet.

4. Tag:

Vormittags beobachten wir bei Spieka-Neufeld bei auflaufendem Wasser. Limikolen wie Grünschenkel und Dunkle Wasserläufer, auch Spießenten und Ringelgänse sowie schließlich wieder Löffler lassen sich beobachten.

Die Mittagspause verbringen wir in schönstem Sonnenschein, im Windschatten am Geestkliff mit dem windgebeugtem Eichenkrattwald und haben dabei den Blick auf jagdfliegende Wiesenweihen sowie Steinschmätzer und Braunkehlchen.

Am Duhner Anwachs begeistert besonders die von einem Teilnehmer entdeckte, gut getarnt in der Salzwiese sitzende Sumpfohreule. Sie wirkt fast wie eine geisterhafte Erscheinung.

Zuletzt unternehmen wir eine Wanderung in die Krähenbeeren-Küsten-Heidegebiete unter Führung von Christa Schwegmann vom NABU Cuxhaven. Wir beobachten Schwarzkehlchen, Bluthänflinge und Steinschmätzer und erleben die Weite des Heidegebietes („So eine Landschaft hätten wir hier nicht erwartet“). Das Gebiet wird nach Aufgabe der Nutzung durch die Bundeswehr heute von Großtieren (Wisenten, Heck-Rindern, Konik-Pferden) beweidet und so offen gehalten wird. Einige der Heck-Rinder bekommen wir auch zu Gesicht, die Wisente sind gut versteckt – trotzdem entdecken die „Nachzügler“ der Reisegruppe eins von ihnen, ehe es rasch wieder im Wald verschwindet..

Frühmorgens ein wunderbarer Spaziergang: Singvogelvielfalt im naturnahen Laubwald Holzurburg, u.a. mit Gimpel, Goldhähnchen, Grasmücken und Trauerschnäppern. Der Star ist aber der Schwarzspecht, den zunächst rufend und trommelnd hören und dann auch wunderbar sehen können.

Nach leckerem Frühstück im Hotel Vogelbeobachtungen rund um Cuxhaven:

Zunächst geht es in die Krähenbeeren-Küsten-Heidegebiete unter Führung von Christa Schwegmann und Ingrid Malsch vom NABU Cuxhaven. Wir beobachten Schwarzkehlchen, Bluthänflinge und Baumpieper sowie ein wunderschön gaukelndes Wiesenweihen-Männchen und wieder einzelne Lachseeschwalben, einige mit Eidechsen im Schnabel - wir haben keine einzige Eidechse entdeckt - und erleben die Weite des Heidegebietes („So eine Landschaft hätten wir hier nicht erwartet“), das nach Aufgabe der Nutzung durch die Bundeswehr heute von Großtieren (Wisenten, Heck-Rindern, Konik-Pferden) beweidet und so offen gehalten wird. Einige der Heck-Rinder bekommen wir auch in der ferne zu Gesicht, die Wisente sind leider gut versteckt.

Bei einem kurzen Stopp an einen Parkplatz am Rande des Heidegebiets dann Lachseeschwalben satt: Ca. 25 sitzen auf nahen Äckern, fliegen auf, als ein Wanderfalke sich nähert – etwa ein Drittel der deutschen Gesamtpopulation!

Nach der Mittagspause im Windschatten am Geestkliff mit den windgebeugtem Eichenkrattwald und Kaffeepause Beobachtungen bei auflaufend Wasser mit vielen Limikolen, Ringelgänsen und drei Löfflern am Strand von Spieka-Neufeld, danach Besuch des Wattenmeerhauses in Dorum-Neufeld, Beobachtungen am dortigen Hochwasserrastplatz (viele Sandregenpfeifer und Alpenstrandläufer und eine Wiesenweihe Rückfahrt nach Cuxhaven und Spaziergang zur Duhner Heide/Duhner Anwachs, wo sich bei ablaufendem Wasser u.a. auch die ersten Kiebitzregenpfeifer der Reise zeigen!

5. Tag:

Bei Ebbe per Kutsche oder zu Fuß durch das Watt zwischen Cuxhaven-Sahlenburg und der Insel Neuwerk – ein Erlebnis! Beim ausführlichen Beobachtungs-Rundgang auf der Marscheninsel Neuwerk, die zum kleinen Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer gehört, die beeindruckenden Seevogelkolonien mit tausenden Vögeln: verschiedenen Möwenarten, Fluss-, Küsten- und besonders auch Brandseeschwalben - zum Teil stehen wir nur 30 m von den Kolonien entfernt und können das aufregende Treiben verfolgen – Balz, Fisch umhertragend, sich paarend … . Massenhaft sind Ringelgänse wie auch Limikolen wie Alpenstrandläufer, Kiebitzregenpfeifer, Pfuhlschnepfen und auch einige Knutts und Goldregenpfeifer anzutreffen. Außerdem sehen wir Säbelschnäbler und Sandregenpfeifer mit Balzverhalten, nistend … Auch die harlekinartig gefärbten Steinwälzer in einer sehr großen Gruppe – über 200 – lassen sich hervorragend beobachten.

6. Tag:

Nationalparkhaus und Leuchtturmbesichtigung (das älteste Bauwerk Hamburgs mit tollem Blick über Wattenmeer bis zum Festland) Schließlich die Rückfahrt per Kutsche nach Cuxhaven

Ein schöner Abschluss einer vielfältigen, äußerst artenreichen und niemals langweiligen Exkursion im Elbe-Weser-Dreieck!

Vogelartenliste (insgesamt 132 Arten):
  • Haubentaucher
  • Kormoran
  • Graureiher
  • Weißstorch
  • Löffler
  • Höckerschwan
  • Graugans
  • Streifengans
  • Kanadagans
  • Weißwangengans
  • Ringelgans
  • Nilgans
  • Rostgans
  • Brandgans
  • Pfeifente
  • Schnatterente
  • Krickente
  • Stockente
  • Löffelente
  • Kolbenente
  • Reiherente
  • Eiderente
  • Rohrweihe
  • Wiesenweihe
  • Sperber
  • Mäusebussard
  • Turmfalke
  • Wanderfalke
  • Fasan
  • Wasserralle
  • Teichhuhn
  • Blässhuhn
  • Kranich
  • Austernfischer
  • Säbelschnäbler
  • Flussregenpfeifer
  • Sandregenpfeifer
  • Goldregenpfeifer
  • Kiebitzregenpfeifer
  • Kiebitz
  • Knutt
  • Temminckstrandläufer
  • Meerstrandläufer
  • Steinwälzer
  • Kampfläufer
  • Bekassine
  • Uferschnepfe
  • Pfuhlschnepfe
  • Regenbrachvogel
  • Großer Brachvogel
  • Dunkler Wasserläufer
  • Rotschenkel
  • Grünschenkel
  • Waldwasserläufer
  • Bruchwasserläufer
  • Flussuferläufer
  • Steinwälzer
  • Zwergmöwe
  • Lachmöwe
  • Sturmmöwe
  • Heringsmöwe
  • Mantelmöwe
  • Silbermöwe
  • Mantelmöwe
  • Lachseeschwalbe
  • Brandseeschwalbe
  • Flussseeschwalbe
  • Küstenseeschwalbe
  • Straßentaube
  • Ringeltaube
  • Türkentaube
  • Kuckuck
  • Mauersegler
  • Schwarzspecht
  • Grünspecht
  • Buntspecht
  • Feldlerche
  • Uferschwalbe
  • Rauchschwalbe
  • Mehlschwalbe
  • Baumpieper
  • Wiesenpieper
  • Wiesen-Schafstelze
  • Thunberg-Schafstelze
  • Bachstelze
  • Zaunkönig
  • Heckenbraunelle
  • Rotkehlchen
  • Blaukehlchen
  • Hausrotschwanz
  • Gartenrotschwanz
  • Braunkehlchen
  • Schwarzkehlchen
  • Steinschmätzer
  • Amsel
  • Wacholderdrossel
  • Misteldrossel
  • Singdrossel
  • Feldschwirl
  • Teichrohrsänger
  • Schilfrohrsänger
  • Klappergrasmücke
  • Dorngrasmücke
  • Gartengrasmücke
  • Mönchsgrasmücke
  • Zilpzalp
  • Fitis
  • Sommergoldhähnchen
  • Trauerschnäpper
  • Schwanzmeise
  • Blaumeise
  • Weidenmeise
  • Kohlmeise
  • Kleiber
  • Gartenbaumläufer
  • Neuntöter
  • Eichelhäher
  • Elster
  • Dohle
  • Saatkrähe
  • Rabenkrähe
  • Kolkrabe
  • Star
  • Haussperling
  • Buchfink
  • Grünling
  • Stieglitz
  • Erlenzeisig
  • Bluthänfling
  • Gimpel
  • Goldammer
  • Rohrammer
Säugetiere:
  • Reh
  • Wildschwein (mit Frischlingen)
  • Seehund
  • Hase
  • Eichhörnchen
  • Bisamratte
Reisebericht 2009

Zeit: 06.05.-10.05.09 Unterkunft: Hotel in Otterndorf Teilnehmerzahl: 15 Reiseleiter: Stefan Lilje Wattenmeer mit Salzwiesen und Insel Neuwerk, der Strom Elbe, Marsch, Moor, Geest, zum Teil mit Heideflächen, uriger Laubwald und See mit Schilfgürtel, überstaute Polder, Röhrichtgürtel – eine große Landschaftsvielfalt, die entsprechend viele verschiedenartige Lebensräume mit Beobachtungsmöglichkeiten für unterschiedlichste Vogelarten ermöglicht

1. Tag:

Ankunft und Spaziergang im malerischen Otterndorf mit Schlosspark einschließlich Saatkrähenkolonie, Blick auf die Elbmündung, schließlich Beobachtungen an Kleipütten, im Belumer Elbvorland und an der Ostemündung. Wir entdecken viele verschiedene Enten, Grau-, Nil- und Kanadagans Die Kolbenenten am einzigen Brutplatz weit und breit lassen sich dieses Jahr leider nicht blicken … dafür aber ein noch nicht voll ausgefärbter Zwergschwan! Eigentlich sollte der doch längst viel weiter im Norden sein …

Der abendliche Gang durch das Flögelner Holz ist gut zum Rotkehlchen- und Singdrossel-Gesang üben sowie Fledermaus beobachten, die erhoffte Waldschnepfe lässt sich aber leider nicht blicken ...

Ankunft und Spaziergang im malerischen Otterndorf mit Schlosspark einschließlich Saatkrähenkolonie, Blick auf die Elbmündung, schließlich Beobachtungen an Kleipütten, im Belumer Elbvorland und an der Ostemündung. Reichlich Höhepunkte: Wir entdecken viele verschiedene Enten, Nonnen-, Grau-, Nil- und Kanadagans sowie verschiedenste Limikolen. u.a. Temminckstrandläufer, Kampfläufer, Flussuferläufer. Auch die Kolbenenten am einzige Brutplatz weit und breit lassen sich blicken ... An der Ostemündung: Im Watt lassen sich Pfuhlschnepfen, Kiebitzregenpfeifer, Säbelschnäbler, Gr. Brachvögel ... beobachten, in der Ferne sitzt auch ein Seeadler. Bei der abendlichen Exkursion nach Nordkehdingen hören wir aufgeregte Uferschnepfen und Rotschenkel, auch Feldschwirl und die erhofften Blaukehlchen singen - und trotz der kühlen Witterung mit recht starkem Wind läßt sehr nah und laut noch ein Wachtelkönig sein charakteristisches „Crex crex“ hören! Was für ein Glück!

2. Tag:

Fahrt mit der alten Torf-Lorenbahn ins teilweise renaturierte Ahlenmoor: Die angepassten Moorpflanzen wie Sonnentau oder Wollgras (gerade wunderschön großflächig fruchtend) sind an den Haltepunkten ebenso zu entdecken wie Braun- und Schwarzkehlchen, Wiesen-Schafstelze und Baumpieper mit wunderschönem Balzflug. Toll sind besonders die vorüberziehenden Weiehn: Korn-, Wiesen und Rohrweihe sind gut zu sehen, ebenso mindestens zwei Raufußbussarde! An den frisch überstauten Renaturierungsflächen präsentieren sich zum Teil sehr nah u.a. Rotschenkel, Bruchwasserläufer und ein Sturmmöwenpaar. Der Höhepunkt sind aber sicher das Kranichpaar, was vorsichtig und aufmerksam davonschreitet, als wir am letzten Beobachtungspunkt ankommen. Bald darauf entdecken wir die beiden sicher noch keine zwei Tage alten, noch sehr kleinen Kranichküken am Nest!!! So niedlich, eines steht neben dem Nest und versucht es wieder zu erklimmen...

Nach der Moorbahnfahrt entdecken wir an einer weiterer Renaturierungsfläche eine Kreuzotter, Flussregenpfeifer und eine Gelbkopf-Schafstelze!

Zur Mittagspause fahren wir an die Ostemündung, um im wunderschönen Sonnenschein uns im Windschatten des Sielhauses vor dem leider sehr starken Ostwind zu schützen – dort erwarten uns die eleganten Zwergmöwen, Säbelschnäbler, Nonnengänse, Regenbrachvögel – und Lachseeschwalben, im Watt sitzend, vorbeifliegend … Insgesamt sieben Exemplare von der in Deutschland nur an der Elbmündung mit ca. 50 Paaren brütenden Art.

Am Elbdeich angekommen, erfreuen uns Uferschwalben an ihren Neströhren, verschiedene Enten, Uferschnepfen und Rotschenkel ... Der starke Wind lässt uns aber auf die Abend-Exkursion zum Wchtelkönig verzichten … - das wäre wohl nichts geworden ...

Fahrt mit der alten Torf-Lorenbahn ins teilweise renaturierte Ahlenmoor: die angepaßten Moorpflanzen wie Sonnentau, Moosbeere oder Wollgras (gerade wunderschön großflächig fruchtend) sind an den Haltepunkten ebenso zu entdecken wie Braun- und Schwarzkehlchen, Schafstelze, und Baumpieper mit wunderschönem Balzflug. An den frisch überstauten Renaturierungsflächen präsentieren sich zum Teil sehr nah u.a. Rotschenkel, Bruchwasserläufer und eine Sturmmöwe auf ihrem Nest. Auf dem Bedekesaer See entdecken wir Haubentaucher und Heringsmöwen, schließlich errreichen wir den Geestepolder Bramel, den Polder Glies und den Sellstedter See: Silberreiher, Flussregenpfeifer, Löffelenten, Kornweihe … begeistern die Beobachter. Absoluter Höhepunkt aber wohl die Kraniche. Zunächst sehen wir einen erwachsenen Kranich, vorsichtig und gelassen durch die halbhoch aufgewachsene Wiese schreiten – keine 30 m von uns entfernt. Bald darauf entdecken wir auch einen zweiten Altvogel, und schließlich auch noch zwei halbwüchsige Küken mit ihren stakligen Beinen und hellbraunem Jugendgefieder! Eine tolle Beobachtung! An der Luneplate sehen wir im Watt u.a. Dunkle Wasserläufer und Säbelschnäbler, im Röhricht immer wieder Bartmeisen rufend und schließlich auch vorüberfliegend, hören einen singenden Rohrschwirl und ein singendes Blaukehlchen. Bei Beobachtungen an Ausgleichsflächen für den Containerhafen entdecken wir unterschiedlichste Limikolen und Entenvögel sowie eine Trauerseeschwalbe. Und schließlich – dank einer besonders aufmerksamen Beobachterin in unserer Gruppe – werden wir auf einen weißen Fleck in der Wiese aufmerksam – ein Löffler! Nach dem Abendessen auf einem repräsentativen Salondampfer im Bremerhavener Fischreihafen Beobachtungen in der Geesteniederung bei Altluneberg – besonders ein Ohrenschmaus: Feldschwirle schnurren unablässig, Kuckucke rufen ihren Namen, eine Waldohreule ruft, und Bekassinen macht ihrem zweitem Namen „Himmelziege“ mit ihrem Balzflug alle Ehre.

3. Tag:

Frühmorgens ein wunderbarer Spaziergang: Singvogelvielfalt im naturnahen Laubwald Holzurburg, u.a. mit Sommergoldhähnchen, Grasmücken, Teichrohrsänger, Gartenrotschwanz (erst akustisch fehlbestimmt, dann wunderbar zu sehen) und Trauerschnäppern.

Nach leckerem Frühstück im Hotel beobachten wir am Flögelner Se Schnatterenten, wieder einen Raufussbussard, am Bederkesaer See an der windgeschützten Seite schließlich viele Zwergmöwen und Trauerseeschwalben!

An den Geestepoldern Bramel und Glies und am Sellstedter See ist es weiterhin sehr windig, trotzdem sehen wir Löffler, Silberreiher, Bruchwasserläüfer, Knäkenten, Kraniche …, schließlich einen Seeadler, der von einer Krähe heftigst attackiert wird – sie setzt sich fast auf ihn …, sowie ein Baumfalke, der beeindruckend schnell nahe an unserem Turm vorbeizischt und sich dann noch länger beobachten lässt.

An der Luneplate im Watt beobachten wir viele Grünschenkel, auf den Wasserflächen u.a. eine Tafelente, Spießenten, und weiteres. Der starke Wind verhindert das Hören oder Sehen von Bartmeise und Rohrschwirl im breiten Schilfgürtel am Weserufer, ein Blaukehlchen wird allerdings von der von uns wunderschön zu beobachtenden Rohrweihe aufgescheucht und ist kurz zu sehen!

Nach dem Abendessen auf dem stilvollen „Salondampfer Hansa“ im Bremerhavener Fischereihafen beobachten wir in der dämmrigen Geesteniederung. Neben der beeindruckenden Niedermoor-Landschaft bleibt sicherlich der langanhaltende Gesang des Blaukehlchens in Erinnerung. Das kalte, windige Wetter verhindert aber leider weitere Beobachtungen!

Frühmorgens ein wunderbarer Spaziergang: Singvogelvielfalt im naturnahen Laubwald Holzurburg, u.a. mit Waldlaubsänger, Gimpel, Goldhähnchen, Grasmücken und mehreren Trauerschnäppern, die sich auf ihren Singwarten auch schön betrachten lassen. Zu hören gibt es auch Hohltaube, Schwarzspecht mit seiner Rufvielfalt und dem beeindruckenden Trommeln, den quäkenden Mittelspecht! Nach leckerem Frühstück im Hotel Vogelbeobachtungen rund um Cuxhaven: Zunächst werden am Watt bei Spieka-Neufeld mit auflaufendem Wasser u.a. Alpenstrandläufer, Dunkle Wasserläufer, Regenbrachvögel, Pfuhlschnepfen, Ringelgänse und Spießenten bestimmt. Am Geestkliff mit den windgebeugtem Eichenkrattwald machen wir einen kleinen Spaziergang, ein weiterer Stop am Kahle Berg gilt den Lachseeschwalben, die hier häufig zu sehen sind – aber diesmal nicht. Beim Mittagspicknick in schönster Sonne am Beobachtungsturm an der Duhner Heide sehen wir einerseits Kiebitzregenpfeifer, Rotschenkel, Pfuhlschnepfen, Seeschwalben, Steinwälzer und auffällig viele Grünschenkel, andererseits Dorngrasmücken sehr nah. Auch hier suchen die Lachseeschwalben häufig nach Nahrung – heute scheinen sie ihren Hunger nach Eidechsen, Großinsekten etc. anderswo zu stillen! Nach dem Besuch des Nationalparkzentrums – hier erfährt man mehr Lebensraum Watt – geht es in die Krähenbeeren-Küsten-Heidegebiete unter Führung von Christa Schwegmann vom NABU Cuxhaven. Wir beobachten Schwarz- und Braunkehlchen, Bluthänflinge und Baumpieper und erleben die Weite des Heidegebietes („So eine Landschaft hätten wir hier nicht erwartet“), das nach Aufgabe der Nutzung durch die Bundeswehr heute von Großtieren (Wisente, Heck-Rinder, Konik-Pferde) beweidet und so offen gehalten wird. Eines der Konik-Pferde bekommen wir auch zu Gesicht, die Wisente sind leider gut versteckt. Und: Immer noch keine Lachseeschwalben, aber beruhigende Aussagen des Reiseleiters: „Die kommen schon noch!“ Am Abend nach köstlichem Essen in Altenwalde verhindert Gewitter und Wind einen Versuch, den Ziegenmelker zu hören.

4. Tag:

Vormittags beobachten wir bei Spieka-Neufeld bei auflaufendem Wasser. Limikolen wie Grünschenkel und Dunkle Wasserläufer, auch Spießenten und Ringelgänse sowie schließlich wieder Löffler lassen sich beobachten.

Die Mittagspause verbringen wir in schönstem Sonnenschein, im Windschatten am Geestkliff mit dem windgebeugtem Eichenkrattwald und haben dabei den Blick auf jagdfliegende Wiesenweihen sowie Steinschmätzer und Braunkehlchen.

Am Duhner Anwachs begeistert besonders die von einem Teilnehmer entdeckte, gut getarnt in der Salzwiese sitzende Sumpfohreule. Sie wirkt fast wie eine geisterhafte Erscheinung.

Zuletzt unternehmen wir eine Wanderung in die Krähenbeeren-Küsten-Heidegebiete unter Führung von Christa Schwegmann vom NABU Cuxhaven. Wir beobachten Schwarzkehlchen, Bluthänflinge und Steinschmätzer und erleben die Weite des Heidegebietes („So eine Landschaft hätten wir hier nicht erwartet“). Das Gebiet wird nach Aufgabe der Nutzung durch die Bundeswehr heute von Großtieren (Wisenten, Heck-Rindern, Konik-Pferden) beweidet und so offen gehalten wird. Einige der Heck-Rinder bekommen wir auch zu Gesicht, die Wisente sind gut versteckt – trotzdem entdecken die „Nachzügler“ der Reisegruppe eins von ihnen, ehe es rasch wieder im Wald verschwindet..

Bei Ebbe per Kutsche durch das Watt zwischen Cuxhaven-Sahlenburg und der Insel Neuwerk – ein Erlebnis! Beim ausführlichen Beobachtungs-Rundgang auf der Marscheninsel Neuwerk, die zum kleinen Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer gehört, die beeindruckenden Seevogelkolonien mit verschiedenen Möwenarten, Fluss-, Küsten- und besonders auch Brandseeschwalben - zum Teil stehen wir nur 30 m von den Kolonien entfernt und können das aufregende Treiben verfolgen – Balz, Fisch umhertragend, sich paarend … . Massenhaft sind Ringelgänse wie auch Limikolen wie Alpenstrandläufer, Kiebitzregenpfeifer und Pfuhlschnepfen anzutreffen. Außerdem sehen wir Säbelschnäbler und Sandregenpfeifer mit Balzverhalten, nistend … Einige haben sogar das Glück, Sandregenpfeifer-Küken zu beobachten! Auch die harlekinartig gefärbten Steinwälzer in einer sehr großen Gruppe – über 200 – lassen sich hervorragend beobachten, und bei genauer Nachsuche - „Nun find doch mal den einen Meerstrandläufer unter den Steinwälzern“ - läßt sich dieser tatsächlich gut beobachten. Bei ablaufendem Wasser finden die Unentwegten im Watt schließlich die eigentlich schon zuvor erwarteten Knutts und sogar einen Sichelstrandläufer - was für eine Limikolenvielfalt!

Schließlich die Rückfahrt per Kutsche oder zu Fuß (12 km durchs Watt) nach Cuxhaven im Abendlicht Wunderschön, die Fußgänger sehen sogar noch viele weitere Knutts! Diesmal versuchen wir nach dem Abendessen doch noch, allerdings vergeblich, den Ziegenmelker zu hören – es erklingt aber der schaurige Ruf des Waldkauzes ... Bloß: Wo bleibt die Lachseeschwalbe

5. Tag:

Bei Ebbe per Kutsche oder zu Fuß durch das Watt zwischen Cuxhaven-Sahlenburg und der Insel Neuwerk – ein Erlebnis! Beim ausführlichen Beobachtungs-Rundgang auf der Marscheninsel Neuwerk, die zum kleinen Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer gehört, die beeindruckenden Seevogelkolonien mit tausenden Vögeln: verschiedenen Möwenarten, Fluss-, Küsten- und besonders auch Brandseeschwalben - zum Teil stehen wir nur 30 m von den Kolonien entfernt und können das aufregende Treiben verfolgen – Balz, Fisch umhertragend, sich paarend … . Massenhaft sind Ringelgänse wie auch Limikolen wie Alpenstrandläufer, Kiebitzregenpfeifer, Pfuhlschnepfen und auch einige Knutts und Goldregenpfeifer anzutreffen. Außerdem sehen wir Säbelschnäbler und Sandregenpfeifer mit Balzverhalten, nistend … Auch die harlekinartig gefärbten Steinwälzer in einer sehr großen Gruppe – über 200 – lassen sich hervorragend beobachten.

In Nordkehdingen sehen wir Uferschwalben an ihren Neströhren, hören Uferschnepfen und Rotschenkel, Schilfrohrsänger und Rohrammern singend formatfüllend im Spektiv, Zwergmöwen wweite entfernt über der Elbe fliegen. An der Ostemündung dann endlich, endlich die erhofften und versprochenen Lachseeschwalben: im Watt sitzend, sich putzend, rufend und nahrungssuchend vorüberfliegend, außerdem Rohrweihen und ein Merlin ...! Ein runder Abschluß einer vielfältigen, äußerst artenreichen und niemals langweiligen Exkursion im Elbe-Weser-Dreieck!

Vogelartenliste (insgesamt 147 Arten)

  • Zwergtaucher
  • Haubentaucher
  • Kormoran
  • Silberreiher
  • Graureiher
  • Weißstorch
  • Löffler
  • Höckerschwan
  • Graugans
  • Kanadagans
  • Weißwangengans
  • Ringelgans
  • Nilgans
  • Brandgans
  • Pfeifente
  • Schnatterente
  • Krickente
  • Stockente
  • Spießente
  • Knäkente
  • Löffelente
  • Kolbenente
  • Reiherente
  • Eiderente
  • Mittelsäger
  • Seeadler
  • Rohrweihe
  • Kornweihe
  • Sperber
  • Mäusebussard
  • Turmfalke
  • Merlin
  • Rebhuhn
  • Fasan
  • Wasserralle
  • Wachtelkönig
  • Teichhuhn
  • Blässhuhn
  • Kranich
  • Austernfischer
  • Säbelschnäbler
  • Flussregenpfeifer
  • Sandregenpfeifer
  • Goldregenpfeifer
  • Kiebitzregenpfeifer
  • Kiebitz
  • Knutt
  • Sanderling
  • Temminckstrandläufer
  • Sichelstrandläufer
  • Meerstrandläufer
  • Alpenstrandläufer
  • Kampfläufer
  • Bekassine
  • Uferschnepfe
  • Pfuhlschnepfe
  • Regenbrachvogel
  • Großer Brachvogel
  • Dunkler Wasserläufer
  • Rotschenkel
  • Grünschenkel
  • Bruchwasserläufer
  • Flussuferläufer
  • Steinwälzer
  • Zwergmöwe
  • Lachmöwe
  • Sturmmöwe
  • Heringsmöwe
  • Silbermöwe
  • Mantelmöwe
  • Lachseeschwalbe
  • Brandseeschwalbe
  • Flussseeschwalbe
  • Küstenseeschwalbe
  • Trauerseeschwalbe
  • Straßentaube
  • Hohltaube
  • Ringeltaube
  • Türkentaube
  • Kuckuck
  • Waldkauz
  • Waldohreule
  • Sumpfohreule
  • Mauersegler
  • Schwarzspecht
  • Buntspecht
  • Mittelspecht
  • Feldlerche
  • Uferschwalbe
  • Rauchschwalbe
  • Mehlschwalbe
  • Baumpieper
  • Wiesenpieper
  • Schafstelze
  • Bachstelze
  • Zaunkönig
  • Heckenbraunelle
  • Rotkehlchen
  • Nachtigall
  • Blaukehlchen
  • Hausrotschwanz
  • Gartenrotschwanz
  • Braunkehlchen
  • Schwarzkehlchen
  • Steinschmätzer
  • Amsel
  • Singdrossel
  • Feldschwirl
  • Rohrschwirl
  • Schilfrohrsänger
  • Teichrohrsänger
  • Klappergrasmücke
  • Dorngrasmücke
  • Gartengrasmücke
  • Mönchsgrasmücke
  • Waldlaubsänger
  • Zilpzalp
  • Fitis
  • Wintergoldhähnchen
  • Sommergoldhähnchen
  • Trauerschnäpper
  • Bartmeise
  • Schwanzmeise
  • Haubenmeise
  • Blaumeise
  • Kohlmeise
  • Kleiber
  • Waldbaumläufer
  • Gartenbaumläufer
  • Neuntöter
  • Eichelhäher
  • Elster
  • Dohle
  • Saatkrähe
  • Rabenkrähe
  • Star
  • Haussperling
  • Feldsperling
  • Buchfink
  • Grünling
  • Stieglitz
  • Erlenzeisig
  • Bluthänfling
  • Gimpel
  • Kernbeisser
  • Goldammer
  • Rohrammer
Außerdem:
  • Bisamratte
  • Reh
  • Feldhase
  • Fuchs
  • Wasserfrosch
  • Seefrosch
  • Zauneidechse
Reisebericht 2008

Vogelvielfalt im Elbe-Weser-Dreieck 2008

Zeit: 09.05.-12.05.08 Unterkunft: Hotel in Otterndorf Teilnehmerzahl: 11 Reiseleiter: Stefan Lilje Wattenmeer mit Salzwiesen und Insel Neuwerk, der Strom Elbe, Marsch, Moor, Geest, zum Teil mit Heideflächen, Laubwald und See mit Schilfgürtel – eine große Landschaftsvielfalt, die entsprechend viele verschiedenartige Lebensräume mit Beobachtungsmöglichkeiten für unterschiedlichste Vogelarten ermöglicht! Und das alles bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen - wunderschön

1. Tag

Ankunft und Spaziergang im malerischen Otterndorf mit Schlosspark einschließlich Saatkrähenkolonie, Blick auf die Elbmündung, schließlich Beobachtungen an Kleipütten und an der Ostemündung. Reichlich Höhepunkte: Wir entdecken Trauerseeschwalben, viele verschiedene Enten, Nil- und Kanadagans sowie Flussuferläufer. Aber die Kolbenente läßt sich noch nicht blicken ... An der Ostemündung: Neben den zwei Seeadlern setzen sich Lachseeschwalben (Brutplätze in Deutschland nur bei Cuxhaven und hier), im Watt lassen sich Pfuhlschnepfen, Kiebitzregenpfeifer, Säbelschnäbler ... beobachten. Bei der abendlichen Exkursion nach Nordkehdingen hören wir neben hunderten Nonnengänsen auch aufgeregte Uferschnepfen – und besonders die erhofften Blaukehlchen eifrig singend und einen Wachtelkönig sein charakteristisches „Crex crex“ rufend.

2. Tag

Frühmorgens ein wunderbarer Spaziergang: Singvogelvielfalt im naturnahen Laubwald Holzurburg, u.a. mit Waldlaubsänger, Gimpel, Grau- und besonders Trauerschnäpper, der sich minutenlang direkt an und vor seinem Kasten aus nächster Nähe anschauen läßt, während er immer wieder singt. Zu hören gibt es auch Hohltaube, Schwarzspecht und den quäkenden Mittelspecht, der mit Geduld schließlich auch beobachtet werden kann: Knallrote Kopfplatte, rosa Flanken ... alles gut zu sehen! Nach leckerem Frühstück im Hotel Vogelbeobachtungen rund um Cuxhaven: In den Krähenbeeren-Heidegebieten unter Führung von Christa Schwegmann vom NABU Cuxhaven beobachten wir viele Steinschmätzer (er wird zu einem Chraraktervogel unserer Exkursion, insgesamt sehen wir sicher über hundert – Zughöhepunkt!) Schwarz- und Braunkehlchen, Baumpieper. Beim Mittagspicknick am Geestkliff und windgebeugten Eichenkrattwald lassen sich immer wieder Wiesenweihen sehen, am Watt bei Spieka-Neufeld mit auflaufendem Wasser werden u.a. Alpenstrandläufer, Kiebitzregenpfeifer, Rotschenkel, Pfuhlschnepfen, Dunkle Wasserläufer, Sandregenpfeifer, Ringelgänse und Spießenten bestimmt. Im Nationalparkzentrum erfährt man mehr über den Lebensraum Watt, bei ablaufendem Wasser vor Sahlenburg gibt es nun auch noch Knutts neben vielen anderen Limikolen. Schließlich abends ein Ausflug in einen schönen Laubwald, wo sich allerdings nicht pünktlich zum Einbruch der Dämmerung wie vohergesagt um 21:54 Uhr die Waldschnepfe mit ihren beeindruckenden Balzflug einstellt – es kann nicht alles klappen ...

3. Tag

Bei Ebbe zu Fuß oder per Kutsche durch das Watt zwischen Cuxhaven-Sahlenburg und der Insel Neuwerk – ein Erlebnis! Beim Beobachtungs-Rundgang auf der Marscheninsel Neuwerk, die zum kleinen Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer gehört, dann die beeindruckenden Seevogelkolonien mit verschiedenen Möwenarten, Fluss-, Küsten- und Brandseeschwalben - zum Teil stehen wir nur 30 m von den Kolonien entfernt und können das aufregende Treiben verfolgen. Massenhaft sind Ringelgänse wie auch Limikolen wie Alpenstrandläufer, Kiebitzregenpfeifer und Pfuhlschnepfen anzutreffen. Außerdem sehen wir Säbelschnäbler und Sandregenpfeifer - von denen sich einer nur wenige Meter von uns entfernt auf sein Nest setzt. Auch die harlekinartig gefärbten Steinwälzer und die Flußuferläufer lassen sich aus nächster Nähe betrachten. Schließlich die Rückfahrt per Schiff nach Cuxhaven – unterwegs immer wieder begleitet von Seeschwalben und Möwen.

4. Tag

Fahrt mit der alten Torf-Lorenbahn ins teilweise renaturierte Ahlenmoor: die angepaßten Moorpflanzen wie Sonnentau, Moosbeere oder Wollgras sind an den Haltepunkten ebenso zu entdecken wie Braun- und Schwarzkehlchen, Schafstelze, Baumpieper mit wunderschönem Balzflug oder Neuntöter. An den frisch überstauten Renaturierungsflächen präsentieren sich zum Teil sehr nah u.a. Rotschenkel, Kranich und eine Sturmmöwe auf ihrem Nest. Und natürlich wieder Steinschmätzer ... Schließlich am Geestepolder Bramel, am Polder Glies und am Sellstedter See: Besonders beeindruckend der fischende Fischadler, die Kraniche (mit Küken), aber auch Knäk- Löffel- Reiher- Krickente, Nilgänse mit Jungvögeln, Bläßgänse, Zwergtaucher, Bruchwasserläufer, Kampfläufer ... Ein singender Gartenrotschwanz erfreut uns ebenfalls An der Luneplate entdecken wir zwar keine Bartmeise, hören aber ein singendes Blaukehlchen – und mit einiger Geduld können wir es letztlich sogar kurz sehen – mit blauer Kehle und weißem Stern ... Außerdem wunderschön einige Goldregenpfeifer im besten Licht und bestem Prachtkleid. Nach dem Abendessen auf einem repräsentativen Salondampfer im Bremerhavener Fischreihafen Beobachtungen in der Geesteniederung bei Altluneberg – besonders ein Ohrenschmaus (wenn auch etwas getrübt von angeheiterten, gröhlenden jungen Männern ...): Wachteln rufen ih Pick-wer-witt, Feldschwirle schnurren unablässig, Kuckucke rufen ihren Namen, ein Blaukehlchen singt und Bekassinen rufen „Tücke-Tücke“ und macht ihrem zweitem Namen „Himmelziege“ mit ihrem Balzflug alle Ehre.

5. Tag

Es lohnt sich doch, ein zweites Mal zu schauen - wir entdecken doch noch die Kolbente an der Kleipütte in Belum, und als sehr schöne Zugabe wieder einen Fischadler, der sehr nahe stoßtauchend Fische zu erlangen sucht – schließlich kommt er mit einem dicken Fang vorübergezogen. An der Ostemündung dann eine wahre Lachseeschwalbenshow: im Watt sitzend, sich putzend, nur 15 m entfernt rufend und nahrungssuchend vorüberfliegend, außerdem Nonnengänse, Rohrweihen und ein Wespenbussard! Schließlich zum Abschluß nochmals wunderschöne Beobachtungen: Uferschwalben an ihren Neströhren, Uferschnepfen sich wild jagend und rufend, Rotschenkel mit seinem beeindruckendem Balzflug, Schilfrohrsänger und Rohrammern singend formatfüllend im Spektiv – ebenso wie ein Blaukehlchen!!! Ein runder Abschluß einer veifältigen und niemals lagnweiligen Exkursion im Elbe-Weser-Dreieck.

Vogelartenliste (insgesamt 135 Arten):
  • Zwergtaucher
  • Haubentaucher
  • Kormoran
  • Silberreiher
  • Graureiher
  • Weißstorch
  • Löffler
  • Höckerschwan
  • Zwergschwan
  • Graugans
  • Kanadagans
  • Weißwangengans
  • Ringelgans
  • Nilgans
  • Brandgans
  • Pfeifente
  • Schnatterente
  • Krickente
  • Stockente
  • Spießente
  • Knäkente
  • Löffelente
  • Reiherente
  • Eiderente
  • Seeadler
  • Rohrweihe
  • Wiesenweihe
  • Kornweihe
  • Sperber
  • Mäusebussard
  • Raufußbussard
  • Turmfalke
  • Baumfalke
  • Fasan
  • Teichhuhn
  • Blässhuhn
  • Kranich
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  • Bisamratte
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