Diese Reise verbindet drei Vogellandschaften miteinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten:
Das Donaudelta mit seinen verschlungenen Wasseradern und den weitläufigen Sümpfen. Es beherbergt riesige Brutbestände von Arten, die anderswo in Europa kaum zu finden sind: Zwergscharbe, Rosapelikan, verschiedenste Reiher, die wir auf Pirschfahrt per Boot erleben können. Hier finden wir zu den Zugzeiten neben unseren auch östliche Watvögel, wie den Teichwasserläufer. Zu den Zugzeiten ziehen entlang der Strände Kleinvögel und häufiger befinden sich darunter auch Seltenheiten. Südlich des Deltas schließen sich Landschaften an, die aus kargen leicht salzigen Feuchtflächen und verschiedenen Riedgewächsen bestehen – mit Brutvorkommen vom Triel und der Rotflügelbrachschwalbe, sowie einem westlichen Vorposten des Feldrohrsängers.
Die Dobrudscha bietet Einblicke in die Avifauna der Waldsteppen und Steppen: Kurzfangsperber, Isabellsteinschmätzer und unter den Pflanzen viele Besonderheiten (z.B. im Macin-Gebirge zahlreiche Orchideen, Endemiten und attraktive Arten wie die Wilde Pfingstrose). Im Babadagwald suchen wir nach besonderen Reptilien (z.B. Östliche Smaragdeidechse) und können den Gesang des Ortolan genießen.
Die Südkarpaten bilden, was die Vogelwelt betrifft, eine Mischung aus Arten der Alpen: Bergpieper, Mauerläufer und Ringdrossel und Arten, die einen südöstlichen Einschlag deutlich machen: Balkan-Ohrenlerche, Habichtskauz und zahlreiche Halsbandschnäpper im Wald. Mit etwas Glück kann auch die „Urwaldart“ Weißrückenspecht beobachtet werden. Und: Wir bewegen uns in der Heimat von Braunbären.
Die große Artenvielfalt wird durch archaisch anmutende Kulturlandschaften ergänzt: In den Hügeln und Wiesengebieten von Siebenbürgen haben sich Schreiadlerreviere und Wachtelkönigbrutgebiete gehalten. Wir wohnen bei „Siebenbürgersachsen“ und bekommen auch einiges aus der interessanten Geschichte dieser Grenzregion Europas mit.
Aufpreis bei 7 - 9 Teilnehmern: + 90,00 Euro pro Person
Bilderbuchnatur im Südosten
Reiseroute
1. Tag: Bukarest – Tandarei 2. Tag: Tandarei – Cheia – (Histria) – Mamaia 3. Tag: Mamaia – Vadu – Histria - Mamaia 4. Tag: Mamaia – Babadag – Enisala – Murighiol – Sf.Gheorghe 5. Tag: Sf. Gheorghe - Sacalin – Sf. Gheorghe 6. Tag: Sf. Gheorghe - Mahmudia – Macin – Braila 7. Tag: Braila – Movila Miresei – Balta Alba – Ploiesti – Zarnesti
8. Tag: Zarnesti – Zarnesti-Klamm - Törzburg– Zarnesti 9. Tag: Zarnesti – Bucegi-Gebirge – Schloß Pelesch - Zarnesti 10. Tag: Zarnesti – Bukarest
Höhepunkte
- Gesänge und Balz in verschiedenen Lebensräumen erleben: Riedgebiete des Donaudeltas, Salzsümpfe, Flaumeichenwälder und Steppen in der Dobrudscha, Karpatenwälder und alpine Matten
- Rumänien weist eine ausgesprochene Artenvielfalt auf – 200 Arten in den zehn Tagen sind nichts Ungewöhnliches Für Frühaufsteher werden Exkursionen zum morgendlichen Vogelkonzert direkt von der jeweiligen Unterkunft aus angeboten (Tandarei, Mamaia, Sfantu Gheorghe, Zarnesti) – vor dem Frühstück versteht sich!
- Große Trupps seltener oder ungewöhnlicher Arten auf dem Zug (z.B. im Frühjahr 2007 Massenzug von fast 1000 Weißflügelseeschwalben bei Vadu)
- Das Donaudelta ist eine der letzten großen Wildnisse Europas, in ihm brüten Rosa- und Krauskopfpelikane.
- In den niederen Lagen ist die Frühlings -Vegetation voll in Blüte (z.B im Macin-Gebirge mit seinen zahlreichen Endemiten und attraktiven Arten wie der Wilden Pfingstrose und im Babadagwald sogar mediterrane Arten wie dem Perückenstrauch)
- Verschneite Bergzüge über frischgrünen Buchenwäldern – der Reiz der Südkarpen im Frühlingserwachen ist ein ganz Besonderer!
1. Tag: Anreise nach Bukarest und Strachina-See
Vom Flughafen in Bukarest geht es in einem komfortablen Kleinbus durch die rumänische Tiefebene bis zum Strachina-See bei Tandarei, wo wir bis zum Abend einen Querschnitt der reichen Wasservogelwelt an der unteren Donau kennenlernen – 7 Reiherarten sind zu erwarten, daneben Rotfußfalke, Schwarzstirnwürger, Blauracke und Blutspecht.
2. Tag: Greife und Steinschmätzer im Reservat Cheia
Nach einer morgendlichen Vogelstimmen-Exkursion im Auwald bei Tandarei überqueren wir die mächtige Donau bei Harsova und gelangen in die Dobrudscha. Der Felsenpark von Cheia ist ein Dorado für 4 Steinschmätzerarten (Stein-, Nonnen-, Isabell- und Balkanschmätzer), es singen Ortolan und Sperbergrasmücke. Ausserdem kann man hier so ziemlich alle in Rumänien auftretenden Greife beobachten; neben den revierenden Adlerbussarden, Schlangen- und Zwergadlern, sind durchziehende Wiesenweihen und Wespenbussarde an der Tagesordnung und manchmal erscheint sogar der seltene Würgfalke. Am Spätnachmittag werfen wir schon mal einen Blick auf die Salztümpel um die antike Burgruine Histria und beziehen dann Quartier auf dem Lido von Mamaia.
3. Tag: Limikolen in den Lagunen bei Vadu und Histria
Vadu ist der Hotspot für seltene Limikolenarten Rumäniens. Hier bündelt sich der Vogelzug entlang der Schwarzmeerküste und erreicht Anfang Mai seinen Höhepunkt, so daß in den Salztümpeln und Lagunenbuchten eine große Artenfülle sowie die eine oder andere Rarität zu erwarten ist: Sumpfläufer, Teichwasserläufer, Temminckstrandläufer, Odinshühnchen, bis 8 Seeschwalbenarten, darunter Weißflügel-, Zwerg- und Lachseeschwalbe sowie Scharen durchziehender Zwergmöwen. In den flachen Lagunen fischen Krauskopfpelikane und die Rotflügel-Brachschwalben vollführen lautstarke Flugmanöver in der Nähe ihrer Brutkolonie. Über den Äckern der Umgebung singen massenhaft Kalanderlerchen, die zierlichen Kurzzehenlerchen und der Brachpieper hingegen finden sich eher auf steppigen Hanglagen. Auch bei Histria am Sinoe-See gibt es artenreiches Watvogeltreiben, Rostgänse, Sichler und viele rastende Enten. In den Schilfbeständen singen 5 Rohrsängerarten, darunter der Feldrohrsänger, der hier seinen westlichsten Brutstandort hat. Je nach Wasserstand, Wetter und Lage des Zuggeschehens halten wir uns gegebenenfalls auch den ganzen Tag in einem der beiden Gebiete auf und werden vor Ort mit einem zünftigen Picknick verköstigt.
4. Tag: Babadag – Murighiol - Donaudelta
Wir fahren in die nördliche Dobrudscha, die teilweise bewaldet ist und bei Babadag eine reizvolle Mischung aus Steppen-, Wald- und Kulturlandschaft bildet. Es singen Heidelerche, Sperbergrasmücke und Brachpieper, Bienenfresser, Trauermeise und Greife (mit etwas Glück auch der Kurzfangsperber!) sind hier ebenfalls zu Hause. Wiedehopfe sind wie überall in der Dobrudscha allgegenwärtig und zahlreich. Auf den Steppenhängen blühen etliche Orchideenarten, das Wolga-Adonisröschchen sowie zwei wilde Pfingstrosenarten. Das Naturschutzgebiet Sãrãturi Murighiol ist ein alter, salziger Steppensee nördlich des Donaudeltas. In jahrweise wechselnder Zahl brüten hier Steppen-, Lach- und Schwarzkopfmöwen (einzige Kolonie im Land), sowie Weissbart- und Flussseeschwalben, Stelzenläufer und Seeregenpfeifer. Hier und an der danebenliegenden Salzpfanne von Plopu, die nur jetzt Wasser hat, erwarten wir eine Vielzahl durchziehender Limikolen, Raubseeschwalben und rastende Rotkehlpieper. Weiter geht es per Schiff auf dem südlichen der drei Donauarme ins Donaudelta bis nach Sfantu Gheorghe.
5. Tag: Donaudelta – Insel Sachalin
Auf einem Frühspaziergang am Donauufer und zum Dorfrand beobachten wir den morgendlichen Kleinvogelzug. Allgegenwärtig im Delta sind Kuckucke und Baumfalken. Auch Wasservögel lassen sich hier in großer Anzahl und Artenfülle sehen, die ihre Tageswanderungen von den Brutkolonien zum Nahrungsplatz unternehmen (Reiher aller Arten, Zwergscharben, Pelikane). Am Vormittag fahren wir mit zwei Booten in die sich gerade bildende Lagune um die Nehrungsinsel Sachalin, einem Ort mit besonders intensivem Wasservogelaufkommen: Seeadler, beide Pelikanarten, hunderte bis tausende Enten und Limikolen rasten und ernähren sich hier in der Flachwasserzone. In den Schilfwäldern entlang der Kanäle ist immer wieder das „ping-ping“ der Bartmeisen zu hören. Nachmittags unternehmen wir noch eine kurze Exkursion zu Fuß zur nahen Schwarzmeerküste. In den Sanddornbüschen auf dem Dünengürtel tummeln sich massenweise durchziehende Grasmücken, Laubsänger, Fliegenschnäpper und Würger. Bienenfresser und Blauracken sind die knallbunten Klekse in der Landschaft. Vom Strand aus können dann im Licht des späten Nachmittags entlang der Küste ziehende Möwen, Seeschwalben und Watvögel beobachtet werden.
6. Tag: Greife über alten Gebirgsstöcken - der Macin
Frühmorgens besteigen wir wieder das Schiff und genießen noch einmal die unterschiedlichen Biotope und die besondere Stimmung auf der Donau vom Sankt-Georgs-Arm aus. Wieder im Bus, geht es nun über Tulcea nach Macin. Wir bewegen uns für einige Stunden in dem nur 400 hohen, ältesten Gebirge Europas. Wollsackverwitterte Granitblöcke laden nicht nur Ortolan, Nonnenschmätzer und Steinrötel zum Brüten ein, hier sind auch Adlerbussarde, Schrei- und Schlangenadler sowie der Kurzfangsperber zu Hause. Taurische Wiesen-Eidechsen, Riesen-Smaragdeidechsen sowie die Griechische Landschildkröte kommen hier ebenfalls vor. Unterwegs sind immer wieder interessante Stopps (z.B. Eichenwälder, weitere Steppenhügel mit Steppenheidewald) möglich, die je nach dem Interesse der Gruppe gestaltet werden. Abends erleben wir den mächtigen Strom der Donau ein letztes Mal, wenn wir ihn auf der Fähre bei Braila überqueren.
7. Tag: Steppenseen - der Baragan
Von Braila geht es in die Rumänische Tiefebene, den „Bãrãgan“, wo wir interessante Steppenseen besuchen: Lutul Alb, Movila Miresei, Balta Albã und Lacul Amara. Konzentraionen auf dem Zug führen hier zu phantastischen Watvogel-Erlebnissen: z.B. tausende, wild aussehender Kampfläufer, hunderte schwimmender Dunkelwasserläufer, Kolonien von Brachschwalbe, Stelzenläufer und Säbelschnäbler, Triel, Strandläufer, Seeregenpfeifer u.s.w. Auch Löffler und Sichler, Blauracken, Schwarzstirnwürger kommen hier vor. Gegen Abend geht es weiter über Ploiesti hinauf in die Karpaten, wo wir in Zarnesti, einem Luftkurort zu Füssen der Karpaten, Quartier beziehen.
8. Tag: Schluchten in den Kalk-Karpaten und Dracula-Burg
Nach dem Frühstück werden wir vormittags zu Füßen des Königssteins wandern. Möglich sind hier Mauerläufer, Alpensegler und Felsenschwalben. Einen Hauch von Heimat zaubern die frühlingsgrünen Buchenwälder in den Hängen herbei. Mit etwas Glück haben 3 bis 4 verschiedene Schnäpperarten schon ihre Reviere besetzt, unter anderem der putzige Zwergschnäpper. Am Nachmittag besuchen wir die Törzburg in der Vorgebirgslandschaft mit ihren herrlichen Wiesen und dem siebenbürgischen Flair. Der Park vor der Burg ist mit seinen hohen Eschen und Weiden auch ornithologisch immer lohnend, außerdem laichen jetzt gerade die orangebauchigen Karpatenmolche im kleinen Parkteich. Abends wollen wir Eulen verhören und fahren dazu in einen nahegelegenen Wald. Habichtskäuze sind hier in den verschiedensten Höhenstufen zu Hause!
9. Tag: Alpine Matten und uralte Wälder – der Bucegi
Zunächst geht es mit dem Bus nach Sinaia. Von dort fahren wir mit der Seilbahn hinauf auf einen Höhenrücken ins Bucegi-Massiv auf über 2000 m, wo vermutlich noch Schneereste liegen. Auf einem Rundgang über die alpinen Matten haben wir gute Chancen auf singende Bergpieper und Alpenbraunelle. Hier brütet auch die in Rumänien nur an wenigen Orten vorkommende Balkan-Ohrenlerche. In den Wäldern an der Baumgrenze lassen sich Ringdrosseln und Gimpel beobachten. Der Karpaten Krokus Zunächst geht es mit dem Bus nach Sinaia. Von da fahren wir mit der Seilbahn auf das Bucegi-Plateau hinauf. Hier, auf über 2000 m ü.N.N, liegen vermutlich noch Schneereste. Auf einem Rundgang über die alpinen Matten haben wir gute Chancen auf singende Bergpieper, Alpenbraunelle und die nur hier brütende Balkan-Ohrenlerche. In den Wäldern an der Baumgrenze lassen sich Ringdrosseln und Gimpel beobachten. Der Karpaten-Krokus (Crocus heuffelianus) bildet zusammen mit zahlreichen Anemonen einen überraschend frühen Blühaspekt im noch trockenen Gras. Am Nachmittag kann auf Wunsch das Schloss Pelesch besucht werden oder wir versuchen unser Glück auf einem Waldspaziergang in den Revieren von Zwergschnäpper, Weißrückenspecht und Habichtskauz. Unter riesigen Weißtannen, Buchen und Fichten finden sich zahlreiche Frühblüher, darunter auch Karpaten-Endemiten.
10. Tag: Abfahrt nach Bukarest und Rückflug nach Deutschland
Von Zarnesti geht es über den Predeal-Paß und Ploiești wieder zurück zum Flughafen nach Bukarest-Otopeni. Angehalten wird nur, um eventuell Käse zu kaufen und Kaffee zu trinken, aber: „Zufallsbeobachtungen nicht ausgeschlossen“.
Anreise
Sie können bei dieser Reise auch mit der Bahn oder mit dem Bus anreisen, wenn Sie ungerne fliegen. In dem Fall können Sie Euro 300 vom Reisepreis abziehen.
Projektunterstützung
Mit einer Spende unterstützen die Reiseteilnehmer ein Projekt zum Schutz des Rotfussfalken in Rumänien durch die Naturschutzorganisation Milvus.
Generelle Hinweise
- Anforderungen der Reise: geringe Anforderungen, wandern bis 5 km
- Beim Termin im Mai wurden auf dieser Reise über 200 Vogelarten gesehen!! Zusätzlich auch noch 5 Braunbären! Leichte Anforderungen, Wanderungen bis max. 400 Höhenmeter. Sie sollten jedoch gesund sein und in Mittelgebirge wandern können.
- Die Reise wird zusätzlich von einem lokalen Ornithologen (engl. sprachig) begleitet, der sie zu den besten Plätzen führen wird.
- Die Gruppengröße dieser Reise beträgt 7 - 14 Personen. Sollte die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, kann die Reise bis 3 Wochen vor Reiseantritt abgesagt werden. Sollte der Fall eintreten, versuchen wir immer die Reise trotzdem durchzuführen. Falls dies nicht möglich ist, erstellen wir Ihnen gerne ein schönes Alternativangebot.
- Aufpreis bei 7 - 9 Teilnehmern: + 90,00 Euro pro Person
Ermäßigungen
- NABU/LBV-Mitglieder: 3% Rabatt
- Rabatt bei Onlinebuchung: 15,00 Euro pro Person
Leistungen
- Vollverpflegung während der Tour: Frühstück, meist Picknicks/ Lunchpakete und warmes Abendessen; vegetarische Kost auf Anfrage
- Flug ab/bis Frankfurt
- Programm wie beschrieben
- 9 Nächte in Hotels und Pensionen
- Transport in Kleinbussen, zusätzlich per Lineinschiff ins Donaudelta Eintrittsgelder
Nicht enthaltene Leistungen
- Persönliche Ausgaben und Getränke
Zahlungsmodalitäten
- Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 10%
- Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
- Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.
Reiseleiter
Veranstalter: birdingtours GmbH
Reisebericht Frühjahr 2010
Rumänien – Donaudelta, Dobrudscha und Karpaten im Frühling 4.05. – 13.05.2010
Reiseleiter: Lou Bertalan
Teilnehmer: 7
Unterkunft: Pensionen und Hotels in Țăndărei, Babadag, Sfântu Gheorghe, Brăila und Zărnești.
Wetter: im Donaudelta und der Dobrudscha meist sonnig und warm, leichter bis mäßiger NO-Wind; in den Karpaten kühler, ein Wechsel aus Sonne und kurzen Schauern.
Beobachtungsorte:
- Strachina-See bei Țăndărei
- Felsenpark von Cheia
- Lagunengebiet Vadu & Histria
- ponto-mediterraner Wald bei Babadag
- NSG Salzsee Murighiol
- Donaudelta (Mahmudia bis Sfântu Gheorghe
- Tagesausflug zur Nehrungsinsel Sacalin)
- Somova
- Măcin-Gebirge
- Steppenseen Movila Miresei und Balta Albă
- Zărnești-Schlucht
- Törzburg (Bran)
- Sinaia - Bucegigebirge (Mittelstation 1400m, Bergstation 2000m, Park von Schloß Peleș)
Besondere Beobachtungen:
- Am Strachina-See bekommen wir schon mal einen Überblick über die reichhaltige Wasservogelwelt an der unteren Donau mit jetzt schon 6 Reiherarten (die 8 Arten sind am Ende der Reise komplett), den ersten Zwergscharben, Sichler, Kolbenente, etlichen Moorentenpaaren, Rotfußfalken und den 3 hübschen Sumpfseeschwalbenarten, die herrlich im Abendlicht über dem Wasser tanzen.
- Beim morgendlichen Vogelstimmen-Spaziergang in Țăndărei hören und sehen wir viele Nachtigallen, 4 Grasmückenarten inklusive der hier häufigen Sperbergrasmücke, mehrere Blauracken und hupende Wiedehopfe, balzende Brachpieper und mindestens 7 Pirole. Ungewöhnlich ist ein rastendes Ortolanweibchen mitten im Wald – normalerweise ist die Art in offenem Gelände zu finden.
- Im Felsenpark von Cheia in der Dobrudscha balzen 4 Steinschmätzerarten, darunter der hier seltene Östliche Mittelmeerschmätzer (Balkanschmätzer) sowie mindestens 3 Hybriden aus Nonnensteinschmätzer und Balkanschmätzer, die den unvorbereiteten Beobachter an Felsenschmätzer denken lassen. Außerdem fliegt eine Kappenammer vorbei, und als besonderer Leckerbissen duckt sich ein Trielpaar ganz nahe von unserem Bus in die Zieselsteppe.
- Beim Frühstück auf der Terasse unserer Pension im Babadagwald schauen Mittel- und Grauspecht vorbei, die Trauermeise reagiert prompt auf den vorgespielten Ruf und erscheint am Waldrand, am Horizont können wir das abenteuerliche Balzspiel der Kurzfangsperber beobachten. Revierende Adlerbussarde sind allgegenwärtig und bieten Übungsmöglichkeit zum Unterscheiden von noch durchziehenden Falkenbussarden.
- Die Vielfalt der Limikolen in den Lagunen bei Histria und auf der Nehrungsinsel Sacalin ist wieder einmal beeindruckend – u.a. große Schwärme Sichelstrandläufer und die in Rumänien selten zu beobachtende Pfuhlschnepfe.
- Zwei hübsche Moorentenmännchen schwimmen in nächster Nähe auf einem Wasserbereich im großen Röhricht bei Enisala.
- Beide Pelikanarten sind ab dem 2. Tag unsere täglichen Begleiter im Osten Rumäniens – ähnlich urtümlichen Flugsauriern segeln, rasten oder fischen diese herrlichen Vögel in unserer Nähe.
- In der Dobrudscha und im Donaudelta sehen wir mehrmals über 100 Vogelarten pro Tag, einmal sogar 114 Arten!
- Eine Rohrdommel klettert im Schilf neben unserem langsam treibenden Boot an einem Kanal im Donaudelta.
- Die seltene Fischmöwe fliegt über der Donau an uns vorbei.
- Die Büsche rund um Sf. Gheorghe an der Schwarzmeerküste sind übervoll mit durchziehenden Schnäppern (4 Arten), Laubsängern, Grasmücken und Rohrsängern, teilweise singend. Den nur hier vorkommenden asiatischen Feldrohrsänger können wir an mehreren Orten hören und sehen.
- Buntes Treiben am „Kleinbiotop“ Storchennest: 3 weitere Untermieterarten, darunter unzählige Weidensperlinge besiedeln die unteren Etagen eines uralten Horstes.
- Nach einigem Suchen finden sich 2 Steinrötelmännchen im Macin-Gebbirge.
- Ein imposantes Mittleres Nachtpfauenauge läßt sich im Speisesaal betrachten und Fotografieren.
- Ein Rostganspaar lässt sich rufend auf einem Steppenhang in unserer Nähe nieder.
- In der Zarnesti-Schlucht besuchen wir revierabfliegende Felsenschwalben, gickernde Alpensegler und haben diesmal besonderes Glück mit dem Mauerläufer: während wir picknicken balzt plötzlich ein Paar dieses sonst nur schwer zu sehenden, exotisch anmutenden Vogels in weniger als 10 Metern Entfernung und zwar auf Augenhöhe am Felsen, das Männchen singt lockend.
- In herrlichen Weißtannen-Mischwald bei Sinaia lassen sich Zwergschnäpper und Halsbandschnäpper verhören und sehen, und auf dem Plateau des Bucegi-Gebirges gibt es die letzte wunderbare „Präsentierteller“-Beobachtung: kurz vor einem heftigen Sturm landen zwei Balkan-Ohrenlerchen nahe unserer Gruppe auf der Almwiese.
Artenliste:
-
Haubentaucher
- Rothalstaucher
-
Schwarzhalstaucher
Kormoran
Zwergscharbe
Rosapelikan
-
Krauskopfpelikan
Zwergdommel
Rohrdommel
Nachtreiher
Rallenreiher
Seidenreiher
Silberreiher
Graureiher
Purpurreiher
Weißstorch
Sichler
Löffler
Höckerschwan
Graugans
Rostgans
Brandgans
Stockente
Schnatterente
Knäkente
Löffelente
Pfeifente
Kolbenente
Tafelente
Moorente
- Reiherente
- Fischadler
Wespenbussard
Seeadler
Rohrweihe
Wiesenweihe
Sperber
Kurzfangsperber
Mäusebussard
(Falkenbussard)
Adlerbussard
Schreiadler
Turmfalke
Rotfußfalke
Baumfalke
Wanderfalke
Würgfalke
Rebhuhn
Fasan
Teichhuhn
Bläßhuhn
Austernfischer
Stelzenläufer
Säbelschnäbler
Triel
Rotflügel-Brachschwalbe
Flußregenpfeifer
Sandregenpfeifer
Seeregenpfeifer
Kiebitzregenpfeifer
Kiebitz
Pfuhlschnepfe
Großer Brachvogel
Dunkelwasserläufer
Rotschenkel
Grünschenkel
Bruchwasserläufer
Flußuferläufer
- Kampfläufer
Zwergstrandläufer
Temminckstrandläufer
Sichelstrandläufer
- Alpenstrandläufer
Fischmöwe
Steppenmöwe
Mittelmeermöwe
Sturmmöwe
Lachmöwe
Schwarzkopfmöwe
Zwergmöwe
Raubseeschwalbe
Brandseeschwalbe
Zwergseeschwalbe
Flußseeschwalbe
Weißbart-Seeschwalbe
Trauerseeschwalbe
Weißflügel-Seeschwalbe
Straßentaube
Ringeltaube
Türkentaube
Turteltaube
Kuckuck
Waldkauz
Steinkauz
Alpensegler
Mauersegler
Eisvogel
Bienenfresser
Blauracke
Wiedehopf
Grauspecht
Schwarzspecht
Buntspecht
Blutspecht
Mittelspecht
Kurzzehenlerche
Kalanderlerche
Haubenlerche
Heidelerche
Feldlerche
Balkan-Ohrenlerche
Uferschwalbe
Felsenschwalbe
Rauchschwalbe
Mehlschwalbe
Brachpieper
Baumpieper
Bergpieper
Bachstelze
Wiesen-Schafstelze
(Maskenstelze)
(Dombrowskistelze)
- Gebirgstelze
-
Wasseramsel
Zaunkönig
Heckenbraunelle
Alpenbraunelle
Rotkehlchen
Sprosser
Nachtigall
Hausrotschwanz
Gartenrotschwanz
Braunkehlchen
Isabellschmätzer
Steinschmätzer
Nonnenschmätzer
Balkan-Steinschmätzer
(Balkan- x Nonnenschmätzer)
Steinrötel
Amsel
Ringdrossel
Wacholderdrossel
Singdrossel
Misteldrossel
Rohrschwirl
Schilfrohrsänger
Teichrohrsänger
Sumpfrohrsänger
Feldrohrsänger
Drosselrohrsänger
Gelbspötter
Fitis
Zilpzalp
Waldlaubsänger
Mönchsgrasmücke
Dorngrasmücke
Klappergrasmücke
Gartengrasmücke
Sperbergrasmücke
Wintergoldhähnchen
Sommergoldhähnchen
- Grauschnäpper
Trauerschnäpper
Halsbandschnäpper
Zwergschnäpper
Bartmeise
Trauermeise
Sumpfmeise
Weidenmeise
Tannenmeise
Haubenmeise
Blaumeise
Kohlmeise
Kleiber
-
Waldbaumläufer
-
Pirol
Neuntöter
Schwarzstirnwürger
Eichelhäher
Elster
Dohle
Saatkrähe
Nebelkrähe
Kolkrabe
Star
Haussperling
Weidensperling
Feldsperling
Buchfink
Fichtenkreuzschnabel
Grünling
Stieglitz
Bluthänfling
Erlenzeisig
Girlitz
Gimpel
Kernbeißer
Goldammer
Ortolan
Kappenammer
Zippammer
Rohrammer
- Grauammer
(199 Arten)
plus 6 unsichere/Totfunde:
- Steppenweihe
- Haselhuhn
- Waldwasserläufer
- Schleiereule (Totfund)
- Weißrückenspecht
- Gimpel
Säuger:
- Osteuropäischer Igel
- Ziesel
- Eichhörnchen
- Reh
- Gemse
- Goldschakal (nur Spuren)
- Delfin (spec., Totfund)
Reptilien:
- Taurische Eidechse
- Östliche Smaragdeidechse
- Ringelnatter
Lurche:
- Feuersalamander
- Karpatenmolch
- Wechselkröte
- Laubfrosch
- Seefrosch
- Rotbauchunke
Schmetterlinge:
- Mittleres Nachtpfauenauge
- Englischer Bär
- Steppen-Gelbling u.v.a.
Pflanzen:
- Wolga-Adonisröschen
- Affen-Knabenkraut
- Pontischer Beifuß
- Bilsenkraut
- Langwurzelige Bauern-Pfingstrose
- Schmalblättrige Pfingstrose, Mehlprimel u.v.a.
Reisebericht Frühjahr 2009
Rumänien 5.05. – 14.05.2009 Reiseleiter: Lou Bertalan
Teilnehmer: 9
Unterkunft: Pensionen und Hotels in Țăndărei, Mamaia, Sfântu Gheorghe, Brăila und Zărneti.
Wetter: meist sonnig mit gelegentlichen Gewittern; im Gebirge kühler, abwechselnd Sonne und Regen. Beobachtungsorte: Țăndărei, Cheia, Vadu, Histria, Babadag, Salzseen Plopu und Murighiol, Donaudelta (Mahmudia bis Sfântu Gheorghe, Tagesausflug zur Nehrungsinsel Sacalin), Măcin-Gebirge, Steppenseen Movila Miresei, Balta Albă, Amara und Jirlău, Zărnești-Schlucht, Rosenauer Burg, Sinaia - Bucegigebirge (Mittelstation 1400m, Bergstation 2000m, Park von Schloß Peleș
Besondere Beobachtungen:
- Am ersten Abend bekommen wir in Țăndărei gleich 4 Zwergdommeln ins Spektiv: die Geduld zahlte sich aus, die Dommeln sitzen gut sichtbar in halber Höhe oder stecken fliegend ihre Reviere ab. In geringer Höhe über unseren Köpfen jagen 6 Baumfalken und ein Rotfußfalkenmännchen nach Großinsekten. Die ersten Blauracken und balzenden Brachpieper. Rotfußfalken begleiten uns auch weiterhin täglich im Südosten Rumäniens. 7 Reiherarten und die ersten Strandläufer tummeln sich an den teils aufgelassenen Fischteichen.
- Beim morgendlichen Vogelstimmen-Spaziergang in Țăndărei hören wir Nachtigall und Sprosser unmittelbar nebeneinander, die ersten Sperbergrasmücken steigen balzfliegend aus den Büschen und es zeigen sich mindestens 8 Pirole. Der rastende männliche Erlenzeisig wirkt hier in der Tiefebene an der unteren Donau merkwürdig deplaziert.
- Bei Cheia beobachten wir die ersten Kurzfangsperber und Adlerbussarde, ein Wiedehopf pumpt sich beim „Hupen“ vor uns auf, Isabellschmätzer schlüpfen in die Zieselbauten ebenso wie deren putzige Bewohner und dann wird auch noch die Stecknadel im Heuhaufen gefunden: der rufende Triel am gegenüberliegenden Steppenhang. Unzählige „fette“ Kalanderlerchen balzen über den intensiven Agrarflächen und sind auch von Nahem zu sehen, während einige Kurzzehenlerchen das felsige Ödland bei Cheia vorziehen - sie singen ausdauernd über den Bergkuppen. Einen anschaulichen Ausklang des Ausflugs bilden die zahllosen Weidensperlinge vor ihrer Kolonie in einem uralten Storchennest.
- Vadu ist wie immer eine Lehrstunde in Limikolenkunde: 10 Temmincks nebst vielen Zwergstrandläufern, Spaß durch eine freisitzende Bartmeise, den ersten Schwarzkopfwürger, ein erstes Vergleichen der 3 Sumpfseeschwalben, und ein adulter Seeadler mischt kurz mit. Neben einem entfernten Trupp Rosapelikane fliegt bei Histria auch der größte und bedrohteste der „Flugsaurier“: ein adulter Krauskopfpelikan. Trotz des aufkommenden stürmischen Windes gibt es noch einen Zwergschnäpper sowie einige andere rastende Kleinvögel an der Burgruine in Histria, wo wir einen Stand Bilsenkraut innerhalb der Burg und eine putzige 4-köpfige Waldohreulenfamilie in einem kleinen Baum entdecken.
- Aus nächster Nähe können wir an einem kleinen Nebenteich des Babadagsees 2 schwimmende Moorentenmännchen sehen sowie einen schönen adulten Purpurreiher.
- Unvergesslich sind die großen gemischten Scharen jagender Sumpfseeschwalben über der Donau – alle 3 Arten im Prachtkleid, wohl über 1000 Individuen bis Sfântu Gheorghe.
- Am Abend sehen wir unsere erste Fischmöwe über dem Schwarzen Meer. Auf der Rückfahrt schwimmen sogar 2 dieser schmucken Möwen ganz nahe am vorbeifahrenden Passagierschiff auf dem südlichen Donauarm!
- Sowohl auf Sachalin als auch bei Sfântu Gheorghe rasten erfreulich viele Limikolen: 3 Teichwasserläufer, 16 Sumpfläufer, 20 Temminckstrandläufer, und 20 Kiebitzregenpfeifer sind die Highlights. Dazu kommen noch ein verspäteter Singschwan und ein gut sichtbar singendes Blaukehlchen.
- Im uralten Măcin-Gebirge mit seinen pittoresken Wollsackverwitterungen zeigten sich gleich 3 Kurzfangsperber, davon 1 Männchen länger bei der Jagd auf Eidechsen und Großinsekten. Nonnensteinschmätzer und Ortolane singen auf den Felsvorsprüngen und auch die Sperbergrasmücke zeigt hier balzfliegend ihren Revieranspruch. Eva sieht einen Goldschakal mitten am Tag!
- An den Steppenseen machen wir kurze Beobachtungshalte, unter anderem um die Kolonien der Rotflügel-Brachschwalbe (diesmal in einem „Meer“ aus Echter Kamille) unter die Lupe zu nehmen. Ein frei singender Sprosser sowie ein männlicher Blutspecht an einem Telefonmast waren der Bonus (leider nur für 2 Teilnehmer).
- In den Karpaten bei Zărnesti und Sinaia standen wir eine Weile vor dem singenden Zwergschnäpper sowie dem Halsbandschnäpperpärchen, Alpensegler jagen pfeilschnell die Schlucht entlang, Zippammer und Balkan-Ohrenlerche wurden diesmal leider nur gehört – auf 2000m herrschte dichter Nebel. Als „Schmankerl“ beim Hohenzollernschloß Pelesch ein äußerst kooperativer Dreizehenspecht.
Vögel:
- Zwergtaucher
- Haubentaucher
- Schwarzhalstaucher
- Kormoran
- Zwergscharbe
- Rosapelikan
- Krauskopfpelikan
- Zwergdommel
- Rohrdommel
- Nachtreiher
- Rallenreiher
- Seidenreiher
- Silberreiher
- Graureiher
- Purpurreiher
- Weißstorch
- Sichler
- Löffler
- Höckerschwan
- Singschwan
- Graugans
- Rostgans
- Brandgans
- Pfeifente
- Krickente
- Stockente
- Schnatterente
- Knäkente
- Löffelente
- Kolbenente
- Tafelente
- Moorente
- Wespenbussard
- Seeadler
- Rohrweihe
- Kornweihe
- Wiesenweihe?
- Steppenweihe?
- Sperber
- Kurzfangsperber
- Habicht
- Mäusebussard
- Adlerbussard
- Schreiadler
- Turmfalke
- Rotfußfalke
- Baumfalke
- Wanderfalke
- Rebhuhn
- Fasan
- Teichhuhn
- Bläßhuhn
- Austernfischer
- Stelzenläufer
- Säbelschnäbler
- Triel
- Rotflügel-Brachschwalbe
- Flußregenpfeifer
- Sandregenpfeifer
- Seeregenpfeifer
- Kiebitzregenpfeifer
- Kiebitz
- Steinwälzer
- Uferschnepfe
- Großer Brachvogel
- Dunkelwasserläufer
- Rotschenkel
- Teichwasserläufer
- Grünschenkel
- Bruchwasserläufer
- Flußuferläufer
- Kampfläufer
- Sanderling
- Zwergstrandläufer
- Temminckstrandläufer
- Sichelstrandläufer
- Alpenstrandläufer
- Sumpfläufer
- Heringsmöwe
- Steppenmöwe
- Mittelmeermöwe
- Lachmöwe
- Fischmöwe
- Schwarzkopfmöwe
- Zwergmöwe
- Raubseeschwalbe
- Brandseeschwalbe
- Zwergseeschwalbe
- Flußseeschwalbe
- Weißbart-Seeschwalbe
- Trauerseeschwalbe
- Weißflügel-Seeschwalbe
- Straßentaube
- Ringeltaube
- Türkentaube
- Turteltaube
- Kuckuck
- Waldohreule
- Steinkauz
- Alpensegler
- Mauersegler
- Eisvogel
- Bienenfresser
- Blauracke
- Wiedehopf
- Wendehals
- Grauspecht
- Schwarzspecht
- Buntspecht
- Blutspecht
- Dreizehenspecht
- Kurzzehenlerche
- Kalanderlerche
- Haubenlerche
- Heidelerche
- Feldlerche
- Balkan-Ohrenlerche
- Uferschwalbe
- Rauchschwalbe
- Mehlschwalbe
- Brachpieper
- Baumpieper
- Rotkehlpieper
- Bergpieper
- Bachstelze
- Schafstelze (4 ssp.)
- Gebirgstelze
- Wasseramsel
- Zaunkönig
- Heckenbraunelle
- Rotkehlchen
- Blaukehlchen
- Sprosser
- Nachtigall
- Hausrotschwanz
- Braunkehlchen
- Isabellschmätzer
- Steinschmätzer
- Nonnenschmätzer
- Amsel
- Ringdrossel
- Wacholderdrossel
- Singdrossel
- Misteldrossel
- Rohrschwirl
- Blassspötter
- Schilfrohrsänger
- Teichrohrsänger
- Drosselrohrsänger
- Fitis
- Zilpzalp
- Waldlaubsänger
- Mönchsgrasmücke
- Dorngrasmücke
- Klappergrasmücke
- Gartengrasmücke
- Sperbergrasmücke
- Wintergoldhähnchen
- Sommergoldhähnchen
- Grauschnäpper
- Halsbandschnäpper
- Zwergschnäpper
- Bartmeise
- Schwanzmeise
- Sumpfmeise
- Tannenmeise
- Blaumeise
- Kohlmeise
- Beutelmeise
- Kleiber
- Mauerläufer
- Waldbaumläufer
- Pirol
- Neuntöter
- Schwarzstirnwürger
- Eichelhäher
- Elster
- Tannenhäher
- Dohle
- Saatkrähe
- Nebelkrähe
- Kolkrabe
- Star
- Haussperling
- Weidensperling
- Feldsperling
- Buchfink
- Fichtenkreuzschnabel
- Grünling
- Stieglitz
- Bluthänfling
- Erlenzeisig
- Girlitz
- Karmingimpel
- Gimpel
- Kernbeißer
- Goldammer
- Zippammer
- Ortolan
- Rohrammer
- Grauammer
(198 Arten)
Säuger:
- Ziesel
- Bisam
- Feldhase
- Reh
- Gemse
- Wildschwein (Spuren)
- Rotfuchs
- Goldschakal (Spuren und einer von Eva gesehen)
- Marderhund (1 Straßenopfer)
Reptilien:
- Taurische Eidechse
- Smaragdeidechse
- Ringelnatter
- Griechische Landschildkröte
Schmetterlinge:
u.a. Englischer Bär, Steppen-Gelbling
Reisebericht 2008
Rumänientour 9. bis 18. Mai 2008 Rumänien - Donaudelta, Dobrudscha und Karpaten/ Frühjahr Reiseleiter: Carsten Brinckmeier, Dipl. Biologe und Erlebnispädagoge Co-Reiseleiter: Cosmin Manci, Biologe und Mitarbeiter im Nationalpark Retezat, Fotos auf www.mynature.net TeilnehmerInnen: 1
Gebiete:
- Südliches Donaudelta
- Vadu
- Histria
- Babadag
- Macin (mit Pericopan)
- Braila (Stadtparks)
- Walachische Feuchtgebiete und Kulturlandschaften (Balta Alba)
- Vukane mit Schlamm ( Vulcanii Noroiosi = die Schlammvulkane
- gelegen in den aufsteigenden Vorbergen zum Buzáu-Gebirge in den Ostkarpaten, Link: www.karpatenwilli.com/images/dia03.htm damit man auch mal Bilder von dem Kegel oben sieht!)
- Zarnesti und Piatra Craiului (Königstein)
- Sinaia mit Bucegi-Massiv sowie die Rosenauer Burg
Höhepunkte:
- Rotfussfalken vom Boot an den Nistbäumen beobachten
- Brachpieper im Spektiv an mehreren Brutplätzen
- Frisch eingetroffener Riesenschwarm der Rotflügelbrachschwalbe in Vadu
- Orchideen-Reigen im Babadag-Gebiet mit seltenen Steppenpflanzen
- Urplötzlicher Habichtskauz im lauschigen Bergwald bei Tageslicht beobachten
- Ohrenlerche im Prachtkleid / Bucegi Massiv
- Triele auf einer Schlammfläche entdeckt
- Watvogelzug in der Endphase mit vielen „rostroten“ Sichelstrandläufern
- Der quergestreifte „Zwerg“ - Sperbergrasmücke in der Hochbalz am Balta Alba
- Zwergdommel in „Yogastellung“ im Schilf bei der Balz
- stobende Wasserschwalben in großen Scharen an Flachgewässern
- Kurzfangsperber-Pärchen mit quitschgrüner Eidechse als Hochzeitsgeschenk im Macin
- Schlangenadler mit flatterndem Gefieder im Wind beim Rufen
- Weissrückenspechte in Balzstimmung in urigen Bergwald
- Abschied von Siebenbürgen auf einer alten Ritterburg
Ganz im Zeichen des Wassers begann unsere Tour im Süden des Deltas: Eine nächtliche Bootsfahrt brachte uns an Bord des Hotelschiffes. Bei sehr hohem Wasserstand konnten wir uns dann drei Tage lang mittels Kleinbooten einen Überblick über die Habitate von Eisvogel, Rallenreiher, Zwergscharbe, Krauskopfpelikan und Rosapelikan verschaffen. Auch das frühlingsgrüne Steppenland am Delta Südrand war voller guter Arten: Wir fanden schwer beobachtbare Brachpieper bei Plopu und Kolonien von Steppenmöwen und Schwarzkopfmöwen. Leider waren Fischmöwe und Dünnschnabelmöwe schon wieder abgezogen. Das Brutgeschäft der frühen Heimkehrer schon in vollem Gange zeigten sich auch schon viele Weitsteckenzieher (und damit Warmduscher –während wir eine kalte Dusche abbekamen) wie Schwarzstirnwürger und Feldrohrsänger. Von letzterem entdeckten wir ein ungewöhnliches und neues Vorkommen in einem Wasserried! Dank gebücktem Gang konnten sogar veröffentlichungswürdige Fotos geschossen werden. Auch hochnordische Arten wie Regenbrachvogel waren noch unterwegs. Die Tage nach dem Delta waren sehr artenreich und Vadu war - wie meist - ein grotesker Höhepunkt: Neben der Fabriksilhouette große Watvogelschwärme, Brachschwalben und örtliche Bartmeisen. Ein wenig traurig stimmte, das langsam immer „süsser“ werdende Gras der eigentlichen Salzsümpfe: In Histria mit seinen Ruinen und tollen Vorkommen an Reptilien und Rohrsängern konnten wir keine Kurzzehenlerche mehr entdecken. Der offene Steppenheidewald vom Babadag zeigte mit Purpurknabenkraut eine der größten Orchis-Arten Europas. Dazu: Affenknabenkraut und Dreizähniges. Die pontische Art Clematis integrifolia – eine besondere krautig wachsende Waldrebe entzückte im spätnachmittäglichen Licht ganz besonders. Wie auch ein schön gefärbter Ortolan. Auf dem Weg nach Westen dann ein Tag mit überdurchschnittlichem Beobachterglück: Das Macin-Gebirge präsentierte seine felsgebundenen Arten in einer nicht gekannten Fülle: Steinrötel mit 5 besetzten Revieren (insgesamt 8 Exemplare) und Ortolan mit bis zu 15 Sängern waren hier vom RL nie zahlreicher beobachtet worden. Auch Nonnensteinschmätzer waren wieder da. Ein absolutes Novum war der Fund des vermutlichen Nestbaums vom Kurzfangsperber – ein Glück das auch das glückliche Paar mit Eidechse im Schnabel feierte. Die Greifvogelpalette füllte sich Dank Digitagtechnik sogar noch durch die Bestimmung einer Steppenweihe im 2. KJ! Hier noch mal Dank an die rumänischen Beobachter die das von „Star“-Fotograph und Co-Reiseleiter Cosmin geschossene Hüftfoto auswerten halfen. In den Ebenen um Braila war der Watvogelzug weitestgehend durch. Dafür hatten wir kleine gesperberte Grasmücken mit Gesang gleich mehrfach im Spektiv. Die Karpaten hatten trotz nicht sehr stabilem Wetter Gnade mit uns: Wir sahen oben die Ohrenlerche und auf mittlerer Höhe den Weissrückenspecht (von dem wir gleich 2 Reviere noch per Trommelwirbel annimiert aus dem i-pod feststellten). Und: Wir blieben sogar bei der Amphibienpirsch trocken! Zwergschnäpper, Halsbandschnäpper und andere Bergwaldvögel waren für den aufmerksamen Beobachter zigfach zu hören und ab und zu auch zu sehen. Ein Halsbandschnäpper sogar wieder am alten Kloster. Mit diesem Glück hätte während einer Busfahrt allerdings niemand gerechnet: Ein Habichtskauz fliegt durch den Buchenwald und setzt sich uns zugewandt in einen Baum! Nicht lang – aber lang genug um für viele unvergesslich zu werden. Die Schluchten des Piatra Craiuli offenbarten uns zwar nur den Hauch eines Mauerläufers (einer von uns hat ihn gesehen – da bin ich mir sicher; aus Anstand und Gruppendynamischen Gründen ist er nicht in der Liste!) Dafür waren Felsenschwalbe und Alpensegler am Brutplatz anwesend. Zu meiner eigenen Überraschung präsentierte unser treuer rumänischer Biologe Cosmin jedem Teilnehmer eine CD mit Cover und seinen Meisterfotos als Erinnerung zum Mitnehmen. In der Herberge dann ein schöner und musikalischer Abschied von Gigi Popa und seiner Frau, sowie vom Reiseleiter. Am Ende der Tour stand das, was man jedem Freilandbeobachter-Team wünscht: Eine lange Liste mit 193 Vogelarten und Erinnerungen an eine Gruppe mit viel Humor auf einer Tour in Harmonie und Gesundheit. Euer Carsten Brinckmeie
Artenliste –Vögel:
- 1. Zwergtaucher
- 2. Haubentaucher
- 3. Rothalstaucher
- 4. Schwarzhalstaucher
- 5. Kormoran
- 6. Zwergscharbe
- 7. Rosapelikan
- 8. Krauskopfpelikan
- 9. Nachtreiher
- 10. Rallenreiher
- 11. Seidenreiher
- 12. Silberreiher
- 13. Graureiher
- 14. Purpurreiher
- 15. Zwergdommel (Balz im Schilf!, dazu noch mehrfach verhört)
- 16. Rohrdommel (4 mal verhört)
- 17. Schwarzstorch
- 18. Weißstorch
- 19. Sichler
- 20. Löffler
- 21. Höckerschwan
- 22. Graugans
- 23. Brandgans
- 24. Schnatterente
- 25. Stockente
- 26. Knäkente
- 27. Löffelente
- 28. Kolbenente
- 29. Tafelente
- 30. Moorente
- 31. Reiherente
- 32. Seeadler (gleich 3 an einem Tag)
- 33. Schlangenadler
- 34. Rohrweihe
- 35. Steppenweihe (das Foto vom 1 1/2 J Männchen ging schon durch die Orni-Internet-Community von Rumänien!)
- 36. Habicht
- 37. Sperber
- 38. Kurzfangsperber (mit Eidechse als Hochzeitsgeschenk; beide Partner gleichzeitig im Spektiv)
- 39. Mäusebussard
- 40. Adlerbussard
- 41. Schreiadler (mehrfach)
- 42. Zwergadler
- 43. Turmfalke
- 44. Rotfußfalke
- 45. Baumfalke
- 46. Wanderfalke
- 47. Rebhuhn
- 48. Fasan
- 49. Wachtel (verhört)
- 50. Wachtelkönig (verhört)
- 51. Teichhuhn
- 52. Bläßhuhn
- 53. Wasserralle
- 54. Stelzenläufer
- 55. Säbelschnäbler
- 56. Rotflügel-Brachschwalbe
- 57. Flußregenpfeifer
- 58. Seeregenpfeifer
- 59. Kiebitzregenpfeifer
- 60. Kiebitz
- 61. Zwergstrandläufer
- 62. Temminckstrandläufer
- 63. Sichelstrandläufer (viele schon im PK)
- 64. Alpenstrandläufer
- 65. Kampfläufer
- 66. Regen-Brachvogel
- 67. Dunkelwasserläufer
- 68. Rotschenkel
- 69. Knutt
- 70. Bruchwasserläufer
- 71. Flußuferläufer
- 72. Schwarzkopfmöwe
- 73. Zwergmöwe
- 74. Lachmöwe
- 75. Mittelmeermöwe
- 76. Steppenmöwe
- 77. Lachseeschwalbe
- 78. Flußseeschwalbe
- 79. Raubseeschwalbe
- 80. Weißbart-Seeschwalbe
- 81. Trauerseeschwalbe
- 82. Weißflügel-Seeschwalbe
- 83. Straßentaube
- 84. Hohltaube
- 85. Ringeltaube
- 86. Türkentaube
- 87. Turteltaube
- 88. Kuckuck
- 89. Waldkauz
- 90. Habichtskauz
- 91. Alpensegler
- 92. Mauersegler
- 93. Eisvogel
- 94. Bienenfresser
- 95. Blauracke
- 96. Wiedehopf
- 97. Grauspecht
- 98. Schwarzspecht
- 99. Buntspecht
- 100. Blutspecht
- 101. Kleinspecht (verhört)
- 102. Weissrückenspecht (zwei Reviere; einen gesehen und fotographiert!)
- 103. Haubenlerche
- 104. Heidelerche
- 105. Feldlerche
- 106. Balkan-Ohrenlerche
- 107. Uferschwalbe
- 108. Rauchschwalbe
- 109. Felsenschwalbe
- 110. Mehlschwalbe
- 111. Brachpieper
- 112. Baumpieper
- 113. Bergpieper
- 114. Europäische Schafstelzen: Maskenstelze, Balkanstelze und „graue“ Mitteleuropäische
- 115. Gebirgstelze
- 116. Bachstelze
- 117. Wasseramsel
- 118. Zaunkönig
- 119. Heckenbraunelle
- 120. Rotkehlchen
- 121. Sprosser
- 122. Nachtigall
- 123. Hausrotschwanz
- 124. Gartenrotschwanz
- 125. Braunkehlchen
- 126. Schwarzkehlchen
- 127. Isabellschmätzer
- 128. Steinschmätzer
- 129. Nonnenschmätzer
- 130. Steinrötel
- 131. Ringdrossel
- 132. Amsel
- 133. Wacholderdrossel
- 134. Singdrossel
- 135. Misteldrossel
- 136. Rohrschwirl
- 137. Teichrohrsänger
- 138. Feldrohrsänger
- 139. Drosselrohrsänger
- 140. Sumpfrohrsänger
- 141. Schilfrohrsänger
- 142. Mönchsgrasmücke
- 143. Gartengrasmücke
- 144. Sperbergrasmücke
- 145. Dorngrasmücke
- 146. Klappergrasmücke
- 147. Waldlaubsänger
- 148. Zilpzalp
- 149. Fitis
- 150. Gelbspötter
- 151. Wintergoldhähnchen
- 152. Sommergoldhähnchen
- 153. Grauschnäpper
- 154. Zwergschnäpper
- 155. Halsbandschnäpper
- 156. Trauerschnäpper
- 157. Bartmeise
- 158. Schwanzmeise
- 159. Sumpfmeise
- 160. Haubenmeise
- 161. Tannenmeise
- 162. Blaumeise
- 163. Kohlmeise
- 164. Kleiber
- 165. Mauerläufer
- 166. Waldbaumläufer
- 167. Beutelmeise
- 168. Pirol
- 169. Neuntöter
- 170. Schwarzstirnwürger
- 171. Eichelhäher
- 172. Elster
- 173. Dohle
- 174. Saatkrähe
- 175. Nebelkrähe
- 176. Kolkrabe
- 177. Star
- 178. Haussperling
- 179. Weidensperling
- 180. Feldsperling
- 181. Buchfink
- 182. Girlitz
- 183. Erlenzeisig
- 184. Grünling
- 185. Stieglitz
- 186. Bluthänfling
- 187. Gimpel
- 188. Kernbeißer
- 189. Ortolan
- 190. Rohrammer
- 191. Grauammer
- 192. Goldammer
- 193. Zippammer (Verhört, Macin)
Artenliste –Amphibien- 9 Arten:
- Gelb- und Rotbauchunke
- Erd- und Wechselkröte
- Faden- und Bergmolch
- Gras- und Seefrosch
- Laubfrosch
Artenliste –Reptilien- 8 Arten:
Eidechsen: Zaun-, Grass-, Wald-, Smaragd- und Riesensmaragdeidechse, Ringel- und Würfelnatter sowie Griechische Landschildkröte
Artenliste –Säuger- 10 Arten:
- Reh
- Ziesel
- Bisam
- Mauswiesel
- Feldhase
- Fuchs
- Ostigel
- Gemse
- Eichhörnchen
- Rötelmaus