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Gryllteiste, Skuas und Otter (10 Tage / 9 Nächte)

Die zerklüftete Küste bietet eine wildromantische Kulisse für die Dramen, die sich täglich in den riesigen lauten Seevogelkolonien abspielen. Über eine Million Seevögel 21 verschiedener Gattungen brüten jeden Sommer im Archipel der Shetland-Inseln und machen es damit zum Paradies für Vogelfreunde.

Zauberwelt der Shetlands

Der Lärm von Basstölpeln, Schmarotzerraubmöwen, Gryllteisten und Papageitauchern kann ohrenbetäubend sein. Shetlands ungestörte Strände und geschützte Meeresarme sind der Tummelplatz von Seehunden und Kegelrobben. Zusammen mit den Tümmlern sind sie Shetlands einzige eingeborenen Meeressäugetiere. Wer nach ihnen sucht, findet sie oft bei Mousa und Sound (Lerwick), wo sie sich gern auf den Felsen am Fuß der Klippen in der Sonne aalen, und im Hafen von Lerwick, wo sie Ausschau nach Überresten der Fischfabriken am Ufer halten.

Der scheue Otter ist ebenfalls ein großer Besuchermagnet Shetlands. In diesem Archipel leben mehr Otter als in den meisten anderen Teilen Großbritanniens. Auf Yell in den nördlichen Inseln wird man besonders oft fündig, obwohl sie vielerorts entlang der Küste in Buchten und Meeresarmen zu sehen sind. Früh morgens und spät abends sind die Chancen, sie zu Gesicht zu bekommen, am Besten. Ziehen Sie sich eine Vliesjacke und warme, wasserfeste Schuhe an und machen Sie sich vorsichtshalber auf längere Wartezeiten gefasst! Wer Glück hat, bekommt sogar Killerwale zu sehen! Am Häufigsten werden diese vor der Südspitze von Mainland gesehen.

Überall an der Küste sind die Klippen von Strandgrasnelken übersät. Auf den Wiesen im Landesinneren gedeihen Wildblumen von Orchideen und Schlüsselblumen, bis hin zum samtigen Leimkraut der Inseln. Shetland hat auch Wildpflanzen, die es nirgendwo anders gibt, etwa Cerastiumnigrescens, ein Hornkraut, das auf Unst heimisch ist. Den ganzen Sommer lang ist das Land eine einzige Farbenpracht! Viele einheimische und seltene Tierarten gedeihen in Shetland, die sich über lange Zeit dort angepasst haben: Shetland-Schafe, -Kühe, -Gänse, -Enten und natürlich Shetland-Ponys – selten auf der Welt findet man einen Ort mit so vielen einheimischen Nutztieren. Manche Arten sind bedroht und einige sind erst vor kurzem vor dem Aussterben bewahrt worden. Wussten Sie, dass es Shetland-Schafe in über 50 verschiedenen Farbvariationen gibt? Kommen Sie mit uns raus und entdecken wir gemeinsam diese eindrucksvolle, mystische Natur – hautnah!

1. Tag: Goodbye Deutschland & Einzug in Sumburgh

Abflug ab verschiedenen deutschen Flughäfen voraussichtlich mit British Airways oder KLM. Treffpunkt der Gruppe am Flughafen in London oder Amsterdam. Gemeinsamer Weiterflug nach Sumburgh, Übernachtung im nahegelegenen Sumburgh Hotel.

2. Tag: Vogelfelsen Sumburgh Head & Flug nach Fair Isle

Nach einer morgendlichen Exkursion zum Vogelfelsen Sumburgh Head mit Papageientauchern, Trottellummen, dem Shetland-Zaunkönig u.v.m. Weiterflug oder Fähre von Sumburgh nach Fair Isle. Auf Fair Isle beziehen wir unser Quartier direkt im Bird Observatory, wo es neben den Forschungseinrichtungen auch eine ganz neue und gute Pension mit Vollverpflegung gibt.Wir machen einen gemeinsamen Erkundungsgang auf der Insel, wo neben den interessanten Brutvögeln um diese Zeit auch noch späte Durchzügler und eventuell sogar seltene Gäste zu erwarten sind.

3. Tag: Vogelwarte, wandern & Brutkolonien von Skuas

Am frühen Morgen begleiten wir die Mitarbeiter der Vogelwarte bei ihrer Arbeit, dem Fang und der Beringung von Singvögeln. Nach dem Frühstück wandern wir auf der Insel. Es gibt eine große Brutkolonie von Skuas und etlichen Schmarotzerraubmöwen zu bestaunen. Die Brutfelsen beherbergen neben Lummen auch Basstölpel und Papageientaucher. Übernachtung in der Vogelwarte.

4. Tag: Schiffsbesuch der Insel Mousa - ein unvergessliches Mitternachtserlebnis!

Nach weiteren Beobachtungen auf Fair Isle verlassen wir die Insel am Nachmittag und beziehen unser Quartier wieder im Sumburgh Hotel. Am Abend besuchen wir mit dem Schiff die Insel Mousa, wo es eine Kolonie Sturmschwalben gibt. Ihr Einflug auf die Insel gegen Mitternacht sind ein unvergessliches Erlebnis. Übernachtung im Sumburgh Hotel.

5. Tag: Lerwick, Bressay & Noss

Kurze Besichtigung der Stadt Lerwick, Schiffsfahrt um die Inseln Bressay und Noss. Auf Noss befindet sich eine der bedeutendsten Seevogelkolonien Schottlands. Wir können Trottellummen, Tordalken, Gryllteisten und Basstölpeln aus nächster Nähe beobachten, ebenso wie die neugierigen Kegelrobben. Auf der Rückfahrt machen wir an einigen Seen Halt, wo unter anderem auch Singschwäne brüten. Übernachtung im Sumburgh Hotel.

6. Tag: Unst - phantastische Landschaftseindrücke

Fahrt nach Norden, über Yell kommen wir nach Unst. Unterwegs immer wieder interessante Zwischenstopps, auf denen wir Sterntaucher (evtl. sogar Eistaucher) und Limikolen beobachten können.. Außerdem erwarten uns phantastische Landschaftseindrücke. Übernachtung im Baltasound Hotel. Abendexkursion zur nahegelegenen Bucht, wo wir mit etwas Glück Fischotter beobachten können.

7. Tag: Hermaness National Reserve & malerische Ortschaften

Beobachtungen auf Unst. Wir besuchen das Naturschutzgebiet „Keen of Hamar“, wo es viele seltene Pflanzen gibt die zum Teil nur noch hier vorkommen. Anschließend wandern wir durch das Hermaness National Reserve, das neben Goldregenpfeifern, Alpenstrandläufern und Skuas auch gigantische Brutfelsen mit Papageientauchern, Basstölpeln uvm. beherbergt. Anschließend suchen wir ein paar kleine, malerische Ortschaften und verschwiegene Buchten auf. Unst, die nördlichste der Shetland Inseln ist immer für Überraschungen gut, so konnten im Juli 2009 in ein paar kleinen Blumengärten Fichtenkreuzschnäbel aus nächster Nähe beobachtet werden. Was werden wir in diesem Jahr entdecken? Übernachtung im Baltasound Hotel.

8. Tag: Fährüberfahrt auf Fetlar - ein Paradies für Pflanzenfreunde!

Heute geht es mit der Fähre auf die Insel Fetlar. Dort können wir mit Glück Odinshühnchen, Sterntaucher, Regenbrachvögel und mehr beobachten. Die Insel ist auch ein Paradies für Pflanzenfreunde. Bunte Blumenwiesen mit zum Teil seltenen und endemischen Pflanzenarten laden zur Betrachtung und zum Fotografieren ein. Rückfahrt nach Unst und Übernachtung im Baltasound Hotel.

9. Tag: Zwischenstopps von Yell bis auf dem Mainland

Wir verlassen Unst und fahren wieder Richtung Süden. Auf Yell und auf dem Mainland gibt es noch viele interessante Zwischenstopps. Übernachtung im Sumburgh Hotel.

10. Tag: Abschied nehmen...

Rückflug von Sumburgh via Edinburgh nach Deutschland.

Programmhinweise
  • Änderungen, die den Charakter der Reise nicht beeinflussen, sind zwar nicht vorgesehen, wir behalten sie uns aber vor. Nehmen Sie das Detailprogramm als Vorschlag, aber nicht als Checkliste. Wenn das Programm umgestellt wird, dann nur zu Ihren Gunsten!
Generelle Hinweise
  • Halbes Doppelzimmer: Grundsätzlich können Sie auch ein halbes Doppelzimmer buchen. Wir können ein halbes DZ aber nur bestätigen, wenn bereits vor Ihnen jemand ein halbes DZ gebucht hat. Bitte seien Sie sich auch bewusst, dass bei einer Stornierung eines halben Doppelzimmers der verbleibende Gast mit der Nachberechnung eines Einzelzimmerzuschlages zu rechnen hat.
  • Bei dieser Reise können Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen und sind auch nicht auf private Pkw's vor Ort angewiesen. Alle Transfers während der Reise sind organisiert.
  • Für die Einreise genügt der gültige Personalausweis.
  • Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass der Ablaufplan nur eine Richtlinie darstellen kann und wir aufgrund von Wetter oder aktuellen Entwicklungen eventuell Programmänderungen durchführen werden.
  • Die Gruppengröße dieser Reise beträgt 5 - 7 Personen. Sollte die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, kann die Reise bis 3 Wochen vor Reiseantritt abgesagt werden. Sollte der Fall eintreten, versuchen wir immer die Reise trotzdem durchzuführen. Falls dies nicht möglich ist, erstellen wir Ihnen gerne ein schönes Alternativangebot.
Anforderungen der Reise:
  • geringe Anforderungen, wandern bis 5 km
Ermäßigungen
  • NABU/LBV-Mitglieder: 3% Rabatt
Leistungen
  • Flug ab/bis Bremen bis/ab Sumburgh mit KLM, andere Flughäfen ggbf. mit Aufpreis möglich
  • Inlandsflug oder Fährüberfahrt ab/bis Fair Isle
  • 4 Übernachtung in der Svinburgh's Lodge mit Halb-Pension
  • 2 Übernachtungen im Birds Observatory auf Fair Isle mit Voll-Pension
  • 3 Übernachtungen auf Unst im Baltasound Hotel mit Halb-Pension
  • Transfers von/bis zum jeweiligen Flughafen/Hotel
  • Mietwagen/Kleinbus ab dem 5 Tag bis zum Abreisetag auf den Shetlands
  • Fährüberfahrt nach Moussa
  • Schiffsfahrt um die Inseln Bressay & Noss
  • Überfahrt über Yell nach Unst & zurück
Zahlungsmodalitäten
  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 10 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.
Reiseleiter

Micha A. Neumann

Veranstalter: birdingtours GmbH
Reisebericht Shetland Juli 2011 mit Birdingtours

(Bericht und Fotos: Micha A. Neumann)

Freitag 08.07.

Bereits gegen Mittag treffen wir in Sumburgh ein. Nach einer kleinen Stärkung im Hotel geht es auf Beobachtungstour. Wir freuen uns über eine kleine Gruppe Limikolen mit Sanderling, Alpenstrandläufer und Sandregenpfeifer, die sich aus nächster Nähe präsentiert. Auch eine Kolonie von Küstenseeschwalben ist beeindruckend. Am späten Nachmittag inspizieren wir den Vogelfelsen Sumburgh Head. Die Papageitaucher haben leider eine schlechte Brutsaison. Dennoch können wir einige von ihnen beobachten. Ganz toll ein Shetland-Zaunkönig, der sein Lied, von einem Pfahl aus in allernächster Nähe erklingen lässt.

Samstag 09.07.

Bei einem Spaziergang nach dem Frühstück finden wir in der Bucht vor dem Hotel einen Eistaucher. Danach geht es mit dem Schiff nach Fair Isle. Die „Good Shepherd 4“ beherbergt nur wenige Passagiere. Am Abend zuvor hatte man uns üble Geschichten von Überfahrten bei Sturm mit diesem Schiffchen erzählt… Wir haben Glück, die See ist an diesem Tag recht ruhig. Viele Seevögel begleiten das Boot und lassen sich schön beobachten. Wir entdecken sogar einige Sturmschwalben auf See.

Auf Fair Isle angekommen, beziehen wir unser Quartier in der Vogelwarte. Es gibt sogar noch etwas zu essen. Ein erster Erkundungsgang führt uns ganz dicht an die Brutplätze der Papageitaucher. Ein phantastischer Anblick! Im angelegten Garten der Vogelwarte gibt es Berghänflinge, Erlenzeisige und einen übersommernden Zilpzalp zu entdecken.

Zu später Stunde dann noch ein besonderes Erlebnis. Sturmschwalben werden von der Vogelwarte mit Klangattrappe angelockt, gefangen und beringt.

Klasse, diese kleinen Meeresbewohner aus nächster Nähe bewundern zu können.

Sonntag 10.07.

Die morgendliche Begleitung des Vogelwarts nach kurzer Nacht durch die über die Insel verteilten Fangreusen erbringt zu dieser Jahreszeit nicht viel: Ein junger Wiesenpieper, ein Steinschmätzer – und viel Hunger aufs anschließende Frühstück.

Danach wandern wir im Norden der Insel. Staunen über Brutfelsen mit Lummen, Gryllteisten, Papageitauchern, Basstölpeln und werden attackiert von Skuas, die ihre Jungen schützen wollen. Ein beeindruckendes Schauspiel!

Am Nachmittag erwandert ein Teil der Gruppe bei schönstem Wetter auch den Süden der Insel. Ein fast schwarzer Reiher lässt uns kurzzeitig vermuten, wir hätten etwas Seltenes gefunden, aber es handelt sich nur um einen leider verölten Graureiher, der offensichtlich einer Gruppe Eissturmvögel zu nahe gekommen war. Am Abend gemütliche Runde im Pub der Vogelwarte.

Montag 11.07.

Heute geht es als ganze Gruppe in den Süden von Fair Isle. Wir nehmen großartige Landschaftseindrücke auf, beobachten Seevögel und Shetland-Stare beim Brutgeschäft, diskutieren die Bestimmungsmerkmale der verschiedenen Möwenarten und entdecken einen unter Schafen gut „getarnten“ Singschwan.

Ein Picknick angesichts von Vogelfelsen mit Papageitauchern und mehr, eine Inspektion des Südleuchtturms und seiner extravaganten Unterkünfte, ein Besuch im winzigen Inselmuseum und ein Kaffeetrinken bei Tommy und Liz mit ihrer Gastfreundschaft und ihrem unwahrscheinlich leckeren selbstgebackenen Kuchen machen diesen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Dienstag 12.07.

Am frühen Morgen brechen wir mit dem Boot von Fair Isle auf. Zum Glück ist die See auch heute ruhig und kurz hinter Fair Isle werden wir durch den Anblick einer Gruppe von Risso-Delphinen belohnt. Dreizehenmöwen und Eissturmvögel begleiten das Boot – auch ein paar Sturmschwalben tauchen wieder auf, bevor wir im Hafen von Sumburgh landen.

Eine Nachmittagsexkursion führt uns u.a. in die Bucht von Quendale, wo sich u.a. noch ein paar Eistaucher aufhalten und Schweinswale kurzfristig ihre Rückenflossen zeigen.

Erschöpft von vielen Eindrücken genießen wir die Nacht in der Meadowvale Lodge nahe des Nordufers vom Pool auf Virkie, einem ausgezeichnetem Beobachtungsplatz für rastende Watvögel.

Mittwoch 13.07.

Der Besuch der durch Brücken verbundenen Inseln Tondra und West und East Burra vermittelt schöne Landschaftseindrücke, die Beobachtung von brütenden Sterntauchern, bringt uns aber nicht den erhofften Fund einer Falkenraubmöwe. Verschiedene Wasservögel beobachten wir am Loch of Tingwall, darunter auch Singschwäne. Nach einer Rast in Lerwick, der einzigen Stadt auf den Shetland-Inseln, stechen wir wieder in See. Mit einem kleinen Schiff und altem Kapitän geht es rund um die Vogelfelsen von Bressay und Noss. Beeindruckend zu beobachten wie sich Basstölpel und Skuas um die zuvor gefangenen Fische streiten und natürlich die Brutfelsen selbst mit zigtausenden von Seevögeln.

Danach geht es zügig weiter in den Norden. Über Yell erreichen wir Unst, wo wir in Baltasound für die nächsten Nächte unser Quartier haben.

Ein abendlicher Spaziergang bringt uns u.a. auch Steinwälzer und eine putzige Gruppe von Seehunden.

Donnerstag 14.07.

Wanderung durch den Nationalpark „Hermaness“ Wir haben erneut schönes Wetter und können dieses beeindruckende Seevogel-Reservat im äußersten Norden der britischen Inseln so richtig würdigen. Eine gigantische Basstölpelkolonie und wieder Papageitaucher aus allernächster Nähe. Unglaublich! Der anschließende kulinarische Besuch im kleinen „Schokoladenmuseum“ weckt wieder Kräfte für neue Taten. Bei einem Ausflug nach Skaw, in den nordöstlichsten Zipfel von Unst, sind wir überrascht, wie viele Menschen an diesem schönen Tag an diesen einsamen Orten unterwegs sind. (In Zahlen ausgedrückt: Es sind etwa 20-30 Personen, was einem in Gegenden, wo man sonst niemandem begegnet, schon recht viel erscheint…)

Freitag 15.07.

Tagestour auf die Insel Fetlar. Nur eine Teilnehmerin kann von der Beobachtungshütte aus kurz ein Odinshühnchen sehen, alle aber den brütenden Sterntaucher, die bunten Blumenwiesen und die vielen Shetland-Ponys.

Nach dem Mittagessen im Gemeinschaftshaus der Inselgemeinde wartet noch ein besonderes Highlight auf alle: Wir beobachten einen Fischotter und können sogar verfolgen, wie er einen Fisch verzehrt. Begeisterung bricht aus, die „red flag“ wird gehisst…

Samstag 19.06.

Wir reisen wieder gen Süden. Erstmalig sind wir bei regnerischem Wetter unterwegs. Dennoch machen wir auf den Zwischenstopps tolle Beobachtungen.

Auf Yell gibt es am „Kirk Loch“ einen prächtigen Ohrentaucher zu bestaunen, daneben taucht überraschend auch noch ein Zwergtaucher auf.

Zurück auf dem Mainland gelingen uns phantastische Beobachtungen einer Familie von Merlinen. Wir machen nach einer Pause in der urigen Kneipe von Voe einen Abstecher nach Eshaness, an die Westküste. Dort gibt es einen guten Kaffee mit tollem Panoramablick. Nur die Orcas, die sich am Vortag hier noch aufgehalten hatten, sind leider schon weiter gezogen…

Zurück in Sumburgh bestaunen wir am Pool of Virkie rund 60 prächtige Knutts und etwa 20 Sanderlinge bevor wir uns im Hotel zusammensetzen und auf eine sehr schöne gemeinsame Reise mit unvergesslichen Eindrücken anstoßen.

Sonntag 17.07.

Heute heißt es leider Abschied nehmen von den schönen Shetland Inseln und auch voneinander. Ein letzter Blick auf die Knutts im Pool, dann startet die Reise Richtung Heimat.

Auf ein Wiedersehen!

Bildergalerie 2011 zu finden unter

Juni: https://picasaweb.google.com/112968177031506535713/ShetlandInselnJuni2011MitMichaNeumann

Juli: https://picasaweb.google.com/112968177031506535713/DieShetlandInselnMitMichaNeumannReisebericht2011

Reisebericht Shetland Juni 2011 mit Birdingtours von Micha A. Neumann
Freitag 10.06.

Die Reisegruppe trifft sich am Flughafen in London und fliegt von dort gemeinsam via Glasgow nach Sumburgh. Wir machen einen ersten Beobachtungsgang zur Lagune „Pool of Virkie“. Neben einigen Brachvögeln, Rotschenkeln und Sandregenpfeifern halten sich auch viele Möwen dort auf. Eine Möwe ist sehr hell gefärbt und erweist sich bei näherer Betrachtung als junge Polarmöwe. Die Reise beginnt gleich mit einer Seltenheit! Danach geht es zum leckeren Abendessen ins Hotel und schließlich zur wohlverdienten Nachtruhe in die schön gelegene „Meadowvale Lodge“

Samstag 11.06.

Nach dem Frühstück machen wir einen ersten Erkundungsgang zum gigantischen Vogelfelsen Sumburgh Head – einer der großen Shetland Attraktionen. Bei recht kühler Witterung sehen wir viele Eissturmvögel und Lummen, aber leider nur wenige Papageitaucher. Ein Trupp Berghänflinge lässt sich sehr schön aus kurzer Distanz beobachten.

Danach fliegen wir von Tingwall und Sumburgh aus, verteilt auf zwei kleine Flugzeuge, nach Fair Isle. Dort werden wir schon von Tommy erwartet, der uns in unsere Privatunterkünfte bringt. Eine von ihnen fällt recht spartanisch aus, hat dafür aber einen direkten Blick aufs Meer. In jedem Fall, die Gastfreundschaft und Herzlichkeit von Tommy und seiner Frau Liz und das von ihnen zubereitete leckere Abendessen machen alles wett.

Grandios ist ein Spaziergang zum Brutfelsen der Papageitaucher. Hier können wir, bei inzwischen schönem Wetter, die kleinen Kobolde endlich aus nächster Nähe bewundern und reichlich fotografieren. Ein Grauschnäpper – ein später Durchzügler vom Kontinent – lässt sich ebenfalls gut beobachten.

Sonntag 12.06.

Schon vor dem Frühstück sind wir mit dem Vogelwart unterwegs zu den verschiedenen über die Insel verteilten Fangreusen. Einige Stare, der nur auf den Shetlandinseln vorkommenden Unterart „zetlandicus“ werden gefangen und beringt.

Das gute und reichliche Frühstück im Anschluss an unseren Gang schmeckt besonders gut.

Anschließend erwandern wir Fair Isle von Süd nach Nord. Unterwegs Schmarotzer-Raubmöwen, Lummen und Basstölpel, der seltene Fair Isle Zaunkönig, immer wieder Papageitaucher und vieles mehr. Besonders beeindruckend ist die Kolonie der Skuas, zumal uns einige der Altvögel attackieren um ihre Gelege und Jungvögel zu verteidigen und uns dabei sehr nahe kommen.

Auch ein paar Durchzügler halten sich noch auf der Insel auf. Ein Mauersegler jagt in schnellem Flug die Berghänge entlang und ein heimlicher Sumpfrohrsänger zählt zu den Inselraritäten.

Selten ist übrigens auch die Amsel, die in diesem Jahr erstmals seit vielen Jahren wieder erfolgreich auf Fair Isle brütete.

Montag 13.06.

Wir erkunden weitere Ecken der Insel, besuchen das kleine Inselmuseum und bestaunen das künstlerische Talent unseres Gastgebers Tommy, der uns seine Bilder, selbstgemachten Mützen und andere Kunstwerke in seinem Atelier beim Leuchtturm vorstellt.

Am Leuchtturm beobachten wir auch einen Trupp Steinwälzer und eine einsame Uferschwalbe. Während des Tages nimmt der Wind nimmt stark zu. Schon bald ist klar: Wir kommen am Nachmittag nicht wie geplant weg von Fair Isle. Wegen Sturmes startet und landet kein Flieger. Wir hängen fest auf der „Trauminsel“. Auch das ist eine „Shetland-Erfahrung“! Tommy und Liz geben ihr Bestes, uns den Inselaufenthalt mit gutem Essen und bester Unterhaltung so angenehm wie möglich zu gestalten.

Dienstag 14.06.

Den verregneten Vormittag über unterhält uns Tommy mit netten „Birdinggeschichten von Fair Isle“, erzählt von anderen Beobachtern, die wetterbedingt nicht von Fair Isle wegkamen oder die Insel gar nicht erst erreichten und zeigt uns beeindruckende Fotos von Vögeln in seinem Garten, so z.B. von einem Trupp hungriger Seidenschwänze, die seinem Sohn Henry im letzten Herbst die Äpfel aus der Hand fraßen.

Dann können wir das Flugzeug besteigen und zurück nach Tingwall fliegen. Mit unserem Leihwagen steuern wir noch einmal den Vogelfelsen „Sumburgh Head“ an. Und heute haben wir Glück: Viele Papageitaucher zeigen sich aus nächster Nähe und lassen sich hervorragend beobachten und fotografieren – ein Pärchen sogar beim „Schmusen“.

Sehr schön ist auch die Beobachtung eines roten Karmingimpels, der sich im Trupp Berghänflinge aufhält.

Mittwoch 15.06.

Wir machen uns auf den Weg Richtung Norden. In der Bucht von Quendale finden wir gleich fünf Eistaucher, die hier übersommern.

Ein besonderes Highlight wartet an einem kleinen See auf East Burra auf uns: Eine adulte Falkenraubmöwe im Prachtkleid – eigentlich in Nordskandinavien beheimatet – hält sich hier auf und fliegt eine Ehrenrunde für uns.

Von Lerwick aus geht es mit kleinem Boot und uraltem Kapitän rund um die Inseln Bressay und Noss. Die See ist noch recht rau, weswegen das Fotografieren schwer fällt, doch tolle Beobachtungen von Basstölpel und Kegelrobben, Gryllteisten, Skuas und Lummen aus nächster Nähe entschädigen. Dazu noch eine Tasse Tee und Gebäck – das Leben kann so schön und einfach sein.

Danach brechen wir auf nach Unst. Am Fährhafen Toft wartet schon die nächste Überraschung auf uns: Ein Fischotter – oft gesucht und selten gefunden, zeigt sich uns sehr schön und dicht. Es gelingen etliche gute Fotos.

Wir erreichen unsere Unterkunft in Baltasound und machen nach dem leckeren Abendessen noch eine Exkursion zu einer nahegelegenen feuchten Wiesenlandschaft, zumal wir von einem englischen Guide gehört hatten, dass dort in den vergangenen Nächten öfters ein Wachtelkönig gehört wurde. Als wir ankommen, überschlagen sich die Ereignisse. Zunächst taucht wie aus dem Nichts eine Sumpfohreule auf, die lautstark von Rotschenkeln und Brachvögeln attackiert wird, kurz danach sehen wir erneut einen Fischotter, der einem Bachlauf folgend über die Straße läuft und schließlich auf dem Rückweg hören wir nicht nur einen, sondern sogar zwei Wachtelkönige ganz unverkennbar „Crex, crex“ rufen. Was für ein Beobachtungstag!

Donnerstag 16.06.

Am „Keen of hamar“, einem trockenen Berghang schauen wir uns einige seltene, endemische Pflanzen an. Danach wandern wir ins Naturschutzgebiet Hermaness. Der dichte Nebel schafft eine fast unwirkliche Atmosphäre, in der immer wieder Skuas schemenhaft vor uns auftauchen. Auch die Rufe von Goldregenpfeifer und Alpenstrandläufer ertönen, bevor wir die steile Felsenküste erreichen, von dort aber wegen Nebels und Regen nicht weiterlaufen.

Danach steht der obligatorische Besuch im kleinen „Schokoladenmuseum“ mit dazugehörigem Cafe an, wo wir uns stärken und trocknen.

In Skaw, dem nordöstlichsten Hof der britischen Inseln können wir noch Krickente und Sanderling unserer Artenliste hinzufügen.

Freitag 17.06.

Der Himmel ist aufgerissen und der Wind hat sich gelegt, als wir zu unserer Tagestour zur Insel Fetlar aufbrechen. Dort lässt sich ein Sterntaucher sehr schön beim Brutgeschäft beobachten. Auch Regenbrachvogel und Küstenseeschwalbe zeigen sich. Erlenzeisig und Birkenzeisig halten sich fotogen in den wenigen Büschen in der Nähe des Beobachtungsstandes auf. Zwei „isländische“ Uferschnepfen, ein seltener Brutvogel hier, lassen sich finden, nicht aber das Odinshühnchen.

Das regionale Essen im Gemeindehaus der Insel ist ausgesprochen gut und die Beobachtung eines Grauschnäppers und einer Herde von Shetland-Ponys runden diese schöne Tagestour ab.

Am Abend horchen wir noch einmal erfolgreich nach den beiden Wachtelkönigen auf Unst und hören darüber hinaus auch noch einen singenden Schilfrohrsänger. Am Strand lassen sich wunderbar Alpenstrandläufer, Steinwälzer und eine Gruppe Seehunde beobachten.

Samstag 18.06.

Nach dem Frühstück machen wir uns wieder auf Richtung Süden. Es gibt schöne Landschaftseindrücke von Yell auf einer Nebenstrecke. Auf dem Mainland beobachten wir unterwegs den seltenen Merlin. Auch die Mittagspause im idyllisch gelegenen Voe mit Kontakten zu lokalen „Rockern“, einem guten Kaffee, dem Gesang eines Fitis im Hintergrund sowie dem Fotografieren wunderschöner Orchideen, hinterlässt unvergessliche Eindrücke.

Bei einem Stopp in Lerwick treffen wir überraschend Tommy, Liz und Henry von Fair Isle wieder. Die Welt ist klein – auf den Shetland Inseln allemal…

Am „Pool of Virkie“ gibt es 3 Pfuhlschnepfen zu sehen, Gäste aus dem hohen Norden. Nach dem Abendessen wartet ein letztes Highlight auf die Reisegruppe:

Wir fahren mit dem Boot zur unbewohnten Insel Mousa. Dort können wir die nachtaktiven Sturmschwalben hören und sehen und sogar ein paar Fotos machen, als zwei Vögel in einem stürmischen Flugmanöver zusammen prallen und kurzzeitig benommen zu Boden gehen.

Sonntag 19.06.

Es heißt Abschied nehmen von Shetland. Ein letzter Trip zum Sumburgh Head, wo es noch gilt, ein paar Tordalken zu fotografieren. Dann wartet das Flugzeug auf uns, mit dem wir unsere Rückreise beginnen.

Eine spannende Tour mit netter „Männergruppe“, ungewöhnlich vielen Vogelarten und etlichen spektakulären Beobachtungen geht zu Ende.

Reisebericht 2010
Birdingtours Reise „Shetland mit Fair Isle“
Reisetermin: Freitag 11. Juni 2010 – Sonntag 21. Juni 2010
Freitag 11.06.

Abflug ab verschiedenen deutschen Flughäfen mit British Airways

Treffpunkt der Gruppe am Flughafen in London. Gemeinsamer Weiterflug nach Sumburgh, Übernachtung im nahegelegenen Sumburgh Hotel

Samstag 12.06.

Nach einer morgendlichen Exkursion zum Vogelfelsen Sumburgh Head mit Papageientauchern, Trottellummen, dem Shetland-Zaunkönig u.v.m. Weiterflug von Sumburgh nach Fair Isle. Auf Fair Isle beziehen wir unser Quartier direkt im Bird Observatory, wo es neben den Forschungseinrichtungen auch eine ganz neue und gute Pension mit Vollverpflegung gibt. Wir machen einen gemeinsamen Erkundungsgang auf der Insel, wo neben den interessanten Brutvögeln um diese Zeit auch noch späte Durchzügler und eventuell sogar seltene Gäste zu erwarten sind.

Sonntag 13.06.

Am frühen Morgen begleiten wir die Mitarbeiter der Vogelwarte bei ihrer Arbeit, dem Fang und der Beringung von Singvögeln. Nach dem Frühstück wandern wir auf der Insel. Es gibt eine große Brutkolonie von Skuas und etlichen Schmarotzerraubmöwen zu bestaunen. Die Brutfelsen beherbergen neben Lummen auch Basstölpel und Papageientaucher. Übernachtung in der Vogelwarte

Montag 14.06.

Nach weiteren Beobachtungen auf Fair Isle verlassen wir die Insel am Nachmittag und beziehen unser Quartier wieder im Sumburgh Hotel. Am Abend besuchen wir mit dem Schiff die Insel Mousa, wo es eine Kolonie Sturmschwalben gibt. Ihr Einflug auf die Insel gegen Mitternacht sind ein unvergessliches Erlebnis. Übernachtung im Sumburgh Hotel

Dienstag 15.06.

Kurze Besichtigung der Stadt Lerwick, Schiffsfahrt um die Inseln Bressay und Noss. Auf Noss befindet sich eine der bedeutendsten Seevogelkolonien Schottlands. Wir können Trottellummen, Tordalken, Gryllteisten und Basstölpeln aus nächster Nähe beobachten, ebenso wie die neugierigen Kegelrobben. Auf der Rückfahrt machen wir an einigen Seen Halt, wo unter anderem auch Singschwäne brüten.

Übernachtung im Sumburgh Hotel

Mittwoch 17.06.

Fahrt nach Norden, über Yell kommen wir nach Unst. Unterwegs immer wieder interessante Zwischenstopps, auf denen wir Sterntaucher (evtl. sogar Eistaucher) und Limikolen beobachten können.. Außerdem erwarten uns phantastische Landschaftseindrücke. Übernachtung im Baltasound Hotel. Abendexkursion zur nahegelegenen Bucht, wo wir mit etwas Glück Fischotter beobachten können.

Donnerstag 18.06.

Beobachtungen auf Unst. Wir besuchen das Naturschutzgebiet „Keen of Hamar“, wo es viele seltene Pflanzen gibt die zum Teil nur noch hier vorkommen. Anschließend wandern wir durch das Hermaness National Reserve, das neben Goldregenpfeifern, Alpenstrandläufern und Skuas auch gigantische Brutfelsen mit Papageientauchern, Basstölpeln uvm. beherbergt.

Anschließend suchen wir ein paar kleine, malerische Ortschaften und verschwiegene Buchten auf. Unst, die nördlichste der Shetland Inseln ist immer für Überraschungen gut, so konnten im Juli 2009 in ein paar kleinen Blumengärten Fichtenkreuzschnäbel aus nächster Nähe beobachtet werden. Was werden wir in diesem Jahr entdecken? Übernachtung im Baltasound Hotel

Freitag 19.06.

Heute geht es mit der Fähre auf die Insel Fetlar. Dort können wir mit Glück Odinshühnchen, Sterntaucher, Regenbrachvögel und mehr beobachten. Die Insel ist auch ein Paradies für Pflanzenfreunde. Bunte Blumenwiesen mit zum Teil seltenen und endemischen Pflanzenarten laden zur Betrachtung und zum Fotografieren ein. Rückfahrt nach Unst und Übernachtung im Baltasound Hotel

Samstag, 20.06.

Wir verlassen Unst und fahren wieder Richtung Süden. Auf Yell und auf dem Mainland gibt es noch viele interessante Zwischenstopps.

Übernachtung im Sumburgh Hotel

Sonntag 21.06.

Rückflug von Sumburgh via Edinburgh nach Deutschland

Reisebericht 2009
Autor:

Micha A. Neumann

Kontinent / Land:

Europa/ Großbritannien

Shetland Reisebericht 26. Juni – 05. Juli 2009

Individualreise 7 Teilnehmer

26. Juni 2009

Die Reisegruppe trifft sich am Flughafen in London, 6 Teilnehmer plus Reiseleiter, nachdem ein weiterer Teilnehmer krankheitsbedingt leider kurzfristig absagen musste. Die Stimmung ist erwartungsvoll, doch es gibt gleich die erste Aufregung. Aufgrund einer Schlechtwetterfront über Mittelengland verzögert sich der Abflug von London nach Aberdeen um etwa 2 Stunden. Die bange Frage, ob wir unseren Anschlussflug nach Sumburgh noch bekommen, wird kurz vor unserer Landung beantwortet: Nein! Wir hängen fest in Aberdeen, weil kein weiteres Flugzeug an diesem Tag mehr zu den Shetland Inseln fliegt. Das Personal von British Airways kümmert sich jedoch rührend um uns. Wir werden in ein Hotel in Aberdeen gebracht, lernen uns beim Abendessen ein wenig kennen und schlafen mit der bangen Frage ein, ob wir unseren für die nächsten zwei Tage geplanten Aufenthalt auf Fair Isle überhaupt noch verwirklichen können, weil wir durch diesen Extrastopp nun auch die Abflugzeit für den Flug nach Fair Isle verpassen werden…

27. Juni 2009

Alles wird gut! Der Flug am Vormittag von Aberdeen nach Sumburgh verläuft problemlos. Wir erspähen Fair Isle bereits aus der Luft und dank der Mithilfe einer deutschstämmigen BA Mitarbeiterin und dem Engagement vom Hotel Manager in Sumburgh können wir am frühen Nachmittag von Sumburgh nach Fair Isle starten. Ein kleines Flugzeug, das wir mit unserer Gruppe alleine ausfüllen, soll uns in wenigen Minuten auf die bekannte Vogelinsel bringen. Zuvor haben wir noch knapp 2 Stunden Zeit, den Vogelfelsen bei Sumburgh Head zu bewundern! Welch ein Spektakel! Papageientaucher aus allernächster Nähe und das bei Sonnenschein. Dazu noch Trottellummen und Tordalke und der endemische Shetland-Zaunkönig mit Futter im Schnabel. Wir knipsen wie die Weltmeister, bevor wir uns auf die Reise nach Fair Isle begeben.

Auf Fair Isle angekommen, werden wir von unseren Gastgebern empfangen, drei verschiedene Quartiere, auf die wir uns aufteilen:3 x Kathy, 2 x Josy, 2 x Tommy – alle sind sehr nett. Die Unterkünfte schnuckelig und familiär. Fair Isle wird nur von etwa 50 Menschen bewohnt, etwas mehr Schafen und jeder Menge Vögel. Jetzt zur Brutzeit sind es vor allem die Vogelfelsen, an denen sich das Leben abspielt. Zur Zugzeit haben die kleinen Gärten und Anpflanzungen große Anziehung auf durchziehende Singvögel. Was ist hier nicht schon alles entdeckt worden. „In meinem Garten habe ich einen Zitronengirlitz gefunden“, berichtet Tommy, der ursprünglich aus den USA kommt und mit seiner Frau und seinem Sohn seit drei Jahren hier lebt, nicht ohne Stolz, war es doch ein Erstnachweis für Großbritannien. Und in diesem Jahr saß auch schon ein Braunkopf-Kuhstärling (Brown-headed Cowbird) aus Nordamerika „Britain`s second“ an seiner Futterstelle. Im Grunde ist auf Fair Isle fast jeder Einwohner auch Vogelbeobachter. Der Kontakt zur weltbekannten Vogelwarte auf der Insel ist gut, und jeder der die Insel besucht, ist herzlich eingeladen, an den Beringungsaktionen und anderen Aktivitäten teilzunehmen. Wir machen einen ersten Rundgang über die Insel. Die Skuas, von denen es hier reichlich gibt, präsentieren sich zum Foto. Das Wetter ist für Shetland ungewöhnlich gut. Die Sonne scheint, und es weht kaum Wind. Das leckere Abendessen nehmen wir bei Tommy, seiner Frau Liz und seinem Fußball begeisterten Sohn Henry ein. Wir fühlen uns sehr herzlich aufgenommen. Später können wir noch einen phantastischen Sonnenuntergang über dem Meer beobachten. Was für ein Tag! Trotz aller anfänglichen Aufregung, es ist wirklich alles gut geworden!

28. Juni 2009

Wir sind schon früh auf den Beinen. Gemeinsam mit einem Vogelwart machen wir den ersten Rundgang durch die zum Vogelfang verteilt über die Insel aufgestellten Helgolandreusen. „The Gully“, „The Plantation“ – jede Reuse hat ihren eigenen Namen und auch ihre eigene Geschichte von Seltenheiten, die dort schon gefangen wurden. Jetzt im Sommer ist natürlich nicht viel los. Ein paar Stare und Steinschmätzer fliegen um die Reusen – Brutvögel der Insel. Wir fangen je einen. Interessanter sind da noch die Vögel, die uns auf dem Weg begegnen. Skuas und Schmarotzerraubmöwen haben bereits Junge. Der Vogelwart demonstriert uns, was passiert, wenn man sich den Jungvögeln annähert. Die Raubmöwen greifen an! Eine Schmarotzerraubmöwe schlägt dem Vogelwart den Hut vom Kopf. Dennoch kann er uns die Jungvögel zeigen.

Am Wegesrand entdeckt er schließlich auch noch eine nur wenige Tage alte Bekassine. Ein seltener Anblick. Ebenso wie der endemische „Fair Isle Zaunkönig“, den wir ebenfalls zu Gesicht und zu Gehör bekommen. Danach haben wir uns erst mal ein gutes Frühstück im Quartier verdient.

Die Wanderung am Nachmittag im Norden der Insel führt uns durch ein Brutgebiet von Skuas. Nun erleben wir die Angriffe selbst. Es hat schon etwas Furchterregendes, den Luftzug der im Sturzflug auf uns zuschießenden bussardgroßen Raubmöwen über dem eigenen Kopf zu fühlen. Auch wenn es zu keiner tatsächlichen Berührung kommt, so bedrohlich dicht sind einem Vögel nur selten. Alfred Hitchcock lässt grüßen! Danach beobachten wir Tausende Basstölpel im Brutfelsen. Anschließend veranstaltet die Vogelwarte noch etwas Besonderes. Ein Extra für uns und eine weitere Beobachtergruppe: Eine Beringungsaktion von Papageientauchern! Mit dem Kescher werden einige dieser putzigen und an Land unbeholfenen Höhlenbrüter gefangen, gemessen, gewogen, beringt und wieder freigelassen. Besonders schön für den Reiseleiter: Er darf auch mal….

Am Abend Barbecue im Garten von Tommy und Familie: Es gibt gegrilltes Insel-Lamm, Insel-Kaninchen und mehr… Ein toller Tag geht zu Ende.

29. Juni 2009

Heute heißt es schon wieder Abschied nehmen von Fair Isle. Und es ist schon irgendwie so wie die Homepage der Insel verheißt: „An adventure getting here, sometimes hard to leave, but always an individual welcome – In reality virtually unforgetable!“

Mit einem kleinen Flugzeug geht es zum Flughafen Tingwall. Unterwegs bekommen wir – aus Vogelperspektive sozusagen - bereits tolle optische Eindrücke vom „South Mainland“ der Shetland Inseln. Vom Flughafen werden wir zu unserer Unterkunft für die nächsten Tage gebracht, der „Svinburughs Lodge“, die dem etwa 2 Meilen entfernten Sumburgh Hotel angegliedert ist und sich in unmittelbarer Nähe der ornithologisch interessanten Lagune „Pool of Virkie“ befindet. Wir hören davon, dass am Vortag mehrere Orcas von Sumburgh Head aus beobachtet worden sind. Natürlich gucken wir bei unserem anschließenden Erkundungsgang immer wieder aufs Meer, aber außer ein paar möglicherweise von Walen verursachten Wasserfontänen sehen wir nichts von diesen gesuchten Meeressäugern. Dafür gibt es schöne Beobachtungen von Schweinswalen, und 2 vorbeifliegende Brandseeschwalben sind zu dieser Jahreszeit auf den Shetland Inseln kein alltäglicher Anblick. (Es bleiben auch die einzigen dieser Reise) Ganz nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ machen wir auf unserer Wanderung die Erfahrung, dass es nicht immer die vermeintlich kürzesten Wege sind, die am schnellsten zum Ziel führen. So endet unsere „Abkürzung“ vor einer großen Lagune, die trotz angenehmer Außentemperaturen niemand von uns so recht durchschwimmen mag…

Nach dem Abendessen wartet das nächste Highlight auf uns: Die Vogelinsel Mousa. Mit einem kleinen Boot geht es nach kurzer Fahrt auf diese von Menschen unbewohnte Insel. Doch war sie nicht immer menschenleer. Ein paar alte Steinmauern und ein etwa 2000 Jahre alter, noch gut erhaltener Turm, ein „Broch“, sind Zeugen vergangener menschlicher Besiedlung. Heute aber interessieren uns weniger unsere Vorfahren als vielmehr die neuen heimlichen Siedler in Mauern und Turm - allein 6000 auf dieser Insel! Wir müssen bis etwa Mitternacht warten, es ist dämmrig, aber nicht dunkel, da tauchen sie plötzlich wie aus dem Nichts auf. Mit leisen Schwingen und unheimlichen Rufen kommen sie vom Meer her, die Sturmschwalben! Von Minute zu Minute werden es mehr. Wie Fledermäuse umkreisen sie den Turm, zum Teil nur wenige Zentimeter von uns entfernt. Ein einmaliges, fantastisches Schauspiel!

Der Morgen graut bereits, als wir unsere Unterkunft erreichen, aber dieses Erlebnis ist wahrlich eine Kürzung der Nachtruhe wert gewesen.

30. Juni 2009

Ab heute haben wir einen eigenen Wagen. Gleich nach dem Frühstück geht es auf Tour. Am „Loch of Spiggy“ finden wir zwar keine Brautente, wohl aber einige Sing- und Höckerschwäne. Wir erreichen in Lerwick die einzige wirkliche Stadt auf Shetland: Viele hübsche Häuser mit Gärten, eine kleine Fußgängerzone, die zum Einkaufen einlädt…

Dann aber geht es wieder aufs Schiff. Wir umschippern die Inseln Bressay und Noss. Unterwegs begleitet von Skuas und Robben, kommen wir schließlich ganz dicht ran an die Brutfelsen von Basstölpeln und Lummen. Viele Fotos werden geschossen, dazu schönes ruhiges Wetter und Kaffee mit Keksen – vom Kapitän serviert. Was will man mehr!

01. Juli 2009

Auf in den Norden. Wir verlassen Sumburgh und fahren zu unserm nächsten Ziel: Baltasound auf Unst, der nördlichsten Shetland Insel. Zwischendurch halten wir immer wieder an ausgewählten Stellen, um nach Fischottern Ausschau zu halten. Die Orte hat uns Jon, ein britischer Reiseleiter, auf der Karte markiert. Leider sind wir bei unserer Ottersuche nicht sonderlich erfolgreich. Eine vermeintliche Otterbeobachtung entpuppt sich im Nachhinein als Seehundbeobachtung…

Nun denn, wir erfreuen uns auch so an der atemberaubenden nordischen Landschaft. In der Ortschaft Voe an einem „Voe“ (Lagune), wo noch vor ein paar Tagen ein adulter Eistaucher schwamm (heute aber nicht mehr), trinken wir Kaffee und genießen einen ausgesprochen leckeren Kuchen.

Bei der Weiterfahrt dann auf einmal direkt vor uns am Straßenrand fliegend: Ein schottisches Moorschneehuhn! Es bleibt das einzige dieser Reise.

Nach kurzer Fährüberfahrt sind wir auf der Insel Yell. Traumhaft schöne Landschaftseindrücke von verschwiegenen Buchten, kleinen Gehöften, einem Hügel, auf dem eine angeblich spukbehaftete Ruine steht. Wir lesen, dass Yell die höchste Fischotterdichte Europas haben soll. Aber keiner dieser Burschen will sich uns zeigen. Liegt es an uns, an der falschen Tageszeit oder doch an Jon…?

Schließlich erreichen wir nach einer weiteren Fährüberfahrt Unst und nach kurzer Autofahrt auch das Hotel in Baltasound, das uns für die nächsten drei Nächte Herberge bieten soll.

Nach dem leckeren Abendessen begeben wir uns noch ein weiteres Mal auf Ottersuche, müssen uns aber mit einer schönen Abendstimmung und den klangvollen Rufen von Brachvogel und Rotschenkel begnügen.

02. Juli 2009

Erstmals auf unserer Reise dichter Nebel. In Norwick finden wir einen Trupp Fichtenkreuzschnäbel, der sich in Ermangelung von Nadelbäumen ganz unartgemäß an Heckenrosen und allen möglichen Gartenpflanzen, insbesondere Fackellilien auf Nahrungssuche begibt und sich von uns aus nächster Nähe fotografieren lässt. Fotos machen wir auch von einer wohl einmaligen Bushaltestelle, die von den Einwohnern in jedem Jahr neu dekorativ gestaltet wird. In diesem Jahr sind Rosatöne angesagt.

Dann ist Botanik dran. Wir besuchen das Schutzgebiet „Keen of Hamar“, wo auf trockenem „Serpentine“ Boden viele seltene Pflanzen in Miniaturform wachsen.

Wir beobachten danach im Nationalpark Hermaness und bewegen uns dort im nördlichsten Bereich von Shetland und Großbritannien. Der Nebel taucht die Landschaft in reizvolle Grautöne. Der wehmütige Ruf des Goldregenpfeifers erklingt, kurz darauf sehen wir den Vogel nicht weit von uns entfernt. Die vielen brütenden Skuas haben Jungvögel, sind aber nicht so aggressiv wie auf Fair Isle. An der Steilküste angekommen, gibt es beeindruckende Felsformationen zu bestaunen und natürlich jede Menge Vögel: Papageientaucher, erneut sehr dicht, dazu Eissturmvögel und Basstölpel.

Die Wanderung ist lang, wir haben uns einen Kaffee verdient. Den bekommen wir zusammen mit leckeren „Scones“ in einer von außen unscheinbar grauen, innen jedoch sehr netten Herberge. Dann erkunden wir noch ein paar abgelegene Ortschaften und Einzelhöfe mit Gebüschvorkommen. Im Frühjahr und Herbst ist diese ganze Ecke „raritätenträchtig“ und viele Seltenheiten sind hier schon entdeckt worden; zuletzt im Juni noch eine „Moultoni“ Weißbartgrasmücke – vermutlich ein Erstnachweis für GB. Dieser Vogel hielt sich in Skaw im äußersten Nordosten von Unst auf, wo es kaum mehr als einen Hof, einen Bachlauf und ein paar Pflanzen gibt. Wir fahren hin. Die Grasmücke hat sich aber längst ein neues Domizil gesucht. Auf uns wartet dagegen eine kleine Invasion von Fliegen, so dass wir den unwirtlichen Ort schnell wieder verlassen….

Unsere Aufmerksamkeit erhalten dann noch einige schöne Blumenwiesen und erneut die hübschen Fichtenkreuzschnäbel, die sich immer noch in den Gärten von Norwick tummeln.

Nach dem Abendessen geht es wieder auf Ottertour – und diesmal tatsächlich: Ein Otter zeigt sich kurzzeitig schwimmend – leider aber nur für den Reiseleiter.

03. Juli 2009

Heute steht der Besuch der Insel Fetlar auf dem Programm. Fetlar war in den siebziger und achtziger Jahren dadurch bekannt geworden, dass sich Schneeeulen auf der Insel aufhielten, anfangs sogar brütend. Die letzte Schneeeulensichtung liegt allerdings schon Jahre zurück. Bis heute gibt es jedoch einen kleinen Brutbestand des Odinshühnchens auf Fetlar, zudem reichlich Blumenwiesen, so dass sich ein Besuch der Insel immer noch lohnt.

Auch das Wetter spielt heute wieder mit. Ein weitgehend sonniger Tag. Bereits die Fahrt nach Fetlar wird interessant. Noch auf Unst beobachten wir auf einem See u.a. Sterntaucher, Singschwan und Pfeifente. Während der Fährüberfahrt nach Fetlar wird neben vielen Seevögeln auch wieder ein Schweinswal entdeckt.

Auf Fetlar steht an einem Hang eine Wiese voller Blumen, so weit das Auge reicht, und mittendrin ein paar Shetlandponys – welch eine Idylle!

Ein paar kleine Abstecher noch, dann erreichen wir das berühmte „Loch of Funzie“, den Ort, wo zumeist Odinshühnchen beobachtet werden können. Zur Überraschung aller entdeckt eine Teilnehmerin allerdings zunächst einmal zwei Fischotter, die sich jedoch leider zu schnell unseren Blicken entziehen. Für die Odinshühnchen sind wir offensichtlich etwas zu spät dran: Eine Gruppe, die vor uns am See war, konnte 2 Wassertreter aus nächster Nähe bewundern, sah die Vögel dann aber auch abfliegen und fand sie nicht mehr wieder. Wir machen uns sofort auf die Suche. Jeder Winkel des Sees wird mit Fernglas oder Spektiv abgescannt – aber: Es lassen sich keine Hühnchen finden! Wir geben nicht auf, warten, wechseln den Standort, lenken uns mit der Beobachtung von Regenbrachvögeln und Blumen ab, doch die Zeit vergeht und Odin lässt auf sich warten. Wir entschließen uns, eine Kaffeepause einzulegen, finden auf dieser 50-Einwohnerinsel so etwas wie ein Vereinshaus, wo es auch Kaffee und Kuchen gibt. Danach müssen wir uns entscheiden. Es bleiben nur noch knapp zwei Stunden, bis unsere Fähre fährt. Was sollen wir tun: Weitersuchen, botanisieren, uns aufteilen? Wir entscheiden uns zur nochmaligen gemeinsamen Suche und werden schließlich belohnt. An einem kleinen Wasserloch mit reichlich Vegetation wird ein weibliches Odinshuhn entdeckt. Erst nur für kurze Zeit und wenige von uns, schließlich aber wunderbar von allen Seiten im Spektiv für alle. Um diese Beobachtung noch ausgiebiger zu genießen, entscheiden wir uns, Fetlar erst mit einer späteren Fähre zu verlassen.

So können wir am Ende auch noch den Anblick der Blumenwiesen im Abendlicht auf uns wirken lassen, bevor wir zufrieden die Rückreise nach Baltasound auf Unst antreten.

04. Juli 2009

Heute geht es bereits wieder mit gepackten Koffern Richtung Süden. Natürlich nicht ohne vielerlei Zwischenstopps. Ein paar schlichte Fichtenkreuzschnäbel lassen sich wieder schön beobachten und zwei Graureiher sind neu für unsere Liste. Trotz verschiedener Versuche gelingt uns auch dieses Mal keine Ottersichtung, doch gibt es nette Alternativen: Grünschenkel, Alpenstrandläufer, Flussuferläufer und andere Limikolen lassen sich bei den eingelegten Stopps schön beobachten, eine Schwanengans fernab der Zivilisation ist ein echter Exot und ein Moorgebiet mit reichlich Wollgras lädt zum Botanisieren ein. Einem Teilnehmer gelingt es dort, gleich drei verschiedene Seggenarten zu identifizieren.

Die anderen sind zwischenzeitlich weitergefahren, um in einer Meeresbucht noch Ausschau nach Vögeln zu halten, und auch sie werden belohnt: Ein Eistaucher lässt sich aus recht kurzer Entfernung betrachten und beim erfolgreichen Fischfang beobachten.

Am frühen Abend erreichen wir wieder das Sumburgh Hotel und die Svinburgh Lodge. Nach einem reichhaltigen Abendessen wird bei gutem Wein miteinander gefeiert: Die schöne Reise, die tollen Beobachtungen, die gelungene Organisation und die nette Gemeinschaft in der Gruppe.

05. Juli 2009

Nach Frühstück und einem letzten „Fototermin“ bei den Papageientauchern vom Sumburgh Head, wo überraschend auch noch ein paar Fichtenkreuzschnäbel auftauchen, gilt es dann auch Abschied zu nehmen, zunächst von Shetland, das sich uns von seiner besten Seite präsentiert hat, und schließlich auch voneinander.

Eine unvergessliche Reise geht zu Ende und mancher sagt sich schon beim Rückflug im Stillen: Shetland – da will ich nochmal wieder hin!

Micha Arved Neumann