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Bulgarien: Vogelreichtum auf dem Balkan

Bulgarien

  • 5 bis 14 Personen
  • 10 Tage / 9 Nächte

ab 1.610 €

Bulgarien: Vogelreichtum auf dem Balkan

Beeindruckender Artenreichtum

Kaum ist der Schreiadler hinter dem Felsen verschwunden, kreisen plötzlich tief über uns zwei Schwarzstörche, deren Flugbahn von einem langsam gleitenden Riesenvogel, einem Gänsegeier, gekreuzt wird. Die anderen Vogelfreunde richten ihre Spektive gerade auf ein Paar Rotkopfwürger. Sie entdeckten die schönen Vögel, als sie mit den Augen einem Wiedehopf folgten...

Für uns Vogelbeobachter ist Bulgarien ein ebenso eindrucksvolles wie ergiebiges Reiseziel! Hier haben sich in Teilen noch mittelalterliche Bewirtschaftungsweisen mit Pferd, Rind und Pflug erhalten. Die Agrarindustrie hat noch nicht das ganze Land erobert. Insbesondere der Frühling eignet sich hier hervorragend für die Vogelbeobachtung! Während zu dieser Jahreszeit die letzten Zugvögel über den Balkan hinweg ziehen, beginnen die Brutvögel Bulgariens bereits mit der Partnerwahl. Den aufmerksamen Augen der Vogelkenner bietet der Frühling in Bulgarien viele einzigartigen Beobachtungen und unvergessliche Erlebnisse inmitten wunderschöner Natur!

Im Osten beeindruckt Bulgarien durch seine traumhafte Küstenlandschaft, an deren malerischen Stränden wir romantische Küstenorte finden. Hier werden wir auf verschiedene Seevögel und die Vogelwelt der Feuchtgebiete treffen. Das dortige, in der Nähe der Stadt Burgas gelegene, Naturschutzgebiet PODA beheimatet von Pelikan bis Zwergtaucher eine Vielzahl an Vogelarten und lässt die Herzen der Vogelgucker höher schlagen. Bei unserem Besuch im Schutzgebiet können wir mit Kolonien von Löffler, Sichler, Nachtreiher, Rallenreiher, Seidenreiher, Purpurreiher und nicht zuletzt dem Graureiher rechnen.

Die Rhodopen, ein bewaldetes Rumpfgebirge im Süden Bulgariens, sind Heimat von Wald- und Bergvögeln. Hier treffen wir auf einige Greifvogelarten, so wie den Schmutzgeier, den Gänsegeier und mit etwas Glück auch auf den Mönchsgeier. Weitere dort vorkommende  und in den Rhodopen zu sehende Greifvogelarten sind der Adlerbussard, Schlangenadler und der Zwergadler. Der Kaiseradler kommt in wenigen Paaren aber zunehmend in den anschließenden Tieflagen vor. Neben den verschiedenen Greifvogelarten sind hier in den Bergen noch andere attraktive Vogelarten zu entdecken. Wir halten hier Ausschau nach der Blaumerle, dem Berglaubsänger, dem Felsenkleiber, Zipp- und Zaunammer und dem Chukarhuhn!

In den weiten Wäldern Bulgariens, welche auch in der bulgarischen Folklore eine große Rolle spielen, werden wir aufmerksam dem Trommeln der Buntspechte, Mittelspechte und der Weißrückenspechte folgen. Die in Bulgarien weit verbreitete Buschlandschaft dient den verschiedenen Würgerarten und Grasmückenarten als Lebensraum. Neuntöter sind häufig und die Beobachtung der drei anderen Würgerarten – Maskenwürger, Rotkopfstirnwürger und Schwarzstirnwürger sollte hier auch gelingen. Das und noch viele mehr werden Sie unter der professionellen Leitung unseres einheimischen Reiseleiters auf dieser birdingtours- Reise durch Bulgarien zu Gesicht bekommen.

Begleiten Sie uns auf unserer traumhaften Vogelbeobachtungsreise nach Bulgarien und lassen Sie sich von dem dortigen Vogelreichtum und den Naturschätzen dieses faszinierenden Landes an der Schwarzmeerküste verzaubern!

Einige Zielarten:

Rostgans, Moorente, Chukarhuhn, Prachttaucher, Mittelmeer-Sturmtaucher, Krauskopfpelikan, Rosapelikan, Zwergscharbe, Krähenscharbe, Schwarzstorch, Löffler, Nacht-, Rallen-, Seiden- und Purpurreiher, Schmutz-, Gänsegeier, Adlerbussard, Schlangen-, Zwerg- und Kaiseradler, Triel, Sichelstrandläufer, Kampfläufer, Dünnschnabelmöwe, Schwarzkopfmöwe, Brandseeschwalbe, Lachseeschwalbe, Weißflügel-Seeschwalbe, Weißbart-Seeschwalbe, Turteltaube, Blut-, Mittelspecht, Blaumerle, Halbringschnäpper, Halsbandschnäpper, Zwergschnäpper, Mittelmeer-Steinschmätzer, Nonnensteinschmätzer, Blassspötter, Feldrohrsänger, Trauermeise, Felsenkleiber, Berglaubsänger, Weidensperling, Masken-, Rotkopf- und Schwarzstirnwürger, Pirol, Rosenstar, Grau-, Zipp-, Zaun- und Kappenammer...

Aufpreis bei 5 - 9 Teilnehmern: + 125,00 Euro pro Person

Reiseverlauf

  • Unser Hotel fast am Ufer des Arva-Flusses (Thomas Griesohn-Pflieger )

    Ankunft am Flughafen von Sofia und anschließender Transfer aus der lauten Großstadt in die wilden aber ruhigen Rhodopen. Die ersten drei Nächte unserer Reise werden wir hier entweder in Kardjali oder Mandsharavo verbringen.

    Die Rhodopen zählen zu den ärmsten Gegenden Europas. Hier im Grenzgebiet von Bulgarien, Griechenland, Türkei sehen wir in den kleinen Dörfern viele verfallende Häuser und kaum mal junge Menschen. Die kargen Böden lassen nur an wenigen Stellen Ackerbau zu und so leben die Menschen hier überwiegend von kleinen Gärten und Ziegen und Schafen, die die durch Beweidung die Landschaft gestalten. Runde kurzrasige Hügel wechseln sich ab mit wilden Klippen und schroffen Felsen, in die sich tief Bäche und kleine Flüsse eingegraben haben. Vor allen in den Höhenlagen finden sich auch alte Wälder mit (Zerr-)Eichen und Buchen.

    Die Straßen- und Wegränder sind von – für mitteleuropäische Augen – fast unglaublich buntblühenden Rainen gesäumt. Kappen- und Grauammer sind häufige Vögel, Schreiadler und Schwarzstorch alltägliche, Schmutz- und Gänsegeier nicht seltene Anblicke. Ein Himmel voller Stare und Schwalben (drei bis vier Arten). Neuntöter sind geradezu häufig und das morgendliche Vogelkonzert mit Pirol, Nachtigall, Blassspötter, Kappenammer, Feld- und Haubenlerche und vielen anderen Sängern ungewohnt vielstimmig und laut. 

    Da kann man es vielleicht in Kauf nehmen, dass das Hotel nicht mitteleuropäischen Standards entspricht, es keinen Zimmerservice gibt und die Sanitäranlagen manchmal gewöhnungsbedürftig sind. 

    Wir unternehmen in den kommenden drei Tagen kleine Wanderungen im Gebirge, die aber überhaupt nicht anstrengend sind. Wir gehen auf ausgebauten Straßen und wie bei Vogelguckern üblich, brauchen wir manchmal für einen Kilometer eine Stunde. Es gibt unglaublich viel zu sehen! 

  • Felsenkleiber (K. Gauger)

    Jetzt geht's los! Nachdem wir schon vor dem Frühstück Neuntöter, Blassspötter, Kappenammer, Nachtigall, Trauermeise  und vieles andere gesehen oder gehört haben, geht's es jetzt in die Berge!

    Wir erwarten gleich schon die ersten Spezialitäten
    , die wir in Mitteleuropa vergeblich suchen, wie Blaumerle, Rotkopfwürger, Blassspötter und die eleganten Rötelschwalben. Außerdem suchen wir den Felsenkleiber – das wird spannend!
    Die Klippen, Buschlandschaften und Eichenwälder rund um das Naturschutzzentrum Mandsharovo haben noch mehr zu bieten! Viele weitere Vogelarten, die bei uns Zuhause schwierig zu sehen sind, stehen auf der Beobachtungsliste. Wir freuen uns auf Felsenschwalben, die pfeilschnellen Alpensegler, die bunten Rötelschwalben, die wunderschönen Blaumerlen, den unscheinbaren Balkan-Berglaubsänger und viele andere Vogelarten wie zum Beispiel die Sperbergrasmücke. Und überall bunte Blumen! Schmetterlinge! Käfer, Bienen, Hummeln...

    Und nicht vergessen, mal den Blick nach oben zu heben! Zwergadler, Kolkraben, Gänse- und Schmutzgeier, Schreiadler, Wanderfalke, Schlangenadler, Adlerbussard – sie alle sind hier vertreten!

  • Gänsegeier (C. Moning)

    Am dritten Tag unserer Bulgarienreise besuchen wir die Hochebenen der östlichen Rhodopen auf und erleben dabei Landschaften, die an die liebliche Toskana erinnern. Die Fütterungsstellen für die Geier stehen am heutigen Tag im Mittelpunkt. Hier werden wir die hier heimischen Geierarten, wie den Schmutzgeier, Gänsegeier und mit etwas Glück auch den Mönchsgeier, beobachten können. In Bulgarien wird der Mönchsgeier, der noch in Griechenland vorkommt, zur Zeit mit Hilfe der EU wieder angesiedelt. Wir befinden uns genau in dem "Mönchsgeier-Erwartungsland". Aus diesem Grunde kann es auch sein, dass der Fütterungsplatz nicht zu besuchen ist, da umfangreiche Forschungen angestellt werden.

    Aber große Greife werden wir auf jeden Fall sehen! Kaiseradler, Adlerbussard, Wanderfalke, Baumfalke sind jederzeit möglich, Schreiadler sogar sehr wahrscheinlich. Dazu kommen Steinschmätzer, Schwarzkehlchen, Bienenfresser, Haubenlerche, Wiedehopf und neben den allgegenwärtigen Neuntötern auch andere Würgerarten und der Pirol, Grasmücken und Spötter. Und aufgepasst: Auf den Telegrafenmasten und Drähten sind manchmal Blauracken zu sehen! 

  • Kaiseradler (C. Moning)

    Heute verlassen wir die Berge und bewegen uns weiter nach Osten Richtung Schwarzes Meer. Doch vorher, besuchen wir eine Waldsteppe in der hügeligen Landschaft der Sakar-Berge bei Topolowgrad, denn hier gibt es ein verlässliches Brutvorkommen des majestätischen Kaiseradlers und gute Möglichkeiten die mächtigen Greifvögel zu Gesicht zu bekommen. Da hier Ziesel ihre Erdbaue graben, haben nicht nur die Kaiseradler ein gutes Nahrungsangebot, sondern die Isabellsteinschmätzer auch gute Brutbedingungen. Sie und Turteltaube, Heide- und Haubenlerchen, Kappenammer, Pirol, Sperbergrasmücke, Blassspötter und Adlerbussard, Schlangenadler, Schwarzmilan und Wespenbussard können wir hier erwarten. 
    Je nach Beobachtungslage werden unterwegs noch ein oder mehrere Stopps einlegen und nach Olivenspötter, Nachtigallengrasmücke (Östliche Orpheusgrasmücke), Maskenwürger, Zwergadler und anderen Schönheiten Ausschau halten. 

    Dann nähern wir uns der Küste und wir merken nach und nach, wie traumhaft ruhig es in den Bergen war! Der Straßenverkehr nimmt rapide zu und wir freuen uns auf unsere ruhigen Zimmer in einem beschaulichen Viertel in der Großstadt Burgas. Übrigens, tritt man auf den Balkon kann man auf den umliegenden Dächern brütende Mittelmeermöwen entdecken und nach Sonnenuntergang ruft aus den hohen Bäumen die Zwergohreule. Vogelgucker haben immer etwas zu erleben...  

    In Burgas bleiben wir zwei Nächte.

  • Rosapelikan (Thomas Griesohn-Pflieger)

    Die Seen von Burgas! In den Ohren vieler kundiger Vogelbeobachter klingt das wie Musik! Sie bilden den größten Feuchtgebietskomplex des Landes und sind ein international bekannter "Hotspot" für Vogelbeobachter. Die Seenlandschaft besteht aus dem Burgas See, Atanasov See, Mandra-See, Pomorie-See, sowie den beiden Stauseen Medowo und Poroj und dem Schutzgebiet PODA. Hier werden wir die letzten Ausläufer des Frühlingsvogelzuges erleben und gleichzeitig die Brutvogelarten der Feuchtgebiete beobachten können. Diese Mischung aus Zug- und Brutvögeln verspricht immer Überraschungen!

    Fünf verschiedene Reiherarten sowie andere Stelzbeiner wie Löffler, Sichler und Limikolen wie Stelzenläufer, Säbelschnäbler und die langbeinigen Strandläufer und Regenpfeifer werden uns begeistern. Dazu die riesigen Seeadler und Pelikane, die weißäugigen Moorenten, die putzigen Zwergscharben! Dazu kommen die Salinen von Burgas, die noch in Betrieb sind und uns gute Möglichkeiten zur Beobachtung von durchziehenden und hier brütenden Limikolen erlauben.  

    Es ist ein besonderes Erlebnis Schwärme von hunderten riesigen Pelikanen über der Stadt in der Thermik kreisen zu sehen. Wie Flugboote wirken sie, wenn sie sich langsam höher schrauben oder im langen Landeanflug schließlich wassern.  

    Schönheit und Eleganz sind mit mehreren Seeschwalbenarten – bis zu sechs Arten ! – und den Rotflügelbrachschwalben vertreten. Wer will kann lernen, Möwen auseinander zu halten! Vor allem Schwarzkopf-, Lach- und Zwergmöwen zeigen jetzt ihre Kapuzen im Brutkleid während Dünnschnabel- und Mittelmeermöwen leichter zu erkennen sind. 

  • Halbringschnäpper
    Halbringschnäpper (Mladen Vasilev)

    Wir verlassen die Großstadt Burgas mit ihrem lauten Treiben und brechen auf nach Norden. Die nördliche Schwarzmeerküste ist unser Ziel, aber auf dem Wege dorthin werden wir wieder Beobachtungsstopps und Pausen einlegen. Uns locken der Goritza-Eichenwald und der Kamchia-Auwald. Hier erleben wir ein anderes Bulgarien! Große urtümliche Wälder, die seltene und bemerkenswerte Vogelarten beherbergen!

    Heute werden wir so scheue Waldarten wie Schwarzstorch, Schreiadler und Grauspecht suchen! Auch der kleinere Verwandte des Buntspechts ist hier zusehen, der Mittelspecht. Eine besondere Spezialität des europäischen Südostens ist aber der Halbringschnäpper! Diese nahe Verwandte des Trauerschnäppers fehlt vielen Vogelguckern auf ihrer Liste, weil er schwierig zu finden und schwierig zu bestimmen ist. Ob wir es schaffen, ihn auf die Liste zu setzen und ihn auch gut zu sehen? Es kann ganz einfach sein, wenn wir einen besetzten Nistkasten finden, in dem gefüttert wird. Wenn nicht, wird es schwierig! Es hängt wie eigentlich alles, was wir beobachten, vom Wetter und vielen anderen natürlichen Bedingungen ab. 

    Am Abend beziehen wir unsere Unterkunft nahe Karvarna in einem schönen Hotel, direkt am Schwarzen Meer. Hier bleiben wir  die nächsten vier Nächte.

  • Kap Kaliakra (Thomas Griesohn-Pflieger)

    Am Rande einer atemberaubenden Steilküste werden wir heute Krähenscharbe, Mittelmeersturmtaucher, ziehende Alpensegler und weitere Zugvögel beobachten. Am Kap besteht außerdem die Chance auf Eleonorenfalken, Kurzfangsperber und Schmarotzerraubmöwe. Die Klippen und kleinen Grünflächen sind eine der besten Stellen, um Nonnensteinschmätzer zu sehen. Jetzt balzen sie noch! Auch Steinschmätzer, Rötelschwalben, Grau- und Kappenammer sind hier zuhause. 

    Mit viele Glück kann man draußen auf dem Meer jagende Tümmler, eine große Delfinart, sehen. Wenn das der Fall ist, kommen aus allen Himmelsrichtungen Mittelmeersturmtaucher angeflogen und stürzen sich in die von den Walen hochgedrückten Fischschwärme. Ein tolles Schauspiel!

    Außerdem ziehen Möwen – wir achten auf Schwarzkopf- und Dünnschnabelmöwen! – über das Meer und manchmal schwimmen direkt unter dem Steilhang des Kap Schwarzhalstaucher oder Prachttaucher im Meer. Überhaupt ist das Kap für Zugvögel ein Magnet. Hier sind die Chancen Rosenstare zu sehen am größten! 

    In der Steppe, die dem Kap vorgelagert ist, suchen wir nach dem scheuen Triel, der nur mit Konzentration und Ausdauer zu entdecken ist. Die Kaliakra-Steppe wird zudem von seltenen Schmätzerarten bewohnt. Wir freuen uns auf Nonnen-, Balkan- und Isabellsteinschmätzer. Gut, dass die drei Arten einigermaßen einfach zu erkennen sind. Andere sehr interessante Steppenvögel kommen noch hinzu in Gestalt von Kurzzehenlerche und der Kalanderlerche! 

  • Kalanderlerche - im Singflug einfach, am Boden schwieriger zu sehen (Thomas Griesohn-Pflieger)

    Heute widmen wir uns einem Biotoptyp, den wir in Mitteleuropa nur in sehr wenigen und kleinen Resten vorfinden: Die Steppe! Einen Hauch von diesem faszinierenden Lebensraum haben wir schon gestern auf dem Weg zum Kap Kaliakra gesehen. Heute wird das Erlebnis intensiver! Es ist ein nachhaltiges Erlebnis in der blühenden Steppe zu beobachten. Die Fülle der Eindrücke von Insekten, Farben, Düften, Vogelgesang, weitem Himmel, Wind und Wolkenflug ist überwältigend! 

     

    Wir besuchen einige Steppenschutzgebiete, um ganz spezielle Vogelarten zu sehen! Isabellsteinschmätzer werden wir singend, balzfliegend, und in ihrer typisch aufrechten Körperhaltung bei der Nahrungssuche beobachten können. Dazu kommen, neben der Heidelerche, zwei Lerchenarten, die in Mitteleuropa nur sehr seltene Gäste sind: Die kleine Kurzzehenlerche mit ihrem hüpfenden Singflug und die große Kalanderlerche. Zu erwarten ist auch der Schwarzstirnwürger.  Mit etwas Glück und Langmut auch Triel, vielleicht Rebhühner, Adlerbussard, Baumfalke, Rohrweihe...
    Bienenfresser, Neuntöter, Wiedehopf, Turteltaube sind jetzt schon Selbstverständlichkeiten geworden.

  • Feldrohrsänger (T. Griesohn-Pflieger)

    Ein kleiner unscheinbarer Vogel mit einer lauten Stimme steht heute im Zentrum unserer Beobachtungen: Der Feldrohrsänger!

    Der Darankulaksee ist einer der wenigen sicheren Orte in Europa, wo man diesen Rohrsänger mit ziemlich großer Sicherheit erleben kann. Deshalb werden wir heute morgen vermutlich nicht die einzige Beobachtergruppe sein, die sich auf den Weg gemacht hat um diesen eigentlich asiatischen Vogel zu beobachten. Neben dieser Stelle am Ufer des Schwarzen Meeres gibt es noch wenige Orte in Rumänien, wo man ihn sehen kann, aber die Beobachtungsbedingungen hier machen diesen Strandsee einmalig. Wir stehen nämlich leicht erhöht auf den Dünenausläufern und schauen von oben in das Röhricht. Besser gehts nicht! 

    Das Röhricht ist auch Heimat anderer Rohrsänger, der große Drosselrohrsänger ist hier zuhause, genauso wie Teichrohrsänger, Seidensänger, Rohrschwirl,Purpurreiher und Rohrweihe.  Dazu kommen viele Zugvogelarten, die jetzt noch entlang der Küste nach Norden fliegen um in Sibirien zu brüten. Trupps von Lachseeschschwalben, Weißbartseeschwalben, selbst ziehende Stelzenläufer und Seidenreiher sowie Pelikane können unvermittelt und schnell über uns hinziehen. Auch Mittelmeersturmtaucher, Zwergscharben, Krähenscharben sind zu erwarten. 

    Am Nachmittag steuern wir die Schabla-Seen an. Alle europäischen Reiherarten bis auf den Kuhreiher, Strandläufer, Regenpfeifer, Wasserläufer, Schnepfen können wir wieder erwarten. Dazu Rohrsänger und Rohrammer, Moorenten, Knäkenten, Pirol, Turteltaube. Gelegentlich machen Dünnschnabelmöwen hier Rast. Und neben der Flussseeschwalbe noch andere Arten wie Zwergseeschwalbe oder Weißbartseeschwalbe,  die auf langen eleganten Flügeln nach Fischen und Wasserinsekten jagen. 

    Das nahegelegene Steppenschutzgebiet ist der richtige Ort für einen Abschiedsspaziergang. Schwarzstirnwürger, Brachpieper, Wiedehopf... die blühende Pracht der Steppe werden wir in guter Erinnerung behalten!

  • Die Weite der Steppe (Thomas Griesohn-Pflieger)

    Der letzte Tag! Noch einmal hängen wir uns Fernglas und Kamera um und genießen bei einer morgendlichen Exkursion vor dem Frühstück die bunte Vogelwelt Bulgariens. Viele Bekannte werden wir jetzt wiederkennen, die vor wenigen Tagen noch unbekannte und schwer zu bestimmende Vogelarten für uns waren.

    Nach den letzten, eindrucksvollen Vogelbeobachtungen am Morgen packen wir die Koffer in den Bus, fahren nach Varna und fliegen, die Sinne noch voll mit wunderschönen Augenblicken und Vogelrufen, zurück in die Heimat.

Zusatzinformationen

  • Änderungen, die den Charakter der Reise nicht beeinflussen, sind zwar nicht vorgesehen, wir behalten sie uns aber vor. Nehmen Sie das Detailprogramm als Vorschlag, aber nicht als Checkliste. Wenn das Programm umgestellt wird, dann nur zu Ihren Gunsten!

  • Bei allen Reisen ist die minimale und die maximale Teilnehmerzahl angeführt. Die Mindestteilnehmerzahl ist bis 3 Wochen vor Reisebeginn zu erreichen. Auch wenn diese Zahl nicht erreicht wird, versuchen wir die Reise durchzuführen. Wir bitten Sie dann, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. Sollte nur ein Platz zum Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl frei sein und die Buchung von zwei Personen gemeinsam eingehen, werden wir die Gruppengröße um eine Person erweitern.

Enthaltene Leistungen

  • Programm wie beschrieben
  • Flug ab/bis Frankfurt nach Sofia, zurück ab Varna
  • 9 Übernachtungen mit Vollpension
  • Alle Fahrten vor Ort im Bus mit Fahrer
  • Eintrittsgelder
  • Professionelle, deutschsprachige und landeskundige Reiseleitung durch lokalen Ornithologen
  • Pflanzung eines Baumes in Costa Rica (Regenwaldprojekt „Reserva Bosque La Tigra“), mehr unter: www.birdingtours.de/ueber-uns/regenwaldprojekt/
  • Artenliste
  • birdingtours Notizblock und Stift
  • Reisebericht

Nicht enthaltene Leistungen

  • Nicht erwähnte Verpflegung
  • Persönliche Ausgaben & Trinkgelder
  • Zusatzleistung für Flugreisen: Rail & Fly Ticket, Sitzplatz, Spezialverpflegung, etc. (auf Anfrage und gegen Aufpreis – bei Buchung bitte angeben)
  • Reiseversicherung (gerne beraten wir Sie persönlich)

Ausrüstung

  • Flugplan mit Ihrem Buchungscode (check-my-trip, finden Sie anbei)
  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Fernglas
  • Falls vorhanden unbedingt Spektiv und Stativ
  • Regenschutz
  • festes Schuhwerk (Gummistiefel sind nicht notwendig)
  • warme Kleidung
  • Rucksack oder kleine Tasche für Tagesbedarf (kann im Bus bleiben)
  • Bulgarische Währung (z.B. für Getränke) wechseln sie am besten vor Ort
  • Sonnenschutz
  • Bestimmungsbuch - wir empfehlen: Svensson et al. – Der neue Kosmos Vogelführer [2017] oder Lars Jonsson – Die Vögel Europas [1992], beide im Kosmos-Verlag erschienen

Informationen

Generelle Hinweise

  • Körperliche Anforderung: mittelschwer, wir wandern ca. 10 km durch leichte Böschungen und über steinige, unbefestigte Wege. Mit gutem Schuhwerk ist dies aber für fast jeden machbar! Natürlich machen wir während der Wanderungen genügend Pausen und passen uns dem Tempo der Gruppe an.
  • Die Gruppengröße dieser Reise beträgt 5 - 14 Personen. Sollte die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, kann die Reise bis 3 Wochen vor Reiseantritt abgesagt werden. Sollte der Fall eintreten, versuchen wir immer die Reise trotzdem durchzuführen. Falls dies nicht möglich ist, erstellen wir Ihnen gerne ein schönes Alternativangebot.

Zahlungsmodalitäten

  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann birdingtours bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.

Hinweis zu den Zielarten

Auf unseren Reisen beobachten wir die Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum und können Ihnen nicht garantieren, alle hier aufgeführten Zielarten auf der Tour zu sehen. Unsere Reiseleiter bemühen sich, Ihnen so viele Vogelarten wie möglich zu zeigen.

Eignung unserer Reisen für Personen mit eingeschränkter Mobilität

Bei unseren Naturreisen handelt es sich um Reisen, die für Personen mit eingeschränkter Mobilität grundsätzlich nicht geeignet sind. Sollten Sie bezüglich der Anforderungen unsicher sein, sprechen Sie uns bitte unbedingt vor der Buchung an.

Reiseberichte

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