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Insel Texel - Vogelzug mitten im Sommer (5 Tage/ 4 Nächte)

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Das Wattenmeer zwischen Dänemark und der Insel Texel in Holland gilt als bedeutende Drehscheibe im internationalen Vogelzug. Was für viele nicht vorstellbar ist, der Vogelzug im Wattenmeer beginnt schon im Sommer!

Die Watvögel (einige noch in den hübschen Brutkleidern!) aus den Tundren Sibiriens und Skandinaviens ziehen jetzt schon los in Richtung Winterquartier. Andererseits sind die heimischen Brutvögel meist noch da. Auf Texel finden wir ideale Beobachtungsbedingungen mit vielen speziell angelegten Gebieten und Beobachtungstürmen.

Wir haben gute Chancen Sandregenpfeifer, Knutts, Alpenstrandläufer, Sichelstrandläufer, Zwergstrandläufer, Pfuhl- und Uferschnepfen, Bekassinen, Regenbrachvögel und Große Brachvögel und Kampfläufer beobachten zu können. Daneben werden auch immer wieder seltenere Limikolen wie Temminckstrandläufer, Sumpfläufer, Odinshühnchen, Graubruststrandläufer oder noch seltenere Wasservögel auf Texel beobachtet.

Die Brutkolonien der Fluss-, Küsten-, Brand-, Zwergseeschwalben lösen sich jetzt auf, sodass die Vögel in hohen Zahlen im Wattenmeer und an der Nordseeküste rund um Texel zu sehen sind.

Im Hinterland brüten seltene Arten wie Sumpfohreule, Kornweihe und Löffler.

Der ornithologische Reiz dieser Nordseeinsel erklärt sich auch aus der Vielfalt ihrer Lebensräume und durch das Gegenüber von Wattenmeer und Nordsee.

Aufpreis bei 6 - 8 Teilnehmern: + 60,00 Euro pro Person

Trauminsel für Vogelgucker

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1. Tag: Anreise und erste Exkursion

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Gegen 14.00 Uhr treffen wir uns in unserem Hotel in De Koog auf Texel. Nachmittags erster Beobachtungsgang in der näheren Umgebung. Am Abend gemütliches Beisammensein und gegenseitiges Kennen lernen.

2. Tag: Unterwegs in den Norden der Insel

Wir wandern durch die einmalige Lagunenlandschaft „De Slufter“ und anschließend zum Leuchtturm im Norden der Insel. Unterwegs sehen wir viele verschiedene Wasser - und Watvögel.

3. Tag: Ab in den Süden

Heute beobachten wir im Süden der Insel in den Schutzgebieten „De Petten“ „Mokbai“ und „Geul“. Brütende Möwen und Seeschwalben, rastende Strandläufer und Reiher und gelegentlich auch ein durchziehender Fischadler sind zu entdecken.

4. Tag: Strandwanderung und Seevogelbeobachtung im Westen

An der offenen See können bei Westwind auf Texel immer wieder auch Hochseevögel wie Sturmtaucher, Raubmöwen oder Basstölpel beobachtet werden. Bei geeignetem Wind werden wir uns im sogenannten „seawatch“ probieren. Anschließend nehmen wir an einer Führung durch das Schutzgebiet „De Muy“ teil, wo sich eine Löfflerkolonie befindet.

5. Tag: Fahrradtour durch das Inselinnere

Alpenstrandläufer

Unterwegs mit dem Fahrrad durchs Inselinnere können wir weitere interessante Vogelarten entdecken.

Generelle Hinweise
  • Anforderungen der Reise: geringe Anforderungen, wandern bis 5 km
  • Die Gruppengröße dieser Reise beträgt 6 - 15 Personen. Sollte die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, kann die Reise bis 3 Wochen vor Reiseantritt abgesagt werden. Sollte der Fall eintreten, versuchen wir immer die Reise trotzdem durchzuführen. Falls dies nicht möglich ist, erstellen wir Ihnen gerne ein schönes Alternativangebot.
  • Aufpreis bei 6 - 8 Teilnehmern: + 60,00 Euro pro Person
Ermäßigungen
  • NABU/LBV-Mitglieder: 3% Rabatt
  • Rabatt bei Onlinebuchung: 15,00 Euro pro Person
Zahlungsmodalitäten
  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 10 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.
Anreise

mit der Bahn bzw. PKW bis Den Helder. Von dort ist es nicht weit bis zum Schiffsanleger. Die Schiffe fahren stündlich nach Texel und die Überfahrt dauert ca. 20 min.

Leistungen
  • Programm wie beschrieben
  • 4 Nächte in schönem Hotel auf Texel
  • 4 x Frühstück
  • 4 x Abendessen
  • Begrüßungs- und Abschiedssuppe
  • sehr gute Reiseleitung
Nicht enthaltene Leistungen
  • Anreise
  • Fahrgemeinschaften vor Ort
  • Teilweise Mittagessen
Reiseleiter

Micha A. Neumann

Veranstalter: birdingtours GmbH
Reisebericht 2011

Birdingtoursreise Texel 24.-28.07.2011

Sonntag 24.07.

Texel empfängt uns mit Regen und Sturm. Kein Wunder, hängt doch ein umfangreiches Tief an diesem Tag über ganz Mitteleuropa.

Der erste Erkundungsgang über die Insel beschränkt sich somit auf einen Besuch des interessanten und informativen Naturschutzzentrums „Ecomare“.

Nach dem sehr leckeren Abendessen legt sich der Regen dann doch noch und wir machen einen Gang an die vom Sturm aufgewühlte Nordsee. Beeindruckend! Wir machen erste Bestimmungsübungen an verschiedenen Möwenarten.

Montag 25.07.

Zum Glück hat es sich über Nacht ausgeregnet. Wir können eine Wanderung in den „Slufter“ machen, eine auf den Nordseeinseln einmalige Lagunenlandschaft.

Löffler, Möwen, Seeschwalben, Enten und Watvögel verschiedenster Art erwarten uns. Besonders gut lassen sich Pfuhlschnepfen und Löffler beobachten. Am Wegesrand auch ein paar interessante Kleinvögel wie Stieglitz, Wiesenpieper und Feldlerche.

Von einer Beobachtungsplattform im Norden des Gebietes entdecken wir nach und nach weitere Besonderheiten: Ein rastender Habicht, ein schmucker Seidenreiher sowie Korn- und Rohrweihe.

Mittags pausieren wir in einem netten Restaurant nahe des Leuchtturms im Norden der Insel. Es folgt ein schöner Spaziergang am Strand entlang.

Die nächste geplante Station müssen wir auslassen, weil erneut Regen einsetzt. Es sind nur noch Beobachtungen vom Auto aus möglich. Zum Glück lässt sich auch das auf Texel arrangieren. Das Feuchtgebiet „Wagejot“ ist von der Straße aus einsehbar und bietet sogar den Anblick von grazilen Säbelschnäblern. förmlich von der Straße aus nächster Nähe beobachten.

Dienstag 26.07.

Das Wetter wird deutlich besser. Wir fahren in den Süden der Insel. „De Petten“ ist ein großer Brutplatz von Brandseeschwalben. Auch einige Enten und Limikolen lassen sich hier finden.

In der Mokbaai , einer von den Gezeiten geprägten Meeresbucht, halten sich viele verschiedene Limikolen auf, darunter auch Goldregenpfeifer, Pfuhlschnepfen, einzelne Regenbrachvögel und Knutts.

Wir nehmen an einer Führung durch den für die Öffentlichkeit gesperrten Bereich des Naturschutzgebiets „De Geul“ teil. Wir bekommen interessanten Informationen zu den dort brütenden Löfflern und Kormoranen wie auch über Pflanzen, die im Salzwasser überleben können und über die vorbildliche Naturschutzarbeit auf der Insel Texel. Beeindruckend auch die große Kolonie Silber- und Heringsmöwen dort.

Die Mittagspause verbringen wir in einem „Pfannkuchenrestaurant“ in Den Hoorn, mit einer Auswahl von über 100 verschiedenen Pfannkuchen.

Danach folgt eine schöne Wanderung im NSG „Hoorsmeertjes“ rund um einen See. Dort entdecken wir nicht nur Tafelenten und Zwergtaucher, wir finden auch die seltene Beutelmeise und zur besonderen Freude manch eines Teilnehmers auch das gesuchte Blaukehlchen.

Weitere schöne Beobachtungen von Watvögeln verschiedenster Art an der Mokbaai runden den Tag ab.

Mittwoch 25.07.

Heute gilt es die Insel per Fahrrad zu erkunden. Bei nunmehr schönstem Wetter finden wir einige zuvor noch nicht gesichtete Waldbewohner wie Buntspecht, Gartenbaumläufer und Grauschnäpper völlig neues Naturerlebnis. Bei schönem Wetter lassen wir uns den Fahrtwind um und freuen uns besonders über den Anblick und den Ruf der Turteltaube. ,

In der „Grote Vlak“, dem Zielpunkt unserer Radtour gelingen uns phantastische Beobachtungen von Baumfalke und Kornweihe. Überraschend wird auch ein Kuckuck entdeckt. Nach einer Mittagsrast in Den Horn machen wir uns zufrieden auf den Rückweg.

Am Nachmittag gibt es noch eine Tour in das am Montag wegen Regens ausgelassene Beobachtungsgebiet im Nordosten Texels. Utopia heißt ein ganz neu angelegtes Feuchtgebiet. Hier gelingen uns einige sehr schöne Beobachtungen: Ein Zwergstrandläufer und mehrere Zwergseeschwalben sind die Highlights. Auch die andere Seite des Deiches ist interessant. Hier liegt das Schutzgebiet „De Schorren“ Wir beobachten einen Wanderfalken und eine Kornweihe bei der Jagd und üben uns im Bestimmen von Seeschwalben und Limikolen.

Dieser ereignisreiche Tag endet jedoch noch nicht mit dem wiederum guten Essen. Ein Strandspaziergang mit Beobachtung des Sonnenuntergangs im Meer schließt sich noch an

Donnerstag 26.07.

An unserem letzten Inseltag besuchen wir noch einmal das herausragende Naturschutzgebiet „De Slufter“. Erneut bietet uns die Lagunenlandschaft tolle und außergewöhnlich nahe Beobachtungen von Löfflern, verschiedenen Seeschwalben- und Limikolenarten und als besonderen Höhepunkt auch noch einen prächtigen Knutt.

Nach einer letzten Suppe im Hotel heißt es dann Abschied nehmen voneinander und von der schönen Insel Texel.

Bericht: Micha A. Neumann

Bildergalerie der Reise 2011

https://picasaweb.google.com/112968177031506535713/InselTexelMitMichaNeumannReisebericht2011

Reisebericht 2010

Vom 21.-25. Juli 2010 waren wir als Birdingtours-Reisegruppe auf der niederländischen Insel Texel zu Gast:

Die Wanderung am ersten Tag unserer Reise auf dem „Naturpaad Het Alloo“ führt uns durch ganz verschiedene Lebensräume: Dünen, Wald und Wiese, kleine Tümpel.

Wir besuchen auch den Schmetterlingsgarten, in dem hübsche, zierliche Bläulinge nach Nahrung suchen.

Texel ist ein Paradies für Seevögel, die sich von den Aussichtstürmen und bei Spaziergängen teilweise aus nächster Nähe bewundern lassen. Wir wandern durch die Lagunenlandschaft „De Slufter“ und bestaunen das mit Limikolen, Enten, Möwen und Seeschwalben gefüllte Wattenmeer bei „De Schorren“. Hier ein Austernfischer mit Spiegelbild.

Der bunte Steinwälzer im Flug – ein farbenfroher Anblick und für alle Binnenländer ein höchst ungewöhnlicher zugleich.

Die Zahl, der von uns in wenigen Tagen beobachteten Vogelarten ist erstaunlich. Hundert verschiedene Vogelarten können wir bewundern. Höhepunkt sind natürlich die vielen Watvögel: Regenbrachvogel, Kiebitzregenpfeifer, Sichelstrandläufer, Säbelschnäbler und viele mehr.

Der Stolz von Texel ist die große Zahl der dort brütenden Löffler. Diese großen, anmutigen Vögel mit dem an der Spitze löffelartig verbreiterten Schnabel gab es im Nordseebereich viele Jahre nur auf Texel zu bewundern. Heute kommen sie auch an der deutschen Nordseeküste vor. Ein weiterer großer weißer Vogel, den wir auf dieser Reise etliche Male beobachten konnten, ist der Seidenreiher.

Die vielen Seeschwalben füttern auch im Juli hier meist schon flüggen Jungvögel noch. Hier kommt eine Brandseeschwalbe mit Futter zurück zum Brutplatz „De Petten“ im Süden der Insel.

Auch für unsern Hunger ist gesorgt. Unvergesslich die „Pankoken“ in einem Restaurant im malerischen Den Hoorn.

Turteltauben sind im nördlichen Mitteleuropa schon recht selten. Auf Texel gibt es eine kleine Brutpopulation. Diesen Vogel konnten wir aus recht kurzer Distanz im Naturschutzgebiet „De Geul“ bewundern.

Nach fünf schönen Tagen, an denen wir die Insel zu Fuß, per Fahrrad und mit dem Auto erkundet haben, heißt es wieder Abschied nehmen.

Manch einer denkt sich jedoch:

Texel - Meer, Strand, Sonne und Wind – Natur pur!

Ich komme wieder!

Micha A. Neumann

Reisebericht 2009

Birdingtoursreise Texel 22.-26.07.2009

Alle Bilder sind von unserem Reiseleiter Micha A. Neumann

Unterkunft im Hotel Tatenhove Texel

Teilnehmerzahl: 8 Personen

Mittwoch 22.07.2009

Die Birdingtoursgruppe trifft sich um 14 Uhr zur obligatorischen Begrüßungssuppe im Hotel. Nach Suppengenuss und Vorstellungsrunde sind wir auch als Gruppe komplett und starten zu einer ersten Exkursion. Der Naturlehrpfad „Alloo“ führt durch die verschiedenen Lebensräume auf der Insel: Dünen und Heidelandschaft, Wald und Wiese, Kleingewässer und Ortsränder. Sehr schön ist der angelegte Schmetterlingsgarten, in dem wir ausgiebig Distelfalter, Bläulinge und andere Schmetterlinge beobachten und bei gutem Licht auch fotografieren können. Im Wald ist es zu dieser Jahreszeit recht ruhig, doch zeigt sich ein Rotkehlchen von der schönsten Seite. An einem Tümpel ist ein heimliches Teichhuhn auszumachen. Am Abend ist es der Teich vor dem Hotel, der unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht. Verschiedene Enten und Gänse sowie mehrere Möwenarten wollen bestimmt werden. Ein ausgesprochen leckeres Abendessen leitet eine muntere Gesprächsrunde ein, bevor wir den ersten Tag beschließen.

Donnerstag 23.07.2009

Heute fahren wir in den Süden der Insel. „De Petten“ ist ein großer Brutplatz von Brandseeschwalben, darunter auch einige Flussseeschwalben. Die Vögel lassen sich wunderbar und recht dicht von der Straße aus beobachten. Die Altvögel kommen mit kleinen Fischen im Schnabel angeflogen und füttern ihre schon flüggen Jungen. Ein beeindruckendes Schauspiel!

In der Mokkbai rasten viele verschiedene Limikolenarten, darunter auch Pfuhlschnepfen. Große – und Regenbrachvögel. In „De Geul“ befindet sich Texels größter Brutplatz von Löfflern. Vom Beobachtungsstand aus lassen sich viele dieser aufgrund ihres löffelartigen Schnabels exotisch anmutenden Vögel gut beobachten. Wir bestimmen auch verschiedene Entenarten und merken, dass es jetzt wo sich die Enten Großteils im Schlichtkleid befinden, nicht immer einfach ist.

Dann bekommen wir eine Führung durch den abgesperrten Bereich. Dort befindet sich eine große Brutkolonie von Herings- und Silbermöwen. Die Jungvögel sind teilweise noch im Dunenkleid und können aus nächster Nähe bestaunt werden. Eine sehr eindrucksvolle Führung.

Die Mittagspause verbringen wir in Den Hoorn. Im hübschesten Ort der Insel findet gerade ein Flohmarkt statt und das Restaurant, in dem wir speisen bietet eine schier endlose Auswahl an verschiedenen Pfannkuchen an. Lecker! Danach geht es erneut zu Mokbai. Nun bei Niedrigwasser bietet sich ein völlig anderes Bild. Überall sitzen und fliegen verschiedenste Watvögel. Höhepunkt aber ist ein kleiner weißer Reiher, der zwischen all den graubraunen Vögeln auffällt: Ein Seidenreiher! Inzwischen schon Brutvogel auf mehreren holländischen Inseln. Dieser ereignisreiche Tag geht jedoch auch nach dem gewohnt guten Abendessen noch nicht zu Ende. Zum Sonnenuntergang fahren wir an den Strand.

Freitag 24.07.2009

Der „Slufter“ im Nordwesten von Texel ist eine auf den Nordseeinseln wohl einmalige Lagunenlandschaft. Riesige Mengen von Watvögeln, Enten und Möwen rasten hier. Der Wasserstand ist zu hoch als dass wir hineinlaufen können, doch lassen sich von den Beobachtungsständen aus mit Hilfe des Spektivs eine Vielzahl von Vogelarten bestimmen. Nach der Mittagsrast in einem Strandrestaurant, wo es sich zwei Mutige nicht nehmen lassen, in die kühlen Fluten der Nordsee zu springen, geht es weiter Richtung Leuchtturm und anschließend zum Naturschutzgebiet „De Schorren“. Hier lassen sich einige Limikolen wunderbar und teilweise aus nächster Nähe studieren: Knutts, Alpenstrandläufer, Steinwälzer und vieles mehr – alles prächtig anzuschauen, ebenso wie ein Trupp Löffler! Auch auf dem weiteren Weg gibt es noch einige sehr interessante Beobachtungspunkte. Im Wagejot lassen sich ein paar Säbelschnäbler förmlich von der Straße aus nächster Nähe beobachten.

Samstag 25.07.2009

Die Insel per Fahrrad zu erkunden, bietet noch einmal ein völlig neues Naturerlebnis. Bei schönem Wetter lassen wir uns den Fahrtwind um die Nase wehen und reisen über Wege, die für Autos gesperrt sind. Lange Zeit geht es durch den Wald, wo wir manche neue Art für diese Reise entdecken können. Ein Habicht ruft und Grauschnäpper und Gartenbaumläufer lassen sich schließlich von der ganzen Gruppe schön beobachten. In der „Grote Vlak“, dem Zielpunkt unserer Radtour wartet erneut neben anderen Arten ein Seidenreiher auf uns. Danach geht es – natürlich nicht ohne viele Zwischenstopps mit „Ah´s und Oh´s“ zurück zum Hotel. Nach der Stärkung dort eine weitere Exkursion, diesmal in den Südosten der Insel. Wir besteigen den „höchsten Berg“ von Texel, der uns mit seinen Metern keine alpinen Vorerfahrungen abverlangt. Am Waldrand entdecken wir Gelbspötter und erneut Grauschnäpper. Interessant ist dann der Besuch eines historischen Forts aus der Napoleonzeit, bevor es bei einem Beobachtungsgang am… auch ornithologisch nochmal spannend wird.

Die grazile Zwergseeschwalbe und eine heimliche Bekassine lassen sich hier entdecken. Am letzten gemeinsamen Abend unserer Reise betrachten und bestaunen wir nach dem Essen die Fotos der verschiedenen Fotografen, die per Beamer an die Wand geworfen werden können. Viele sehr schöne Eindrücke, die bleiben werden!

Sonntag 26.07.2009

Bereits der letzte Tag unserer Reise. Nachdem wir noch an ein paar für uns neue Seen im Inselinneren beobachtet haben, begeben wir uns noch einmal zum „Slufter“. Heute ist der Wasserstand niedrig genug, so dass wir ins Gebiet hineinlaufen können. Herrliche Natureindrücke bei schönstem Wetter erwarten uns. Ein letztes Mal bestimmen wir noch verschiedene Limikolen, Seeschwalben und Enten bevor wir uns auf den Rückweg zum Hotel machen. Dort wartet bereits die Abschiedssuppe auf uns. Eine rundum schöne Reise geht zu Ende. Auf Wiedersehen Texel!

Bericht: Micha A. Neumann
Reisebericht 2008

Birdingtours - Reisebericht Texel 19. – 23. Juli 2008 Bericht: Micha A. Neumann

Fotos: Stefanie Dittes/NABU Bon

Samstag 19. Juli:

Es ist 14 Uhr im Hotel Tatenhove in Den Burg auf Texel. Die Teilnehmer der Birdingtours Reisegruppe sind alle eingetroffen und löffeln die Begrüßungssuppe. Nachdem die Zimmer bezogen sind, geht es auf eine erste Erkundungstour. Das Wetter kann sich nicht so recht entscheiden: Regengüsse und heitere Abschnitte wechseln einander ab. Doch wir haben Glück und können unsere Wanderung durch Wald und Dünen weitgehend trocken vollenden. Es zeigt sich uns auf diesem Naturlehrpfad „Alloo“ eine abwechslungsreiche Landschaft: Dünen und Heide, Wälder und kleine Tümpel am Wegesrand und sogar ein angelegter Schmetterlingsgarten. Vögel gibt es natürlich auch. So zeigen sich ein paar männliche Bluthänflinge von ihrer schönsten Seite und unter Graugänsen finden wir überraschend auch ein paar Kanadagänse. Einige Singvögel verraten sich nur durch ihre Stimme wie der Grauschnäpper, der sein scharfes „ziit“ aus dem Wipfelbereich eines Baumes ruft. Das Abendessen im Hotel ist ausgesprochen lecker und manch einer beschließt diesen schönen ersten Tag noch mit einem frischen Bier in der gemütlichen Sitzecke des Hotels.

Sonntag, 20. Juli

Es weht ein stürmischer Wind auf Texel. Die Lagunenlandschaft „de Slufter“ im Nordwesten der Insel steht voller Wasser und kann nur von den Beobachtungsständen aus betrachtet werden. Das aber lohnt sich: Große Trupps von Grün – und Rotschenkeln, Großen und Regenbrachvögeln bevölkern das Feuchtgebiet. Dazwischen immer wieder auch etwas anderes, wie z.B. Flussuferläufer und Sandregenpfeifer. Weiter entfernt auch Eiderenten und sogar ein erster Trupp Löffler. Am Horizont ziehen ein paar Basstölpel an der Küste entlang. Mittagessen gibt es im Restaurant nahe des Leuchtturms ganz im Norden der Insel. Dort beobachten wir an einem kleinen See auch verschiedene Entenarten, die jetzt, wo sie sich alle im Schlichtkleid befinden, nicht immer so einfach zu bestimmen sind. Höhepunkte des Tages sind aber sicherlich unsere nächsten beiden Beobachtungsorte: Das Schutzgebiet „De Schorren“ auf der Wattenmeerseite ermöglicht erstklassige Watvogelbeobachtungen aus nächster Nähe: Prächtige Pfuhlschnepfen und Goldregenpfeifer, ein Sandregenpfeifer direkt vor uns und eine vorbeifliegende Schwarzkopfmöwe erfreuen die Gemüter. Sehr schön ist es auch im „Wagejot“, einem Flachwassergebiet, das sich direkt an der Straße befindet. Hier sind es vor allem Säbelschnäbler und Seeschwalben, die sich gut beobachten lassen. Ein sehr abwechslungsreicher Tag endet erneut mit einem schmackhaften Essen im Hotel und anschließendem geselligen Beisammensein.

Montag, 21. Juli

Unsere für diesen Tag angesetzte Frühexkursion fällt im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Dauerregen auf Texel! Wir machen das Beste draus und besuchen das eindrucksvolle Besucherzentrum „Ecomare“. Unsere für 11 Uhr angesetzte Führung ins Schutzgebiet „de Muy“ lassen wir auf 14 Uhr verschieben, denn laut Radarbild soll der Regen aufhören. Und tatsächlich: Gegen Mittag klärt sich der Himmel. Wir bekommen eine sehr beeindruckende Führung durch dieses älteste Schutzgebiet der Insel, die uns nicht nur vogelkundlich sondern auch botanisch und geschichtlich weiterbildet. Ornithologische Highlights sind eine überfliegende Kornweihe, ein majestätischer Trauerschwan, der auf einmal angeflogen kommt und ein paar durchziehende Fichtenkreuzschnäbel. Auf dem Rückweg hören wir aus einem Gebüsch noch eine singende Gartengrasmücke. Danach zieht es uns wieder in den Osten der Insel. Nahe einer idyllisch gelegenen Windmühle entdecken wir am Wasserrand ein paar Kampfläufer, noch mit deutlichen Prachtkleidresten. Bald aber zieht ein großer weißer Vogel unsere Aufmerksamkeit auf sich. Er ist weit entfernt, aber mit dem Spektiv können wir erkennen, dass es sich um einen Zwergschwan handelt. Der scheint den holländischen Sommer seiner arktischen Heimat vorzuziehen! Anschließend besuchen wir noch einmal das ausgezeichnete Schutzgebiet „De Schorren“, dieses Mal den südlichen Teil.Gewünscht ist von einigen Teilnehmern die Beobachtung von Knutts und tatsächlich: Wir finden Knutts!

Dienstag 22.07.

Das Wetter hat sich deutlich verbessert. Die Sonne scheint und es weht kaum noch Wind. Ein ausgezeichneter Tag um die Insel per Fahrrad zu erkunden Auf hervorragenden Radwegen geht es durch den großen Staatsforst Richtung Süden. Zwischendurch immer wieder Stopps nach dem Motto: „Was singt denn da?“ Eine erste ausgiebige Beobachtungsrunde dann am Feuchtgebiet „Grote Vlak“. Zwei Seidenreiher lassen sich dort finden und wie aus dem Nichts gekommen, zieht plötzlich ein Baumfalke in schnellem Flug über unsere Köpfe hinweg. Dann geht es weiter zum Seeschwalbenbrutplatz „De Petten“ und zur „Mokbaai“, wo fast jeder Schwenk mit dem Spektiv zu einer neuen Entdeckung führt. Mittagspause machen wir im schönsten Inselort „Den Hoorn“, danach wird die Mokbaai noch genauer inspiziert. Wir identifizieren tatsächlich einen hängen gebliebenen Trupp Bergenten und sehen viele verschiedene Arten von Limikolen. Die anderen Schutzgebiete des Südens werden auch noch kurz aufgesucht, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Ein platter Fahrradreifen führt dazu, dass ein Teilnehmer noch länger Gelegenheit zum Beobachten hat. Er wird belohnt, denn er findet die einzigen Bartmeisen dieser Reise…

Mittwoch 23.07.

Heute heißt es Abschied nehmen von unserer schönen Insel. Um diesen sonnigen Tag richtig auskosten zu können, machen wir uns bei einer Frühexkursion noch einmal auf den Weg in den Norden der Insel. Am Rande eines Golfplatzes verläuft ein Beobachtungspfad. Wir hören unseren ersten und einzigen Gelbspötter und finden am Schilfrand diverse Teichrohrsänger und auch ein paar Grasmücken. 2 Bekassinen fliegen über uns hinweg und Rohrweihen lassen sich an diesem Morgen wunderbar beobachten. Gestärkt durchs Frühstück machen wir uns dann auf eine letzte Exkursion zum Wagejot. Auch heute hält das Gebiet Überraschungen für uns bereit. So finden wir unter den Limikolen, die sich schön dicht beobachten lassen auch Sichel – und Zwergstrandläufer, die wir zuvor nicht gesehen hatten. Dann geht es zurück zum Hotel. Nach dem Verzehr der Abschlusssuppe ist Abschiednehmen angesagt. Fazit: Wir hatten eine tolle Zeit: Seewetter in allen Variationen mit Sonne, Wind und Regen, klasse Beobachtungen (112 Vogelarten) gutes Essen und vor allem eine sehr nette Gruppe!

Beobachtungen auf Texel vom 19.07. - 23.07.2008 19.07. 20.07. 21.07. 22.07. 23.07

Beobachtungsorte:

  • Tatenhove
  • Alloo De Slufter
  • Leuchtturm, Schorren (Nord)
  • Wagejot Ecomare
  • De Muy
  • Schorren (Süd) De Dennen, Grote Vlak, De Petten, Mokbaai Hanenplats, Wagejot
  • Basstölpel 5
  • Zwergtaucher 1 1
  • Haubentaucher 1 20
  • Kormoran X X X X X
  • Graureiher 3 5 5 3 3
  • Silberreiher 1 (W+G.Gengenbach)
  • Seidenreiher 2
  • Löffler 30 20 100 10
  • Schwarzschwan 2 1
  • Zwergschwan 1 1
  • Höckerschwan 1 6 4
  • Graugans X X X X X
  • Nilgans 2 2 5 10 2
  • Weißwangengans 4
  • Ringelgans 1
  • Kanadagans 5 5
  • Brandgans 30 10 X X
  • Krickente 1 8
  • Stockente 30 50 20 20 10
  • Schnatterente 5
  • Löffelente 1 40 50
  • Pfeifente 2
  • Eiderente 30 50 20
  • Reiherente 5 3 2 20 5
  • Bergente 15
  • Rohrweihe 5 3 5 5
  • Kornweihe 2 1 1 2
  • Sperber 2
  • Habicht 1
  • Mäusebussard 2 1 2
  • Turmfalke 1 2 1 1 1
  • Baumfalke 1
  • Teichhuhn 1
  • Blässhuhn 6 20 20 50 20
  • Fasan 5 2
  • Austernfischer X X X X X
  • Säbelschnäbler 15 20 10 20
  • Sandregenpfeifer 5 10 4 10
  • Goldregenpfeifer 10 5 50 10
  • Kiebitzregenpfeifer 10 1 5
  • Kiebitz 50 30 50 20
  • Knutt 5 1 2
  • Sichelstrandläufer 7
  • Alpenstrandläufer 5 2 5
  • Kampfläufer 1 5 2
  • Bekassine 6 2
  • Uferschnepfe 2 5
  • Pfuhlschnepfe 20 100 1
  • Regenbrachvogel 10 5 3 1
  • Großer Brachvogel X X X X
  • Rotschenkel X X X X
  • Grünschenkel X 1 1
  • Flussuferläufer 1 3 1 5
  • Waldwasserläufer 2 1 3 1
  • Zwergstrandläufer 4
  • Steinwälzer 10 10 5 5
  • Dunkler Wasserläufer 2 1
  • Schwarzkopfmöwe 1
  • Lachmöwe X X X X X
  • Sturmmöwe X X X X X
  • Heringsmöwe X X X X X
  • Silbermöwe X X X X X
  • Mantelmöwe 1 5
  • Brandseeschwalbe 2 10 5 100 5
  • Flußseeschwalbe 25 5 20 5
  • Küstenseeschwalbe 1
  • Felsentaube/Straßentaube 4 10 5
  • Hohltaube 3
  • Ringeltaube 10 10 10 5 5
  • Türkentaube 4
  • Turteltaube 1 1
  • Mauersegler 3 20 1
  • Buntspecht 1 1 1
  • Feldlerche 2 1
  • Rauchschwalbe 10 10 10 20 10
  • Mehlschwalbe 2 50 10
  • Uferschwalbe 1
  • Wiesenpieper 7 2 10 10 5
  • Schafstelze 2
  • Bachstelze 2 5 10 5 5
  • Zaunkönig 1 2 3 10 10
  • Rotkehlchen 5
  • Schwarzkehlchen 1 (S.Dittes)
  • Amsel 5 3 5 7 10
  • Singdrossel 2 1 1 1 1
  • Wacholderdrossel 1
  • Teichrohrsänger 1 7
  • Schilfrohrsänger 3
  • Gelbspötter 1
  • Feldschwirl 1
  • Klappergrasmücke 1 2
  • Dorngrasmücke 1 1 1 3 4
  • Mönchsgrasmücke 1 2 1 2
  • Gartengrasmücke 1
  • Zilpzalp 1 5 5
  • Fitis 2 2 1
  • Wintergoldhähnchen 4
  • Grauschnäpper 2 1
  • Bartmeise 4 (S.Helmig)
  • Blaumeise 3 1 3 2
  • Kohlmeise 10 3 2
  • Gartenbaumläufer 1 1
  • Elster 1 3 1 5 5
  • Eichelhäher 1 1
  • Dohle 2 20 20 50 10
  • Rabenkrähe 10 10 20 10 10
  • Star 10 X X X X
  • Haussperling 2 5 10 20 X
  • Feldsperling 1
  • Buchfink 5 5
  • Grünling 2 2 5
  • Stieglitz 10
  • Bluthänfling 8 10 15 10 5
  • Fichtenkreuzschnabel 2 10+8
  • Rohrammer 1 (G.Wilms)

Tagessumme 39 66 73 86 70