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Im Herzen Deutschlands: Saale und Unstrut (6 Tage/ 5 Nächte)

Entdeckungsreise in eine alte Kulturlandschaft im Herzen Deutschlands: An Saale und Unstrut treffen wir neben einer beeindruckenden Pflanzenvielfalt in der wärmebegünstigten Weinbauregion besonders viele geschichtsträchtige Orte und Bauten. Bereits in der frühen Bronzezeit war das Land an Saale und Unstrut besiedelt und kulturelles Zentrum - eine der bedeutendsten archäologischen Funde in Deutschland überhaupt, die Himmelsscheibe von Nebra, deren Fundort wir besuchen werden, deutet darauf hin. Im Mittelalter schlug hier zeitweise das Herz des damaligen Deutschen Reiches – wir besuchen prächtige romanische Kirchenbauten, beeindruckende Burgen, Kaiserpfalzen und Klöstern. In dieser alten Kulturlandschaft erwandern wir eine Vielzahl interessanter Lebensräume: Trockenrasen, Auenwiesen, Wälder, Flüsse, ehemalige Tagebaue ... . Während unserer Wanderungen werden wir wunderschöne und bunte Pflanzen erleben. Zur Hauptblütezeit können wir viele Orchideenarten (mehr als 10 Arten zu erwarten) wie Purpur-, Helm- und Dreizähniges Knabenkraut, Fliegen- und vielleicht sogar Spinnenragwurz und besonders auch reiche Frauenschuhbestände bewundern und dabei Vogelarten wie Wendehals, Sperbergrasmücke, Drosselrohrsänger und vielleicht sogar Schlagschwirl, Bienenfresser und Raubwürger beobachten.

Aufpreis bei 6 - 9 Teilnehmern: + 70,00 Euro pro Person

Frauenschuh, Himmelsscheibe und Bienenfresser
1. Tag : Rund um Zscheiplitz

Nach Begrüßungssuppe und erstem Kennenlernen Besuch der wunderschön am Steilhang über dem Unstruttal liegenden Klosterkirche Zscheiplitz, in den achtziger Jahren von engagierten Dorfbewohnern gegen Widerstände wiederaufgebaut. Am Ortsrand von Zscheiplitz Besuch des stillgelegten Steinbruchs mit Kleiner Wiesenraute, Braunroter Sumpfwurz, und Neuntöter. Schafberg.

2. Tag: Wiesen, Schwermetallpflanzen und Frauenschuh

Zunächst Vogelbeobachtungen in den Wiesen und Kleingewässern der Unstrutaue bei Wendelstein, vielleicht mit Beutelmeise, Drosselrohrsänger, dann Rundwanderung in der Bottendorfer Schweiz mit spezieller Vegetation der schwermetallhaltigen Halden des ehemaligen Bergbaus und weiteren bemerkenswerten Pflanzen wie Frühlings-Adonisröschen und Blaugrünem Labkraut.

3. Tag: Bienenfresser und Himmelsscheibe

Besuch am riesigen ehemaligen Braunkohletagebau „Geiseltalsee“, wo eine Vielzahl seltener Vögel vorkommen, die trocken-warme oder feuchte Lenbesräume bevorzugen- möglich sind u.a. Schwarzkehlchen, Pirol, Wendehals, Bienenfressser und Raubwürger, Silberreiher, Flussregenpfeiffer ... Anschließend Besuch des Besucherzentrums „Arche Nebra“ und spannende Führung zum Fundort des bedeutendsten archäologischen Funds der letzten Jahrzehnte in Mitteleuropa, der Himmelsscheibe von Nebra.

4. Tag: Trockenrasen, stattliches Schloss und Weinprobe

Wanderung zum NSG „Trockenrasen bei Karsdorf“ mit Grauammer, eventuell Sperbergrasmücke, Heidelerche, Pirol und einer Vielzahl schöner und seltener Pflanzenarten wie Pfriemengras, Großem Windröschen, Sommer-Adonisröschen … . Anschließend Führung in der sehr gut erhaltenen Neuenburg bei Freyburg mit der berühmten ca. 1180 errichteten Doppelkapelle. Schließlich Weinprobe und Führung im historischen „Herzoglichen Weinberg“ bei Freyburg/Unstrut.

5. Tag: Mittelalterliches Flair in Naumburg und Ochideenreichtum in den „Toten Tälern“

Besuch der beeindruckenden Altstadt Naumburgs und eine Führung im Naumburger Dom, u.a. mit der berühten Figur der „Uta“, anschließend Mittagsimbiß und Spaziergang am Zusammenfluss von Saale und Unstrut mit dem „Steinernem Bilderbuch“, schließlich Besuch der Halbtrockenrasen und wärmeliebenden Wälder in den „Toten Tälern“ mit u.a. Blaurotem Steinsame, Großer Händelwurz, Hybrid-Knabenkraut, mit Glück Beobachtung von Wespenbussard, Sperbergrasmücke und Spinnen-Ragwurz.

6. Tag: Rund um Steinbach

Letzte Höhepunkte: Besuch des Kleinods romanischer Baukunst, der Dorfkirche in Steinbach. Danach Wanderung an einem sonnenbevorzugtem Hang, wo die „Himmelsleiter“ bestiegen wird und Seltenheiten wie das Dreizähnige Knabenkraut blühen und vielleicht der Wendehals ruft. Nach einem gemeinsamen Mittagessen gegen 13.00 Uhr machen wir uns in eigener Regie wieder auf den Heimweg.

Anreise mit der Bahn

Bis Bahnhof Naumburg/Saale, von dort aus weiter mit Linienbus 608 oder 611 (ca. 22 km bis zum Hotel). Das Hotel bietet auch einen Shuttleservice vom Bahnhof zum Hotel und zurück an.

Generelle Hinweise
  • Anforderungen der Reise: mittelschwer, mit längeren Wanderungen bis 10 km
  • Die Gruppengröße dieser Reise beträgt 6 - 15 Personen. Sollte die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, kann die Reise bis 3 Wochen vor Reiseantritt abgesagt werden. Sollte der Fall eintreten, versuchen wir immer die Reise trotzdem durchzuführen. Falls dies nicht möglich ist, erstellen wir Ihnen gerne ein schönes Alternativangebot.
  • Aufpreis bei 6 - 9 Teilnehmern: + 60,00 Euro pro Person
Ermäßigungen
  • NABU/LBV-Mitglieder: 3% Rabatt
  • Rabatt bei Onlinebuchung: 15,00 Euro pro Person
Zahlungsmodalitäten
  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 10 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.
Leistungen
  • Programm wie beschrieben
  • 5 Nächte in schönem Hotel
  • 5 x Frühstück
  • 5 x Abendessen
  • alle Führungen und Eintritte lt. Programm
  • Begrüßungs- und Abschiedssuppe
  • sehr gute Reiseleitung
Nicht enthaltenen Leistungen
  • Anreise
  • Fahrgemeinschaften vor Ort
  • Teilweise Mittagessen und Weinprobe
Reiseleiter

Stefan Lilje

Veranstalter: birdingtours GmbH
Reisebericht 2011

Zeit: 21.05.-26.05. 2011

Unterkunft: Hotel in Bad Bibra

Teilnehmerzahl: 15

Reiseleiter: Stefan Lilje

Saale-Unstrut-Triasland – große Landschaftsvielfalt mit Weinbergen und Trockenrasen an steilen Hängen, Buchenwäldern, Wiesen, Flüssen. Eine beinahe unfassbare Fülle an schönen und seltenen Pflanzen - besonders natürlich auch von farbenprächtigen Orchideen. Und eine überaus geschichtsträchtige Landschaft mit der Himmelscheibe von Nebra aus der Eisenzeit, vielen architektonischen Spuren aus dem Mittelalter – ein rundherum faszinierende Reiselandschaft!

1. Tag: Zscheiplitz: romanische Klosterkirche und Kalksteinbruch

Zunächst erleben wir eine sehr engagierte Führung durch die hoch über der Unstrut liegende romanische Klosterkirche Zscheiplitz mit Bericht darüber, was es hieß, zu DDR- Zeiten ohne Unterstützung des Staates und in Wendezeiten ehrenamtlich ein Baudenkmal zu restaurieren ... Im Dachstuhl des Kirchturms schlafen Fledermäuse ...

Danach botanischer Spaziergang durch den ehemaligen Kalk-Steinbruch und überden Schafberg mit bereits 5 Orchideenarten, Graslilien … aber auch schön zu beobachtende Grau- und Goldammer, Neuntöter ...

2. Tag: Halbtrockrasen bei Karsdorf, stattliches Schloss und Weinberge rund um Freyburg

Eine herrliche Frühexkursion um Bad Bibra zeigt die hiesige Lebensraumvielfalt: Teichrohrsänger, Rohrammer, Nachtigall, Sommergoldhähnchen wie auch Orchideen vorm Frühstück (Purpurknabenkraut, Waldhyazinthe, Zweiblatt ...)

Bei Karsdorf sehen und hören wir Baumpieper und immer wieder Neuntöter, bemerken einen quäkenden Wendhals. Außerdem entdecken wir Sommer-Adonisröschen (in rot und gelb blühender Variante), Astlose Graslilie, Berg- und Edelgamander, Großes Windröschen und zwei Sonnenröschen-Arten, verschiedene Greifvögel,...

Beim Betreten des Schlosses Neuenburg werde ich gefragt, wie ich Petrus bestochen habe – denn genau jetzt und nur dieses eine Mal während der gesamten Reise fängt es an zu gewittern und zu regnen. Auf der Neuenburg erwartet uns das eindrucksvolle Schloss mit der romanischen Doppelkapelle sowie tollem Blick über Freyburg, den historischen Weinberg „Schweigenberg“ bis nach Zscheiplitz. Als wir das Schloss verlassen scheint wieder die Sonne, so dass wir das in der Nähe des Parkplatzes auf einem Zaun singende Braunkehlchen gut beobachten können.

Der Tag wird beschlossen mit einer fachkundigen, sehr informativen und überaus engagierten Führung durch den „Herzoglichen Weinberg“ mit Besuch im berühmten Weinbergshäuschen – Iris Hölzer weiß einfach alles über Wein und Weinbau! Die anschließende Weinprobe zeigt - der Wein von Saale und Unstrut kann geschmacklich durchaus mit den kulturellen und naturkundlichen Genüssen in der Region mithalten!

3. Tag: Seltene Vogelarten am ehemaligen Braunkohletagebau, Besucherzentrum und Fundort der Himmelsscheibe von Nebra, Schlosspark Burgscheidungen

Ein Besuch am Geiseltalsee macht zunächst die Größe des ehemaligen Braunkohletagebaus klar – besonders begeistert aber die Vogelvielfalt! Nachdem wir einen Gelbspötter mit seinem Spottgesang ausführlich in einer Hecken anhörten, auch Nachtigall,und Pirol sich hören lassen gelang es dann einen weiteren Gelbspötter auf seiner Singwarte wunderbar zu beobachten – bis die vorbeifliegenden, dann sich hinsetzenden und bestens zu beobachtenden Bienenfresser in ihrer vollen Pracht ihm die Schau stahlen … Auch Steinschmätzer lassen sich gut beobachten, am Seeufer dann mehrere Flussregenpfeifer, balzend und revierstreiend sowie Schwarzkehlchen. Schließlich ist auch noch kurz singend und balzflliegend ein Brachpieper zu beobachten – der aber von den meisten Reiseteilnehmern während der Mittagspause nur peripher wahrgenommen wird – im Vergleich zum Bienenfresser zugegeben auch nur eine unscheinbare Erscheinung, von der Seltenheit eher noch bedeutender ... Auch farbenprächtig natürlich die toll zu sehenden Stieglitze!

Am Nachmittag besuchen wir das Besucherzentrum, das die Besonderheiten der „Himmelsscheibe von Nebra“ darstellt und wandeln auf geschichtsträchtigem und kriminellen Terrain: Bei einer Führung zum Fundort der Himmelsscheibe von Nebra wird uns deren mutmaßliche kultische Bedeutung, aber auch die spannende Geschichte ihrer Raubausgrabung und ihre Rückführung in den rechtmäßigen Besitz des Landes Sachsen-Anhalt und die darauf folgenden wissenschaftlichen Untersuchungen vermittelt. Unterwegs singen u.a. Misteldrossel und Gartenbaumläufer, blühen Nest- und Braunwurz und vieles mehr.

Schließlich noch kleiner Stopp am Barockschloß und Park Burgscheidungen mit kleinem Spaziergang.

4. Tag: Mittelalterliches Flair in Naumburg, Steinernes Bilderbuch am Zusammenfluss von Saale und Unstrut, Orchideenreichtum in den „Toten Tälern“

Der beeindruckende Naumburger Dom mit seinen kunsthistorischen Schätzen wird uns bei einer fachkundigen und engagierten Führung nahe gebracht. Welch eine Klarheit die mittelalterlichen Schnitz- und Steinmetzarbeiten ausstrahlen! Die Altstadt Naumburgs ist allemal einen Spaziergang wert.

Am Zusammenfluss von Saale und Unstrut stärken wir uns im Gartenlokal zünftig,

um dann entlang der Unstrut den „Steinernen Bilderbogen“, barocke Sandstein-Reliefs, zu bewundern, die lange vergessen erst nach der Wende wieder freigelegt und restauriert wurden.

Die Toten Täler, das orchideenreichste Gebiet in der Region: hunderte Orchideen sehen wir, u.a. Helm- und Purpurknabenkraut sowie deren Hybride, Großes Zweiblatt, Händelwurz, Spinnen- und Fliegenragwurz-, eine Sitterart ... Daneben natürlich eine Menge andere schönster blühender Pflanzen wie Wundklee, Großer Ehrenpreis, Blauroter Steinsame, Rauer Alant, Fruchtstände von Küchenschellen ... , bei einem zweitem Spaziergang dann auch die eigentümliche blattgrünlose Nestwurz, Grünliche Waldhyazinthe, Einbeere, Gelber Eisenhut…

5. Tag: Unstrutaue bei Wendelstein, Bottendorfer Hügel, Mittelalterliche Kaiserpfalz in Memleben, Frauenschuh und Diptam bei Krawinkel

Eigentlich sollte es nur ein kurzer Spaziergang in der Unstrutaue bei Wendelstein werden – doch tolle Vogelbeobachtungen ließen uns schließlich über eine Stunde verweilen. Zunächst erfreuten uns See- und Wasserfrosch mit ihrem lautem Konzert, im Schilf ließen sich Teichrohrsänger und Rohrammer vernehmen, bald darauf auch der Spottgesang des Sumpfrohrsängers. Auf einem Teich beobachteten wir Haubentaucher und Reiherenten. Vor uns auf dem Weg und Zaun präsentieren sich dann zwei gelbe Vögel: Wiesenschafstelze und Goldammer. Auch die Blut-Hänflinge sehen mit ihrer roten Brust toll aus!

Am nächsten Tümpel erfreute dann der kräftige Gesang des Drosselrohrsängers, gut im Vergleich dazu der ebenfalls singende Teichrohrsänger – Großer und Kleiner Karrekit nebeneinander..., schließlich an einem Kiesteich ein noch besser zu hörender und zu sehender Drosselrohrsänger sowie die Rufe der Beutelmeise!

Danach Spaziergang auf dem Bottendorfer Hügel, bei dem bei einer prachtvollen Aussicht wunderschöne Blumen zu bewundern sind, z.B. Blaugrünes Labkraut, Kleines Mädesüß, Ohrlöffel-Leimkraut. Interessant: Die an den schwermetallhaltigen Boden angepassten Grasnelken und Frühlings-Mieren – für die hier vorkommende Unterart von Hallers Grasnelke gilt der Bottendorfer Hügel sogar als weltweiter einziger Standort! Und sehr schön: Die Hügel-Gipfel umfliegenden Schwalbenschwänze auf Brautschau sowie die im Gebüsch singende Sperbergrasmücke.

Die Gebäude des Klosters Memleben - teilweise nur noch als Ruine erhalten - mit einer interessanten Ausstellung, auch zur vormaligen Kaiserpfalz in Memleben, die besonders für die Ottonen von größter Wichtigkeit war, verdeutlicht die Geschichtsträchtigkeit der Region. Hier residierten Könige und Kaiser, Mönche gingen ihrem streng geregelten Alltag nach ...

Schließlich noch Spaziergänge bei Krawinkel, die zu ganz besonderen botanischen Juwelen führen: Zu einem voll in Blüte stehendem Diptam-Bestand sowie zu vielen wunderschön blühenden Frauenschuhen!

6. Tag: Steinbach - Romanische Kirche und bunte Pflanzenvielfalt an der „Himmelsleiter“

Die Frühaufsteher erleben u.a. Klappergrasmücke, Wendehals und Turteltaube schön singend …

Danach zunächst Besuch der Steinbacher Kirche - romanisches Kleinod, wahrscheinlich erbaut von den Lehrlingen der Naumburger Dombaumeister.

Danach Spaziergang am Steinbacher Hang, ein wenig eine Zusammenfassung der während der Reise erlebten botanischen Vielfalt und Schönheit: Orchideen schmücken die Wegränder, darunter auch Dreizähniges Knabenkraut, die Himmelsleiter hinabsteigend erwartet uns ein buntblumiger Anblick, fast wie in einem Steingarten...

Vogelartenliste (94 Arten)
  • Höckerschwan
  • Graugans
  • Kanadagans
  • Stockente
  • Reiherente
  • Fasan
  • Haubentaucher
  • Kormoran
  • Graureiher
  • Silberreiher
  • Weißstorch
  • Rohrweihe
  • Rotmilan
  • Schwarzmilan
  • Mäusebussard
  • Raufussbussard
  • Seeadler
  • Turmfalke
  • Blässhuhn
  • Flussuferläufer
  • Flussregenpfeifer
  • Straßentaube
  • Ringeltaube
  • Türkentaube
  • Turteltaube
  • Kuckuck
  • Mauersegler
  • Bienenfresser
  • Wendehals
  • Grünspecht
  • Grauspecht
  • Schwarzspecht
  • Buntspecht
  • Pirol
  • Neuntöter
  • Elster
  • Eichelhäher
  • Nebelkrähe
  • Kolkrabe
  • Schwanzmeise
  • Beutelmeise
  • Blaumeise
  • Kohlmeise
  • Feldlerche
  • Uferschwalbe
  • Rauchschwalbe
  • Mehlschwalbe
  • Waldlaubsänger
  • Fitis
  • Zilpzalp
  • Sumpfrohrsänger
  • Teichrohrsänger
  • Drosselrohrsänger
  • Gelbspötter
  • Mönchsgrasmücke
  • Gartengrasmücke
  • Klappergrasmücke
  • Dorngrasmücke
  • Sperbergrasmücke
  • Sommergoldhähnchen
  • Kleiber
  • Gartenbaumläufer
  • Zaunkönig
  • Star
  • Amsel
  • Singdrossel
  • Misteldrossel
  • Grauschnäpper
  • Schwarzkehlchen
  • Braunkehlchen
  • Rotkehlchen
  • Nachtigall
  • Hausrotschwanz
  • Gartenrotschwanz
  • Steinschmätzer
  • Heckenbraunelle
  • Haussperling
  • Feldsperling
  • Baumpieper
  • Brachpieper
  • Gebirgsstelze
  • Wiesenschafstelze
  • Bachstelze
  • Buchfink
  • Girlitz
  • Grünfink
  • Stieglitz
  • Bluthänfling
  • Grauammer
  • Goldammer
  • Rohrammer
Weitere Tierarten (Auswahl):
  • Aurora-Falter
  • Admiral
  • Ameisenlöwe
  • Goldene Acht
  • Schwalbenschwanz
PFLANZEN
Orchideen:

Braunrote Sitter

  • Dreizähniges Knabenkraut
  • Fliegenragwurz
  • Frauenschuh
  • Großes Zweiblatt
  • Grünliche Waldhyazinthe
  • Helm-Knabenkraut
  • Mücken-Händelwurz
  • Purpur- x Helm-Knabenkraut
  • Purpur-Knabenkraut
  • Spinnenragwurz
  • Vogelnestwurz
  • Weiße Waldhyazinthe
Weitere Pflanzenarten (Auswahl):
  • Astlose Graslilie
  • Acker-Krummhals
  • Acker-Winde
  • Ackerröte
  • Ährige Teufelskralle
  • Aronstab
  • Aufrechte Trespe
  • Aufrechter Ziest
  • Badisches Rispengras
  • Bärenschote
  • Bayrisches Leinblatt
  • Behaarter Alant
  • Berberitze
  • Berg-Gamander
  • Berg-Klee
  • Berg-Steinkraut
  • Bitteres Kreuzblümchen
  • Blasenstrauch
  • Blauer Gauchheil
  • Blaugrünes Labkraut
  • Blauroter Steinsame
  • Blutroter Storchschnabel
  • Breitblättriges Laserkraut
  • Bunte Kronwicke
  • Christophskraut
  • Dänischer Tragant
  • Dichtblütige Kresse
  • Diptam
  • Echte Schlüsselblume
  • Echter Gamander
  • Echter Haarstrang
  • Echtes Labkraut
  • Echtes Lungenkraut
  • Einbeere
  • Einblütiges Perlgras
  • Elsbeere
  • Erdnuß-Platterbse
  • Eselsdistel
  • Federgras
  • Feld-Beifuß
  • Feld-Rittersporn
  • Feldmannstreu
  • Frühblühender Thymian
  • Frühings-Platterbse
  • Frühlings-Adonisröschen
  • Frühlings-Miere
  • Frühlings-Platterbse
  • Gefleckter Aronstab
  • Gelber Eisenhut
  • Gelber Wau
  • Gemeine Hundszunge
  • Gemeiner Reiherschnabel
  • Gemeiner Wundklee
  • Genfer Günsel
  • Gewöhnliche Akelei
  • Gewöhnliches Sonnenröschen
  • Gezähnter Feldsalat
  • Golddistel
  • Großblütige Braunelle
  • Großer Ehrenpreis
  • Großes Windröschen
  • Hain-Wachtelweizen
  • Hallers Grasnelke var. bottendorfensis
  • Haselwurz
  • Heckenkirsche
  • Hirschwurz
  • Hufeisenklee
  • Hügel-Klee
  • Immergrün
  • Karthäuser-Nelke
  • Klatsch-Mohn
  • Kleine Wiesenraute
  • Kleiner Klappertopf
  • Kleiner Wiesenknopf
  • Kleines Mädesüß
  • Kleines Springkraut
  • Knack-Erdbeere
  • Knoblauchsrauke
  • Knolliger Hahnenfuß
  • Knotige Braunwurz
  • Kompass-Lattich
  • Kornellkirsche
  • Kugeldistel
  • Leberblümchen
  • Mittlerer Wegerich
  • Natternkopf
  • Nesselblättrige Glockenblume
  • Nickende Distel
  • Nickendes Leimkraut
  • Nickendes Perlgras
  • Kleiner Odermennig
  • Ohrlöffel-Leimkraut
  • Ölweide
  • Pfeil-Kresse
  • Pferde-Sesel
  • Quendel-Seide
  • Rauher Alant
  • Rispige Flockenblume
  • Rote Lichtnelke
  • Roter Hartriegel
  • Salomonssiegel
  • Sand-Mohn
  • Sanikel
  • Schillergras
  • Schlangen-Knöterich
  • Schmalblättrige Vogelwicke
  • Schopf-Kreuzblümchen
  • Schwarze Königskerze
  • Schwarze Platterbse
  • Esparsette
  • Sichelblättriges Hasenohr
  • Sophien-Rauke
  • Steinquendel
  • Straußblütige Wucherblume
  • Tollkirsche
  • Türkenbund-Lilie
  • Wald-Bingelkraut
  • Wald-Segge
  • Wege-Rauke
  • Weinrose
  • Weiße Schwalbenwurz
  • Wiesen-Bocksbart
  • Wiesen-Salbei
  • Wilde Karde
  • Wolliger Schneeball
  • Wunderveilchen
  • Zittergras
Reisebericht 2010

Zeit: 19.05.-24.05. 2010

Unterkunft: Hotel in Bad Bibra

Teilnehmerzahl: 10

Reiseleiter: Stefan Lilje

Saale-Unstrut-Triasland – große Landschaftsvielfalt mit Weinbergen und Trockenrasen an steilen Hängen, Buchenwäldern, Wiesen, Flüssen. Eine beinahe unfaßbaren Fülle an schönen und seltenen Pflanzen - besonders natürlich auch von farbenprächtigen Orchideen. Und eine überaus geschichtsträchtige Landschaft mit der Himmelscheibe von Nebra aus der Eisenzeit, vielen architektonischen Spuren aus dem Mittelalter – ein rundherum faszinierende Reiselandschaft!

1. Tag: Zscheiplitz und Freyburg

Bei richtig schlechtem Regenwetter sehr engagierte Führung durch die hoch über der Unstrut liegende romanische Klosterkirche Zscheiplitz mit Bericht darüber, was es hieß, zu DDR- Zeiten ohne Unterstützung des Staates und in Wendezeiten ehrenamtlich ein Baudenkmal zu restaurieren ... Im Dachstuhl des Kirchturms schlafen Fledermäuse ...

2. Tag: Frauenschuh und Diptam bei Krawinkel, Kalksteinbruch bei Zscheiplitz, Unstrutaue bei Dorndorf, stattliches Schloss und Weinberge rund um Freyburg

Ein Spaziergang bei Krawinkel führt die ganze botanische Vielfalt an Saale und Unstrut vor Augen: Der Anblick zum Beispiel von Purpurknabenkraut, Blaurotem Steinsame, Elsbeeren, aber besonders ein prächtiger Diptam-Bestand und viele, viele Frauenschuhe erfüllen das Herz. Auch der Gesang des Gelbspötters ist interessant, ebenso die gut zu vergleichenden Rufe von Hohl- und Turteltaube sowie der Ruf des Wendehalses.

Danach holen wir den gestern wegen des Regens ausgefallenen Spaziergang im aufgelassenen Kalksteinbruch bei Zscheiplitz nach, entdecken noch weitere Orchideen (Helmknabenkraut blühend, Braunrote Sitter noch nicht blühend), weitere schöne Pflanzenarten wie Karthäuser-Nelke und Kleine Wiesenraute sind ebenso zu entdecken wir die Spuren des vormaligen Bergbaus, besonders der alte Kalkofen.

Schließlich als landschaftlicher Kontrast ein Spaziergang bei Dorndorf an der Unstrut entlang, wo uns der Sumpfrohrsänger vormacht, daß er wie unser morgendlicher Gelbspötter es bestens versteht, andere Vogelstimmen nachzuahmen. Toll die Felswände mit ihren geologischen Aufschlüssen und ein Federgras-Bestand!

Beim Weg vom Parkplatz zu der beeindruckenden Neuenburg werde ich gefragt, wie ich den Schwarzmilan bestochen habe, daß er direkt über uns, bestens zu beobachten, seine Flugkunststücke vorführt … . Auf der Neuenburg erwartet uns das eindrucksvolle Schloss mit der romanischen Doppelkapelle sowie tollem Blick über Freyburg, den historischen Weinberg „Schweigenberg“ bis nach Zscheiplitz.

Der Tag wird beschlossen mit einer fachkundigen, sehr informativen und überaus engagierten Führung durch den „Herzoglichen Weinberg“ mit Besuch im berühmten Weinbergshäuschen – Iris Hölzer weiß einfach alles über Wein und Weinbau! Die anschließende Weinprobe zeigt - der Wein von Saale und Unstrut kann geschmacklich durchaus mit den kulturellen und naturkundlichen Genüssen in der Region mithalten! Sehr niedlich auch die Blaumeise, die in einer der Trockenmauern des Weinbergs ihre Bruthöhle bezogen hat und unermüdlich kleine grüne Raupen herbeiträgt, auf daß die Jungenschar satt werde ...

3. Tag: Seltene Vogelarten am ehemaligen Braunkohletagebau, Besucherzentrum und Fundort der Himmelsscheibe von Nebra, Schloßpark Burgscheidungen

Ein Besuch am Geiseltalsee macht zunächst die Größe des ehemaligen Braunkohletagebaus klar – besonders begeistert aber die Vogelvielfalt! Als größte ornithologische Überraschung hört einer der Reiseteilnehmer das „hup-hup-hup“ des Wiedehopfs! Jetzt schnell dem Vogel nachgehen – schließlich entdecken wir ihn und er tut uns schließlich den Gefallen, richtig nah vorbeizufliegen! Auch Pirol, Raubwürger, Grauammer und Schwarzkehlchen lassen sich bestens beobachten, Bienenfresser fliegen leider nur zweimal kurz vorbei …

Am Nachmittag besuchen wir das Besucherzentrum, das die Besonderheiten der „Himmelsscheibe von Nebra“ darstellt und wandeln auf geschichtsträchtigem und kriminellen Terrain: Bei einer Führung zum Fundort der Himmelsscheibe von Nebra wird uns deren mutmaßliche kultische Bedeutung, aber auch die spannende Geschichte ihrer Raubausgrabung und ihre Rückführung in den rechtmäßigen Besitz des Landes Sachsen-Anhalt und die darauf folgenden wissenschaftlichen Untersuchungen vermittelt. Unterwegs beobachten wir u.a. Trauerschnäpper, Waldbaumläufer sowie Tollkirsche und Pechnelke.

Schließlich noch kleiner Stopp am Barockschloß und Park Burgscheidungen mit kleinem Spaziergang.

4. Tag: Mittelalterliches Flair in Naumburg, Steinernes Bilderbuch am Zusammenfluss von Saale und Unstrut, Orchideenreichtum in den „Toten Tälern“

Der beeindruckende Naumburger Dom mit seinen kunsthistorischen Schätzen wird uns bei einer fachkundigen und engagierten Führung nahe gebracht. Welch eine Klarheit die mittelalterlichen Schnitz- und Steinmetzarbeiten ausstrahlen! Die Altstadt Naumburgs ist allemal einen Spaziergang wert.

Am Zusammenfluss von Saale und Unstrut stärken wir uns im Gartenlokal zünftig,

um dann entlang der Unstrut den „Steinernen Bilderbogen“, barocke Sandstein-Reliefs, zu bewundern, die lange vergessen erst nach der Wende wieder freigelegt und restauriert wurden.

Die Toten Täler, das orchideenreichste Gebiet in der Region: hunderte Orchideen sehen wir, u.a. Helm- und Purpurknabenkraut sowie deren Hybride, Dreizähniges Knabenkraut, Zweiblatt, Händelwurz, Spinnen- und Fliegenragwurz-, eine Sitterart ... Daneben natürlich eine Menge andere schönster blühender Pflanzen wie Wundklee, Großer Ehrenpreis, Blauroter Steinsame, Echte Schlüsselblume …, Fruchtstände von Küchenschellen ... , bei einem zweitem Spaziergang dann auch die eigentümliche blattgrünlose Schuppenwurz, ebenso blattrünlose Nestwurz (gerade am Aufblühen), Grünliche Waldhyazinthe, Einbeere, Gelber Eisenhut …

5. Tag: Unstrutaue bei Wendelstein, Bottendorfer Hügel, Mittelalterliche Kaiserpfalz in Memleben

Eigentlich sollte es nur ein kurzer Spaziergang in der Unstrutaue bei Wendelstein werden – doch tolle Vogelbeobachtungen ließen uns schließlich fast zwei Stunden verweilen. Zunächst erfreuten uns See- und Wasserfrosch mit ihrem lautem Konzert und ließen sich auch beobachten, dann war an einer Pfütze auf einem Acker ein Flußregenpfeifer zu beobachten, im Schilf ließen sich Teichrohrsänger und Rohrammer vernehmen. Auf einem Teich beobachteten wir Haubentaucher, Reiherenten und Kormorane. Noch während wir die Feldsperlinge und besonders die schönen Wiesenschafstelzen möglichst gut zu sehen versuchten, liefen zwei Rebhühner vor uns auf dem Weg – wie selten diese Anblick heute geworden ist. Die Schafstelzen präsentierten sich immer besser und verführten uns, den Wiesenweg noch etwas weiter zu verfolgen, bis an einem Graben gar ein Blaukehlchen mit seinem weißen Stern aufgespürt und lange bewundert werden konnte. Schließlich rief noch die elegant vorbeistreichende Rohrweihe Begeisterung hervor, die nicht so weit von uns niederging und sich offensichtlich ihr Frühstück schmecken ließ ...

Am nächsten Tümpel erfreute dann der kräftige Gesang des Drosselrohrsängers, gut im Vergleich dazu der ebenfalls singende Teichrohrsänger – Großer und Kleiner Karrekit nebeneinander ...

Danach Spaziergang auf dem Bottendorfer Hügel, bei dem bei einer prachtvollen Aussicht wunderschöne Blumen zu bewundern sind, z.B. Blaugrünes Labkraut, Kleines Mädesüß und – sogar noch blühend – Frühlings-Adonisröschen. Interessant: Die an den schwermetallhaltigen Boden angepaßten Grasnelken und Frühlings-Mieren – für die hier vorkommende Unterart von Hallers Grasnelke gilt der Bottendorfer Hügel sogar als weltweiter einziger Standort! Und sehr schön: Die Hügel-Gipfel umfliegenden Schwalbenschwänze auf Brautschau. Schließlich weisen uns noch einige ebenfalls den Hügel erkundende niederländische Naturkundler auf

eine kleinen Bestand des Kleinen Knabenkrauts hin , so daß wir sogar noch eine weitere Orchideenart sehen!

Die Gebäude des Klosters Memleben - teilweise nur noch als Ruine erhalten - mit einer interessanten Ausstellung, auch zur vormaligen Kaiserpfalz in Memleben, die besonders für die Ottonen von größter Wichtigkeit war, verdeutlicht die Geschichtsträchtigkeit der Region. Hier residierten Könige und Kaiser, Mönche gingen ihrem streng geregelten Alltag nach ...

6. Tag: Steinbach - Romanische Kirche und bunte Pflanzenvielfalt an der „Himmelsleiter“

Die Frühaufsteher erleben u.a. Klappergrasmücke, Wendehals und Turteltaube schön singend …

Danach zunächst Besuch der Steinbacher Kirche - romanisches Kleinod, wahrscheinlich erbaut von den Lehrlingen der Naumburger Dombaumeister.

Danach Spaziergang am Steinbacher Hang, ein wenig eine Zusammenfassung der während der Reise erlebten botanischen Vielfalt und Schönheit: Orchideen schmücken die Wegränder, darunter auch Dreizähniges Knabenkraut, die Himmelsleiter hinabsteigend erwartet uns ein buntblumiger Anblick, fast wie in einem Steingarten...

Zunächst Besuch der Steinbacher Kirche - romanisches Kleinod, wahrscheinlich erbaut von den Lehrlingen der Naumburger Dombaumeister.

Danach Spaziergang am Steinbacher Hang, ein wenig eine Zusammenfassung der während der Reise erlebten botanischen Vielfalt und Schönheit: Orchideen schmücken die Wegränder, darunter auch Frauenschuh und Dreizähniges Knabenkraut, die Himmelsleiter hinabsteigend erwartet uns ein buntblumiger Anblick, fast wie in einem Steingarten ...

Vogelartenliste (94 Arten)
  • Höckerschwan
  • Graugans
  • Kanadagans
  • Stockente
  • Reiherente
  • Fasan
  • Haubentaucher
  • Kormoran
  • Graureiher
  • Silberreiher
  • Weißstorch
  • Rohrweihe
  • Rotmilan
  • Schwarzmilan
  • Mäusebussard
  • Raufussbussard
  • Seeadler
  • Turmfalke
  • Blässhuhn
  • Flussuferläufer
  • Flussregenpfeifer
  • Straßentaube
  • Ringeltaube
  • Türkentaube
  • Turteltaube
  • Kuckuck
  • Mauersegler
  • Bienenfresser
  • Wendehals
  • Grünspecht
  • Grauspecht
  • Schwarzspecht
  • Buntspecht
  • Pirol
  • Neuntöter
  • Elster
  • Eichelhäher
  • Nebelkrähe
  • Kolkrabe
  • Schwanzmeise
  • Beutelmeise
  • Blaumeise
  • Kohlmeise
  • Feldlerche
  • Uferschwalbe
  • Rauchschwalbe
  • Mehlschwalbe
  • Waldlaubsänger
  • Fitis
  • Zilpzalp
  • Sumpfrohrsänger
  • Teichrohrsänger
  • Drosselrohrsänger
  • Gelbspötter
  • Mönchsgrasmücke
  • Gartengrasmücke
  • Klappergrasmücke
  • Dorngrasmücke
  • Sperbergrasmücke
  • Sommergoldhähnchen
  • Kleiber
  • Gartenbaumläufer
  • Zaunkönig
  • Star
  • Amsel
  • Singdrossel
  • Misteldrossel
  • Grauschnäpper
  • Schwarzkehlchen
  • Braunkehlchen
  • Rotkehlchen
  • Nachtigall
  • Hausrotschwanz
  • Gartenrotschwanz
  • Steinschmätzer
  • Heckenbraunelle
  • Haussperling
  • Feldsperling
  • Baumpieper
  • Brachpieper
  • Gebirgsstelze
  • Wiesenschafstelze
  • Bachstelze
  • Buchfink
  • Girlitz
  • Grünfink
  • Stieglitz
  • Bluthänfling
  • Grauammer
  • Goldammer
  • Rohrammer
  • Höckerschwan
  • Graugans
  • Nilgans
  • Stockente
  • Reiherente
  • Fasan
  • Rebhuhn
  • Haubentaucher
  • Kormoran
  • Graureiher
  • Weißstorch
  • Rohrweihe
  • Rotmilan
  • Schwarzmilan
  • Mäusebussard
  • Sperber
  • Turmfalke
  • Blässhuhn
  • Flussregenpfeifer
  • Silbermöwe
  • Straßentaube
  • Ringeltaube
  • Türkentaube
  • Turteltaube
  • Hohltaube
  • Kuckuck
  • Mauersegler
  • Bienenfresser
  • Wiedehopf
  • Wendehals
  • Grünspecht
  • Schwarzspecht
  • Buntspecht
  • Pirol
  • Neuntöter
  • Raubwürger
  • Elster
  • Eichelhäher
  • Tannenhäher
  • Aaskrähe
  • Kolkrabe
  • Schwanzmeise
  • Blaumeise
  • Kohlmeise
  • Sumpfmeise
  • Haubenmeise
  • Tannenmeise
  • Feldlerche
  • Uferschwalbe
  • Rauchschwalbe
  • Mehlschwalbe
  • Waldlaubsänger
  • Fitis
  • Zilpzalp
  • Feldschwirl
  • Sumpfrohrsänger
  • Teichrohrsänger
  • Drosselrohrsänger
  • Gelbspötter
  • Mönchsgrasmücke
  • Gartengrasmücke
  • Klappergrasmücke
  • Dorngrasmücke
  • Wintergoldhähnchen
  • Sommergoldhähnchen
  • Waldbaumläufer
  • Gartenbaumläufer
  • Zaunkönig
  • Star
  • Amsel
  • Singdrossel
  • Trauerschnäpper
  • Schwarzkehlchen
  • Rotkehlchen
  • Blaukehlchen
  • Nachtigall
  • Hausrotschwanz
  • Gartenrotschwanz
  • Steinschmätzer
  • Heckenbraunelle
  • Haussperling
  • Feldsperling
  • Baumpieper
  • Wiesenschafstelze
  • Bachstelze
  • Buchfink
  • Girlitz
  • Grünfink
  • Kernbeißer
  • Stieglitz
  • Bluthänfling
  • Grauammer
  • Goldammer
  • Rohrammer
Weitere Tierarten (Auswahl)
  • Reh
  • Hase
  • Kaninchen
  • Blindschleiche (tot)
  • Wasserfrosch
  • Seefrosch
  • Erdkröte
  • Aurora-Falter
  • Schwalbenschwanz
  • Feuerfalter
Orchideen
  • Braunrote Sitter
  • Breitblättrige Sitter
  • Dreizähniges Knabenkraut
  • Fliegenragwurz
  • Frauenschuh
  • Großes Zweiblatt
  • Grünliche Waldhyazinthe
  • Helm-Knabenkraut
  • Kleines Knabenkraut
  • Mücken-Händelwurz
  • Purpur- x Helm-Knabenkraut
  • Purpur-Knabenkraut
  • Spinnenragwurz
  • Vogelnestwurz
  • Weiße Waldhyazinthe
Weitere Pflanzenarten (Auswahl)
  • Acker-Krummhals
  • Aufgeblasenes Leimkraut
  • Aufrechter Ziest
  • Bärenschote
  • Bayrisches Leinblatt
  • Behaarter Alant
  • Berberitze
  • Berg-Gamander
  • Berg-Steinkraut
  • Blaugrünes Labkraut
  • Blauroter Steinsame
  • Blutroter Storchschnabel
  • Breitblättriges Laserkraut
  • Christophskraut
  • Dänischer Tragant
  • Diptam
  • Echte Schlüsselblume
  • Echter Gamander
  • Echtes Lungenkraut
  • Echtes Mädesüß
  • Einbeere
  • Einblütiges Perlgras
  • Elsbeere
  • Eselsdistel
  • Federgras
  • Feld-Beifuß
  • Feld-Rittersporn
  • Frühlings-Adonisröschen
  • Frühlings-Platterbse
  • Gefleckter Aronstab
  • Gelber Eisenhut
  • Gelber Wau
  • Gewöhnliche Akelei
  • Gewöhnliches Sonnenröschen
  • Golddistel
  • Großblütige Braunelle
  • Großer Ehrenpreis
  • Großes Windröschen
  • Hain-Wachtelweizen
  • Hallers Grasnelke var. Bottendorfensis
  • Haselwurz
  • Heckenkirsche
  • Karthäuser-Nelke
  • Kleine Wiesenraute
  • Kleiner Wiesenknopf
  • Kleines Mädesüß
  • Knolliger Hahnenfuß
  • Knotige Braunwurz
  • Leberblümchen
  • Mittlerer Wegerich
  • Natternkopf
  • Nesselblättrige Glockenblume
  • Nickende Distel
  • Nickendes Leimkraut
  • Odermennig
  • Rauher Alant
  • Rote Lichtnelke
  • Roter Hartriegel
  • Sanikel
  • Schlangen-Knöterich
  • Schlangen-Lauch
  • Schwarze Königskerze
  • Sichelblättriges Hasenohr
  • Straußblütige Wucherblume
  • Tollkirsche
  • Türkenbund-Lilie
  • Weiße Schwalbenwurz
  • Wiesen-Salbei
  • Wilde Karde
  • Wolliger Schneeball
  • Wunderveilchen
Reisebericht 2009

Zeit: 18.05.-23.05. 2008 Unterkunft: Hotel in Bad Bibra Teilnehmerzahl: 11 Reiseleiter: Stefan Lilje Saale-Unstrut-Triasland – große Landschaftsvielfalt mit Weinbergen und Trockenrasen an steilen Hängen, Buchenwäldern, Wiesen, Flüssen. Eine beinahe unfaßbaren Fülle an schönen und seltenen Pflanzen - besonders natürlich auch von farbenprächtigen Orchideen. Und eine überaus geschichtsträchtige Landschaft mit der Himmelscheibe von Nebra aus der Eisenzeit, vielen architektonischen Spuren aus dem Mittelalter – ein rundherum faszinierende Reiselandschaft, erlebt bei sonnigen, waremen Wettern und manchmal dräuendem, uns aber nie vor dem Erreichen der Unterkunft erreichenden Gewittern …

1. Tag Zscheiplitz

Sehr Engagierte Führung durch die wunderschöne romanische Klosterkirche Zscheiplitz mit Bericht darüber, was es hieß, zu DDR- Zeiten ohne Unterstützung des Staates und in Wendezeiten ehrenamtlich ein Baudenkmal zu restaurieren ... Im Dachstuhl des Kirchturms schlafen Fledermäuse ... Bei einer Wanderung durch den Steinbruch und Schafberg bei Zscheiplitz wunderschöner Blick ins Unstruttal nach Freyburg mit dem historischen Weinberg Schweigenberg und seinen Weinbergshäuschen, vorbei an einem historischen Kalkofen, und erste botanische Kostbarkeiten: Graslilie, Helm- und Purpur-Knabenkraut, Kelch-Steinkraut ... . Am Ortsrand von Zscheiplitz gelingen schließlich noch sehr schöne Beobachtungen eines Schwarzkehlchen-Paares ... 2. Tag: Unstrutaue bei Wendelstein und Dorndorf, Bottendorfer Hügel, Mittelalterliche Kaiserpfalz in Memleben, Frauenschuh und Diptam bei Krawinkel Zunächst Vogelbeobachtungen, u.a. in der Unstrutaue: Unter anderem Rot- und Schwarzmilan sowie Gebirgs- und Schafstelze ermöglichen das Erlernen des Erkennens ähnlicher Arten. Danach Spaziergang auf dem Bottendorfer Hügel, auf dem zwar – möglichweise wegen seines schwermetallhaltigen Bodens – keine Orchideen, dafür aber eine Menge anderer wunderschöner Blumen zu bewundern sind, z.B. Blaugrünes Labkraut, Kleines Mädesüß, Nickende Distel und – zwar verblüht – Frühlings-Adonisröschen. Interessant: Die an den schwermetallhaltigen Boden angepaßten Grasnelken und Frühlings-Mieren. Und sehr schön: Die Hügel-Gipfel umfliegende Schwalbenschwänze auf Brautschau. Die Gebäude des Klosters Memleben - teilweise nur noch als Ruine erhalten - mit einer interessanten Ausstellung, auch zur vormaligen Kaiserpfalz in Memleben, die besonders für die Ottonen von größter Wichtigkeit war, verdeutlicht die Geschichtsträchtigkeit der Region. Hier residierten Könige und Kaiser, Mönche gingen ihrem streng geregelten Alltag nach ... Ein Spaziergang bei Krawinkel führt die ganze botanische Vielfalt an Saale und Unstrut vor Augen: Der Anblick zum Beispiel von Helm- und Purpurknabenkraut, Blaurotem Steinsame, Elsbeeren, aber besonders ein prächtiger Diptam-Bestand und viele, viele Frauenschuhe erfüllen das Herz. Schließlich ein Spaziergang in der Unstrutaue bei Dorndorf, wo wir u.a. eine große rosa Wiese entdecken – ganz eingefärbt von Kuckuckuslichtnelke. Toll die Felswände mit ihren geologischen Aufschlüssen, ein Federgras-Bestand, der wiederum rufende Wendehals und wunderschöne Gebänderte Prachtlibellen ... 3. Tag Seltene Vogelarten am ehemaligen Braunkohletagebau, Besucherzentrum und Fundort der Himmelsscheibe von Nebra, Schloßpark Burgscheidungen Ein Besuch am Geiseltalsee macht zunächst die Größe des ehemaligen Braunkohletagebaus klar – besonders begeistert aber die Vogelvielfalt seltenster Arten: farbenprächtige Bienenfresser lassen sich gut beobachten, fünf (!) Pirole streiche rufend durch die Wipfle des Halden-Waldes, der Wendehals ruft, Schwarzkehlchen sind zu beobachten, und einige Feuchtgebietsbewohner wie Graugans, Gänsesäger ... begeistern uns. Am Nachmittag besuchen wir das neue Besucherzentrum, das die Besonderheiten der „Himmelsscheibe von Nebra“ darstellt und wandeln auf geschichtsträchtigem und kriminellen Terrain: Bei einer Führung zum Fundort der Himmelsscheibe von Nebra wird uns deren mutmaßliche kultische Bedeutung, aber auch die spannende Geschichte ihrer Raubausgrabung und ihre Rückführung in den rechtmäßigen Besitz des Landes Sachsen-Anhalt und die darauf folgenden wissenschaftlichen Untersuchungen vermittelt. Unterwegs beobachten wir u.a. Trauerschnäpper, Waldbaumläufer und Pechnelke.

4. Tag: Orchideenreichtum in den „Toten Tälern“, stattliches Schloss und Weinberge rund um Freyburg

Die Toten Täler, das orchideenreichste Gebiet in der Region: hunderte Orchideen sehen wir, u.a. Helm- und Purpurknabenkraut sowie deren Hybride, Grünliche Waldhyazinthe, Zweiblatt, Händelwurz, zwei Ragwurz-, eine Sitterart ... Daneben natürlich eine Menge andere schönster blühender Pflanzen wie Hain-Wachtelweizen, Wundklee, Großer Ehrenpreis, Fruchtstände von Küchenschellen ... , bei einem zweitem Spaziergang dann auch Diptam, Einbeere, Gelben Eisenhut … Auf der Neuenburg erwartet uns das eindrucksvolle Schloss mit der romanischen Doppelkapelle und schließlich eine fachkundige, sehr informative und überaus engagierte Führung durch den „Herzoglichen Weinberg“ mit Besuch im berühmten Weinbergshäuschen und anschließender Weinprobe - der Wein von Saale und Unstrut kann geschmacklich durchaus mit den kulturelllen und naturkundlichen Genüssen in der Region mithalten! 5. Tag: Mittelalterliches Flair in Naumburg, Steinernes Bilderbuch am Zusammenfluss von Saale und Unstrut, Trockenrasen bei Karsdorf Der beeindruckende Naumburger Dom mit seinen kunsthistorischen Schätzen wird uns bei einer fachkundigen und engagierten Führung nahe gebracht. Welch eine Klarheit die mittelalterlichen Schnitz- und Steinmetzarbeiten ausstrahlen! Die Altstadt Naumburgs ist allemal einen Spaziergang wert. Am Zusammenfluss von Saale und Unstrut stärken wir uns im Gartenlokal zünftig, um dann entlang der Unstrut den „Steinernden Bilderbogen“, barocke Sandstein-Reliefs, ebenso zu bewundern wie den Grünspecht, der sich länger beobachten läßt. Bei Karsdorf sehen und hören wir Baumpierper und besonders sehr schön die Sperbergrasmücke, die uns sogar ihren Balzflug vorführt. Außerdem entdecken Astlose Graslilie, Berg- und Edelgamander, Großes Windröschen und gleich drei Sonnenröschen-Arten, u.a. das sehr seltene Appenin-Sonnenröschen ...

6. Tag: Steinbach - Romanische Kirche und bunte Pflanzenvielfalt an der „Himmelsleiter“

Die Frühaufsteher erleben u.a. Klappergrasmücke, Wendehals und Turteltaube schön singend …

Danach zunächst Besuch der Steinbacher Kirche - romanisches Kleinod, wahrscheinlich erbaut von den Lehrlingen der Naumburger Dombaumeister.

Danach Spaziergang am Steinbacher Hang, ein wenig eine Zusammenfassung der während der Reise erlebten botanischen Vielfalt und Schönheit: Orchideen schmücken die Wegränder, darunter auch Dreizähniges Knabenkraut, die Himmelsleiter hinabsteigend erwartet uns ein buntblumiger Anblick, fast wie in einem Steingarten...

Zunächst Besuch der Steinbacher Kirche - romanisches Kleinod, wahrscheinlich erbaut von den Lehrlingen der Naumburger Dombaumeister. Auf dem Friedhof entdecken wir u.a. Schlangenknöterich, nebenan singt ein Gartenrotschwanz. Danach Spaziergang am Steinbacher Hang, ein wenig eine Zusammenfassung der während der Reise erlebten botanischen Vielfalt und Schönheit: Orchideen schmücken die Wegränder, darunter auch Frauenschuh und Dreizähniges Knabenkraut, die Himmelsleiter hinabsteigend erwartet uns ein buntblumiger Anblick, fast wie in einem Steingarten, mit Alantarten, Graslilien, Vermeinkraut, Diptam ...

Vogelartenliste (87 Arten)

  • Haubentaucher
  • Kormoran
  • Graureiher
  • Weißstorch
  • Höckerschwan
  • Graugans
  • Mandarinente
  • Stockente
  • Reiherente
  • Tafelente
  • Gänsesäger
  • Mittelsäger
  • Schwarzmilan
  • Rotmilan
  • Rohrweihe
  • Mäusebussard
  • Turmfalke
  • Blässhuhn
  • Silbermöwe
  • Straßentaube
  • Ringeltaube
  • Türkentaube
  • Turteltaube
  • Kuckuck
  • Waldkauz
  • Mauersegler
  • Bienenfresser
  • Wendehals
  • Grünspecht
  • Schwarzspecht
  • Buntspecht
  • Feldlerche
  • Uferschwalbe
  • Rauchschwalbe
  • Mehlschwalbe
  • Baumpieper
  • Schafstelze
  • Gebirgsstelze
  • Bachstelze
  • Zaunkönig
  • Heckenbraunelle
  • Rotkehlchen
  • Nachtigall
  • Hausrotschwanz
  • Gartenrotschwanz
  • Schwarzkehlchen
  • Amsel
  • Singdrossel
  • Sumpfrohrsänger
  • Teichrohrsänger
  • Gelbspötter
  • Sperbergrasmücke
  • Klappergrasmücke
  • Dorngrasmücke
  • Gartengrasmücke
  • Mönchsgrasmücke
  • Waldlaubsänger
  • Zilpzalp
  • Fitis
  • Wintergoldhähnchen
  • Sommergoldhähnchen
  • Grauschnäpper
  • Trauerschnäpper
  • Schwanzmeise
  • Tannenmeise
  • Sumpfmeise
  • Blaumeise
  • Kohlmeise
  • Kleiber
  • Beutelmeise
  • Pirol
  • Neuntöter
  • Eichelhäher
  • Elster
  • Rabenkrähe
  • Kolkrabe
  • Star
  • Haussperling
  • Feldsperling
  • Buchfink
  • Girlitz
  • Grünfink
  • Stieglitz
  • Bluthänfling
  • Goldammer
  • Rohrammer
  • Grauammer
Weitere bemerkenswerte Tierarten
  • Veränderliche Krabbenspinne
  • Gebänderte Prachtlibelle
  • Rosenkäfer
  • Balkenschröter
  • Feldgrille
  • Schwalbenschwanz
  • Distelfalter
  • Mauerfuchs
  • Hummelschwärmer
  • Aurorafalter
  • Seefrosch
  • Wasserfrosch
  • Erdkröte
  • Zauneidechse
Pflanzenartenliste (Auswahl)
Orchideen:

Braunrote Sitter

  • Dreizähniges Knabenkraut
  • Fliegenragwurz
  • Frauenschuh
  • Großes Zweiblatt
  • Grünliche Waldhyazinthe
  • Helm-Knabenkraut
  • Mücken-Händelwurz
  • Purpur- x Helm-Knabenkraut
  • Purpur-Knabenkraut
  • Spinnenragwurz
  • Vogelnestwurz
  • Weiße Waldhyazinthe

  • Braunrote Sitter
  • Dreizähniges Knabenkraut
  • Fliegenragwurz
  • Frauenschuh
  • Großes Zweiblatt
  • Grünliche Waldhyazinthe
  • Helm-Knabenkraut
  • Mücken-Händelwurz
  • Purpur-Knabenkraut
  • Spinnenragwurz
  • Vogelnestwurz
  • Weiße Waldhyazinthe
  • Weißes Waldvögelein
  • Hybrid Purpur-/Helmknabenkraut
Weitere Pflanzenarten
  • Appenin-Sonnenröschen
  • Astlose Graslilie
  • Bärenschote
  • Bayrisches Leinblatt
  • Behaarter Alant
  • Berg-Gamander
  • Berg-Steinkraut
  • Blasenstrauch
  • Blaugrünes Labkraut
  • Blauroter Steinsame
  • Blutroter Storchschnabel
  • Breitblättriges Laserkraut
  • Dänischer Tragant
  • Diptam
  • Echter Gamander
  • Echtes Mädesüß
  • Einbeere
  • Elsbeere
  • Esparsette
  • Färber-Ginster
  • Federgras
  • Feld-Mannstreu
  • Feld-Rittersporn
  • Finkensame
  • Frühlings-Adonisröschen
  • Gefleckter Aronstab
  • Geflecktes Ferkelkraut
  • Gelbe Skabiose
  • Gelber Eisenhut
  • Gem. Küchenschelle
  • Gewöhnliche Akelei
  • Gewöhnliches Leinkraut
  • Gewöhnliches Sonnenröschen
  • Golddistel
  • Graues Sonnenröschen
  • Großer Ehrenpreis
  • Großes Windröschen
  • Hain-Wachtelweizen
  • Haselwurz
  • Hufeisenklee
  • Karthäuser-Nelke
  • Kelch-Steinkraut
  • Kicher-Tragant
  • Kleine Wiesenraute
  • Kleiner Wiesenknopf
  • Kleines Mädesüß
  • Knotige Braunwurz
  • Kuckucks-Lichtnelke
  • Leberblümchen
  • Mittlerer Wegerich
  • Mönchskraut
  • Natternkopf
  • Nesselblättrige Glockenblume
  • Nickende Distel
  • Nickendes Leimkraut
  • Ochsenzunge
  • Purgier-Lein
  • Rote Lichtnelke
  • Salomonssiegel
  • Sanikel
  • Schlangen-Knöterich
  • Schlangen-Lauch
  • Schopf-Kreuzblümchen
  • Sichelmöhre
  • Silberdistel
  • Sommer-Adonisröschen
  • Stängellose Kratzdistel
  • Steinquendel
  • Straußblütige Wucherblume
  • Türkenbund-Lilie
  • Weiße Schwalbenwurz
  • Wiesen-Salbei
  • Wilde Karde
Reisebericht 2008
1. Termin

Bienenfresser, Spätromanik und Orchideen ohne Ende 2008

Reisebericht SAL 1 Saale-Unstrut 20.05. – 25.05.2008

Reiseleitung: Jens Stolle

Teilnehmerzahl: 16 Die sechstägige Reise in eine der kulturell reichsten und geschichtsträchtigsten Landschaften Deutschlands zeichnete sich neben der inhaltlichen Vielfalt durch einen sehr angenehmen Umgang in der Gruppe und, nicht zu vergessen, durch günstiges Wetter aus. Ornithologische Highlights waren schöne Beobachtungen von Bienenfresser und Silberreiher am Geiseltalsee, die geduldige und schließlich erfolgreiche Suche nach der Sperbergrasmücke und die unerwartete Begegnung mit der Heidelerche an den Trockenrasenhängen bei Karsdorf und irgendwie auch das vergebliche Frühaufstehen für einen Schlagschwirl bei Thalwinkel, der sich am Abend zuvor noch intensiv zu Wort gemeldet hatte. Sehr beeindruckend waren die besuchten Zeugen spätromanischer und frühgotischer Baukunst: Dorfkirche Steinbach, Naumburger Dom, Klosterkirche Zscheiplitz, Schloss Neuenburg und Kloster Memleben. Und schließlich dürfte sich jedem der Teilnehmer nach diesen Tagen bei der Frage nach Orchideenreichtum zwanglos das Saale-Unstrut-Gebiet ins Gedächtnis rufen. Die „Berge“ vom in diesem Jahr besonders üppig blühenden Purpur-Knabenkraut und erst recht die enormen Frauenschuh-Bestände in Vollblüte bei Krawinkel werden wohl nicht so schnell vergessen werden

Tag 1:

Spätromanische Dorfkirche bei Steinbach Artenreiche Frischwiese auf dem Kirchhof Muschelkalkhang „Steinbacher Hang“ mit zahlreichen Orchideen (z.B. Grünliche Waldhyazinthe, Dreizähniges Knabenkraut) und typischen Vogelarten (z.B. Baumpieper) Schnecktal westlich Bad Bibra: teils bewaldetes, teils offenes Tal im Buntsandstein der Finne mit altem Bahnviadukt und schöner Neuntöter-Beobachtung

Tag 2:

Morgendliche Vogelexkursion ins Biberbachtal (u.a. Grauschnäpper) Führung Naumburger Dom Individuelle Erkundung der Naumburger Innenstadt (für manche Teilnehmer mit Orgelkonzert) Saaleaue am Zusammenfluss mit Unstrut; typische Vogelarten der Saaleaue (Schwarzmilan, Pirol, Nachtigall, Graureiher) Ausflug ins NSG „Tote Täler“ mit überwältigendem Orchideenreichtum und mehreren typischen Vogelarten (Grauammer, Neuntöter, Pirol)

Tag 3:

Morgendliche Exkursion zwischen Thalwinkel und Dröbsdorf ohne Schlagschwirl Wanderung in das NSG „Hänge bei Karsdorf“ mit ornithologischen Highlights: Sperbergrasmücke und Heidelerche, außerdem Neuntöter, Grauammer, Pirol, Wendehals, Schwarzspecht, Kernbeißer, Rohrweihe und schönen Trockenrasenbeständen (blühend: Dänischer Tragant, Appenninen-Sonnenröschen, Astlose Graslilie) Mittagspause am Glockenseck bei Dorndorf, einem interessanten Felshang direkt an der Unstrut mit schönem Federgrasbestand, außerdem Grauammer und Wendehals Nachmittags Führung auf Schloss Neuenburg und anschließend Führung durch den sogenannten Herzoglichen Weinberg bei Freyburg einschließlich einer kleinen Weinverkostung

Tag 4:

Ausflug in die Unstrutaue südlich von Wendelstein mit mehreren schönen Vogelbeobachtungen: Rohrammer, Teich- und Drosselrohrsänger, Reiherente, Schafstelze, Kormoran und aus Nahdistanz einem aktuellen Beutelmeisennest Wanderung über die Bottendorfer Hügel mit Schwermetall- und Trockenrasenexkursion Besuch des Klosters in Memleben Ausflug in das NSG „Forst Bibra“, dabei zuerst Aufsuchen der beeindruckenden Frauenschuh-Bestände (in Vollblüte) nordwestlich des Ortes und danach kurze Wanderung in den Ostteil des NSG mit großem Diptam-Bestand sowie Turteltaube, Baumpieper, Neuntöter

Tag 5:

Fahrt an den Nordrand des Geiseltalsees an der Halde Blösien, dort schöne Beobachtungen mehrerer Bienenfresser, außerdem Silberreiher, Nachtigall, Neuntöter, Zwergtaucher, Kormoran und als weiteres Highlight ein Schwarzkehlchen Erfolglose Suche am letzten Ortolan-Vorkommen bei Schafstedt (Nach-)Mittagspause an der Arche Nebra, danach Führung zur Fundstelle der Himmelsscheibe auf dem Mittelberg bei Klein-Wangen

Tag 6:

Besuch der Klosterkirche Zscheiplitz Danach Ausflug in das Kalksteinbruchgelände bei Zscheiplitz mit wunderbarer Nahbeobachtung eines jungen Waldkauzes, außerdem als botanisches Abschlusskleinod Mondrautenfarn.

Paralleltermin

Blütenfülle, Landschaftsvielfalt, Romanische Baukunst und seltene Vögel an Saale und Unstrut 2008

Zeit: 20.05. - 25.05. 2008 Unterkunft: Hotel in Bad Bibra Teilnehmerzahl: 14 Reiseleiter: Stefan Lilje Reisebericht: Saale-Unstrut-Triasland – große Landschaftsvielfalt mit Weinbergen und Trockenrasen an steilen Hängen, Buchenwäldern, Wiesen, Flüssen. Eine beinahe unfaßbaren Fülle an schönen und seltenen Pflanzen - besonders natürlich auch von farbenprächtigen Orchideen. Und eine überaus geschichtsträchtige Landschaft mit der Himmelscheibe von Nebra aus der Eisenzeit, vielen architektonischen Spuren aus dem Mittelalter – ein rundherum faszinierende Reiselandschaft, erlebt bei bestem Wetter

1. Tag Zscheiplitz

Sehr Engagierte Führung durch die wunderschöne romanische Klosterkirche Zscheiplitz mit Bericht darüber, was es hieß, zu DDR- Zeiten ohne Unterstützung des Staates und in Wendezeiten ehrenamtlich ein Baudenkmal zu restaurieren ... Im Dachstuhl des Kirchturms schlafen Fledermäuse ... Bei einer Wanderung durch den Steinbruch und Schafberg bei Zscheiplitz wunderschöner Blick ins Unstruttal nach Freyburg mit dem historischen Weinberg Schweigenberg und seinen Weinbergshäuschen, vorbei an einem historischen Kalkofen, und erste botanische Kostbarkeiten: Graslilie, Helm- und Purpur-Knabenkraut, Kelch-Steinkraut ... . Am Ortsrand von Zscheiplitz gelingen schließlich noch sehr schöne Beobachtungen eines Schwarzkehlchen-Paares ... 2. Tag: Unstrutaue bei Wendelstein und Dorndorf, Bottendorfer Hügel, Mittelalterliche Kaiserpfalz in Memleben, Frauenschuh und Diptam bei Krawinkel Zunächst Vogelbeobachtungen, u.a. in der Unstrutaue: Unter anderem Rot- und Schwarzmilan sowie Gebirgs- und Schafstelze ermöglichen das Erlernen des Erkennens ähnlicher Arten. Danach Spaziergang auf dem Bottendorfer Hügel, auf dem zwar – möglichweise wegen seines schwermetallhaltigen Bodens – keine Orchideen, dafür aber eine Menge anderer wunderschöner Blumen zu bewundern sind, z.B. Blaugrünes Labkraut, Kleines Mädesüß, Nickende Distel und – zwar verblüht – Frühlings-Adonisröschen. Interessant: Die an den schwermetallhaltigen Boden angepaßten Grasnelken und Frühlings-Mieren. Und sehr schön: Die Hügel-Gipfel umfliegende Schwalbenschwänze auf Brautschau. Die Gebäude des Klosters Memleben - teilweise nur noch als Ruine erhalten - mit einer interessanten Ausstellung, auch zur vormaligen Kaiserpfalz in Memleben, die besonders für die Ottonen von größter Wichtigkeit war, verdeutlicht die Geschichtsträchtigkeit der Region. Hier residierten Könige und Kaiser, Mönche gingen ihrem streng geregelten Alltag nach ... Ein Spaziergang bei Krawinkel führt die ganze botanische Vielfalt an Saale und Unstrut vor Augen: Der Anblick zum Beispiel von Helm- und Purpurknabenkraut, Blaurotem Steinsame, Elsbeeren, aber besonders ein prächtiger Diptam-Bestand und viele, viele Frauenschuhe erfüllen das Herz. Schließlich ein Spaziergang in der Unstrutaue bei Dorndorf, wo wir u.a. eine große rosa Wiese entdecken – ganz eingefärbt von Kuckuckuslichtnelke. Toll die Felswände mit ihren geologischen Aufschlüssen, ein Federgras-Bestand, der wiederum rufende Wendehals und wunderschöne Gebänderte Prachtlibellen ... 3. Tag Seltene Vogelarten am ehemaligen Braunkohletagebau, Besucherzentrum und Fundort der Himmelsscheibe von Nebra, Schloßpark Burgscheidungen Ein Besuch am Geiseltalsee macht zunächst die Größe des ehemaligen Braunkohletagebaus klar – besonders begeistert aber die Vogelvielfalt seltenster Arten: farbenprächtige Bienenfresser lassen sich gut beobachten, fünf (!) Pirole streiche rufend durch die Wipfle des Halden-Waldes, der Wendehals ruft, Schwarzkehlchen sind zu beobachten, und einige Feuchtgebietsbewohner wie Graugans, Gänsesäger ... begeistern uns. Am Nachmittag besuchen wir das neue Besucherzentrum, das die Besonderheiten der „Himmelsscheibe von Nebra“ darstellt und wandeln auf geschichtsträchtigem und kriminellen Terrain: Bei einer Führung zum Fundort der Himmelsscheibe von Nebra wird uns deren mutmaßliche kultische Bedeutung, aber auch die spannende Geschichte ihrer Raubausgrabung und ihre Rückführung in den rechtmäßigen Besitz des Landes Sachsen-Anhalt und die darauf folgenden wissenschaftlichen Untersuchungen vermittelt. Unterwegs beobachten wir u.a. Trauerschnäpper, Waldbaumläufer und Pechnelke.

Engagierte Führung durch die wunderschöne romanische Klosterkirche Zscheiplitz mit Bericht darüber, was es hieß, zu DDR- Zeiten ohne Unterstützung des Staates und in Wendenzeiten ehrenamtlich ein Baudenkmal zu restaurieren... Im Dachstuhl des Kirchturms schlafen Fledermäuse... Bei einer Wanderung durch den Steinbruch und Schafberg bei Zscheiplitz wunderschöner Blick ins Unstruttal nach Freyburg mit dem historischen Weinberg Schweigenberg und seinen Weinbergshäuschen, vorbei an einem historischen Kalkofen, und erste botanische Kostbarkeiten: Graslilie, Helm- und Purpur-Knabenkraut, Fliegen-Ragwurz, Kelch-Steinkraut ... . Am Ortsrand von Zscheiplitz quäkt schließlich noch ein Wendehals ... 2. Tag Unstrutaue bei Memleben und Dorndorf, Hügel mit Trockenrasen, Orchideenreiche Trocknrasen und Wälder, Kloster und Kaiserpflaz MemlebenZunächst Vogelbeobachtungen in der Unstrutaue: Unter anderem Beutelmeise, Schwarzmilan und Braunkehlchen, welches lange und sehr nah zu beobachten war – die Vogelkundler kommen auf ihre Kosten. Danach Spaziergang auf dem Bottendorfer Hügel, auf dem zwar – möglichweise wegen seines schwermetallhaltigen Bodens – keine Orchideen, dafür aber eine Menge anderer wunderschöner Blumen zu bewundern sind, z.B. Blaugrünes Labkraut, Kleines Mädsüß, Nickende Distel und – zwar verblüht – Frühlings-Adonisröschen. Interessant: Die an den schwermetallhaltigen Boden angepaßten Grasnelken und Frühlings-Mieren. Und sehr schön: Die Hügel-Gipfel umfliegende Schwalbenschwänze. Die Gebäude des Klosters Memleben - teilweise nur noch als Ruine erhalten - mit einer interessanten Ausstellung, auch zur vormaligen Kaiserpfalz in Memleben, die besonders für die Ottonen von größter Wichtigkeit war, verdeutlicht die Geschichtsträchtigkeit der Region. Hier residierten Könige und Kaiser, Mönche gingen ihrem streng geregelten Alltag nach ... Ein Spaziergang bei Krawinkel führt die ganze botanische Vielfalt an Saale und Unstrut vor Augen: Der Anblick zum Beispiel von Helm- und Purpurknabenkraut, Blaurotem Steinsame, Elsbeeren, aber besonders ein prächtiger Diptam-Bestand und viele, viele Frauenschuhe erfüllen das Herz. Schließlich ein Spaziergang in der Unstrutaue bei Dorndorf, wo wir u.a. eine große rosa Wiese entdecken – ganz eingefärbt von Kuckuckuslichtnelke. Toll die Felswände mit ihren geologischen Aufschlüssen, ein Federgras-Bestand, die große Wiesenraute ... 3. Tag Seltene Vogelarten am ehemaligen Braunkohletagebau, Besucherzentrum und Fundort der Himmelsscheibe von Nebra, Blick auf die Steinklöbe Ein Besuch am Geiseltalsee macht zunächst die Größe des ehemaligen Braunkohlesees klar – besonders begeistert aber die Vogelvielfalt seltenster Arten: farbenprächtige Bienenfresser, Raubwürger, Pirol, Wendehals, Schwarzkehlchen, und einige Feuchtgebietsbewohner wie Graugans, Silberreiher, Rotschenkel begeistern uns. Am Nachmittag besuchen wir das neue Besucherzentrum, das die Besonderheiten der „Himmelsscheibe von Nebra“ darstellt und wandeln auf geschichtsträchtigem und kriminellen Terrain: Bei einer Führung zum Fundort der Himmelsscheibe von Nebra wird uns deren mutmaßliche kultische Bedeutung, aber auch die spannende Geschichte ihrer Raubausgrabung und ihre Rückführung in den rechtmäßigen Besitz des Landes Sachsen-Anhalt und die darauf folgenden wissenschaftlichen Untersuchungen vermittelt. Unterwegs beobachten wir u.a. Trauerschnäpper, Waldbaumläufer und Pechnelke. Abschließend genießen wir den Blick auf die beeindruckende Felswand der Steinklöbe – dabei beobachten wir zwar keine Uhus oder Wanderfalken, dafür fliegt ein Baumfalke vorbei. 4. Tag: Mittelalterliches Flair in Naumburg, Orchideenreichtum in den „Toten Tälern“, Steinernes Bilderbuch am Zusammenfluss von Saale und Unstrut Der beeindruckende Naumburger Dom mit seinen kunsthistorischen Schätzen wird uns bei einer fachkundigen und engagierten Führung nahe gebracht. Welch eine Klarheit die mittelalterlichen Schnitz- und Steinmetzarbeiten ausstrahlen! Die Altstadt Naumburgs ist allemal einen Spaziergang wert – ebenso wie die Toten Täler, das orchideenreichste Gebiet in der Region: hunderte Orchideen sehen wir, u.a. Helm- und Purpurknabenkraut sowie deren Hybride, Grünliche Waldhyazinthe, Zweiblatt, Händelwurz, zwei Ragwurz-, eine Sitterart ... Daneben natürlich eine Menge andere schönster blühender Pflanzen wie Hain-Wachtelweizen, Wundklee, Großer Ehrenpreis, Fruchtstände von Küchenschellen ... - und als ornithologische Kostbarkeit schwebt ein Schwarzstorch über der faszinierenden Blütenfülle. Schließlich Spaziergang entlang der Unstrut am „Steinernden Bilderbogen“, barocke Sandstein-Reliefs zum Zusammenfluss von Saale und Unstrut, wo man sich im Gartenlokal zünftig stärken kann.

5. Tag Trockenrasen, stattliches Schloss und Weinberge rund um Freyburg

Bei Karsdorf sehen und hören wir Pirole, Turteltaube und Baumpierper sowie eine Schwanzmeisen-Familie, entdecken Sommeradonisröschen und Graslilie, Berg- und Edelgamander und üben den Gesang der Sperbergrasmücke von ihren Verwandten zu unterscheiden. In einem Pupurknabenkraut entdecken wir eine farblich wunderbar angepaßte Veränderliche Krabbenspinne. Erstaunen ruft eine Heidelerche aus, die nicht fliegend, sondern auf einer Kiefer sitzend ihren schwermütigen Gesang vorträgt. Auf der Neuenburg erwartet uns das eindrucksvolle Schloss mit der Doppelkapelle, anschließend fachkundige und sehr informative Führung durch den „Herzoglichen Weinberg“ mit Besuch im berühmten Weinbergshäuschen und anschließende Weinprobe.

6. Tag: Frauenschuh und Diptam bei Krawinkel, Mittelalterliche Kaiserpfalz in Memleben

Zunächst Besuch der Steinbacher Kirche - romanisches Kleinod, wahrscheinlich erbaut von den Lehrlingen der Naumburger Dombaumeister. Auf dem Friedhof entdecken wir u.a. Schlangenknöterich und Mauereidechse, nebenan singt ein Gartenrotschwanz. Danach Spaziergang am Steinbacher Hang, ein wenig eine Zusammenfassung der während der Reise erlebten botanischen Vielfalt und Schönheit: Orchideen schmücken die Wegränder, darunter auch Frauenschuh und Dreizähniges Knabenkraut, die Himmelsleiter heraufsteigend erwartet uns ein buntblumiger Anblick, fast wie in einem Steingarten, mit Alantarten, Graslilien, Vermeinkraut...

2. Termin

„ Frauenschuh, Bienenfresser und Himmelsscheibe“ 2008

Unsere Reise fand im spätem Frühling vom 27.05 bis 1.06.08 statt. Von Bad Bibra aus erkundeten wir das Saale-Unstrut-Triasland, mit seinen sehenswerten Natur- und Kulturlandschaften. Hier die wichtigsten Tageseindrücke

1.Tag:

Die Besichtigung der Klosterkirche Zscheiplitz mit einer anschaulichen Darstellung der Sanierung ließ den Tag beginnen. Danach ein Spaziergang in den ehemaligen Steinbruch, mit den ersten Orchideen Fliegenragwurz, Stendelwurz, Helmknabenkraut und den Fund des Mondrautenfarns, einem Reliqut aus der Urzeit. Zum Abschluß noch ein kleiner Spaziergang im Schnecktal an dem Viadukt vorbei, auf dem uns heimische Vögel, wie Goldhähnchen, Rotkehlchen, Grünspecht, Stieglitz begleiteten.

2.Tag:

Mit dem Gesang des Teichrohrsängers wurden wir in der Unstrutaue bei Wendelstein begrüßt. Kormorane in der Ferne, die Rohrammer zum Greifen nah und als i-Tüpfelchen ein Beutelmeisennest. Der nächste Ausflugspunkt war die beeindruckende Landschaft im Naturschutzgebiet „Bottendorfer Schweiz“. Die Schwermetallflora ließ die Herzen der Botaniker höher schlagen und ließ sie schweren Herzens vom Kleinem Mädesüß, Grasnelke, Kartäusernelke, Resede, echte Hundzunge trennen. Aber auch das kulturelle Erlebnis blieb nicht zu kurz, mit einem spontanen Zwischenstopp in der Klosterschule Rossleben und der Besichtigung der mittelalterlichen Kaiserpfalz Memleben. Als krönenden Abschluss für diesen Tag, genossen wir den Anblick des Frauenschuhs in Krawinkel und nicht zu vergessen - Diptam.

3.Tag:

Das sollte der Tag des Bienenfressers sein. Der Geiseltalsee bot uns einige bemerkenswerte Vogelarten, wie Rohrweihe, Silberreiher, Gelbspötter. Den Bienenfresser fanden wir in seiner vollen Farbenpracht an den Steilufern und ließ uns über die Zukunft des Sees nachgrübeln. In der zweiten Hälfte des Tages widmeten wir uns wieder der Kultur. Am Fundort der Himmelsscheibe auf dem Mittelberg, erfuhren wir viele regional geschichtliche Ereignisse, die für die europäische Vorgeschichte bedeutend war. Und da wir trotz historischen Fundort in der Natur standen, blieb es uns nicht verwert , einem imposanten Hirschkäfer über den Weg zu laufen.

4. Tag:

Die Gemäuer des Naumburger Doms kamen uns ganz recht, da uns auch am vierten Tag das Wetter mit Sonnenschein beglückte und Temperaturen über die 30-Grenze steigen ließ. Mit einer Führung wurden wir in die architektonischen und religiösen Hintergründe eingewiesen. Nach einer individuellen Stadterkundung besichtigten wir gemeinsam den Zusammenfluss von Saale und Unstrut, um danach in den „Toten Tälern“ eine botanische Wanderung anzutreten. Neben zahlreichen anderen Pflanzenarten, konnte auch nach dieser Exkursion die Orchideen-Liste erweitert werden. Erwähnenswert wären dabei, die vielleicht letzte Bienenragwurz in diesem Jahr, die Händelwurz, vereinzelt stehende Weiße Waldhyazinthe und Weißes Waldvöglein und die gehäuft vorkommende Händelwurz und Stendelwurz.

5.Tag:

Beim Spaziergang im NSG „Trockenrasenflächen bei Karsdorf“ begleitete uns der Ruf des Pirols, erwartete uns ein Meer Astloser Graslilien, entdeckten wir ein Feldlerchenkücken. Das Federgras im Unstruttal begeisterte so manchen. Mit einer Führung auf dem Schloss Neuenburg in Freyburg und dem „Herzoglichen Weinberg“ rundeten wir auch diesen Tag ab.

6. Tag:

Die romanische Dorfkirche in Steinbach sollte unsere letzte kulturelle Sehenswürdigkeit der Reise sein. Mit einem anschließenden Spaziergang am Steinbacher Hang beendeten wir unsere Exkursionen und traten die Heimreise an. Im Anhang alle gehörten und gesehenen Vogelarten und einige ausgewählte Pflanzenarten

63 Vogelarten:

  • Kuckuck
  • Bienenfresser
  • Rauchschwalbe
  • Mauersegler
  • Mehlschwalbe
  • Mäusebussard
  • Rotmilan
  • Schwarzmilan
  • Kormoran
  • Rohrweihe
  • Weißstorch
  • Turmfalke
  • Graureiher
  • Zilpzalp
  • Feldlerche
  • Hausrotschwanz
  • Gartenrotschwanz
  • Neuntöter
  • Gelbspötter
  • Pirol
  • Goldammer
  • Rohrammer
  • Grauammer
  • Gartengrasmücke
  • Mönchsgrasmücke
  • Dorngrasmücke
  • Klappergrasmücke
  • Fitis
  • Goldhähnchen
  • Tannenmeise
  • Grünspecht
  • Bundspecht
  • Singdrossel
  • Rotkehlchen
  • Girlitz
  • Nachtigall
  • Ringeltaube
  • Turteltaube
  • Haustaube
  • Türkentaube
  • Amsel
  • Blaumeise
  • Schwanzmeise
  • Beutelmeise
  • Kohlmeise
  • Kleiber
  • Buchfink
  • Elster
  • Star
  • Stieglitz
  • Eichelhäher
  • Rabenkrähe
  • Zaunkönig
  • Teichrohrsänger
  • Schafstelze
  • Bachstelze
  • Gebirgsstelze
  • Stockente
  • Reiherente
  • Bleßralle
  • Fasan
  • Rebhuhn
  • Haussperling
  • Baumpieper
Ausgewählte Pflanzen:
  • Pfeilschote
  • Wiesensalbei
  • Rote Lichtnelke
  • Nickendes Leimkraut
  • Mondrautenfarn
  • Astlose Graslilie
  • Helmknabenkraut
  • Fliegenragwurz
  • Bienenragwurz
  • Stendelwurz
  • Großes Zweiblatt
  • Frauenschuh
  • Weißes Waldvöglein
  • Händelwurz
  • Dreizähniges Knabenkraut
  • Helm-Knabenkraut
  • Purpur-Knabenkraut
  • Weiße Waldhyazynthe
  • Braunroter Sitter
  • Breitblättriger Sitter
  • Elsbeere
  • Kupferblümchen
  • Silberfingerkraut
  • Gelbe Skabiose
  • Kleines Mädesüß
  • Kleines Resede
  • Blauroter Steinsame
  • Diptam
  • Eselsdistel
  • Gewöhnliches Sonnenrösschen
  • Kartäusernelke
  • Sanikel
  • Schwarze Königskerze
  • Behaarter Alant
  • Hainwachtelweizen
  • Salomon Siegel
  • Türkenbundlilie
  • Nachtviole
  • Graue Sonnenrösschen
  • Federgras
Teilnehmerresonanz:
2011:

Frauenschuh, Himmelsscheibe und Bienenfresser

Ich habe schon einige Male schöne Reisen mit birdingtours gemacht. Die sechs Tage an Saale und Unstrut vom 21. - 26.Mai 2011 unter der Leitung von Stefan Lilje haben mir besonders gut gefallen,

Es schien jeden Tag die Sonne und wir sahen bzw. hörten über 90 Vogelarten, u.a. Neuntöter, Pirol, Gelbspötter, Bienenfresser und Wendehals. Die Landschaft an Saale und Unstrut ist sehr abwechslungsreich mit Wiesen, Äckern, Wald, Strauchgehölzen, Seen, Berghängen, Trockenrasen. Stefan Lilje zeigte uns verschiedene Standorte mit Orchideen, die in großer Vielfalt blühten, ( ich habe 15 Orchideenarten gezählt ) und weitere seltene Pflanzen wie Diptam, Graslilie, Blauroter Steinsame.

Mir hat die sehr gut organisierte Reise auch deshalb so gut gefallen, weil neben Vögeln und Pflanzen Zeit für Sehenswürdigkeiten in der Region blieb, z.B. für die Besichtigung einer romanischen Kirche, einer restaurierten Kloserruine, der Kaiserpfalz in Memlingen und des Naumburger Doms, für den wir eine gute Führung bekamen. Wir haben Weine im historischen Weinberg probiert und das Besucherzentrum "Arche Nebra" besucht.

Die Hotelunterbringung war angenehm und das Abendessen nach einem ausgefüllten Tag köstlich.

Die Reise unter kompetenter und sympathischer Leitung von hans Lilje war rundum gelungen. Die Reisegruppe dankte es mit großem Interesse und guter Laune.

Herzliche Grüße

Dagmar Wolde

Eine literarische Zusammenfassung unserer Reise:

Im wunderschönen Monat Mai, wenn alle Knospen sprießen, da kamen wir von fern herbei, Natur hier zu genießen. Ei, was gab es da zu seh´n! Mönchskraut und auch Orchideen, hoch und wohl auch niedrig, die war´n nicht nur für Friedrich! Höhepunkt auf dieser Reise war Brutnachweis der Blaumeise. Ob wir die gefunden hätten, all die wundervollen Stätten? Da war es gut mit Stefan Lilje zu ziehen wie in Großfamilie. Dafür gebührt ein Leben lang unserm guten Stefan Dank! (Klaus B.)

Nur etwa 3 Wochen nach der hochinteressanten Kaiserstuhl-Reise mussten wir unsere liebe Nachbarin erneut für Haus- und Gartenpflege missbrauchen, um eine Woche im mittleren Osten (Deutschlands!) zu verbringen, wo uns landschaftliche, natürliche und kulturelle Schätze erwarten würden und uns tatsächlich regelrecht überwältigten. Diese Tour erwies sich als wunderschöne Fortsetzung und Ergänzung zur Kaiserstuhl-Reise mit einem ebenso engagierten, wissensreichen und begeisterungsfähigen Anführer. Die Verbindung von Kultur und Natur erwies sich als besonders reizvoll und bereichernd. Ein lebhafter und mitreißender Bericht über die Renovierung der zauberhaft schönen romanischen Kirche in der Burganlage vom Zscheiplitz ließ für uns die DDR-Zeiten mit all ihren Eigenheiten wieder lebendig werden. Der Spaziergang über den Schafberg und durch den Steinbruch riss uns zu regelrechten Begeisterungsstürmen hin, denn bereits hier entdeckten wir botanische Kostbarkeiten in Mengen, aber auch die gefiederte Beute konnte sich sehen lassen. Für mich erwies sich die freiwillig erzwungene Langsamkeit der Spaziergänge als Gewinn, denn nur das ruhige Beobachten ließ uns Schön- und Seltenheiten entdecken. Stefan und einige andere aus der netten Gruppe erkannten die Vögel bereits an ihren Lauten, lange, bevor wir auch nur eine Feder-spitze zu sehen bekamen. Toll und bewundernswürdig! Auf dem schwermetallhaltigen Boden eines Abraumhügels zeigte Stefan uns dann, wie gut sich manche Pflanzen anpassen können und die schönsten Blüten treiben! Weil auch das Wetter mitspielte und nichts mehr an das abendliche Gewitter erinnerte, konnten wir uns kaum von dem Aussichts- und Blumenreichen Hügel trennen. Doch schon lockte die Klosterruine von Memleben, die mit einer informativen Ausstellung und wundervoll hergerichteten Räumen an die lange Geschichte dieser Gegend erinnert. Nach einer ausgiebigen Besichtigung und kleiner Pause bei Kaffee und Kuchen erlebten wir beim Dorf Krawinkel noch die Fülle an Orchideen und einen wunderschönen Bestand Diptam. Der Waldhang mit einem großen Bestand an Frauenschuh-Orchis ließ mich vor Begeisterung regel-recht aufjaulen, waren es doch die ersten meines nicht mehr ganz jungen Lebens! Die nächste Premiere erlebten Walter und ich dann am Geiseltalsee, einem alten Braunkohletagebau, hier bewunderten wir die angekündigten Bienenfresser, aber vor allem die Pirole! Jubel, Jubel! noch dazu gleich 5! Der Spaziergang am Seeufer entlang bot den fast hautnahen Kontakt zu einer Grauammer, die uns nahe herankommen und sich sogar ablichten ließ. Bei strahlendem Sonnenschein bekamen wir hier eine fast wüstenhafte, zumindest aber steppenartige Landschaft zu sehen und zu spüren, obwohl sich am und im Wasser auch Graugänse und Gänsesäger tummelten. Der Gegensatz zum Vortag war gewaltig, da hatten wir zum abendlichen Abschluss noch die Unstrutaue mit ihrem üppigen Grün, aber auch den uralten Felswänden erkundet und uns von Prachtlibellen umgaukeln und einem Kuckuck, passend zu den Wiesen aus den gleichnamigen Nelken, überfliegen lassen. Doch weil kein Tag ohne kulturelles AHA-Erlebnis bleiben durfte, besuchten wir die Arche Nebra und sahen die kurze, aber eindrucksvolle Planetariumsschau mit Erklärungen zur Himmelsscheibe, deren Fundort wir anschließend besuchten und dort in einer kompetenten, sachkundigen Führung über die Bedeutung und Rückgabe des uralten Kulturgutes aufgeklärt wurden, während über uns in den Bäumen die gefiederten Schätze Laut gaben, wie z.B. Waldbaumläufer und Trauerschnäpper. Unser Ausflug in die so genannten Toten Täler bescherte uns reichlich lebendiges und das in seiner ganzen Pracht und Schönheit! Früher wegen des Wasser mangels von den Menschen als ?tot? bezeichnet, heute das orchideenreichste Gebiet der Region, sind die Täler heute streng geschützt und nur auf eingezäunten Wegen begehbar. Hier erleben wir Wiesen voller seltener Schönheiten, wir kommen gar nicht nach mit Schauen, Bewundern, Staunen - und wollen ja auch noch fotografieren! Als Gegensatz zu derart großartiger, reicher Natur erscheint uns die imposante Neuenburg mehr wie ein bombastischer Steinhaufen, nur die romanische Doppelkapelle ist eine Besonderheit und durch ihre ausgewogenen Proportionen ansprechend und stimmig. Die Schloss-Führung ist für uns verwöhnte Natur-Freaks kaum zu ertragen, außer man nimmt die Vorstellung als Kabarett. Dafür gefällt uns der Besuch im Herzoglichen Weinberg umso besser. Trotz einiger Regentropfen, die uns finden, lauschen wir gespannt den informativen Erläuterungen rund um das Thema Wein, erkunden die Steilhänge des Anbaugebietes und kosten zum Abschluss die gar nicht sauren Tropfen von den Hängen der Saale und Unstrut, wodurch sich der Genuss an den Erleb-nissen und Erkenntnissen dieser Woche noch steigert. Passend zur Besichtigung von Naumburg und Dom regnet es, schmälert aber nicht die Entdeckerfreude und zum Picknick an Saale/Unstrut und bei der Be-sichtigung des Steinernen Bilderbuchs strahlt die Sonne wieder. Auf der Höhe bei Karlsdorf macht sie sich rar, dafür leuchten aber die Graslilien, die hier in Mengen blühen und die Sperbergrasmücke scheint nur für uns zu balzen! Der Abschlussbesuch in der Steinbacher Kirche und der Spaziergang über den Hang am Dorfrand spiegeln noch einmal die ganze Woche,- den Reich-tum an Naturvielfalt und kulturellen Schätzen, die zum Glück erhalten geblie-ben sind und/oder wieder erhalten, geschützt und renoviert oder renaturiert werden. Stefan hat uns diese Region in all ihren Facetten nahe gebracht und mit seiner Begeisterung und seinem Kenntnisreichtum die Woche zu einem ge-lungenen Erlebnis und einem wahren Genuss werden lassen. Eva-Maria & Walter F.