Ankunft in Thisted.
Jütland: Natur zwischen zwei Meeren (7 Tage/ 6 Nächte)
Die Natur von Jütland ist geprägt von den einmaligen Gegensätzen eines Landes, das von zwei Meeren umspült wird. Neben Strand und Meer ist diese Region reichlich mit nacheiszeitlichen Seen, ausgedehnten Wäldern, Moor- und Heidelandschaften gesegnet.
Das Festland ist vor allem vom Limfjord geprägt, der die Landschaft zerklüftet. Die Küsten sind von den weiten, feinsandigen Stränden der Jammerbucht umgeben. Eine weitere Besonderheit im Norden Dänemarks ist deren einziger Vogelfels. Die Bulbjerg Knude ist ein in das Meer hineinragender Kreidefels, der rund 500 Paaren Dreizehenmöwen einen Nist- und Brutplatz bietet. Der Fels liegt in einen weiteren Nationalpark Jütlands, dem Nationalpark Thy. Er ist der größte Nationalpark Dänemarks und bietet auf 244 Quadratkilometer unberührte und großartige Natur. Zusätzlich gibt es noch viele weitere Naturschutzgebiete hier, die das Erlebnis einer unberührten Natur garantieren. Und dieses Gefühl wird umso intensiver erlebt, wenn man wie wir zu Fuß mit Fernglas und Spektiv unterwegs sind. Vor allem die sehr, sehr vielfältig Vogelwelt mit Limikolen, Enten, Greifen und nordische Singvögel machen die Reise zu „Vögel satt“! Zentraler Ausgangspunkt unserer Tagestouren ist ein Hotel in Thisted im Nordwesten Dänemarks am Nordufer des Limfjordes.
Aufpreis bei 7 - 9 Teilnehmern: + 60 € pro Person
Wälder, Moore, Küsten, Heiden
1. Tag: Anreise
2. Tag: Dänemarks Südosten
Fahrt nach Süden zum Stubbergård Sø. Die nacheiszeitlich entstandenen Flyndersø & Stubbergård Sø - zusammen 1147 ha – liegen zwischen Struer und Skive im Süden der Limfjordregion und dienen überwiegend als Erholungsgebiete. Teilbereiche der Landschaft stehen seit 1935 unter Schutz, Teile sind heute EU Bird Protection Areas und EU Habitat Areas.
Am Südende, in der Nähe einer Graureiherkolonie in einem kleinen Wäldchen, parken wir und gehen ein Stück weit am Ostufer des Sees nach Norden. In landschaftlich schöner Umgebung bewegen wir uns am locker mit Büschen und Bäumen durchsetzten Ufer entlang. Brutvögel am Stubbergård Sø sind Haubentaucher, einige Zwergtaucher, Brandgans, Wasserralle und Teichhuhn. Auch Bekassine, Braunkehlchen und Schilfrohrsänger brüten im Gebiet. Anschließend fahren wir an das Nord-Ende des Sees und gehen einen 1,7 Kilometer langen Rundweg, der überwiegend durch Schilfgebiet und Buschland führt; auch ein Vogel-Hide liegt am Weg, an einigen Stellen können wir aufs Wasser schauen.
Um die Mittagszeit fahren wir zum wenige Kilometer entfernten Freilichtmuseum Hjerl Hede, und werfen unterwegs einen Blick auf den Flyndersø. In Hjerl Hede Einkehr und Rast (Restaurant, WC, Shop). Ausgedehnte Heiden und unwegsames Eichengebüsch umgeben hier den größten Heidesee in Dänemark, den Flyndersø. Das Gebiet von Hjerl Hede umfasst 1200 Hektar Land und setzt sich aus einem Drittel Plantage, einem Drittel Heide und einem Drittel Eichengebüsch, Weide und dem Museumsgebiet zusammen. Das ansprechend gestaltete Freilichtmuseum zeigt die Entwicklung des dänischen Dorfes von ungefähr 1500 bis zum Jahre 1900, mit einer Schmiede, einem Wirtshaus, Mühlen, einer Schule, einem Pfarrhaus, einer Molkerei, einem Kaufladen, Bauernhöfen u.a. Die Gebäude sind z.T. begehbar, auf dem Gelände werden alte Haustierrassen gehalten.
Nach Besichtigung des Dorfes können wir vom Gelände aus noch ca. 1 km Wanderung zum Flyndersø machen. Brutvögel Flyndersø: Über 100 Paare Haubentaucher, Brandgans, Wasserralle, Kiebitz, Bekassine. Auch Neuntöter und Nachtigall sind hier zu sehen.
Auf der Rückfahrt am Nachmittag machen wir noch einen kleinen Umweg über den Hjarbæk Fjord. Der relativ flache Fjord bildet den südlichsten Teil des Limfjords und steht seit 1967 als Naturreservat unter Schutz. Er gilt als eines der wichtigsten Vogel-Rastgewässer in Jütland für zahlreiche Entenarten und Taucher. Mögliche Stopps, um mit Spektiv und Fernglas die Vögel auf dem See zu beobachten, wären:
- Kvols: Hier können wir am kleinen Hafen parken und den südlichsten Zipfel des Fjords überblicken, auf dem Wasser finden sich i.d. R. zahlreiche Enten, am Ufer auch Limikolen.
- Knudby: Ebenfalls vom kleinen Hafen aus Blick über den mittleren Teil des Fjords.
- Virksund Dæmningen: Vom Damm bzw. der Schleuse sind diverse Enten und Limikolen zu sehen.
Zurück zum Hotel, Abendessen.
Tag 3: Der Nordosten Dänemarks
Vejlerne ist Ramsar-Gebiet und EU Vogelschutzgebiet. Aufgrund der hier brütenden und rastenden Vogelarten gilt es als Feuchtgebiet internationaler Bedeutung. Das Gebiet setzt sich aus flachen Seen, breiten Schilfzonen und angrenzenden Sümpfen zusammen. Die Schilfbestände bilden das größte Vorkommen ihrer Art in Dänemark. Zu den hier vorkommenden Vogelarten gehören Rohrdommel, Graugans, Trauerseeschwalbe, Seeadler und Wanderfalke, Kraniche und Löffler. Außerdem leben hier Fischotter.
Aufgrund der großen Entfernungen werden wir hier oft ein Spektiv brauchen – dafür gibt es heute den ganzen Tag „Vögel satt“!
Morgens starten wir – um möglichst mit und nicht gegen die Sonne zu beobachten – auf dem Deich des Lundfjords, wo man von zwei Beobachtungshütten aus die Gewässer von Han Vejle und Kærup Holme (Trauerseeschwalben!) beobachten kann.
Ebenfalls am Vormittag gehen wir zum Krap-Turm – zu geeigneter Jahreszeit lassen sich hier mit viel Glück balzende Kampfläufer sehen. Guter Blick über die entfernteren Feuchtflächen.
Mittags Einkehr / WC / Pause in der Cafeteria am Südwestende des Bygholm-Vejle-Dammes.
Nachmittags beobachten wir noch an einigen Stellen entlang des Bygholm-Vejle-Dammes und gehen auch in die kleine Ausstellung im Naturcenter Bygholm Vejle.
Weitere Aussichtstürme für Vogelbeobachtung stehen am Tømmerby Fjord und bei Arup Vejle. Auf dem Rückweg noch Beobachtungen vom Deich des Østerild Fjord aus.
Zurück zum Hotel, Abendessen.
Tag 4: Im Norden
Nach so viel Schilf und weit entfernten Feuchtgebietsvögeln geht es heute an die Küste, in den Wald und in die Stadt!
Wir beginnen den Tag an dem an der Nordküste gelegenen Bulbjerg. Einziger Vogelfelsen Dänemarks mit brütenden Dreizehenmöwen. Beobachtung des Vogelfelsen, Laufen durch die Dünen und am Strand.
An der Küste entlang weiter nach Westen können wir einen kleinen Gang machen durch die Schlucht von Febbersted, die unter Botanikern bekannt ist für die Vorkommen des endemischen Dünen-Augentrostes. Auch Strand-Mannstreu und andere Pflanzen wachsen hier.
Dann weiter nach Hanstholm: Der Leuchtturm ist betretbar, 77 Stufen führen hinauf, schöne Aussicht über den Nationalpark!
Ein paar Schritte Richtung Küste führen uns direkt zum Küstenabhang am Rande der ausgedehnten Dünenheiden des Nationalparks.
Nachmittags etwas Zeit zur freien Verfügung in Thisted – die mit 13.000 Einwohnern größte Stadt in Thy. (Fußgängerzone, Shopping, Besichtigung von Kirche und Hafen).
Abendessen im Hotel.
Tag 5: Im Nationalpark Thy
Vormittags wandern wir ca. 2-3 km entlang des Südufers des Nors Sø – der westliche und nördliche Teil sind ganzjährig Schutzgebiet. Hier achten wir u.a. auf Kraniche und Waldvögel.
Am späten Vormittag lassen wir uns von einem Nationalpark-Führer ein Stück weit durch das Schutzgebiet führen und uns alle Fragen zu Natur, Geologie, Geschichte, Naturschutz etc. erklären.
Mögliche Routen wären z.B. eine kleine Wanderung ab Bøgsted Rende oder in der Vangsø Klithede (das ist noch zu besprechen).
Falls wir mögen, können wir danach noch eine kleine Rund-Wanderung (Route von Sårup - 4 km) durch den teils urwüchsigen Wald der Tved Dünenpflanzung zum Aussichtsturm gehen, der am Rande des Schutzgebietes liegt und einen weiten Blick über die wichtigsten Natur-Typen des Nationalparks ermöglicht. Unterhalb des Turmes gibt es Teiche, wo man evtl. Kraniche sehen kann.
Alternativ: Wir fahren an einen der markanten Küsten-Punkte, z.B. zu den malerischen Fischerhütten von Stenbjerg oder dem Leuchtturm von Lodberg, dem Lodberg Fyr.
Später nachmittags zurück nach Thisted, Abendessen im Hotel.
Tag 6: Dänemarks Süden
Nach diesem eher gemütlichen Tag im Wald geht es heute nochmal zum Vollzeit-Vogelbeobachten in das wohl wichtigste Vogel-Rastgebiet des gesamten Nationalparks, nach Agger Tange.
Bei entsprechend Zeit und Wetter lässt sich Agerø vorschalten:
Die Insel ist teilweise Schutzgebiet, wichtige Arten sind im Winterhalbjahr v.a. Hellbäuchige Ringelgänse (85% der globalen Population sind hier v.a. im April/Mai zu sehen). Auf dem Durchzug Goldregenpfeifer, Schwäne u.a. Wasservögel. Vogelschutzgebiet in der Nordwestecke mit Hide.
Bei Agger Tange gehen wir dann zu den Schlickflächen - Agger Havn und blicken entlang des Dammes kommend auf die Lagune von Agger Tange.
Im Süden sehen wir über den Thyboron Kanal zu den Sandbänken hinüber, wo oft Seehunde liegen.
Von einem kleinen Parkplatz in den Dünen laufen wir ein Stück durch Dünen und am Strand von Agger Tange.
Zurück fahren wir den Damm in umgekehrter Richtung – hier empfiehlt sich der Blick nach Osten auf den Krik Vig mit vielen Wasservögeln und Limikolen.
Zum Schluß parken wir in Agger und gehen noch ein Stück zwischen Dünen und Meer, von wo aus wir Wiesen und Wasserflächen des Flade Sø überblicken.
Rückfahrt zum Hotel, Abendessen.
Tag 7: Abreise
Letzte Beobachtungen und Heimreise.
Programmhinweise
- Änderungen, die den Charakter der Reise nicht beeinflussen, sind zwar nicht vorgesehen, wir behalten sie uns aber vor. Nehmen Sie das Detailprogramm als Vorschlag, aber nicht als Checkliste. Wenn das Programm umgestellt wird, dann nur zu Ihren Gunsten!
- Aufpreis bei 7 - 9 Teilnehmern: + 60 € pro Person
Unterkunft
- Zentraler Ausgangspunkt unserer Tagestouren ist ein Hotel in Thisted im Nordwesten Dänemarks am Nordufer des Limfjordes.
Anforderungen der Reise
- einfache Reise ohne Anforderungen, Wanderungen bis 5 Kilometer
Ermäßigungen
- NABU/LBV-Mitglieder 3% Rabatt
Leistungen
- Programm wie beschrieben
- Sehr erfahrene Reiseleitung (Christopher Engelhardt)
- 6 Nächte im Hotel mit Halbpension
- Alle Fahrten im Kleinbus (ab 8 Teilnehmer zusätzlich ein Pkw)
- An Tagen ohne mögliche Mittagseinkehr Lunchpakete vom Hotel
Nicht enthaltene Leistungen
- Anreise
- Naturcenter Bygholm Vejle
- Eintritt Freilichtmuseum
Zahlungsmodalitäten
- Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 10 %
- Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
- Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.
Reiseleiter
Christopher Engelhardt und Andrea Grzywatz








































