Birding Südbaden (5 Tage/ 4 Nächte)
Diese birdingtour ist speziell für Vogelbeobachter konzipiert, die die süddeutschen Arten im Rahmen einer Ornitour sehen wollen: Z.B. Bienenfresser, Wiedehopf, Alpensegler, Orpheusspötter, Zaunammer, Dreizehenspecht, Ringdrossel, Tannenhäher, Zitronengirlitz, Fichtenkreuzschnabel, Schwarzmilan, Grauammer, Nachtigall, Weißstorch, Schwarzkehlchen, Grünspecht, Baumfalke, Wespenbussard. Besondere klimatische Bedingungen, die südwestliche Lage und alte Kulturlandschaften begründen das Vorkommen sehr spezieller Arten, von denen wir möglichst viele auf dieser Reise entdecken und beobachten möchten.
DER 3. TERMIN WIRD MIT EINEM BUS MIT FAHRER DURCHGEFÜHRT, UM GEMÜTLICH ZU DEN EINZELNEN BEOBACHTUNGSPUNKTEN KAISERSTUHL, SCHWARZWALD UND INS ELSASS ZU KOMMEN; DAHER DER PREISUNTERSCHIED ZUM 1. UND 2. TERMIN! Der 3. Termin wird ab 9 Personen durchgeführt/ Kein Aufpreis!
Aufpreis bei 6 - 9 Teilnehmern: + 50,00 Euro pro Person
Kreuzfahrt in den Süden
Welche Gebiete besuchen wir?
Wir werden vom Kaiserstuhl mit Wiedehopf und Bienenfresser über die Rheinebene (Silber- und Seidenreiher, Grauammer, Orpheusspötter), bis in die Hochlagen des Südschwarzwaldes (Ringdrossel, Zitronengirlitz, Tannenhäher, Bergpieper, event. Dreizehenspecht) eine Fülle an Lebensräumen und Artengemeinschaften aufsuchen. Und ein Abstecher ins benachbarte Elsass soll uns den heimlichen Triel bescheren. Unsere Unterkunft liegt im malerisch am Fuße des Schwarzwaldes gelegenen Sulzburg, wie auch der Firmensitz im Markgräfler Land. Grünspecht, Gebirgsstelze, Wasseramsel, Zaunammer und Wespenbussard lassen sich schon in der unmittelbaren Umgebung unserer Pension beobachten.
Vögel beobachten mit Genuss
Um möglichst viel Zeit zum Suchen und Beobachten der zahlreichen interessanten Arten zu haben, werden wir Mittag- und Abendessen flexibel handhaben. Eine Weinprobe beim Ökowinzer steht aber genauso auf dem Programm wie ein Essen des heimischen Spargels und ein Besuch bei einer der klassischen Straußenwirtschaften.
1. Tag: Ankunft im Markgräflerland
Anreise bis 14.00 Uhr nach Sulzburg. Wenn Sie mit der Bahn kommen, holen wir Sie in Heitersheim ab. Bezug der Zimmer. Zur Begrüßung gibt es einen Kaffee. Ihr Reiseleiter stellt sich vor uns erläutert das Programm der nächsten Tage. Anschließend erste Exkursionen in der Rheinebene. Abends gehen wir gemeinsam in eine Straußenwirtschaft, um die leckere, aber deftige badische Küche zu geniessen. Wir empfehlen einen Flammkuchen!
2. Tag: Kaiserstuhl mit Wiedehopf und Bienenfresser
Wir fahren in Fahrgemeinschaften ca. 40 km weit in das Herz des Kaiserstuhls. Wir wollen dort neben Wiedehopf und Bienenfresser auch die prächtigen Smaragdeidechsen finden. Mittagessen in einer Wirtschaft oder aber als Picknick (nicht inkl.). Nachmittags suchen wir den Triel im benachbarten Elsaß. Abends gibt es eine Weinprobe bei einem befreundeten Ökowinzer, der mit uns ein Weidehopfansiedlungsprojekt am Castellberg in Ballrechten-Dottingen betreibt.
3. Tag: Artensuche und Wanderung im Hochschwarzwald
Fahrt zum Feldberg, dem höchsten Gipfel des Schwarzwaldes. Bei geeigneter Wetterlage haben wir von hier oben ein herrliches Panorama - bis zu den Alpen! Wir sind auf der Suche nach Ringdrossel, Kolkrabe, Zitronengirlitz, Bergpieper und Dreizehenspecht. Auf unserer Wanderung kehren wir zum Mittagessen in einer Berghütte ein (nicht inkl.). Für weniger Wanderwillige besteht die Möglichkeit, die Strecke abzukürzen und das schöne Naturschutzzentrum zu besuchen. Rückfahrt nach Sulzburg und Abendessen.
4. Tag: Im Dreiländereck am Rhein
Eine knappe Stunde Fahrt bringt uns zum Dreiländereck, wo Franz Preiß seit vielen Jahren aktiven Steinkauzschutz betreibt. Wir wollen Gartenrotschwanz, Orpheusspötter, Steinkauz, Wendehals und Zaunammer beobachten. Ein Teil des Reisepreises fließt in das Steinkauzprojekt von Franz Preiß. Zum Abschiedsessen gibt es heute ein fantastisches Spargelgericht!
5. Tag: Alpensegler in Freiburg
Wir fahren nach dem Frühstück nach Freiburg und bekommen Einblicke in das Schutzprojekt für den Alpensegler. Matthias Schmidt vom NABU Freiburg führt uns zu den Brutplätzen und wir hoffen auf schöne Beobachtungen der gewandten Alpensegler. Um ca. 11:30h endet unsere Spezialitäten-Reise in Freiburg.
Generelle Hinweise
- DER 3. TERMIN WIRD MIT EINEM BUS MIT FAHRER DURCHGEFÜHRT, UM GEMÜTLICH ZU DEN EINZELNEN BEOBACHTUNGSPUNKTEN KAISERSTUHL, SCHWARZWALD UND INS ELSASS ZU KOMMEN; DAHER DER PREISUNTERSCHIED ZUM ERSTEN UND ZWEITEN TERMIN!
- Der 3. Termin wird ab 9 Personen durchgeführt/ Kein Aufpreis!
- Anforderungen der Reise: geringe Anforderungen, wandern bis 5 km
- Anreise Ihre Anreise können Sie einsehen unter: www.haus-amwald.de/Wegbeschreibung/wegbeschreibung.html Zielbahnhof ist Heitersheim, von dort können wir sie abholen. Abreise am letzten Tag ab Freiburg.
- Die Gruppengröße dieser Reise beträgt 6 - 14 Personen. Sollte die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, kann die Reise bis 3 Wochen vor Reiseantritt abgesagt werden. Sollte der Fall eintreten, versuchen wir immer die Reise trotzdem durchzuführen. Falls dies nicht möglich ist, erstellen wir Ihnen gerne ein schönes Alternativangebot.
- Aufpreis bei 6 - 9 Teilnehmern: + 40,00 Euro pro Person
Ermäßigungen
- NABU/LBV-Mitglieder: 3% Rabatt
- Rabatt bei Onlinebuchung: 15,00 Euro pro Person
Zahlungsmodalitäten
- Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 10 %
- Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
- Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.
Leistungen
- Programm wie beschrieben
- 4 x Übernachtung in einer herrlich gelegenen Pension
- sehr gute, ortskundige Reiseleitung
- Wein- und Käseprobe beim Ökowinzer
- 1 x Spargelessen
- 1 x Abendessen in einer landestypischen Straußenwirtschaft
- 4 x Frühstück
Nicht enthaltene Leistungen
- Anreise
Reiseleiter
Tobias Epple, Christoph Hercher
Veranstalter: birdingtours GmbH
Reisebericht 2011 3. Termin
Birding Südbaden 06.06. - 10.06.2011
Obwohl kaum mehr Durchzug festzustellen ist, können wir in fünf Tagen über hundert Vogelarten beobachten. Darunter sind - bis auf den Dreizehenspecht - sämtliche Spezialitäten der Region vertreten: Seidenreiher, Steinkauz, Wendehals, Bienenfresser, Wiedehopf, Alpensegler, Felsenschwalbe, Bergpieper, Ringdrossel, Orpheusspötter, Zitronenzeisig, Zaun- und Zippammer.
1. Tag: 6.Juni
Nach der Kennenlernrunde bei leckerem, hausgemachten Kuchen im Haus am Wald fährt uns der Busfahrer, der immer wieder interessante Anekdoten über Land und Leute zum Besten gibt, an den Rhein und somit die französische Grenze. Dort sind - untermalt vom Nachtigallengesang - sowohl mehrere Seidenreiher und eine Flussseeschwalbe als auch ein Gänsesägerweibchen mit zehn putzigen Jungen zu sehen.
Der Orpheusspötter lässt sich heute am Rande der benachbarten Kiesgruben nur kurz hören und sehen, dafür balzt ein Wespenbussardpärchen, die Uferschwalben füttern fleißig und Pirol und Neuntöter lassen sich blicken. Kurz singt eine Grauammer, ein Schwarzkehlchenpärchen warnt und ein unruhiger Trupp Bluthänflinge sucht nach Nahrung.
Beim Spargelessen am Abend lässt sich also schon auf einen ereignisreichen Mittag zurückblicken.
2. Tag: 7.Juni
Am nächsten Morgen wandern wir über den Tüllinger Berg. Dort genießen wir nicht nur den herrlichen Ausblick über Basel und das Dreiländereck, sondern sehen und hören auch die erhofften Vögel. Der farbenprächtige Gartenrotschwanz zeigt sich frei sitzend und, während über uns ein Rotmilan kreist, ist die erste männliche Zaunammer zu entdecken. Im Verlauf der Wanderung ist sie noch mehrfach zu hören, aber jeweils nur kurz zu sehen.
Am späten Vormittag besuchen wir das NSG Altrhein Wyhlen und sehen einige ans Wasser gebundene Vögel - Exoten bei dieser Reise in trockenere Habitate.
Am Nachmittag stellt uns Franz Preiß das Steinkauzprojekt vor und präsentiert mit jungen Schleiereulen und Steinkauz „Naturschutz zum Anfassen“ - ein absoluter Höhepunkt der Reise!
Vor dem Abendessen in der Straußenwirtschaft beobachten wir noch die seit wenigen Jahren im Südschwarzwald brütenden Felsenschwalben. Die Altvögel füttern die schon aus dem Nest schauenden Jungvögel. Drei flügge Wanderfalken sitzen in der Nähe und plötzlich erheben sie sich mit großem Geschrei in die Höhe und ein anfliegender Altvogel übergibt in der Luft eine erbeutete Drossel. Da waren wir zur rechten Zeit am rechten Ort!
3. Tag: 8.Juni
Ein langer Tag mit der Erkundung des Kaiserstuhls und der abendlichen Exkursion ins Elsaß steht uns bevor und ausgerechnet heute regnet es bis mittags. Wir trotzen dem Wetter und es lohnt sich: Wiedehopf und Wendehals sitzen vor uns und der erste Bienenfresser lässt sich für kurze Zeit blicken. Im Bus verbringen wir die Mittagspause inmitten der Rebgärten und unser Busfahrer wundert sich über die Wahl unseres Rastplatzes. Die Augen reibt er sich schließlich, als wir uns dort nach Regenende noch zwei Stunden aufhalten. Mit dem Aufklaren tauchen immer mehr Vögel auf: Gleich mehrere Bienenfresser machen Flugmanöver, ein Wiedehopf sitzt rufend auf dem Gipfel des Rebbergs, Schwarzkehlchen füttern ihre Jungen, die Turteltaube ist zu hören und sogar ein frei sitzendes Sperbermännchen wird entdeckt.
Der Badberg beeindruckt uns mit seiner Blütenpracht und einzelne Orchideen sind zu finden. Der Baumpieper vollführt seinen Singflug und ein Schwarzmilan überfliegt uns in niedriger Höhe. Eine Zaunammer ist so schnell wieder verschwunden, wie sie aufgetaucht ist.
Der abendliche Ausflug ins Elsaß bringt uns nach langer Suche den erwünschten Triel. Erst als der Tarnungskünstler seine schönen gelben Augen öffnet, ist auch der letzte überzeugt ihn tatsächlich vor sich zu haben.
4. Tag: 9.Juni
Früh geht’s los zum Feldberg und auf dem Weg dorthin sehen wir die selten gewordene Zippammer. Das hübsche Pärchen zeigt sich allerdings wenig kooperativ, so dass einige sie nur fliegend sehen. Auf unseren Feldbergwanderungen begegnen wir auf Grund der kühlen Witterung nur wenigen Wanderern - dafür sind die Vögel sehr aktiv und gesangsfreudig. Berg-, Wiesen- und Baumpieper sind anwesend, ebenso singende Ringdrosseln und immer wieder Zitronenzeisige. Ein echter Ausnahmegast ist dagegen ein singender Karmingimpel nahe des Gipfels. Großer „Beliebtheit“ bei den Kleinvögeln erfreuen wir uns als wir den Sperlingskauz imitieren: Wintergoldhähnchen, Hauben- und Tannenmeisen und sogar eine Ringdrossel schimpfen „uns“ aus. Nur der Dreizehenspecht hat sich nicht blicken lassen, was jedoch bei der abendlichen Weinprobe schnell in Vergessenheit gerät ...
5. Tag: 10.Juni
Am letzten Tag starten die Frühaufsteher noch einen Versuch beim Orpheusspötter und werden prompt belohnt - gleich mehrere Vögel suchen frei nach Nahrung. Auch am Rhein sind - neben den Seidenreihern - mit Eisvogel, Sumpfrohrsänger und Mittelmeermöwe noch neue Arten zu entdecken.
Einen schönen Abschluss haben wir in Freiburg, wo nahezu ununterbrochen Alpensegler ihre Brutkolonie anfliegen.
Artenliste:
- Haubentaucher
- Kormoran
- Graureiher
- Seidenreiher
- Stockente
- Reiherente
- Nilgans
- Kolbenente
- Rostgans
- Höckerschwan
- Gänsesäger
- Schwarzmilan
- Sperber
- Mäusebussard
- Wespenbussard
- Turmfalke
- Wanderfalke
- Rotmilan
- Wasserralle
- Teichhuhn
- Bläßhuhn
- Triel
- Flußregenpfeiffer
- Weißstorch
- Flussseeschwalbe
- Mittelmeermöwe
- Ringeltaube
- Türkentaube
- Haustaube
- Hohltaube
- Turteltaube
- Waldkauz
- Steinkauz
- Schleiereule
- Mauersegler
- Kuckuck
- Wendehals
- Alpensegler
- Bienenfresser
- Wiedehopf
- Buntspecht
- Grünspecht
- Feldlerche
- Felsenschwalbe
- Rauchschwalbe
- Mehlschwalbe
- Uferschwalbe
- Wiesenpieper
- Baumpieper
- Bergpieper
- Bachstelze
- Gebirgsstelze
- Zaunkönig
- Wasseramsel
- Schafstelze
- Heckenbraunelle
- Nachtigall
- Schwarzkehlchen
- Rotkehlchen
- Hausrotschwanz
- Gartenrotschwanz
- Amsel
- Singdrossel
- Ringdrossel
- Misteldrossel
- Wacholderdrossel
- Eisvogel
- Mönchsgrasmücke
- Gartengrasmücke
- Dorngrasmücke
- Sumpfrohrsänger
- Teichrohrsänger
- Fitis
- Zilpzalp
- Wintergoldhähnchen
- Sommergoldhähnchen
- Grauschnäpper
- Orpheusspötter
- Pirol
- Neuntöter
- Schwanzmeise
- Kohlmeise
- Blaumeise
- Tannenmeise
- Sumpfmeise
- Weidenmeise
- Haubenmeise
- Kleiber
- Gartenbaumläufer
- Waldbaumläufer
- Elster
- Eichelhäher
- Rabenkrähe
- Kolkrabe
- Dohle
- Saatkrähe
- Star
- Haussperling
- Feldsperling
- Buchfink
- Girlitz
- Grünfink
- Zitronenzeisig
- Stieglitz
- Karmingimpel
- Bluthänfling
- Erlenzeisig
- Fichtenkreuzschnabel
- Kernbeißer
- Goldammer
- Grauammer
- Zaunammer
- Rohrammer
- Zippammer
Reisebericht 2011 1.
Termin
Birding Südbaden 27.05. - 31.05.2011
Reisebericht vom RL C. Brinckmeier
Eine Reise bei der wir viel Zeit mit intensiven Beobachtungen an besonders schönen Vogelbiotopen verbrachten.
Das Wetter hat uns viele Beobachtungen noch versüßt: Die meisten Arten waren bei sonnigem Wetter zu beobachten und die Luft ließ an Wärme nichts zu wünschen übrig.
1. Tag: Wiesen auf alten Rheinterrassen
Der Flugplatz Bremgarten zeigte sich vorgezogen sehr trocken und bot daher auf den Trockenwiesen bereits eine Vielzahl an Blüten. Ein Neuntöterpaar begrüßte uns und zeigte wie galant ein Insekt von Schnabel zu Schnabel weitergereicht werden kann, wenn es sich um ein Hochzeitsgeschenk handelt. In einer stillgelegten Kiesgrube ließen sich zahlreiche Hänflinge beobachten und Schwarzkehlchen zeigten sich nach einem kurzen Schauer um so prächtiger.
2. Tag: Zaunammer und Co
Im Westhang des Tüllinger Berges spazierten wir von Gartenrotschwanzrevier zu Gartenrotschwanzrevier - ein einziger Reigen aus leicht melancholischen Strophen und prächtigem rotem Gefieder. Schön den Vogel des Jahres hier in guten Händen zu wissen: Denn am Nachmittag gingen wir mit Franz Preiss in weiteren Streuobstlandschaften auf Pirsch. Dort bekamen wir einen handfesten Eindruck von den beiden Eulenarten Steinkauz und Schleiereule. Zwischendrin hatten wir ein großes Spektrum an Wasservögeln. Sogar eine Wasserralle zeigte sich mehrfach. Im Flachwasser waren nicht nur Seidenreiher auf der Jagd, sondern bereits Großfamilien von Rostgänsen.
3. Tag: Bunter Kaiserstuhl und Elsass
Mit einem kleinen Trick mittels Vogelstimmenimitation läßt sich normalerweise ein Orpheusspötter finden. Dies brauchten wir diesmal gar nicht: Einer zeigte sich sofort in den Hochstauden und jungen Büschen in einer Kiesgrube. Diese Stelle hatte es in sich: Fischadler und Uferschwalben bevölkerten den Himmel. Im Südost-Kaiserstuhl zeigte sich ein Wiedehopf sehr guck-freudig und kam sogar nach einer Weile auf einen Pfosten geflogen. Die Wanderung im Ellenbuch verschaffte uns einblicke in die Gesangskünste vom Neuntöter und die Flugkünste der Bienenfresser. Bunte Wiesen mit Kammwachtelweize
Melampyrum cristatum
) und Pyramidenorchis fanden wir an mehreren Stellen. Am besten war es auf der Staffel: Dort auch ein großer Blühbestand des Dingel. Der Abend war einem Besuch bei einer seltsamen Limikole gewidmet: Dem Triel. Derer fanden wir gleich 2 am Neststandort. So blieb noch Zeit in einem nahen Kiesgrubengebiet mit naturnahen Verlandungsbereichen das abendliche Spiel der Flussseeschwalben zu beobachten. Dort kam plötzlich auch ein Baumfalke und zog ebenfalls seine Kreise.
4. Tag: Reich des Bergpiepers: Feldbergwanderung
Im westlichen Feldbergmassiv suchten wir ausdauernd nach Zitronenzeisig und fanden nach einiger Zeit dann sogar zwei Reviere. Es zeigte sich, dass es lohnt sich nicht kirre machen zu lassen und den verwinkelten Flugmanövern zu folgen bis man etwas mehr weiß über eine Art. So fanden wir sogar einen Nestbaum. Bergpieper konnten wir auch im Revierzentrum beobachten. Dank ihrer Gesangskünste fanden wir eine Ringdrossel. Bunte Wiesen mit einer aufgrund der Trockenheit sehr verdichteten Anzahl von Blühaspekten fanden wir am Westweg mit Schweizer Löwenzahn und Harzer Labkraut. An
tiefergelegenen Orten war sogar schon die Arnika soweit: Dort auch ein großer Blühbestand des Flügelginster. Am Abend waren wir kulinarisch-vinologisch unterwegs: Der Besuch bei Bruggers mit Wein- und Käseprob war ein würdiges letztes Abendevent.
5. Tag: Mooswälder mit Eichen und Alpensegler am Brutplatz
Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir mit Zwischestopp im Mooswald nach Freiburg gefahren. Wir erfuhren etwas über Mittelwälder und ihre Spechte. Zwei jahreszeitlich bedingt schwer zu beobachtende Kernbeißer zeigten sich. Die Wärme war gerade recht um die südlichen Alpensegler zu immer neuen Flugspielen zu animieren. Ich denke wir sind alle noch trocken nach Hause gekommen, denn am Nachmittag fing es heftig an zu regnen.
Fazit: Eine Reise mit viel Glück und Genuß.
Artenliste (v –nur verhört; E – nur im Elsass)
- Haubentaucher
- Kormoran
- Graureiher
- Seidenreiher
- Stockente
- Reiherente
- Rostgans
- Nilgans
- Höckerschwan
- Fasan
- Rotmilan
- Schwarzmilan
- Rohrweihe
- Mäusebussard
- Turmfalke
- Baumfalke
- Fischadler
- Wasserralle
- Teichhuhn
- Bläßhuhn
- Triel – 2 Individuen (ein Weibchen auf dem Nest!) - E
- Flußregenpfeiffer
- Waldwasserläufer
- Flußuferläufer
- Weissstorch
- Mittelmeermöwe
- Lachmöwe
- Flussseeschwalbe - E
- Ringeltaube
- Türkentaube
- Haustaube
- Hohltaube
- Turteltaube – E (in Deutschland v)
- Kuckuck
- Steinkauz
- Schleiereule
- Mauersegler
- Alpensegler
- Bienenfresser
- Wiedehopf
- Buntspecht
- Grünspecht
- Feldlerche
- Rauchschwalbe
- Mehlschwalbe
- Uferschwalbe
- Wiesenpieper - v
- Baumpieper
- Bergpieper
- Bachstelze
- 50a Schafstelze – sehr kurz (nur RL und eine TN)
- Gebirgsstelze
- Zaunkönig
- Heckenbraunelle - v
- Nachtigall - v
- Schwarzkehlchen
- Rotkehlchen - v
- Hausrotschwanz
- Gartenrotschwanz
- Amsel
- Ringdrossel
- Singdrossel
- Misteldrossel
- Wacholderdrossel
- Mönchsgrasmücke
- Dorngrasmücke
- Teichrohrsänger
- Sumpfrohrsänger
- Fitis - v
- Zilpzalp
- Wintergoldhähnchen - v
- Sommergoldhähnchen - v
- Grauschnäpper – v
- Orpheusspötter
- Pirol - v
- Neuntöter
- Schwanzmeise - v
- Kohlmeise
- Blaumeise
- Tannenmeise
- Sumpfmeise
- Haubenmeise
- Kleiber
- Gartenbaumläufer
- Elster
- Eichelhäher
- Rabenkrähe
- Saatkrähe
- Star
- Haussperling
- Feldsperling
- Buchfink
- Grünfink
- Bluthänfling
- Zitronenzeisig – 2 Revierpaare, davon eines am Nest
- Stieglitz
- Gimpel - v
- Kernbeißer
- Rohrammer
- Goldammer
- Zaunammer
Arten insgesamt 100 (davon 11 rein akustisch) = 89 Arten mit Sichtbeobachtung
Artenliste Reptilien
- Zauneidechse
- Westliche Smaragdeidechse
- Mauereidechse
- Blindschleiche
Reisebericht 1. Termin 2010
1. Termin Birding Südbaden 28. Mai bis 1. Juni 2010
Reiseleiter: C. Brinckmeier (Autor des Berichtes)
Unterkunft: Hotel in Sulzburg Teilnehmerzahl: 14
Rekord mit 112 Arten inkl Seidenreiher, Dreizehenspecht, 5 Eulen-Arten (4 davon mit Jungvögeln)
Die Tage in Südbaden waren geprägt von einem fatalen Wetterbericht und einem Wetter, dass sich nicht daran hält: Trotz angekündigtem Dauerregen blieben wir weitestgehend trocken und hatten sogar mehr Beobachtungen von „Sonnenvögeln“ ,wie Wiedehopf und Bienenfresser, als üblich.
1. Tag:
Am ersten Tag standen die Vögel der Gebüsche auf dem Plan! Da wäre zunächst der Neuntöter, der sich gleich in der ersten Stunde gezeigt hat. Kiebitz und Felderche zeigten sich in der Feldflur. Die Sulzburger Bachamsel (=Wasseramsel) – sicherlich nicht nur ein guter Taucher, sondern auch regenresistent, zeigte sich lang und ruhig auf einem Stein.
2. Tag:
Am Tüllinger Berg überraschten uns viele Waldlaubsänger und Pirole im Wald. Die Zaunammer lies sich zunächst nur hören, war dann aber als prächtiger Mann auch singend im Spektiv zu sehen. Altrheinarten gibt es auffällige wie Mittelmeermöwe, Rostgans und die schöne Kolbenente, die sich auch alle zeigten. Unter den sehr scheuen Schlüpfern machte die Wasserralle diesmal eine Ausnahme und zeigte sich immer wieder offen z.t auch rufend im Flachwasser.
Der Nachmittag des 2. Tages war den EULEN gewidmet und Franz Preiss verhalf uns zu schönen Schleiereulen und Steinkäuzen. Die Baumfalken-Balz an einer Hochspannungsleitung war ein spontanes Glück, so dass wir Abends die Flammkuchen mit schönen Rückblicken geniessen konnten.
3. Tag:
Der Kaiserstuhl begrüßte uns mit einer Dusche –aber kurz. Dafür putzte sich die Frau Wiedehopf ausgiebig auf einem Rebhiesle-Dach und streckte dabei ihre Flügel in Richtung Südwestkaiserstuhl. Regen ist eben für einen „Stinkevogel“ auch mal eine Gelegenheit zur Hygiene.
Die Ellenbucher Gemarkung bescherte uns wunderschöne Bienenfresser und ausgiebig balzende Wendhälse. Tagesbilanz: 4 mal Wiedehopf, immer wieder Schwarzkehlchen, Grauschnäpper und Uhu zu später Stunde. Die Elsass-Fahrt brachte zusätzlich: Waldohreule, Grauammer, Neuntöter und einen für die meisten von uns zu schnell weghuschenden Triel.
4. Tag:
Der Feldberg begrüßte uns mit Bodenfrost. Fast wie zur kleinen Wiedergutmachung sahen wir dann im Seewald tatsächlich einen Dreizehenspecht – den seltensten Specht des Schwarzwaldes. 3 Pieperarten – darunter Bergpieper am Brutplatz, 1 Wanderfalke in der Karrwand und eine Sippschaft Kolkraben rundeten die Palette der besonderen Vögel ab. Nur das Ringdrossel-Glück war nur einer in der Gruppe vergönnt, die länger in den Gipfelbereichen bei weiterhin kaltem Wind ausharrte.
Am Zippammer-Hang konnten wir einen Blick auf 2 Revier-Inhaber und ein Weibchen werfen. Ein Zipp-Mann saß sogar eine Viertelstunde für uns in Pose und sang.
Noch immer keinen Orpheusspötter, aber besseres Wetter: Wir nehmen die Chance wahr, spötten auf den Spötter und sehen stattdessen Flußregenpfeffer mit Pulli und einen fein linierten Wespenbussard in den Rheinauen.
Den würdigen Abschluss bildete das rasante soziale Miteinander der Freiburger Alpensegler, das uns Mathias Schmidt vom NABU präsentierte.
2. Termin Birding Südbaden 2. Juni bis 6. Juni 2010
Reiseleiter: C. Brinckmeier (Autor des Berichtes)
Unterkunft: Hotel in Sulzburg Teilnehmerzahl: 13
Reiseleiter: C. Brinckmeier (Autor des Berichtes)
Hohe Artenzahl mit 109 Arteninkl. Wiedehopf, Bienenfresser bei der Paarung mit Hochzeitsgeschenk, Zitronenzeisig beim Nestbau, Wespenbussard an drei verschiedenen Orten, Triel schon bei Tageslicht, Seidenreiher, 4 Eulen-Arten (2 davon mit verschieden alten Jungvögeln)
1. Tag Bremgarten: Wiesen auf alten Rheinterassen
Der Juni-Anfang 2010 zeigte sich in Südbaden deutlich wärmer als die letzten Maitage. Ob das wohl die Wespenbussarde dazu veranlasste mehr nach Nestern von Erdwespen zu spähen als sonst, wissen wohl nur die Tiere selber. Jedenfalls war unsere de fakto erste gemeinsame Beobachtung ein männlicher und ein weiblicher Wespenbussard. Die beide im besten Licht über den Auenwäldern segelten. Der weitere Verlauf des 1. Tages war geprägt von selten gewordenen Vertretern der Vögel der Agrarlandschaft: Neuntöter, Wachtel, Schafstelze und Grauammer und den Vögeln einer Kiesgrube mit Flußregenpfeifer und einem nicht sehr gesangsfreudigen Orpheusspötter.
2. Tag Tüllinger Berg und südlichste Exkursion
An einem kühlen Morgen liessen sich bei Ötlingen glatte 11 Revier-Männchen vom Gartenrotschwanz feststellen – auch fütternde Weibchen waren dabei. Das Wetter mochte die Zaunammer wohl nicht: Erst als gegen 9:00 Uhr die Temperaturen stiegen war ein Weibchen aktiv bei der Nahrungssuche zu sehen und danach auch ein Männchen im Spektiv. Der Haupt- Bestand an Seidenreihern am Feuchtgebiet bei Whylen war wohl noch nicht eingetroffen dafür war ein Tier recht nah im Flug und anschliessend im Flachwasser bei der Jagd zu sehen – ebenso eine Wasseralle. Die EULEN-Tour mit Herrn Preiss war wieder toll: Sogar 2 Reviere Steinkauz schauten wir an und sahen danach noch Schleiereulen in einer alten Kirche.
3. Tag Kaiserstuhl
Schon zu früher Stunden waren wir dieses mal im Süd-Ost Kaiserstuhl und sahen lange und ungewöhnlich einen Wiedehopf auf seinem Zuhause –einem Rebhiesle- spazieren gehen. Rufe kamen von seinem Partner, den wir aber nicht sahen. Sehr schön war der tiefe Suchflug von einem Wespenbussard und die vielen Finkenarten (Girlitz, Hänfling, Stieglitz).
Gleich vorweg zum Bienenfresser: Die Bunten und Schönen Vögel liessen sich nahe des Brutplatzes sehen und konnten bei schönem Wetter auch durch das Spektiv beobachtet werden. Aber zunächst mussten wir die Route umstellen: Ihringen war komplett gesperrt und so kamen wir zunächst in den Genuss von bunten und schönen Blumen am Badberg und sahen einen weiteren Wespenbussard. Zahlreiche Besonderheiten aus dem Pflanzenreich wurden bestaunt: So die orchiedeenähnliche Sommerwurz. Einige der buntesten Blühaspekte des Landes säumte den Weg.
Der Südwest-Kaiserstuhl hielt Pirol, weitere Bienenfresser und den kurzen und späten Gesang eines Wendehalses für uns bereit. Nachmittägliche Orchideenpirsch: Gleichzeitig blühten auf einer kleinen Wiese 6 Arten. Eine Schlingnatter sahen wir auch: Allerdings hatte sie leider bereits die Fähigkeit zu „Schlingen“ verloren und lag tot auf einer Strasse.
Der Triel in den Schotter-Ebenen des Elsass tauchte auf kurz nachdem uns Remy -ein französischer Naturschützer- gefunden hatte und uns fortan begleitete. Der Altvogel war auf ca. 150 m – 200m gut zu beobachten und das weit vor dem Einsatz der Dämmerung. Noch bei keiner Reise hat dieser ungewöhnliche –ehemals auch mitteleuropäische Brutvogel- eine so lange und gut Beleuchtete Vorstellung gegeben. In einem anderen Triel-Gebiet lagen wir dann noch auf Lauer und hörten zunächst wieder Waldohreulen. Dann gab es noch bei letztem Licht eine Flugvorstellung der männlichen Eule. Eine futtertragende Flußseeschwalbe, 2 Baumfalken, etliche gut beobachtbare Hohltauben waren auch dabei.
4. Tag Feldberg
Den Feldberg besichtigten wir von seiner ruhigeren Westseite her und uns suchten bei Alpenblick und warmer Witterung nach Bergvögeln. Besonders Augenmerk galt dabei des Vogels der früher als Zitronengirlitz gehandelt wurde. Dass die Beobachtung des Zitronenzeisig uns aber auf diese Art gelingen sollte war nicht vorherzusehen: Zunächst ein Pärchen ganz nah auf einem Weidezaun, dann das Weibchen mit Nistmaterial im Schnabel und kurz darauf die Entdeckung des Nistbaumes. Die Kür der Aufführung des seltensten heimischen Finken als „Sonnenvogel“ bestand darin, dass das Männchen die ganze Zeit über sang. Ringdrossel war nur kurz, Bergpieper und Kolkrabe dafür lang zu beobachten.
Auf dem Rückweg war die Zippammer ein echtes Highlight, die mit etwas Gedult auch im Spektiv zu sehen war.
5. Tag
Den Abschluß der Reise bildete ein intensiver Flugbalz-Vormittag des Alpenseglers und einige Dohlen in der Stadt. Dabei umfassend informiert durch Mathias Schmitdt vom NABU.
Reisebericht 1. Termin 2009
Birding Südbaden vom 29.05. bis 02.06.2009 Unterkunft: Hotel in Sulzburg Teilnehmerzahl: 15 Reiseleiter: Carsten Brinckmeier Frühsommertour bei fast hochsommerlichen Temperaturen und schönem Licht durch die blühenden Landschaften des Oberrheintals, des Elsass und des Schwarzwaldes
1. Tag – Wiesen und Auen bei Bremgarten
Per Fahrgemeinschaft ging es gleich nach einer sonnigen Kaffeetafel im Garten zu den Wiesen um Bremgarten, wo dieses Jahr nicht nur Orpheusspötter, sondern auch Nachtigallen mehrfach zu hören waren. Ein Sperberweibchen beim Beutezug und viele Schwarzmilane zeigten uns wie wichtig die Grünlandflächen für den Nahrungserwerb der Vögel sind. Diese Greife haben uns gleich mehrfach beglückt! Die Flora ist hier gerade sehr bunt: Kronwicken, Witwenblumen und Glockenblumen sorgten für viele violette Akzente. Am Abend in der waldrandnahen Straussi dann auch einen Grauschnäpper und einen grandiosen Blick in die nahen Fernen, die wir noch bereisen werden.
2. Tag – Tüllinger Berg und Altrhein
Zum ersten mal seit Beginn der „Spezialitäten“ kamen wir nicht nur in die kleinräumige Weinbergs- und Naturgartenlandschaft am Tüllinger sondern auch in den Laubwald mit seinen Spechten. Und das lag zu einem Teil an der „Überraschung“ dass uns Franz Preiss auch schon bei unserer Frühwanderung begleitete. So kamen wir ohne viel auf Suchtour zu gehen direkt an einen Platz, wo in den traditionellen Gemüse- und Obstgärten Wendehals und Gartenrotschwanz nachbarschaftlich brüten. Den Wendehals konnte man intensiv studieren und auch fotographieren. Auch die anderen Spechte waren uns sehr hold: Im Wald dann sogar einen Schwarzspecht ganz nah und noch Trommelwirbel vom Grauspecht. Immer wieder konnten wir sogar Einblicke ins Familienleben von selteneren Arten geniessen:
- Gartenrotschwanz beim Füttern
- Wendehals am Brutplatz
Zaunammer mit Gesang und Weibchen bei der Nahrungssuche
- Schleiereule und Steinkauz am Brutplatz mit Jungvögeln
Der Abend wurde mit einer tollen Wanderung durch die Landschaft bei Lauffen eingeleitet. Und prompt entdeckten wir einen Wanderfalken der hier in den hohen Lüften kreiste. Mit verschiedenen Weinen und edlen Käsen haben wir dann den Abend beschlossen. Die Weinprobe bei Bruggers war wie immer begeisternd herzlich
3. Tag Kaiserstuhl und Rheinschotter-Ebene im Elsass
Morgenstopp beim Orpheusspötter: Im Spektiv und mit heftig schnellem Gesang. Dazu eine Grauammer und einige Uferschwalben. Dann in den warmen Kaiserstuhl. Gleich vorweg an diesem Tag wurden wir mit insgesamt 7 Wiedehopfen belohnt. An gleich 3 Brutplätzen konnten wir futtertragende Altvögel, rufende Exemplare und sogar einen Revierstreit unter Beteiligung von 3 Exemplaren beobachten. Die Zweite bunte Art –der Bienenfresser wurde auch in großer Zahl gesehen: Bis zu 20 in einem Trupp über einer Kolonie und auch bei der Rast im Spektiv. Auch einen zweiten Wendehals konnte die Klangattrappe in ein Gebüsch locken. Baumfalken, Wespenbussard, einige Turmfalken und Mäusebussarde sowie Milane bevölkerten den Himmel und einige von ihnen brachten manchen kleineren Vogel zu einem schnelleren Herzschlag. Nach einer schönen Pause in Achkarren ging es nach Frankreich und wir suchten Triele. Nach lägerem Aufenthalt fanden wir zumindest einen Bauer, der den Triel wohl kennt. Bei uns blieb es bei Rohrweihe, Steinschmätzer und vielen Graumammern. Als Belohnung für eine langsame Pirschfahrt noch sehr nahe Neuntöter.
4. Tag Feldberg
Den Feldberg besichtigten wir von seiner ruhigeren Westseite her und uns suchten bei Alpenblick und warmer Witterung nach Bergvögeln. Besonders Augenmerk galt dabei des Vogels der früher als Zitronengirlitz gehandelt wurde. Dass die Beobachtung des Zitronenzeisig uns aber auf diese Art gelingen sollte war nicht vorherzusehen: Zunächst ein Pärchen ganz nah auf einem Weidezaun, dann das Weibchen mit Nistmaterial im Schnabel und kurz darauf die Entdeckung des Nistbaumes. Die Kür der Aufführung des seltensten heimischen Finken als „Sonnenvogel“ bestand darin, dass das Männchen die ganze Zeit über sang. Ringdrossel war nur kurz, Bergpieper und Kolkrabe dafür lang zu beobachten.
Auf dem Rückweg war die Zippammer ein echtes Highlight, die mit etwas Gedult auch im Spektiv zu sehen war.
Die Bergpieper am Brutplatz, waren sicher einer der Höhepunkte unserer Wanderung am Feldberg, die bei kräftigem Wind und instabilem Wetter stattfand. Die kühle Witterung trug aber zumindest dazu bei, dass Ringdrosseln und andere Bergwaldbewohner sangen und deshalb waren gut zu sehen: Erlenzeisig, Wintergoldhähnchen, Wiesen- und Baumpieper. Auch Kolkraben im Flug und eine Mönchsgrasmücke mit Nestzeigegesang und Feder im Schnabel (Brautgeschenk!) bildeten Erinnerungen ab, die man nicht so schnell vergessen wird. Auf dem Rückweg kamen wir wieder regelrecht ins Schwitzen: Die steile Weidbuchenfläche ist nicht umsonst Habitat der südländischen Zippammer, die sich etwas versteckt hielt für einige sehr gut zu sehen war und für andere nur zu hören und für wieder andere nur im Flug kurz vorbeihuschte.
5. Tag Freiburg
Die Alpensegler waren diesen Tag gut aufgelegt und wurden von NABU Experte Mathias Schmidt fachkundig vorgeführt. Von den ca. 35 Exemplaren bekamen wir vorgeführt:
- Jagd
- Soziale Flugspiele
- Putzen
Schönste Vogelfotos:
- Wendehals mit Schlange auf dem Rücken
- Wasserralle im Flachwasser
- Ein Würger mit rotbraunem Rücken - fotographiert letzte Woche im Elsass!
Artenliste - 101 Arten
- Haubentaucher
- Graureiher
- Seidenreiher
- Stockente
- Reiherente
- Schnatterente
- Kolbenente
- Rostgans
- Höckerschwan
- Rohrweihe
- Schwarzmilan
- Sperber
- Mäusebussard
- Wespenbussard
- Turmfalke
- Wanderfalke
- Baumfalke
- Wasserralle
- Teichhuhn
- Bläßhuhn
- Flußregenpfeiffer
- Weissstorch
- Mittelmeermöwe
- Lachmöwe
- Ringeltaube
- Türkentaube
- Haustaube
- Hohltaube
- Turteltaube
- Waldkauz –verhört-
- Steinkauz - Jungvögel
- Schleiereule - sehr junge Jungvögel
- Mauersegler
- Alpensegler - bis zu 35!
- Bienenfresser
- Wiedehopf -7 an einem Tag!
- Buntspecht
- Schwarzspecht
- Grünspecht
- Grauspecht
- Feldlerche
- Rauchschwalbe
- Mehlschwalbe
- Uferschwalbe
- Wiesenpieper
- Baumpieper
- Bergpieper - ein Pärchen in einem subalpinen Moor
- Bachstelze
- Gebirgsstelze
- Zaunkönig
- Heckenbraunelle
- Nachtigall
- Schwarzkehlchen
- Steinschmätzer - nur kurz, Elsass
- Rotkehlchen
- Hausrotschwanz
- Gartenrotschwanz
- Amsel
- Singdrossel
- Misteldrossel
- Wacholderdrossel
- Mönchsgrasmücke
- Gartengrasmücke
- Dorngrasmücke
- Sumpfrohrsänger
- Fitis
- Zilpzalp
- Wintergoldhähnchen
- Wasseramsel
- Sommergoldhähnchen
- Grauschnäpper
- Orpheusspötter
- Pirol - nur gehört
- Neuntöter
- Schwanzmeise
- Kohlmeise
- Blaumeise
- Tannenmeise
- Kleiber
- Gartenbaumläufer
- Waldbaumläufer
- Elster
- Eichelhäher
- Rabenkrähe
- Kolkrabe
- Dohle
- Saatkrähe
- Star
- Haussperling
- Feldsperling
- Buchfink
- Bluthänfling
- Grünfink
- Stieglitz
- Erlenzeisig
- Fichtenkreuzschnabel
- Goldammer
- Zippammer-ein Männchen und auch Gesang
- Zaunammer - mehrere Männchen, ein Weibchen
- Rohrammer
Reisebericht 2. Termin
Birding Südbaden vom 03.06. bis 07.06.2009 Unterkunft: Hotel in Sulzburg Teilnehmerzahl: 13 Reiseleiter: Carsten Brinckmeier Frühsommertour mit 109 Vogelarten bei etwas wechselhaftem Wetter durch die blühenden Landschaften des Oberrheintals, des Elsass und des Schwarzwaldes
1. Tag – Wiesen und Auen bei Bremgarten
Per Fahrgemeinschaft ging es gleich nach einer sonnigen Kaffeetafel im Garten zu den Wiesen um Bremgarten, wo dieses Jahr nicht nur Orpheusspötter, sondern auch Nachtigallen mehrfach zu hören waren. Ein Sperberweibchen beim Beutezug und viele Schwarzmilane zeigten uns wie wichtig die Grünlandflächen für den Nahrungserwerb der Vögel sind. Diese Greife haben uns gleich mehrfach beglückt! Die Flora ist hier gerade sehr bunt: Kronwicken, Witwenblumen und Glockenblumen sorgten für viele violette Akzente. Am Abend in der waldrandnahen Straussi dann auch einen Grauschnäpper und einen grandiosen Blick in die nahen Fernen, die wir noch bereisen werden.
Bremgarten stellte sich uns als taubenreich – Hohltauben waren schon mit Jungvögeln unterwegs - und singvogelreich dar. Ein Sperber war auch dabei. Hier waren wieder einige Reviere Orpheusspötter dingfest zu machen; einer zeigte sich sogar sehr frei. Die Grasmücken und Rohrsängepalette war schon voll, bevor wir in eine für den Reiseleiter neue Feldgemarkung geführt wurden. Diese auf den ersten Blick ausgeräumte Ecke zeigte uns ein ortsansässiger Adebar-Kartierer. Auf den zweiten Blick befindet sich in den Mais- und Rapszeilen eine große Vielfalt an Pflanzen. Dies ermöglichte uns Beobachtungen von Schafstelzen, Grauammern und Flußregenpfeifer. Ausklang in der Straußi.
2. Tag – Tüllinger Berg und Altrhein
Zum ersten mal seit Beginn der „Spezialitäten“ kamen wir nicht nur in die kleinräumige Weinbergs- und Naturgartenlandschaft am Tüllinger sondern auch in den Laubwald mit seinen Spechten. Und das lag zu einem Teil an der „Überraschung“ dass uns Franz Preiss auch schon bei unserer Frühwanderung begleitete. So kamen wir ohne viel auf Suchtour zu gehen direkt an einen Platz, wo in den traditionellen Gemüse- und Obstgärten Wendehals und Gartenrotschwanz nachbarschaftlich brüten. Den Wendehals konnte man intensiv studieren und auch fotographieren. Auch die anderen Spechte waren uns sehr hold: Im Wald dann sogar einen Schwarzspecht ganz nah und noch Trommelwirbel vom Grauspecht. Immer wieder konnten wir sogar Einblicke ins Familienleben von selteneren Arten geniessen:
- Gartenrotschwanz beim Füttern
- Wendehals am Brutplatz
Zaunammer mit Gesang und Weibchen bei der Nahrungssuche
- Schleiereule und Steinkauz am Brutplatz mit Jungvögeln
Der Abend wurde mit einer tollen Wanderung durch die Landschaft bei Lauffen eingeleitet. Und prompt entdeckten wir einen Wanderfalken der hier in den hohen Lüften kreiste. Mit verschiedenen Weinen und edlen Käsen haben wir dann den Abend beschlossen. Die Weinprobe bei Bruggers war wie immer begeisternd herzlich
Teil 1 – die kleinräumige Weinbergs- und Naturgartenlandschaft am Tüllinger Berg: Höhepunkte: Spechte: Fast die ganze Palette der vorkommenden Arten und dazu Jungvögel vom Grünspecht. Vom Grauspecht waren Rufe zu hören. Zaunammer sogar mit zwei Männchen satt im Fernrohr und einer rein akustischen Einspielung. Gartenrotschwanz beim Füttern Teil 2 – Altrhein Leider sind die Seidenreiher weitergezogen, dennoch viel los auf dem Wasser: Vogel des Jahres – Eisvogel-, Kolbenenten, Teichralle, Flußregenpfeifer und eine große Zahl Rostgänse waren anwesend. Teil 3 mit F.Preiss - Südliches Markgräfler Land Schleiereule (3 juv, 1 ad) und Steinkauz (4 juv) am Brutplatz. Der Abend bot noch einmal eine grandiose Beobachtung: Wanderfalke auf der Wanderung durch die Landschaft bei Lauffen. Mit verschiedenen Weinen und edlen Käsen haben wir dann den Abend beschlossen.
3. Tag - Kaiserstuhl und Rheinschotter-Ebene im Elsass
Schon am Morgen wurden wir für das frühe Aufstehen und die Fahrt in die Vulkanlandschaft belohnt: Baumfalke mit Beute und ein Wiedehopf. Später sahen wir noch einmal Baumfalken und eine ganze Reihe Bienenfresser (ca. 12). Im Ellenbuch konnten wir nicht nur den Dingel wieder finden, auch andere Orchideen und eine Wildbrut vom Wendehals waren tolle Höhepunkte. Grauammer, Steinschmätzer, Triel – dieses Artenpotpourie weist auf Trockenheit hin: Und das ist ein Charakteristikum, das jetzt immer deutlicher auf den Rheinschotter-Ebenen im Elsass hervortritt – ganz jahreszeitengemäß. Dass wir beim Triel auch erfolgreich waren, hatten wir v.a. Remy aus einem französischen Naturschutzverband zu verdanken. So konnten wir mit Spektiv den Aktivitätsbeginn am Abend beobachten und das gleich bei zwei Revieren! Flussseeschwalben und Rohrweihe sind hier Brutvogel und konnten genauso gesehen werden wie die zahlreichen Schwarzkehlchen. Die Dämmerungsbedingungen luden auch zum Vergleich der Optik ein.
4. Tag Feldberg – ein echter Regentag
Die Bergpieper am Brutplatz bei der Wilhelmerhütte ließen sich für die SchirmträgerInnen dennoch herauslocken. Der Rest des Tages war dann auch sehr gemütlich mit viel Zeit für Gespräche und Tee/Kaffee. Interessant ist bei solchem Wetter: Ringdrossel und Baumpieper singen sogar tagsüber. Der Abend war nicht nur ein Gourme-Genuss für Spargelfreunde, sondern konnte auch mit einem Waldkauz aufwarten.
5. Tag – Frühexkursion und Freiburg
Der frühe Vogel fing heute nicht den Wurm, aber den Mittelspecht: Und zwar konnten wir sogar eine ganze Familie (3 Exemplare) in einem Kirschhain beobachten – lang und gut. Auch andere Waldrandüberraschungen waren dabei: Ein Gimpel und zahlreiche Meisenarten. Von den 120 Paaren der Freiburger Alpensegler konnten wir etwa 10 % der Brutplätze sehen und auch Schwarzmilane waren wieder dabei.
Artenliste:
- Haubentaucher
- Kormoran
- Graureiher
- Seidenreiher
- Stockente
- Reiherente
- Nilgans
- Kolbenente
- Rostgans
- Höckerschwan
- Gänsesäger
- Schwarzmilan
- Sperber
- Mäusebussard
- Wespenbussard
- Turmfalke
- Wanderfalke
- Rotmilan
- Wasserralle
- Teichhuhn
- Bläßhuhn
- Triel
- Flußregenpfeiffer
- Weißstorch
- Flussseeschwalbe
- Mittelmeermöwe
- Ringeltaube
- Türkentaube
- Haustaube
- Hohltaube
- Turteltaube
- Waldkauz
- Steinkauz
- Schleiereule
- Mauersegler
- Kuckuck
- Wendehals
- Alpensegler
- Bienenfresser
- Wiedehopf
- Buntspecht
- Grünspecht
- Feldlerche
- Felsenschwalbe
- Rauchschwalbe
- Mehlschwalbe
- Uferschwalbe
- Wiesenpieper
- Baumpieper
- Bergpieper
- Bachstelze
- Gebirgsstelze
- Zaunkönig
- Wasseramsel
- Schafstelze
- Heckenbraunelle
- Nachtigall
- Schwarzkehlchen
- Rotkehlchen
- Hausrotschwanz
- Gartenrotschwanz
- Amsel
- Singdrossel
- Ringdrossel
- Misteldrossel
- Wacholderdrossel
- Eisvogel
- Mönchsgrasmücke
- Gartengrasmücke
- Dorngrasmücke
- Sumpfrohrsänger
- Teichrohrsänger
- Fitis
- Zilpzalp
- Wintergoldhähnchen
- Sommergoldhähnchen
- Grauschnäpper
- Orpheusspötter
- Pirol
- Neuntöter
- Schwanzmeise
- Kohlmeise
- Blaumeise
- Tannenmeise
- Sumpfmeise
- Weidenmeise
- Haubenmeise
- Kleiber
- Gartenbaumläufer
- Waldbaumläufer
- Elster
- Eichelhäher
- Rabenkrähe
- Kolkrabe
- Dohle
- Saatkrähe
- Star
- Haussperling
- Feldsperling
- Buchfink
- Girlitz
- Grünfink
- Zitronenzeisig
- Stieglitz
- Karmingimpel
- Bluthänfling
- Erlenzeisig
- Fichtenkreuzschnabel
- Kernbeißer
- Goldammer
- Grauammer
- Zaunammer
- Rohrammer
- Zippammer
- Haubentaucher
- Zwergtaucher
- Graureiher
- Stockente
- Reiherente
- Nilgans
- Streifengans
- Kolbenente
- Rostgans
- Höckerschwan
- Rohrweihe
- Wachtel
- Fasan
- Eisvogel
- Schwarzmilan
- Habicht
- Sperber
- Mäusebussard
- Turmfalke
- Wanderfalke – am Luder und auf der Flucht
- Baumfalke
- Teichhuhn
- Bläßhuhn
- Triel – ein Exemplar jagend und zwei weitere in ihrem Revier
- Kiebitz
- Flußregenpfeiffer
- Weißstorch
- Flussseeschwalbe
- Mittelmeermöwe
- Lachmöwe
- Ringeltaube
- Türkentaube
- Haustaube
- Hohltaube
- Turteltaube
- Waldkauz
- Steinkauz
- Schleiereule
- Mauersegler
- Alpensegler
- Bienenfresser
- Wiedehopf
- Buntspecht
- Schwarzspecht
- Grünspecht
- Grauspecht
- Mittelspecht
- Kleinspecht – verhört
- Wendehals – neuer Brutplatz entdeckt!
- Feldlerche
- Rauchschwalbe
- Mehlschwalbe
- Uferschwalbe
- Baumpieper
- Bergpieper
- Bachstelze
- Schafstelze
- Gebirgsstelze
- Zaunkönig
- Heckenbraunelle
- Nachtigall
- Schwarzkehlchen
- Braunkehlchen?
- Steinschmätzer
- Rotkehlchen
- Hausrotschwanz
- Gartenrotschwanz
- Amsel
- Singdrossel
- Ringdrossel – verhört, mit Gesang
- Misteldrossel
- Wacholderdrossel
- Mönchsgrasmücke
- Gartengrasmücke
- Dorngrasmücke
- Sumpfrohrsänger
- Teichrohrsänger
- Fitis
- Zilpzalp
- Wintergoldhähnchen
- Grauschnäpper
- Orpheusspötter – drei Reviere!
- Pirol
- Neuntöter
- Schwanzmeise
- Kohlmeise
- Blaumeise
- Tannenmeise
- Sumpfmeise
- Kleiber
- Gartenbaumläufer
- Elster
- Eichelhäher
- Rabenkrähe
- Dohle
- Saatkrähe
- Star
- Haussperling
- Feldsperling
- Buchfink
- Bluthänfling
- Girlitz
- Grünfink
- Stieglitz
- Erlenzeisig
- Fichtenkreuzschnabel
- Gimpel
- Goldammer
- Grauammer
- Zaunammer
- Rohrammer
109 Arten
(wenn man die Streifengänse, die keine Ringe trugen, als ab und an wildbrütende Art zählen will auch 110!) eine Art blieb fraglich: Braunkehlchen.
Reisebericht 2008
1. Termin
Spezialitäten des Südens 2008
Spezialitäten des Südens 2008/01 Termin: 30. Mai bis 3. Juni 2008 Hammertolle Ammern Diese Reise Stand ganz im Zeichen ausgezeichneten Wetters und ebensolcher Laune. Wir hatten ja auch einiges über die hiesige südbadische Vogelwelt hinaus zu besprechen: Da gab es wahre Eisvogel-Insider und weitgereiste Beobachter vom NABU aus dem Untereichsfeld. Tolle Fotographen und Fotographinnen, Kenner der Flora und des Weines, Nord, Mitte und Ost waren mit dabei und für jeden war etwas dabei
Höhepunkte der Vogelwelt:
- Orpheusspötter an seinem beliebten Singplatz im Feldahorn
- Wasserralle in Whylen läuft aufgeregt durch´s Flachwasser, später sind dann Jungvogelrufe zu hören
- Rostgans und Nilgans am gleichen Tag, erstere mit großer Schar Gösslinge
- Zaunammer-Mann auf kahlen Ästen am Tüllinger Berg
- Am Feldberg: Ausführliche Suche mit schlussendlichem Erfolg nach der Ringdrossel: mehrere Männchen mit seltsamen eingeflochtenen Flötentönen
- Zitronenzeisig im Überflug und noch ein zweites mal auf dem Baldenweger Buck
- Zippammern wurden gleich 2 Revierpaare festgestellt, das eine mit Futter im Schnabel
- Wiedehopf im Kaiserstuhl mit Futter im Schnabel und beim rasanten Anflug auf´s Rebhiesle
- Baumfalken über Wasenweiler
- Bienenfresser hielten sich rar – aber grad so wie es sich für eine Schönheit gehört: Einmal im Ellenbuch in der Staffelgasse und dann bei Oberbergen
- auch Eulen waren mit dabei: Steinkäuze in den guten Händen von Franz Preiss und den unsrigen, sowie Schleiereulen in einer klassischen Wärmepyramide
- die Stimmung an der großen „Steppen-Kiesgrube“ bei Reguisheim war dank zahlreicher Schwarzkehlchen und Wachtelrufen sowie einem intensiven Lerchenkonzert unvergesslich!
- Gebirgsstelzenbalz für die Zweitbruten an mehreren Orten
Höhepunkte der Flora:
- Dingel, Mückenhändelwurz und verschiedene Sommerwurzarten im Kaiserstuhl
- Säume der Flaumeichen-Wäldchen in voller Blüte mit Blutrotem-Storchschnabel, Kamm-Wachtelweizen und Witwenblume
- Alpenbart, Salix appendiculata, verschiedene Dactylorhiza-Arten und Alpen-Milchlattich als Raritäten am Feldberg
- Gauklerblume in voller Blüte am Altrhein Whylen
- Gartenfloravielfalt in der Ökowinzerei Brugger u.a. mit Clematis tangutica – einer gelb blühenden Waldrebe
Entomologische Höhepunkte:
- Balkenschröter
- Hirschkäfer-Weibchen am Tüllinger
- Waldbrettspiel
- Trauermantel
Kulinarische Höhepunkte / Redebeiträge:
- Rothof Straussi mit heimischen Spezialitäten und toller Vorgewitterstimmung
- Weinprobe bei Bruggers mit leckerem Renoir Rotwein Cuvée Regent, süffigem Gutedel, würzigem Muskateller Landwein
- Spargelessen im Alten Stadttor mit tollem Koch und klasse Abschlussdiskussion über den Charakter der Südbadischen Landschaft, die Agrarpolitik u.s.w. B
- Besuch bei der Krone in Achkarren
Birding Südbaden - Zaunammern & andere Überraschungen 2008
Südbadentour: Spezialitäten des Südens 2008 II Teilnehmer: 15 Bericht und Reiseleitung: Carsten Brinckmeier, Dipl. Biologe, Titel: Zaunammern & andere Überraschunge
Höhepunkte:
Eine Reise mit gewissen Eigenheiten, das kann man über unsere Tour vom 4. Juni bis zum 8. Juni 2008 wohl sagen. Gleich vorweg: Es war nicht leicht bei Regen, Nebel oder Niesel alle begehrten Arten zu sehen und so sahen wir weder einen Bergpiper noch war der Zitronenzeisig für alle zu sehen. Dennoch: Eine Reise voller Höhepunkte. Zum einen, weil für Nicht-Lister mit fast jugendlichem Elan auch eine Turteltaube, die ausführlich auf einer Telefonleitung balzt einen tollen Moment herbeizaubern kann. Zum anderen hatten wir auch jahreszeitlich interessante Beobachtungen wie: Pfeifenten-Erpel oder in den Rheinauen erbrütete Gänsesäger. Aber der Reihe nach hier der ausführliche Bericht: Unser erster Spaziergang wurde sogar von der Presse begleitet, die -zum Kuckuck noch mal- Batterie-Probleme hatte und auch keinen echten Vogel des Jahres zu hören bekam. Dafür hörten und sahen wir auch Grauammern, Pirole, Sumpfrohrsänger und hatten danach noch Zeit für einen Rheinuferspaziergang. Der hatte es in sich: Die Überreste eines größeren Hirschkäfer-Stelldicheins war zwar eher von morbidem Charme, dennoch für viele nach einem lebendigen Weibchen ein „lifer“ für die Insektenwelt. Innerhalb der Orchideen (ebenfalls „lifer“ für viele) war uns ein großes Bocksriemenzungenexemplar vergönnt. Und als wir dann noch junge und alte Gänsesäger im Restrhein, sowie Seidenreiher sahen, war klar: Das Rheinufer lohnt. Am Tüllinger war bei Regen die Hoffnung auf Zaunammern nach 1 1/2 Stunden im Niesel schon fast erlahmt und dann kam sie, nein er: Ein Zaunammer-Mann mit Gesang im Spektiv bei gutem Licht und noch 3 weitere. Der Regen legte eine Pause ein während wir andere „Wasservögel“ erkundeten: Wasserralle diesmal sogar im Spektiv , besagte Pfeifente, einige Rohrsänger und auch ein wegfliegender Wespenbussard. Am Nachmittag zeigte uns Franz Preiss junge Steinkäuze und Schleiereulen. Wer hätte gedacht: Auch bei den Taggreifen hatten wir Glück mit einem adulten Wanderfalken am Istein. Der Kaiserstuhltag stand im Zeichen der Gewittergefahr: Oft blieb es bei einer Drohung und so konnten wir den Wiedehopf beim Anflug auf die Bruthöhle sehen. Später auch Bienenfresser mit Brautgeschenk-Übergabe und Baumfalke. Ein spontaner Ausflug in den südlichen Elsaß lies uns Zeit für eine prachtvolle kleine Camargue mit Graugans, vielen Grauen Reihern, Schwarzmilanen und viel Grau am Himmel, so dass der eine Neuntöter wie eine wahre Farbenpracht wirkte. Die Farbe Purpur kam leider nicht hinzu. Wenn man bereits gedacht hat, dass die Eier vom Triel bereits überfahren sind und die Alttiere bereits frustriert abgezogen sein könnten, dann ist es eine besondere Freude doch noch Triele zu sehen. Wenn der brütende oder scheinbrütende auch so stur hinter einer Biegung aus mittelhohem Mais saß, dass partout nur Beobachter mit Körpergröße um 1,80 m eine Chance hatten ihn wirklich zu sehen. Einkaufen kann auch Zuwachs auf der Ornithologen-Skala bedeuten: Die Wasseramsel vom Pennymarkt in Todtnau zeigte sich erneut mit Futter im Schnabel. Am Feldberg wanderten wir wohlwissend was uns erwartet durch dicke Suppe zur Wilhelmer Hütte. Unterwegs: Immerhin erste schöne Fichtenkreuzschnäbel und erwärmende Geschichten vom Auerhahn. Der Rückweg erbrachte zumindest „Ring-Ring-Gesang von Ringdrosseln. Und die tapferen Nebelwanderer bekamen dick auf´s Butterbrot, dass „weniger oft mehr“ ist: Denn die Zurückgebliebenen fanden doch tatsächlich doch noch Zitronenzeisige. Der letzte Morgen stand ganz im Zeichen des bis dato vom Niederschlag verhinderten Orpheusspötter. Das gleiche wiederfuhr uns auch beim Alpensegler in Freiburg, wo die Reise wie üblich an Freiburgs größtem Kunstfelsen-Kolonie endete. Nocheinmal danke für die Geduld der Profis mit den Neulingen und der Neulinge mit den Profis.
Artenliste:
- Haubentaucher
- Kormoran
- Graureiher
- Seidenreiher
- Stockente
- Reiherente
- Nilgans
- Kolbenente
- Rostgans
- Höckerschwan
- Gänsesäger
- Schwarzmilan
- Sperber
- Mäusebussard
- Wespenbussard
- Turmfalke
- Wanderfalke
- Rotmilan
- Wasserralle
- Teichhuhn
- Bläßhuhn
- Triel
- Flußregenpfeiffer
- Weißstorch
- Flussseeschwalbe
- Mittelmeermöwe
- Ringeltaube
- Türkentaube
- Haustaube
- Hohltaube
- Turteltaube
- Waldkauz
- Steinkauz
- Schleiereule
- Mauersegler
- Kuckuck
- Wendehals
- Alpensegler
- Bienenfresser
- Wiedehopf
- Buntspecht
- Grünspecht
- Feldlerche
- Felsenschwalbe
- Rauchschwalbe
- Mehlschwalbe
- Uferschwalbe
- Wiesenpieper
- Baumpieper
- Bergpieper
- Bachstelze
- Gebirgsstelze
- Zaunkönig
- Wasseramsel
- Schafstelze
- Heckenbraunelle
- Nachtigall
- Schwarzkehlchen
- Rotkehlchen
- Hausrotschwanz
- Gartenrotschwanz
- Amsel
- Singdrossel
- Ringdrossel
- Misteldrossel
- Wacholderdrossel
- Eisvogel
- Mönchsgrasmücke
- Gartengrasmücke
- Dorngrasmücke
- Sumpfrohrsänger
- Teichrohrsänger
- Fitis
- Zilpzalp
- Wintergoldhähnchen
- Sommergoldhähnchen
- Grauschnäpper
- Orpheusspötter
- Pirol
- Neuntöter
- Schwanzmeise
- Kohlmeise
- Blaumeise
- Tannenmeise
- Sumpfmeise
- Weidenmeise
- Haubenmeise
- Kleiber
- Gartenbaumläufer
- Waldbaumläufer
- Elster
- Eichelhäher
- Rabenkrähe
- Kolkrabe
- Dohle
- Saatkrähe
- Star
- Haussperling
- Feldsperling
- Buchfink
- Girlitz
- Grünfink
- Zitronenzeisig
- Stieglitz
- Karmingimpel
- Bluthänfling
- Erlenzeisig
- Fichtenkreuzschnabel
- Kernbeißer
- Goldammer
- Grauammer
- Zaunammer
- Rohrammer
- Zippammer
- Graureiher
- Seidenreiher
- Stockente
- Pfeifente
- Reiherente
- Schnatterente
- Rostgans
- Höckerschwan
- Gänsesäger
- Kormoran
- Sperber
- Mäusebussard
- Turmfalke
- Baumfalke
- Wanderfalke
- Schwarzmilan
- Wespenbussard
- Flussregenpfeifer
- Teichralle
- Bläßhuhn
- Weissstorch
- Triel
- Weissstorch
- Lachmöwe
- Ringeltaube
- Türkentaube
- Haustaube
- Turteltaube
- Hohltaube
- Steinkauz
- Schleiereule
- Mauersegler
- Alpensegler
- Bienenfresser
- Wiedehopf
- Buntspecht
- Schwarzspecht
- Grünspecht
- Grauspecht
- Feldlerche
- Rauchschwalbe
- Mehlschwalbe
- Uferschwalbe
- Wiesenpieper
- Baumpieper
- Bachstelze
- Gebirgsstelze
- Zaunkönig
- Heckenbraunelle
- Nachtigall
- Schwarzkehlchen
- Rotkehlchen
- Hausrotschwanz
- Gartenrotschwanz
- Amsel
- Singdrossel
- Misteldrossel
- Wacholderdrossel
- Ringdrossel - gehört
- Mönchsgrasmücke
- Gartengrasmücke
- Dorngrasmücke
- Teichrohrsänger
- Sumpfrohrsänger
- Fitis
- Zilpzalp
- Wintergoldhähnchen
- Sommergoldhähnchen
- Grauschnäpper (gehört)
- Neuntöter
- Orpheusspötter
- Pirol
- Neuntöter
- Schwanzmeise
- Kohlmeise
- Blaumeise
- Tannenmeise
- Sumpfmeise
- Weidenmeise
- Haubenmeise
- Kleiber
- Gartenbaumläufer
- Wasseramsel
- Wachtel
- Elster
- Eichelhäher
- Rabenkrähe
- Kolkrabe
- Dohle
- Saatkrähe
- Star
- Haussperling
- Feldsperling
- Buchfink
- Hänfling
- Grünfink
- Zitronenzeisig (nicht die ganze Gruppe)
- Girlitz
- Stieglitz
- Fichtenkreuzschnabel
- Goldammer
- Zippammer
- Zaunammer
- Grauammer
- Rohrammer
Arten insgesamt 105
3. Termin
Termin: 04 –08. Juni 2008 Teilnehmer: 1
Gebiete:
- Bremgartener Wiesen- und Heckengebiet
- Rheinauen
- Tülllinger Berg und Altrhein Whylen, Südliches Markgräfler Land
- Kaiserstuhl und Elsass
- Feldberg und oberes Wiesetal
- Freiburg: Alpensegler
Bericht und Reiseleitung: Carsten Brinckmeier, Dipl. Biologe Titel: Zaunammern & andere Überraschunge
Höhepunkte:
Eine Reise mit gewissen Eigenheiten, das kann man über unsere Tour vom 4. Juni bis zum 8. Juni 2008 wohl sagen. Gleich vorweg: Es war nicht leicht bei Regen, Nebel oder Niesel alle begehrten Arten zu sehen und so sahen wir weder einen Bergpiper noch war der Zitronenzeisig für alle zu sehen. Dennoch: Eine Reise voller Höhepunkte. Zum einen, weil für Nicht-Lister mit fast jugendlichem Elan auch eine Turteltaube, die ausführlich auf einer Telefonleitung balzt einen tollen Moment herbeizaubern kann. Zum anderen hatten wir auch jahreszeitlich interessante Beobachtungen wie: Pfeifenten-Erpel oder in den Rheinauen erbrütete Gänsesäger. Aber der Reihe nach hier der ausführliche Bericht: Unser erster Spaziergang wurde sogar von der Presse begleitet, die -zum Kuckuck noch mal- Batterie-Probleme hatte und auch keinen echten Vogel des Jahres zu hören bekam. Dafür hörten und sahen wir auch Grauammern, Pirole, Sumpfrohrsänger und hatten danach noch Zeit für einen Rheinuferspaziergang. Der hatte es in sich: Die Überreste eines größeren Hirschkäfer-Stelldicheins war zwar eher von morbidem Charme, dennoch für viele nach einem lebendigen Weibchen ein „lifer“ für die Insektenwelt. Innerhalb der Orchideen (ebenfalls „lifer“ für viele) war uns ein großes Bocksriemenzungenexemplar vergönnt. Und als wir dann noch junge und alte Gänsesäger im Restrhein, sowie Seidenreiher sahen, war klar: Das Rheinufer lohnt. Am Tüllinger war bei Regen die Hoffnung auf Zaunammern nach 1 1/2 Stunden im Niesel schon fast erlahmt und dann kam sie, nein er: Ein Zaunammer-Mann mit Gesang im Spektiv bei gutem Licht und noch 3 weitere. Der Regen legte eine Pause ein während wir andere „Wasservögel“ erkundeten: Wasserralle diesmal sogar im Spektiv , besagte Pfeifente, einige Rohrsänger und auch ein wegfliegender Wespenbussard. Am Nachmittag zeigte uns Franz Preiss junge Steinkäuze und Schleiereulen. Wer hätte gedacht: Auch bei den Taggreifen hatten wir Glück mit einem adulten Wanderfalken am Istein. Der Kaiserstuhltag stand im Zeichen der Gewittergefahr: Oft blieb es bei einer Drohung und so konnten wir den Wiedehopf beim Anflug auf die Bruthöhle sehen. Später auch Bienenfresser mit Brautgeschenk-Übergabe und Baumfalke. Ein spontaner Ausflug in den südlichen Elsaß lies uns Zeit für eine prachtvolle kleine Camargue mit Graugans, vielen Grauen Reihern, Schwarzmilanen und viel Grau am Himmel, so dass der eine Neuntöter wie eine wahre Farbenpracht wirkte. Die Farbe Purpur kam leider nicht hinzu. Wenn man bereits gedacht hat, dass die Eier vom Triel bereits überfahren sind und die Alttiere bereits frustriert abgezogen sein könnten, dann ist es eine besondere Freude doch noch Triele zu sehen. Wenn der brütende oder scheinbrütende auch so stur hinter einer Biegung aus mittelhohem Mais saß, dass partout nur Beobachter mit Körpergröße um 1,80 m eine Chance hatten ihn wirklich zu sehen. Einkaufen kann auch Zuwachs auf der Ornithologen-Skala bedeuten: Die Wasseramsel vom Pennymarkt in Todtnau zeigte sich erneut mit Futter im Schnabel. Am Feldberg wanderten wir wohlwissend was uns erwartet durch dicke Suppe zur Wilhelmer Hütte. Unterwegs: Immerhin erste schöne Fichtenkreuzschnäbel und erwärmende Geschichten vom Auerhahn. Der Rückweg erbrachte zumindest „Ring-Ring-Gesang von Ringdrosseln. Und die tapferen Nebelwanderer bekamen dick auf´s Butterbrot, dass „weniger oft mehr“ ist: Denn die Zurückgebliebenen fanden doch tatsächlich doch noch Zitronenzeisige. Der letzte Morgen stand ganz im Zeichen des bis dato vom Niederschlag verhinderten Orpheusspötter. Das gleiche wiederfuhr uns auch beim Alpensegler in Freiburg, wo die Reise wie üblich an Freiburgs größtem Kunstfelsen-Kolonie endete. Nocheinmal danke für die Geduld der Profis mit den Neulingen und der Neulinge mit den Profis.
Eine Reise mit gewissen Eigenheiten, das kann man über unsere Tour vom 4. Juni bis zum 8. Juni 2008 wohl sagen. Gleich vorweg: Es war nicht leicht bei Regen, Nebel oder Niesel alle begehrten Arten zu sehen und so sahen wir weder einen Bergpiper noch war der Zitronenzeisig für alle zu sehen. Dennoch: Eine Reise voller Höhepunkte. Zum einen, weil für Nicht-Lister mit fast jugendlichem Elan auch eine Turteltaube, die ausführlich auf einer Telefonleitung balzt einen tollen Moment herbeizaubern kann. Zum anderen hatten wir auch jahreszeitlich interessante Beobachtungen wie: Pfeifenten-Erpel oder in den Rheinauen erbrütete Gänsesäger. Aber der Reihe nach hier der ausführliche Bericht: Unser erster Spaziergang wurde sogar von der Presse begleitet, die -zum Kuckuck noch mal- Batterie-Probleme hatte und auch keinen echten Vogel des Jahres zu hören bekam. Dafür hörten und sahen wir auch Grauammern, Pirole, Sumpfrohrsänger und hatten danach noch Zeit für einen Rheinuferspaziergang. Der hatte es in sich: Die Überreste eines größeren Hirschkäfer-Stelldicheins war zwar eher von morbidem Charme, dennoch für viele nach einem lebendigen Weibchen ein „lifer“ für die Insektenwelt. Innerhalb der Orchideen (ebenfalls „lifer“ für viele) war uns ein großes Bocksriemenzungenexemplar vergönnt. Und als wir dann noch junge und alte Gänsesäger im Restrhein, sowie Seidenreiher sahen, war klar: Das Rheinufer lohnt. Am Tüllinger war bei Regen die Hoffnung auf Zaunammern nach 1 1/2 Stunden im Niesel schon fast erlahmt und dann kam sie, nein er: Ein Zaunammer-Mann mit Gesang im Spektiv bei gutem Licht und noch 3 weitere. Der Regen legte eine Pause ein während wir andere „Wasservögel“ erkundeten: Wasserralle diesmal sogar im Spektiv , besagte Pfeifente, einige Rohrsänger und auch ein wegfliegender Wespenbussard. Am Nachmittag zeigte uns Franz Preiss junge Steinkäuze und Schleiereulen. Wer hätte gedacht: Auch bei den Taggreifen hatten wir Glück mit einem adulten Wanderfalken am Istein. Der Kaiserstuhltag stand im Zeichen der Gewittergefahr: Oft blieb es bei einer Drohung und so konnten wir den Wiedehopf beim Anflug auf die Bruthöhle sehen. Später auch Bienenfresser mit Brautgeschenk-Übergabe und Baumfalke. Ein spontaner Ausflug in den südlichen Elsaß lies uns Zeit für eine prachtvolle kleine Camargue mit Graugans, vielen Grauen Reihern, Schwarzmilanen und viel Grau am Himmel, so dass der eine Neuntöter wie eine wahre Farbenpracht wirkte. Die Farbe Purpur kam leider nicht hinzu. Wenn man bereits gedacht hat, dass die Eier vom Triel bereits überfahren sind und die Alttiere bereits frustriert abgezogen sein könnten, dann ist es eine besondere Freude doch noch Triele zu sehen. Wenn der brütende oder scheinbrütende auch so stur hinter einer Biegung aus mittelhohem Mais saß, dass partout nur Beobachter mit Körpergröße um 1,80 m eine Chance hatten ihn wirklich zu sehen. Einkaufen kann auch Zuwachs auf der Ornithologen-Skala bedeuten: Die Wasseramsel vom Pennymarkt in Todtnau zeigte sich erneut mit Futter im Schnabel. Am Feldberg wanderten wir wohlwissend was uns erwartet durch dicke Suppe zur Wilhelmer Hütte. Unterwegs: Immerhin erste schöne Fichtenkreuzschnäbel und erwärmende Geschichten vom Auerhahn. Der Rückweg erbrachte zumindest „Ring-Ring-Gesang von Ringdrosseln. Und die tapferen Nebelwanderer bekamen dick auf´s Butterbrot, dass „weniger oft mehr“ ist: Denn die Zurückgebliebenen fanden doch tatsächlich doch noch Zitronenzeisige. Der letzte Morgen stand ganz im Zeichen des bis dato vom Niederschlag verhinderten Orpheusspötter. Das gleiche wiederfuhr uns auch beim Alpensegler in Freiburg, wo die Reise wie üblich an Freiburgs größtem Kunstfelsen-Kolonie endete. Nocheinmal danke für die Geduld der Profis mit den Neulingen und der Neulinge mit den Profis
Artenliste:
- Haubentaucher
- Kormoran
- Graureiher
- Seidenreiher
- Stockente
- Reiherente
- Nilgans
- Kolbenente
- Rostgans
- Höckerschwan
- Gänsesäger
- Schwarzmilan
- Sperber
- Mäusebussard
- Wespenbussard
- Turmfalke
- Wanderfalke
- Rotmilan
- Wasserralle
- Teichhuhn
- Bläßhuhn
- Triel
- Flußregenpfeiffer
- Weißstorch
- Flussseeschwalbe
- Mittelmeermöwe
- Ringeltaube
- Türkentaube
- Haustaube
- Hohltaube
- Turteltaube
- Waldkauz
- Steinkauz
- Schleiereule
- Mauersegler
- Kuckuck
- Wendehals
- Alpensegler
- Bienenfresser
- Wiedehopf
- Buntspecht
- Grünspecht
- Feldlerche
- Felsenschwalbe
- Rauchschwalbe
- Mehlschwalbe
- Uferschwalbe
- Wiesenpieper
- Baumpieper
- Bergpieper
- Bachstelze
- Gebirgsstelze
- Zaunkönig
- Wasseramsel
- Schafstelze
- Heckenbraunelle
- Nachtigall
- Schwarzkehlchen
- Rotkehlchen
- Hausrotschwanz
- Gartenrotschwanz
- Amsel
- Singdrossel
- Ringdrossel
- Misteldrossel
- Wacholderdrossel
- Eisvogel
- Mönchsgrasmücke
- Gartengrasmücke
- Dorngrasmücke
- Sumpfrohrsänger
- Teichrohrsänger
- Fitis
- Zilpzalp
- Wintergoldhähnchen
- Sommergoldhähnchen
- Grauschnäpper
- Orpheusspötter
- Pirol
- Neuntöter
- Schwanzmeise
- Kohlmeise
- Blaumeise
- Tannenmeise
- Sumpfmeise
- Weidenmeise
- Haubenmeise
- Kleiber
- Gartenbaumläufer
- Waldbaumläufer
- Elster
- Eichelhäher
- Rabenkrähe
- Kolkrabe
- Dohle
- Saatkrähe
- Star
- Haussperling
- Feldsperling
- Buchfink
- Girlitz
- Grünfink
- Zitronenzeisig
- Stieglitz
- Karmingimpel
- Bluthänfling
- Erlenzeisig
- Fichtenkreuzschnabel
- Kernbeißer
- Goldammer
- Grauammer
- Zaunammer
- Rohrammer
- Zippammer
- Graureiher
- Seidenreiher
- Stockente
- Pfeifente
- Reiherente
- Schnatterente
- Rostgans
- Höckerschwan
- Gänsesäger
- Kormoran
- Sperber
- Mäusebussard
- Turmfalke
- Baumfalke
- Wanderfalke
- Schwarzmilan
- Wespenbussard
- Flussregenpfeifer
- Teichralle
- Bläßhuhn
- Weissstorch
- Triel
- Weissstorch
- Lachmöwe
- Ringeltaube
- Türkentaube
- Haustaube
- Turteltaube
- Hohltaube
- Steinkauz
- Schleiereule
- Mauersegler
- Alpensegler
- Bienenfresser
- Wiedehopf
- Buntspecht
- Schwarzspecht
- Grünspecht
- Grauspecht
- Feldlerche
- Rauchschwalbe
- Mehlschwalbe
- Uferschwalbe
- Wiesenpieper
- Baumpieper
- Bachstelze
- Gebirgsstelze
- Zaunkönig
- Heckenbraunelle
- Nachtigall
- Schwarzkehlchen
- Rotkehlchen
- Hausrotschwanz
- Gartenrotschwanz
- Amsel
- Singdrossel
- Misteldrossel
- Wacholderdrossel
- Ringdrossel - gehört
- Mönchsgrasmücke
- Gartengrasmücke
- Dorngrasmücke
- Teichrohrsänger
- Sumpfrohrsänger
- Fitis
- Zilpzalp
- Wintergoldhähnchen
- Sommergoldhähnchen
- Grauschnäpper (gehört)
- Neuntöter
- Orpheusspötter
- Pirol
- Neuntöter
- Schwanzmeise
- Kohlmeise
- Blaumeise
- Tannenmeise
- Sumpfmeise
- Weidenmeise
- Haubenmeise
- Kleiber
- Gartenbaumläufer
- Wasseramsel
- Wachtel
- Elster
- Eichelhäher
- Rabenkrähe
- Kolkrabe
- Dohle
- Saatkrähe
- Star
- Haussperling
- Feldsperling
- Buchfink
- Hänfling
- Grünfink
- Zitronenzeisig (nicht die ganze Gruppe)
- Girlitz
- Stieglitz
- Fichtenkreuzschnabel
- Goldammer
- Zippammer
- Zaunammer
- Grauammer
- Rohrammer
















































































